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  • ProxySurfer
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    29 Juni 2006
    #1

    Doping (Radsport)

    Kurz vor dem Start der Tour de France gibts schon wieder mal einen großen Dopingskandal, wahrscheinlich gehört auch Jan Ullrich dazu.
    Was meint ihr: Ist Doping im Radsport nötig, um überhaupt mithalten zu können? Oder dopen nur wenige?
     
  • Nicht die richtige Frage? Hier gibt es ähnliche Themen:
    1. Doping
    2. Radsport und Räder
    3. Armstrong & Doping
    4. Doping für die Haare
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  • munich-lion
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    29 Juni 2006
    #2
    Denke mir, dass grad im Radsport Doping sehr weit verbreitet ist...aber irgendwie erwischen sie die Burschen nie so richtig...im Fall Pantani weiß man ja, dass sogar Rauschgift und Antidepressiva im Spiel waren, die ihm letztendlich das Leben kosteten. Der kam irgendwie mit dem ganzen Druck, der früheren Drogengeschichte und dem Ende seines Ruhmes nicht zurecht.
     
  • mhel
    mhel (37)
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    30 Juni 2006
    #3
    Jup ich denk auch das es die meisten machen werden. Zumindest mal für nen gewissen Zeitraum.
     
  • Steirerboy
    Steirerboy (39)
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    vergeben und glücklich
    30 Juni 2006
    #4
    Warum glauben alle, daß das nur auf Radsport beschränkt ist? Ich schätz mal, daß es in jeder zweiten Sportart übliche Praxis ist, mit allem möglichen nachzuhelfen. Radfahrer hatten nur das Pech, daß man einfach mal genauer nachforscht und deshalb so einiges herausgefunden hat.
    Von einem österreichischen Leichtathleten gibt es ein Buch, leider weiß ich den Titel nicht mehr. Darin beschreibt er, wie er über 10 Jahre seiner Karriere gedopt hat, und daß er es anscheinend zu wenig oder zu schlecht gemacht hat, weil gegen die fortschrittliche Dopingtechnik aus der DDR oder der UDSSR hatte er nie eine reelle Chance. Wenn die Dopingtests aus den gleichen Labors kommen wie die Mittel, mit denen gedopt wird, dann wird klar, woher der Wind weht.
    Das Buch endet dann übrigens damit, daß er froh ist, die ganzen Mittel ohne schlimmere Organschäden überlebt zu haben.
     
  • Sternschnuppe_x
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    30 Juni 2006
    #5
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß der menschliche Körper die Strapazen eines solchen Gewaltakts wie der Tour de France allein mit Training und ein paar Vitaminen überstehen kann. Von daher gehe ich sehr stark davon aus, daß nahezu alle Sportler dopen, und da gibt's ja wirklich häßliche Mittelchen... (gerade gestern oder vorgestern kam da abends/nachts eine ziemlich lange Dokumentation auf ARD oder ZDF, war ganz interessant...) Es liegt eben immer mal wieder einer morgens tot im Bett oder fällt tot vom Rad - sowas wird dann natürlich nach Möglichkeit schnell wieder unter den Teppich gekehrt.

    Aber vor allem: Findet ihr es nicht auch merkwürdig, wie sämtliche Asthmatiker sich zum Radsport hingezogen zu fühlen scheinen? :-p :-D

    Sternschnuppe
     
  • glücksdrachen
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    30 Juni 2006
    #6
    radsport ohne doping???

    wer da den unschulds-:engel: spielen will ist verlogen

    neueste news:

    Jan Ullrich suspendiert

    Jan Ullrich, Oscar Sevilla und Betreuer Rudy Pevenage sind vom Team-T-Mobile bis auf weiteres suspendiert worden.

    meine meinung: wurde auch zeit, weil ich nie geglaubt habe, dass diese jungs ungedopt auf rad steigen :cool1:

    und für die ganzen unschulds-interviews kann man doch nur :angryfire sein
     
  • desh2003
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    30 Juni 2006
    #7
    Wenn Sport dein Leben ist (nicht nur mental, sondern auch Lebensunterhalt) und man merkt, dass für einen Ende ist, bevor man mit den besten einigermassen mithalten konnte, liegt der Gedanke nahe auf externe Steigerungsmöglichkeiten zurückzugreifen*.

    Das ist keine Rechtfertigung sondern wahrscheinlich die Sichtweise der Sportler, die so etwas tun.

    * Auf einem Trainerlehrgang wurde das wie folgt beschrieben:
    Wenn der Trainer sagt: Friss Scheisse, das macht die 1/10 Sek. schneller, dann tut der Athlet das. Und wenn man einige Dopingmethoden sich anguckt, muss im Vgl. Scheisse essen echt angenehm sein.
     
  • Ginny
    Ginny (37)
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    vergeben und glücklich
    30 Juni 2006
    #8
    Ich glaub auch, dass fast alle, zumindest viele (nicht nur im Radsport) gedopt sind und wenn man mithalten will, hat man auf die ehrliche Tour wohl kaum eine Chance. :-( Das ist traurig.
     
  • munich-lion
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    30 Juni 2006
    #9
    Sollte Jan Ullrich wirklich gedopt haben sollte, dann ist das absolut das Letzte! Grade er hat doch immer die anderen so verteufelt und beteuerte mit einem Unschuldsblick, dass für ihn Doping nie ein Thema war und ist.
    Der Armstrong war nicht nur beim Radfahren cleverer...dem konnte man trotz massiver Vorwürfe nie was nachweisen. Herr U. bleibt in der Tat immer ein Loser... :zwinker:
     
  • thomHH68
    thomHH68 (50)
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    30 Juni 2006
    #10
    Ich befürchte, dass nicht-dopende Fahrer eher die Ausnahme denn die Regel sind. Gerade in diesen Extremausdauersportarten hat man wahrscheinlich auch wenig Chancen, erfolgreich zu sein, wenn man es eben nicht in irgendeiner Weise tut.
    Wie hieß es mal bei "Monitor": "xxxx Spritzensportler gesponsort von xx Pharmaunternehmen".
     
  • Sternschnuppe_x
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    30 Juni 2006
    #11
    Ein bißchen steckt da wahrscheinlich auch die (natürlich trügerische) "Rechtfertigung" dahinter: "Es machen doch alle..."

    Die Menschen tendieren dazu, sich selbst über andere zu rechtfertigen und dann, wenn es "alle" machen, auch strikt verbotene Dinge als bloßes "Kavaliersdelikt" aufzufassen.

    Daß vor der Kamera bei Skandalen natürlich immer alle die Saubermänner spielen ("ja, leider Gottes wird gedopt, wir sind erschrocken, was da jetzt wieder rausgekommen ist, aber in UNSEREM Team gibt es sowas nicht und gab es auch nie"), ist natürlich klar. Wer sich traut und sich hinstellt und offen sagt "bei allen wird gedopt, und wer das verneint, der lügt" wird verklagt und vom gesamten Radsport gemobbt und ausgestoßen.

    Dabei wäre die Lösung des Problems eigentlich so einfach - wenn KEINER dopen würde, wären die Rennen doch genauso spannend, weil dann ja ALLE auf einem minimal niedrigeren Niveau fahren würden. Und dem Zuschauer ist es doch wurst, ob die jetzt mit 45 oder 50 Stundenkilometern durch die Gegend rasen, interessant wird ein Rennen doch erst durch den Vergleich, nicht durch die Geschwindigkeit an sich.

    Insofern wäre es vielleicht nicht verkehrt, mal GANZ rigoros durchzugreifen (klar, dafür ist natürlich wieder kein Geld da...), ALLE Dopingsünder lebenslang zu sperren (meistens gibt's ja höchstens eine zwei-Jahres-Sperre, die dann mittendrin wieder aufgehoben wird) und nochmal bei null anzufangen im Radsport. Denn mir kann keiner erzählen, daß das, was da passiert, noch glaubwürdig ist.

    Sternschnuppe
     
  • ProxySurfer
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    30 Juni 2006
    #12
    Übrigens hat heute bei Eurosport der ebenfalls suspendierte Fahrer Mancebo (Spanien) gesagt: "Wenn alle Fahrer ehrlich wären, dürfte morgen nur noch der Tourdirektor Leblanc aufs Rad steigen und teilnehmen." Danach hat Mancebo gesagt, daß er seine Karriere beendet. :kopfschue
     
  • User 12216
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    30 Juni 2006
    #13
    und es ist davon auszugehn das er damit recht hat!
     
  • desh2003
    Gast
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    30 Juni 2006
    #14
    Es ist halt davon auszugehen, dass eklatante Leitungssprünge in einem Ausdauersport wie diesem kaum möglich sind.

    Außerdem hat sich das Doping verändert. Genauso wie der Nachweis dazu.
     
  • asddf
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    1 Juli 2006
    #15
    Die meisten Profis sind nunmal an ihrem genetischen Limit, da wird dann halt mit Doping nachgeholfen.
     
  • diebels
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    1 Juli 2006
    #16
    Man sollte fairerweise nun nicht jeden Profi unter Generalverdacht stellen. Aber sollten sich die Verdächtigungen aus Madrid alle als richtig erweisen, müsste mal wohl bald über eine Änderung im System nachdenken. Denn dies wären dann einfach zu viele.
    Entweder man kontrolliert jeden immer wieder nach jedem Rennen (keine Stichproben mehr) und natürlich auch im Training, womit wir den Radprofi als gläsernen Athleten hätten, oder man legalisiert einfach das Doping.
     
  • Sternschnuppe_x
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    1 Juli 2006
    #17
    Nun ja, dann müßte man sich aber wohl auch mit dem Gedanken anfreunden, daß jede Saison so 5-10 Profis tot vom Rad fallen oder morgens nicht mehr aufwachen...
     
  • User 22419
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    1 Juli 2006
    #18
    wie läuft das denn da da momentan noch? wer wird wann wo getestet? und von wem? :ratlos:
    trainingskontrollen gibts doch auch jetzt schon.

    Off-Topic:
    ich kenn das nur vom triathlon. da muss man jedes jahr für nicht wenig geld ne lizenz erwerben, die dazu berechtigt bei bedeutenden nationalen und internationalen rennen preisgeld zu bekommen. die lizenzinhaber müssen aber jederzeit mit unangekündigten trainingskontrollen durch die nada rechnen und 4-5 pro jahr und athlet finden auch statt. sauber ist der sport trotzdem nicht :traurig_alt:
     
  • solarfighter
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    1 Juli 2006
    #19
    Hierzu folgendes:
    1.) Wer dopt lügt auch. (Weil Doping ja illegal.) Was hätte der Ullrich den sagen sollen? Ich bin clean finde Doping aber ok?
    2.) Der Armstrong hatte vorher Krebs gehabt und mußte zur Behandlung Medikamente nehmen, die auch leistungssteigernd wirkten. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Aber was hätten Die den dort machen sollen? Den Armstrong rauszuschmeißen? Ein toller Imageschaden...
    3.) Wer für die Legalisierung des Dopings ist, sollte bedenken, das es bei der Tour de France auch den ersten Dopingtoten gegeben hatte. Dort isst wirklich mal jemand im Sattel gestorben. ( Es gibt eines Filmsequenz darüber.) Ich muss mir so etwas nicht anschauen...
    4.) Wer über Doping und Körper kaputtmachen faselt, sollte bedenken, dass alle Hochleistungssportler Schindluder mit ihren Körpern betreiben. Der Becker hatte mal gesagt, dass er jeden Morgen mit Schmerzen in den Knieen aufwacht.
     
  • desh2003
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    1 Juli 2006
    #20
    Im Moment gehts ja um vorangig um Blutdoping.

    Nicht alle und jedes Labor kann die gesamten verschiedenen Dopingnachweise führen. Bei neuen Dopingmethoden muss man erst einmal verlässlich den Nachweis führen können (das war ja u.a. das Problem bei EPO).
     

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