?

was haltet ihr von den demos?

  1. find ich gut!

    40,8%
  2. find ich nich gut!

    59,2%
  • Beastie
    Beastialische Beiträge
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    vergeben und glücklich
    17 August 2004
    #61
    ich wüsste nich, was es an dieser quelle auszusetzen gibt.. is immer noch besser als: bild... hörzu... haz.. paz... was weiß ich..

    ich hab das ganze ohne wertung zitiert...
    aber ich denke, wenn man sowas auf seiner homepage schreibt, dann wird man sich auch daran halten...

    und zu deiner bekannten mit den quadratmetern.. vll liegt es gar nich an den qm.. sondern an der höhe der miete??? oder an der höhe der nebenkosten...

    was ich mich ständig frage: wie kommen die leute eigentlich dazu ''luxus'' für nixtun zu verlangen...???

    wie kommst du darauf, dass das kindergeld wegfällt??
     
  • emotion
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    17 August 2004
    #62
    Ich verlange nicht mehr, als Hartz bereitstellen wird/soll/will !

    Das stellte ich schon klar.
    Bin selber der Meinung, dass Bedürftigkeit nicht mit hohen, gehaltabhängigen Zahlungen bis zum Lebensende vereinbar ist (ALHI) !

    Ich bemängele die Verlogenheit, dass zurückhalten von Informationen, eben die katastrophale Darstellung nach Außen.

    Und eben bestimmte Härten, die der Konjunktur m.E. gar nix nutzen, und vielen Menschen das Sparen für Haus, Auto (wo ja jeder Bedürftige ein Recht drauf hat) unmöglich machen, selbst den Kindern bla bla bla ...
    Es bedarf eines größeren Puffers/Caches, um Handlungspielraum, Planungssicherheit für die Zukunft zu gewährleisten.
    Nicht übertrieben, aber erst recht nicht so untertrieben wie jetzt ...

    Leider eben nicht, siehe oben.
    Meistens Lobbyisten, viele Halbwahrheiten oder unvollständige Infos !
    Zur objektiven Meinungsbildung wäre die Regierung im speziellen verpflichtet, alle Informationen ungefiltert und unmissverständlich zu präsentieren !
    Das es die Schmierblätter aber auch beeinflußte ÖR Medien so nicht tun, ist fast noch zu verstehen, aber die Regierung hatte vor, Hartz zu durchleuchten, zugänglich zu machen (für den verängstigten zukünftigen Bedürftigen) !
    Glückt ihnen das mit ihren dämlichen Plakaten ?
    Und der m.E. nicht korrekt dargereichten Website ?

    Laut Argumentation des Amtes die qm ...

    Beispiel: Unsere vierköpfige Muster-Familie aus den neuen Bundesländern mit zwei Kindern unter 14 Jahren hat nach den Regelsätzen Anspruch auf 1.543 € Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch.
    So viel würde das zuständige Amt ihr monatlich auszahlen, wenn sie kein eigenes Einkommen hätte. Tatsächlich bezieht die Familie jedoch Kindergeld in Höhe von 308 €. Weiterhin erhält der Familienvater Krankengeld in Höhe von 800 €. Beides wird voll angerechnet. Der Anspruch auf Alg II oder Sozialgeld vermindert sich so um genau 1.108 €. Durch Sozialgeld bzw. Arbeitslosengeld II wird das Einkommen der Familie monatlich um genau 435 € aufgestockt - insgesamt kommt die Familien damit auf 1.543 €.

    Also fällt Kindergeld als gezahlte Leistung nicht weg, wird aber (voll) verrechnet, so dass die Bedarfsgemeinschaft dann u.U. weniger ALG II Leistungen erhält.
     
  • User 9364
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    17 August 2004
    #63
    Aha, wohnt deine Bekannte dort alleine?
    Unsere Wohnung hier ist geringfügig größer und wir wohnen hier zu dritt.
    Ich als Student darf für jeden Scheiß nur drauf zahlen. Demnächst kommen hier auch noch Studiengebühren.
    Momentan muss ich nur knapp 100€ pro Monat als Semesterbeitrag abdrücken. Für sportliche Angebote an der Uni muss ich auch bezahlen, obwohl sowas ja eigentlich alles bezahlt werden sollte. Wenn ich zum Arzt gehe, muss ich Praxisgebühr bezahlen und beim Zahnarzt noch die Kronen und alles mögliche andere.
    Ach ja, und ich wohne natürlich hier in der Platte...ich kann mir ja nichts anderes leisten.

    Und unsere Arbeitslosen machen den ganzen Tag nichts und bekommen dafür noch alles in den Arsch geschoben und jeden Müll bezahlt. (betrifft nicht alle, aber doch einen großen Teil)

    Sowas nennt man dann soziale Gerechtigkeit. Die Leute, die arbeiten, dürfen den Leuten, die zu faul sind das Leben finanzieren.

    Es gibt genug Arbeit in Deutschland. Nur, die findet man nicht auf dem Arbeitsamt. Da muss man mal mit offenen Augen durch die Gegend laufen.
    Wir haben zum Beispiel früher Gewächshäuser aus Altlastenglas für Gartenbesitzer gebaut. Und heute findet sich sowas mit Sicherheit auch noch.
     
  • Mikka78
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    17 August 2004
    #64
    @anobach: Ich kann Deine Einwände und die Probleme, die man als Älterer beim Arbeitsuchen hat verstehen und möchte das durch meine Postings auch nicht herabspielen. Ich kann wirklich nicht verstehen, warum die Erfahrung Älterer in Unternehmen nicht geschätzt werden. Ich arbeite in meiner eigenen Firma selbst auch mit Leuten zusammen, die weit älter als ich sind und weiß das sehr zu schätzen.

    ---

    Man kann auf Hartz4 und die damit verbundene Bespitzelung durchaus verzichten mit dem simplen Vorschlag, das nur noch zweckgebundene Gutscheine oder Naturalien ausgegeben werden.

    Die, die nur aus Faulheit in der Sozialhängematte liegen, werden sich ärgern und tatsächlich Bedürftigen wird es nicht stören.

    Mikka
     
  • Schlumpf Hefti
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    nicht angegeben
    17 August 2004
    #65
    :bandit:
     
  • emotion
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    17 August 2004
    #66
    Hahahahahaha :tongue: *kugelmichweg*

    Ah, so wie die Reden der Politiker, so wie die Wahlplakate, so das sie jeder Asoziale versteht ? *ggg*

    Nee, also in DO waren natürlich auch verschiedenste Grüppchen, auch weniger willkommene.
    So auch KPD, Rechte usw. .

    Aber deswegen wird von den Veranstaltern der meisten Demos auch drauf hingewiesen und darum gebeten, nicht anderen das Zepter zu übergeben, eben unabhängig zu sein/bleiben.
    Was nutzt es denen, wenn z.B. die Gewerkschaften die Führung (bei den Demos) an sich reißen, und dann beim kleinsten Zuckerstückchen wieder einknicken ...

    Ja.
    Es geht mir aber hier um 2 grundsätzliche Dinge.
    Es wird beschwichtigt (von der Politik).
    Das stimmt so eben alles nicht, wie sie es verkünden.

    Zudem verlangst du wirklich, dass ein 53 Jähriger alleinlebender Professor aus seiner seit 25 Jahre bewohnten 60 qm Wohnung in nen Plattenbau umzuhien muß ?
    Nach nur 1 Jahr Arbeitslosigkeit, und nem halben Jahr Zeit, ne neue Bleibe zu suchen ?

    Nicht zu vergessen:
    Die 60 qm Wohnung ist natürlich super schön und edel eingerichtet.
    Holzvertäfelung, teure Tapeten, beste Fliesen, gute Holzböden usw. ...
    Das investierte er im Laufe der Jahre selber, renovierte seine Mietwohnung.
    Sowas machen viele (mit Apsprache des Vermieters).
    Tia.
    Und nun kann es eben sein, dass nach "nur" einem Jahr Arbeitslosigkeit das alles aufgegeben werden muß.
    Und er in einem Sozialbau eine billigst Wohnung bei unangenehmen Nachbarn (Alkis, Junkys, 10 schreienden Kindern) beziehen muß, mit billigst Tapeten, alten vergammelten Fliesen, ohne anständige Böden.
    Er kriegt ja Umzugsgeld, aber eben eine Pauschale, die nur für die billigsten Sachen reicht, wobei Bodenbeläge heute schon nicht mitzählen, man hat auf Teppiche keinen Anspruch !

    Schöne Aussichten.

    Ich finde das sehr drastisch.

    Du studierst freiwillig.
    Als Student (junger Mensch) nimmt man locker sowas hin.
    Ich lebte auch mal Jahre lang in einer 22 qm Wohnung.
    Es stört mich nicht, war ganz ok.

    Übrigens !
    Die Studenten demonstrierten doch auch gegen die Studiengebühren ?
    [Ironie]
    Dieses asoziale Pack.
    Kriegen die nicht schon genug geschenkt (Studium, hohe Verdienstmöglichkeiten, Rabatte) ?
    Und wir (der Staat) haben nuneinmal kein Geld (zur Zeit), da muß jeder mitsparen.
    Studenten faulenzen doch eh den ganzen Tag, fögeln nur rum, feiern Orgien, nehmen Drogen.
    Also sollen sie mal zeigen, dass sie wirklich wollen, man muß sie aktivieren (wie die Arbeitslosen heute), fördern, aber auch fordern.
    [Ironie Off:]
    :bandit:

    Edit:
    Habt ihr die Bafögabzocke schon vergessen ?
    Da erschlichen sich Schüler und Studenten Bafögleistungen (meine Steuern die ich zahlte).
     
  • Mr. Poldi
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    17 August 2004
    #67
    > Die Studenten demonstrierten doch auch gegen die Studiengebühren ?
    Ich hab mich an den (auch von unserem Asta, DGB) ogranisirten Demos nicht beteiligt, da ich nicht grundsätzlich gegen Studiengebühren bin.
    Dass diese allerdings in den Landeshaushalt fließen und nicht zweckgebunden den Hochschulen zugute kommen finde ich nicht so gut.
     
  • Daucus-Zentrus
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    nicht angegeben
    17 August 2004
    #68
    Ich bin auch für Studiengebühren im Zusammenhang mit meinem Ausbildungskredit (s.o.), allerdings müssen die dann auch direkt an die Hochschulen fließen... Und BaföG-Betrüger gibt es dann auch nicht... Ich sehen auch keinen Grund, warum BaföG überhaupt kostenlos sein soll: Natürlich muss auch jemand aus einem ärmeren Elternhaus die Chance haben ein Studium zu finanziern (was man mit BaföG oft trotzdem nicht kann...), damit auch jeder zumindest finanziell die Chance durch Bildung aufzusteigen. Aber warum müssen diese Menschen dann, wenn sie aufgestiegen sind, auch noch besser gestellt werden als welche, deren Eltern z.B. ein Studium finazieren konnten? Das kann doch keiner rechtfertig...!

    Edit: Ich weiß ja nicht, was fürn Prof. deiner ist, aber bei uns suchen sie noch jemanden, der die Bücher der Bibliothek sortiert...:zwinker:
     
  • User 12216
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    17 August 2004
    #69
    @emotion:

    klar muss der mann aus seiner luxuswohnung ausziehen!oder er muss sich n job suchen wenn nich als professor,dann als was anderes!warum soll ich als steuerzahler ihm ne wohnung finanzieren die ich mir selbst nich leisten könnte?
     
  • Daucus-Zentrus
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    nicht angegeben
    17 August 2004
    #70
    @anobach: Nana, nicht so böse werden: Ich finde den Hildebrandt meist auch ganz lustig, aber man muss ja nicht immer seiner Meinung sein...
     
  • User 2404
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    17 August 2004
    #71
    Ich muss sagen die leute haben seit 66 Jahren nichts gelernt.

    Es ist einfach nur schlimm ,wenn man jetzt die Demos unter demselben Namen veranstaltet als wo die Wende erreicht wurde.Die geschichte sollte sich für die Deutschen ned so schnell wiederholen was im letzten Jahrhundert geschah.Egal was es war.

    Warum wollten sie die Wende überhaupt.Wenn se ihr Hirn angestrengt hätten,wären sie auf den Gedanken gekommen dass es nie finazierbar ist,was ihnen der Bundeskanzler versprochen hat.

    Der Hauptgrund von Hartz IV ist und war dass Arbeiten wieder attraktiver sein muss als das Geld abholen.

    Und der gedanke find ich gut.Wenn man schon keine Arbeit hat kann man ja nen Garten haben oder sonstwie den lebensunterhalt selber zumindest teilweise erarbeiten und so Geld zu sparen und ned nur jammern dass es doch ned reicht.Wenn das heutzutage niemanden mehr zugemutet werden kann ,dann sollen se sich verdrücken irgenwohin auf der Erde wo se denken sie könnten in nem schlaraffenland leben.

    Niemand darf in unserem Land verhungern und auf der Strasse leben müssen,so wie es nirgends auf der Welt sein sollte.Wer mehr will muss sich drum kümmern,egal wie.


    Es gibt genügend arbeiten hier die niemand mehr machen will von den eigenen Landsleuten und solange dies so ist geht es den Arbeitslosen zu gut ,das ist meine Meinung.
     
  • ProxySurfer
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    17 August 2004
    #72
    Ich habe sogar eine Montagsdemo mitorganisiert und Tausende sind gekommen!
    Der Staat verlangt Opfer von allen, aber nur den Arbeitslosen wird das Geld entzogen, während die Reichen dieses Geld bekommen (Steuererleichterungen).
    Es heißt "fördern und fordern". Richtig. Aber wo sollen die Arbeitsplätze herkommen? Hier im Osten kommen 40 Bewerber auf 1 freie Stelle. Selbst beim Straße fegen gibts längst keine Stelle mehr. Tausende weitere Stellen werden demnächst gestrichen.
    Hier im Osten wird durch die künftige Armut die Kaufkraft sinken, wodurch noch mehr Arbeitsplätze wegfallen.
    Die "Zumutbarkeitsregeln" führen in die Sklaverei bzw. ins tiefste Mittelalter.
    Die Fragebögen zum Arbeitslosengeld II sind demütigend. Sowas hätte sich nicht mal die Stasi in der DDR getraut, die Leute auszufragen.
    Die große Mehrheit will arbeiten! Man darf die wenigen "Faulen" nicht als Maßstab für Arbeitslose nehmen.
    Hartz IV ist zum :kotz: :kotz: :kotz: und muss weg!!! Es muß und wird weitere Montagsdemos geben! Was 1989 geklappt hat, wird auch diesmal klappen!
     
  • Daucus-Zentrus
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    17 August 2004
    #73
    Ich versteh das ganze Gerede von Landsleuten nicht: Nur, weil einer nen deutschen Pass hat, ist er mir doch nicht näher als ein Türke von nebenan...! Mir ist es egal, wer die Arbeit macht, solange sie einer macht...
     
  • Mr. Poldi
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    17 August 2004
    #74
    > Die große Mehrheit will arbeiten!
    > Man darf die wenigen "Faulen" nicht als Maßstab für Arbeitslose nehmen.
    Dann plaudere ich mal ein wenig aus dem (nicht repräsentativen) Nähkästchen:
    Einige meiner Bekannten hatten nach Abschluss der Ausbildung einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten.
    Als ich sie nach Ablauf desselbigen gefragt habe wie es denn nun weitergehen soll: Hmm, naja ... mal schauen, bin jetzt erstmal arbeitslos. Ist zwar nicht toll, aber mit dem Geld der Bundesagentur lässt es sich auch halbwegs leben.
    So ging das dann mehrere Monate, zwischendurch vielleicht ein "Joa, werde mal schauen ... hab auch 1 Bewerbung geschrieben".

    Hallo?
    Dass es mit DER Einstellung schwierig wird ist ja wohl klar. Der Staat ist keine Vollkasko-Versicherung!

    > Die große Mehrheit will arbeiten!
    Bei dem was ich durchweg erlebe hege ich da gewisse Zweifel ...
    Arbeiten wollen die meisten sicherlich - unter Bedingung x, y, foo, bar & schlagmichtot.
     
  • muenti
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    18 August 2004
    #75
    Leider nur zu Bedinungen, die den Standort Deutschland nicht wettbewerbsfähig machen. So sei hier nur die 35-Stunden-Woche genannt (Bei 40 Stunden kriegen die Leute schon einen Anfall) oder die die 30 Tage Jahresurlaub oder das 13 bzw. 14 Monatsgehalt.

    Jetzt komme ich wieder mit dem doofen Satz, dass es in anderen Ländern andres ausschaut (USA 14 Tage Urlaub, Japan 12 Tage Urlaub - jeweils im Mittel).

    Von nix kommt nix.
     
  • Schlumpf Hefti
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    18 August 2004
    #76
    :bandit:
     
  • NenNetter
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    18 August 2004
    #77

    Meiner Meinung gehen die Reformen nicht weit genug!!

    Man sollte regelrecht eine Revolution durchführen, ich denke dazu folgendes:

    1. Das Grundgesetz von Grund auf ändern: a. Die Länderebene abschaffen und dabei die kommunale und Berlin stärken (schnellere Abstimmungen durch Wegfall des Bundesrates)
    2. Das Steuersystem so reformieren das alle Sonderlücken geschlossen werden und nur noch drei Eiongangssteuersätze herrschen (Einkommenssteuer 15%, 25%, 35%)
    3. Den vollständigen Bürokratieabbau der möglich ist.
    4. sparen bei Subventionen (am besten alle streichen abgesehen von den Forschungssubventionen) das eingesparte Geld geht dann:
    5. in die vollständige Schuldentilgung.
    6. Die Sozialsysteme so reformieren, das Menschen die Geld vom Staat bekommen und nicht gerade ein Kind versorgen müssen für die Zeit in den Staatsdienst geschickt werden (Straße fegen z.B.)
    7. Kranken- und Rentenkassen müssen Rücklagen bilden können (mit dem Geld z.B. an der Börse anlegen und vom Zinseszins die Renten bezahlen.
    8. Bundesweite Volksentscheide einführen
    9. Legalisierung weicher Drogen (Steuereinnahmen fließen in Abbau der Schulden)
    10.: Die Wehrpflicht abschaffen

    Und zu guter letzt: NEUWAHLEN!

    Was haltet ihr davon????
     
  • Mr. Poldi
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    vergeben und glücklich
    18 August 2004
    #78
    Ich wäre auch für radikalere Reformen, aber in anderer Form

    > 1. Das Grundgesetz von Grund auf ändern: Die Länderebene abschaffen
    Das Föderalismusprinzip halte ich für richtig. Nur dass es den Parteien (egal welcher Colour) nur um die eigene Machtposition anstatt um das beste fürs Volk geht und man deshalb grundsätzlich gegen die Vorschläge der jeweils anderen Partei ist ist eine mittlere Katastrophe. Unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen kosten Wählerstimmen - ohne Frage. Aber ich wünschte es gäbe Politiker mit genügend Rückgrat ebensolche im notwendigen Maß zu treffen ...

    > 2. Das Steuersystem so reformieren [...]
    > 3. Den vollständigen Bürokratieabbau der möglich ist.
    > 4. sparen bei Subventionen (am besten alle streichen [...]
    > 5. in die vollständige Schuldentilgung.
    FULL ACK.

    > 6. Die Sozialsysteme so reformieren, [...] in den Staatsdienst geschickt werden (Straße fegen z.B.)
    Im Prinzip gebe ich dir recht, aber das ginge mir dann doch zu weit - ist schon recht nahe an "Zwangsarbeit". Lieber nur "Naturalien" zahlen.

    > 7. Kranken- und Rentenkassen müssen Rücklagen bilden können
    Weg mit den ganzen gesetzlichen Versicherungen!

    > 8. Bundesweite Volksentscheide einführen
    Gott bewahre! Bei dem BILDungsniveau wäre das eine absolute Katastrophe, man bedenke nur dass die meisten gegen die Euro-Einführung gestimmt hätten ...

    > 9. Legalisierung weicher Drogen
    Hmm ... nee. Aber die Tabaksteuer sollte kräftig erhöht werden damit die Einnahmen aus selbiger wenigstens kostendeckend sind.

    > 10.: Die Wehrpflicht abschaffen
    Wenn gleichzeitig ein verpflichtendes soziales Jahr für ALLE eingeführt wird - OK.
    Ansonsten beibehalten.

    > Und zu guter letzt: NEUWAHLEN!
    Vom Regen in die Traufe? Na ich weiß nicht ...
     
  • emotion
    Verbringt hier viel Zeit
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    18 August 2004
    #79
    Ich muß mich für genau dieses Beispiel bei dir bedanken !

    Warum ?

    Es wird Eigenverantwortung propagiert.
    Wenn ich Geld an der Börse verzocke, ist es meine Schuld !
    Ein Sozialstaat ist aber dafür da, den Bürgern Sicherheit für heute und die Zukunft zu geben.
    Besonders das reiche DE hatte nicht umsonst einen so hohen Standart.
    Und auf bestimmte Regeln, Leistungen und Gesetze muß ich mich verlassen können, um mich sicher zu fühlen, um meine Zukunft möglichst (eigenverantwortlich) zu planen.

    Ein Staat kann nicht jegliche Verantwortung auf den Einzelnen übertragen.
    Besonders für die Arbeitsplätze scheinen hier einige der Meinung zu sein, wäre wirklich der einzelne Arbeitslose schuld, weil er auch zu hohe Ansprüche usw. hat.

    Aber es wird verschwiegen/übersehen, dass dafür genau die Politik den Rahmen geschaffen hat.

    Natürlich werden Leistungen die abrufbar sind, auch (aus)genutzt !
    So machen es uns die Politiker doch eben grade vor.

    Zum widerholten male : Ich bin für die Reform.
    Ich fand vor Jahren (bevor Hartz ein Thema war) schon die ALHI Regelung quatsch.

    Dennoch !
    Hier wird nun dermaßen drastisch eingegriffen, dass es selbst mir (als Befürworter) einen Schock versetzte.

    Natürlich sind die Bewerber auf den Dreher Job nicht qualifiziert/willig, ist doch eh bekannt, dass das AA nicht wirklich kompetent vermittelt.
    Andersrum bekommen Arbeitslose Angebote (wenn mal in 2 Jahren eines kommt ! ), die gar nicht dem Profil entsprechen, oder am rande der Legalität sind.

    Eben deswegen gibt es ja Hartz !
    Aber hier die Verantwortung/Schuld im großen auf die (unwilligen, faulen) AL allein zu schieben, ist unfair( Denn die Schuld dafür gab Schröder ja schon dem AA).
    Natürlich gibt es die.
    Genau wie Studenten, die nur eingeschrieben waren wegen der Vergünstigungen, Bafög usw. .
    Und ?
    Sind deshalb ein Groß der Studenten Abzocker ?
    Nein ?
    Dann bitte auch sachlich bei den Arbeitslosen bleiben, danke :kiss:

    Habt ihr das neueste schon wieder gehört/gelesen ?
    "58er-Regelung" wird zur Förderfalle
    Und genau das ist die Schweinerei:
    Es gibt (auf allen Gebieten) keine langfristigen Planungs-Sicherheiten mehr (Satz geklaut :smile: )
    Gestern hü, heute hot .

    Nocheinmal.
    Was ich an dieser Reform so gemein finde, ist eben Planungssicherheit.

    Viele haben in treu und glauben irgendwie gesparrt.
    Und zwar, um einen "normalen" Lebensstandart zu sichern (im Alter).
    Nun wurde für sehr sehr viele diese Planung über den Haufen geworfen.
    Rentenniveau sinkt, Sparpläne reichen also nicht mehr aus.

    Das ist für Junge Menschen zu kompensieren, sie haben noch Zeit.
    Aber dennoch ist die Gefahr der Verarmung (eben bei Arbeitslosigkeit > 1 Jahr groß).
    Nur sind heute ab 45 Jährige die Gearschten, und die 55 Jährigen wohl noch mehr.
    Was zum Teufel können die nun (bei den plötzlichen Änderungen der Leistungen) über 50 Jährigen noch eigenverantwortlich tun ?
    Sind die auch faul ?
    Oder erkennt ihr hier an, dass diese Altersgruppe kaum noch in Arbeit kommen wird ?

    Apropo mein Professor Beispiel.
    Wer ...
    Wer würde einen Professor als Küchenhilfe oder Kellner einstellen ?
    Selbst wenn er ernsthaft wollte ?
    Schon mal eine Abfuh wegen Überqualifizierung erhalten ?
    Nein ?

    Noch etwas.
    Die Löhne und Ansprüche sind vielen hier zu hoch !
    Aber jeder soll doch vorsorgen, eigenverantwortlich.

    ???
    Viele haben so wenig Geld, dass selbst die Riesterrente kaum drinnsitzt ?
    Und diese kompensiert eh nur auf ein "normales" Rentenniveau, aber auch nur vielleicht, wer weiß denn schon, wie hoch die Grundrenten und die tatsächliche Auszahlung der Riesterrente sein werden ?

    Und ein zweites Bein außer Riester dürfte höchstens 13 000 Euro groß sein.
    Und wer kann sicher sein, mit 65 Jahren noch Arbeit zu haben ?
    In der IT ? :bandit:
    So schnell wie sich Techniken und Systeme evaluieren, könnte es u.U. in dem Alter echt hart sein/werden, das auf dem Laufenden zu sein.

    Na ja, ich hatte sogar 36 Tage Urlaub bei 38 Stunden :bandit:
    Und trotzdem !
    Was soll das ?
    Ich war immer da, wenn man mich brauchte, meine Leistung stimmte.
    Und alle Angestellten der Abteilung wären auch bei ner 40 Stunden Woche mit nur 15 Tagen Jahresurlaub nötig gewesen.
    Wir waren hoch motiviert und effizient !
    Sind das deine Beispiele auch ?

    Ihr habt so schöne Beispiele.

    Hier mal ein Teil Vorschalg von mir, was mir schon lange im Sinn liegt.
    Dynamische Regeln/Verordnungen !

    Eben ohne Gesetzesänderungen durchkämpfen zu müssen, sollte es einer Regierungkommission gestattet sein, bei Bedarf bestimmte Regeln unbürokratisch und effizient ändern zu dürfen.

    In Notzeiten zum Beispiel in einem vorher festgelgten Rahmen (mit Gewerkschaften usw. definiert) an den arbeitsmarktrelevanten Regeln und Grenzen drehen zu dürfen.

    Schnelles Reagieren ohne Bürokratie.

    Man könnte eine Menge realisieren, eine Menge aktivieren.
    Aber eines darf man nicht !
    Dem Bürger Angst machen, ohne ihm einen wirklichen Nutzen aufzuzeigen.
    Des Bürgers Zukunft innerhalb 2 Jahren über den Haufen zu werfen, wo es nicht ersichtlich ist, dass dies so nötig ist.

    Hm ?
    Das findet mit Hartz doch statt, und war in der Sozialhilfe auch schon so (soweit Stellen dafür).
    Und sogar Mütter mit Kinder oberhalb der 3 Jahre müssen ran.

    Nun, solange Politiker im Bundstag und anderswo bestochen werden dürfen ... :wuerg:
    Ich finde auch das unser System so nicht weitergehen dürfte.
    Ich kann mich damit nicht identifizieren, mit diesem Molloch.

    Die wirkliche Macht hat eh die Industrie, solange Politik käuflich (abhängig) ist.

    Und wir lassen uns gegeneinander ausspielen "die bösen Arbeitslosen" .

    Schon bemerkt ?
     
  • Mikka78
    Gast
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    18 August 2004
    #80
    Mal ein ganz anderes Beispiel: Wenn Du einen haufen Mist auf den Marktplatz setzt, kommen Millionen, oder für Dich Milliööönen Fliegen. Sagt das etwas über Sinn oder Unsinn einer Veranstaltung aus? Ich krieg den Marktplatz jeder Stadt voll, wenn ich Freibier für alle verspreche.

    Was für ein Quatsch. Das ist ein Schlag ins Gesicht mancher, die im Jahr mehr Steuern im Jahr bezahlen, was andere im Leben nicht verdienen.


    Prima. Hast es erkannt. Dann geh doch endlich, statt Deine Energie zu verjammern. Oder stehst Du auch in der Wüste und beschwerst Dich den ganzen Tag, das es da so wenig Meeresküste gibt? Lächerlich.

    Mikka
     

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