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  • heyhey1
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    vergeben und glücklich
    12 Juni 2012
    #1

    Fühl mich ausgenutzt! - Zahle fast alles alleine :(

    Hey ihr :smile:

    Ich wollte mal eure Meinung und Ratschläge zu meiner Situation hören. :smile:
    Es ist so, mein Freund und ich wohnen zusammen seit knapp einem halben Jahr.
    Ich bin momentan noch diejenige, die mehr verdient, bin aber auch noch in der Ausbildung (allerdings bald fertig), mein Freund studiert und hat einen Nebenjob. Dementsprechend habe ich einfach viel mehr Geld als Freibetrag im Monat zur Verfügung. Er hat dafür ein Auto und eben noch seine Studiengebühren, die auch nicht grad niedrig sind.

    Die Miete zahle ich komplett alleine, da es einfach nicht anders geht, die Miete ist allerdings auch nicht sooo hoch und er hat dafür eben sein Auto, was letztendlich aufs gleiche rauskommt.

    Strom, Internet, usw haben wir aber alles aufgeteilt. Sodass jeder die Hälfte zahlt.
    Auch beim Einkaufen zahlen wir in der Regel monatlich beide gleich viel. Soweit ist das ja auch alles in Ordnung.
    Jedoch fühle ich mich an manchen Tagen irgendwie ausgenutzt.
    Weil ich so zwischendurch eben alles bezahle. Ich gebe ihm immer so mal Geld, ob wir ins Kino, schwimmen oder sonst wo hingehen, es ist oft so, dass ich es eben für beide zahle. Weil er eben nichts hat. Keine Frage, ich mache das gerne, aber manchmal ist es wirklich so dass ich mir meine Gedanken mache.
    In letzter Zeit z.B konnte er mir auch zum Strom usw. nichts dazu geben, da er andere einmalige Kosten im Monat hatte, wie Studium, KFZ und sowas eben. So gesehen habe ich dann für die Wohnung wirklich ALLES selbst gezahlt. Er selbst fühlt sich ja auch total schlecht deswegen, und es ist ja nicht so, dass er kein schlechtes Gewissen hat.
    Was mich auch nachdenklich macht, ist, dass wir irgendwann angefangen haben uns Zigaretten zu teilen. Also einer holt eine Schachtel und wir teilen sie uns.
    Nur der Unterschied ist, ich rauche viel weniger als mein Freund. Also hole ich sozusagen mehr Zigaretten als ich eigentlich brauche. Würde theoretisch auch mal mit einer Schachtel pro Woche auskommen. Ist wirklich wenig. Ich habe ihm dann vor kurzem mal gesagt, dass ich vorhabe weniger Zigaretten zu kaufen, weil ich letztendlich sowieso weniger rauche als er. Es ist ja nicht so, dass er keine Zigaretten holt. Wenn er sich welche holt, rauche ich auch bei ihm mit (wenn ich dann mal rauche :tongue:) Auf jeden fall meinte er auf meine Aussage: "Ja.., aber ich weiß das hört sich jetzt doof an, aber dann kann ich auch nicht mehr rauchen. Bzw. Weniger." Erst hab ich jetzt gedacht ich höre nicht richtig !!! Aber es war ihm wirklich unangenehm, desöfteren war er in solchen Situationen auch schon kurz vorm weinen :frown: Ich weiß, dass er das nicht mit böser Absicht macht, er ist auch sonst wirklich der tollste Freund den ich mir wünschen kann. Er tut ja auch viel für mich und hilft mir wenn er die Möglichkeit hat ja auch bei allem. Er kocht auch für mich und hat immer ein offenes Ohr für mich. Alles ist wirklich supertoll, bis auf diese blöde Sache mit dem Geld.
    Er sagt ja auch selbst, dass das ja nicht immer so sein wird alles zum Glück, weil er auch mal schließlich mehr verdienen wird. Wie geht ihr mit sowas um .. findet ihr es okay ? Ich denke mal er würde es auch alles für mich tun. Ich schwanke immer so mit Gefühl... auf der einen Seite finde ich das mit den Zigaretten dreist und manchmal tut er mir wieder leid ... :frown: Versteht ihr meine Gedanken ? Oder übertreibe ich irgendwie ?
     
  • Antiochos
    Öfters im Forum
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    Verheiratet
    12 Juni 2012
    #2
    Ich finde nicht, dass Du übertreibst. Streit um Geld ist ne ziemliche
    Belastung in einer Beziehung und völlig unnötig.
    Meine Frau und ich haben seit wir zusammengezogen sind, drei Konten.
    Wir werfen alle einnhamen in einen Topf und haben für private Ausgaben einen festen
    Betrag als "Taschengeld" pro Nase vereinbart, den jeder nach Lust und
    Laune verprassen kann. Alles andere wird aus dem Gemeinschaftstopf
    bezahlt. Das klappt jetzt seit 20 Jahren ziemlich gut.
     
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  • User 100759
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    Verlobt
    12 Juni 2012
    #3
    Wenn dieser Satz wahr ist, dann ja, finde ich Du übertreibst.

    Wegen ein paar Tschick einen Aufstand zu machen werde ich eh nie verstehen - er kratzt jetzt halt geldmäßig am Limit, so what? Das währt ja nicht ewig, es geht ja nur darum sein Studium fertigzubekommen, und generell trägt er ja seinen Teil zu den lfd. Kosten auch bei.
     
  • Bluemami
    Bluemami (31)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Verlobt
    12 Juni 2012
    #4
    Du und dein Partner wohnt zusammen und jeder in dem Sinne zahlt sein anteil... Na ja mag vll komisch klingeln aber mein Partner zahlt auch die Komplette Miete, dafür zahle ich Strom, Wasser usw. Der Rest davon werden für Lebensmittel usw aufteilt und wenn dann am Ende des Monat etwas übrig bleibt wird es endweder gespart oder wie unternehen etwas schönes zusammen!!!
    Ich weiß nicht ich finde das recht komisch das du so übertreibst!!! Wenn dir das alles zu fiel in der Hinsicht ist, warum bist du dann erst in der Hinsicht mit ihm zusammen gezogen???? Sowas weiß man doch dann vorher!!!
     
  • Marlboro_Man
    Benutzer gesperrt
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    Single
    12 Juni 2012
    #5
    Ist er denn unbedingt auf das Auto angewiesen und nutzt Du es auch zu guten Teilen mit? Hier würde ich sonst mal ansetzen es loszuwerden :zwinker:

    Eine Beziehung besteht aus Geben und Nehmen, wenn einer dabei aber als überwiegender Geber in Erscheinung tritt, gerät das Gleichgewicht ins Wanken und es wird sich nach und nach verschlimmern. Hierbei müsst Ihr gemeinsam nach einer Lösung suchen. Wie kann er mehr Geld reinbringen (Vorschlag: Autoverkauf!) oder sich anderweitig engagieren, um Dir woanders Arbeit abnehmen, indem er vielleicht mehr von den Haushaltsarbeiten übernimmt?

    Oder Ihr sucht nach anderen Lösungen. Jedenfalls müsst Ihr Beide zufrieden damit sein, sonst wird es Dich nur weiter frusten, bis Du irgendwann genug hast und die Beziehung ein jehes Ende nimmt.
     
  • User 102949
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    nicht angegeben
    12 Juni 2012
    #6
    Ich kann deine Bedenken sehr gut verstehen. Bei mir und meinem Freund läuft das leider so ähnlich. Seit 2 Jahren hält er sich mit Nebenjobs oder Staatshilfe über Wasser und ich studiere. Da ich von meiner Familie Unterstützung bekomme und ab und zu nochmal ein kleines Taschengeld bekomme beteilige ich mich oft deutlich mehr an den Kosten. Mir geht das auch schon länger auf den Zeiger, weil es sogar eine Phase gab, in der er monatlich gar kein Geld hatte und ich die ganze Zeit über alles alleine tragen musste. Ich komme mit meinem Geld immer sehr gut zurecht, aber es reicht eben auch nur für 1-Personen-Haushalt und ich kann damit nicht "mal so eben" für 2 bezahlen.
    Grundsätzlich finde ich es völlig okay, wenn derjenige, der monatlich mehr Geld hat, sich auch mehr an den Kosten beteiligt. Aber das bedeutet nicht, dass der andere Part davon ausgehen soll, dass es der andere schon irgendwie bezahlt. Mach deinem Freund klar, dass das keine Selbstverständlichkeit ist und du für ihn auch nicht alles übernehmen kannst. Ich frage mich gerade nur, wenn er einen Nebenjob hat, was passiert denn mit dem ganzen Geld? Gibt er das alles fürs Auto und Studium aus?! So teuer ist das doch eigentlich nicht ...
    Die andere Frage ist, war das schon vor euerm Zusammenzug klar, dass es finanziell eng werden könnte? Dann ist das wohl keine gute Idee gewesen.

    Ich würde mal ein Gespräch mit deinem Freund suchen und ihn fragen, wie er sich das in Zukunft vorstellt. Auch wenn du mehr verdienst als er bedeutet das nicht, dass er sich aus dem Großteil der Kosten verdrücken kann, auch wenn es ihm unangenehm ist. Es sollten sich aber schon beide daran beteiligen und wenn das irgendwie nicht klappt, dann sollte man sich überlegen, ob das so überhaupt weitergehen soll. Ich weiß nämlich auch nicht, was ich davon halten soll, wenn es ihm unangenehm ist, er sich aber im Gegenzug nicht darum bemüht daran etwas zu ändern.
    Wie lange geht denn sein Studium noch? Wenn er bald fertig ist und sich bald nach einer festen Stelle umsieht könntet ihr überlegen, ob ihr das bis dahin überbrücken wollt und könnt, ansonsten müsst ihr eine Alternative finden, die für euch beide okay ist.
     
  • Kaya3
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    12 Juni 2012
    #7
    Hm, die Frage ist ja, ob er wirklich so klamm ist, dann würde er sich wohl eher von dir abhängig fühlen und fühlt sich schlecht, wenn er dir so auf der Tasche liegt. Dann ist sein Verhalten auch sehr verständlich. Andererseits, wenn er Geld über hat, dass er anderweitig verprasst, dann würd ich mir wohl auch Sorgen machen.

    Ich finde aber nicht, dass man sich so auf den Schultern des Partners ausruhen kann. Höchstens, wenn man alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat. Aber wenn er sagt, er hätte gern mehr Geld und es ist wirklich eine größere Summe, di edu jeden Monat für ihn hinblätterst, warum sucht er sich dann nicht einen Job oder arbeitet mehr? Das müsste er ja auch, wenn er nicht in einer Beziehung wäre.
    Ich denke, das würde auch die Beziehung entlasten, er würde sich von dir wohl nicht mehr so abhängig fühlen.

    Ansonsten solltest du aber berücksichtigen: Wenn er nicht gerade ein Dauerstudent ist, der mit 30 sein Studium abbricht, könnte er durch das Studium später einen besser bezahlten Job haben als du mit deiner Ausbildung. Dann würden sich die Verhältnisse umkehren. Wie würde es dir dann gehen?
     
  • User 102949
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    12 Juni 2012
    #8
    Off-Topic:
    Das ist mMn etwas anderes, denn selbst wenn er später mehr verdient als sie wird sie ihm nicht auf der Tasche liegen wie es im Moment bei ihm der Fall ist. Das Problem sehe ich darin, dass er sich nur seeeehr wenig an den Kosten beteiligt und sie fühlt sich ausgenutzt.
     
  • Kaya3
    Kaya3 (35)
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    nicht angegeben
    12 Juni 2012
    #9
    Das kannst du so auch nicht sagen. Wenn die mal ein Haus bauen, oder sich eine größere Wohnung leisten wollen. Oder sich der Lebensstandard anheben soll...dann kann sich das schon noch wieder ändern.
     
  • Loomis
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    12 Juni 2012
    #10
    Geld ist natürlich immer eine heikle Sache und da ist es schon gut, wenn man bald eine Lösung für den Konflikt findet.

    Er ist derjenige, der weniger Geld hat - was hat er denn so an "Lustausgaben"? Ist das Auto essentiell für den Weg zur Uni oder so? Wenn nicht, dann würde ich dringend überlegen, es wegzugeben, um die laufenden Kosten zu senken. Was das Rauchen angeht, wäre es vermutlich wirklich sinnvoll, da als erstes zu sparen. Und ja, dann muss er da eben auch sparen. Wenn es kein Geld für Zigaretten gibt, gibt es eben keine Zigaretten (vielleicht ein Anreiz, um ganz aufzuhören und dauerhaft Geld zu sparen? :tongue: ). :zwinker:
     
  • User 107327
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    12 Juni 2012
    #11
    Wie lange studiert er denn noch?

    Immerhin hat er ja einen Nebenjob, also ruht er sich jetzt nicht auf deiner Tasche aus oder?
    Die Studiengebühren kosten 500€ im Semester, richtig? Sind also praktisch 85€ im Monat und schon spürbar.

    Immer eine blöde Situation, wenn man finanziell vom Partner abhängt - wie lange seid ihr schon zusammen?
    Wichtig wäre mir, dass er sich ernsthaft in sein Studium reinkniet, nicht das Geld verprasst, das er nicht hat, dort wo er kann seinen Beitrag leistet und die Partnerschaft die Perspektive auf etwas wirklich festes, dauerhaftes hat.

    Der Spruch mit den Zigaretten ist schon..doof. Finde ich auch. Aber der Anlass ist doch nichtig, oder?

    Was ihr sonst ganz praktisch machen könntet:
    -Braucht er in der Unistadt unbedingt ein Auto? Ich kam z.B. mit dem Fahrrad super zurecht, aber man ist schon weniger flexibel und unabhängig.
    - Macht mal was, das kein Geld kostet: See anstatt Bad, Film aufm Rechner (geht auch romantisch am See) statt Kino, Kochen statt essen gehen usw.. und trotzdem ab und zu mal sich gemeinsam etwas gönnen und als etwas besonderes sehen.
    - Weniger rauchen oder ganz aufhören schon Lunge und Geldbeutel.
    - Wenn er die Perspektive sieht nach dem Studium ganz gut zu verdienen: Schonmal über einen Bildungskredit nachgedacht? Die sind sehr zinsgünstig, überschaubar und entspannen die Situation deutlich. Wenn er in etwa von den Studiengebühren entlastet werden könnte bringt das ja schon einiges und das hat er im Job auch zügig wieder zurückgezahlt. Ungeheurer Mehrwert: Er wird das belastende Gefühl los dir auf der Tasche zu liegen, du wirst das belastende Gefühl los, dass du ausgenutzt wirst.
     
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  • Stonic
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    12 Juni 2012
    #12
    Tja das war bei mir und meiner Frau am Anfang auch so sie in der Ausbildung/Studium ich fest im Beruf. Dementsprechend hatte ich nun mal wesentlich mehr Geld und habe auch dementsprechend die Ausgaben bestritten und so war es eigentlich seit wir zusammen sind und wird auch so bleiben insofern kratzt mich das null.

    Mittlerweile machen wir das so wie Antiochos.
     
  • Sunflower84
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    12 Juni 2012
    #13
    Ich finde auch, dass du ein bißchen übertreibst. Aber nur, wenn du das Auto auch nutzt. Sonst würde ich das nicht als Beitrag von ihm sehen. Und wie oben schon geschrieben wurde: Ich hätte mir während des Studiums auch kein Auto leisten können; mein jetziger Mann auch nicht. Deswegen hatten wir auch keins. In einer Unistadt kommt man doch in der Regel ganz gut ohne aus, oder?

    Als ausnutzen würde ich es nicht bezeichnen, wenn du das alles freiwillig machst. wenn du die Unternehmungen nicht bezahlen würdest, würden sie vermutlich nicht stattfinden. Von daher ist es deine Entscheidung, was dir wichtiger ist.

    Sein Gewissen kannst du ansonsten ja damit beruhigen, dass du ihn in den Situationen, wo du wieder etwas bezahlst, daran erinnerst, dass er sich ja in einiger Zeit revanchieren kann, wenn er mit seinem Studium fertig ist.

    Zu der Zigarettensache: Ich würde das einfach nicht weiter kommentieren und nur dann Zigaretten holen, wenn du selber Lust drauf hast. Ihm seine Zigaretten zu finanzieren, würde ich nicht einsehen.
     

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