?

was haltet ihr von den demos?

  1. find ich gut!

    40,8%
  2. find ich nich gut!

    59,2%
  • *Mario*
    *Mario* (42)
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    vergeben und glücklich
    18 August 2004
    #81
    Ich würde ja gerne mal wissen, wieviel Prozent der Teilnehmer der Demonstrationen bei der letzten Bundestagswahl tatsächlich gewählt haben. Ich befürchte, dass es nur ein Bruchteil der Demonstranten war. Und die Nicht-Wähler dürfen sich jetzt auch nicht beschweren. Hätte sie gewählt, wäre vielleicht die CDU an der Macht.

    Dieses Beispiel mit dem arbeitslosen Professor ist doch total an der Realität vorbei. Nenne mit einen Professor, der seinen Job verloren hat und nun ALG II beziehen muss. Zu erwähnen wäre noch, dass die meisten Universitätsprofessoren Beamten im Staatsdienst sind, bei denen eine Kündigung nicht ohne weiteres möglich ist.
     
  • Daucus-Zentrus
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    nicht angegeben
    18 August 2004
    #82
    Das bezweifel ich, denn so weit ich weiß, ist der Anteil derer, die mit der SPD sympathisieren, unter den Nicht-Wählern am größten (war das jetzt ein verständlicher Satz?)... Einmal abgesehen davon, dass die CDU und die FDP die Reformen zu großen Teilen ebenfalls unterstützt...
     
  • User 9364
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    Verheiratet
    18 August 2004
    #83
    Was ist das denn für ein Prof?
    Ich kenne keinen Prof, der arbeitslos ist.
    Hier an unserer Uni werden noch welche gesucht, da unsere derzeitigen Profs teilweise in Pension gehen. Allerdings ist man hier natülich auch am Arsch der Welt und verdient nicht so kräftig wie im Westen.

    Und dass man seine Mietwohnung entsprechend einrichtet, ist ja wohl logisch. Das ist bei uns nicht anders. Aber man kann doch nicht erwarten, dass der Steuerzahler für eine riesige Wohnung aufkommt, die er sich selber nicht leisten kann.

    Das ist ja wohl was anderes. Ein Studium ist nun mal eine Investition eines Staates in die Zukunft, da er somit höherwertige Arbeit erwarten kann.
    Und jeder Ingenieursarbeitsplatz, welcher in einer Firma besetzt wird, schafft im Schnitt zwei andere Arbeitsplätze.

    Sei froh, dass du das als Ironie gekennzeichnet hast. :zwinker:
    Ich bekomme kein BaFöG. Meine Eltern haben angeblich zu viel Geld... Hm, vielleicht haben die ja die roten Zahlen mit den schwarzen verwechselt.
     
  • Schlumpf Hefti
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    18 August 2004
    #84
    :bandit:
     
  • Absinth
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    18 August 2004
    #85
    Aber wir sind uns doch eigentlich einig, dass Hartz V in die richtige Richtung geht, auch wenn es noch viele Lücken gibt. Siehe Ich-AG!

    Aber was will man denn machen? Der Staat hast das Geld nicht mehr.

    Und das Problem ist eben, dass es zu wenige Jobs gibt, ergo mehr Arbeitslose.

    Und man draf nicht vergessen, dass schon in den 70igern munter das Geld was für die Rente angelegt wurde verprasst wurde. Sowohl von CDU als auch von SPD.
    Und die Reformen die Rot Grün jetzt macht wollte Weigel schon in den 90igern machen.

    Damals, zur Zeit der New Economy hat sich die SPD gegen diese Reformen gesträubt, weil es uns noch gut ging.
    Und heute macht sie sie selber.

    Das ganze hätte man schon viel früher machen können, wenn es damals von der SPD nicht als für "die Bevölkerung unzumutbar gewertet worden wäre" und zum Thema des Wahlkampfes wurde.
    Damals hätte man es ohne Hektik und ohne diesen Druck machen können.

    Aber Fakt ist, dass man heute nicht mehr so weitermachen kann wie jetzt.
    Harzt V geht meiner Meinung nach in die richtige Richtung.
    Es wird versucht zu sparen ohne den Sozialstaat zu einem seines Namen nicht mehr würdigen zu machen.
     
  • ProxySurfer
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    18 August 2004
    #86
    Prinzipiell ist Hartz IV nicht schlecht, aber es funktioniert nur, wenn es genügend freie Stellen gibt, so daß man JEDEM Arbeitslosen 1-2 Angebote machen kann. Wenn er die ablehnt, soll er den Mindestsatz zum Überleben bekommen. Aber: Es gibt fast keine freien Stellen, also null Angebote! Also darf man ihn auch nicht zusätzlich dafür bestrafen. Für mich ist das Erpressung durch den Staat.
    Das ist etwa das Gleiche als würde man jemandem sagen: Du darfst die Strecke nicht mit dem Auto fahren, sondern mußt die Bahn benutzen - wo es gar keine Bahnlinie gibt.

    @ Mikka78:
    Zu "Dann geh doch endlich": Ich selbst bin ja nicht arbeitslos, brauche also nicht zu gehen. Aber viele Verwandte & Bekannte trifft es. Nur: Wer bitte im Westen stellt denn 50jährige oder 55jährige (z.B. meine Eltern) aus dem Osten ein??
    Die Demo habe ich aus Solidarität mit arbeitslosen und älteren Menschen mitorganisiert. Ich halte es für wichtig, ihnen zu helfen, weil sie keine Lobby haben.
     
  • Mr. Poldi
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    18 August 2004
    #87
    > Wer bitte im Westen stellt denn 50jährige oder 55jährige (z.B. meine Eltern) aus dem Osten ein??
    Niemand, denn die wirst du im Fall des Falles nicht wieder los (Sozialplan, etc.).
    Da überlege ich mir als Unternehmer doch lieber 10x ob ich nicht versuche mit mehr Aushilfen und Überstunden hinzukommen anstatt eine neue Stelle zu schaffen die mir, wenn die Auftragslage schlechter wird, vielleicht das Genick bricht da ich sie nicht so ohne weiteres wieder streichen kann.

    Da müsste schon der Kündigungsschutz kräftig gelockert werden.
     
  • boy_X
    boy_X (36)
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    19 August 2004
    #88
    also ich bin auch der meinung hartz 4 geht in die richtige richtung...!

    Aber viele punkte sind einfach zuheftig....

    Vor allem was ich ziemich kritisier is dieser freibetrag von nur 12000 euro... Das langt im leben nicht wenn man alt ist.... Oder auch das man die lebensversicherung aufkuendigen muss un deswegen kein geld kriegt bis es aufgebraucht ist.... Eher sollte man doch so eine regeltreffen das das geld der lebensverischerung bis im alter(rente) unangetastet bleibt... un sollte davor die person sterben soll halt der staat noch ein teil des geldes bekommen was er an al2 gezahlt hat....

    und bei den freibetraegen der kinder sollte man auf jeden fall beide stufen hinauf setzten... Ich kenn genug kinder die diesen freibetrag locker ueberschreiten... /me hat auch ein vermoegen von 6000 euro durch angespartes , arbeit, un geburtstagsgelder.

    was ich auch heftigist kritisiere sind die zumutbarkeitsregeln....

    Es kann doch net sein das man unter dem Tarifvertrag arbeiten muss... Ich mein da bekommt man schon us-verhaeltnisse un das muss ja nicht sein... Weil ich mir sicher bin das viele chefs das gnadenlos ausnutzen werden! Wobei das ja durch die cdu in die reformen reinkam :rolleyes2 .

    ein weiter punkt bei diesen zumutbarkeitsregeln ist das man als arbeitsloser ja jede arbeit annehmen muss, bloss was wieder ziemlich scheise ist das dann einfach die kostenpauschale gekuerzt werden... Dss sind alles punkt wo die spd als soziale kraft anderst haette agieren muessen....

    Kurze zusammenfassung. Ich bin auch fuer die reform... an sich ist hartz 4 ne gute sache... BLOSS es muesste sozialer ausgewogen sein.. so wie ich das beispiel mit den fahrkostenpauschale genannt habe! Oder das nicht gleich das vermoegen fuer die altersvorsorge so stark angegriffen wird!

    Und auch wenn viel proxy angreifen... ER hat net unrecht. es muesste noch eine sonderform von hartz im osten geben, grad da es fast keine arbeit gibt... ICh mein nicht umsonst haben alle ostbundeslaender noch gegen diese reform gestimmt...

    Und noch eins zum thema das gb. oder norwegen un co auch diese ganzen reformen gemacht haben... Ja sie haben es gemacht ABER ich hab neulich ein artikel gelesen WIE sie es gemacht haben... Viele haben einschnitte hinnehmen muessen. zb den kündigungschutz. aber sie haben auch eine ziemlich hohe finanzielle hilfen vom staat... also einiges hoeher als bei uns. und in vielen formen waren einschnitte da aber es war auf der anderen seite ein ausgleich da! Und das ist eben der unterschied was es bei den deutschen reformen fehlt... Es gibt fast nur einschnitte aber keine ausgleiche!

    edit:

    emotions beitraege haben fuer mich den nagel auf den kopf getroffen :bier: :zwinker:
     
  • whitewolf
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    19 August 2004
    #89
    Also, wenn ich hier das Gejammere der Hartz Gegner lese, kann ich mich nur wundern. Konstruktive Vorschlaege kommen nicht.

    Es kann in Deutschland nicht so weitergehen, wie bisher.

    Fakt ist: Der Staat ist ueberschuldet: Dieses Jahr wird wird bei der Verschuldung die 1.4 Bio € Grenze ueberschritten. Jeder Bundesbuerger hat damit theoretisch eine Schuldenlast von ueber 16700€.

    Auch jedes Kind, das geboren wird, ist theoretisch direkt mit der Summe verschuldet. Beim Umweltschutz wird haeufig mit der Verantwortung fuer nachfolgenden Generationen argumentiert. Das Argument kann man hier auch bringen.

    Die Neuverschuldung steigt sekuendlich um 2500€.

    83 Mrd werden jaehrlich fuer Soziales ausgegeben. 40Mrd um Schulden zu begleichen. Das macht zusammen fast 50% der Staatsausgaben aus. Der Schuldendienst wird ausschliesslich durch neue Schulden finanziert.

    Umgerechnet auf die Bevoelkerung zahlt jeder pro Jahr 1000€ fuer Soziales und 500€ zur Schuldenbegleichung. Natuerlich nur theoretisch, da ja eh vieles ueber steigende Neuverschuldung finanziert wird.

    Frage: Hoert sich das fuer irgendjemanden so an, als waere alles in Ordnung und man koenne so weitermachen, wie bisher????

    Also fuer mich nicht. Wenn das Ruder nicht rumgerissen wird, ist die Staatspleite vorprogrammiert.

    Man muss mal etwas vom Anspruchsdenken runterkommen. Jeder ist erst mal fuer sich selbst verantwortlich.

    Mir ist beispielsweise das Gejammer um die Freibetraege bei den Ersparnissen vollkommen unverstaendlich. Natuerlich muessen die vorher aufgebraucht werden -- was denn sonst????? Die Gemeinschaft springt erst ein, wenn man sich WIRKLICH nicht mehr helfen kann.

    Es geht doch auch keiner zum (moeglicherweise gut verdienenden) Nachbarn und sagt: "Ich hab gerade eine kleine finanzielle Unpaesslichkeit. Kannst Du mir mal einen Hunderter schenken, ich will meine Lebensversicherung naemlich nicht angreifen"

    Nein! Zum Nachbarn rennt man, wenn das Haus brennt!!!!

    Nochmal zurueck zu den Zahlen von oben.

    (Wenn jemand der Meinung ist, dass die Zahlen keinen Reformbedarf begruenden, dann bin ich auf Postings gespannt)




    Grundsaetzlich gibt es 2 Moeglichkeiten: Man erhoeht die Einnahmen oder man senkt die Ausgaben.

    Hartz Gegner werden im Zweifelsfalle Option 1 waehlen und verwechseln dabei Steuererhoehung mit Einnahmenerhoehung.

    Frage: Nehmen wir mal an, in einem fiktiven Staat wuerden die obersten 5% der Spitzenverdiener 42% der gesamten Einkommensteuer des Staates schultern. Auf der anderen Seite wuerde die untere Haelfte gerade mal dazu 8% beitragen.

    Sollte man die sog. Besserverdienenden in diesem Staat dann noch weiter schroepfen? Denkt mal drueber nach.

    Die andere Moeglichkeit ist 'Sparen'. Und zwar bei den Posten, bei denen es sich lohnt. Da die Schulden nun mal da sind, bleibt der Posten 'Soziales'. Es kann meiner Meinung nicht sein, dass jeder (vom Baby bis zum Greis) im Mittel 1000€ fuer Transferleistungen abdruecken muss. Das ist zu viel!

    PS.: Der fiktive Staat existiert:
    http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE2...82AA003A1C67B794B3~ATpl~Ecommon~Scontent.html
     
  • Daucus-Zentrus
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    19 August 2004
    #90
    @boy_X : Nach deinen "Verbesserungen": Was bleibt noch konkret von der Reform über?

    Zum Thema "Steuern": Das Gejammer über zu höhe Steuern im Einkommesnbereich ist absolut nachvollziehbar, aber noch größerer Schwachsinn! Ich will auch nichts abgeben von meinem Geld. Ehrlich, keinen müden Cent, aber zu behaupten, die Spitzenverdiener unserer Gesellschaft sollte man nicht so stark belasten, ist völliger Quatsch: Wenn hier jemand schreibt, der Spitzenstuersatz soll von 42% auf 35% runter, dann muss man sich mal überlegen, ob man als Spitzenverdiern ansonsten wirklich verarmt... Einmal abgesehen davon, dass unsere Einkommenssteuern nicht höher sind als der Durchschnitt in der EU. Wir können eben nicht mit Ländern mithalten, die aus nicht-systemmatischen Bedingungen niedrige Steuern bieten können.
    Wenn ich den Spitzensteuersatz erreiche, dann muss ich bei normaler Durchschnitts-Arbeitszeit über 100€/Stunde verdienen. Davon gehen dann 42€ Steuern ab. Bleiben also noch 58€, von denen allerdings noch Versicherungen abgehen. Sagen wir mal danach sind es noch 20€. Das hört sich nicht so viel an, stimmt, aber es ist das 4-fache von dem, was eine Auszubildende bei Daimler-Chrysler pro Stunde verdient, und zwar brutto, und es ist das mehr als das doppelte (ohne Vergünstigungen gerechnet), was ich an einem ganzen Tag für Nahrung und sonstige Verpflegung ausgebe...! Wenn mir als Student für eine Stunde Arbeit einer 20€ auf die Hand verspricht oder genauso 100€, von denen ich dann 20€ behalten darf, dann arbeite ich diese Stunde auch noch mehr, nachdem ich meine täglichen 8h absolviert hab...!
     
  • Beastie
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    19 August 2004
    #91
    super beitrag @ withewolf *zustimm*
     
  • Schlumpf Hefti
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    19 August 2004
    #92
    :bandit:
     
  • emotion
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    20 August 2004
    #93
    Noch einmal für die, die auch nicht wirklich den Arbeitslosen die Schuld allein geben.
    Etwas aus ÖR, die in Wien auch demnächst wie sie sagen aus Solidarität und Angst vor weiteren Einschnitten bei sich, mitdemonstrieren wollen.

    Was nutzt ein so geringer Vermögensfreibetrag denn ?
    Kurbelt das die Kunjunktur an ?
    Ja !
    Denn da sich sparen nun nicht mehr lohnt, muß das Geld gradezu unter die Leute.
    Aber das die Kriminalität steigen wird, beunruhigt mich weniger, die wird durch mein Wahlverhalten demnächst eh gehörig ansteigen.

    Übrigens ist der "Grad der Zivilisation" eh nicht meßbar (klein), wo für den Sport Tiere ausgenutzt (Pferde werden mit Bänderrissen unter Schmerzmittel ins Rennen geschickt) werden, die Asylanten nur noch in Betracht kommen, wenn sie ne brauchbare Ausbildung aufweisen, wir die Welt hintenrum mit Waffen beliefern (Irak), erst so reich werden konnten, weil andere dafür ausgenutzt wurden (dritte Welt, Kinderarbeit), unsere Alten eh niemanden wirklich interessieren (keine öffentliche Diskussion), wir im Entsorgen von Kranken, Alten, Schwachen und Sondermüll das beste Knowhow haben.
    Wo Ausbildung mit Kultur gar nichts mehr zu tun haben müsste (laut Lobbyisten), es bur noch ums Herstellen von Arbeitspferden geht.
    Wo Kranke nicht behandelt werden, um Gesund zu werden, sondern um ihre Arbeitsfähigkeit schnellstens widerherzustellen.

    Was zählt schon Kultur, wenn kein Geld in den Kassen ist.

    Aber wer ist Schuld, dass kein Geld in den Kassen ist ?
    Und wenn der gemeine Mensch durch sein Wahlverhalten (mehr soll er ja nicht tutn, immer schön eine der etablierten Parteien wählen, und blos keine Mitsprache haben) doch Schuld ist, stimmt am System was nicht.

    OK, Kirby sprach das schon an.
    Wo sind denn die uneigennützigen Systemreformer ?
    Warum ist sowas kein Thema für die Öffentlichkeit ?
    ÖR Medien ?

    Müssen wirklich erst Protestwähler KPD und Rechte wählen, um die Parteienlandschaft zu färben ?
    Gefährliches Spiel, oder ?

    Es fand in den vergangenen Jahrzehnten einiges an Politik statt, wo ich nur mit dem Kopf schütteln konnte.
    Aber ist Politik für Bürger nicht eher wie Mafia ?
    Nicht transparent, bestechlich, verlogen (Wahlen), Unternehmerfreundlich, da selbst oft involviert (eigene Untenehmen oder Sitze im Aufsichtrat (oft auch in Räten !!! ).

    So ich muß mal ... :wuerg:
     
  • whitewolf
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    20 August 2004
    #94
    Betraegt der Spitzensteuersatz in Deutschland nicht 45%? Zuzueglich 5.5% Solidaritaetszuschlag.

    Aber das nur am Rande.

    Wie ich in meinem letzten Posting geschrieben habe, tragen gerade mal 5% der Bevoelkerung zu 42% der gesamten Einkommensteuereinnahmen bei. (Hast Du da die Zahl her?) Das sind die sog. Spitzenverdiener. Diese Leute sollte man nicht in einen Sack stecken und mit einem Pruegel drauf hauen, wie das haeufig getan wird.

    Den Leuten muss man ein halbwegs gutes Gefuehl geben, damit sie da bleiben und weiter arbeiten. Denn zwingen kann man sie dazu nicht!

    Es brauchen naemlich nur diese 5% der Bevoelkerung die Schnauze voll zu haben und zu sagen: "Ach Noe -- ab heute lege ich die Fuesse auf den Tisch oder wandere aus." Dann wuerden die restlichen 95% aber ganz schoen dumm gucken.....

    Ab welchem Steuersatz diese Leute "verarmen", ist die falsche Frage. Die korrekte Frage ist, ob sie bei den Bedingungen einen Sinn darin sehen, weiterzumachen bzw. da zu bleiben.


    @emotion
    Rennpferde, Asylanten, Waffenlieferungen, KPD, Mafia, Kinderarbeit....
    :ratlos:

    Bist Du im richtigen Thread????
     
  • Daucus-Zentrus
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    nicht angegeben
    20 August 2004
    #95
    Wenn Menschen der Meinung sind, dass sie aufgrund der zu großen Belastung für Spitzenverdiener auswandern müssen, dann sollen sie es bitte tun! Allerdings vergessen sie dabei einfach folgendes: Eine Gesellschaft beruht darauf, dass man gibt und von anderen bekommt. Wenn man jetzt aber nur nehmen will, dann haben die anderen irgendwann nichts mehr, was sie dir geben können.. Oder anders: Wenn ich keine Steuern mehr in Deutschland zahle, kann ich irgendwann dort auch keine Produkte mehr zu so hohen Preisen verkaufen (war das bisher verständlich?) und wenn ich keine hohen Preise mehr für meine Produkte erzielen kann, dann krieg ich auch weniger Geld... Nun bleibt natürlich die Frage, warum einige auswandern in die Schweiz oder sonst wohin, sie aber trotzdem noch so viel Geld verdienen wie vorher: Ganz einfach, weil die Mehrheit der Spitzenverdiener "so blöd ist" und nicht auswandert! -> Die ausgewanderten Spitzenverdiener treffen also nicht nur allgemein die ganze Gesellschaft, sondern leben auch noch auf Kosten der nicht-ausgewanderten Spitzenverdiner. Das stinkt mir ziemlich...
    (Das ganze ist nur ein Beispiel für Solidarität. Es gibt tausende, aber sie belegen alle nur, dass wir alle auf den anderen angewiesen sind...!)

    Ob es gerecht ist, dass man die Hälfte von seinem "Verdienst" als Spitzenverdiener wieder abgeben muss, hab ich indirekt zwar schon beantwortet, aber ich versuchs noch mal: Man muss sich auch hier überlegen, wann ich die Hälfte abgeben muss, nämlich erst, wenn ich schon mehr Geld netto behalte als der Durchschnitt. Danach bekomme ich für die gleiche zeitliche Anstrengung mehr Knete als andere. IST DAS GERECHT? Wenn man voraussetzt, dass wir alle das System der Marktwirtschaft wollen und jeder damit die Chance hat mehr zu verdienen (denn wenn nicht jeder am Anfang diese Chance hat, ist das System sofort ungerecht!) und somit jeder sowohl die Chance hat nach oben zu kommen als auch das Risiko unten zu landen, dann ist dies gerecht. Allerdings muss man sich auch als jemand, der im Leben eher oben steht, immer bewusst machen, wieso man die Chance dazu hat und wie man dahin gekommen ist: Man hat die Chance dazu, weil wir in einer Gesellschaft(s.o.) leben und nicht als einzelne Menschen; und das bedeutet z.B. auch, dass die Ausbildung, die man benötigt hat, um diese Position zu erreichen, von allen, auch denen, die jetzt weniger verdienen, bezahlt wurde und das Leben von denen bezahlt wird...! Deswegen ist es gerecht, wenn man von dem vielen, was man mehr bekommt, auch mehr abgibt, denn man hat danach immer noch einiges mehr als andere...!
    (Meine persönliche Erfahrung ist im Übrigen, dass sich vor allem die über zu hohe Stuern beklagen, die zwar etwas mehr als andere verdienen, aber auch nicht wirklich viiiieeeel Kohle, und deswegen arg neidisch sind... Wenn ich wirklich viel verdiene, hab ich keine Probleme mit dem Abgeben...!)

    @whitewolf: Ja, beim Steuersatz hast du Recht: Ich hab mich auf deinen Text bezogen und die falschen Zahlen gelesen...Sorry!
     
  • Mikka78
    Gast
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    21 August 2004
    #96
    Du vergisst dabei aber leider auch den Aspekt, das einige auch deshalb mehr verdienen, weil sie ein Risiko eingehen (selbständig machen und Kredit aufnehmen) und auch deshalb, weil sie bereit waren, eben noch mehr zu arbeiten (Studieren, Mehreinsatz zeigen), als andere. Warum soll das bestraft werden.

    Es ist ja nicht nur die höhere Steuerlast, die Leistung bestraft, sondern auch all die wegfallenden Vergünstigungen (Eigenheimzulage, etc.). In der Summe ist dadurch die Umverteilungskurve überspitzt.

    Mit welcher Berechtigung erdreistet sich der Staat, soviel von anderen abzuknöpfen? Das ist die Frage, die man sich stellen muß. Man sieht ja im Ergebnis, das die Politik es verschleudert.

    Mikka
     
  • gerillie
    Gast
    0
    21 August 2004
    #97
    hey ,

    im Grunde finde es auch schon längst überfällig . Was mich aber stört , sind die Aspekte in der Altersvorsorge. Verbessert mich wenn ich mich irre , aber ist es nicht so , dass wenn ein Vater bei der Geburt des Kindes ein Sparbuch eröffnet und monatlich einzahlt um seinem Kind später mal das Studium zu finanzieren und plötzlich arbeitslos wird(mit 45) . Was ist dann ? Er bekommt doch keinen Job mehr . Laut Hartz muss er ja dann erstmal das Ersparte "verbrassen" um Arbeitslosengeld zu bekommen , oder ?

    Solche Dinge , so fern sie stimmen , finde ich ziemlich ka**e .

    Und falls diese Dinge nicht stimmen , warum wird es von der Regierung nicht mal aufgeklärt , genug Medienpräsens haben sie ja .

    gruß
     
  • Daucus-Zentrus
    Verbringt hier viel Zeit
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    121
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    nicht angegeben
    22 August 2004
    #98
    @ Mikka78: Ich hab irgendwie das Gefühl, dass es dir wichtiger ist nur genauso viel wie andere abzugeben als mehr zu behalten... Dann machs doch ganz einfach: Arbeite mehr, lass dir deine Arbeistzeit aber mit viel weniger vergüten, sagen wir 2€ pro Stunde...:zwinker: - Nee, wieder ernsthaft: Wenn du noch mal nur das vergleichst, was man wirklich überbehält nach allen Abzügen, dann hast du als Spitzenverdiener immer noch viel mehr als du als normaler Arbeiter hast. Darin sind dann auch alle "Entschädigungen" enthalten für Studienzeit, Risiko usw. Natürlich kann man auch die Steuernsenken für Spitzenverdiener, nur bedeutet das, dass halt auch der "Arbeitslohn" für sie automatisch sinkt....
     
  • Ghostdog
    Gast
    0
    23 August 2004
    #99
    Die grösste Sauerei an Hartz IV ist die, dass ab 1.1.2005 Leute, die 30 Jahre lang in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben genauso behandelt werden wie Leute, die noch nie auch nur einen Cent eingezahlt haben, weil sie von der Schulbank weg gleich Sozialhilfeempfänger geworden sind.

    Mit dieser zum himmelschreienden Ungerechtigkeit wird sich das Bundesverfassungsgericht aber noch auseinandersetzen und dann Hartz IV hoffentlich kippen. :smile:

    Desweiteren finde ich es höchst amüsant, wie hier die Mehrheit die neoliberalen Fähnchen schwenkt... - alles servile, blind- und Obrigkeitsgläubige, mediengesteuerte, geld- und konsumfixierte, 'Möchtegern'-Rockefeller, was?

    Hartz IV bringt eine Staatshaushaltentlastung von 2,5 Mrd Euro p.a. - jedes Jahr gehen dem Staat 30 Mrd Euro durch Steuerhinterziehung verloren. Das nur mal so als Denkansatz, von wegen 'Arbeitslose und Sozialschmarotzer' usw.

    Wartet nur ab, wenn der Tag 'X' kommt, wo ihr trotz Studium und Engagement bis zum geht nicht mehr trotzdem beim AA landet und schwubs ist ein Jahr Arbeitslosigkeit rum und schon dürft ihr für 50 Cent die h 30 h die Woche Strasse kehren ohne Perspektive auf den 1. Arbeitsmarkt - Dann gehen euch vllt die Lichter auf, aber dann ists zu spät.

    Viel Spass noch bei der selbstgefälligen Stammtischrunde - ich geh lieber demonstrieren.
     
  • Beastie
    Beastialische Beiträge
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    vergeben und glücklich
    23 August 2004
    #100
    ja nee is klar... *lachwech*
     

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