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    20 Februar 2007
    #1

    Einsame Schwäche

    Hier mein neustes Gedicht, hab lange keins mehr geschrieben, was eigentllich heißt, dass es mir ziemlich gut ging, da ich nur schreibe, wenn ich traurig bin, aber jetzt war es mal wieder nötig. Sagt mir eure Meinung :smile2:

    Einsame Schwäche

    Ich stand am offenen Fenster
    Und betrachtete den Hain,
    die glitzernden Tränen flossen,
    Mitternacht schien es zu sein.

    Ich öffnete still meine Haare,
    der Wind strich sie aus dem Gesicht,
    so zärtlich wie deine Hände,
    doch deine Hände, sie waren es nicht.

    So starrte ich weiter ins Dunkel,
    ob dort nicht ein Lichtlein wär,
    doch außer dem Rauschen der Bäume
    drang nicht mehr zu mir her.

    Ich schwelgte in einsamen Träumen
    von Küssen im Sonnenschein
    und wusste zu gleicher Maßen,
    so würde es nie wieder sein.

    Ich wollte das Fenster schließen,
    warten auf den neuen Tag,
    doch hab ich es dann unterlassen,
    weil ich dies einfach nicht vermag.



    PS: Und so weh es mir tut, ich muss das Fenster jetzt zu machen, sonst erfriere ich.
     
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  • KoShi
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    20 Februar 2007
    #2
    Schön schön :zwinker:

    Du sprichst mir aus der Seele auch wenn ich als männliches wesen nicht am Fenster steh und mir die Haare vom wind aus dem Gesicht gestrichen werden :zwinker:
     
  • Shiny Flame
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    28 Februar 2007
    #3
    Wenn ich mit Goethe vergleiche, dann entdecke ich leichte Schwächen im Wortfluss, die leicht amateurhaft wirken, ohne das an bestimmten Dingen festmachen zu können. (Hab im Moment eine Vorliebe für die Klassiker, das macht kritisch)

    Wenn ich mit mir vergleiche, oder anderem was hier so steht: Dann ist es unglaublich schön und poetisch, rätselhafte Traurigkeit, vieles, was unausgesprochen bleibt. Wort- und Gedankenfluss stimmen im Großen und Ganzen und machen es fließend traurig zu lesen.

    Tipp: Lass die letzte Strophe völlig weg, sie ist mehr erklärend als poetisch. Das Gedicht würde dadurch noch dichter werden.

    Hoffe, dir geholfen zu haben, und dass meine Kritik zu der konstruktiven Sorte gehört...
     
  • türkis
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    1 März 2007
    #4
    Danke, Flame,

    ja, ist mir schon klar, verglichen mit Goethe klingt natürlich so gut wie jedes Gedicht "schlecht". ;-) Mag seine Gedichte aber auch sehr gerne, auch wenn ich momentan eher auf romantische Gedichte stehe als auf klassische, was man ja vielleicht an dem Beispiel hier auch sieht.

    Was die letzte Strophe angeht, hast du sicherlich Recht, was das rein Formale angeht. Ohne sie ist es auch offener, aber ich hab sie natürlich auch nicht ohne Grund geschrieben :tongue: Aber finde deine Kritik durchaus konstruktiv! Mehr als die meisten anderen, die man so bekommt, wobei ich natürlich auch einfach interpretatorische Anmerkungen oder sonst was gerne lese.
     

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