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  • Sabrina96
    Sabrina96 (21)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    3 Oktober 2015
    #1

    Einsamkeit

    Hallo zusammen,

    Ich möchte gerne mit euch über ein Thema sprechen/schreiben worauf es wahrscheinlich keine richtige Antwort gibt, was mich aber im Augenblick sehr beschäftigt. Macht euch mal auf 'nen langen Text gefasst
    Es geht um Einsamkeit. Ich habe in letzter zeit (eigentlich auch schon recht lange, aber immoment beschäftigt es mich nunmal sehr) das Gefühl völlig allein zu sein.
    Zu mir: Ich bin 19 Jahre alt. In meinem Leben bin ich recht oft umgezogen, was dazu führt, dass ich im Grunde gar keine Kindheitsfreunde habe. Das liegt vor allem daran, dass wir oft in ganz andere Teile von Deutschland gezogen sind, was es erst recht schwer machte die Kontakte aufrecht zu erhalten.
    Darum soll es aber gar nicht gehen... Letztes Jahr habe ich mein Abi gemacht und im gleichen Jahr ein duales Studium begonnen.
    In der Schule hatte ich meinen Freundeskreis, aber der hat sich so ziemlich aufgelöst, sodass ich nur noch zu zwei Mädels daraus Kontakt habe.
    Ich lege nicht besonders viel wert auf einen großen Freundeskreis, eher auf gute Freunde.
    Im Studium habe ich eigentlich viele tolle neue Leute kennengelernt, insbesondere drei Menschen die mir eigentlich auch echt ans Herz gewachsen sind und mit denen ich so gut wie alles mache.
    Das klingt ja alles gar nicht schlimm, aber jetzt zu meinem "Problem":
    Die zwei Freundinnen aus der schule sind zwar meine Freundinnen, aber trotzdem würde ich nicht behaupten, dass sie sehr gute oder sogar meine besten Freundinnen sind. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir uns alles anvertrauen können, sondern dass es eher so eine "Wir sollten mal wieder was machen"-Freundschaft ist.
    Die drei anderen aus meinem Studium zähle ich schon eher zu meinen guten Freunden.
    Aber ich habe das Gefühl es allen recht machen zu müssen. Ich habe quasi bei allem was ich sage zu meinen Leuten im Hinterkopf "Was denken die jetzt von mir?". Dadurch steigere ich mich so da rein, dass ich einfach nicht perfekt bin, ich es aber sein muss (ich weiß im Grunde, dass niemand perfekt ist, aber mir nützt es nichts).
    Ich bin einfach schrecklich unzufrieden mit mir und scheue quasi jeden Kontakt nach außen, aus Angst irgendwas falsch zu machen.
    Ich gehe am Wochenende so gut wie nie aus (mache aber unter der Woche in der Studienzeit recht viel mit anderen. Also bei Studentenpartys bin ich schon dabei, nur eben am Wochenende "zu Hause" mache ich nichts).
    Das alles klingt wahrscheinlich sehr widersprüchlich, denn im Grunde bin ich oft umgeben von Leuten.
    Aber es fehlt mir in meinem Leben glaube ich einfach jemand, der sich darum kümmert wie es mir geht. Die Drei aus meinem Studium sind zwar meine Freunde aber auch sie haben ihren eigenen Kreis zu Hause, den sie bevorzugen.
    Auf meine Familie kann ich zwar echt zählen, aber das kann doch nicht alles sein oder?!
    Daneben habe ich einen so großen Wunsch nach einem Partner, der mich so mag/akzeptiert wie ich bin, mit all meinen bescheuerten Seiten.
    Ich bin langjähriger Single und im Grunde hatte ich nie eine ernsthafte Beziehung (vielleicht bin ich auch irgendwie unfähig dazu). Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass sich auch keiner für mich interessiert. Und wenn es dann mal jemanden gibt, ich ihn sofort wegstoße. Dadurch setzte ich mich sehr unter Druck.

    Alles in allem habe ich glaube ich ganz schöne selbstzweifel und weiß einfach nicht weiter. Ich würde mich über ein paar Tipps/Erfahrungen etc. freuen. Falls überhaupt jemand durch dieses Wirrwarr durchsteigt. Ich weiß, dass ich mir nicht so einen Druck machen sollte, aber wie soll das bitte gehen?
    LG Sabrina
     
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  • User 105213
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    vergeben und glücklich
    3 Oktober 2015
    #2
    Hallo,

    bis auf die Tatsache, dass ich ganz zufrieden sind, kann ich mich voll in deine Lage versetzen. Zu den Kindheitsfreunden hab ich quasi 0 Kontakt und meinen "alten" Freunden aus der Heimat auch nur sporadisch. Ich habe zwar seit dem Studium auch neue Freunde, aber oft gehe ich nicht weg und genau genommen hab ich relativ wenig zu tun ( liegt vielleicht an den Semesterferien ).

    Lass dich nicht beeinflussen und steh zu dir selbst. Du hast Freunde, die dich so wollen wie du bist und wenn sie das nicht wollen, kannst du auch auf sie verzichten. Und es ist keine Schande ein Gammelwochenende zu haben :zwinker:

    Wenn du Selbstzweifel hast, solltest du an ihnen arbeiten. Kümmer dich um das Studium, such dir Hobbies, Aktivitäten. Dann klappt´s auch schnell mit einem Partner :zwinker:
     
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  • User 140686
    Öfters im Forum
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    in einer Beziehung
    3 Oktober 2015
    #3
    Ich erkenne mich in deinem Text ein Stück weit wieder. Mir geht es nämlich ähnlich.
    Ich habe nur noch zu einem Kindheitsfreund Kontakt. Wir zocken regelmäßig zusammen :smile: Meine sozialen Bedürfnisse kann ich aber auf Arbeit und beim zocken mit meinen Jungs stillen. Partys sind auch nicht so mein Ding.
    Klar wünscht man sich einen Partner. Bin ebenfalls Langzeitsingle. Irgendwo da draußen gibt es einen passenden Deckel für jeden Topf.

    unter Umständen ja.
     
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  • Sabrina96
    Sabrina96 (21)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    nicht angegeben
    3 Oktober 2015
    #4
    Vielen Dank für deine Rückmeldung.
    Naja gegen ein gammelwochenende habe ich auch nichts. Nur eben gegen viele :grin:
    Mein Studium nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, aber ansonsten mache ich halt auch noch Sport. Ich gehe schwimmen, aber das ist halt auch so ein "Einzelkämpfersport"...
    Was meine selbstzweifel angeht:
    Ich habe immer das Gefühl dass ich eh nicht gut genug bin. Im Grunde weiß ich dass sowas Schwachsinn ist, aber was ich dagegen machen soll weiß ich wiederum nicht.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 3 Oktober 2015 ---
    Skylaine ich bewundere deine Einstellung, dass du das so hinnehmen kannst. Das kann ich leider irgendwie nicht. Bei mir staut sich irgendwie alles zusammen, dass ich mir schon ganz dumme Dinge einrede.
     
  • User 105213
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    3 Oktober 2015
    #5
    Du kannst auch mal zur Studienberatung oder so gehen. Da kannst du auch deine Selbstzweifel ansprechen, wenn´s ganz schlimm ist. Das wichtigste ist, dass du aktiv wirst und deine Lage selbst in die Hand nimmst, als es hinzunehmen :zwinker:
     
  • User 140686
    Öfters im Forum
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    in einer Beziehung
    3 Oktober 2015
    #6
    Ich wünschte das könnte ich :zwinker:
    Was genau heißt eigentlich Langzeitsingle bei dir?
     
  • Sabrina96
    Sabrina96 (21)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    nicht angegeben
    3 Oktober 2015
    #7
    Muss mich aber erstmal überwinden, mit jemanden überhaupt darüber zu sprechen. Deswegen schreibe ich hier im internet.

    Gut mit 19 kann man ja gar nicht so richtiger lanhzwitsingle sein. Aber meine letzte richtige Beziehung war mit 16 zu Ende.
     
  • User 140686
    Öfters im Forum
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    in einer Beziehung
    3 Oktober 2015
    #8
    Du hast es ja selbst schon gesagt. Mach dir selbst nicht so einen Stress :smile:
    Ich kann verstehen, dass du dich einsam fühlst. Mir geht es da ähnlich. Wie genau drückt sich das bei dir aus, wenn du jemanden "wegstößt" und wie oft kommt das vor?
     
  • User 35148
    User 35148 (45)
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    vergeben und glücklich
    4 Oktober 2015
    #9
    Wie einige meiner Vor-Schreiber sehe ich Parallelen: mehrmals umgezogen, und nur an der aktuellen Station gibt es ein paar Freundschaften und gute Bekanntschaften. Von den verschiedenen Schulen ist nichts mehr übrig geblieben, war aber auch immer irgendwie ein Außenseiter.
    Mit der Zeit findet man sich eben ab, oder man unternimmt etwas dagegen, wenn man es kann.

    Du schreibst dass Du studierst, mit dem Berufsleben wird sich wieder einiges ändern.
    Nimm es Dir also bitte nicht zu sehr zu Herzen.
    Du bist noch sehr jung, zu jung, um Dir schon über ein lebenslängliches Unglücklichsein solche gedanken zu machen. :knuddel:

    :engel:
     
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  • WhiteSonic
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    4 Oktober 2015
    #10
    Es wird vielleicht kein Allheilmittel sein, aber wenn dir deine Wochenenden zu langweilig und trist erscheinen, könntest du an verschiedenen Aktionen oder Vereinen teilnehmen. Beispielsweise gibt es am Wochenende vervschiedene Kurse von Volkshochschulen oder deiner Uni. Ansonsten könntest du dich einem Sportverein anschließen, einem Chor oder eine BigBand. Damit würdest du deine Zeit vertreiben und vielleicht neue Leute kennenlernen.
     
  • User 121794
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    4 Oktober 2015
    #11
    Ich kann mich auch sehr in deinem Text wiederfinden, denn ich fühl mich auch ziemlich unfähig dazu, Freundschaften anzubahnen, Tiefe zu geben oder allgemein persönliche Verbindungen zu Leuten aufzubauen. Mir sind bisher auch die meisten meiner Kontakte und Freundschaften immer wieder im Sand zerronnen, sobald sie nicht mehr an externe Bedingungen gekoppelt waren, wie dass man sich täglich in der Klasse gesehen hat.
    Und gerade wenn meine Freunde dann mal mit ihren Partnern oder anderen Leuten abziehen, die das mit der Intensivierung irgendwie besser hinbekommen haben müssen, merke ich, dass mir langsam auch jemand fehlt, dem ich einfach mal wichtig bin.

    Ich weiß auch nicht so wirklich, wie man das schafft. Ich hab das einfach nie gelernt.
    Mit sich selbst im Reinen zu sein, spielt natürlich wie immer eine große Rolle. Ich rede mir z.B. auch immer wieder ein, dass dies und jenes nicht passt und verliere relativ schnell das Interesse an Leuten,
    aber das ist unterm Strich wahrscheinlich auch nur eigene Unsicherheit und Scheu, mich zu öffnen bzw. Überforderung damit, Kompromisse einzugehen oder mit unwesentlichen Differenzen umzugehen.

    Und ich glaube, man muss den Leuten gerade am Anfang auch zeigen, dass man sich für sie interessiert und sie wertschätzt, und da bin ich je nach Stimmungslage auch eine absolute Katastrophe. :hilfe:
    So Sachen wie Treffen anzuleiern, Leute mal wohin einzuladen, einfach immer mal wieder Aufmerksamkeitskrümelchen streuen sind glaube ich sehr wichtig, weil die meisten ähnlich träge wie man selbst sind, ganz besonders wenn sie neue Freunde gerade nicht unbedingt nötig haben.
     

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