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  • Theresamaus
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    7 Juni 2010
    #1

    Gäbe es mehr Atommächte, wenn es Hiroshima- & Nagasaki-Abwürfe nicht gegeben hätte?

    Hiroshima und Nagasaki sind die einzigen Städte weltweit, die jemals von einer Atombombe heimgesucht wurden. Seitdem gibt es zwar unzählige Atomversuche, auch die Bikini-Katastrophe (nicht woran ihr denkt, sondern Bikini-Atoll), aber die beiden Atombombenabwürfe waren so abschreckend, dass seitdem keine Atommacht Atombomben gegen Feinde eingesetzt hat.
    Wenn es die Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki nicht gegeben hätte, gäbe es deutlich mehr Atommächte, weil niemand aus realen Beispielen wüsste wie schrecklich Atombomben sind und folglich keine so große Anti-Atomwaffenbewegung gäbe?
     
  • ProxySurfer
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    7 Juni 2010
    #2
    Ich vermute, es gäbe mehr Atommächte. Die Abschreckung war so groß, dass es danach nur einen kalten Krieg zwischen den West- und Ost-Mächten gab. Jede Seite wusste, ein Atomkrieg ist das Ende der Menschheit. Dadurch gab es keine Weiterverbreitung der Atomwaffen, und duch Gorbatschow und Reagan die beginnende Abrüstung.
     
  • User 29377
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    7 Juni 2010
    #3
    Würde ich schon behaupten, ja.
     
  • BrooklynBridge
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    7 Juni 2010
    #4
    Vermutlich schon.

    Tatsache ist aber vor allem, dass die Geschichte anders verlaufen wäre. Man kann unmöglich wissen, was womöglich alles anders gekommen wäre, wenn nur ein Ereignis sich anders abspielt.
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    8 Juni 2010
    #5
    Atommächte gäbe es vielleicht mehr - aber kaum gäbe es mehr Länder mit Atomwaffen - einfach weil die Einsätze im 2.WK gezeigt werden was für gewaltige praktische Ausmaße eine Einsatz auslöst...

    Erst der wirkliche Einsatz hat abschreckend gewirkt - nicht die Tests... Seit Hiroshima und Nagasaki weiß jeder was möglich ist...
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    8 Juni 2010
    #6
    Vielleicht wären die Atomwaffen dann im Korea Krieg eingesetzt worden, oder direkt zwischen den Supermächten. Dann würde die Welt heute noch einmal anders aussehen:eek:

    Wenn nicht, dann hätte man offenbar gewusst wie gefährlich die Waffen sind. Und dann hätten auch die Abrüstungsverhandlungen, Atomwafen-Sperrvertrag, KSZE usw. ähnlich ablaufen können.
     
  • Schweinebacke
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    8 Juni 2010
    #7
    Nein, es hätte nichts geändert. Möglicherweise wäre es einfach später zu einem begrenzten Atomkrieg wie damals auf Japan gekommen, möglicherweise wäre man auch ohne zur Vernunft gekommen. Das es mehr Atommächte geben wird glaube ich nicht, da dass nicht von moralischen Bedenken sondern viel mehr vom technischen Know-How abhängt. Und das hätten ja trotzdem nicht mehr Länder.
     
  • User 44981
    User 44981 (31)
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    8 Juni 2010
    #8
    Gerade wegen den schrecklichen Beispielen Hiroshima und Nagasaki eignet sich die Atombombe doch so gut als Abschreckungs-Waffe für potentielle Feinde.
    Die Atommächte haben ihre Atombomben ja nicht primär, um sie einzusetzen, sondern eher um potentielle Angreifer abzuschrecken.

    Hätte es die Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki nicht gegeben, hätte es aus Ermangelung eines derart abschreckenden Beispiels sicherlich in einem anderen, späteren Konflikt oder Krieg einen Atombomben-Abwurf mit ähnlich verherenden Folgen gegeben und wir hätten heute trotzdem eine ähnliche Situation. - Oder evtl. gar eine viel schlimmere Situation, da bei einer größeren Verfügbarkeit von Atomwaffen zur Zeit des ersten Abwurfes die Wahrscheinlichkeit, dass ein Atomkrieg ausbricht, größer gewesen wäre.
    Eine Atombombe zu bauen ist keine all zu große Schwierigkeit. - Das dazu nötige Know-How haben sicherlich auch viele andere Länder außer den Atommächten.
    Das einzige Problem ist die Herstellung von waffenfähigem Plutonium, o.Ä. - Aber das lässt sich sicherlich auch irgendwo auf zwielichtigen Wegen aus Russland besorgen, wenn man sich geschickt anstellt...
     
  • Schweinebacke
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    9 Juni 2010
    #9
    Man kann mich auch gewollt missverstehen, als wenn ich den Prozess des Anreicherns nicht zur Herstellung gezählt hätte.
    Fakt A: Atommächte ist nur eine Minderheit der wirklich großen Staaten
    Fakt B: Verdammt viele Asistaaten und Terrorristenorgas hätten gerne die Bombe
    -> Es kann wohl nicht soooo einfach sein, sich eine A-Bombe zu organisieren
     
  • Dark84
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    9 Juni 2010
    #10
    Ebend, so einfach ist es nicht... aber davon mal abgesehen halte ich nicht die Atombomben für die größte Gefahr. Zumindestens nicht, wenn man die Wirkbarkeit und Steuerbarkeit einer einzelnen Bombe betrachtet.

    Man wirft sie ab, das Zielgebiet ist verseucht & zerstört, viele Menschen sind tot aber das wars im Prinzip.

    Biologische Waffen sind mMn grauenvoller. Menschen werden infiziert, wissen es nicht, gehen ihrem Alltag nach, stecken andere Menschen an, die wiederum ihr Tageshandwerk nachgehen usw. usf. Auf diese Weise entsteht ein unaufhaltsamer Prozess. Zumal er nicht steuerbar ist... er verteilt sich

    Aber zurück zum Thema: Nein, es gäbe weder mehr noch weniger Atommächte. Die Effektivität von Kernwaffen gegenüber konventionellen Streitkräften steht ja wohl ausser Frage... egal, wie groß die Anzahl von Streitkräften auf einem Punkt ist, eine Atombombe löscht alles aus.

    Aus Angst davor, dass man ihre Soldaten locker flockig auseinandernehmen kann, hat die NATO entschieden, wer Kernwaffen besitzen darf und wer nicht. Das umzusetzen ist natürlich schwerer, wenn eine ungefähr gleichstarke Macht (im Kalten Krieg Russland) ebenfalls Atomwaffen baut.

    Die eigentlich interessante Frage ist: Hätten die Amerikaner diese Verordnung gekippt, wäre das SDI ein Erfolg geworden? Anmerkung: SDI ist ein Projekt von President Reagen gewesen, ein lasergesteuertes Satellitensystem zu installieren, um ICBM noch in der Luft zu zerstören. Dadurch hätten die Amerikaner ihre Atomraketen einsetzen können. Hingegen feindliche Atomraketen wären noch im Orbit zerstört worden.
     
  • Schweinebacke
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    9 Juni 2010
    #11
    Naja, da ist man aber bisher auch relativ beschränkt, letztlich kann man halt auch nicht viel mehr freisetzen als das was so bisher natürlich im Umlauf ist, ist ja nicht so als gäbe es schon die genmanipulierte Aidsgrippe aus dem Labor.
    Und bei Krankheiten gibt es natürliche Grenzen. Was allzu tödlich ist, setzt sich selbst Grenzen der Verbreitung. Was zu ansteckend ist taugt auch nicht als Waffe, da es schnell auch eigene Leute betrifft.
    Glaube Pocken/Ebola/Milzbrand ist da schon das Ende der Fahnenstange und das sind beides Seuchen, die sich relativ gut eindämmen lassen.
     
  • Dark84
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    9 Juni 2010
    #12
    Och, das find ich eigentlich schon ekelig genug.
     
  • Theresamaus
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    9 Juni 2010
    #13
    Würdet ihr Hiroshima mal besuchen, zum Gedenken etwa, oder hättet ihr Angst vor atomarer Verseuchung?
     

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