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Ist die Zeit der E-Gitarre als bedeutendes Instrument endgültig vorbei?

  1. Ja!

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  2. Nein!

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  • Funksoulbrother
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    31 Mai 2020
    #1

    Die "gute, alte" E-Gitarre ...

    … ein vom Aussterben bedrohtes Dinosaurier-Instrument für alternde Nostalgiker (Ü30+), welches seine musikalische Relevanz unwiederbringlich eingebüßt hat - oder bald endgültig einbüßen wird?
     
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    31 Mai 2020
    #2
    Wie kommst du denn auf die Idee? :grin:
    Ich steh auf Rock und Metal, ich denke mal in dem Genre wird die E Gitarre nie verschwinden.
     
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    31 Mai 2020
    #3
    Auch die Musik ist von Moden geprägt - momentan laufen im Dudelfunk überwiegend Liedlein, die ganz oder größtenteils aus dem Computer/Synthesizer stammen (und die so einfallslos sind, daß ich sie nicht hören mag...).

    Aber zur klassischen Band gehören E-Bass und E-Gitarre doch nach wie vor - oder habe ich was verpaßt?
     
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    31 Mai 2020
    #4
    Wie kommst Du darauf? Ich sehe da keinen dahin gehenden Trend.
     
  • Funksoulbrother
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    31 Mai 2020
    #5
    Klar, aber die klassische Band hat momentan ja auch nicht gerade ihre Hochzeit.
     
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    31 Mai 2020
    #6
    Hä? Nein. Was bringt dich auf die Idee?
     
  • User 18168
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    31 Mai 2020
    #7
    jap.. die e-gitarre stirbt aus

    das letzte bekannte riff auf der e-gitarre ist aus "seven nation army" der white stripes von 2003 :ninja:
     
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    31 Mai 2020
    #8
    Dann hörst du einfach die "falsche" Musik. :zwinker:
     
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    31 Mai 2020
    #9
    Nein, sie stirbt hier bei uns daheim sicher nicht aus... dafür sorgt schon mein Sohn, der damit oft genug das Haus zum Dröhnen bringt...nach wie vor cooler Sound und so eine Jamsession auf der Dachterrasse erfreut sogar manchmal die Nachbarschaft....:cool:
     
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    31 Mai 2020
    #10
    Ich z. B. schließe in den letzten Jahren eher Lücken aus den Jahren 1970 bis 2010 - und entdecke da einigen geilen (mittlerweile "klassischen") Scheiß aus ganz unterschiedlichen Genres (von Funkadelic bis The Afghan Whigs, von The Smiths bis Mogwai, von Diamond Head bis Interpol), der damals an mir vorbei gegangen ist. Das hat bei mir sicher auch mit meinem Alter zu tun.

    Ich blicke daher wirklich nicht so richtig, was in den letzten Zehn Jahren im Bereich der "handgemachten" Musik an Relevantem abgegangen ist.

    (Und ich bin übrigens auch jemand, der "nicht-handgemachter" Musik einiges abgewinnen kann, wenn sie - das sind meine grundsätzlichen Kriterien - geschmackvoll bis künsterisch oder zumindest "authentisch" klingt, also mittlerweile auch eher schon alter Scheiß wie Goldfrapp oder Ladytron darf auch sehr gerne meine Gehörgänge penetrieren).
     
  • User 152329
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    31 Mai 2020
    #11
    Fakt ist, dass Künstler wie Ed Sheeran oder Taylor Swift die Akustikgitarrenkäufe ordentlich angekurbelt haben.

    Klassische Guitar Heroes wie Slash, Clapton usw. gibt's derzeit aber eher nicht. Ich würd sagen, zwei der besten Gitarristen der letzten 15 Jahre sind John Mayer und Joe Bonamassa. John Mayers Alben landen im europäischen Ausland und in den USA immer in den Top 5. In Deutschland nicht, weshalb ich letztes Jahr für ihn nach Amsterdam gefahren bin.

    Ich würde generell eher sagen, der Stil der E-Gitarre wandelt sich: Vom vordergründigen Instrument inkl. virtuosem Solo zum Begleitinstrument. Bei Coldplay ist sie zb für Melodien zuständig. Sam Fender hat den Boss zum Vorbild und ebenso klingt die Gitarre dann auch samt Indie-Vibes. Auch bei Billie Eilish gibt's ab und zu Gitarrenklänge.

    Die Frage muss also eher lauten: Was erwartet man für Gitarrenmusik? Wenn ich klassischen Rock hören möchte, zieh ich mir 1.000 mal lieber Led Zeppelin rein als Greta van Fleet, weil Letztere dem Genre einfach nix Neues hinzufügen. Und so gehts mir mit vielen neuen Bands.
     
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    31 Mai 2020
    #12
    In Sachen Greta Van Fleet stimme ich dir zu. Das braucht kein Mensch. (Außerdem gibt es schon Wolfmother. Die waren früher da, sind in ihrer hemmungslosen Retromanie doch etwas vielseitiger, sind aber optisch schlechter zu vermarkten.)

    Ich sehne mich nicht nach exzessivem Gitarrengewichse (dann würde ich auch Steve Vai, Joe Satriani, Yngwie Malmsteen usw. gut finden, die ich aber nur als virtuose Techniker betrachte, die mir sehr, sehr wenig geben), aber ich mag einfach den übrigens sehr vielseitigen Sound der Gitarre; wenn das Instrument klanglich total im Hintergrund verschwindet, ist es mir oft zu verschenkt. Dass z. B. ein Eddie Van Halen mittlerweile - und schon sehr lange - ein totaler Anachronismus ist, ist mir klar. Aber Coldplay (übrigens auch schon alte Säcke … von denen ich die frühen Alben übrigens noch mag, aber bei "Mylo Xyloto" war es dann für mich endgültig vorbei) ist mir dann als Blaupause für das, was die E-Gitarre heute insgesamt ausmacht, dann doch zu poppig, zu verzärtelt.

    Akustische Gitarre ist für mich auch nochmal ein anderes Thema.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Mai 2020
  • User 169839
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    31 Mai 2020
    #13
    IMG_20190513_184414.png

    Für mich stirbt es nie aus! Diese Musik wird seit Jahren als Tod bezeichnet, darum fahren auch 80.000 und mehr jedes Jahr zu Festivals \.. / das ist alles andere als Tod.
     
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    31 Mai 2020
    #14
    Sehe ich ähnlich, aber das nur als kurze Anmerkung: Satriani ist "hörbarer" als so manch anderer Flitzefinger :smile:

    Übrigens auch eine gute Aussage von John Mayer (mein persönlicher Held!): Zu Beginn seiner Karriere wollte er der beste Gitarrist werden, ging nach Berklee. Da lernte er, dass es nicht wichtig sei, der beste zu werden, sondern einfach nur "hörbar".

    Ich beobachte, dass gerade Effektpedale der Trend im Bereich E-Gitarre sind. Entsprechend klingt die Gitarre dann sphärischer, weniger nach Gitarre. Oder man komprimiert sie tot, wie Harry Styles in seinem aktuellen Song, der wiederum oft im Radio läuft.

    Weniger poppig: St. Vincent.

    Naja, gut finden und eine aktuelle Entwicklung sehen, sind zwei Paar Schuhe. Ich liebe Blues und Bluesrock, aber die Entwicklung der Musik ist ziemlich tot.

    Die Foo Fighters sind vielleicht die letzte Rockband und auch deren Musik kommt mir mittlerweile wie eine Blaupause vor. Die Fans wollen es halt hören, aber gewinnen die noch neue?
     
  • Funksoulbrother
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    31 Mai 2020
    #15
    Apropos Effektpedale: Ich persönlich mag das, was The Edge mit seiner Gitarre macht. Er weiß, dass er kein besonders guter Techniker ist, aber er hat vor vielen Jahrzehnten mit seinen vielen Effektgeräten ein Soundspektrum geschaffen, das mich sehr anspricht. (Natürlich gibt es vieles, was einen bei U2 ordentlich ankotzen kann, aber die Gitarre gehört für mich niemals dazu. Und ich weiß, wie sehr sich viele Gitarrenfreaks über The Edge lustig machen, weil er das Gegenteil eines Virtuosen ist … aber darauf kommt es gar nicht an.)
     
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  • User 169839
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    31 Mai 2020
    #16
    Von Entwicklung war hier nicht die Rede.

    Was dir als Blaupause erscheint oder als letzte gute Rock Band das ist deine eigene Sache.

    Da gibt es schon einige die erfolgreich sind.

    Fakt ist das niemand zu Festivals fährt weil es nur 1 gute Band dort gibt, oder sich die frage stellt ob die neue Fans gewinnen.


    Es ist auch langweilig ein Thema was eigentlich Spaß macht nun in seine Einzelteile zu zerlegen, nur um ein Korn in der Suppe zu finden was nicht in seinen eigenen Geschmack passt.

    Bin raus hier:winkwink:
     
  • Funksoulbrother
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    31 Mai 2020
    #17
    Dave Grohl? Dieser Dinosaurier saß für Nirvana hinter der Schießbude. :tongue:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 31 Mai 2020 ---
    Nostalgie ist doch nichts Schlechtes.

    Meine Lieblingsband ist Led Zeppelin - aus ganz vielen Gründen. Das wird wohl auch immer so bleiben.

    Dann gibt es ja diesen Greta-Van-Fleet-Hype, den ich aber nicht verstehen kann, weil die eben bis auf eine modernere Produktion nichts in die Waagschale werfen kann. Das ist netter Nostalgie-Rock als fast schon klangliche 1:1-Kopie von Page, Plant, Jones und Bonham, mehr nicht.
    Off-Topic:

    Den Greta-Van-Fleet Stunt gab es übrigens schon einmal in den 1980ern, aber nicht mit Led Zeppelin, sondern mit den Rolling Stones. Da gab es eine Gruppe namens Broken English, die klanglich von den 1980er-Stones quasi nicht zu unterscheiden war:

    Original-Stones:


    Fake-Stones:



    Ich suche nach guter, zeitgenössischer Gitarrenmusik, die ihre Rock-Roots nicht verleugnet, aber etwas frisches hat, gerne auch genreübergreifend ist.

    (Es ist halt erschreckend, wenn eine Taylor Swift mittlerweile als ernstzunehmende Gitarristin wahrgenommen wird. John Mayer lasse ich gelten, der ist in einer anderen Liga als mein "Hassobjekt" TayTay, denn der hat eine persönliche Geschichte mit diesem Instrument und ist offensichtlich ein sehr guter Gitarrist.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Mai 2020
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    31 Mai 2020
    #18
    Ich denke, seit den 70ern war gitarrenlastige Musik nicht mehr so erfolgreich wie in den vergangenen 10 Jahren, heute noch anhaltend. Man sollte sich nicht nur die Charts anschauen, da war 95% kommerzielle Produzentenscheiße, seitdem es Charts gibt und das wird sich auch nie mehr ändern.
    Aber "echte" Musik ist schon lange auch kommerziell höchst erfolgreich, die vielen großen, stets ausverkauften, Festivals sind da ein guter Indikator.
    Und, man sollte nicht verkennen, dass die Vielfalt gitarrenlastiger Musik noch nie so groß war wie heute. Da ist nichts von Abgesang zu spüren, im Gegenteil, die ganze Szenen sind so aktiv wie nie und dank der heute vielfältigeren Möglichkeiten, sich Öffentlichkeit zu verschaffen, auch durchaus im Fokus der Hörer.

    Seitdem ich Musik höre, wurde mit jeder neuen Synthie-Pop-Welle in den Charts die Rockmusik für tot erklärt. Und sie ist bis heute nicht gestorben und in ihrer Vielfalt erhalten geblieben.
    Und wenn man die Menschen nach den Top-Songs aus der Rock- und Pop-Geschichte fragt, sind es fast immer die Songs, die von Gitarren geprägt werden, auch in diesem Jahrtausend.
     
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  • User 162572
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    31 Mai 2020
    #19
    Ist das hier nicht aktuell eine Frage, ob Rock nie wieder so wird wie in früheren Jahren? Das mag sein, keine Ahnung.

    Ich für meinen Part sehe nicht, dass die E Gitarre unbeliebter wird. Wenn man sich mal in Richtung Punk bewegt, egal ob nun Pop Punk (Sum 41, Zebrahead,...) oder Hardcore (Turnstile, Trapped under Ice, Harms Way, evtl. Title Fight,...) findet man immer eine E Gitarre. Sum 41 hat sogar drei E Gitarristen in der aktuellen Bandbesetzung.

    Gerade auch Nu Metal, in der die E Gitarre eine große Rolle spielte, hat in den letzten 10 Jahren ein kleines Revival erlebt. Selbst 2019 haben frühere Nu Metal Größen noch Alben produziert (Papa Roach - Who do you trust) oder große Tournees gespielt (Limp Bizkit).

    Auch im deutschen Raum findet man noch massig aktive Bands, für die die E Gitarre essentiell ist wenn man etwas sucht. Auch viele sehr kleine, roughe Bands.

    Verstehe also nicht ganz, wo die Einschätzung her kommt. Gerade im Punk findet man oft noch ziemlich krasse Solos. Frank Zummo von Sum41 spielt beispelsweise bei den Shows oft ein eigenes, locker 5 Minütiges, Solo. In fast jedem Lied kommt zudem ein Solo vor.

    Off-Topic:
    Siehe hier:

    Und die neuen Lieder aus 2019 sind da noch gar nicht dabei...

    Edit: Lese gerade noch das Thema "handgemachte Musik"
    Die E Gitarre hört man auf der Aufnahme kaum, ist aber in der eigentlichen Aufnahme deutlich präsenter.

    Handgemachter geht es kaum (linker aber auch nicht).
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Mai 2020
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    31 Mai 2020
    #20
    Musik verändert sich und ich glaube, dass das immer Chancen und Risiken bietet.

    Aktuell wird zumindest was die Charts angeht, generell auf herkömmliche Instrumente verzichtet. Mag daran liegen, dass es früher vielleicht wirklich unter den Künstlern darum ging, wer die bessere Musik macht und mehr "rockt".

    Heute wird halt über den Brechreiz hinaus kommerzialisiert. Stell ein paar weiße BMWs und ein paar Goldketten in irgendein Vorstadtviertel, drück ein paar Minderjährigen ein paar aoziale Texte in die Hand und push die mit gekauften Klicks in YouTube Trends nach oben und schon hast du die nächsten "Stars".

    E-Gitarre zu lernen braucht finde ich Übung und fleiß. Ggfs. kostet das auch noch ne Menge Geld, wenn man in eine Musikschule geht und das begeistert halt nicht jeden.

    Echt ne schwierige Frage...aber ich hoffe einfach mal, dass in den nächsten Jahren ein Guitar Hero aus dem Schatten tritt und dadurch wieder mehr Leute dafür begeistert :smile:
     

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