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  • schaumfestiger
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    1 September 2010
    #1

    Eine Frage zum Verhalten nach dem Fremdgehen

    Hallo,

    hoffentlich bin ich damit im richtigen Forum, weil es kein Problem, sondern einfach eine Frage aus reinem Interesse ist.
    Dabei wende ich mich insbesondere an Personen, die schon mal in einer festen Beziehung fremdgegangen sind. Würde mich freuen, wenn ihr euch dazu äußern würdet, auch wenn es vermutlich schwierig ist.

    Ich versuche mal, die Frage anhand eines Beispiels zu formulieren:
    Er und sie sind nun schon 2 Jahre zusammen, haben keine Kinder, wohnen aber zusammen und sind ansonsten glücklich. Sie findet eines Abends heraus, dass ihr Freund fremdgeht, vermutlich mit einer Arbeitskollegin und vermutlich auch schon mehrmals. Sie hat Indizen, die deutlich auf einen (mehrfachen) Betrug hinschließen. Als sie ihn drauf anspricht, versucht er auszuweichen und sagt Sätze wie "Es ist nicht das, wonach es aussieht." Evtl. wird er sogar wütend, weil sie ihm Untreue vorwirft, was ja auch zu 90% wahr ist. D.h. er will den Betrug partout nicht zugeben, auch nicht später.

    Nun frage ich mich: Warum versucht er sich rauszureden? Man geht ja gewöhnlich fremd, weil man in der Beziehung unzufrieden ist oder einem was fehlt. Dann hätte der Fremdgänger ja quasi nichts zu verlieren, wenn der Partner es herausfindet, und kann getrost die Wahrheit sagen. Oder nicht?
    Hierbei kann ich mir einiges vorstellen: Er liebt sie noch, auch wenn er unzufrieden ist. Er will versuchen, nicht als Bösewicht gehen/gebrandmarkt werden zu müssen. Er will sie nicht verletzen, wobei das im Prinzip ja wenig Sinn machen würde, da er sie so oder so verletzt hat.

    Was sagt ihr? Versteht bitte nichts falsch, nichts davon soll als Vorwurf o.ä. dienen, auch wenn es vielleicht so rüberkommt. Mich interessiert lediglich, aus welchen konkreten Gründen man versucht, quasi den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
     
  • Shiny Flame
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    1 September 2010
    #2
    Hmm... Die einzigste Möglichkeit, die nicht "Feigheit" heißt, ist folgende:

    Es hatte nichts zu bedeuten und ihm ist klargeworden, dass er mit der Wahrheit mehr Schmerz bewirkt, als wenn er die bitte Wahrheit verschweigt und sie "wie ein Mann" trägt.

    ***

    Alle anderen Alternativen zeigen den entsprechenden Mann in einem sehr hässlichen Licht.
     
  • User 53748
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    1 September 2010
    #3
    Hm vielleicht erst mal als Schockreaktion, weil man nicht wahrhaben will, dass man entlarvt wurde? Als letzter Versuch um den Schein zu bewahren? Oder weil man wirklich unschuldig ist....
    Oder ja,.... weil man wirklich noch was empfindet und den Partner behalten will aber in dem Moment vor seinem inneren Auge alles zerbrechen sieht... einschließlich der Stellung bei der Partnerin...
     
  • Sorge
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    nicht angegeben
    1 September 2010
    #4
    Also ich bin noch nie in einer festen Beziehung fremdgegangen. Aber mal am selben Tag der Trennung (6 Jahre Beziehung), danach haben wir es doch nochmal probiert...Klingt jetzt komisch. Aber das hat auch nix mit deinen Fragen zu tun.
    Ich für meine Sache kann dir die fragen nur so beantworten.

    Also erstmal kanns natürlich sein,dass er sich rausredet, weil er nicht fremdgegangen ist. Ich persönlich denke aber, man kann erkennen ob jmd´lügt oder nicht. Zur Not fragt man die Kollegin

    1. Er redet sich raus,weil es nunmal unangenehm ist,das man fremd geht. Man geht auch nicht immer fremd, weil man extrem unzufrieden ist, sondern evtl auch weil jmd anderes reizt und in d. Beziehung der Reiz verloren gegangen ist.

    2. Natürlich hat der Fremdgeher was zu verlieren. Er hat sich mit seinem Partner was aufgebaut und liebt ihn womöglich auch. Außerdem heisst es ja nciht umsonst "Fremdgehen", was man für gewöhnlich heimlich tut. Natürlcih redet ert sich da erst einmal raus!

    3. ich versteh die Frage nicht, "Aus welchen konkreten Gründen versucht man den Kopf aus der Schlinge zu ziehen?!"...Äh na weil man FREMDGEHT! und weil man mit dem Partner zusammen bleiben, jedoch trotzdem fremdf*** will... :rolleyes:
     
  • User 95608
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    1 September 2010
    #5
    Nun, weil die wenigsten Menschen ihre Fehler nicht offen zugeben wollen, sie sind zu feige.
    "Fremdgehen" ist verpönt, also gibt man es nicht zu, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.
    Außerdem muss man mit Konsequenzen rechnen - der Partner könnte Schluss machen, ohne das man eine Chance erhält, das ganze zu erklären - gut machen kann man es eh kaum. Vielleicht auf Verständnis und Verzeihung hoffen.
     
  • dollface
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    nicht angegeben
    1 September 2010
    #6
    Naja, ich glaube ganz so einfach ist das nicht. Dann hätte der Fremdgeher sich ja auch gleich trennen können, wenn ihm nichts mehr an der Beziehung liegt und es ihm egal ist, ob seine Freundin Schluss mach oder nicht. Nur weil einem was in der Beziehung fehlt heißt es ja nicht gleich, dass man sie nicht mehr möchte. Wenn derjenige jedoch zugibt, dass er fremdgegangen ist, geht er ja das große Risiko ein, dass der Partner sich trennt und vielleicht möchte er das nicht.
     
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  • User 71335
    User 71335 (50)
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    1 September 2010
    #7
    also ich habe es immer zugegeben, wenn mich jemand mal konkret gefragt hat, wobei dass eigentlich die wenigsten partner ernsthaft tun, habe ich festgestellt.

    kenne ja sehr viele die fremdgehen oder betrogen werden und obwohl man meinen müsste die partner müssten konkrete verdachtsmomente haben und ein interesse haben das rauszufinden, fragen halt die wenigsten wirklich konkret nach, sondern lassen es einfach laufen, denke sie spüren einfach das es keine relevanz für die beziehung hat.
    ich glaube aber auch das die meisten auf diese frage sofort klar und wahrheitsgemäß antworten würden, nicht immer ernsthaft udn vielleicht in ironischer übertreibung, aber antworten würden sie, bzw. tun sie auch.
    man muss auch bei einer jahrelangen affäre nicht zwingend auch nur eine lüge aussprechen.:zwinker: man soll es nicht glauben.:zwinker:

    oftmals ist eine auslagerung des (unerfüllten) sexes ja auch besser für die beziehung und man käme gar nicht auf die idee, dass was fehlt oder genießt es einfach.
    genauso empfinden viele fremdgeher ihre beziehung, als wesentlich angenehmer, wenn der einzige frustpunkt, der sex, nicht mehr zwischen den partnern steht und entdecken so die wahre bedeutung und tiefe ihrer beziehung und wollen diese natürlich unter allen umständen halten und auch pflegen und eben den partner nicht unnötig verletzten, nur weil er in dem einen punkt nicht ihren erwartungen entspricht, wofür der ja letztlich auch nix kann (zumindest meistens).


    wie auch meine vorredner kann ich nur bestätigen, dass ein ja zum fremdgehen, nicht gleich ein nein zur beziehung ist.
    wobei ich grundsätzlich von sexuellen seitensprüngen rede, fremdverlieben, ist was ganz anderes.:zwinker:

    aber wenn man konkret gefragt wird, ob man fremdgeht udn auch wahrheitsgemäß antwortet, denke ich auch das man das zu begründen und zu erklären versucht (vermutlich auch erstmal sehr schonend und abschwächend) , dass klingt dann vielleicht wie rausreden, ist aber eher ein legitimationsversuch.
    denke nach dem warum, fragt aber auch automatsich jeder.
    eigentlich ist das der wesentlich schmerzhaftere teil, des seitensprungs, das "warum", dass ist dann meist eine zweiseitige sache und nicht mehr nur die sache des fremdgehers. vielleicht will man diese unliebsame wahrheit dem geliebten partner lieber auch ersparen.
     
  • donmartin
    Gast
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    1 September 2010
    #8
    Off-Topic:
    Wenn ich soetwas lese...oha! :zwinker: "Man schlägt ja für gewöhnlich einem anderen Menschen den Schädel ein, weil man ihn nicht mag oder er mich provoziert hat. Was hat so ein Mensch zu verlieren? Warum leugnen so viele Menschen - obwohl die Beweislast erdrückend - zB eine Straftat?


    Wie in der Welt hier draussen auch, gibt es Regeln innerhalb einer Beziehung. Es sind ungeschriebene Gesetze.
    Diese nicht einzuhalten, Gesetze brechen - darauf folgt meist auch Strafe. Niemand hat etwas zu verlieren, wenn es eine offene Beziehung ist oder der Partner einverstanden ist, dass man eine andere vögelt.

    Ein "für gewöhnlich" ist dabei genauso eine Ausrede, gedanklich die Dinge "abzumildern", sich vor "Strafe zu schützen" oder jemand anderem "etwas in die Schuhe schieben zu wollen"......

    "Der Müller macht es doch auch.../ Du schaust auch anderen hinterher.../..nur EINMAL, so schlimm isses doch nicht.../..jeder ist schon mal Fremdgegangen..../....du liebst mich nicht mehr/du bläst nicht mehr/du hast zugenommen...../SIE hat mich verführt/....."

    Alles Dinge, abzulenken, sich ein ruhiges Gewissen zu verschaffen - WEIL man ganz genau weiß, das sein Handeln falsch war, man Angst vor den Konsequenzen hat und sich garnicht bewusst ist, dass alles, was man macht, auch andere betreffen und es immer Konsequenzen haben wird.

    Ausreden und Relativieren....ist immer ein Versuch sich vor dem "Gesetz selber anzuklagen und gleichzeitig verteidigen und verurteilen zu wollen"....

    oder so.....

    Ich selber kenne es nicht, "Fremdgehen" verteidigen zu müssen.
     
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  • Beastie
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    1 September 2010
    #9
    also wenn der liebste mich fragt, würde ich es offen zugeben, wenn ich es getan hätte

    ich denke, in deinem und in den meisten fällen sagen sie es nich, weil sie angst haben, den partner zu verlieren
     
  • Kaya3
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    1 September 2010
    #10
    Ich denke und kann mir gut vorstellen, dass Konfliktscheuheit (gibts das Wort überhaupt?) ein weiterer Punkt ist. Viele wollen sich dann nicht rechtfertigen, oder ihre Motivation darlegen oder wissen überhaupt nicht, wie sie ihre Gefühle und Entschiedungen ausdrücken sollen - und wollen sich halt einfach nicht streiten, das ist ja stressig.
     
  • Saria
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    1 September 2010
    #11
    Ich geb's zu...auch ich bin in meinen Beziehungen fremdgegangen.

    Und es gibt mehr Gründe, dem Partner nichts davon zu erzählen bzw. es zu leugnen, als Feigheit oder Gleichgültigkeit.

    Bei mir war es immer so, dass ich es geleugnet habe, wenn ich darauf angesprochen wurde und zwar so gut, dass meine Partner es mir immer geglaubt haben. Allerdings dauert es nach so einer Sache nicht lange, bis ich die Beziehung sowieso beende. Dafür gibt's 2 Gründe: zum einen kann ich niemanden auf Dauer anlügen und zum anderen glaube ich, dass etwas Grundlegendes in der Beziehung nicht mehr stimmt, wenn man fremdgeht. Und weil ich sowieso weiss, dass es zum Ende der Beziehung führt, wenn ich fremdgehe, warum sollte ich meinen Partner dann noch unnötig verletzen???

    Nur weil die Beziehung nicht mehr funktioniert, heisst das ja nicht, dass man keine Gefühle mehr für den anderen hat. Er bedeutet einem trotzdem noch unglaublich viel. Man hat eine lange Zeit miteinander verbracht und es verbinden einen immer noch viele Dinge.

    Soll ich ihm dann ernsthaft sagen, dass ich fremdgegangen bin, nur damit er in seiner nächsten Beziehung dann "vorgeprägt" ist und nur noch langsam Vertrauen aufbaut? Vor allem dann, wenn seine Partnerinnen vor mir ihn auch schon betrogen haben? Das tue ich doch keinem Menschen an.

    Ich habe Mist gebaut und ich muss mit meinem schlechten Gewissen leben. Ich finde es nicht gut, dass einfach auf den anderen abzuwälzen, nur um sich selbst besser zu fühlen, weil man ja ach so ehrlich zum Partner war.
     
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  • Beastie
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    1 September 2010
    #12
    das sag ich ja auch immer....
     
  • Shiny Flame
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    1 September 2010
    #13
    Klasse Beitrag, Saria.
     
  • 1 September 2010
    #14
    gelöscht.
     
  • schaumfestiger
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    1 September 2010
    #15
    Dieser Thread war doch nicht dazu gedacht, Vorwürfe zu machen...

    Edit: Danke für die Beiträge! Haben mir schon ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht, auch wenn ich nicht alles verstehe.
     
  • Naila89
    Gast
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    2 September 2010
    #16
    Fremdgehen kann ja auch plötzlich passieren und nur auf Lust begründet sein. Es kann der simple Wunsch sein, mal einen anderen Sexpartner zu haben. Promiskuität ist ja nichts ungewöhnliches. Das man die Regeln gebrochen hat, will man dem Partner natürlich nicht gestehen, weil man dann alles kaputtmacht. Ist es nicht für alle Beteiligten besser, wenn er/sie es nicht weiss?

    Ausserdem verbreiten sich Gerüchte sehr schnell im Bekanntenkreis, und da will man nicht als Untreu gelten, auch wenn einem die eigene Beziehung inzwischen egal ist.

    Ich bin neulich fremdgegangen, weil es sich einfach so ergeben hat, mein Freund war auf Geschäftsreise, ich habe einen aufregenden Kerl kennengelernt, wir hatten Sex, weil ich Lust hatte und danach hab ich gesagt, dass ich ihn nie wiedersehen will. Einmal kann ich mir vergeben, aber eine Wiederholung mit derselben Person könnt ich mir nicht verzeihen.
    Mein Freund darf das auf gar keinen Fall erfahren. Das hätte nur Nachteile. Zugegeben, ich hätte es wohl auch das eine mal nicht tun sollen. Hab ich aber gemacht und ich kann es nicht zurücknehmen. Warum alles noch schlimmer machen, indem ich es gestehe?
     
  • Schattenflamme
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    nicht angegeben
    2 September 2010
    #17
    Kennst du es nicht allgemein? Wenn man sich einmal eine "Lügengeschichte" aufgebaut hat, dann fällt einem so schnell oft nichts ein, was einem in einem halbwegs annehmbaren Licht erscheinen lässt bzw. die Chance, dass der Partner einen nicht verlässt (was der Fremdgeher wie hier schon öfter ausgeführt ja meist nicht möchte), aufrecht erhält. Also hält der Fremdgeher in seiner Verzweiflung über die Entdeckung - zumindest zunächst, und manchmal eben auch länger - daran fest, alles komplett abzustreiten.

    Es gibt auch oft Situationen, in denen das was bringt - nämlich dann, wenn die andere Person es glauben möchte. Es gibt z. B. auch Eltern, die ihren Kindern alle noch so abstrusen Lügen abnehmen um zu glauben, dass diese nicht suchtkrank sind, obwohl die Anzeichen unübersehbar sind. Aber Eltern möchten eben nicht glauben, dass das den Kindern passiert. Die Kinder liebt man doch, außerdem wird sowas zum Teil auch als eigenes Versagen gewertet.
    Ähnlich in einer festen Beziehung: Wenn der Partner einen gewissen stolz hat meint er vielleicht, seinen Partner verlassen zu "müssen", wenn dieser fremdgeht. Mit der Lüge erhält er jedoch die Möglichkeit, sein Gesicht zu wahren und den Partner trotzdem nicht zu verlassen (auch vor sich selbst...).
     
  • TraumfängerMuc
    Verbringt hier viel Zeit
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    2 September 2010
    #18
    das er gar nicht fremd gegangen ist, ist keine Debatte?

    Ist ja klar Mann=Fremdgehen.
     

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