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  • glashaus
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    29 März 2010
    #1

    Geburtshaus/Hausgeburt

    Huhu,

    ich habe gestern zufällig Berichte von Mamas gelesen die im Geburtshaus bzw. zu Hause entbunden haben.
    Kam das für euch auch für die Entbindung in Frage? Oder habt ihr alle das Krankenhaus vorgezogen?

    Vielleicht gibts ja hier auch ein paar Gedankengänge dazu :smile:
     
  • Nicht die richtige Frage? Hier gibt es ähnliche Themen:
    1. Hausgeburt, Geburtshaus oder Krankenhaus?
    2. In welchem KH/Geburtshaus habt ihr entbunden?
  • Numina
    Numina (31)
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    29 März 2010
    #2
    Ne, ich war zu scharf auf die Möglichkeit ner PDA :grin:
    Fürs Nächste würd ich sofort ausserklinisch buchen wenn man mich lassen würd.
     
  • Beastie
    Beastialische Beiträge
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    29 März 2010
    #3
    nein.. und ganz ehrlich... ich finds auch unmöglich.
    bei jeder geburt kann was passieren, da kann die schwangerschaft noch so toll verlaufen.
    warum muss ich das risiko eingehen, dass mein kind vll stirbt oder ich selber, weil keine medizinische gerätschaft vorhanden is?
     
  • User 71335
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    29 März 2010
    #4
    Ich hätte total gerne im Geburtshaus oder Zuhause entbunden, aber beim ersten Kind fand mein Mann das total riskant und suspekt udn hat sich total quer gestellt udn auch ich hatte da so ein gewisses Sicherheitsbedürfnis.

    Beim Zweiten habe ich es mir schon zugetraut und auch ernsthaft gewünscht, aber durch die Komplikationen bei der ersten Geburt (also für mein Überleben war es sehr wichtig, dass wir bei der ersten Geburt im Krankenhaus waren, wobei wir das in einer Großstadt sicher auch vom Geburtsthaus bis ins Krankenhaus im Notfall geschafft hätten) gab es sofort von der Ärzteseite ein Veto und auch das Geburtshaus sieht das bei solchen Vorgeschichten nicht gerne.:schuettel:

    Abe rich denke da wird eh zuviel Zauber drum gemacht, eigentlich kann man überall entbinden wo man sich wohlfühlt udn eben auch sicher fühlt und das sagt einem dann schon der Instinkt.
    Abe res muss jetzt auch nicht so super harmonisch und alternativ sein, man bekommt davon eh kaum was mit.
     
  • User 85905
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    29 März 2010
    #5
    Ich habe mal mit dem Gedanken gespielt.
    Aber inzwischen finde ich das Krankenhaus schon besser. Wenn z.B. das Neugeborene plötzlich beatmet werden muss o.Ä., dann haben die Hebammen nicht die dafür nötigen Geräte da.
    Ich habe lieber einen Kaiserschnitt (ist die Quote für einen KS höher, wenn die Geburt im Krankenhaus "losging"?), als dass ich mir später wegen irgendwelcher Eventualitäten Vorwürfe mache...
    Dieser Artikel hier ist sehr... emotional? Aber er hat mich überzeugt. Auch wenn ich jetzt nicht jede Mama verteufel, die eine Hausgeburt macht :zwinker: Ich, für mich selbst, möchte es nicht mehr!

    Ich denke, ggf. mit einer Beleghebamme und "direkt" nach der Geburt wieder nach Hause geht, hat man die Sicherheit des Krankenhauses und trotzdem nicht ganz so viel Klinisches, was dem Natürlichen der Geburt entgegensteht.
     
  • User 22419
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    nicht angegeben
    29 März 2010
    #6
    Meine Schwester ist ja Hebamme und ein ziemlicher Fan von Hausgeburten oder Geburten im Geburtshaus/Gebärzimmer. Sie selbst macht zwar keine, aber trotzdem hat sie mich schon ein bisschen ermuntert, mir das doch mal zu überlegen.

    Ernsthaft in Erwägung gezogen habe ich es allerdings nicht.
    Gründe?

    - Ich wollte die Wanne ausprobieren. Es gibt zwar solche aufblasbaren "birth pools" für zu Hause, aber unsere Wohnung ist eh schon klein und wenn wir das Teil ins Wohnzimmer gestellt hätten, wäre sonst kein Platz mehr zum Laufen gewesen.

    - Unsere Wohnung ist verflucht hellhörig, außerdem war das im Spätsommer, es war noch gut warm, die Fenster offen... Es muss nicht sein, dass die ganze Straße Anteil an meinem Stöhnen und Ächzen nimmt. Grundsätzlich habe ich kein Problem mit dem Lautwerden, aber so ne Geburt ist dann doch was Intimes, das will ich nicht mit der gesamten Nachbarschaft teilen. Und so wie ich am Ende gebrüllt habe, hätten bestimmt etliche Anwohner die Polizei gerufen ;-)

    - Ich hab die drei Tage Entspannung im Krankenhaus genossen. Für mich war es super so: ich konnte mich ausruhen und langsam an die Kröte gewöhnen ohne mich um Essen und Haushalt kümmern zu müssen. Hätte ich zu Hause oder ambulant entbunden, wäre das so nicht möglich gewesen. Meine Mutter hätte uns zwar liebend gerne bekocht, mein Freund hätte sich bemüht, den Haushalt irgendwie am Laufen zu halten - aber so war es mir doch bedeutend lieber. Auch der erste Besucheransturm war in der Klinik angenehmer. Die ganze Bagage in unserer kleinen Wohnung und dann erwarten sie vielleicht noch, dass ich sie bewirte... nee danke. Das war schon okay so.
    Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich dank meiner Schwester ein Einzelzimmer in der Klinik hatte. Das macht viel aus. Essen ist dort aber sowieso richtig lecker und ich bin glaub ich eine eher pflegeleichte Patientin gewesen, daher gab's auch keinerlei Probleme oder Gezeter mit dem Pflegepersonal oder so.

    - Für mich stand zwar fest, dass ich es ohne PDA versuchen wollte, weil ich eine tiefe Abneigung gegen Spritzen aller Art habe und mir, trotz medizinischer Ausbildung, der Gedanke an eine Kanüle im Kreuz Übelkeit verursacht. Vielleicht hätte ich eine Entbindung im Geburtshaus eher in Erwägung gezogen, wenn nicht meine Schwester die Geburt geleitet hätte. So konnte ich sicher sein, dass mir niemand Schmerzmittel oder gar eine PDA "aufdrängen" würde, wenn ich nicht darum bettele.
    Der Sicherheitsaspket im Krankenhaus hat für mich keine Rolle gespielt, Sorgen dass wirklich was schiefgehen könnte, hatte ich eigentlich nicht un wiir wären notfalls auch von zu Hause in 10-12 min in die Klinik gedüst gewesen.

    Ich habe die Geburt auch in der Klinik nicht als steril oder medizinisch empfunden und die Tage danach echt als Urlaub erlebt. Beim zweiten würde ich es wieder so machen, auch wenn ne Hausgeburt sicher ne tolle Sache sein kann. Allerdings spielt hier sicher mit rein, dass ich den Luxus einer "Privathebamme" genießen durfte und dadurch manche Vorteile hatte.
     
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    29 März 2010
    #7
    Meine Cousine war im Geburtshaus und ist total begeistert davon.
     
  • glashaus
    Gast
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    29 März 2010
    #8
    Naja, es gibt eine Studie die das vermuten lässt, aber ich kann auch den ersten Blick nich' erkennen, wie "seriös" der National Birthday Trust Fund ist:
    Home Birth Research Summaries - page 1

    Von einer Studie aus NL hab ich auch gelesen, dass es bei Geburten zu Hause/Geburtshaus nachgeburtlich nicht so viele Komplikationen gab wie im KH:
    Outcome of planned home and planned hospital births in low risk pregnancies: prospective study in midwifery practices in the Netherlands -- Wiegers et al. 313 (7068): 1309 -- BMJ



    Für mich käme das (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) durchaus in Frage, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind (komplikationslose Schwangerschaft, Klinik in unmittelbarer Nähe). Mir sind Krankenhäuser seit jeher zuwider, und seit dem letzten Todesfall in der Familie ganz besonders. Das "Urlaubsgefühl", welches MissMarple beschrieben hat, käme bei mir glaube ich eher nicht auf :smile:
     
  • User 18889
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    29 März 2010
    #9
    Ich halte von Geburtshäusern absolut GAR NICHTS. Ich bin beruflich schon oft mit denen in Verbindung gekommen und was da teilweise abging, war 'ne Katastrophe. Die Frauen wurden, auch bei Komplikationen, bis zur letzten Minute dort behalten. Wenn die Hebammen einsahen, dass es wohl doch nix würde mit einer normalen Geburt, dann haben sie die Frauen per RTW in ein angeschlossenes, kleines Krankenhaus bringen lassen. Den Transport in die große Klinik mit Säuglingsintensiv haben sie strikt abgelehnt und es den Frauen ausgeredet, weil das unpersönlich sei! Das Ende vom Lied war dann, dass die Frauen in diese kleine Klinik gebracht wurden und wenn dort etwas mit dem Baby nicht stimmte, wurde dies mit einer großen Verzögerung in die richtige Klinik gebracht. Dies natürlich ohne die Mutter, denn die verblieb ja im kleinen Krankenhaus, weil der gleichzeitige Transport von Mutter und Baby nicht möglich ist.

    Alle aus dem Rettungsdienst hier sind der Meinung, wenn man sein Baby irgendwie lieb hat, lässt man das mit solchen Geburtsthäusern und geht in ein vernünftiges Krankenhaus. Die verstrichene Zeit bei Komplikationen kann dem Baby das Leben kosten. Das würde ich niemals riskieren.

    Hausgeburten halte ich für ähnlich gefährlich. Wenn das Baby geboren wird und die Hebamme (sofern vorhanden) merkt dann, dass was nicht in Ordnung ist, dauert es auch in der Stadt locker 'ne halbe Stunde bis der RTW da ist, das Kind versorgt/mitgenommen hat und es im Krankenhaus ist.
     
  • User 86199
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    29 März 2010
    #10
    Ich habe die Geburt ja noch vor mir, deshalb erstmal hypothetisch: Für mich kommt nur das Krankenhaus in Frage. Bei unserem Krankenhaus ist es m.W. so, dass die Hebamme die Geburt begleitet und der Arzt nur bei Komplikationen dazugerufen wird. Er ist sozusagen mein Sicherheitsnetz, das mir ein gutes Gefühl verleiht.
    Ich wünsche mir trotzdem, dass die Hebamme die Tonangebende bleibt und ich auch nicht auf dem Rücken liegend entbinden muss.
    Mal sehen, was die Realität bringen wird. :zwinker:

    P.S. Eine Babyintensiv gibt es dort übrigens nicht.
     
  • xihix
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    29 März 2010
    #11
    Ich denke das ist klar, dass die Rate niedriger ist, weil man ja mit Komplikationen dort nicht hingeht / nicht genommen wird.
     
  • glashaus
    Gast
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    29 März 2010
    #12
    Ja, aber aus den KH-Geburten sind ja alle mit Komplikationen rausgerechnet. Es gehen in den Vergleich nur die ein, die von den Voraussetzungen her auch zu Hause hätten gebären können. Alles andere wäre ja reichlich unwissenschaftlich.
     
  • User 86199
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    29 März 2010
    #13
    Off-Topic:
    Überleg: Ob die Krankenhäuser wohl mehr Geld bekommen, wenn sie Komplikationen angeben?
     
  • Beastie
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    29 März 2010
    #14
    mit sicherheit.
    meine geburt mit KS hat über 8000 euro gekostet
    und da war die hebamme noch nich mit drinne.. die kam nur für die geburt noch mal mit extra 1000 euro
     
  • Zwergenfrau
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    29 März 2010
    #15
    Sehe ich genauso. Und unter einem vernünftigen Krankenhaus verstehe ich ein Krankenhaus mit Neugeborenen-Intensivstation, welches auf wirklich alle Eventualitäten jederzeit vorbereitet ist.

    Man will den Teufel zwar nicht an die Wand malen, aber ich bin ein Fall von "fast verreckt". Zwar hat die Klinik eine Neugeborenen-Intensivstation, allerdings war diese vor 23 Jahren noch ausgelagert (nicht Stadtmitte). Ich wurde per Kaiserschnitt auf die Welt geholt - und hatte keine 800g Lebendgewicht. Für meinen Vater war die Fahrt im Babynotarztwagen der blanke Horror - auf der einen Seite war keine Zeit, auf der anderen Seite hätte mich jedes Schlagloch/jede Bordsteinkante umbringen können. Und das werde ich keinem ein zweites Mal antun.
    Demnach: soviel Sicherheit wie möglich.
     
  • User 86199
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    29 März 2010
    #16
    Off-Topic:
    Wobei ich in erster Linie an die kleineren Komplikationen gedacht habe, die man auch bei natürlicher Geburt mal mit angeben kann. Das Gros der Patienten sieht ja nicht, was die Klinik der Krankenkasse in Rechnung stellt.
     
  • Aliena
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    29 März 2010
    #17
    Ich habe eine Freundin, die hat vor 3 Jahren ihr erstes Kind in einem Geburtshaus entbunden und hofft, dass sie ihr zweites in wenigen Wochen auch dort zur Welt bringen wird.

    Für mich wäre das nichts, ich habe im Freundeskreis schon zu viele negative Beispiele erlebt, als dass ich da total entspannt herangehen könnte :confused:
     
  • User 35546
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    29 März 2010
    #18
    Nein, eine Hausgeburt und auch ein Geburtshaus wären nichts für mich.

    Nicht nach der ersten Geburt, die ich erlebt habe. Das Riskio wäre mir persönlich zu hoch. Wenn ich dran denke, dass sie dann nicht gleich ins Wärmebettchen und an den Tropf gekommen wäre, von dem erkennen ihrer Verletzung nicht zu sprechen....

    Deshalb ist für mich die einzige Option: Krankenhaus
     
  • User 20526
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    29 März 2010
    #19
    Meine Mutter hat ihr 3. Kind mit 45 zuhause bekommen und war nach ihren früheren blöden Erfahrungen mit DDR-Kliniken sehr glücklich mit der Entscheidung. Als die Plazenta sich nicht lösen wollte, kam auch ganz schnell ein Rettungswagen und hat sie nur für kurze Zeit in die Klinik gebracht.
    Ich selbst finde die Sache mit den Geburtshäusern sehr heimelig und mag den Gedanken, aber so richtig habe ich mich mit den Möglichkeiten ohnehin noch nicht auseinandergesetzt. Dafür hab ich noch genug Zeit, wenns dann mal soweit sein sollte. :zwinker:
     
  • KleineJuli
    Gast
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    29 März 2010
    #20
    Ich würde niemals Zuhause entbinden, was ist, wenn unerwartet ein Notfall eintritt und dann die Geräte fehlen, die es nur im Krankenhaus gibt? Schwachsinn.
     

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