• 5 September 2013
    #1

    Freundschaft nach Liebe

    Guten Morgen liebe Planet-Liebe Community :smile:)
    Ich hab da mal ne Frage an euch....
    Wieso ist es in den meisten Beziehungen die in jungen Jahren angefangen haben (Wobei das ja eig keine Rolle spielt) nicht möglich nach der Beziehung eine gemeinsame Basis einer Freundschaft zu finden?
    Gut wahrscheinlich brauch auch dies immer wieder Zeit bis so etwas möglich ist..
    Und Wohlmöglich sind oftmals dinge vorgefallen die eine "normale" Freundschaft sofern das zwischen Ex-Partnern möglich ist eben unmöglich machen.

    Zum Beispiel bei mir ... Ich war mit meiner ex fast 3 Jahre zusammen...es viel weißgott nichts schlimmes vor...und ICH war der jeniege der wahrscheinlich nicht damit klar gekommen wäre anfangs eine Freundschaftliche Beziehung zu führen..
    Jedoch nach nun mehr 3 weiteren Jahren die das her sind..scheint sie immer noch nicht dazu in der Lage zu sein..Ich frag mich dabei immer nur wieso..?

    Es ist doch mittlerweile so viel Wasser der Donau runtergeflossen das ein normaler Umgang doch wohl möglich zu sein mag oder?..Gut anfangs wollte sie das nicht...sie wollte mich vergessen und war davon überzeugt das das nicht gehen würde wenn man im Kontakt bliebe.. Aber nun? Auf keinen Geburstags-Glückwunsch Nachricht wird geantwortet..Null Reaktion.
    Dabei war Sie immer die jeniege die meinte.."Wir können ja nach ein paar Jahren uns wieder neu kennenlernen und Kontakt haben". Und nein es geht mir nicht drum ihr wieder Näher zu kommen sondern einfach um die Tatsache :zwinker:
    Habt ihr ähnliche Erfahrungen schon gemacht / machen müssen? Und wie hat sich das die Jahre weiter entwickelt :smile:)
     
  • User 34612
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    Redakteur
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    nicht angegeben
    5 September 2013
    #2
    Ich kenne zumindest die Erfahrung, dass der Kontakt zu Ex-Partnern aus frühen Jahren einschläft, ja.
    Ich begründe das damit, dass mittlerweile einfach keine Berührungspunkte mehr da sind und es ansonsten auch nicht die Personen wären, die ich mir für Freundschaften aussuchen würde, weil man sich einfach in unterschiedliche Richtungen entwickelt hat.
    Finde ich aber auch überhaupt nicht schlimm und ich vermisse da nix.
     
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  • Fuchs
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    5 September 2013
    #3
    Ich hab die gegenteilige Erfahrung gemacht. Bin noch recht gut mit meiner Ex befreundet, aber ganz nüchtern betrachtet: es ist oftmals bequemer und einfacher, eine Person komplett aus den Leben zu streichen anstatt ein Verhältnis zu etwas umzuformen, gerade wenn man sich nicht im völligen gegenseitigen Einverständnis trennt, was bei den meisten Beziehungen der Fall ist. Da wird jemand verletzt und dann macht man aus Selbstschutz schon dicht.

    Es ist schon traurig, dass deine Ex selbst nach Jahren nicht mal mehr ein Wort mit dir wechselt, da ich schon meine, dass zur Trennung irgendwie auch gehört, dass man eine Art neutrales bis positives Verhältnis zu seinem Ex aufbaut, anstatt diesen eher negativen Verbannungsmechanismus zu entwickeln. Aber weißt du, letzten Endes ist es ihr Recht sich die Leute auszusuchen, mit denen sie noch verkehren will. Es kann mannigfaltige Gründe dafür geben, warum es günstig für sie ist, dich so zu behandeln.

    Man kann es natürlich immer wieder versuchen, aber es ist vergeblich jemanden zu einer Freundschaft nötigen zu wollen, der dafür keine Verwendung sieht. Ich hoffe, du nimmst es dir nicht zu sehr zu Herzen. Ihr Verhalten sagt mehr über ihren Charakter als über dich aus... :zwinker:
     
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  • User 68775
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    5 September 2013
    #4
    Tja, schade drum, aber sie wird ihre Gründe haben. Es ist sowieso immer eine... besondere Art von Freundschaft, die man mit Exfreunden/innen aufbauen kann, weil einfach so viel zwischen einem steht, dass nicht in eine Freundschaft passt. Außerdem wart ihr auch ziemlich jung, offenbar, da macht die Entwicklung nochmal große Sprünge. Allerdings gibt's auch Unterschiede zwischen Freundschaft und prinzipieller Höflichkeit. Wenn sie wirklich eine komplette Funkstille einhält, dann will sie dich offenbar komplett und dauerhaft aus ihrem Leben haben.

    Ich habe ein ... höflich normales Verhältnis mit meinem Exfreund, und mehr würde nicht gehen - weil er mich nervt. Ich vermisse ihn schon, ja, den Menschen den ich vor der Beziehung als einen guten Freund hatte. Aber den gibt's für mich nicht mehr. Wir haben uns beide verändert, die Trennung war wenig schön und alles andere als harmonisch... eine wirkliche Freundschaft mit Vertrauensverhältnis ist per se schon nicht möglich, weil ihm nie ein Wort glaube. Aber ich bin auch speziell - und in der Beziehung sehr nachtragend. Wenn man mich einmal richtig enttäuscht hat, ohne dass ich aus irgendeinem Grund dafür Verständnis aufbringen kann, dann wars das und wird nie mehr.
    Aber wie der Fuchs schon sagt, ist es oft auch schlicht einfacher, jemandem komplett aus dem Leben zu verbannen und sich nicht mehr damit auseinander setzen zu müssen, als die Bemühungen auf ein normales zwischenmenschliches Verhältnis zu kommen. Hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich es auch vorgezogen :zwinker: Aber so bin ich ganz froh, dass es sich friedlich genug anfühlt, dass ich normal mit ihm umgehen kann. Doch eine Freundschaft würde ich wie gesagt gar nicht anstreben wollen - nicht mit dem, der er heute ist.
     
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  • Prinzli86
    Prinzli86 (34)
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    5 September 2013
    #5
    Bei mir ist es unterschiedlich. Ich habe durchaus Ex-Freundinnen mit denen ich überhaupt keinen Kontakt mehr habe, genauso habe ich auch welche mit denen ich mich noch Regelmäßig treffe. Ich denke ein Grund warum nach einer Beziehung meist keine Freundschaft stattfindet, auch wenn schon viel Zeit vergangen ist, ist der, dass der neue Partner womöglich meistens etwas dagegen hat wenn man noch mit seinen Ex-Freundinnen Zeit Verbringt. Eifersucht & Co. lassen grüßen. Wobei ich persönlich die Eifersucht verstehen kann, denn ich muss zugeben dass auch ich mit meinen Ex-Freundinnen, zu Zeiten als ich single war, immer wieder Sex hatte.
     
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  • User 135918
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    Es ist kompliziert
    5 September 2013
    #6
    Ich Persönlich habe imemr zu frisch beendeten Beziehungen , ein Abstand gehalten um mich nicht selbst zu verletzen, im Nachhinein haben wir noch imemr Kontakt. bei einer Dame ist es sogar so, dass bis auf die Schmachtenden und intimen Momente alles sich besser anfühlt im jetzigen Stadium
     
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  • 5 September 2013
    #7
    Vielen Dank für eure Schilderungen :zwinker:

    Ich find nur das solange nichts gravierendes vorgefallen ist, es doch nach einiger Zeit möglich sein kann einen mehr oder weniger normale Freundschaftliche Basis zu finden...
    Ich finde das schuldet man auch irgendwo den ganzen Erlebnissen die man miteinander geteilt hat /hatte.


    Auch wenn ich oftmals daran dachte : Vielleicht hat sie einfach nur angst vor Kontakt weil sie genau weiß das wenn wir wieder mehr miteinander zu tun hätten...mehr entstehen könnte"

    Whatever sie befindet sich nun seid 3 Jahren (ich weiß fast natloser Übergang) in einer glücklichen Partnerschaft.
     
  • Nevery
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    in einer Beziehung
    5 September 2013
    #8
    ich pflege eine freundschaft nach einer beziehung zu vermeiden, und zwar aus drei gründen: 1. kämpfe ich im allgemeinen sehr lange um eine beziehung, wenn ich dann mal aufgeb, dann ist da einfach nichts mehr - dann hab ich auch keine lust mehr, noch irgendwas zu investieren. 2. macht es einem die trennung leichter. 3. erspart es einem unter umständen ne menge stress mit einem neuen partner - und ich muss zugeben, meine begeisterung über "kontakt mit der ex" hält sich halt auch immer sehr in grenzen, also biete ich, was ich erwarte.
     
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  • User 104498
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    6 September 2013
    #9
    Das sehe ich genauso. Es kommt in der Regel darauf an wie man auseinander gegangen ist. Und tatsächlich trifft es bei vielen ehemaligen Paaren zu, dass sie sehr wohlwollend auseinander gegangen sind, weil einfach die Gefühle verschwunden sind - auf beiden Seiten - (und das nicht zum "Krieg" führt, denn Sympathie ist ja vorhanden) oder weil die Vorstellungen vom Leben nicht mehr auf einen Nenner zu bringen sind, usw. Bei manchen ergibt sich daraus danach eine gute Bekanntschaft oder Freundschaft und bei manchen ergibt sich daraus gar nichts, weil der Kontakt einfach verläuft.

    Und ich denke man sollte einfach schauen, was sich daraus ergibt. Ich halte von Menschen, die aus einem Prinzip heraus mit jedem ExPartner krampfhaft befreundet bleiben wollen genauso wenig, wie von Menschen, die aus einem Prinzip heraus jeden ExPartner verteufeln, ungeachtet der Trennungsgründe und dem Ablauf der Trennung. Letztere Menschen vermitteln mir eh einen sehr instabilen Charakter: Wer aus einem Prinzip heraus Menschen aus seinem Leben löscht, mit denen man sich mal sehr verbunden gefühlt hat, spinnt für mich ganz gehörig und hat definitiv Probleme. Noch peinlicher ist es dann, wenn diese Menschen das von dem Neuen Partner im Umkehrschluss (was leider oft vorkommt)ebenso erwarten (Stichwort instabiler Charakter, wahrscheinlich ergo wenig Selbstbewusstsein). Ganz, ganz schreckliches Verhalten.
     
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  • TashaYar
    TashaYar (35)
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    6 September 2013
    #10
    Es kommt darauf an, wie die Beziehung beendet wurde. Direkt nach dem Aus wäre ich mit einer Freundschaft wahrscheinlich auch überfordert, aber nach einer Weile kann ich mir das gut vorstellen. Mit einem meiner Ex habe ich auch heute noch so etwas wie ein freundschaftliches Verhältnis, soll heissen wir verstehen uns gut, sehen uns ab und zu und unternehmen auch mal was gemeinsam.
     
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  • 6 September 2013
    #11

    Daumen hoch...GENAU DAS ist meine Ansichtsweise zu diesem Thema..trifft den Nagel genau aufm Kop!
     
  • User 20976
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    6 September 2013
    #12
    Vielleicht ist es nicht so, dass sie "nicht in der Lage" ist, sondern einfach kein Interesse mehr an Dir hat.

    Möglich vielleicht. Aber vielleicht eben nicht erwünscht, weil sie gut ohne Dich lebt und sie kein Interesse mehr an Kontakt mit Dir hat.

    Ja, das ist doch wohl logisch. "Vergessen" und "in Kontakt bleiben" schließen einander aus. (Wobei ich nicht glaube, dass es wirklich sinnvoll oder erstrebenswert ist, den anderen bzw. die Zeit mit ihm vergessen zu wollen. Abstand ja. (Filmtip: Eternal Sunshine of the Spotless Mind von Michel Gondry.)

    Dann lass sie doch endlich in Ruhe, sie legt anscheinend ja keinen Wert auf Kontakt. Sie weiß, dass Du ihren Geburtstag noch im Kopf hast und Kontakt willst. Sie aber offensichtlich nicht. Oder sie hat die Handynummer oder Mailadresse gewechselt oder Deinen Absender gesperrt und liest die Nachrichten schon lange nicht mehr. Was keine Aufforderung sein soll, sie anderweitig zu kontaktieren!
    Sie ignoriert Nachrichten bzw. reagiert nicht darauf. Völlig okay. Doof für Dich - aber wenn jemand keinen Kontakt mehr will, ist das eben so.

    Nun, wenn sie Dich tatsächlich vergessen wollte, dann war der Satz eventuell nur dazu da, Dich zu vertrösten, damit Du sie erst einmal in Ruhe lässt.

    Ich bin mit meinem vorigen Freund sehr gut befreundet, die Trennung nach vierjähriger Beziehung ist bald zehn Jahre her. Wir hatten allerdings niemals einen Kontaktabbruch.
    Mal sehen wir uns häufig, mal seltener, mein Freund und er treffen sich auch manchmal zum Kino. Außerdem möchte mein Exfreund gern Trauzeuge und/oder Pate unserer Kinder werden. :grin: Er meinte schon einige Monate nach der Trennung, dass mein Freund und ich besser zueinander passen als er und ich. Und dass er das auch schon einige Zeit vor der Trennung gemerkt hätte, damals war er eifersüchtig (ohne dass zwischen meinem heutigen Freund und mir damals schon was gewesen wäre).
    Ich bereu die Jahre mit meinem vorigen Freund nicht, aber er und ich passten als Paar eben nur einige Zeit zusammen. Als Freunde sind wir besser füreinander. Wir waren auch schon vor unserer Zeit als Paar befreundet.

    Freundschaft nach einer Beziehung kann aus meiner Sicht nur funktionieren, wenn für beide alles Romantische und Erotische abgehakt ist. Wenn beide absolut für die Trennung sind und keiner noch heimlich verliebt ist oder von einer Wiedervereinigung miteinander träumt, auch nicht "in ferner Zukunft, wer weiß...". Mit solchen Hintergedanken und heimlichen Hoffnungen ist es keine echte Freundschaft, davon rate ich jedem ab.
    An meinem obigen Beispiel sieht man: es geht.

    Ich hab aber auch ein anderes Beispiel.
    Mit meinem ersten Freund war ich, damals 20, nicht lange zusammen, mehrere Monate nur. Die Trennung war für mich sehr schlimm, obwohl ich von Beginn an wusste, dass es mit uns wohl nicht lange klappen wird aufgrund verschiedener Umstände. Wir haben uns dann noch einige Monate beim Unisport gesehen, zu Beginn für mich eine Qual. Aber ich wollte den Sport und den neugewonnenen Freundeskreis dort nicht aufgeben. Und auch irgendwie den Kontakt nicht verlieren... Als ich mich dran gewöhnt hatte, dass ich ihn jede Woche sehe, blieb er plötzlich weg... Grmpf. Ich hab ihn später noch einmal gesehen, zufällig im Kino, später zog ich für ein Jahr ins Ausland und danach in eine andere Stadt. Damals nahm ich mir vor, dass ich zehn Jahre später mal eine Grußpostkarte schreiben werde. Immerhin war er meine erste Liebe, oder sagen wir: Verliebtheit. Auf jeden Fall der Anlass für den ersten gigantischen Liebeskummer...
    Statt einer Grußpostkarte schrieb ich zehn Jahre später eine E-Mail mit einem kurzen Gruß und einer Erinnerung an die Paddelfreizeit damals. Ohne Weißt-Du-noch-Kram. Ich war einfach gespannt, ob er überhaupt noch weiß, wer ich bin. (Ich war da längst glücklich mit meinem heutigen Freund liiert. Aber der Plan mit der Karte zehn Jahre später war halt da, ich war neugierig.)

    Er antwortete zu meinem Erstaunen. Paar Zeilen, in denen er mit vielen Zahlen resümierte, was ihm alles passiert ist, Karrierestationen, Hochzeit, Kinder.
    Keine Frage, wie es mir geht. Ich antwortete (trotzdem) noch kurz, wie es bei mir weiterging (schon damit er nicht annahm, dass ich vorgehabt hätte, wieder anzubandeln), und wünschte ihm alles Gute, fertig.

    Seither kein Kontakt, das ist aber auch völlig okay so. Ist auch schon wieder einige Jahre her. Alle paar Jahre lese ich im Herbst mein Tagebuch von damals Mitte der Neunziger und geb seinen Namen bei Google ein - er ist in der Forschung tätig und erfolgreich.

    Ich gebe auch den Namen anderer Menschen aus meiner Vergangenheit in Suchmaschinen ein, weil mich bei manchen eben interessiert, was aus ihnen geworden ist. Frühere Kollegen, Mitsportler, Mitbewohner.

    Aber ich will keinen Kontakt erzwingen, wenn ich merke, dass der andere nicht interessiert ist. Das möchte ich ja selbst auch nicht bei Menschen, an denen ich kein Interesse mehr habe. Das sollte man schon respektieren, außerdem tut man sich selbst nichts Gutes, wenn man Leuten hinterherläuft, die keinen Kontakt wollen.

    Es gibt genügend andere Menschen, die interessant und sympathisch sind. Nur weil man einen Stück Lebensweg zusammen gegangen ist, muss der Kontakt nicht für alle Zeiten bleiben.


    Deine Exfreundin reagiert nicht auf Geburtstagsglückwünsche - lass sie in Ruhe. Wenn sie eines Tages Kontakt wollen sollte, wird sie auf Dich zukommen. Ich würde aber nicht davon ausgehen, dass es so kommt.
     
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  • HarleyQuinn
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    6 September 2013
    #13
    Uh. Ich finde "schulden" in dem Kontext ja ein ganz ganz übles Wort.
    Nur weil ich mit jemandem eine gute Zeit hatte, heisst das doch nicht, das man in Zukunft befreundet sein muss!?

    Klar, kann es möglich sein und passen. Aber niemand ist in irgendeiner Form verpflichtet, mit dem Ex befreundet zu sein. Meine Ex ist meine beste Freundin. Aber nicht, weil wir uns das schulden, sondern weil es eben so gepasst haben. Wir haben die gleichen Hobbies und Interessen und verstehen uns einfach gut.

    Vielleicht will deine Ex eben einfach keinen Kontakt mehr. Nicht, weil sie eine obskure Angst vor irgendwas hat, sondern einfach, weil sie inzwischen andere Freunde hat und keinen Bedarf darin sieht, mit dir befreundet zu sein. In jungen Jahren kommt dazu oft, dass man sich schlichtweg auseinander entwickelt.

    Nee, also wenn mir da jemand mit "Aber du schuldest mir doch eine Freundschaft" kommen würde, wüsste ich nicht, ob ich lachen oder rennen sollte.
     
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  • User 68775
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    6 September 2013
    #14
    ... und wenn nicht einer wirklich nachtragend ist, und ein solches Problem mit verletztem Stolz oder niedergetrampeltem Ego (oder ähnlichem, wie man es auch nennen will) hat, so dass vielleicht schon vergessen werden kann, was war - aber niemals vergeben...
    Das sind zumindest für mich die beiden hauptsächlichen Voraussetzungen, die eine wirkliche Freundschaft mit echtem Vertrauensverhältnis unmöglich machen - und die man eben einfach hinnehmen muss.
     
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  • User 20976
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    6 September 2013
    #15
    Ich stimme Harley Quinn zu, den Satz, auf den sie sich bezieht, hatte ich überlesen. Man schuldet keinem Menschen eine Freundschaft. Egal, wie lange man sich kennt, egal, was der eine in welchem Ausmaß für den anderen getan hat. Eine Freundschaft besteht, in vielen Fällen hält sie sehr lange - aber sie kann auch enden. Und dafür muss man sich nicht rechtfertigen.

    Ich bin gern bereit, jemandem zu erläutern, warum ich nicht mehr näher mit ihm in Kontakt sein will, gerade wenn es dafür einen konkreten Anlass gibt. Aber ich schulde keinem eine Erklärung - und erst recht nicht meine Zuneigung, wenn ich an dem Menschen kein weiteres Interesse mehr habe. Ich bin ziemlich treu, auch in Freundschaften und auch gegenüber guten Bekannten. Aber aus freien Stücken, nicht, weil jemand das von mir erwartet. Und sollte jemand Freundschaft einfordern wollen, dann wäre mir das suspekt. Insbesondere, wenn ich ihm mitgeteilt habe, keinen Kontakt mehr zu wollen, nicht mal als "gute Bekannte".

    Ich halte sehr viel davon, anderen Menschen mit Respekt zu begegnen, ob vor, während oder nach einer Liebesbeziehung. Allerdings gehört dazu gegebenenfalls auch, den Wunsch nach Distanz zu respektieren, so schwer das auch sein mag.
     
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