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  • kephamos
    kephamos (34)
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    2 Dezember 2006
    #1

    Erbe abtreten kostet 20€ ?

    Hallo,

    mein Onkel ist vor ~3monaten verstorben. Der sohn und die Ex frau wollten das Erbe nicht antreten. Die nächsten die es dann antreten sollten waren die geschwister aber die wollten das auch nicht. Mein Vater meinte er musste 20€ dafür zahlen, als er bei gericht dafür war. Und er meinte auch das ich nun auch post bekommen würde vom gericht ob ich das erbe annehme oder abtrete. Wenn ich es nicht annehmen sollte meinten meine Eltern müsste ich dann auch die 20€ bezahlen. Ich mein es ist nicht viel aber trotzdem finde ich es eine sauerei das mit dem tod da noch geschäfte gemacht werden.
    Nun ist die frage muss ich die wirklich bezahlen oder nicht?
     
  • User 39498
    User 39498 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    2 Dezember 2006
    #2
    Andere Frage, warum wird das Erbe abgewiesen, handelt es sich um hohe Schulden oder hat nur keiner Lust, die Wohnung aufzulösen etc?
     
  • *Anrina*
    *Anrina* (33)
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    2 Dezember 2006
    #3
    Mit dem Tod werden keine Geschäfte gemacht, dass Nachlassgericht lässt sich einfach nur die Arbeit bezahlen. Heutzutage gibt es halt nichts mehr umsonst und Beurkundungen kosten nunmal Geld.
    § 112 KostO
     
  • 5g235
    5g235 (36)
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    Single
    2 Dezember 2006
    #4
    ganz genau - oder soll ich es mit meinen steuern finanzieren, dass leute ihr erbe ausschlagen? wahrscheinlich sind die 20 mücken noch nichma kostendeckend.
     
  • Daucus-Zentrus
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    nicht angegeben
    2 Dezember 2006
    #5
    Nein, das sollst du nicht bezahlen, sondern andere...:zwinker: Ich werde nie begreifen, wie man sich als besoners clever und das Interesse der Allgemeinheit umgehend outen kann und dann von ganz vielen dazu noch Zustimmung einfordert. - Natürlich sind die 20€ nicht kostendeckend, denn das Erbe würde ja nicht ausgeschlagen, wenn nicht Arbeit (Kosten für den Staat) oder Schulden (Kosten für den Geprellten) damit verbunden wären.
     
  • *Anrina*
    *Anrina* (33)
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    2 Dezember 2006
    #6
    Ich frage mich auch wie man sowas als "Geschäft mit dem Tod" betrachten kann. Wäre ja noch schöner, wenn alle gerichtlichen Vorgänge kostenfrei wären, ist schon günstig genug.
     
  • Chimaera
    Chimaera (34)
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    2 Dezember 2006
    #7
    Ich kann da schon beide Seite verstehen......

    20 Euro sind zwar nicht die Welt, aber totzdem irgendwo auch als eine Strafe interpretierbar, die du zu bezahlen hast weil du mit jemand verwandt bist, mit dem du nicht verwandt sein willst/wolltest...


    Andererseits haben die Gerichte natürlich auch ihre Kosten. Trotzdem bin ich der Meinung das das über Steuern finanziert werden sollte.
    Ich find diese ganzen Verwaltungabgaben sowieso unmöglich
    (ausgenommen noch solche Dinge wie Kfz-Zulassung etc. vielleicht). Fängt schon beim Personalasuweis an denn du zu bezahlen hast, wenn er abgelaufen ist. Und wenn du keinen gültigen hast und überprüft wirst, hast du ein Problem...
    Nee... Sollen sie dafür halt die Steuern erhöhen...
    Vielleicht etwas blauäugig.... aber...
     
  • *Anrina*
    *Anrina* (33)
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    vergeben und glücklich
    2 Dezember 2006
    #8
    Man kann ja in alles viel hinein interpretieren. Letztendlich bleibt der Fiskus auf dem Erbe sitzen und dann fällt dieser Erbfall der Staatskasse zur Last. Da ist es schon ok wenn die Erben eine minimale Gebühr bezahlen. Beurkundungen kosten überall Geld, ob nun beim Notar oder bei m Ortsgericht, warum sollte das Nachlassgericht das anders handhaben?
     
  • Schildkaempfer
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    2 Dezember 2006
    #9
    Wirst Du auch, Monat für Monat durch die Steuereinnahmen. Wie auch alle anderen Aufgaben und Ausgaben durch die Steuereinnahmen finanziert werden (sollten).

    Ich kann den TS verstehen. Ich zahle jeden Monat Steuern. Dafür sind aus meiner Sicht (die natürlich nicht zählt, ist klar), alle Ausgaben des Staates abgegolten. Worfür sonst werden meine Steuern verwendet?

    Wenn ich dann mal eine Leistung des Staates in Anspruch nehme, ist die m.E. schon bezahlt, also brauche nicht noch einmal extra zu bezahlen.

    Oder hast Du schon mal für eine Fahrkartenkontrolle bezahlt? Müsstest Du eigentlich, weil 1. der Fahrpreis nur für die Beförderung (aber nicht für die Kontrolle) ist und 2. die Fahrkartenkontrolleure ja auch bezhalt werden müssen.

    Dafür, dass jemand einfach nur sagt, er will das Erbe nicht, 20 EUR zu kassieren, weil irgendjemand auf die Idee gekommen ist, dass man das beurkunden muß (wozu das denn nun schon wieder, reicht nicht, das auf ein Stück Papier zu schreiben?), ist schon fast wieder hirnrissig.
     
  • Tamara2303
    Tamara2303 (36)
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    2 Dezember 2006
    #10
     
  • *Anrina*
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    2 Dezember 2006
    #11
    Tja, aber gerichtliche Handlungen müssen eben auch bezahlt werden oder sollten jetzt alle Verfahren kostenfrei sein, da ja jeder Bürger Steuern zahlt? Das es die Kostenordnung gibt ist schon ganz richtig so.

    Jedenfalls nicht für Erbausschlagungen, man könnte das Erbe ja auch annehmen, hätte dann im schlechtesten Fall eben höhere Ausgaben als die Minimalgebühr von 20,00 €



    Die Kontrolle geschieht ja im Sinne der Verkehrsgesellschaft, genauso wie die Ausschlagung im Sinne des Erben erfolgt.
    Verkehrsgesellschaft zahlt
    Erbe zahlt, so einfach ist das.
     
  • User 7157
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    3 Dezember 2006
    #12
    Ihr hättet auch alle zusammen zum Gericht gehen und das Erbe ausschlagen können. Dann wärs billiger geworden.
     
  • goto
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    3 Dezember 2006
    #13
    warum will den keiner das erbe ?
     
  • User 7157
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    3 Dezember 2006
    #14
    Na ich denk mal, weils Schulden sind.
     
  • davinci
    davinci (31)
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    3 Dezember 2006
    #15
    Und noch eine andere Frage: wieso müsst ihr vor das Gericht ziehen? Das Ausschlagen kann soweit ich weiß in jedem Noatriat erledigt werden. Pro Seite (jeweils eine für dich und deinen Vater) müsste man ebenfalls 10 Euro zahlen. Das wäre um einiges schneller erledigt und damit wären höchstens 2 Personen beschäftigt (Notar und seine Sekretärin).
     
  • 5g235
    5g235 (36)
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    3 Dezember 2006
    #16
    wo kann ich denn meinen rest abholen? ich bezahle im monat mehr steuern als die meisten menschen im jahr - also müsste ja von mir noch was übrig sein, was ich dann gerne wieder haben würde *ggg*
     
  • *Anrina*
    *Anrina* (33)
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    vergeben und glücklich
    3 Dezember 2006
    #17
    Und das Gericht, weil diese Beurkundung bei Gericht eingereicht werden muss, dadurch würde eine 0,25 Gebühr anfallen.
     
  • Reliant
    Reliant (36)
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    vergeben und glücklich
    3 Dezember 2006
    #18
    was noch viel schlimmer ist als die 20€ bei der ablehnung ist die erbschaftssteuer. man muss etwas versteuern das schon mehrfach versteuert wurde. also zB ein grundstück ich zahl ja schon beim erwerb steuern, und dann muss der erbe nochmal zahlen, was soll das? das ist reine unfaire geschäftemacherei. da ists doch gleich besser sich kein eigentum anzuschaffen und das was man erspart hat irgendwo steuerfrei anzulegen.
     
  • 5g235
    5g235 (36)
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    4 Dezember 2006
    #19
    bei der erbschaftssteuer gibt es hohe freibeträge.

    außerdem müsste zur kompensation für den wegfall der erbschaftssteuer die steuerbelastung für arbeitsgebundene einkommensarten erhöht werden, was dann m. e. schlecht für arbeitende leute ist - von dem was man sich erarbeitet sollte man möglichst viel behalten dürfen.

    wenn ich aber geld erbe musste ich dafür nicht arbeiten - also könnten von miraus auch gerne noch mehr steuern auf erbschaften anfallen.
     
  • Reliant
    Reliant (36)
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    vergeben und glücklich
    4 Dezember 2006
    #20
    nun deine eltern mussten dafür arbeiten und habens ja schon mehrfach versteuert.

    [edit] denk dir mal du müsstest die mwst mehrfach bezahlen, so mal eben ohne besonderen grund ausser das man geld fürs heer braucht

    nebenher läuft in österreich ne diskussion zur abschaffung der erbschaftssteuer weil sie eben nicht soviel bringt und es eine unfaire mehrbelastung ist. mit etwas glück ist sie ab januar 2007 gestorben, und das ist auch gut so. wohl das beste woran man sich bei dieser regierung noch erinnern wird (die meisten anderen sachen hat man ja schon vergessen)
     

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