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    17 Mai 2012
    #1

    Einladungen von Leuten, die man kaum kennt.

    Huhu,

    da ich mich seit Wochen frage, ob ich irgendwo seltsam bin, muss ich mal rumfragen, wie andere Leute das sehen.

    Also: Ich habe im Rahmen meiner Ausbildung einige nette Leute kennengelernt, wo man sich auch mal einlädt usw. Einer davon ist ein bisschen "etepetete", verkehrt in äußerst vornehmen Kreisen und legt sehr viel Wert auf kulturelle und gesellschaftliche Anlässe. Ist ein wirklich netter Kerl und mein Freund und ich haben uns häufig mit ihm getroffen.

    Nun ist es so, dass dieser gute Kollege mit weiteren Leuten befreundet ist, die recht reich und wohlhabend sind und ebenfalls zu "besseren Kreisen" gehören. Es gibt regelmäßig größere Parties, Abendessen, Treffen auf kulturellen Veranstaltungen - jeweils in Abendgaderobe, mit Kisten voller Champagner, klassischer Musik usw.

    Mein Freund und ich wurden dann häufig über den Kollegen gefragt, ob wir nicht auch kommen möchten. Wir waren jetzt ein paar Mal dabei und hatten regelmäßig ein etwas komisches Gefühl, bei Leuten im Haus eingeladen zu sein, die man vielleicht 2-3 Mal gesehen hat.

    Es hieß aber immer von meinem Kollegen, er solle einfach rumfragen, wer auch kommen möchte und das wäre alles ganz locker und unverbindlich und wir wären doch so nett und die Gastgeber würden sich freuen. Da regelmäßig auch zahlreiche andere Kollegen kamen, die anscheinend keine Probleme haben, bei Leuten im Haus zu feiern, die sie nur vom Namen her kennen, sind wir eben auch mal mit - und es waren nette Abende.

    Problem ist trotzdem, dass mein Freund und ich nie wissen, was wir mit den Gastgebern sollen - wir werden nicht richtig warm mit ihnen, finden sie nett - mehr aber auch nicht. Dazu kommt, dass die beiden älter sind, als unsere Eltern - das alleine ist kein Problem, aber wenn sich dann alle duzen und so unendlich offen und liberal sind - naja, mich irritiert das einfach.

    Es kam jetzt zu der Situation, dass der Mann dieses Paares Geburtstag hat. Ein großer, runder Geburtstag. Und es wurde wieder die komplette Gruppe von eben diesem Kollegen eingeladen, so nach dem Motto "Es ist Geburtstag, und ihr seid alle eingeladen! Ich soll alle einladen, ihr kommt doch?"

    Ich habe dann ein paar Mal gefragt, ob das nicht eher etwas Familiäres wäre, was jetzt mein Freund und ich da zu suchen hätten - es wurde immer mit "Ach was, das ist doch ganz locker und unverbindlich!" abgetan und wir kamen aus der Nummer irgendwie nicht so recht raus.

    Letztendlich haben wir jetzt vorhin abgesagt, nachdem wir gestern fast 2 Stunden (!) darüber diskutiert haben, wie wir vorgehen.

    Mein Freund und ich hatten jetzt beide ein paar Tage ein Unwohlsein wegen des Themas, man möchte nicht unhöflich sein, man ist offiziell eingeladen - aber zugleich fühlt man sich so unwohl, bei Leuten eingeladen zu sein, die man kaum kennt. Man geht dann hin, gibt die Hand und gratuliert - und ansonsten ist man im Kreis der Kollegen, die man ja eh kennt. :confused:

    Ich muss sagen, dass ich das Prinzip einfach nicht verstehe. Ich weiß nicht, wieso Leute das machen und was der Sinn dahinter ist.

    Was ich aber auch nicht verstehe: Mein Freund und ich sind anscheinend die Einzigen, die mit dem Thema ein Problem haben. Alle anderen sagen einfach "Danke für die Einladung!" und gehen ganz normal hin. :ratlos:

    Ich muss natürlich auch sagen, dass ich das wohl anders sehen würde, wenn es eine Party bei Gleichaltrigen im lockeren Kreis wäre - aber das ist eben eher ein "Empfang", mit teuren Getränken, chicer Gaderobe und Villa - und Geschirr, was teurer ist, als mein Wohnzimmereinrichtung :zwinker: Ich verstehe einfach nicht, was ich da soll und wieso - und noch weniger, wieso alle anderen da einfach hingehen und da keinerlei Bedenken haben.

    Ich denke mir einfach, dass ich bei Leuten, die mich persönlich eigentlich nicht interessieren, da ich sie kaum kenne, nichts verloren habe - und dass das "Mitnehmen" meiner Kollegen doch irgendwo was Schmarotzendes an sich hat, man geht hin, weil man sonst keine Chance hat, in einer Villa zu verkehren - oder wieso wollen alle dahin? Für mich wäre es einfach heuchlerisch, dahin zu gehen, für mich ist ein Geburtstag für sowas der falsche Anlass und eben was Anderes, als ein lockeres Zusammensitzen am Wochenende.

    Letztendlich ist das jetzt kein weltbewegendes Thema - trotzdem macht es mir eben Magenschmerzen, da weitere solcher Anlässe bevor stehen und ich einfach nicht unhöflich sein möchte. Da wundert es mich einfach, dass mein "Problem" nicht nachvollzogen wird und nur mein Freund meine Gedanken teilt.

    Was meint ihr?:confused:
     
  • User 39498
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    17 Mai 2012
    #2
    Weil es nett ist, unter Menschen zu sein, ein Glas Champagner miteinander zu trinken, sich nett zu unterhalten und wenn man seine Runde gedreht hat und seinen Spaß hatte, wieder zu gehen.

    Ich glaube zu wissen, von welchem Ausmaß du hier sprichst - ich werde in Stockholm regelmäßig von einer Freundin, die Anwältin ist, zu solchen Anlässen mitgenommen. Da kenne ich niemanden - aber alle sind immer sehr nett und man unterhält sich ein Stündchen, trinkt ein bisschen Champagner, isst ein paar Häppchen.. und dann geht man halt wieder!

    Ehrlich gesagt kann ich dein Problem nicht so richtig nachvollziehen. Ich gehe auch ungern auf Privatfeiern bei denen ich niemanden kenne, zum Beispiel von Freunden meines Kerls, aber was du meinst sind ja eher Empfänge bei denen du aber die meisten Leute (deine Kollegen) kennst. Man ist also nicht vollkommen unter fremden Leuten.
    Es gibt eben Leute, die sich gerne mit vielen Menschen umgeben und die solche gesellschaftlichen Anlässe geniessen. Nicht, weil sie denken, das seien jetzt alles "Freunde", sondern weil sie es schön finden wenn sich Menschen untereinander verstehen und eine gute Zeit haben.
    Und mir macht es Spass, mich ab und zu schick anzuziehen und für ein paar Stündchen auf einem anderen Parkett zu spielen.

    Ich votiere da für mehr Entspanntheit :tongue:
     
  • User 20579
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    17 Mai 2012
    #3
    Das ist richtig und die geht momentan häufig verloren :zwinker: Allerdings ist es nicht so sehr die Tatsache, dass wir da eingeladen werden, als die, dass es jetzt auch noch ein runder Geburtstag ist. Aber vielleicht haben manche Leute einfach eine andere Vorstellung davon?
     
  • User 39498
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    17 Mai 2012
    #4
    Das denke ich eben auch. Dir sei deine (und meine!) Konzeption von Geburtstagsfeiern ungenommen - ich lade da auch nur enge Freunde ein - aber es ist ja nichts dabei wenn andere Leute zu dem Anlass gerne ein grosses Fest schmeißen. Ganz ehrlich, wenn ich mal die Kohle habe, dann kaufe ich auch ein paar Kisten Champagner und lade mal alle in meine Villa ein. Nicht, weil ich dann damit angeben will, sondern weil es mir Spaß machen würde so maßlos einen drauf zu machen, ab und zu.
    Eigentlich ist es doch sehr nett, das sie alle einladen.

    Aber im Endeffekt bringt es natürlich auch nix, wenn ihr steif da rumsteht und eigentlich keine Lust habt. Nur vielleicht könnt ihr ja probieren es ein bisschen lockerer zu sehen und einfach ein, zwei Stündchen Spass zu haben und dann wieder zu gehen.
     
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    17 Mai 2012
    #5
    Ich schätze mal, dass es mehrere Feiern gibt. Eine große und offizielle, wo dann eben alle kommen (können), also auch Arbeitskollegen, Bekannte, Freunde von Freunden, etc. Die Feier muss er vermutlich sowieso haben, außerdem ist es wohl auch Tradition. Und dann gibt es noch eine private, familiäre Feier. Manche Leute lieben es, so große Feste zu schmeißen. Das Geld dazu haben sie ja. Deswegen würd ich mir nichts dabei denken.
     
  • User 68775
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    17 Mai 2012
    #6
    Nun, ich sehe das wie Detroiter, im Großen und Ganzen.
    Ich glaube auch zu kennen, wovon du sprichst... allerdings eben auch so, dass alle ziemlich nett sind, und relativ interessiert, was man so macht und wohe rman kommt. Heißt, eigentlich netter Small Talk zu gutem Essen.
    Nicht mehr und nicht weniger.

    Von Leuten, die solche Empfänge geben, weiß ich, dass sie es genießen, wenn im großen Haus Leben ist, wenn die Leute von ihrer Gesellschaft heimgehn und sich freuen über nette Gespräche an einem entspannten Abend... das ist nichts zum Betonen wie elitär man ist, oder wie beliebt.
    Zumindest nicht zwangsläufig, ich kenn auch anderes :zwinker:

    somit, einfach vorausgesetzt, es wird kein spezieller Zweck verfolgt, sondern es geschieht einfach aus der Freude des Gastgebers seins heraus... sehe ich keinen Grund, weshalb man sich da Unwohl fühlen sollte. Ist vielleicht ein bisschen zu sehr Schluß von sich auf andere.
    Das Prinzip nach welchem in welches Haus eingeladen wird ist oft einfach zu unterschiedlich.

    Ihr würdet zu einem runden Geburtstag enge Freunde und Familie einladen, weil es für euch etwas Persönliches, irgendwie Privates ist. Bei uns werden riesige Feste geschmissen, wo es eine Beleidigung darstellt, wenn der Gastgeber nicht komplett für alles sorgt.

    Ich denke um mehr Entspanntheit zu erreichen, könnte man versuchen, durch unauffällige Gespräche die Beweggründe der Gastgeber herauszubekommen - und ihnen einfach mal zu glauben, auch wenn es bei einem selbst ganz anders wäre.
    Ich war auch schon auf Hochzeiten, die Tage dauerten wo komplett für alles gesorgt und bezahlt war - einfach weil das in diesen Familien und Kulturen so ist - und man beleidigt die Gastgeber, wenn man sich ziert.
    Auch wenn man es selbst anders machen würde, wenn man versteht, wieso das so gehandhabt wird, und was der Gastgeber daran genießt, ist es eigentlich nicht so schwer, die Abende einfach locker zu genießen... denn wenn man eben einen solchen Bekanntenkreis hat, grenzt man sich schnell dadurch aus, dass man Unverständnis provoziert...
     
  • User 20579
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    17 Mai 2012
    #7
    Ich finde an großen Festen keine Probleme. Ich habe eher das Problem mit: "Ich frage einen Freund, ob er weitere Freunde fragt". Wir haben von den Gastgebern selbst noch nie eine Einladung bekommen, immer nur über den Kollegen selbst, der mit ihnen befreundet ist. Und DAS finde ich so komisch. Man geht dann quasi in der Gruppe hin, es ist dann eben "Xs Gruppe, die er mitbringt". Und man steht da und begrüßt sich, hat aber selbst die Infos nur aus zweiter Hand.

    Würde mich jetzt jemand einladen, den ich kaum kenne, wäre das kein Ding. Aber selbst keine Einladung vom Gastgeber zu haben und nur über ein paar Ecken hinzugehen, das verstehe ich nicht.

    Nee, danach hatte ich auch gefragt. Das ist die einzige und die "richtige". Deswegen wundert es mich ja auch so. Für mich ist das dann alles so oberflächlich - da kommen dann ja auch Leute aus meinem Kollegenkreis, die die Gastgeber noch weniger kennen, als ich. Und die bringen ohne jeglichen Zweifel auch noch ihren Freund mit. :hmm:


    Ich fand die lockeren Einladungen bisher auch immer nett. Aber den Geburstag habe ich jetzt abgesagt, wohl auch aus zahlreichen anderen Gründen (mein Freund muss arbeiten und ein Freund ist psychisch erkrankt).

    Danke aber für eure Antworten, vielleicht sollte ich mir einfach weniger Gedanken machen. Trotzdem bleibt einfach die Grundidee, dass ich meine Kollegen nicht verstehe, die ohne jeglichen Bezug hingehen, sich "aushalten" lassen und noch einen Partner mitbringen. Das wirkt auf mich einfach "falsch".
     
  • User 36171
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    #8
    Solche vornehmen Feiern sind absolut nicht mein Ding und ich würde da nur hingehen, wenn es sich um eine Feier einer mir einigermaßen nahe stehenden Person handelt, weil ich mich sonst die ganze Zeit komisch fühlen würde. Für mich wäre das absolut kein Spaß.

    Aber selbst wenn so etwas mehr mein Ding wäre, würde ich es merkwürdig finden, zu so einer Art von Feier ohne richtiges Kennen lernen und ohne richtige Einladung zu gehen. Ich kann deine Bedenken da also absolut verstehen, allerdings... wenn du dennoch Lust hast zu gehen, dann ist es ja letztlich egal, wer dich wie und warum eingeladen hat. Mach' dir einen netten Abend. :zwinker:
     
  • User 68775
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    17 Mai 2012
    #9
    Naja, aber ihr seid doch als Gruppe da - eigentlich seid ihr also alle Anhang :zwinker:

    Wie gesagt, ist eine Frage der Definition, was "schmarotzen und aushalten" ist und was einfach "Gast sein"

    Und da wäre es mir wichtig, die Definitionen der Gastgeber zu kennen... wenn ich dann merke, dass es wirklich so gedacht ist - also eine möglichst durchmischte Gesellschaft zusammen zu bringen und den Abend zu genießen, dann hätte ich auch keine tieferen Probleme. Sofern ich mich in besagter Gesellschaft auf Small Talk Ebene wohl fühle, versteht sich.
     

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