• Stan Smith
    Stan Smith (30)
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    Single
    6 April 2020
    #1

    Frauen fragen, wie sie zu heimlichen Schlussmachvorbereitungen stehen

    Hallo,
    Nachdem ein Threat auf Wunsch der TS geschlossen wurde, in dem das Thema aufkam, würde ich gerne an der Stelle gesondert nachfragen, weil es für mich - und vielleicht auch andere - durchaus von Bedeutung wäre die Frage zu klären.

    Viele weibliche Mitglieder waren der Meinung, es sei völlig in Ordnung bei der Trennung von einem Partner mit dem man zusammenlebt, über Monate hinweg alles heimlich vorzubereiten (neue Wohnung finden und eventuell schon möbelieren, finanzielles mit Konten etc. regeln etc.), um sich dann schnell in die neue Wohnung verdrücken zu können, nachdem man ihm offenbart, dass Schluss ist. Wohlgemerkt auch bei Ehen ohne dass der Partner gewalttätig wäre oder ähnliches - einfach weil man nicht zusammen passe.
    Argumente hierfür waren:
    - Vermeidung von Drama, wenn man damit nicht Umgehen kann. Man trennt sich ja, damit es einem selbst langfristig besser geht und daher geht es bei der Trennung primär um einen selbst.
    - Umzüge sind doof. Erstmal eine Notlösungswohnung zu suchen, bevor eine vernünftige kommt, ist ätzend.

    Ich möchte hier jetzt niemanden anklagen oder bekehren. Mir geht es stattdessen um Folgendes: Wer, der das auch als völlig legitim sieht, würde das einem neuen Partner gegenber offen zugeben wenn der frägt?

    Ich habe mich in letzter Zeit oft mit der Frage herumgewälzt, wie ich für mich (mag sicher auch andere Haltungen dazu geben. wie gesagt geht es um mich) ungeeignete Frauen beim Kennenlernen möglichst schnell erkennen kann, um nicht meine und ihre Zeit zu verschwenden. Wenn man auf sowas in der Regel ehrliche Antworten bekommt, wäre das klasse.
     
  • User 71015
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    6 April 2020
    #2
    Ganz ehrlich - jemanden, der mich beim Kennenlernen schon nach dem Schlussmachen fragt, den würde ich wohl aussortieren.
     
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  • krava
    krava (39)
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    6 April 2020
    #3
    Wenn ich mit jemandem noch nicht mal zusammen bin, besprech ich doch nicht das Schlussszenario :ratlos:
     
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    6 April 2020
    #4
    Gebe ich Dir völlig recht. Aber die wirst Du nicht bekommen. Wer beim Beziehungsende so unehrlich und konfliktscheu ist, wird es auch am Beginn sein.
    Dazu kommt: diese Frauen haben ja auch kein Unrechtsbewusstsein, sie finden es ja völlig normal und nicht weiter erwähnenswert. Auch schonmal 8 Monate lang und evtl. noch länger. :frown:


    Bauchgefühl. Und das wird gesteuert durch Empathie und Lebenserfahrung. Mehr bleibt nicht. Niemandem, auch Frauen nicht :zwinker:
     
  • User 136760
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    6 April 2020
    #5
    Wie viele Beziehungen hast du denn überhaupt schon geführt?
     
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  • Art_emis
    Art_emis (32)
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    6 April 2020
    #6
    Ich kann leider nicht sagen ob solche Menschen, dass schon von vornherein auch so zugeben würden und es mag wohl stimmen, dass die Frage nach dem Schlussmachen beim Kennenlernen vermutlich nicht als angemessen betrachtet wird.
    Nun ich bin aber zum Beispiel jemand der beim Kennenlernen allgemein eher untypische Fragen stellt.
    Bei den Standard Kennenlernfragen habe ich immer das Gefühl, man bekommt eine pauschalisierte Antwort, die mir im Grunde nichts über den Charakter des anderen verrät.
    Ich frage dann tatsächlich auch mal solche Dinge, wie "was ist dein Lieblingsdino? Welche Verschwörungstheorie ist deine liebste?", dabei ließe sich so eine Schlussmachfrage vielleicht ganz geschickt mit einbinden ohne als unangemessen gewertet zu werden. Ein Versuch wäre es Wert :smile:
     
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    6 April 2020
    #7
    Das würde mir als Grund schon reichen. Wenn ich weiß, dass mein Gegenüber mit der Situation nicht umgehen kann und ausrastet, Rosenkrieg anzettelt oder derlei, dann ist das doch Grund genug, eine Trennung vorzubereiten. Da wäre man ja schön dumm - egal ob Frau oder Mann. Wer da bei irgendwem anders unterkriechen will, kann das ja tun. Ich würde mich so einer Situation nicht aussetzen wollen.
    Ist doch gut für beide, nicht noch länger aufeinanderhocken zu müssen. Ich weiß gar nicht, was daran komisch sein soll.

    Warum sollte ich beim Kennenlernen mich darüber unterhalten, wie ich Schluss mache? Da würde erst gar nichts entstehen.
     
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  • Der Doktor
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    6 April 2020
    #8
    Ich würde niemals dauerhaft mit jemandem zusammenziehen, bei dem ich mir auch nur irgendwie vorstellen kann, dass es am Ende Drama gibt.
    Viel doofer ist es, sich monatelang das Bett mit jemandem zu teilen, den man verlassen will bzw. der einen verlassen will. Wenn ich merke, dass der andere nichtmehr die gewohnte Nähe will, würde ich erstmal selbst auf Abstand gehen und mir eine zweite Bleibe suchen. Und wer sowas nicht merkt, besitzt einfach noch nicht die nötige Reife, um mit jemandem zusammenzuleben.
     
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  • User 91500
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    6 April 2020
    #9
    Die Frage stelle ich mir auch. Denn der Eingangspost ist ja sowas naiv gestellt, dass man denken könnte, ob der TS überhaupt Erfahrungen hat mit Beziehung. In meinen Augen ist das wirklich sehr naiv zu denken, dass man auf solche Fragen von Anfang an, eine Antwort erhalten kann.

    Jeder präsentiert sich während dem daten von der guten Seite. Mit der Zeit erst trennt sich die Spreu vom Weizen. Meist beginnt es ja bei Kleinigkeiten, lügt/vetuscht der Partner bei kleinen Problemen? Ist der Partner sehr konlfiktscheu?
    Das zeigt aber immer erst die Zeit, also umso mehr man miteinander unternimmt und Dinge teilt, desto besser kennt man die Person.
     
  • Sun-Fun
    Sun-Fun (48)
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    6 April 2020
    #10
    Nur fürs a Protokoll, genauso hat sich mein Ex Verhalten.... Und darum würd es nie machen (ausser bei Gewalt). Ich empfinde es, als unreif und wenig reflektiert. Ich denke als erwachsene Person sollte man es schaffen, dich respektvoll und mit Anstand zu trennen. Hintenrum schon alles planen und vorne einen auf Alltag machen ist für mich nicht das korrekte Miteinander....
     
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  • User 140332
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    6 April 2020
    #11
    Kann man nur nicht immer vorher wissen. Hätte ich von meinem sonst rationalen Ex auch nicht erwartet. Aber am Ende waren es 4 Monate Rosenkrieg.

    Ich halte nichts vom geheim halten, aber ich hätte mir eine Menge Drama erspart.
     
  • Der Doktor
    Der Doktor (29)
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    6 April 2020
    #12
    Solche Fälle gibt's leider tatsächlich und das ist auch schade.
    Ein letztes Restrisiko kann man fast nirgendwo im Leben ausschließen. Und wie überall darf man sich auch hier nicht zu unverhältnismäßigen Maßnahmen hinreißen lassen.
     
  • User 177271
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    6 April 2020
    #13
    Ich erlebe das in meinem nahen Umfeld gerade, dass Sie sich bald trennen möchte, schon Möbel besorgt und sich auch Wohnungen anschaut. Ob Er davon weiß, kann ich nicht zu 100% sagen aber da Er auch sehr gewaltbereit ist(leider auch dem Hund gegenüber), sehe ich das als Selbstschutz und unterstütze das damit.
    Sollten andere Gründe bei so einer Situation vorliegen ist es schon fragwürdig und ich denke auch, dass man da dann nicht auf heile Welt machen sollte, weil das einfach unfair wäre.
    Bei den richtigen Gründen finde ich das aber absolut okay und würde es auch tun.
    Im Endeffekt ist das auch jedem selbst überlassen.
     
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    6 April 2020
    #14
    Ich habe mich noch nie getrennt, bin noch immer in meiner ersten Beziehung, das ist also alles reine Theorie:

    Würde ich heute keine Rettung mehr der Beziehung sehen, ja ich würde mir zuerst Gedanken machen, wie es weiter gehen könnte. Ich würde definitiv nicht erst Schluss machen und dann schauen, wie es finanziell aussieht, wohin ich (ggfs mit den Kindern) könnte, welche Absprachen man wegen der Kinder machen müsste und würde schauen was für Unterhalt mirnzustünde, zu Beratungsstellen gehen, etc.
    Das liegt in meinem Fall aber daran, dass ich wirtschaftlich sehr abhängig von meinem Mann bin und eben noch Kinder im Spiel sind. Ohne sie könnte ich relativ problemlos zu Freunden oder meinen Eltern gehen.
     
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  • User 65998
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    6 April 2020
    #15
    Ich kann mir das Vorangegangene dazu so schlecht vorstellen, ohne an eine ziemlich konfliktbeladene Beziehung am seidenen Faden zu denken. Wenn jemand soweit ist, sich vom Partner in jeder Hinsicht zu trennen, wird es doch bezüglich dessen Anlässe, Situationen, Gespräche gegeben haben, in denen man die Beziehung (gemeinsam) auf den Prüfstand stellt. Dass der eine die Beziehung als völlig intakt empfindet und der andere hintenrum eine neue Wohnung sucht, ist doch eher unwahrscheinlich, oder bin jetzt ich naiv?

    Jedenfalls kommt doch nicht aus dem Nichts. Wenn das Beziehungsklima über einen mittelfristigen Zeitraum hinweg immer schlechter wird, man aber keine Energie aufbringen möchte oder es einfach nicht schafft, das Ruder noch rumzureißen, dann kann ich mir so einen Abschied auf Raten schon eher vorstellen. Aber dann kommt das Ende doch wahrlich nicht wie eine große Überraschung daher. Ehrlich gesagt muss man doch irgendwie damit rechnen, dass einer irgendwann keine Lust mehr hat, wenn man an so gar nichts mehr gemeinsam Freude hat.

    Deshalb verstehe ich die Empörung über das skizzierte Verhalten gerade nur so halb. Anders wäre es, würde aktiv gelogen werden. Also, indem man z.B. vereinbart, wirklich noch mal gemeinsam an der Beziehung arbeiten zu wollen, das Vergangene aufarbeiten etc., um daraus zu lernen und es besser zu machen, weil man es wirklich noch mal probieren möchte. Und stattdessen wird hinter dem Rücken des anderen eben die gewonnene Zeit genutzt, nach einer neuen Wohnung zu suchen, weil die Absicht war nie da war, wirklich an der Beziehung arbeiten zu wollen. Dann würde mich das ebenfalls herb enttäuschen. Aber selbst da: Aus allen Wolken fällt man da doch nicht, oder? Dass etwas im Argen lag und liegt, ist dann doch mehr als offensichtlich.
     
  • Der Doktor
    Der Doktor (29)
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    vergeben und glücklich
    7 April 2020
    #16
    Man muss mal festhalten, dass sich Männer wie Frauen Partner suchen, die seelisch ungefähr auf der selben Stufe stehen (Ausnahmen in beide Richtungen vorbehalten): Auf der einen Seite stehen die optimalen Beziehungen zwischen zwei geistig reifen Menschen, die sich auch genauso erwachsen trennen können; in der Mitte so das übliche, was man normalerweise hier im Forum liest, und am anderen Ende die ausbeuterischen Beziehungen, in denen fast immer beide einen seelischen Knacks haben, z.B. die Leute, die immer an (körperlich oder psychisch) gewaltsame Partner geraten.

    Was ich damit sagen will: Wie die Beziehung ist, so wird sie auch enden.
     
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  • User 140332
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    vergeben und glücklich
    7 April 2020
    #17
    Also keine Weiterentwicklung der eigenen Person?

    Sehe ich ganz und gar nicht so. Menschen lernen dazu, verabeiten Rückschläge, wachsen in Beziehungen und erlangen neue Erkenntnisse über sich selbst.

    Alles andere bedeutet nur Stillstand. Und das möchte ich ganz explizit nicht für meine Person, noch für meine Beziehung.
     
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  • User 174241
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    nicht angegeben
    7 April 2020
    #18
    Ich hatte das auch mal in einer Beziehung. Hatte gemerkt, wie sie Woche um Woche kühler wurde, habe gekämpft, versucht etwas zum Besseren zu wenden, versucht irgendwas tun zu können... währenddessen hatte sie aber schon abgeschlossen und einfach nur den Auszug und das weitere Leben organisiert um dann möglichst konsequent schluss machen zu können.

    Das hat damals ziemlich weh getan.
     
  • User 96053
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    7 April 2020
    #19
    So sehe ich das auch.
    Als unsere Beziehung begann, war ich absolut unerfahren, immerhin habe ich noch nie schlechte Erfahrungen in Sachen Liebe gemacht. Ich habe sogar Fehler gemacht, die mir viele andere Männer nicht verziehen hätten, unter anderem (und darauf bin ich ganz und gar nicht stolz) habe ich meinen Mann (damals Freund) mit einer Trennung erpresst, um meinen Willen in einem Streit durchzusetzen. So einige hätten sich (zurecht) von mir getrennt, mein Mann hat stoisch ertragen, dass ich erst reifen muss.
    Heutzutage würde ich das nicht mehr tun und ich traue uns beiden eine Trennung im Guten und mit Rücksichtnahme aufeinander zu.

    Ich war eine arme Studentin, als ich zu meinem Mann zog - schon beim Einzug haben wir über eine mögliche Trennung gesprochen, mir war nämlich wichtig, dann wenigstens einen Schreibtisch und ein Bett zu haben. Meine Sachen lagern also zum Teil immer noch im Keller. Eine Wohnung hätte ich mir nun nicht vorher gesucht, aber ich wäre sicher erst mal zu (verschiedenen) Freunden gezogen, bis ich etwas Bezahlbares gefunden hätte.
     
  • User 173891
    Öfters im Forum
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    nicht angegeben
    7 April 2020
    #20
    Hm schwierige Frage.
    Den Fall hatte ich noch nicht, dass ich hätte Schluss machen müssen.

    Klar könnte man beim Dating sagen "so oder so würde ich handeln" aber kommt es nicht immer auch ein bisschen auf die Beziehung an, wie man sich entwickelt, und was letztendlich zur Trennung führt, ob man die Entscheidung nicht doch noch revidieren kann / muss?

    Angenommen, mein Partner würde nach einer Weile zu Gewalt, oder anderen nicht hinnehmbaren Eigenschaften neigen, würde ich vermutlich auch die Variante wählen, mir erst etwas neues zu Suchen (sofern keine Möglichkeit besteht wo anders erstmal unter zu kommen) und dann Schluss zu machen, wenn ich sofort flüchten könnte.
    Ich denke es kommt immer auch ein bisschen auf die Umstände an warum man denn ne Trennung will. Aber ne Garantie, dass es ohne Drama verläuft hat man so oder so nicht, egal welche Variante man wählt.
     

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