Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren
  • User 164174
    Öfters im Forum
    216
    53
    68
    Verheiratet
    9 November 2017
    #1

    Freunde und Freundschaften

    (weiß jetzt nicht obs die richtige Rubrik ist, "Kummer" ist da vielleicht etwas übertrieben. Vielleicht Seltsamkeiten wäre passender)

    Servus zusammen,

    mich würde interessieren, habt ihr eigentlich alle eine Art "Best Friend"? Oder gibts hier auch Leute ohne nennenswerten engen Freundeskreis - zwar mit Bekannten und Kollegen, aber nicht wirklich jemanden, den man als echten Freund bezeichnen würde?

    Wenn ja, stört euch das und wie ist es dazu gekommen?

    Kurz zu mir: ich war immer schon Einzelgänger ohne nennenswerte Freunde. Ich hatte nie Probleme damit, aber langsam stört mich das und ich denke, dass ich etwas komisch bin.

    lg
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 November 2017
  • User 161129
    Sorgt für Gesprächsstoff
    55
    43
    51
    Verheiratet
    9 November 2017
    #2
    Also ich hab schon zwei bzw drei sehr gute und enge Freunde, seit vielen Jahren.
    Mein Mann ist da ziemlich genau wie du. Typ Einzelgänger und er ist damit absolut zufrieden. Hab ich anfangs ehrlich gesagt etwas komisch gefunden. Mittlerweile gar nicht mehr. Er ist sehr im Beruf eingespannt und seine Freizeit verbringt er lieber Zeit mit mir/uns.

    Wieso stört dich das jetzt? Hättest du wirklich gerne einen engen Freund oder meinst du, dass sich "das so gehört"?
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
    • Hilfreich Hilfreich x 1
  • User 135804
    Planet-Liebe Berühmtheit
    5.152
    398
    2.911
    Verliebt
    9 November 2017
    #3
    Ich habe eine beste Freundin (kenne sie ein Leben lang und seit über 25 Jahren sind wir beste Freundinnen), einen besten Freund und eine weitere sehr enge Freundin. Und weitere Freundschaften, die aber nicht ganz so intensiv sind wie die genannten.
    Ohne meine Freunde wäre ich verloren (auch wenn ich eine tolle Familie hab), ich bin sehr dankbar, so tolle Menschen in meinem Leben zu haben.
    Ich kanns mir anders auch gar nicht vorstellen - und kann gar nicht nachvollziehen, wie man niemals in seinem Leben einen wahren Freund gefunden haben kann. Denn man lernt ja Menschen kennen im Laufe der Jahre, von denen einige nun mal so besonders sind und mit denen einiges gemeinsam hat - ich meine also, Freundschaften ergeben sich doch natürlicherweise. Kenne ich zumindest nur so.
    Wenn es dich wirklich stört, lerne halt potenzielle Freunde kennen. Möglichkeiten gibt es ja heutzutage wirklich mehr als genug.
     
  • User 164174
    Öfters im Forum Themenstarter
    216
    53
    68
    Verheiratet
    9 November 2017
    #4
    Schwierig zu beschreiben.
    Meine Frau ist eigentlich mein "best friend", seit 17 Jahren sind wir zusammen. Jetzt bekommt sie Besuch am Wochenende und hat gemeint, ich solle das doch nutzen und mal wieder ausgehen.

    ähm. Hab ich kurz überlegt, Lust hätte ich ja schon aber allein?
    Und so haben die Rädchen angefangen zu rattern im Kopf. Ist das normal? Was lief schief? Ist das gut? Ich kann mir vorstellen, dass das schwieriger wird, je älter man wird. Und wenn die Familie / Kinder nicht mehr so im Fokus steht wird das irgendwann belastend, denke ich mir.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 9 November 2017 ---
    Tinder für Freundschaften oder wie meinst du das mit dem "heutzutage"? Ich denke eher, je mehr man im Beruf und Familie steckt, desto schwieriger wirds irgendwelche Leute kennenzulernen.
     
  • alpaslan
    alpaslan (32)
    Öfters im Forum
    301
    68
    133
    nicht angegeben
    9 November 2017
    #5
    Ich habe zwei sehr enge Freunde, was mir reicht. Daneben steht dann mein soziales Umfeld.
    Meine Erkrankung war ein guter Gradmesser, um den Wert von Freundschaften zu ermitteln. Ich brauche nicht viele Menschen, um mich herum, aber die Gewissheit, dass es für den Fall der Fälle welche gibt, ist mir wichtig,
     
  • User 161129
    Sorgt für Gesprächsstoff
    55
    43
    51
    Verheiratet
    9 November 2017
    #6
    Naja, abends ausgehen kannst du ja auch mit Bekannten/Kollegen. Das macht mein Mann dann schon hin und wieder... Aber dafür brauchts keinen "best friend", oder?
    Mein Mann konzentriert sich lieber auf sehr wenige Menschen in seinem Umfeld (in Sachen Freundschaft oä), auf die aber umso mehr.

    Aber wenn du meinst, es wäre für dich an der Zeit einen guten/besten Kumpel zu finden, dann solltest du dem auch nachgehen.
     
  • Tahini
    Tahini (46)
    Sehr bekannt hier
    1.729
    198
    955
    in einer Beziehung
    9 November 2017
    #7
    Ja, habe ich.
    Mehrere, allerdings, aus unterschiedlichen Welten und Leben und Ländern... aber es funktioniert, denn ich bin ja auch immer noch ein bisschen all das, was ich mal war, und so gibt es fuer all diese Aspekte meiner selbst auch noch den passenden, besten Freund. Einen in USA, einen in Kanada, einen in Neuseeland, einen in Israel... Freunde sind Vertraute, mit denen man sich beraten kann. Fuer mich zumindest.
     
  • User 71015
    User 71015 (37)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    4.905
    348
    4.793
    vergeben und glücklich
    9 November 2017
    #8
    Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und neige dazu, zu Menschen, die ich schätze, sehr enge Bindungen einzugehen.
    Entsprechend habe ich einen sehr breit gefächerten Freundeskreis. Eine Reihung nach "bester" usw. möchte ich da gar nicht vornehmen. Die Nähe gestaltet sich einfach unterschiedlich.

    Trotzdem würde ich so spontan niemanden für das kommende Wochenende "organisieren" können. Mein Freundeskreis erstreckt sich über ganz Deutschland und es kommt eher niemand "mal schnell vorbei", um zusammen ins Kino zu gehen oder so. Das liegt daran, dass ich hier ein bisschen in der Provinz lebe. Gemeinsame Aktivitäten gibt es zwar regelmäßig, aber bedürfen doch einiger Zeitplanung.
    Auf der Arbeit bin ich meistens nicht so eng mit den Leuten warm geworden, dass ich mich nennenswert privat mit ihnen treffen würde. Also ein ungeplantes "Geh doch mal aus", würde mich auch überfordern, obwohl ich einen durchaus ansehnlichen Freundeskreis habe.
     
  • User 44981
    User 44981 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    4.409
    348
    2.266
    Single
    9 November 2017
    #9
    Ich habe meinen "besten Freund", mit dem ich seit ca. 27 Jahren befreundet bin.
    Dazu gibt es noch ein befreundetes Paar (sie würde ich wohl als meine beste Freundin bezeichnen), das ich aber nur ziemlich selten sehe, sowie eine Freundin, mit der ich gerade nur virtuellen Kontakt habe (Whatsapp, usw. - Aber das ist für diese Freundschaft nicht so ungewöhnlich. Da haben sich schon immer Phasen von persönlichem Kontakt mit Phasen mit mehr oder weniger häufigem virtuellem Kontakt abgewechselt und wenn wir uns mal wieder treffen, wird es so sein, als hätten wir uns nur ein paar Wochen lang nicht gesehen, obwohl es tatsächlich einige Jahre waren.)
    Weiterhin habe ich noch Kontakt mit zwei Kommilitoninnen, wobei das eher Bekanntschaften und keine richtigen Freundschaften sind, viele Vereinskameraden (die ich überwiegend bei Vereinsveranstaltungen sehe) und ein paar Kollegen, mit denen ich gelegentlich auch mal privat etwas unternehme.

    Eine Freundschaft aus der Schulzeit ist inzwischen nahezu vollständig eingeschlafen, da er sich fast nie bei mir meldet und ich keine Lust habe, ihm hinterherzulaufen.

    Neue Freunde zu finden, halte ich mit zunehmendem Alter für ein immer schwierigeres Unterfangen.
    All meine Freundschaften entstanden noch während meiner Schulzeit. Danach hat sich irgendwie nicht mehr viel ergeben.
    Nur der ehemalige Freund und jetzige Mann meiner besten Freundin kam erst ein paar Jahre später dazu und wurde noch später erst zu einem richtigen Freund. Aber da habe ich ja nicht wirklich zum Entstehen der Freundschaft beigetragen, sondern meine beste Freundin hat sich einfach einen tollen Mann angelacht.
     
  • User 122533
    Sehr bekannt hier
    306
    178
    527
    vergeben und glücklich
    10 November 2017
    #10
    An der Uni war das einfach, da gab es noch genug sehr ähnlich tickende Menschen und viel Zeit...
    Jetzt bin ich 500km weit weg und die guten Freundschaften halten sich zwar, sind aber trotzdem nicht mehr so intensiv wie vor Ort, denn mehr als 1-2 Mal im Jahr sind Treffen bei der Entfernung einfach nicht drin.

    In dieser Stadt habe ich mit meinem Freund nach der Arbeit schon fast genug. Ich brauche viel Zeit für mich und da bleibt neben der Beziehung einfach nicht mehr viel übrig.
    Ich habe hier ein paar wenige nette Menschen gefunden, mit denen ich mich wirklich gut verstehe, wo man auch mal eine halbe Nacht lang durchquatschen kann, es schön und lustig ist. Ich könnte noch ein paar lockerere Freundschaften gebrauchen, bin da aber sehr wählerisch und bislang wenig fündig geworden.
    So richtig nahe ist es hier (abgesehen von meinem Freund) nur mit einem - der ursprünglich aus der gleichen Ecke stammt wie ich. Die Leute sind dort einfach anders, herzlicher, freundlicher, da bleibt man gleich aneinander hängen, wenn man in der Ferne einen von den Seinen trifft, der das genauso sieht. :zwinker:
     
  • User 15352
    Beiträge füllen Bücher
    4.139
    248
    1.765
    Verheiratet
    10 November 2017
    #11
    Ich habe mehrere enge Freunde, doch leider wohnen die mittlerweile überall in Deutschland verteilt. Meine beste Freundin, die ich schon seit zwanzig Jahren kenne, wohnt allerdings hier in der Nähe und wir sehen uns mindestens alle zwei Wochen. Ansonsten habe ich seit kurzem durch diverse "Mamikurse" neue Kontakte geknüpft, ob daraus Freundschaften entstehen, wird sich zeigen :smile:
     
  • alpaslan
    alpaslan (32)
    Öfters im Forum
    301
    68
    133
    nicht angegeben
    10 November 2017
    #12
    Ich lerne gerade, dass Sozialleben natürlich auch mit Aktivität zu tun hat. Hier kenne ich erstmal kaum jemanden und eigentlich führe ich gerade ein eher einsames Leben.
    Du bist wie du bist und ein Freundeskreis gewinnt seine Qualität nicht durch seine Größe.
    Wenn du Menschen kennenlernen willst, such dir Hobbies mit Menschen oder geh zu Veranstaltungen, wo du mit Menschen in Kontakt treten kannst.

    Freundschaften können bis ins hohe Alter geschlossen werden. Meine Großmutter hat bei einem Krankenhausaufenthalt eine Freundschaft geknüpft, die erst durch Tod beendet wurde und damals war sie 82.
     
  • User 113006
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    2.485
    348
    3.803
    nicht angegeben
    10 November 2017
    #13
    Der Beitrag von efeu kann ich unterschreiben. Bei Freunden bin ich wählerisch, ich brauche viel Zeit für mich und mag in einer Freundschaft einen gewissen Freiraum haben. Mit Menschen, die dieselbe Herkunft wie ich haben, verstehe ich mich in der Regel besser.

    Zwei enge Freundinnen leben in anderen Städten, jedoch tut das der Freundschaft keinen Abbruch. Manchmal fehlen mir insbesondere ein paar Mädels hier in der Stadt, das merke ich sehr deutlich. :ups:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 10 November 2017 ---
    Der Beitrag von efeu kann ich unterschreiben. Bei Freunden bin ich wählerisch, ich brauche viel Zeit für mich und mag in einer Freundschaft einen gewissen Freiraum haben. Mit Menschen, die dieselbe Herkunft wie ich haben, verstehe ich mich in der Regel besser.

    Zwei enge Freundinnen leben in anderen Städten, jedoch tut das der Freundschaft keinen Abbruch. Manchmal fehlen mir insbesondere ein paar Mädels hier in der Stadt, das merke ich sehr deutlich. :ups:
     
  • User 135804
    Planet-Liebe Berühmtheit
    5.152
    398
    2.911
    Verliebt
    10 November 2017
    #14
    Nope ich meinte schlicht, dass es etliche Möglichkeiten gibt, um neue Menschen kennenzulernen - offline und online. Online meine ich aber nicht sowas wie Tinder, sondern dass man sich eben z.B. in Communities oder Foren zu bestimmten Themen kennenlernen kann, eben über die Interessen/Weltanschauung/Hobbys etc.
    Und klar hat man weniger Zeit für solche Dinge und das Ausgehen, je mehr Verpflichtungen man hat. Aber ich sag mal so, ich hab durch Krankheiten und Selbstständigkeit seltenst Zeit und Chancen für solche Dinge - und dennoch immer wieder neue Menschen kennengelernt und neue Freundschaften etabliert. Denn auch durch Zufälle oder das Aufhalten am richtigen Ort kann man tolle Leute kennenlernen, das muss nicht viel Zeit kosten.
    Und letztlich ists doch so: Ist einem etwas wichtig, tut man auch alles nötige dafür. Und tut mans nicht, heißt das, es ist einem schlicht nicht (sehr) wichtig - und dann kann mans auch einfach sein lassen und gut ist. Niemand sagt, du musst Freundschaften schließen, wenn du ohne auch zufrieden bist (auch wenn das für mich undenkbar wäre, ohne meine beste Freundin säße ich sicher nicht mal mehr hier...)
    Ich will sagen: Wenn dir wirklich was daran liegt, wirst du einen Weg finden!
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 10 November 2017 ---
    Da widerspreche ich aber! Bei mir hat sich daran nie was geändert, mir fällt das heute wie damals leicht. Gerade erst wieder jemanden kennengelernt (mit fast 37), mit dem ich mich gerade anfreunde. Ist keine Frage des Alters.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 10 November 2017 ---
    Wer denn nicht?! Natürlich will man nicht mit jedem befreundet sein.
     
  • User 107106
    Planet-Liebe ist Startseite
    3.951
    548
    5.109
    Verheiratet
    10 November 2017
    #15
    Meine engen Freunde und guten Bekannten kenne ich alle seit mindestens 10 Jahren. (Schule, teils Kindergarten, Ferienlager) Einzige Ausnahme bilden die Jungs meines Mannes, das sind Freunde aus dem ersten Semester, das ist bei denen *rechne,* 7-8 Jahre her.
    Bekannte über die Kinder, laufen auch nur über und mit den Kindern. Sollten unsere Kids kein Interesse mehr aneinander haben, würde sich das wahrscheinlich im Sande verlaufen.

    Generell bin ich recht gut im Kontakt halten. Meist bin ich die jenige, die immer mal wieder Kontakt sucht, sodass Freundschaften nicht einschlafen. Das ist echt arbeit und zwei Freundinnen haben sich dafür auch schon bedankt, weil sie das nicht so gut können.
     
  • Demetra
    Demetra (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.512
    108
    489
    Verheiratet
    10 November 2017
    #16
    Ich habe unglaublich viele Bekannte und natürlich auch Menschen, die mir mehr bedeuten als Andere, aber wirkliche tiefe Freunde...hm. Nö.

    Außer meinen Mann. Der ist die zweite Hälfte meiner Selbst. Aber ansonsten bin ich sehr gerne allein.
     
  • Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.601
    398
    3.435
    Single
    10 November 2017
    #17
    Ich habe einen großen Bekanntenkreis und Freunde in jeglicher Abstufung. Irgendwo gibt es da auch einen harten Kern an Personen, die mir schon lange was bedeuten und sich irgendwie über die Jahre gehalten haben. Die würde ich dann schon als meine engsten Freunde bezeichnen. Es gibt aber auch noch recht junge Bekanntschaften, die mir wichtig sind und mir irgendwie ans Herz wachsen. Mag sein, dass es mit Berufsleben, Familienzeug usw. immer schwieriger wird, neue Freundschaften zu schließen, zumindest redet man sich das häufig ein. Tatsächlich liegt es aber viel an einem selbst, wie offen man mit Menschen umgeht und inwieweit man sich überhaupt noch in Kreisen bewegt, wo man neue Freundschaften schließen kann.
     
  • User 27300
    User 27300 (42)
    Meistens hier zu finden
    361
    128
    142
    Single
    11 November 2017
    #18
    Ich habe eine Person, die ich als echten Freund bezeichnen kann. Wir kennen uns mittlerweile seit über 30 Jahren, haben uns in der 5. Klasse kennengelernt. Und auch wenn wir bei viellen Sachen sehr unterschiedlich sind und es fast ein Ding der Unmöglichkeit ist, bei unserer gemeinsamen Interessenlage z.B. mal einen gemeinsamen Ausgehabend zu realisieren, weiß ich, das wir uns jederzeit gegenseitig rund um die Uhr erreichen können, wenn irgendwas sein sollte.

    Ich hatte noch 2 andere Personen, welche ich bis vor etwa 6 Jahren als Freunde bezeichnet hätte. Musste aber in einer Lebenssituation, wo sie mich enttäuscht haben, feststellen, dass diese beiden bestenfalls Kumpels sind. Einer davon, den ich ebenfalls schon über 30 Jahre kenne, zu dem habe ich noch heute unregelmässig Kontakt, da wir gemeinsame Hobbys haben. Darüber hinaus erwarte ich von ihm aber nicht mehr viel. Zu dem Zweiten, kenne ihn auch schon über 20 Jahre, habe ich damals den Kontakt abgebrochen bzw. einschlafen lassen, nachdem wir uns in entsprechender Situation mal bzgl. unserer Definition von Freundschaft ausgetauscht hatten...

    Ich bin häufig überrascht bzw. skeptisch, wie inflationär manche Menschen mit dem Begriff Freundschaft umgehen. Für mich gibt es eine klare Abgrenzung zwischen Freunden und Kumpels/Bekannten/Kollegen.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  • Sun am See
    Sun am See (23)
    Öfters im Forum
    368
    68
    123
    offene Beziehung
    12 November 2017
    #19
    Ich habe vier wirklich gute Freunde (die mich von A bis Z kennen, inklusive meiner Beziehungsform und meiner psychischen Probleme) und zwei eher lockere Freundschaften. Alle anderen würde ich eher als Bekannte einstufen.

    In meiner Schulzeit hatte ich eine relativ große Clique mit acht Leuten. Mit Vieren davon war ich enger befreundet. Eine Freundschaft davon ist schon vor Ende der Schulzeit und vor meinem Umzug kaputt gegangen, eine erst dieses Jahr. Die anderen beiden Mädels sind auch 2,5 Jahre nach meinem Umzug noch gute Freunde von mir, wobei eine mittlerweile auch zum Studieren weggezogen ist. Neben der Clique hatte ich noch zwei andere gute Freunde, von denen leider eine Freundschaft ebenfalls dieses Jahr kaputt gegangen ist. Die andere Freundschaft besteht noch.

    Seit ich zu meinem Partner gezogen bin habe ich durch FSJ, Arbeit, Studium, Reitsport, Sommercamp usw. viele neue Leute kennengelernt, wodurch mehrere Bekanntschaften und auch drei Freundschaften entstanden sind.

    Da ich nicht die tollste Familie/Eltern habe und nicht die einfachste Kindheit hatte, bedeuten mir meine Freunde und mein Partner sehr viel und sind für mich zusammen mit meiner kleinen Schwester und meiner lieben Omi meine Familie :herz:
     
  • User 164174
    Öfters im Forum Themenstarter
    216
    53
    68
    Verheiratet
    13 November 2017
    #20
    So sehe ich das auch.

    Als ich selbständig war, habe ich nach persönlichen Enttäuschungen zu Kunden und auch Freelancer-Kollegen eine professionelle Distanz aufgebaut. Denn wenn es um Geld geht, ist Freundschaft schnell vorbei, zudem wird eine Kumpelei auch gerne strategisch von externen Dienstleistern benutzt, da muss man sehr gut aufpassen.
    Diese Distanz habe ich im jetzigen Angestellten-Job fortgesetzt, während andere in der kompletten Firma mit dem DU unterwegs sind, halte ich das SIE außerhalb der Abteilung für angemessen, egal ob die Leute im gleichen Alter sind - und eigentlich sind die Leute hier recht locker drauf.

    Freunde aus Hobbys habe ich aktuell keine, ich war zwar seit meiner Kindheit in einem Verein, in den letzten Jahren sogar als Vorstand an entscheidender Stelle, daraus hat sich aber nichts ergeben, was über das Maß einer Bekanntschaft hinaus ging. Hier habe ich das Hobby allerdings aufgegeben und die Leute fehlen mir überhaupt nicht. Meine andere Leidenschaft ist der Sport, aber als Läufer laufe ich ausschließlich alleine, und das Krafttraining mache ich zuhause im eigenen Studio. Auch hier fehlt ein gewisser Austausch mit Anderen, bei einem Bierchen mal über Sport, Training etc quatschen. Klar, vieles kann man online über Foren und Gruppen machen, aber schlussendlich kann man die echte Welt dadurch nicht ersetzen.

    Das heisst diese Gruppe würde ich nur als Bekannte bezeichnen, die man ab und an mal trifft (nicht zu oft, eher sporadisch) und ein Bierchen trinken kann. Aber nicht zu oft und auch private Themen sind da weitgehend tabu.

    Bleibt die Gruppe der wirklich engen Freunde.
    Je länger ich in der Beziehung zu meiner Frau bin (17 Jahre bislang) desto wichtiger finde ich das. Allerdings haben sich die engen Freundschaften weiter auseinander entwickelt durch unterschiedliche Lebensentwürfe. Während ich 3 Kinder habe und auf dem Land lebe, ist bespielsweise Freund #1 Dauersingle in einer Großstadt und es sieht auch so aus, dass es mit Familie und Kindern nichts mehr wird, und Freund #2 ist eigentlich nur im Ausland unterwegs, auch keine Familie, und man verlor sich nach und nach aus den Augen.

    Ich muss sagen, diese Selbstreflektion hier hat mir jetzt schon mal geholfen und ein paar Baustellen aufgezeigt die ich angehen werde. Danke euch auch wenn ich euch nicht kenne :smile:
     
    • Lieb Lieb x 1

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten