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  • Gerome
    Gast
    0
    24 Juni 2002
    #1

    Geht es uns zu gut???

    Hey Leudz,

    angeregt von vielen Threads hier und auch von was man so im real life immer wieder mitbekommt, kommt mir in letzter Zeit öfters in den Sinn ob es uns zu gut geht. Ich meine wir haben Probleme, über die sich manche Leute in ärmeren Ländern gar keine Gedanken machen würden. Ich sag z.B. auch immer, dass ein Südspanier mit 1000 Euro Einkommen meistens ein viel glücklicheres Leben führt als einer bei uns, der 3000 Euro verdient. Daher find ich den Spruch "Mo money, mo problems" eigentlich garnicht so schlecht.

    Laber ich jetzt nen absoluten Müll raus oder hab ich garnicht so unrecht mit meiner Aussage??? Was meint ihr???

    Greetz, Gerome
     
  • User 1539
    Sehr bekannt hier
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    4
    Verheiratet
    24 Juni 2002
    #2
    Also ich finde schon, dass es uns viel zu gut geht.
    Irgendjemand (von ihrgend sonem wissenschaftlichen Institut)hat ma ausgerechnet, dass niemand mehr hungern müsste, wenn man von dem Geld, was alle Millionäre etc. auf der Welt zusammen haben, 4% angeben würde ... da frag ich mich doch, wieso so viele von denen, die doch sowieso Geld im Überfluss haben, nix abgeben wollen? Ich mein, was will man mit 10 Mil. € oder noch mehr? Da kann man ja wohl ne ganze Menge abgeben, an die, die es wirklich brauchen.
     
  • 24 Juni 2002
    #3
    Es geht uns zu gut!!!!

    :kopfschue :kopfschue :kopfschue

    Ich versteh`s nicht!!!!!

    :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad:
    Das ist doch sowas von ungerecht - einerseits ein kleiner Haufen Bonzen mit Kohle ohne Ende, das sie im Leben nicht ausgeben können, andererseits eine Masse Menschen am Rande des Existenzminimums!!!
    :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad:

    Wie JUVIVA schon schrieb:
    wenn jeder Reiche nur einen kleinen Teil seines Vermögens abgeben würde, müsste es keine hungernden Menschen mehr geben :cry: !!!!!!!!!!!

    Also ich finde dass du total richtig liegst mit deiner Aussage!!!!!!

    DANKE für diesen Beitrag!


    :engel:
     
  • User 631
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    24 Juni 2002
    #4
    Hi!

    Auch, wenn das komisch klingt: Der Mensch im Allgemeinen ist nicht dazu geschaffen, zufrieden zu sein. Er strebt immer nach mehr. Ich glaube, das die Probleme sich verändern und mehr werden, je mehr man selber erreicht hat. Andersherum denke ich, dass die Probleme weniger werden, je weniger man besitzt und je weniger man erstrebt.

    Und bevor ich hier mit dem theorethischem Ansatz des Buddhismus anfange, möchte ich es hierbei belassen :smile:. Schlagt es besser selber nach.
     
  • Liza
    Liza (33)
    im Ruhestand
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    nicht angegeben
    25 Juni 2002
    #5
    So, auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache: Nein, ich glaube nicht, dass es uns zu gut geht.
    Ohne Zweifel ist der Besitz auf Erden verdammt ungerecht verteilt, und das ist auch definitiv nicht okay so. Aber auch uns in unserer hochmodernen und stinkreichen Industriegesellschaft geht es nicht gut, und das kann keiner leugnen. Während die Menschen in den Entwicklungsländern mit Hunger, AIDS und Unterdrückung kämpfen, kämpfen wir mit Depressionen, der Sinnlosigkeit unseres Alltags und Flugzeugabstürzen. Ich glaube, dass Menschen, die aus unserer Perspektive sehr arm sind, genausoviele Glücksmomente erleben wie wir- nur die Ursachen sind verschieden. Und jemandem, der drei Tage lang nichts zu Essen bekommt, geht es nicht zwangsläufig schlechter als jemandem, der in diesen drei Tagen unter extremen Depressionen leidet.
    So hat jede Gesellschaft, jede Kultur, jedes Land seine individuellen Probleme. In armen Ländern leidet so gut wie niemand unter Depressionen, weil sich Sinnfragen dort erst gar nicht stellen- bei allem was man tut, weiß man, warum man es tut- und es keinem so vorkommen wird, als würde er von Zahlen beherrscht (oder eben ähnliche Faktoren, die derartige Krankheiten auslösen). In armen Ländern sind die Menschen glücklich, wenn sie ihre Grundbedürfnisse erfüllen können. Für uns ist die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse eine Selbstverständlichkeit- aber geht es uns deshalb besser? Nein- denn die Grundbedürfnisse von armen Ländern sind für uns ja keine Grundbedürfnisse, sondern eine Selbstverständlichkeit, und unsere Grundbedürfnisse sehen ganz anders aus: Soziale Kontakte, eine feste Arbeitsstelle, eine gesicherte Altersvorsorge... So gesehen könnte man sagen, dass alle Menschen auf der Welt gleich glücklich sind, wenn sie ihre Grundbedürfnisse erfüllt haben, die aber von Kultur zu Kultur unterschiedlich sind.
    Deshalb glaube ich nicht, dass es uns besser geht. Gerade weil wir soviel haben, geht es uns schlecht.

    Ungerecht ist die Verteilung auf Erden natürlich trotzdem, da ist nichts dran zu rütteln. Ich finde zwar nicht, dass jeder Mensch gleich viel haben sollte (eine solche Gesellschaft würde kaum funktionieren), aber ich denke, dass jeder die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben sollte, Besitz zu erwerben. Dass das nicht geht, ist ein weiterer trauriger Bestandteil unserer Welt. Nur eins weiß ich sicher: Hypothetische Rechnungen zu der Ernährung der Weltbevölkerung mit dem Vermögen der Millionäre helfen nicht.

    Das heißt, Gerome, dass ich deinen Standpunkt schon ganz gut verstehe und dem auch zustimme. Nur die Formulierung war ein bisschen irreführend- gerade weil wir soviel haben, geht es uns nicht gut. Meine Meinung.
     
  • Gerome
    Gast
    0
    25 Juni 2002
    #6
    Hey Liza,

    cooler Beitrag. Ich denke was ich geschrieben hat drückt das selbe aus wie deins, nur kürzer und einfacher *smile* Hätte ich etwas mehr Zeit gehabt wäre mein Beitrag wohl wie deiner ausgefallen :smile:

    Geb ich dir total recht, allerdings werden unsere Bedürfnisse eigentlich von der Gesellschaft (Medien, Freunde, Verwandte, Politik usw.) festgelegt und nicht von uns selbst. Naja schon komisch unser System.

    Ich jedenfalls versuche meines Glückes Schmied zu sein und bin mir sicher, dass ich glücklicher als Michael Jackson bin, auch wenn er Milliarden von $$$ hat :grin:

    So long, Gerome
     
  • snot
    Gast
    0
    25 Juni 2002
    #7
    danke, liza, danke *diehändeküss*

    aber ich würde sogar noch einen schritt weiter gehen. es ist notwendig, daß die güter auf der welt ungerecht verteilt sind.

    gerechte verteilung ist ordnung. und ordnung ist tod.
    nur in der dynamik liegt das leben. und dynamik gibt es nur dort, wo dinge ungerecht verteilt sind.
     
  • Beastie
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    25 Juni 2002
    #8
    also ich wüßte nich, warum ich, wenn ich jede menge geld hab, jemandem was abgeben sollte (freunde, familie, das schon oder bei 10 mio € ma ne spende für irgendwas, is auch kein thema), aber es gibt so viele schmarotzer und ich seh nich ein, ihnen meine kohle in den arsch zu stecken
     
  • User 1539
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    25 Juni 2002
    #9
    Das seh ich genauso. Wenn ich zum Beispiel sehe, wie ein Obdachloser sein bisschen Geld dann auch noch in Alk steckt, bekomm ich echt ne Krise.
    Aber ich finds schon wichtig, dass man Menschen unterstützt, die es wirklich brauchen (Extrem-Beispiel: 3. Welt).
     

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