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    25 Dezember 2015
    #1

    Ex muss Nacktfotos löschen

    Das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz bestätigte am 22.12.15 das Urteil des Landgerichts Koblenz. Nach Ansicht beider Instanzen muss ein Ex-Partner die Nacktbilder des früheren Partners löschen. Geklagt hatte hier zwar eine Frau gegen ihren männlichen Expartner aber das Urteil lässt sich sicherlich auch gegen einen weiblichen Ex-Partner anwenden. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

    Gerichtsurteil: Ex-Partner muss Nacktfotos löschen - N24.de
     
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  • 25 Dezember 2015
    #2
    Wenn es derselbe Fall ist, von dem ich letztens gelesen habe, dann sind damit auch wirklich ausschließlich die Nacktfotos gemeint. Halbnackte Fotos darf er behalten...
     
  • User 63857
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    25 Dezember 2015
    #3
    So steht es auch in der Urteilsbeschreibung die man über den Link nachlesen kann. Es betrifft nur Nacktbilder.
     
  • User 135918
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    25 Dezember 2015
    #4
    Finde ich dann nur halbgar. Es gibt genug Desous die noch genug zeigen und es kommt auf die Pose usw an.

    Ich habe immer alle Bilder nach eienr Partnerschaft aus Prinzip vernichtet .
     
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    25 Dezember 2015
    #5
    Du hast damit sicher recht aber bisher gabs ja überhaupt keine rechtliche Handhabe um den Ex-Partner zur Vernichtung solcher Bilder zu zwingen. Nach diesen Urteilen nun kann man wenigstens das löschen der Nacktbilder verlangen. Was an sich also ein großer Schritt nach vorne ist.
     
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  • MrShelby
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    25 Dezember 2015
    #6
    Aber da stellt sich natürlich die Frage, wie man rechtlich durchsetzen will, dass nicht noch auf irgendeinem USB-Stick oder einem Rohling Bilder sind.

    Es ist ein reines Symbolurteil. Nicht mehr, nicht weniger.
     
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    25 Dezember 2015
    #7
    Trotzdem muss es weiter gehen . Das ist halb gar.
    Das stimmt , es fällt nur auf wenn die Bilder bereits im Umlauf sind.
     
  • User 63857
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    25 Dezember 2015
    #8
    Wie nachher die rechtliche Umsetzung aussieht muss man abwarten. Zumindest aber kann man nun eben ganz legal verlangen, dass die Nacktbilder gelöscht werden. Bei Verstoß gegen dieses Verlangen wirds dann sicherlich auch entsprechende Strafen geben. Das ins Internet stellen von Bildern wird ja bereits vom Urheberrecht her verboten. Daher bedarf es in dem Zusammenhang nicht nochmal eines Urteils dazu.
     
  • User 135918
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    25 Dezember 2015
    #9
    Schon klar nur was bringt das wenn jemand Sicherrungen macht und ich nix davon weiß ?

    Ich sehe da auch Nachholbedarf was das Recht auf persönlichkeit angeht wenn du Prominent bsit. Denn wie offt kann sich die blöd bei Nacktbilder von Promis die aus solchen Ex _Dreckige Wäschewaschaktioenn stammen auf die Pressefreiheit berufen !
     
  • User 135968
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    25 Dezember 2015
    #10
    @PC-Junky Ich dachte erst, es geht irgendwie um dich, hehe. Bilder kann man nie restlos entfernen. Man müsste den Kerl immer bewachen, damit er nicht wieder die Fotos rauf lädt, man kann mit der Technik ja genug anfangen, damit die Fotos für immer im Umlauf sind. Das man etwas verlangen kann, bedeutet nicht immer, dass man es auch durchsetzt.
     
  • User 152150
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    25 Dezember 2015
    #11
    Die Urteil ist zwar begründet, aber so gut wie erfolglos.
    Bilder sind heute einmal auf Datenträgern kaum noch sicher wieder zu vernichten.
    Wirds mit einem Iphone geschossen, werden die bei standardmäßigen Einstellungen auch in die Cloud übertragen. Ab dort existieren auch nach einer bewussten Löschung immer noch Sicherungskopien und Schattenkopien. Landen sie bei einem der größeren sozialen Netzwerke, die meist auch noch in Übersee beheimatet sind...kann man sich nur noch auf die Freundlichkeit dieser Dienste berufen...denn egal was in dem Gerichtsurteil steht....das reicht nur bis an die Landesgrenze.

    Früher, zu Zeiten von Polaroids und Analog-Film war sowas noch größtenteils durchsetzbar.....aber heute, nur mit Hilfe der Gerichte und Behörden....nicht mehr.
     
  • User 135968
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    25 Dezember 2015
    #12
    Dummerweise ja, nicht mal Hacker haben eine Chance. Wo das einzige was noch hilft, die Leute informieren, damit die nicht so Naiv sind und ohne Wissen der Konsequenzen Nacktfotos usw verschicken. Aber das wird nie bei allen ankommen. Wo jeder dann selbst daraus lernen sollte, um es nicht mehr zu machen.
     
  • User 136306
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    26 Dezember 2015
    #13
    Ungeachtet, ob das für das Urteil des OLG Koblenz zutrifft, ist der BGH da großzügiger:

    BGH, Urt. v. 13.10.2015, VI ZR 271/14, Tz. 4

    Urteil des VI. Zivilsenats vom 13.10.2015 - VI ZR 271/14 -
     
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    26 Dezember 2015
    #14
    Na das ist doch gut. Noch dazu weills eine weit höhere Instanz ist.
     
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  • Icando
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    12 Januar 2016
    #15
    Trifft das denn auch auf Bilder z.b. zu auf der nur das Gesicht der Ex mit (meinem) Sperma zu sehen ist? ^^
     
  • User 63857
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    12 Januar 2016
    #16
    Da würde ich mal von ausgehen. Deine Freundin wäre da zwar nicht nackt zu sehen aber ein solches Bild würde genau so aureichen deine Freundin in der Öffentlichkeit bloß zu stellen wie ein Nacktfoto von ihr. Sehr wahrscheinlich so gar noch mehr als mit einem Nacktfoto. Auch wenn es kein Nacktfoto ist so schlägt es aber doch in die gleiche Kerbe wie ein Nacktfoto. Also im Sinne einer öffentlichen Bloßstellung.
     
  • BrooklynBridge
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    12 Januar 2016
    #17
    Schön und gut, ich finde das Urteil richtig. Aber wie schon angemerkt, wird sich der Besitz von Kopien in den wenigsten Fällen beweisen lassen. Das Spiel kann man ja auch noch weiter drehen: Was ist, wenn A die Löschung von Nacktbildern verlangt, und B behauptet, die wären schon gelöscht? Hätte B dann ein Recht darauf, die Festplatte oder das Handy von A einzusehen?

    Oder was ist, wenn A auf Verlangen von B ein Bild löscht, aber - unwissentlich - noch irgendwo eine Sicherungskopie des Bildes besitzt (sowas, was man vernünftigerweise mit wichtigen Festplatteninhalten von Zeit zu Zeit machen sollte), und das rauskommt?
     
  • User 63857
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    12 Januar 2016
    #18
    Ich gehe mal davon aus, dass auch alle Kopien der Bilder mit eingeschlossen sind. Sonst würde es ja keinen Sinn machen. Außerdem geht es ja um das Bild oder die Bilder. Und nicht um den Speicherort des Bildes oder der Bilder. Wenn der beteffende aussagt er habe das Bild gelöscht und auch alle Kopien dann wird er dafür geradestehen müssen, wenn dem doch nicht so sein sollte. Auch dann, wenn er schlicht vergessen hat, dass da noch irgendwo eine Kopie sein könnte. Sollte der betreffende also irgendwann mal zufällig auf eine vergessene Kopie eins solchen Bildes stoßen, dann müsste er die eben umgehend und selbstständig löschen.
     
  • MrShelby
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    12 Januar 2016
    #19
    Undn och eine drollige Überlegung zum Abschluss: "Gelöscht" ist ja nicht gleichbedeutend mit "weg". "Gelöschte" Bilder lassen sich mit entsprechender Software (auch durch Dritte) wieder rekunstruieren. Und nu?
     
  • User 63857
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    12 Januar 2016
    #20
    Ich denke, dass hier "gelöscht" synonym für ganz und gar weg und nicht mehr widerherstellbar steht. Außerdem sieht es technisch so aus, dass der Platz einer gelöschten Datei vom Betriebssystem als "wieder beschreibbar" markiert wird. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass der einst belegte Speicherplatz der Datei relativ schnell wieder mit neuen Daten überschrieben wird und dann ist die Datei nicht mehr wieder herstellbar. Zumindest wenn der betreffende Datenträger öffter benutzt wird. Ich denke auch, dass der betreffende der ein Bild löschen muss hier auch rechtlich in einer Garantenstellung gesehen wird, dass eben das Bild auch tatsächlich für immer weg ist und auch später nicht mehr wiederherstellbar ist. Denn letztlich ist ja genau das der Sinn der Löschung eines Bildes. Dass es eben endgültig weg ist. Da muss dann eben der Betreffende für sorgen, das dem auch tatsächlich so ist und so bleibt.
     

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