?

was haltet ihr von den demos?

  1. find ich gut!

    40,8%
  2. find ich nich gut!

    59,2%
  • kerl
    kerl (57)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.139
    121
    1
    nicht angegeben
    23 August 2004
    #101
    na endlich mal jemand der mich genau kennt! danke dafür!

    zum thema:
    ich finde es gut das es die möglichkeit der demonstation gibt gehe aber nicht hin weil ich nicht weiss was ich dort soll.

    die grösste sauerei an dem gesetz ist sicherlich das keiner so richtig sagt was es bewirkt.
    da werden sich immer die gerade passenden positiv- oder negativbeispiele rausgepickt und vorgerechnet.
    eine objektive bewertung findet leider nicht statt. noch nicht mal in den medien. (obwohl hier langsam von "ist schlecht" auf "ist gut" eingeschwenkt wird.

    ich habe keine lust mich von irgendwelchen leuten instrumentalisieren zu lassen.

    weder schwarz, grün, rot oder sonstwie.

    das der name der "echten" montagsdemonstrationen für dieses etwas herhalten muss finde ich persönlich nur unwürdig.
    aber anders hätte wohl keiner notiz von dem "schmierentheater" genommen.
    schade eigentlich.

    msg (mit sozialistischem gruss)
    kerl

    ps
    im übrigen gehöre ich zu den eindeutigen monitären "verlierern" sämtlicher bisheriger reformen.
    das macht mir aber nichts aus da es immer noch mehr als genug ist was übrigbleibt und ich so meinen beitrag leisten kann.
     
  • Daucus-Zentrus
    Verbringt hier viel Zeit
    1.043
    121
    1
    nicht angegeben
    23 August 2004
    #102
    @kerl: Ich muss dir im Groben mal wieder zustimmen nach einigen Wochen! :zwinker:
     
  • Lita
    Gast
    0
    23 August 2004
    #103
    Mir tun echt die Leute Leid, die eine Familie haben. Wie soll eine 4-köpfige Familie z.B. deren Vater arbeitslos ist, die Mutter Hausfrau und die Kleinkinder mit z.B 300 bis 400 Euro im Monat auskommen?? Das langt doch nie im Leben!

    Aber hauptsache, den großkotzigen Politikern geht's gut. Was die kleinen Leute machen ist ihnen eh scheiß egal.
    Die sollten sich gefälligst darum bemühen, endlich Arbeitsplätze zu schaffen, anstatt so'n Unfug zu veranstalten! Die bestrafen damit nur die Leute, die unfreiwillig arbeitslos geworden sind. Sie müssen jetzt dafür büßen, was die Herren Politiker falsch gemacht haben.
     
  • User 12216
    Sehr bekannt hier Themenstarter
    3.827
    168
    323
    Single
    23 August 2004
    #104
    @lita:

    die bekommen doch viel mehr!arbeitslosenhilfe für vater,mutter kindergeld und miete!
     
  • Beastie
    Beastialische Beiträge
    10.825
    218
    272
    vergeben und glücklich
    24 August 2004
    #105
    du hast es nich verstanden....:rolleyes2

    natürlich würden die mit 400 euronich auskommen..aber sie bekommen ja auch mehr....
     
  • ~°Lolle°~
    Sehr bekannt hier
    5.183
    171
    1
    Verheiratet
    27 August 2004
    #106
    im osten ist eine arbeitsmarktreform wie hartz 4 einfach noch nicht tragbar... es gibt keine jobs... wir haben hier etwa 1,5 mio arbeitslose und 50.000 freie stellen... da kann was nicht hinhauen... für viele ist der soziale abstieg da einfach vorprogrammiert, auch wenn man sich so sehr um nen job bemüht...

    evtl ist das konzept dieser reform ja ganz gut aber der osten deutschlands ist noch nicht bereit dafür... es müssen arbeitsplätze her bevor die regierung an so eine reform denken kann...
     
  • Mr. Poldi
    Meistens hier zu finden
    3.795
    148
    228
    vergeben und glücklich
    27 August 2004
    #107
    Das beides in einem Satz ist der blanke Hohn. Sorry, aber der "Experte" muss einen an der Waffel haben wenn er die Arbeitszeit verkürzen will ...

    > es müssen arbeitsplätze her bevor die regierung an so eine reform denken kann
    Die Regiierung (egal welche Parteiengruppierung diese stellt) kann prinzipiell keine Arbeitsplätze schaffen, sie kann nur die Rahmenbedingungen ändern.
    Das scheinen viele aber (noch) nicht verstanden zu haben.
     
  • bmw-power
    Gast
    0
    28 August 2004
    #108

    war westdeustchland für die ossis bereit?
     
  • MiriXX
    Verbringt hier viel Zeit
    299
    101
    0
    nicht angegeben
    28 August 2004
    #109
    Klar, die intelligentesten werden immer zuerst als Verrückte abgestempelt. Das kannste in der ganzen Geschichte verfolgen. In unserer Firma werden seit Jahren die Arbeitszeiten hochgeschraubt, mit dem intelligenten Ergebnis, dass wir immer mehr entlassen können, weil wir mit wenigen Arbeitskräften genauso viel schaffen können. Junge, Du bist noch jung genug, dass es Dich auch mal erwischt und um so älter Du wirst/man wird, desto eher ist man altes Eisen. Fühlst Du Dich denn sooo sicher, dass Du meinst, dass es ja Dich niemals trifft? Das haben leider viele meiner Kollegen auch gedacht....leider ham se da auch oft falsch gedacht.....
    Wieso? Der Staat schafft doch die hochbegehrten 1-Euro-Arbeitsplätze. Welche "Rahmenbedingungen" sind das denn? Klar, super, den armen not- und hungerleidenden Arbeitgebern noch mehr in den Hintern stecken (sorry, aber anders kann ich es nicht beschreiben) hire and fire, abzocke ohne Ende, Geld runter, Arbeitszeiten rauf. Hey, super, da reiben sich die notgeilen Unternehmer der Aktiengesellschaften von morgens bis abends und auch über Nacht nur noch die Hände :eek: giiiieeeer naaach Geeeld :eek:
    Falls Du mir jetzt einen Vortrag über den armen Mittelstand halten willst, da muss ich Dir sogar recht geben, um den geht es auch nicht (falls der überhaupt noch lange weiterexistiert). Nein, ich rede NUR von Aktiengesellschaften, denn DIE haben das Zepter in der Hand, aber nicht weil es ihnen ach so schlecht geht, sondern weil sie ihre Aktionäre füttern müssen, damit sie vollgefressen im Sessel ihres Heimatunternehmens kleben bleiben.
     
  • MiriXX
    Verbringt hier viel Zeit
    299
    101
    0
    nicht angegeben
    28 August 2004
    #110
    Sachmal, kommst Du aus der rechten Szene, oder was? Dir ist hoffentlich bekannt, dass Hitler schon auf ähnliche Weise für seine eigenen Zwecke schon Grundrechte der Weimarer Verfassung ausgehebelt hat? -> Ermächtigungsgesetz! Na, dann prost, Mahlzeit! :wuerg: Was dabei rauskam, kannst Du ja überall nachlesen....und an sowas soll man sich ein Beispiel nehmen? Berlin stärken, pah! Wieso das denn, meinste die Köpfe in Berlin sind heilig? Da braucht dann nur noch mal so'n Österreicher zu kommen, der das für sich ausnutzt! Ein Ungleichgewicht im Grundrecht kann nur schief gehen!



    Wenn man realistisch bleibt, wird es immer Steuerlücken geben. Es wurde nämlich schon sehr oft versucht, Lücken im Gesetz zu schließen. Schließt man die eine, tut sich eine andere wieder auf. Lückenlose Gesetze gibt es nicht, es sei denn, wir wollen die Diktatur wieder aufbauen. :wuerg:


    Genau, und wir beginnen damit, dass ALGII-Bezieher 16 Seiten für HartzIV ausfüllen müssen. :blablabla

    Darüber würde ich nachdenken, aber ob es alle sein werden.....

    Na, ob das reicht.


    Toll, endlich wieder Zwangs- und Sklavenarbeit. Los! Schneller arbeiten, Mann, sonst gehste heute ohne Wasser und Brot auf dein Lager! (peitsch')


    Das ist auch geil: Die Renten- und Krankenkassen produzieren eigenhändig Arbeitslose, weil sie in die Börse inverstieren. Wow, tolle Idee! Und wenn's 'n Börsencrash gibt? Na, egal, dann müssen halt auch die Alten und Kranken in die Zwangsarbeit! 'Ne Lösung gibt's doch immer.....


    Nee, danke, bei den gefährlichen Ideen, überlasse ich das dann doch lieber den Politikern. Scheint mir, als hätten die doch etwas mehr Ahnung, als ich ihnen bis eben noch zugetraut hätte.....


    Auch klasse Idee, Rauchen tun wir ja alle schon für den Frieden und die Sicherheit. Da war doch was!? Was macht's dann noch, wenn wir uns nun auch noch besaufen, bekiffen, alles nur zum Wohle des deutschen Staates. :bandit:


    Möglich, aber bevor ich mich nicht 100% mit Wehrpflicht beschäftigt habe (habe ich bisher nicht), will ich mir nicht anmaßen, darüber zu diskutieren. Das überlasse ich dann Dir und anderen, die sich das ja offensichtlich eher zutrauen.

    Und wer soll kommen? Merkel? *lachtot*

    Oh, super, klasse, meine Güte, ich bin begeistert, meine Hochachtung,.... :rolleyes2

    Tschuldige, aber bevor Du Dich nicht mit der Geschichte eingehend beschäftigt hast, solltest Du Dir gut überlegen, was Du hier für Ideen eintippst. Für meine Begriffe jedenfalls hochexplosiv!
     
  • MiriXX
    Verbringt hier viel Zeit
    299
    101
    0
    nicht angegeben
    28 August 2004
    #111
    Suuupeeeer! Dein Beitrag vom 14.08. ist einsame Spitze, ich bin echt begeistert. Du hast echt alles geschrieben, was Sache ist!

    Nur Leider haben es einige Leute, die nach Dir posteten doch nicht so kapiert, schade. Woran das wohl liegt? Vielleicht bist Du soooo schlau, dass sie Dich nicht verstehen? :grin: Von mir hat Dein Beitrag jedenfalls meinen Segen, jawoll!

    Jaja, dieser arme Hund(t) :grin:. Kriegt der eigentlich noch genug zu fressen? Der sieht irgendwie so MAGER aus :wuerg:
     
  • MiriXX
    Verbringt hier viel Zeit
    299
    101
    0
    nicht angegeben
    28 August 2004
    #112
    Ach? und warum sind sie weniger geworden? Etwa vielleicht, weil viele arbeitende Menschen auf ihrem stressigen Arbeitsplatz saßen und vom gemütlichen Arbeits- oder Sozialamt träumten und sich dachten: "Hach, wär' das schön, wenn ich jeden Tag ausschlafen dürfte und trotzdem ganz viel Geld bekommen würde..." Mensch, was glaubst Du was "da draußen" los ist? Ich arbeite in einem großen Konzern und seit 10 Jahren tut das Management nix anderes als Sozialpläne mit dem BR abschließen, damit endlich wieder Leute auf die Straße gesetzt werden können! Alle, die ausortiert wurden, sind am Rande eines Nervenzusammenbruchs, wenn sie erfahren müssen, dass man sie nicht mehr braucht! Die wenigsten von ihnen haben je wider einen Job bekommen, obwohl es qualifizierte Fachkräfte sind. Und glaub mal nicht, es wären nur die Blaumänner (die man schon immer gerne zuerst rausgeworfen hat).... Nein, jetzt trifft es auch immer öfter hochqualifizierte Angestellte....Ingenieure, Physiker, Techniker, Chemiker, Gruppenleiter, Abteilungsleiter..... Mein lieber Herr Gesangverein, fühlt Euch mal nicht zu sicher in Eurem kurzen Leben. Euch kann das (Arbeits-)Leben auch noch einen üblen Streich spielen. Wenn ihr nämlich in der heutigen Zeit schlau seid, dann geht ihr nicht mehr studieren, sondern haltet Euch so lange es geht mit Aushilfsjobs über Wasser. Das glaubt Ihr nicht? Dann erklär' ich's Euch mal: Alle Akademiker, die ein langes Studium hinter sich haben, viel Geld und viel Zeit hineingesteckt haben, und dann keinen Job finden und angenommen 2 Jahre arbeitslos sind, werden am Schlimmsten von Hartz IV betroffen sein. Erstens, je länger man in seinem erlernten (oder auch studierten) Job keine Anstellung findet, desto weniger wirst Du einem zukünftigen Arbeitgeber verklickern können, dass Du Dein Fach beherrschst. Genaugenommen kann man schon davon ausgehen, dass bereits ab einem halben Jahr Untätigkeit im erlernten Beruf die Halbwertzeit sinkt. So, nun bist Du aber 2 Jahre arbeitslos, hast 1 Jahr Arbeitslosengeld bekommen, Dich zigmal beworben....aber nix bekommen, obwohl Du hart studiert hast. Nach einem Jahr rutscht der Herr/oder die Frau AkademikerIN in die Sozialhilfe/ALGII und muss ein Jahr lang Tüten an der Supermarktkasse packen/Straße kehren. Tja, Leute, spätestens dann geht Eure gesamte Studienzeit flöten. Euer Abschluss/oder Diplom/oder sonstwas ist das Papier nicht mehr wert, auf dem es steht! Oder was glaubt Ihr, welcher Arbeitgeber dann noch einen Tütenpacker/Hofkehrer als Ingenieur/oder dergleichen einstellt?
    Aber Ihr findet das ja alle gut, soso. Die Meisten von Euch, die hier so das Gebiss so weit aufreißen, haben noch etwa 40 Jahre zu arbeiten (wenn sich die Rente nicht noch bis dahin auf 90 erhöht). Euch kann noch sehr viel passieren in diesen vielen Jahren. Das ist keine Drohung, das kann eine Tatsache sein. Auch wenn Ihr Euch zur Zeit auf ruhigem (Arbeits-)Posten befindet. Es gibt für niemanden eine Garantie dafür, dass es für alle Zeiten so bleibt.
    Noch eins: Seid Ihr jung, dynamisch und lest Eurem Arbeitgeber jeden Wunsch von den Augen ab? Auch das wird Euch nix nützen, wenn die Firma plant, Leute rauszuwerfen, denn: je jünger man ist und umso weniger Betriebszugehörigkeit man hat, desto weniger Sozialpunkte werden laut eines Sozialplanes errechnet und umso eher seid Ihr die ersten, die die Sachen packen müssen.

    Wenn man politisch diskutieren will, muss man eben das Gesamtbild einer kapitalistischen Gesellschaft vor Augen haben, da kommt man nicht weit, wenn man lockere Parolen bringt wie "Sozialschmarotzer". Wie schnell ist einer von Euch dabei und muss sich auch als solchen beschimpfen lassen....

    Ich kenne einige Leute, die auf dem selben Tripp waren, und ihre Schleimspur für die Konzerne hinterließen, wie einige von Euch. Genau die, die damals andere als Sozialschmarotzer beschimpften, werden nun auch als solche beschimpft (weil sie auch so gerne arbeiten würden, aber keine Chance bekommen) und müssen zugeben, dass sie es sich so hart nicht vorgestellt haben.
    Oder wir werden jetzt alle Vorstandsmitglieder, das ist in Deutschland sehr lukrativ, man darf auf dem Posten sogar Straftaten begehen und kriegt sogar als Belohnung ganz viele Millionen und noch sofort einen Job dazu (einer unserer Vorstände, der 13 Jahre die Firma runtergewirtschaftet hat, ist nach diesen 13 J. endlich rausgeflogen, kriegt aber aufgrund seines 5-Jahres-Vertrages noch für zwei Jahre sein Geld weiter, kassierte natürlich eine Mio-Abfindung UND hat nach wenigen Wochen schon einen neuen Vorstandsposten bekommen. Die neue Firma kann er dann auch wieder "schälen" und "ausschaben". Unsere Firma mit immernoch über 3000 Mitarbeitern steht nun trotz seines Rausschmisses am Rande des Abgrundes. Aber diese 3000 Leute, das sind ja auch alles nur Leute, die sich schon die Hände reiben und nur darauf warten, endlich aufs Arbeitsamt zu rennen und womöglich für den Rest ihres Lebens arbeitslos und hilfebedürftig zu sein. Klar! Ihr Leute wisst überhaupt nicht wie es hinter den Toren der großen Konzerne zugeht, welche Erprssungen man tagtäglich hinnehmen muss. Ich bin Betriebsrätin, muss ständig ertragen, wenn der Arbeitgeber wieder und wieder mit immer härteren Keulen in die Verhandlungsrunden kommt und gleichzeitig muss ich noch psychologin sein, für die gequälten Kollegen, die gerade erfahren haben, dass ihre langjährige Betriebszugehörigkeit gerade eben beendet wurde. Sie fühlen sich wie Vieh, das einfach zum Schlachter getreten wird, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.
    Und Ihr Jungens kommt mir hier mit altklugem Mediengequatsche, das nichts aber auch rein gar nix mit der Realität zu tun hat! :kotz:
     
  • muenti
    Verbringt hier viel Zeit
    487
    101
    0
    Single
    28 August 2004
    #113
    Zum besseren Verständnis:
    Meine Post bezieht sich auf die dutzenden Posts von MiriXX.

    Antwort auf: Geschrieben von MiriXX - Heute um 03:51 Uhr
    Da hat Kirby voll und ganz recht. Die Arbeitszeit kannst du nicht nach unten schrauben. Die Folge daraus ist, dass die Lohnstückkosten ansteigen. Das macht die Produktion in Deutschland teurer. Neue Arbeitsplätze schafft das doch nicht!
    Das grundlegende Problem ist die mangelde Wettbewerbsfähigkeit (zu hohe Lohnkosten und Lohnnebenkosten) und nicht fehlende Infrastruktur, Arbeitnehmerqualifikation etc.

    Ist es denn moralisch verwerflich Gewinne (in deinen Augen "Gier nach Geld") zu erzielen? Diese Gewinne dienen zum einen dir (Du bekommst ja jeden Monat ein paar € auf dein Konto überwiesen) zum anderen sichern sie dir deinen Arbeitsplatz.


    Antwort auf: Geschrieben von MiriXX - Heute um 04:39 Uhr
    Die Reform des GGs ist ein durchaus ernstzunehmender Gedanke. Vor einiger Zeit war das glaube ich mal Titelthema im "Spiegel". Dass das GG der größte Reformhemmer in Deutschland ist, dürfte wohl kaum bestritten sein. Der Bundestag ist doch nur noch ein Kasperlestheater. Gesetze werden doch heute im Vermittlungsausschuss gemacht und nicht mehr im Bundestag/Bundesrat. Dazu noch die Kompetenzstreitigkeiten Bund/Länder. Was das an Reibungsverlusten und Geld kostet - einfach gigantisch. Diese Bund/Länder-Regelung kommt von den Amis, mit dem Zweck deutschland politisch klein zu halten. In Frankreich gibts eine Zentralistische Regierung/Verwaltung. Schlecht ist das dort nicht.
    Aber du übertreibst doch gewaltig, wenn du glaubst, dass da noch mal so jemand kommt und versucht das GG auszuhebeln. Das ist so ein totschläger-Argument. Wer wird denn sojemanden noch ernst nehmen...


     
  • MiriXX
    Verbringt hier viel Zeit
    299
    101
    0
    nicht angegeben
    28 August 2004
    #114
    Warst Du nicht das, der vor ein paar Tagen das Video gesehen hat? Es ist doch wissenschaftlich erwiesen, dass Deutschland die höchste Produktivität hat, trotz kürzere Arbeitszeiten. So kurz sind die in D. auch gar nicht, wir liegen nämlich mit über 37 Std./Woche (37,6 wenn ich mich richtig erinnere) im europäischen Mittelfeld. Alle anderen, die mehr arbeiten als wir, haben eine deutlich geringere Produktivität.



    Hahaha, die sichern meinen Arbeitsplatz? Köstlich, dieser Witz. Ach, und wie soll ich das verstehen? Ich kriege also nur deshalb ein paar Euros auf mein Konto, weil der Arbeitgeber Gewinne durch Aktien macht? Hä? Was'n das für 'ne Logik? D.h. Du willst mir verklickern, dass ich nur durch die heiligen Aktien zu meinem Gehalt komme? Ich produziere doch auch was, das was ich mitproduziert habe, geht auf den Markt, der Markt bietet das Produkt zu einem höheren Preis an, als die Herstellung inklusive Mehrwert gekostet hat und daraus entsteht ein viel sicherer Gewinn für ein Unternehmen als jeder Aktiengewinn. Die These, dass Aktien Geld für die arbeitenden Menschen ranschaffen, ist Humbug, außer man lügt sich gerne selbst in die Tasche.

    Ahja, gewaltige Übertreibung. Naja, Du hast recht, soooo schlimm war's ja auch nicht. Und dass uns nochmal sowas passiert, wie damals, nene, das kann ja nicht sein.
    Die Geschichte wiederholt sich ständig, vielleicht nicht mit exakt dem selben Wiedererkennungswert, aber solange die Menschheit nicht aus den Fehlern ihrer Vergangenheit lernen will, muss sie sich zwangsläufig wiederholen. Vielleicht erleben wir es ja auch nicht mehr, aber vielleicht Deine Kinder. (Ob's meine erleben werden, weiß ich noch nicht, bin schon stark am Zweifeln ob ich Kindern eine Welt wie diese zumuten soll.)

    Habe ich auch nie beahuptet. Es kann aber auch nicht sein, dass Menschen, die 20, 30 oder 40 Jahre geschuftet haben, unverschuldet arbeitslos werden und auf Grund ihres Alters auch keine Arbeit mehr finden werden, erstmal damit erniedrigt werden, dass sie (nach 1 Jahr) den Sozialhilfesatz bekommen und um die Erniedrigung zum Ende eines fleißigen Arbeitslebens perfekt zu machen lässt man in Tüten im Supermarkt packen, für 1 €. Heute ist man schon mit 35 zu alt, ob Du's glaubst oder nicht.

    Ich bin nur auf den Vorschlag von NenNetter eingegangen, das über Aktien zu machen. Falls es andere gute Vorschläge gibt, habe ich nichts einzuwenden, doch habe ich mich mit den von Dir genannten Modellen zu wenig beschäftigt, als dass ich dazu was sagen könnte.


    Kommt drauf an, um was es geht, das ist richtig. Ich wäre zur Euro-Einführung z.B. auch lieber gefragt worden. Das wäre eine menschennahe Politik gewesen, weil jeder Bürger auch täglich mit Geld hantieren muss. Ob das nun bei der europ. Verfassung auch so sein muss, da bin ich eher geteilter Meinung, für mich gibt's da genauso viele "Fürs" wie "Widers".


    Also, ob sich einTütenpackender Ingenieur als Vorteil für einen lückenlosen Lebenslauf darstellt, möchte ich eher bezweifeln. Aber es muss nicht mal ein Ingenieur sein. Schon die hochqualifizierten Fachkräfte, die eine komplizierte Maschine bedienen müssen, machen mit Kinderbetreuung im Lebenslauf wohl kaum eine gute Figur.

    Also, erstmal zu Deiner Erklärung: Ein Betriebsrat hat nicht immer gleich was mit Gewerkschaft zu tun. Gewerkschaftler zu sein ist eine Einstellung oder ein Job und Betriebsrat ist ein Wahlamt! Betriebsräte werden durch Regelungen im BetrVG von der Belegschaft gewählt und soll sie während der Dauer der Amtszeit vor dem Arbgb. vertreten. Es gibt übrigens genug Betriebsräte, die sich als Co-Manager fühlen (manchmal eben auch weil der Arbeitgeber ihnen einen Dienstwagen überlässt, wenn er "ihm ein bisschen entgegenkommt", andere polieren damit einfach nur ihr Ego.)
    Natürlich gibt es aber auch gewerkschaftsnahe Betriebsräte.

    Macht? Hahaha, noch ein guter Witz! Wer hat Macht? Die Gewerkschaften? Lustig lustig. Stand das auch im Käseblatt 'Der Spiegel'? Das wird wird von Medien und so Leuten wie Dir nur propagandiert, um sie noch mehr zu schwächen. Mit dem Ziel einer Kapitalistischen Machtergreifung. Völlig unsinnig, denn ohne das Gleichgewicht zwischen Unternehmen und Gewerkschaften, würde nur ganz reich und ganz arm existieren, in der Mitte gäb's nix mehr. Diesen Weg beschreiten wir gerade. Auch hier sehe ich eine Wiederholung der Geschichte: Der reiche "Adel" ist zurückgekehrt und will den Mittelstand abschaffen. Nur, dass es heute nicht der Adel ist, sondern das obere Management. Nur zum Verständnis: Ich bin weder ein reiner Sozialist, noch dass ich ein reiner Kapitalist sein möchte. Ich möchte nur die gesunde Mitte, Wohlstand für alle und nicht nur für die, die es sich leisten können. Geschenkt will ich auch nix, aber jeder soll wenigstens die Gelegenheit bekommen, sich Wohlstand zu erarbeiten. Und das ist eben der Mangel.

    Da sieht man mal, was Du für 'ne Ahnung hast! Was stellst Du Dir eigentlich unter einem Gewerkschafter vor, der im Aufsichtsrat sitzt? Glaubst Du im Ernst, dass es vor 5 Minuten noch der mit Öl beschmierte Fließbandarbeiter war, der sich schnell umzieht und sich mal eben in den Aufsichtrat setzt, weil grad kein anderer da war? Die Gewerkschafter, die im Aufsichtsrat sitzen, sind mindestens 50:50 hochqualifizierte studierte Leute. die haben einen besseren Durchblick als manches Vorstandsmitglied, das nur Zahlen sieht. Wenn nur die Hälfte der Aufsichtsratsmitglieder auf Seiten des Managements wüßte, was sie da macht, dann ist das auch schon viel. Ich bin nicht im Aufsichtsrat, aber ich habe Arbeits- und Präsentationsmappen des Managements gesehen, die eine Unordnung und Lückenhaftigkeit aufwiesen, dass man sich echt fragen muss, was die eigentlich da oben machen.
    Fragt sich nur, auf welcher Seite die größeren Böcke sitzen: Seit 15 Jahren haben wir Betriebsräte unserer Vorstandetage wegen verschiedener Managementfehler ins Gewissen geredet (von wegen Macht: Betriebsräte dürfen sich nur den Mund fusselig reden, haben aber keinerlei Handlungsmöglichkeiten), aber der Vorstand macht dann ja doch was er will. 1000 Fehlentscheidungen haben sie getroffen und wir haben versucht (wie war das? Wir blöden Betriebsräte, die eh keine Ahnung haben?) sie davon abzuhalten.... aber keine Chance. Nur dass das Management dann in regelmässigen Abständen von einigen Jahren (als dann die Entwicklung einer Fehlentscheidung sichtbar wird) kommen sie dann angekrochen und geben zu, dass WIR Recht hatten! Toll! Wenn diese ganzen idiotischen Fehlentscheidungen dazu führen, dass die Firma langsam aber sicher den Bach runtergeht, dann hab' ich und meine Betriebsratskollegen sehr viel davon, wenn wir recht haben. Soviel zum "EINKLANG DES UNTERNEHMENS". Da kann man eher schon von einem AUSKLANG reden!


    Aber irgendwie werde ich das dumme Gefühl nicht los, dass ich mich die ganze Zeit mit Herrn Müntefering unterhalte.....

    Ich habe jetzt auch wirklich mal was anderes zu tun, als ständig jemandem zu antworten, der so weit weg von meinem Standpunkt und vor allem meiner Berufserfahrung weg ist wie Du. Du magst ja ein netter BWL-Student sein, aber Berufserfahrung, vor allem an der Basis scheinst Du nicht zu haben oder jemals haben zu wollen. Ich kann Dir sagen, ich habe 16 Jahre Beruf als normale Angestellte hinter mir, habe mittendrin zusätzlich noch alle Fächer studiert, die im Zusammenhang des Arbeitslebens stehen, um es mir auch möglich zu machen, Zusammenhänge zu erkennen und nicht wie mein Prof für Arbeitsrecht sagte: Fliegenbeine zählen! Leider muss ich auch bei Dir feststellen, dass Du Fliegenbeine zählst. Du siehst weder Zusammenhänge, die mit der Geschichte zu tun haben, noch irgendwelche Zusammenhänge, die mit dem arbeitendem Menschen ansich, geschweige den mit sozialer Kompetenz etwas zu tun hat. Du hast wie viele BWLer (was ich mal stark annehme, was Du bist) nur Zahlen vor Augen. Dich interessiert das Drumherum der arbeitenden Menschen nicht, sondern beurteilst allein den Erfolg eines Unternehmens nur nach einer Rendite. Und zu guter Letzt, meinst Du auch noch die gesamte Wirtschaft beurteilen zu können, wenn Du nur auf die Zahlen der Unternehmen schaust. Ich weiß, das machen viele so und genau dort liegen die meisten Gründe für Fehlentscheidungen, man denkt nämlich zu kurzfristig.

    So, ich hab' jetzt Feierabend, keinen Nerv mehr für leere Diskussionen. Ich wünsche noch einen schönen Abend.

    MiriXX
     
  • deBergerac
    deBergerac (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    85
    91
    0
    Single
    28 August 2004
    #115
    Staatliche Eingriffe in Entscheidungen die ein Individuum am besten selbst entscheidet vernichten Wohlstand. Man sollte die Menschen nicht in Institutionen zwingen, in solche die ineffektiv arbeiten schon dreimal nicht.
     
  • MiriXX
    Verbringt hier viel Zeit
    299
    101
    0
    nicht angegeben
    28 August 2004
    #116
    Bin froh, dass Du das sagst. Man kann sich hier ganz schön einsam fühlen unter so vielen "Fliegenbeinenzählern" auf einen Haufen. :zwinker:


    Stimmt. Aber das Ziel der Lobbyisten ist es ja gerade Wohlstand zu vernichten. Das fördert die Macht in den eigenen Reihen.
     
  • MiriXX
    Verbringt hier viel Zeit
    299
    101
    0
    nicht angegeben
    28 August 2004
    #117
    Seh' ich auch so, Politiker haben da nix zu suchen. Meinst Du mit Fachkräfte, alle, die etwas von RICHTIGER ARBEIT verstehen? Ja, dann bin ich auch dafür, unbedingt sogar.

    Das waren noch Zeiten, als es noch Unternehmer mit Hirn und Charakter gab. Leider schon lange vorbei..... :geknickt:
     
  • emotion
    Verbringt hier viel Zeit
    930
    101
    0
    Single
    28 August 2004
    #118
    Genau in diesem Kontext muß/sollte man das sehen.
    Natürlich sollen Unternehmer Gewinne machen.
    Aber das ganze Aktienspektakel ist perse unsozial.
    Das funktionierte vielleicht vor der Bretton Woods Reform, heute ist es quasie nur mehr ein Spiel ums Geld.

    Bekannt ist, dass Geld genügend vorhanden ist.
    Nur die Verteilung hapert.
    Und ?
    Dann muß man dort ansetzen, aber das Eisen ist zu heiß, weil es ein Internationales Problem ist, und Bretton Woods an den Amis hängt, denen kann man schlecht ans Bein pinkeln, und Mitsprache haben wir auch nicht.

    Also muß jeder sehen, dass die Amis das System so angepasst haben, dass sie Ihre Schäfchen ins trockene bringen können.
    Wir sind im Würgegriff ...
     
  • deBergerac
    deBergerac (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    85
    91
    0
    Single
    28 August 2004
    #119
    Du weißt schon, dass das System mit starren Wechselkursen seit 30 Jahren durch freie Wechselkurse ersetzt wurde. Bretton Woods ist passé. Seit 1971 lösen die US Zentralbank keinen Dollar mehr in Gold ein.
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten