• Zweifellos88
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    18 Juli 2020
    #1

    Die Mutter meines Freundes....

    Hallo ihr Lieben,

    mein Freund (20) und ich (31) sind seit bald 8 Monaten zusammen. Wir haben vom Alter her eine eher komische Konstellation - aber wo die Liebe hinfällt. Wir verstehen uns super und planen auch zusammenzuziehen.

    Ich bräuchte mal eure Meinung bezüglich seiner Mutter. Dazu muss ich etwas ausschweifen:

    Seine Mutter muss schon immer sehr anhänglich und überfürsorglich ihm gegenüber gewesen sein.
    Sie mischt sich permanent in sein Leben ein, macht seine Post auf, durchwühlt sein Zimmer nach Kassenzetteln (er wohnt gerade aktuell noch zu Hause).
    Will ihm seine Berufswahl vorschreiben.
    Sie geht mit ihm in die Sauna bzw hat ihn reingelockt ohne dass er wusste, dass das der Sauna Bereich ist, legt ihm Zettel aufs Bett mit einem Kussmund von ihr (mit Lippenstift) und schreibt ihm in WhatsApp, wenn er bei mir ist, Dinge wie Ich muss dir nicht sagen, dass du von mir träumen musst, oder?, Ich vermisse dich, Schau, dass du schnell wieder hier bist oder schickt ihm unendlich viele Herzen und schreibt Wir fluten jetzt die ganze Nacht WhatsApp mit Herzen mit einem sabbernden Smiley.
    Er darf keinerlei eigene Entscheidungen treffen sonst knallt es daheim.
    Das alles fand ich schon etwas sehr komisch.


    Nun war vor 3 Tagen die Krönung.
    Mein Freund könnte eine Ausbildung an September beim Finanzamt machen. Diese wäre ursprünglich in seinem Heimatort gewesen, das Finanzamt will ihn aber 260km wegschicken.
    Er möchte das nicht, er will weder weg von seinem Umfeld, noch von mir, seinen Freunden, Hobby usw.
    Das hat er seiner Mutter eigentlich auch unmissverständlich klargemacht, sie versteht es aber nicht. Hat ihn gezwungen einen Termin dort zu machen und sich das anzuschauen obwohl er nicht möchte.
    An besagten Tag, vor 3 Tagen, stand sie bei mir vor der Tür und hat mir gedroht (mein Freund war gerade mit den Hunden weg). Als er wieder kam, hat sie auf der Straße rumgebrüllt, dass ich an allem Schuld bin und er jetzt sofort ins Auto einsteigen soll, sie fahren heim. Er konnte die Situation kurz runter kühlen aber sie ist dann heimgefahren, hat seinen Vater abgeholt und wieder standen sie hier vor der Tür. Hat ihm gedroht sie bringt sich um, sie nimmt ihm seine Freunde weg indem sie Dinge erzählt die ihm nicht gefallen werden, ich würde die Familie kaputt machen usw.
    Sprich reiner Psychoterror ohne Ende.
    Status quo ist gerade, dass er hier ist und nicht mehr weiter weiß.
    Muss dazu noch sagen, er möchte bei der Post eine Lehre anfangen weil ihm das lieber ist.

    Er hat sich da erst Gedanken über die ganze Sache gemacht, als ich ihn darauf angesprochen habe
    Ich habe auch eine super Beziehung zu meinen Eltern aber das finde ich schon krass alles.

    Wollte mal eure Meinung hören.
    Bin selbst verzweifelt.
    So wird er doch niemals eine gesunde Beziehung führen können oder ein normales Leben.
     
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    18 Juli 2020
    #2
    Was da abläuft und was seine Mutter alles macht, ist nicht gesund und absolut daneben.

    Sie braucht m.E. professionelle Hilfe. Und Punkt.
    Das wird sie aber sobald nicht einsehen. Wenn überhaupt.

    Er(dein Partner) muss schauen, dass er schnellstmöglich auf eigenen Beinen steht und sich von seiner Mutter loslöst. Da gehört Abstand her und Selbstständigkeit seinerseits.
     
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    18 Juli 2020
    #3
    Wie ist der Vater dazu?
    Könnte man mit ihm gemeinsam die Familie zu einer systemischen Therapie bewegen?
     
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  • Zweifellos88
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    18 Juli 2020
    #4
    Der Vater hält zur Mutter... keine Chance...
    Mein Freund ist selbst krank (Depressionen und Angststörung). Dieser geht in Therapie bzw. sucht gerade einen Therapieplatz.
     
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    18 Juli 2020
    #5
    Wie reagiert dein Freund auf diese WhatsApp-Flut? Antwortet er -und falls ja— was antwortet er? Oder ignoriert er ihre Nachrichten?
     
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    18 Juli 2020
    #6
    LiseLise: Glaube ich nicht. Die Mutter hat ihn - s. oben - doch dazu geholt, um dann weiter rumzubölken...

    Verfahrene Situation. Zumal er (der Partner) offenbar selbst nicht (auch von ihr, der Mutter,) weg will - wenn ich das richtig verstehe.

    Sonst hätte er sich ja schon mal ihre „Baggerei“ verbeten, oder sich zumindest‘ne andere Handynummer zugelegt. Das macht er ja auch nicht, ist stattdessen ratlos.

    Bei der Erziehung aber eig. auch kein Wunder. Ich glaube, auch er braucht einiges an Therapie... Und ob du, die TS das lösen oder retten kann, - bezweifele ich auch ein wenig. Du kannst ihn ja schlecht einpacken und wegziehen, zumal er ja nicht mal weg will.
     
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    18 Juli 2020
    #7
    Er reagiert drauf. Er hat bis dato das als Normalität erachtet, bis wir uns eben vor 3 Tagen deshalb heftig gezofft haben und ich ihm mal meine Meinung über das Ganze gesagt habe.
    Jetzt sieht er es klarer und findet es auch grenzwertig.

    Ich finde das alles nicht normal. Schon 3x nicht mit meinem Sohn in die Sauna zu gehen...
     
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    18 Juli 2020
    #8
    Mit der Mutter braucht man ja Therapie.

    Ich empfinde es, als höchst unnormal und denke auch, er soll sich lösen. Sonst wird er da nie rauskommen.

    Ich arbeite mit einer Frau zusammen (ü56), die wird heute noch von der Mutter terrorisiert und darf nicht ausziehen :ninja:
    Und ich hab die Mutter schon erlebt, die spinnt auch vor Fremden rum :unsure:
     
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    18 Juli 2020
    #9
    Er will defintiv jetzt von diesem ungesunden Verhältnis wegkommen.
    Hat aber wiederum Angst, dass sie sich etwas antut oder ihm andere Konsequenzen „drohen“ - zB dass er aus der Familie ausgestoßen wird (was ihm auch gedroht wird). Seine Schwester tickt leider ähnlich wie die Mutter.
     
  • Sonnenblumensalat
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    18 Juli 2020
    #10
    Was spricht denn (abgesehen von dieser verbogenen Situation) dagegen, mit Eltern/Mutter in die Sauna zu gehen?

    Ist doch kein Swingerklub (hoffe ich mal... :grin:)
     
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  • Zweifellos88
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    18 Juli 2020
    #11
    Finde es nicht normal, weil er es nicht wollte. Und er das explizit auch gesagt hat.
     
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    18 Juli 2020
    #12
    Sorry, - er muss sich schon entscheiden. Ich hatte auch ein Jahr Funkstille zu meiner Mutter (und ihrem 2. Mann) als ich mich geoutet habe.
    Und später hat sie noch Sachen rausgehauen wie „Ich hätte doch viel lieber ein Kind von DIR!“, - als mein älterer Bruder das einzige Enkelkind produziert hat...

    Aber davon kann man sich ja abgrenzen. Auch, wenn man „immer ihr Kind“ bleiben wird...
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juli 2020 ---
    Warum geht das Kind denn dann mit?! Oder hat die ihn entführt und gefesselt? So willenlos kann man doch bald nicht sein. (Ich weiß leider nicht, wie ein böse guckendes smiley geht - stellt euch hier einfach eins vor...)
     
  • Zweifellos88
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    18 Juli 2020
    #13
    Es hieß sie gehen nur in die Therme. In der eine Sauna ist. Er hat im Vornherein explizit gesagt, er will nicht in die Sauna.
    Fall war, dass er sich dort nicht auskannte und seine Mutter ihn in die Saunaabteilung „gelockt“ hat und plötzlich nackt vor ihm stand. Er ist natürlich fluchtartig raus.
    Gebe nur das wieder, was er mir erzählt hat.
     
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    18 Juli 2020
    #14
    Nun seine Mutter ist halt geisteskrank und gehört zwangspsychiatriert bzw mit Tranquilizern aufgeblasen bis sie auf Baumwipfelhöhe schwebt. Da gibt es nicht viel zu sagen, tun oder hoffen.

    Wer mir da wichtiger wäre, wären du und dein Freund.

    Entweder er schafft es bald sich von deiner Familie abzunabeln oder das geht nicht gut aus.

    Die Herausforderung hierbei scheint mir dass er kein Problembewusstsein hat. Das aufzubauen UND ihn dazu zu bringen das dann in einen Plan zur totalen Abgrenzung von der Psychofamilie umzuformen UND den dann durchzuziehen UND dann nicht rückfällig zu werden - all das ist machbar aber nicht von Knall auf Fall und braucht viel Mühe und Geduld und der Erfolg ist ungewiss.
     
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    18 Juli 2020
    #15
    In diesem Fall echt krank!! (Wir waren „früher“, also vor ein paar Jahren, auch mit Family in der Sauna. Da ist niemand geflüchtet...)
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juli 2020 ---
    Den ersten Absatz sehe ich völlig anders - es reichte ja, wenn er sich abnabeln würde.

    Ansonsten hast du völlig recht. Ob die TS das „mal eben“ so alleine leisten kann - ...
     
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  • Zweifellos88
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    18 Juli 2020
    #16
    Es ist leider sehr schwierig für mich.
    Zerbreche da selbst dran aber liebe ihn wirklich...
    Habe selbst schon versucht mit der Frau zu reden - keine Chance.
    Will auch ehrlich gesagt nichts mehr mit ihr zutun haben.
     
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    18 Juli 2020
    #17
    Lebt dein Freund in einer eigenen Wohnung oder noch bei seinen Eltern?

    Es klingt so als fände er das Verhältnis zu seiner Mutter normal und du musstest ihm erst aufzeigen, dass es NICHT normal ist!
    Er ist 31, also weit, sehr weit über das Abnabelungsalter hinaus!
    Das kann man nicht so einfach in 5 Minuten nachholen, zumal er ja alles als normal empfindet, weil er es vermutlich so gewohnt ist und weil es eben auch Arbeit macht, was zu verändern.
    Und am Ende könnte er der Buh-Mann sein, dieses Risiko wird er sehr wahrscheinlich nicht eingehen, sondern eher wieder einknicken.
    Grade weil seine Mutter massiv Druck ausübt und er äußerst labil ist.

    Und von einem Zusammenziehen zu zweit sehe ich euch ehrlich gesagt weit entfernt. Das wird eher eine Menage a trois (mein französisch ist lange her :grin:) und seine Mutter wird euch ständig auf der Pelle hocken, euch und ihn kontrollieren und bombardieren, sich dauernd einmischen usw.

    Und da stellt sich die Frage, ob du das möchtest :hmm:

    Meiner Meinung nach muss da noch sehr sehr viel passieren, bevor an ein normales Beziehungsleben mit dir zu denken ist.
     
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    18 Juli 2020
    #18
    Kategorisch falsch. Die Frau stösst gefährliche Drohungen aus, und wird sie wenn er sich abnabelt auch wahr machen und sein Leben zerstören so weit sie nur kann. Solche Leute gehören aus dem Verkehr gezogen und ruhig gestellt.

    Klar, keine Chance, ist aber auch der falsche Ansatz. Solchen Leuten darf man keinen Fuß in die Tür bekommen lassen, jedes bißchen Zugeständnis - und sei es nur Aufmerksamkeit - ist fehl am Platz

    Absolut verständlich. Du darfst ja auch ruhig um ihn kämpfen.

    Aber habe eine Grenze für dich, ab der du anerkennst dass du auf dich selbst schauen musst. Und einen Plan B wenn der Kampf gegern Dich ausgeht.

    Und einen Plan um dich zu schützen wenn sie gegen dich vorzugehen beginnt. Was sie tun wird, wenn du die Böse bist die ihr ihren Sohn wegnimmt. Mit allen Mitteln.
     
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    18 Juli 2020
    #19
    Dachte ich mir gleich.
    Richtig so.

    Alles, was du meiner Meinung nach tun kannst, ist ihn weiter wachzurütteln und ihm Mut zu machen, die richtigen und wichtigen Schritte zu unternehmen.

    Ihr könnt zusammen planen, wie er da raus- und wegkommt und vielleicht ein bisschen recherchieren, was es so für Möglichkeiten und Hilfsangebote gibt.

    Schau aber, dass du dabei nicht selbst zu Grunde gehst.
     
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    18 Juli 2020
    #20

    Er ist 20, Ich 31.

    Aber ja, du hast vollkommen Recht.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juli 2020 ---

    Er lebt noch daheim, leider.
    Ist aber meistens bei mir.
     

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