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  • Seestern1
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    20 Juli 2016
    #1

    Enttäuscht von Eltern

    Hallo ihr Lieben,
    ich bin zur Zeit extrem enttäuscht von meinen Eltern. Ich dachte immer, wir hätten Kontakt weitestgehend auf Augenhöhe und eine gute Beziehung zueinander. Speziell mit meiner Mutter telefoniere ich eigentlich wöchentlich mehrere Stunden und habe fast täglich SMS-Kontakt mit ihr. Seitdem mein kleiner Sohn auf der Welt ist (ist jetzt bald 9 Monate alt) war ich auch viel bei meinen Eltern zu Besuch (wohnen 4 Stunden entfernt). Bei meinem letzten Besuch habe ich aber ein Gespräch zwischen meinen Eltern mit angehört und das war nicht sehr nett. Im wesentlichen haben sie über mich und meinen Mann gesagt, dass wir Großstadtspinner seien, mit lauter abgedrehten Ideen, das uns Vernunft und Bodenständigkeit fehlen würden. Unsere "Verbrechen" sind dabei im Wesentlichen, dass mein Mann nicht angestellt, sondern selbständig ist, ich meinen Sohn noch im Studium bekommen habe (muss aber nur noch die Masterarbeit schreiben und habe auch mit Kind weiter studiert) und das ich aufgrund gesundheitlicher Probleme eine spezielle Ernährungsweise habe. Sie waren der Meinung, dass sie mich weiterhin positiv beeinflussen müssten, damit ich mal wieder "normal" werde. Und unser Sohn würde ihnen fast leid tun, weil der ja schon die ganzen Spinnereien mitmachen muss. Auch haben sie einzelne Sachen, die wir miteinander besprochen haben total schlecht ausgelegt. Zum Beispiel meinte ich einmal, dass die Pupse unseres Kleinen stärker stinken, seitdem er Fleisch isst. Das war nur eine kleine Bemerkung am Rande. Daraus haben die beiden gemacht, dass ich keine Ahnung hätte, dass die Darmflora sich mit Fleisch verändert und das ich doch den ganzen Tag im Internet lesen würde, aber anscheinend nichts bei mir hängen bleibt. Jedenfalls weiß ich jetzt irgendwie gar nicht, wie der Kontakt mit ihnen weiterhin aussehen soll. Sie waren eigentlich immer meine Vertrauenspersonen, aber jetzt habe ich das Gefühl, dass sie eh nur alles abwerten was ich ihnen erzähle. Und gerade im Moment könnte ich sie eigentlich sehr gebrauchen, weil es alles schwierig ist mit dem Job meines Mannes zur Zeit, Mir gegenüber haben sie sonst eigentlich immer sehr verständnisvoll getan und mich auch viel unterstützt. Aber irgendwie passt das halt gar nicht zusammen, wie sie sich mir gegenüber verhalten und wie sie anscheinend wirklich über mich denken. Was haltet ihr von ihren Äußerungen? Wie würdet ihr die Beziehung weiter gestalten?
     
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    20 Juli 2016
    #2
    Es gibt zwei Möglichkeiten: Du kannst versuchen, Deinen Eltern zu erklären, daß Du ihre Äußerungen als ungerecht und verletzend empfindest.

    Ich fürchte aber, das wird nix helfen. Ich habe es in der näheren Verwandtschaft gerade wieder erlebt, daß einer selbständigen, erfolgreichen Mittfünfzigerin die eigene Mutter sagt, sie habe ja im Leben nix erreicht (.u.a., weil sie sich zum zweiten Mal scheiden läßt... :kopfwand: :kopfwand: :kopfwand:).

    Ein guter Kumpel von mir ist garantiert nicht eingebildet - aber seine doofe Verwandtschaft zerreißt sich über ihn das Maul, weil er "Studierter" ist...

    Da kann man nur auf Durchzug schalten und sich seinen Teil denken...

    Ich sage immer: Es ist toll, wenn die eigene Familie miteinander auskommt, zusammenhält und sich gegenseitig hilft. Aber manchmal muß man sich die Freunde halt woanders suchen...
     
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    #3
    Hallo Seestern

    lass dich mal drücken :knuddel:

    Es tut mir leid, dass du das anhören musstest und ich kann mir vorstellen wie sich das anfühlt. Die Eltern sind ja oft die engsten Bezugspersonen und man wünscht sich immer Zuspruch und Verständnis.

    Zum einen finde ich wichtig, dass du dir klar machst, dass deine Eltern gar nicht alles gut finden müssen was du so treibst. Es hört sich für mich schon so an, als sei euer Verhältnis sehr eng, das kann im Umkehrschluss auch heißen, dass du dich vielleicht nie richtig abgenabelt hast (kann nicht muss). Die Frage ist doch, wieso macht es dir so viel aus? Bzw. ist es dir wirklich so wichtig, dass deine Eltern alles gut heißen was du machst?

    Was ich verstehe ist, dass man sich blöd vorkommt und verletzt ist, wenn die Eltern bei Gesprächen verständnisvoll tun und hinten herum quasi was anderes sagen. Das würde mich auch ärgern.

    Was ich nicht so ganz verstehe ist, wieso du sie nicht einfach darauf ansprichst? Ich hätte das noch im selben Moment warscheinlich getan oder kurz darauf wenn meine Emotionen abgeklungen wären. Wenn ihr so ein enges Verhältnis habt, versteh ich nicht wieso du deine Eltern nicht einfach fragst wieso sie nicht ehrlich zu dir sind? Dass du erwachsen bist und eine ehrliche Meinung schätzen würdest:pfff:

    Mich wundert es ein wenig, dass du jetzt wirklich darüber nachdenkst wie du die Beziehung zu deinen Eltern weiter führen sollst? Einfach ansprechen miteinander drüber reden und zukünftig Ehrlichkeit einfordern, dann klappt das sicher:herz:

    PS: Als ich mich von meinem Ex getrennt habe, haben meine Eltern hinter meinem Rücken getuschelt, dass mir jetzt der soziale Abstieg droht und ich bestimmt bald als Münzprägautomatenauffüllerin auf Aussichtsplattformen "enden würde":what::ROFLMAO: Und das obwohl ich Vollzeit gearbeitet habe und finanziell gut verdient habe:grin:...

    Eltern haben manchmal einfach andere Vorstellungen als wird und ich vermute sie wollten dich mit Ihren Ansichten nicht verletzen..was ziemlich doof ist aber definitiv geändert werden kann
     
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    20 Juli 2016
    #4
    Das tut mir natürlich sehr leid für dich Seestern.
    Zwischenmenschliche Beziehungen in der Familie sind natürlich immer speziell, zum einen weil die Familie eigentlich den Kreis der engsten Vertrauten darstellen sollte (bis zu einem gewissen maß) und zum anderen weil genau diese Nähe Gespräche oft komplizierter macht.
    Ich kenne das selbst nur zu gut, komme aus einem kleinen Dorf und wohne aber in Wien und studiere, was mal prinzipiell dazu führt dass ein Teil der Familie glaubt ich wäre arrogant, hochnäsig und egoistisch, weil ich nicht ihre Ansichten teile und schon gar nicht politisch. Aber gut das wollte ich nur mal sagen, damit du weisst es geht wohl mehreren so.
    Mit den Eltern würde ich aber auf jedenfall das Gespräch suchen. Das heisst jetzt nicht, dass durch das Gespräch alles besser wird, vlt wirds das nicht. Aber es steht sonst immer etwas zwischen euch das Unausgesprochen ist und das beeinflusst das Verhältnis über lange Zeit sowieso negativ. Ich glaube wenn sie einen Funken Empathie besitzen, dann merken sie was sie gesagt haben und dass ihre Art zu denken so nicht förderlich sein kann.
    Die Eltern sind halt "leider" wichtig, vor allem wenn man selbst Kinder hat , die sicher den Kontakt zu den Großeltern schätzen.
    Das heisst total auf Abstand gehen oder sich von einander entfernen würde ich erst, wenn sie extrem uneinsichtig sind und man merkt, dass die Kälte alles überschattet
    Jedenfalls fühle dich gedrückt und ich wünsche dir alles Gute
     
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    20 Juli 2016
    #5
    kenne ich... sowas bringen meine eltern auch immer mal wieder. Dabei habe ich mittlerweile eine unbefristete Stelle in Führungsposition.
    Ich lasse den Kontakt dann immer einige Tage, oder auch mal eine Woche Ruhen. Danach geht es dann wieder.
     
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    20 Juli 2016
    #6
    Denke ich auch. Wo soll ich da anfangen und aufhören? Bei, ich finde nicht, dass ich eine abgedrehte Spinnerin bin?

    Natürlich müssen sie nciht alles gt finden, was ich mache. Aber das sie so abwertend über mich denken und reden?Und mir null zugestehen, meine eigenen Erfahrungen zu machen und meine eigenen Entscheidungen zu treffen? Alle Entscheidungen hatten nämlich ihre Gründe, die sie eigentlich auch kennen. Aber gerade wenn dann Dinge sich leider nciht so positiv entwickeln, wie z.B. zur Zeit in der Selbständigkeit meines Mannes ist doch das letzte was man sich dann wünscht, dass die Eltern dann abwertend auf einen Hinunterschauen und quasi sagen "Haben wir euch doch gleich gesagt.". vor allem aber macht es mir so viel aus, weil ich tatsächlich eine ziemlich gute Meinung von ihnen habe und sie als engste Bezugspersonen neben meinem Mann sehe. Und genau so wie man sich doch sicherlich von Freunden wünscht, dass sie nicht in Wirklichkeit sehr abfällig über einen reden und denken, genau so wünsche ich mir natürlich auch von meinen Eltern, dass sie nicht in Wirklichkeit total schlecht über mich denken. zumal ich finde, dass sie genügend Grund hätten auch froh oder sogar stolz zu sein. Nicht jedes Kind ist zu so engem Kontakt bereit (was ihnen aber sehr wichtig ist), ich schließe trotz meinem Sohn alles mit Bestnoten ab und ein Enkelkind wünschen sich so verdammt viele und sie haben eins.

    Ich spreche sie nicht darauf an, weil ich gar nicht wüsste, wo ich da anfangen soll. Bei "hey, ich finde ich bin keine abgehobene Spinnerin und finde nicht, dass mein Sohn als mein Kind arm dran ist?" Außerdem sind meine Eltern extreme Diskussions- und Streitvermeider.

    Meine Eltern sie wie gesagt extreme Streit und Diskussionsvermeider. IN der Vergangenheit hat es mich schon extrem viel Energie gekostet mal Probleme mit ihnen zu klären, weil sie von sich aus alles totschweigen wollen, um nur ja keinen Streit zu riskieren. Ehrlichkeit wäre für sie undenkbar, wenn das Potentiell Streit bedeuten könnte.
    Ich frage mich halt, wie ich eine vertrauensvolle Beziehung mit Menschen weiterführen soll, von denen ich nun weiß, dass sie mich weitestgehend für unfähig und problematisch halten. Würdest du weiterhin mit Leuten eng befreundet bleiben und ihnen sehr private, emotionale Dinge erzählen, wenn du weißt, dass sie sich dann hinterher über dich das Maul zerreißen, warum du nur so blöd und weltfremd bist?
     
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    20 Juli 2016
    #7
    Es gibt Eltern, mit denen geht das.

    Deine gehören anscheinend nicht dazu. Dann, wie gesagt: Denk Dir Deinen Teil, schalt auf Durchzug, bleibe freundlich - aber distanziert.

    Ich erwähnte es bereits: Ich kenne die Sorte aus der engeren Verwandtschaft - da ist wohl Hopfen und Malz verloren.

    Sollten Dir Deine Eltern allerdings direkt Vorwürfe machen, laß die nicht auf Dir sitzen, sondern gib Kontra! Und zwar tüchtig...
     
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    #8
    Hallo Seestern,

    du schreibst einerseits, dass du ein super enges Verhältnis zu deinen Eltern hast und sie deine engsten Bezugspersonen (außer deinem Mann natürlich) sind aber ihr könnt nicht miteinander sprechen richtig? Das finde ich sehr schade.
    Es muss doch möglich sein, dass du Ihnen sagst" Hey Mama, Papa ich habe euch neulich zufällig gehört und es hat mich verletzt wie ihr über mich denkt. " --> Das wäre doch ein guter Einstieg?!

    Ich lese aus deinen Sätzen heraus, dass du sehr viel auf die Wertschätzung deiner Eltern gibst. Das mache ich auch, das machen wir alle. Aber vielleicht musst du akzeptieren, dass deine Eltern nicht so sind wie du, weisst du wie ich meine? Du wünschst dir dass sie "dankbarer" sind, deine Leistungen mehr schätzen, mehr Verständnis haben...Du schreibst deine Eltern sind nicht sehr duskussionsfreudig --> sind sie auch sonst eher "wortkarg" was Wertschätzung? Anerkennung? angeht?

    Versteh mich nicht falsch ich finde es auch daneben von deinen Eltern, dass sie dich nicht direkt ansprechen was sie denken und fühlen, aber irgendwie fällt es dir ja grade genauso schwer sie anzusprechen. Das scheint ein Verhaltensmuster in eurem Umgang zu sein und da würde ich versuchen etwas zu ändern.

    Versuch doch mal mit Ihnen zu sprechen, es bringt dich sicher weiter und könnte die Mauer einreißen...

    :knuddel:
     
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    #9
    Ich habe im Moment keine Energie für ein klärendes Gespräch, denn es ist sowieso im Moment vieles sehr kompliziert in meinem Leben, weil die Selbständigkeit meines Mannes momentan sehr problematisch ist und wir dadurch auch noch jede Menge Stress haben. Zumal solche Klärungsversuche in der Vergangenheit zu monatelangem schrecklichem Kontakt geführt haben, weil meine Eltern Diskussionen und STreit hassen.
    Den Kontakt abbrechen würde ich sowieso nicht, dafür sind sie mir zu wichtig. meine frage ist eher, wie der kontakt mit diesem neuen wissen und der entttäuschung weiter gehen kann. was kann/will ich ihnen noch erzählen? knnen sie vertrauenspersonen bleiben?
     
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    #10
    @seestern, wenn du grade keine Energie hast für ein Gespräch, dann warte ein wenig bis es dir besser geht. Aber wenn du das Verhältnis weiterhin so eng haben möchtest wirst du nicht drum rum kommen mit deinen Eltern zu sprechen. Dieser "Riss" bleibt sonst immer da... Deine Eltern können Diskussionen und Streit ja auch hassen, tun viele... trotzdem werden Sie sich diesen stellen müssen wenn du sie darauf ansprichst.

    Wenn es dich nicht so verletzen würde, würde ich sagen "Schwamm drüber und lass sie reden" aber da es dich sehr beschäftigt glaube ich nicht, dass du drum rumkommst um wieder deinen Frieden zu haben
     
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    #11
    Das ist für mich der Knackpunkt. Dein Vertrauen zu ihnen wurde massiv gestört und vermutlich zu großen Teilen ZERstört. Würdest du mit ihnen reden, hätten sie die Möglichkeit sich tatsächliches Vertrauen zu verdienen. Denn sei mal ganz ehrlich zu dir selbst: Jeder Tag der vergeht wird dich weiter von deinen Eltern entfernen. Mit jedem Tag wirst du weniger Lust haben dich zu melden...wirst dir mehr Gedanken machen.
    Jeder Tag an dem du für gewöhnlich eine SMS an deine Mutter geschrieben hast wird dich daran erinnern..jede SMS wird keine persönlichen Inhalte mehr haben. Jedes Telefonat wird inhaltsloser. Jeder Besuch wird zur Quahl, weil du immer gute Miene zum bösen Spiel machen musst.

    Ich verstehe, dass deine Situation gerade mehr als bescheiden ist. Keine Ahnung wie du sonst mit sowas umgehst..aber selbst, wenn es mir nicht gut geht, kann ich solche ungeklährten Dinge nicht lange liegen lassen...sie belasten mich einfach zu sehr. Ich will dann, dass sie auf die ein oder andere Weise geklärt werden. Ich will, dass der innere Druck aufhört...da bin ich einfach zu weichei für. Sowas halte ich nicht aus...deswegen ergreife ich häufig die Flust nach vorne.

    Mein Rat geht daher in die gleiche Richtung: Biete deinen Eltern die Möglichkeit sich zu erklären (auch wenn sie sonst eher Ausweicher sind). Damit bietest du dir selbst die Möglichkeit diese Last auf sie abzuwälzen...denn du kannst nicht dein eigenes Vertrauen zu ihnen aufbauen, das müssen sie sich selbst wieder verdienen.

    Und ja...ich würde tatsächlich vorsichtig anfangen und dann sachlich und ruhig die wichtigen Punkte ansprechen. Dazu gehört die Verachtung, die du in ihren Stimmen vernommen hast. Kein Tänzchen drum rum...keine Möglichkeit für sie auszuweichen. Nur direkte kurze Sätze und klare Aussagen. Du kannst ihnen sogar sagen, dass jetzt dein Vertrauen in sie sehr sehr angekratzt ist und du ihnen nicht mehr so einfach etwas anvertrauen kannst. Sie haben dann die Möglichkeit etwas daran zu ändern, du die Möglichkeit kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du die nächsten Wochen erstmal keine SMS schreibst.
     
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    #12
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    #13
    Ihr habt ja ihr Gespräch nicht gehört, aber von dem her, was ich hier wiedergegeben hab, wie würdet ihr damit umgehen, wenn eure Eltern so über euch reden? Würdet ihr das eher locker sehn und sagen, ist halt ne andere Generation, was solls? Oder würdet ihr eher denken, da ist schon alles verloren für eine gute Beziehung auf Augehöhe?
     
  • Damian
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    #14
    Weder noch...siehe meinen Beitrag...
     
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    #15
    Einen Versuch (wenn Du die Nerven und die Zeit dafür hast) ist es wert. Schlechter als jetzt kann Euer Verhältnis wohl kaum werden. Wenn Deine Eltern aber so ticken, wie Du fürchtest, kommt halt nix bei raus.

    Aber dann weißt Du wenigstens, woran Du bist.
     
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    20 Juli 2016
    #16
    Ich würde da definitiv nicht locker mit umgehen, schon gar nicht wenn das Verhältnis vorher so gut und eng war. Ich sehe es wie du, das ist ein massiver Vertrauensbruch, sowas erwarte ich von Menschen die mich nicht leiden können, aber nicht von meinen Freunden.
    Das hier trifft es für mich sehr gut, das hab ich mir ja auch gedacht. Du handelst da gleich wie deine Eltern. Auf die Art kannst du nicht erwarten, dass sich etwas ändert. Da musst du schon die Konfrontation trauen und das Gespräch suchen, auch wenn es dir grundsätzlich und im Moment besonders schwer fällt.

    Und du solltest dir überlegen, was du in Zukunft überhaupt erwartest. Weißt du, ich denke nicht, dass deine Eltern ihre Meinung ganz grundsätzlich ändern werden und in Zukunft auf deiner Seite stehen. Immerhin kennen sie alle Fakten und haben trotzdem die Meinung, wie du sie oben beschrieben hast.

    Das einzige, was du von ihnen verlangen kannst, ist Ehrlichkeit. Und die würde ich auch einfordern. Am sinnvollsten wäre es wohl, du setzt dich mit ihnen zusammen und triffst ganz viele Ich-Aussagen. "Ich habe euer Gespräch gehört..." "Ich bin verletzt und total vor den Kopf gestoßen" "Ich habe den Eindruck, ich werde belogen und das systematisch und seit längerem, weil ihr vornerum verständnisvoll seid und in Wirklichkeit versucht mich zu erziehen/ bzw. zu beeinflussen". "Mich stört massiv, dass ihr so sehr Streit und Meinungsverschiedenheiten vermeidet, auf die Art sehe ich keinen Weg, wie wir das kaputt gegangene Vertrauen wieder aufbauen können."

    Ich denke du wirst das sehr deutlich ausdrücken müssen, wie verletzt du bist. Und zwar nicht nur über ihre Meinung, sondern vor allem deswegen, dass sie ihre wahren Gedanken vor dir verheimlichen.

    Ich befürchte, die ganze Geschichte wird dauerhaft zu einem Bruch führen, der sich so schnell nicht kitten lässt. Ich weiß wie das ist, wenn man eine völlig andere Weltanschauung als die eigenen Eltern hat. :rolleyes:

    Was mir wirklich gut tut sind Freunde, die sehr ehrlich zu mir sind, dafür mich aber auch wirklich von Herzen schätzen.

    Ich denke auch, dass du dich noch ein Stück mehr von deinen Eltern wirst abnabeln müssen.

    Ich drück euch die Daumen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Juli 2016
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    20 Juli 2016
    #17
    Hallo Seestern,

    Man das tut mir richtig leid! Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlecht ich mich fühlen würde, wenn meine Mutter so abfällig über mich reden würde. Ich habe zu meinen Eltern so ein Urvertrauen und denke, dass sie mir immer die Wahrheit sagen würden. Kriegt man dann mit, dass es nicht so ist, wäre meine Welt erstmal erschüttert. Es wurde irgendwie alles in Frage stellen, woran ich in all den Jahren in unserer Eltern - Kind - Beziehung geglaubt habe.

    Ich würde das Gespräch suchen. Und zwar getrennt. Erst mit meiner Mutter, dann mit meinem Vater. Ich würde sie an meiner Enttäuschung teilhaben lassen. Und dann würde ich mich erstmal zurückziehen. Und warten. Auf eine Entschuldigung. Darauf zu spüren, dass sie mich lieben und respektieren, so wie ich bin. Dass sie mich wertschätzen und unterstützen. Tun sie dies nicht, hätten sie für mich als Eltern versagt.
    Ich könnte mich jetzt nicht mehr mit Ihnen an einen Tisch setzen und tun als hätte ich nichts mitgekriegt. Jetzt hat dein Vertrauen zu ihnen doch einen totalen Knacks weg. Darüber muss man definitiv reden, denke ich.
     
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    20 Juli 2016
    #18
    Irgendwie ist das ja halt alles so widersprüchlich. Sie lieben mich auf jeden Fall (deswegen machen sie sich ja sicher auch ihre Gedanken und ihre Sorgen) und sie unterstützen mich ja auch. Aber genau diese UNterstützung passt ja irgendwie so gar nicht zu ihrer Meinung. UNd da frage mich, ob ich es ihnen nicht vll sogar hoch anrechnen müsste, dass sie trotz gegenteiliger Überzeugung immer unterstützend da sind? Z.B. habe ich schon immer geahnt, dass mein Mann nicht ihr Wunschschwiegersohn ist. Das wurde in dem Gespräch auch nochmal deutlich. Trotzdem haben sie uns im letzten Jahr extrem bei unserer Hochzeit unterstützt, sowohl zeitlich als auch finanziell. Da frage ich mich jetzt irgendwie, obich mich da belogen fühlen muss oder eher sogar dankbar sein sollte, dass sie trotz anderer Überzeugung mir gegenüber so tun, als wollten sie das alles auch.
     
  • blondi445
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    #19
    auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt nerve oder du dich unverstanden von mir fühlst.... das alles kannst du nur in einem Gespräch mit deinen Eltern klären. Es wird dich innerlich ziemlich auffressen und kaputt machen wenn du dich mit solchen Fragen quälst! :herz:
     
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    #20
    Was soll ich sie denn diesbezüglich fragen? "Soll ich dankbar sein, dass ihr alles was ich mache schlecht redet/findet, aber mich trotzdem unterstützt oder soll ich enttäuscht von euch sein, dass ihr alles Positive ausblendet?" ?
     

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