• MrShelby
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    13 Februar 2016
    #1

    Die Attraktivität des Bösen

    Hallo zusammen!

    Letztens ging es in einem Podcast um eine Frau, die "Hannibal" extrem erotisch findet. Ich weiß nicht, ob es da um Anthony Hopkins (Film) oder Mads Mikkelsen (Serie) ging. Aber diese Mischung aus Charisma, Intelligenz, Brutalität und Perversion hatte es ihr offenbar angetan. Auch andere eigentlich "schlechte" Charaktere in der Kunst, die buchstäblich über Leichen gehen haben und hatten immer ihre Fans, die offenbar vom guten Gegenpart, der sich für die Sache, seine Mitmenschen etc, einsetzt, gelangweilt waren.

    Wenn man mal ins echte Leben schaut kann ich mich daran erinnern, die auch während der Schulzeit schon manche Mädels gerade die Typen interessant fanden, die in der Drogenszene aktiv waren, Gangs angehörten/bekannte Schläger waren etc. Auch das Rockermilieu scheinen manche Frauen sehr attraktiv zu finden.

    Im Regelfall scheint es nicht darum zu gehen, dass das der Mann fürs Leben sein soll. Es macht eher die Eindruck, dass eine Mischung aus Brutalität, über Grenzen hinausgehen, sich nicht in "die Gesellschaft" einfügen wollen usw. manche Frauen sexuell anspricht.

    Sie siehst du das? Macht dich so etwas auch an? Es muss ja nicht gleich der Massenmörder sein (wobei sie Gerüchten zufolge auch gerade von Frauen im Knast viel Post bekommen), es reicht ja auch der mehr oder weniger kriminelle "Badboy".

    Was macht dich daran an? Oder kannst du dies nicht nachvollziehen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Februar 2016
  • User 135918
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    Es ist kompliziert
    13 Februar 2016
    #2
    Wenn ich zu Hause bin suche ich dir dazu vieles Raus . Es gibt da viele Ansätze . Serienmörder haben ja auch hauptsächlich weibliche Fans . Da spielt eine erotische Komponente mit rein . Erotische bzw Sexuelle Anziehung basiert auf Spannungen und Tabus .
     
  • User 150418
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    13 Februar 2016
    #3
    Ich langweile mich schnell, ich brauche Herausforderung. Ich brauche einen spannenden Mann, dessen Charakter und Wesen für mich nahezu unergründlich ist. Mein Partner muss auch ein Forschungsobjekt sein, bei dem es mir niemals langweilig wird es zu entdecken. Dunkle Abgründe wecken mein Interesse.
    Es hat für mich einen Reiz, dass allein ich es schaffe, das Herz von jemandem zu gewinnen, der außer mir dort keinen rein lässt.

    Trifft auf den "Bad Boy" häufig zu, obwohl der "Bad Boy" mich in der Regel abstößt. Es ekelt mich an, wenn dumme Menschen dumme Sachen machen - also z. B. aus bloßer Blödheit oder Empathiebefreitheit im Gefängnis landen. Der "Bad Boy" glänzt schließlich häufig nicht gerade mit Empathie.
    Da Empathie allerdings die Voraussetzung bei mir ist für jegliche zwischenmenschliche Kontakte, hätte ein "Bad Boy" bei mir keine Chance.

    "Das Böse" war auch noch nie sonderlich attraktiv für mich. Ich empfinde regelrecht Abscheu vor "Menschen", die sich rüpelhaft, grob oder unberechenbar verhalten. Etwas, das mir Angst macht, zieht mich nicht an.

    Finstere und grausame Charaktere in Büchern und Filmen ziehen mich auch nur unter dem Gesichtspunkt in ihren Bann, dass ich das Gute in ihnen sehen möchte und darauf warte, das ihr Geheimnis gelüftet wird. Ich gehe nicht auf Anhieb davon aus, dass jemand ausschließlich böse ist.
     
  • Sonata Arctica
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    13 Februar 2016
    #4
    Im echten Leben finde ich das nicht so besonders attraktiv, aber in der Fiktion habe ich schon ein Faible für Antihelden, allerdings nur die innerlich zerissenen, wie zB. Dexter. Oder teilweise empfinde ich Sympathien für die Täter in Crime Serien. Diese Episoden sind aber auch vermutlich so geschrieben, dass man Mitleid mit ihm/ihr bekommt.

    Ich sammel auch Bücher über Serienmörder, aber eher weil ich die Psyche solcher Menschen interessant finde. Erotische Gefühle kommen da bei mir nicht auf.
     
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    13 Februar 2016
    #5
    Nein. Absolut gar nicht.
    Ich mag keine Menschen die im Alltag Gewalttätig sind oder sonst was. Ich denke auch Menschen die sozusagen der Norm entsprechen, höflich und zuvorkommend sind, können im Bett ne andere Seite haben.
    Aber auf diesen typischen Bad Boy oder sowas stehe ich gar nicht.
     
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    13 Februar 2016
    #6
    :argh: Nee. Damit kann ich gar nichts anfangen. Ich finde herzensgute Menschen attraktiv. Ein Bad Boy weckt höchstens mein Helfersyndrom, aber eigentlich auch nicht wirklich.

    Fiktion ist eine andere Sache. Da mag ich gerne komplexe Charaktere, und das sind eben die, die nicht perfekt sind, sondern eher ziemlich unperfekt.
     
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    13 Februar 2016
    #7
    Es geht bei diesen Charakteren um totale Dominanz. Insofern glaube ich, dass die Attraktion zu ihnen von einem Begehren ausgeht, dominiert zu werden. Die Rationale ist klar: Man MUSS sich bei so einem Mann total fallen lassen, weil es keine Alternative gibt. Das duerfte vielen gefallen - als theoretischer Kick.

    Allerdings ist zu beachten, dass die genannten Schauspieler natuerlich auch physisch attraktiv sind (das hilft schonmal sehr), und dass sie in Wirklichkeit ja eigentlich richtig nette, warme Menschen sind (das kann man selbst als hervorragender Schauspieler nicht neutralisieren), von denen man weiss, sie sind auch noch reich und beruehmt und koennen jede Menge GUTE Menschen in anderen Filmen spielen.

    Die Message ist also widerspruechlich und gemischt.

    Stellt man sich jetzt mal so jemanden ungebildet, ungepflegt, koerperlich abstossend, und unbekannt vor, sieht das Bild ganz anders aus. Da stellt sich dann echter Horror ein. Aber das wird man im Film nie erleben koennen. Nur in Kriegsgebieten und Bueros.
     
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    13 Februar 2016
    #8
    Nö...kein Interesse an Bad Boys...oder Bösewichten.
    Ich mag lieber die netten, höflichen, gesitteten...die aber im Notfall die Sau rauslassen können.
    Eher solche stählernen Fäuste im Samthamdschuh, als Gewohnheitsgrenzüberschreiter.

    Leider sind weder die (mit Ausnahme von meiner Arbeitsstelle vielleicht), noch die echten Psychopathen so leicht im echten Leben zu erkennen, wie in ihren filmischen Gegenstücken.

    Aber im Film ist doch auch Teil des Reizes, als Zuschauer bereits zu wissen, daß jemand BÖSE ist.....während die anderen Protagonisten es eher vermuten.
     
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    13 Februar 2016
    #9
    Interessanter Aspekt. Wenn man sich mal Frauen anhört, die verurteilten Mördern Liebesbriefe ins Gefängnis schreiben, ist da auch häufig ein "Ich weiß, dass er eigentlich gar nicht so ist, bei mir ist alles anders, er braucht nur Liebe" oder Ähnliches dabei, also ein Stück weit Helfersyndrom.

    Man muss jetzt aber schon unterscheiden zwischen einem Schwerverbrecher und dem Badboy aus der achten Klasse, auf den alle Mädels standen, weil er so cool und rebellisch war :zwinker:
     
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    13 Februar 2016
    #10
    Ähm ne. Damit würde man sich das Leben nur unnötig schwer machen.

    Ich stehe also ganz sicher nicht auf undurchschaubare Badboys oder gar Kriminelle.

    In Filmen kann das reizvoll sein, aber auch nur, wenn ich irgendetwas liebes in ihm finde.

    Das reine Arschloch finde ich einfach nur gruselig und abschreckend.
     
  • 13 Februar 2016
    #11
    Könnte mir vorstellen, dass das da auch etwas Aufspielerei dahinter ist. "Uh, ich stehe ja voll auf Hannibal, weil der so geil und psycho ist, aber ich käme damit natürlich klar.
    Aber in den allermeisten Fällen ist den "betroffenen" klar, dass da nix real sein kann. Man findet den Charakter halt cool und das schaukelt sich dann eben soweit hoch, dass man sagt (!), sie wären sexuell attraktiv. Wenn die Charaktere real wären, würde das aber niemand mehr sagen.
     
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    13 Februar 2016
    #12
    Bei Romanzen zwischen Haeftlingen und Frauen aus der Bevoelkerung vermute ich einen anderen Aspekt als Ausloeser: Ueberschaubarkeit. Wie viele Maenner bekommt man schon so ganzheitlich in ihrer Gesamtheit praesentiert wie die, die in den Medien praesentiert werden? Die Medien legen Schwerverbrecher ja vollkommen offen. Ihre gesamte Biographie und Psychologie wird haarklein praesentiert; und zwar in intimeren Details als es bei Stars oder Politikern der Fall ist. Zaehlt man noch hinzu, dass so einen Mann rational betrachtet wohl garantiert niemand will ("keine Konkurrentinnen!") und niemand mag ("armes Wauwilein..."), kommt da vermutlich ein ueberwaeltigendes Gesamtpaket aus Uebersicht und fehlplaziertem Wohlwollen zustande.
     
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    13 Februar 2016
    #13
    Was ein weiterer Aspekt sein könnte, warum "böse" Charaktere in Literatur, Film und Fernsehen attraktiv wirken: Sie sind freier.

    Sie setzen sich über Grenzen Hinweg. Das wirkt oft faszinierend. Sie scheren sich nicht um Konventionen, sind "anders", stechen heraus, versprechen Abenteuer und Achterbahnfahrt, sind "frecher", überraschender, spannender.

    Überhaupt: Spannung - auch die kann sexy wirken. Man will sie verstehen, hat stärkere emotionale Reaktionen auf sie - auch aus Angst oder Ekel kann so Faszination entstehen. Und das Rätsel, was so jemanden antreibt, kann - allein dadurch, dass es so interessant ist und man sich damit beschäftigt - für Bindung sorgen.

    Dazu kommt: Sie ziehen ihr Ding durch, üben Macht aus. Oft sind sie die - oder zumindest eine - treibende Kraft der Geschichte, die ohne sie nicht existieren würde. Auch das verbindet mit dem Leser und imponiert.

    Meist sind aber die, die als "wirklich" attraktiv wahrgenommen werden nicht nur rein-Böses-Antagonisten-Futter, sondern komplexere und tiefere Charaktere als die "Normalen", die "Guten". Charaktere, in denen ein innerer Konflikt tobt, die eine tragische Backstory mit sich herumtragen, bei denen man mitfiebern kann, ob sie die Kurve kriegen, denen man gerne helfen würde, das Richtige zu tun. Das ist dann das Bad-Boy Syndrom in Reinkultur: Siehe "Spike" in Buffy und ähnliche Figuren.

    Problem: Das was da in der Theorie so attraktiv wirkt, ist im realen Leben oft mal - gerade auf Dauer - eher weniger attraktiv und ziemlich anstrengend. Wohl mit ein Grund, warum die Bad Boy-Faszination im realen Leben eher ein Phänomen bei jüngeren Menschlein ist. Ein bisschen von der wilden Seite des Leben kosten kann was haben - auf Dauer suchen die meisten dann aber doch nach Partnern, die ein wenig mehr Ruhe und Sicherheit versprechen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Februar 2016
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    13 Februar 2016
    #14
    In der Fiktion hänge ich mein Herz gerne an jene, denen Unrecht getan wird und die missverstanden werden.

    Wenn jemand eindeutig böse Sachen macht und dafür verurteilt wird, man ihn dann aber von der menschlichen Seite zeigt, wenn seinem Handeln zumindest zum Teil auch gutherzigen Motiven folgt, dann fasziniert mich das. Und auch wenn mein Verstand weiß, dass die gewissenlose, grausame, schlechte Seite dieser Figur überwiegt, springt mein Herz einer solchen Figur zum Schutz beiseite, wenn sie von anderen als urböse dargestellt wird.

    Soweit zur Fiktion. In der Realität wüsste ich keine entsprechenden Fälle. Ich neige zwar dazu, das Gute in Menschen zu sehen, aber ich glaube attraktiv macht das nicht.
     
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    13 Februar 2016
    #15
    Ein richtiger Serienkiller ist gefühllos und kalt. Er kann zum Beispiel keinerlei Mitleid empfinden.
    Mit so einem Menschen möchte nicht wirklich jemand was zu tun haben, höchstens er ist lebensmüde.
    Allein in diese Abgründe zu blicken lässt einen erschauern...

    Ich empfehle die ersten Staffeln von "Criminal Minds" als Jason Gideon noch dabei war.
    Danach wurde es zu sehr aufgeweicht.
     
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    13 Februar 2016
    #16
    Hier mal meine Theorie: Wir lieben die "Boesen" im Film, weil sie in sehr viel mehr Detail beschrieben werden als "die Guten." Wir wissen mehr ueber die Boesen als ueber die Guten. In der Filmindustrie wird "der Gute" oft vage gehalten, weil man keine Dissonanzen mit dem Publikum aufbauen will. Die stellen sich aber zuverlaessig ein, sobald mehr Information preisgegeben wird. So soll also das Informationsungleichgewicht zugunsten des "Boesen" helfen, diesen mehr zu verteufeln, hat aber u.U. den unerwuenschten Nebeneffekt, dass man ihn als authentischer und interessanter empfindet.

    Ein Regisseur, der das bewusst nutzt, is Tarantino. In "Inglourious Basterds" ist ihm da mit "Hans Landa" eine Meisterleistung gelungen, finde ich. Anklaenge davon sah man ja schon in "From Dusk Till Dawn", und George Cloney's offensichtlicher Metamorphose vom Boesewicht zum Endhelden.
     
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    13 Februar 2016
    #17
    In Literatur oder Film kann ich mich noch eher mal mit dem "Bad Boy" anfreunden.
    In Realität hab ich allerdings schon mit Menschen meine Probleme, die wegen "Kleinigkeiten" (Grasbesitz etc.) mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.

    Ich denke, da spielt der Unterschied mit, dass man mit der Fiktion eben nicht in Berührung kommen kann. Spätestens wenn ich Bücher von Mark Benecke lese, läuft es mir kalt den Rücken herunter, aber sicherlich nicht wegen Wohlgefallen. Dies sind keine Geschichten mehr, sondern reale Begebenheiten, die auch "nebenan" geschehen können.
     
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    13 Februar 2016
    #18
    Ich würde das eher anders formulieren: Je detaillierter und komplexer eine Figur dargestellt ist, desto interessanter finden wir sie. Aber dass die Bösen regelmäßig detaillierter dargestellt werden, finde ich nicht. Nimm z.B. mal den Herrn der Ringe. Da hast du ein paar wenige komplexere Figuren im "Graubereich" (wie z.B. Boromir oder Smeagol), während die meisten anderen recht eindimensionale Pappkameraden sind - rein gut oder rein böse. Genauso kann aber auch ein Jon Snow Eidbrecher sein und sich für etwas besseres halten - und trotzdem Publikumsliebling und einer von den Guten sein, weil man noch viel mehr von ihm kennt.

    Wenn Böse durch ausführlichere Darstellung an Anziehung gewinnnen, gilt das für die Guten oftmals auch.
     
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    13 Februar 2016
    #19
    das kann ich so für mich übernehmen.allein schon,weil mich themen wie gewalt und tod in der kunst eben faszinieren.

    in meinem leben will ich aber solche menschen natürlich nicht haben.ich selbst lebe nach sehr hohen ethischen standards und habe ein sehr starkes gerechtigkeitsempfinden.dass ich als ethisch motivierte veganerin gewalt,rassismus,sexismus und speziesismus ablehne,ist ja selbstverständlich-und da lehnt man morde nun mal ab.
     
  • User 159029
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    13 Februar 2016
    #20
    Gleichvorweg kann ich sagen, dass ich weder Hannibal aus dem Film, noch aus der Serie kenne….nur vom Hören eben wer er war, usw., also kann ich darauf nicht eingehen. Bei Filmen und Serien aber generell bin ich recht aufgeschlossen und finde viele Figuren sympathisch, aber im Sinne von, was wäre wenn XYZ real wäre, dann sind es doch eher immer die ‚bösen‘ und problematischen Figuren, die ich interesssant finde. Ich denke einfach, dass mich die ‚guten‘ und komplett heldenhaften Figuren eher langweilen, weil ich selbst so bin. In Filmen und Serien ist es doch auch meist so, dass die weibliche Hauptfigur das Gute verkörper, mit dem man sich schnell identifizieren kann, um den Charakter und die Geschichte spannend zu finden und dafür der männliche Protagonist eher etwas böse und problematisch ist, wobei da wohl noch immer ein großer Unterschied zwischen dem Atagonisten besteht, der am Ende getötet/venrichtet/eingesperrt/was auch immer werden sollte und dem männlichen Antihelden. Meist finde ich diese Art böse Hauptcharaktere/Anti-Helden Figuren einfach interessanter, da sie das Gegenteil von mir sind und die eher sympathischen Helden zu viel mit mir gemeinsam haben. Es gibt da auch einige auf der Psychologie basierende Persönlichkeitstheorie, um Menschen einzuordnen und dasselbe kann man theoretisch auch mit Figuren machen und da kam ich eben auch zu dem Schluss, dass ich nur das genaue Gegenteil von mir bevorzuge und alles andere zu nett und langweilig finde. Bei der genauen Bezeichung ‚die über Leichen gehen‘ wäre ich aber persönlich vorsichtig, da das schon wieder auch an die Atagonisten erinnert und ich zwar in Fiktion Mörder, Psychopathen und Co interessant und sympathisch finde, solange sie aber noch ne gewisse Menschlichkeit besitzen und das fehlt dem Atagonisten dann doch meist.

    Im echten Leben bin ich da nicht viel anders, wobei man die ganze überdrehte Welt der Fiktion natürlich nen Tick runterschrauben muss. Ergo Mörder und Co kenne ich keine, aber nette Typen finde ich dann eben doch nett…im feundschaftlichen Sinne. Kann man sich mit ihnen noch gut unterhalten, habe ich einen intelektuellen Diskussionspartner gefunden, der eventuell auch zu einem Freund werden kann, mehr aber auch nicht. Gewisse problematische und dunklere Aspekte bezüglich der Psyche und des Lebens müssen schon vorhanden sein und das sage ich nicht eimal mit Absiht als Kriterium, so wie andere gerne einen blonden, großen, Nichtraucher als Partner hätten, sondern es passiert einfach. Schon von der Unterstufe an, bis eben zum heutigen Zeitpunkt, gab es genau 6 Personen, die ich interessant fand und 5 von ihnen waren von dieser Sorte. Ein einziger war es nicht, wobei ich das rückblickend eher als eien Schwärmerei bezeichnen würde (Neue Schule, eben auf der Suche nach einem, in den man sich verknallen könnte, wie es so ist mit 15…huch der schaut dieselben Serien wie ich, sitzt da gegenüber und ist nett…also ists der…irgendwie so). Von daher kann man das nicht wirklich zählen. Den genannten Milieus, wie Drogen, Schläger, Rocker und Co, kann ich hingegen gar nichts abgewinnen.

    Bei mir geht es aber an sich um beides, sowohl um den Mann fürs Leben, als auch einen Partner, den ich eben attraktiv finde und der zu mir passt, andernfalls könnte er ja nur schwer der Mann fürs Leben werden. Da ich aber auch immer auf der Suche nach ‚mehr‘ bin und mir eine normale und standartisierte Bezieung nicht reichen würde, ziehe ich solche Menschen wohl magisch an, wenn dann noch meine Psychologiekenntnisse und mein Wunsch nach Drama hinzukommen, dann könnte ich eig. auch gleich ne Daily Soap für irgendeinen Fernsehsender drehen, so verrückt wie mein Leben in diesem Bereich manches Mal ist/war.

    Nachvollziehen kann ich es aber auf jeden Fall, da ich, wie gesagt nie eine einfache Standard-Beziehung wollte, sondern eben immer extremes Drama über eine lange Zeit hinweg, so ein Hin und Her, wie in den meisten Fernsehsendungen, dass es das alles am Ende wert ist. Zusätzlich habe ich auch ein gewisses Helfersyndrom und dadurch ziehe ich eben diese Menschen an, wobei wohl auch die Tatsache mitspielt, dass ich, wenn wir wieder zurück zu Hannibal und Co gehen, ich eher die typische gute und heldenhafte Rolel repräsentieren, die immer allen helfen möchte und ich mir da eben nicht vrostellen könnte, dann auch so einen Partner zu finden. Ich bin ein nervtötender Optimist, gib mir so einen Mann und ich laufe schneller, als bei einem Marathon (und dabei bin ich so gar nicht für Sport gemacht). In der Hinsicht benötige ich eben dann doch mein persönliches männliches Gegenteil, das mich sozusagen ergänzt, denn andernfalls würde ich eher durchdrehen, wenn ich mich selbst daten würde. Nicht, dass ein Partner nichts mit mir gemeinsam haben müsste, das ist durchaus wichtig, aber von den Eigenschaften her sollte die Person dann doch eher gegensätzlich sein.

    Ein weiterer Grund ist wohl auch, dass es für mich nie genug Tiefe geben kann und mir die meisten Menschen zu einfach gestrickt und oberflächlich sind, jedenfalls als Partner. Oft lerne ich interessante Menschen kennen, wobei oft wohl eine Übertreibung ist und man liegt auf einer Wellenlänge und kann sich wunderbar über Gott und die Welt unterhalten, auch Themen, die ich sonst eher mit der Normalbevölkerung nicht diskutieren könnte, doch nach ein paar Monaten versieht die Freundschaft wieder. Es ist also unglaublich selten für mich, so einen Menschen zu finden und umso mehr Probleme, Geheimnisse, Tiefe, Dunkelheit und Co, umso interessanter macht es eine Person einfach für mich. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist wohl auch, dass ich von Friede-Freude-Eierkuchen schnell gelangweilt bin und immer neues erleben und neues dazulernen möchte. Natürlich sollte eine Beziehung die meiste Zeit über angenehm sein, keine Frage, aber es sollte dennoch immer eine gewisse Challenge bestehen, um sich weiterentickeln zu können, um Neues zu lernen, andere Seiten an sich zu entdecken und Dinge in Frage zu stellen, denen man sich eig. ziemlich sicher war. Natürlich sollte dies aber auch umgekehrt der Fall sein, weshalb ich wohl meist emotional verschlossene Menschen interessant finde, da ich eine gewisse Art an mir habe, dass wenn es in die Beziehungsrichtung geht, ich irgendwie vertrauenswürdig wirke und sich diese Menschen bei mir öffnen, oder wir einander auch sozusagen gegenseitig triggern und einfach instinktiv wissen, welche Knöpfe man beim anderen drücken muss sozusagen. Ist mir bis jetzt nicht sehr oft passiert und nur einmal auf eine extreme Art und Weise.
     

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