• *BlackLady*
    0
    5 Juni 2003
    #21
    Ich habe immer gedacht, dass das auf jeder Schule geht. Bei uns ging das ab dem 9. Schuljahr. Ich war die erste, die den Antrag gestellt hatte. :grin:
    Das beste war, dass wir dann zwei Freistunden in der Woche hatten. Das hieß einmal später aufstehen und einmal früher nach Hause. :grin:
     
  • muenti
    Verbringt hier viel Zeit
    487
    101
    0
    Single
    5 Juni 2003
    #22
  • Lila
    Lila (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.095
    123
    1
    vergeben und glücklich
    5 Juni 2003
    #23
    @ BlackLady: Bei uns konnte man es mit 14. abwählen und ich stand auch prompt grinsend vor dem Lehrerzimmer an meinem Geburtstag. Vorher hätte ich mich auch abmelden können, aber nur mit Zustimmung meiner Eltern, die sie mir nicht gegeben haben (so nach dem Motto: das könntest du bereuen :ratlos:). Ja, und dann haben wir ab der 10 oder 11 Philosophie wählen müssen.
     
  • Liza
    Liza (35)
    im Ruhestand
    2.208
    133
    47
    nicht angegeben
    5 Juni 2003
    #24
    Du findest aber nicht, dass du dir widersprichst, nein?
    "Ich weiß eigentlich gar nichts Gesichertes über die Kirche, aber die katholische Kirche ist schlimmer und es ist sowieso alles scheiße."
    Ich kann verstehen, warum du schief angeschaut wirst. Ich tue das hiermit auch. Aber nicht, weil du antikirchlich eingestellt bist, sondern weil diese Einstellung absolut oberflächlich ist. Du sagst "Alles blöd", obwohl du kaum etwas weißt. Würde deine Meinung auf Beschäftigung mit dem Thema beruhen, könnte ich sie problemlos akzeptieren - aber nichts wissen und groß rumtönen, gar eine ganze Institution pauschalisieren... sowas kommt nicht gut an. Hast du schonmal darüber nachgedacht, warum du so oft schief angeschaut wirst? Wegen der Tatsache, dass du nichts von der Kirche hälst - oder wegen dem absolut Kompromisslosen, Oberflächlichen und regelrecht Fanatischen an dieser Einstellung?

    In allen übrigen Punkten kann ich mich snot voll anschließen - mal davon abgesehen, dass ich bisher erst zwölf Jahre Religionsunterricht genossen habe und mein jetziger Lehrer sich wie das mieseste Charakterschwein verhält.
     
  • Zunge23
    Zunge23 (40)
    Verbringt hier viel Zeit
    416
    101
    0
    Single
    6 Juni 2003
    #25
    Ich akzeptiere/toleriere Leute, die gläubig sind.
    Ob ich sie respektiere liegt nicht am Glauben, sondern an
    der Person selber.


    Ich glaube nicht (offiziel), bin auch nicht getauft wurden.

    Also wenn "Glaube" so etwas wie eine Lebensphilosophie ist,
    dann hat die mir Sicherheit jeder von uns. Ich muss dafür aber nicht
    in ein geistliches Gebäude gehen, egal welcher Religion es entspringt.

    Sich ne Glatze rasieren zu lassen und sein Leben in nem Schrein
    zu leben halte ich genauso für vergeudete Zeit, wie um einen Busch
    tanzen, weil dort ein Gott leben soll.

    Es gibt in jeder Religion gewisse Regeln, die man befolgen muss.
    Mit der wichtigste Grund, warum ich nie in eine Religion eintreten würde.
    Ich mag es nicht, wenn man versucht mein Leben zu lenken/kontrollieren.
    Ich entscheide für mein Leben weitesgehend selbst.

    Einige dieser Regeln/Gebote sind brauchbar und so hab ich mir
    meine Lebensphilosie zusammengeschustert, die viele Inhalte
    aus mehr als 1 Religion beinhaltet. Generell bin ich eher den
    asiatischen Religionen zugetan, bzw. deren Philosophie.


    Zum Thema Gott:

    Ich glaube nicht an einen Gott (allmächtig), weil ich mir nicht
    vorstellen kann, daß ein allmächtiges Wesen andere denkende,
    fühlende Wesen erschafft, die dazu noch das Geschenk des
    freien Willens haben, um sie dann zu beherrschen, bzw. ihnen
    vorzuschreiben, wie sie leben sollen.


    Natürlich kann ich mir kein 100%iges Urteil über die Religionen
    bilden, weil ich nicht alles weiß. Und viele Religionen sind ja mißbraucht
    wurden, um als Ausrede für irgendwelche Greueltaten zu dienen.
    Ich finde es ziehmlich traurig, wie man mit Hilfe der Religionen sein
    Gewissen erleichtern kann und vielleicht sogar seine Verantwortung
    auf die Religion überträgt.

    Wenn wir an etwas glauben müssen, warum glauben wir nicht an uns??
    Wissen wir etwa schon unbewußt, daß wir (noch) nicht fähig sind,
    große Probleme selbst zu lösen, daß wir dafür jemanden brauchen,
    der uns das Gefühl gibt, das Richtige zu tun und uns bei einem Fehler
    die Verantwortung abnimmt??
     
  • opossum
    opossum (43)
    Ist noch neu hier
    678
    0
    1
    nicht angegeben
    6 Juni 2003
    #26
    ich hätte da mal zwei Gegenfragen:

    Warum studiert Du katholische Theologie?
    Und was möchtest Du damit machen, wenn Du fertig bist?

    Interessiert mich wirklich :smile:
     
  • Werther
    Werther (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    308
    103
    1
    Single
    6 Juni 2003
    #27
    Ich bin Christ, evangelisch um genau zu sein. Ich wurde so erzogen und s, das heißt, es fing mit dem Kinderkreis an, ging mit Christenlehre und Konfirmandenunterricht weiter und nun bin ich in der Jungen Gemeinde. Nun bin ich noch im Bezirksjugendkonvent (=Mitarbeiterkreis) vertreten. Das Wichtigste ist für mich die Gemeinschaft, die Menschen auf die man sich verlassen kann. Ich muß zugeben, daß ich nicht sehr stark im Glauben bin, beneide allerdings Menschen, die ein sehr starkes Vertrauen in Gott haben.
    Was die Katholische Kirche angeht bin ich der Meinung, daß sie noch zu verklemmt ist. Auch die Auslegung des Abendmahls ist mir nicht so wirklich logisch. Das ganze Gegenteil sind dann bei uns die freien evangelischen Kirchen, die sind mir irgendwie zu chaotisch.

    Da der Ökumenische Kirchentag gerade erst vorbei ist fällt mir nochwas ein. Beim Bibelpacours ist aufgefallen daß nur ein sehr geringer Anteil der Helfer katholisch war, bei den Bands die zum Kirchentag spielten war hingegen die Mehrheit katholisch.
     
  • Unicorn
    Unicorn (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    361
    101
    0
    vergeben und glücklich
    6 Juni 2003
    #28
    Ja, gehöre ich. Bin getauft und konfirmiert worden. :smile:

    Evangelisch-lutherisch.

    Warum... nun, ich könnte jetzt sagen, dass meine Eltern gläubig sind (ev.-luth.) und ich sozusagen damit aufgewachsen bin; ich habe als Kind mit meinen Eltern gebetet, die Kinderbibel gelesen und bin ab und an in den Kindergottesdienst gegangen.
    Aber das ist nicht der Grund, warum ich "immer noch" ev.-luth. bin - mit mittlerweile 19 Jahren.
    Irgendwann in der Pubertät kam bei mir - wie bei so vielen - der Punkt, an dem ich mich gefragt habe, was ich mit dem ganzen Christsein und Glauben anfangen soll. Meine Eltern glauben an Gott, ich habe es bisher einfach "nachgemacht" - aber warum mache ich es immer noch? :zwinker: Warum bezeichne ich mich als Christ? Was bedeutet eigentlich Gott und der christliche Glaube für mich?
    Meine Antworten habe ich in vielen Stunden Nachdenkens und Diskutierens gefunden: Mein "ganz eigenes" Gottesbild, das nicht 100%ig dem er christlichen Kirche entspricht (genau genommen habe ich mit einem der wichtigsten "Punkte" des christlichen Gottesbildes, der Allmacht, ziemliche Probleme...), aber diesem auch nicht gegenübersteht. Heißt: Ich habe für mich einen Weg gesucht - und gefunden - meine Sicht von Gott mit der christlichen "unter einen Hut zu bringen". :smile:
    Auch falls ich jetzt zu sehr abschweife, denke ich doch, es ist an dieser Stelle wichtig, mein "Gottesbild" (besser: Meine Gottes"sicht") kurz darzustellen.
    Ich glaube an eine höhere Macht, die mächtiger ist, als es irgendein Mensch jemals sein könnte; wohl nicht allmächtig, aber überaus mächtig. Diese Macht hat den "Anstoß" für die Entwicklung des Lebens auf der Erde gegeben und hat seitdem mehr oder weniger eine Beobachterposition, schaut sich also an, was so passiert, und greift ein, wenn sie meint, eine Katastrophe verhindern zu wollen/müssen (was ich damit genau meine, würde zu weit führen...). Aber "mein Gott" ist nicht dafür verantwortlich, was ich tue bzw. was irgendein anderer Mensch tut! Er hat gewissermaßen den Menschen die Erde geschenkt und "wacht" nun darüber, was sie damit tun, ohne zwingend einzugreifen.
    Ich kann also ohne Probleme sagen: "Ich glaube an Gott", aber bei "den Allmächtigen" wird es etwas haarig. :zwinker:
    Ich glaube an Gott, an Jesus Christus und daran, dass die Höhere Macht, die ich Gott nenne (andere sagen "Allah" oder sonst etwas), manchen Menschen besondere Fähigkeiten gibt oder sie besonders schützt, damit sie eine wichtige Aufgabe ausführen können.
    Und ich finde die Kirche als Institution gut; es wird "von Kirchenseite" viel für Jugendliche und alte Menschen getan, man hat eine Gemeinschaft, in der man sich "geborgen fühlen" kann, und die Kirche lässt einen normalerweise nicht alleine. So besucht z.B. unser Pastor alte und kranke Menschen, die vielleicht sonst niemand mehr besucht...
    Genau deswegen unterstütze ich die Kirche und werde auch, wenn es soweit ist, Kirchensteuer zahlen; das heißt nicht, dass ich selber jede Woche im Gottesdienst bin. Ich habe mich aus Faulheit :rolleyes: auch zu einem Nur-an-Ostern-und-Weihnachten-Gänger entwickelt (war "früher" über Jahre im Kindergottesdienst tätig)...

    Ich hoffe, das war jetzt nicht allzu konfus... :rolleyes:

    Sie ist für mich eine Konfession wie jede andere auch; ich kann ihre Darstellung als "einzig wahre Weltkirche" nicht nachvollziehen.

    Gute Seiten: Das Gemeinschaftsdenken steht mehr im Vordergrund als in der evangelischen Kirche; es gibt inzwischen zum Glück ökumenische Strömungen, die auch allmählich an Einfluss gewinnen
    Schlechte Seiten: Intoleranz, Unfehlbarkeit des Papstes, Festhalten an unzeitgemäßen "Traditionen" wie "Keine Verhütung", Priester-Zölibat oder Verbot des Frauenpriestertums, weitgehende Ablehnung der Ökumene (z.B. gemeinsames Abendmahl)


    Liebe Grüße vom sich in erster Linie als Christ (nicht als "evangelisch") sehenden Fabeltier

    P.S. Sorry für das lange Posting, aber ich konnte mich einfach nicht kürzer fassen...
     
  • Suzie
    Gast
    0
    6 Juni 2003
    #29
    Ich bin evangelisch, auch damit aufgewachsen, Kindergottesdienst, später dann Konfirmation etc... muß allerdings sagen, daß ich inzwischen nur noch an Weihnachten/Ostern/etc. in die Kirche gehe - das hat aber nichts damit zu tun, daß ich nicht an Gott glaube.
    Es ist nur so, daß ich unsere Gottesdienste oft sehr langweilig finde - und die Predigt des Pfarrers entspricht meistens dem Gegenteil meiner Meinung, und das darf ich mir dann 15-20 Minuten anhören... außerdem habe ich nicht unbedingt das Gefühl, daß ich regelmäßige Kirchgänge bzw. Gottesdienste brauche, um an Gott glauben zu können, im Gegenteil. Ich merke es doch bei meiner Oma z.B., wenn dann beim Kaffeetrinken erzählt wird, wer wieder was gesagt oder angehabt oder irgendwo gesessen ist - da ist das heißeste Gesprächsthema ganz sicher nicht die Predigt! Und wenn ich in einer ruhigen Minute an Gott denke, fühle ich mich ihm eher verbunden als in einer (mehr oder weniger...) vollen Kirche. Meine Oma versteht es bis heute nicht, aber ich hoffe mal, Gott versteht es...

    Was die katholische Kirche angeht: Ich hatte schon immer das Gefühl, daß sie- auch wenn sie sich heute teilweise fortschrittlicher gibt - noch sehr viel Druck auf ihre Mitglieder ausübt.
    Angefangen bei der Hochzeit, wo Paare versichern müssen, daß ihre Kinder ebenfalls katholisch (betonung auf katholisch! evangelisch gilt nicht!) getauft werden, bevor sie getraut werden. Hab gerade vor ein paar Tagen bei Yahoo gelesen, daß sich in ich glaub Holland oder Dänemark war's ein Pfarrer geweigert hat, ein Paar zu trauen, weil es erklärt hat, es wolle keine Kinder bekommen.
    Die Sache mit dem Zölibat - nun ja, wem's gefällt... ich finde es eben etwas verlogen, daß viele Pfarrer eben DOCH Kinder haben - inoffiziell, jeder weiß es, aber es wird unter den Teppich gekehrt. Warum dann nicht gleich richtig? Als wären Kinder eine Schande... Was dahintersteckt (früher zumindest, und wohl auch heute noch teilweise...): Wer keine Frau und Kinder hat, hat häufig auch keine Erben --> und wer bleibt dann? naaaaa? :grin: wer wohl, die Kirche.
    Was ich absolut unverantwortlich und unter aller Sau finde ist das Auftreten des Papstes in Entwicklungsländern: Immer schön missionieren, "Seid fruchtbar und mehret euch!", und das in Ländern, die bereits mitten in einer Bevölkerungsexplosion stecken!
    Hilfsprojekte - finanziert von Spenden der Katholiken von anderswo - sind natürlich z.T. eng verknüpft mit dem Übertritt zum katholischen Glauben --> z.B. Erziehung in Kinderheimen für arme Kinder nur im Sinne der kath. Kirche, d.h. keine Aufklärung, und damit wieder NOCH mehr kleine Erdenbürger - von HIV ganz zu schweigen, denn Kondome sind ja verboten...
    Ein weiterer Punkt: Der Papst kommt, steht vor den Menschenmassen, spricht seinen Segen - und geht wieder. Wenn man bedenkt, wieviel Kapital die katholische Kirche besitzt, wäre sie ein Unternehmen, wäre sie eines der größten, wenn nicht das größte der Welt, und dann reicht es nur für einen Segensspruch statt für echte Hilfe? Und es wird immer noch bei den Mitgliedern um Spenden geworben, mein Gott, wieviel braucht die Kirche denn noch?! Ich war letzten Sommer in Rom, im Petersdom - der Prunk dort ist unglaublich, der Eintritt auch. Dabei HAT die kath. Kirche doch schon zig Millarden - und den Menschen in der dritten Welt würde ein Dach über dem Kopf wesentlich mehr helfen als ein wohlmeinender Segen. Wo bleibt da die christliche Nächstenliebe? - ziemlich heuchlerisch meiner Meinung nach... ok, klar gibt es Hilfsprojekte, aber erstens werden die nicht vom bereits bestehenden Vermögen der Kirche finanziert, sondern aus Spenden, und zweitens stehen sie in keinem Verhältnis zu dem enormen Reichtum, den die Kirche besitzt.
    Immerhin war Jesus auch arm - und das, was er hatte, hat er geteilt, ohne einen Gedanken an sich selbst zu verschwenden. Vielleicht würde es helfen, wenn sich der Papst und all die hohen Kardinäle das ab und zu mal vor Augen halten würden...
    Ich finde es auch schlimm, daß die katholische Kirche bis heute an der Unfehlbarkeit des Papstes festhält - woher nimmt er denn seine Weisheit?! Von Gott persönlich?! Für mich bedeutet christlicher Glaube, daß kein Mensch mehr wert oder höhergestellt ist als der andere - und einen Stellvertreter Gottes auf Erden gibt es nicht und kann es auch nicht geben. Der Papst hat doch keinen "besseren Draht" zu Gott als jeder andere Mensch auch, und ich habe ein Problem damit, einen von Menschen eingesetzten Mensch als Vertreter Gottes auf Erden zu akzeptieren.
    Und was mir schon sehr früh aufgefallen ist - weshalb ich auch immer froh war, nicht katholisch zu sein - waren die Unterschiede im Religionsunterricht. Bei den Katholiken war der Unterricht meistens langweilig, trocken, mit endlosen Blättern zum Auswendiglernen, irgendwelchen historischen (angeblichen) Fakten und brutal schweren Klausuren, ein richtiges "Lernfach" halt.
    Bei uns war das anders - ok, wir haben auch Bibelstellen besprochen, uns mit Themen aus der Bibel auseinandergesetzt. Aber die Bibel war meistens nur der Einstieg für eine interessante Diskussion, den Bezug zu heute oder was wir selbst z.B. von der Reaktion bestimmter Charaktere an einer bestimmten Stelle halten, wie wir reagiert hätten. Es war einfach lebendiger, und es gab viel mehr Raum für eine eigene Meinung.
    Wir haben in unserem Religionsunterricht auch etwas über die katholische Kirche gelernt, und zwar jede Menge, und auch über die Unterschiede zur evangelischen Kirche - die Katholiken hatten nie auch nur die geringste Ahnung, was die evangelische Kirche überhaupt ist, den Namen Martin Luther nie gehört, bis er irgendwann im Geschichtsunterricht auftauchte... Aber wozu auch - wenn man selbst der einzig wahren Weltkirche angehört, wozu braucht man das dann... :zwinker:

    *puh* ziemlich viel... und nicht gerade positiv größtenteils... aber so sehe ich das eben! Das hat allerdings nichts mit irgendwelchen Personen in meinem Bekanntenkreis zu tun, die katholisch sind - die sind da reingeboren, genauso wie ich auch. Ich kann nur diesem starren Machtapparat der katholischen Kirche nichts abgewinnen.

    Suzie
     
  • succubi
    Gast
    0
    6 Juni 2003
    #30
    ich bin kein fan der katholischen kirche. bin zwar röm.-kath. aber das hab ich ja schließlich auch net selber entschieden, net wahr... *g*
    ich gehör keiner kirche oder glaubensgemeinschaft an, weil mir das ganze thema ehrlich gesagt egal is.

    und was ich von der kirche so halt: außer das sie den leuten das geld aus der tasche ziehen im rahmen der netten kirchensteuer tun die meiner meinung nach nix. - klar, leute die dran glauben und die spaß an ihrem glauben haben, denen mag es was bringen, aber mir persönlich bringt es gar nix.

    und ich glaub sobald die von mir kirchensteuer einheben wollen, werd ich wohl leider aus der kirche austreten müssen, weil ich nicht einseh wieso ich für was zahlen sollte, das mir piep-egal is.


    nebenbei is die katholische kirche meiner meinung nach die größte sekte überhaupt... *gg* und das manche so stolz auf "ihre" kirche sind und das was sie so geleistet hat... naja... wenn ich zurückdenk wie die lieben christen alle andersgläubigen niedergemetzelt haben und wenn ich zurückdenk wie unlogisch die sind... ich mein... sie haben die juden verfolgt, aber ihr toller sohn gottes war jude... hirnrissig.

    wie dem auch sei - jeder wie er mag, hauptsache man lässt mich damit in ruhe.
     
  • madison
    madison (49)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.855
    123
    5
    Verheiratet
    6 Juni 2003
    #31
    Gehört ihr einer Glaubensgemeinschaft, Kirche an?
    - nein, bin mit 15 ausgetreten.

    Warum nicht?
    - für mich ist Religion Manipulation und Rechtfertigung der eigenen Unzulänglichkeit. Und damit meine ich jede Religion: Christentum, Islam, Judentum, Zeugen Jehovas, Mormonen sind alles mehr oder weniger anerkannte Sekten. Da ist keine besser oder schlechter.
    Zur katholischen Kirche bzw. zum Christentum muss ich sagen, dass ich den Missionarsgedanken (der ja zum Glück nicht mehr ganz so extrem ist) am kritischsten finde. Ich finde es unmöglich, dass der liebe Papst die Drittweltländer bereist und dann so tollte Sachen wie "AIDS ist eine persönliche Strafe Gottes" verbreitet. Leider sind die Menschen in diesen Ländern noch immer ziemlich begeistert vom Papst und glauben's auch noch.

    Ich denke jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und muss die Konsequenzen seines Handelns selbst tragen. Ich möchte da nicht eine höhere Macht oder Gottheit für verantwortlich machen. Aber es ist halt so schön einfach zu sagen, wenn was schlimmes passiert ist: ja, Gott hat es halt so gewollt.
    Das ist doch einfach nur Bullshit.
    Der Gott, der Familienväter und kleine Kinder sterben lässt, Naturkatastrophen mit tausenden Toten auslöst, Afrika mit AIDS bald mal ausrottet, sich uns Menschen die Köpfe in Kriegen einschlagen lässt, muss einen verdammt zynischen Scheisshumor haben.
    Und irgendwie ist es doch auch in fast jeder Religion so, dass man ständig für irgendwelche Dinge die man tut oder nicht tut bestraft wird und Busse tun soll.
    Wenn uns Gott doch so lieb und uns nach seinem Ebenbild erschaffen hat, na dann vielen Dank, auf so einen Gott kann ich verzichten.

    Ich habe allerdings kein Problem, wenn andere daran glauben wollen, aber für mich selbst bin ich zum Schluss gekommen, dass es für mich und mein Leben nicht relevant ist, ob es einen Gott/Götter gibt oder nicht. Es würde an meiner Einstellung und Lebensweise nichts ändern. Ich übernehme für mein Handeln die Verantwortung und kann auch dazu stehen, wenn etwas schief geht.

    Solange man mich nicht missionieren will, ist es mir eigentlich egal. Da hab' ich auch kein Problem mit den "bösen, bösen" Moslems. Von denen stand auf jeden Fall noch keiner bei mir vor der Haustür und wollte mich überzeugen.

    Die meisten Menschen suchen Gott und Religion ja eh nur in Krisensituationen und das finde ich dann sehr unkonsequent. Ich habe auch schon Menschen, die mir sehr nahe stehen verloren und für mich dann Antworten ausserhalb der Religion gefunden.

    Was ich dem Christentum zu Gute halte, ist die Vermittlung von Moralvorstellungen im Mittelalter. Denn die 10 Gebote (zumindest einige davon: nicht töten, nicht stehlen, nicht ehebrechen, nicht lügen etc) haben die Gesellschaft schon sehr geprägt.
    Auch wenn heutzutage diese Gebote meist nur belächelt werden, haben wir doch alle irgendwo die moralischen Grundfesten, dass z.B. stehlen nicht in Ordnung ist. Ob man's dann trotzdem tut, ist wieder 'ne andere Baustelle.

    Zum Theme Bibel/neues Testament: da sag' ich immer, man sollte bedenken, dass die lieben Leute, die diesen Roman verfasst haben, alle Fans von Jesus waren und ihn supertoll fanden. Kein Wunder also, dass sie ihm da die tollsten Fähigkeiten und Charaktereigenschaften angedichtet haben. (Fragt mal 'nen 13-jähriges Mädel, was sie von ihrem Lieblingspopstar hält)
     
  • spacko
    spacko (44)
    Verbringt hier viel Zeit
    223
    101
    0
    vergeben und glücklich
    6 Juni 2003
    #32
    Und genau das ist der Grund warum die Kirche nicht vorankommt:
    Alle finden es scheiße und haben tausend Gründe warum sie Kirche nicht gut finden, und dann nehmen sie den leichten Populären Weg und fangen an zu wettern und zu giften wie rückständig der Verein ist und was weiß ich nicht alles.
    Anstatt zu sich hinzustellen und zu sagen, ja die Messen sind verstaubt, wir wollen auch Messen feiern die für Jugendliche interessant sind. Und vor allem dann hingehen und die Idee auch umsetzen.
    Aber nein was passiert, es wird gemotzt, und wenn man dann versucht was auf die Beine zu stellen kommt keine Sau weil sich ja alle schon abgewandt haben. Ja es stimmt Kirche ist teilweise langweilig, aber man kann sie nur interessant machen, wenn man mitmacht, und nicht nur einen auf Konsument macht. Wer etwas bewirken will muss halt selbst aktiv werden. Und kommt jetzt nicht mit alten doofen Pfarrern. Wir haben keine Jungen, weil die jungen Kirche ja so scheiße finden.
    Sicher ist die Kirche langsam mit Veränderungen. Sie ist nun mal ein Weltweites unternehmen. Wenn in Deutschland etwas geändert wird, hat das Auswirkungen auf Millionen andere. Auch in Entwicklungsländern, die vielleicht einfach noch nicht „so weit“ sind wie wir, die die moralische Instanz Kirche noch brauchen, weil sie einfach nicht unseren Bildungsstand haben.
    Aber ich habe schon wieder zuviel gesagt. Jetzt kommen bestimmt wieder hunderte Stimmen die anfangen an mir rumzukritteln und zu machen. Die sagen ich wäre engstirnig und was weiß ich nicht alles.
    Diese Stimmen sind genauso engstirnig, weil sie unter dem Deckmantel der Offenheit genau so verbissene Betonköpfe sind wie die deretwegen sie Angeblich Kirche so scheiße finden.
    Und das ist der Grund warum ich manchmal einfach keinen Bock mehr habe zu sagen ich gehe in die Kirche, weil ich immer die gleiche blöden Vorurteile um die Ohren gehauen bekommen.

    So und zum Thema Notfallseelsorge:
    Und genau das „Warum“ ist die Frage die kommt und die ich dir nicht beantworten kann. Es ist eine Gefühlsfrage und keine Wissensfrage. Die kannst du nur dir selbst beantworten, und die Antwort findest du nicht erst in einer Krise, die muss vorher „vorbereitet“ sein. Wie oben schon gesagt nur konsumieren geht im glauben nicht man muss auch selbst etwas dafür tun.

    Ach was red ich, ist doch eh dem Ochs ins Horn gepetzt.
     
  • opossum
    opossum (43)
    Ist noch neu hier
    678
    0
    1
    nicht angegeben
    6 Juni 2003
    #33


    Der Grund, warum ich die (katholische) Kirche nicht gut finde, ist weniger die Rückständigkeit denn das, was ich vorher schon darüber geschrieben habe.
    Davon ganz ab sehe ich für mich gar keinen Grund, irgendwas an der Kirche ändern zu wollen, da ich kein Christ bin und auch nicht deren Glauben teile.

    hm, das finde ich jetzt ehrlich gesagt salbungsvolles Wischiwaschi oder ich hab's schlicht nicht verstanden. Zum einen mußt Du mir die Definition von Glaubens- und Wissensfrage erklären. Für mich ist das erstmal nur eine Frage, die man sich automatisch stellt - für die Antwort würde ich die Unterscheidung zwischen Glauben und Wissen eher verstehen.
    Und was die Antwort selber angeht, natürlich finde ich die (wenn denn überhaupt) erst in der Krise, schlicht weil sich mir vorher die Frage nicht gestellt hat. Und von konsumieren habe zumindest ich nicht gesprochen - ich würde allerdings erwarten, dass ich Antworten oder zumindest Denkanstöße die mich weiterbringen, dann bekomme wenn ich Fragen habe. Das muß ja nicht nur im Negativen sein.

    tja, ich versteh Dich nicht so ganz. Bisher hat Dich weder jemand angemotzt noch haben hier hunderte an Dir "rumgekrittel". Warum dann so schnell aufgeben wollen?

    ok, jetzt motz ich doch rum. Diese Einstellung zeugt von einer völlig unbegründeten Arroganz, die ich zum k*tzen finde. Meine Meinung zum Zusammenhang von katholischer Kirche und moralischer Instanz habe ich ja schon zum besten gegeben, muß man ja nicht wiederholen.
    Aber: Schonmal auf die Idee gekommen, dass viele Entwicklungsländer nur wirtschaftlich "nicht so weit" wie wir sind und ansonsten überhaupt keinen Bedarf für unsere "moralischen Instanzen" haben? Es ist die typisch "westliche" Arroganz zu meinen, wir müßten denen das einzig wahre Wissen bringen (ob die das jetzt wollen oder nicht). Und was den Bildungsstand angeht: der ist nunmal in den meisten dieser "Entwicklungsländer" kein Stück niedriger als hier, es haben nur (eventuell) wesentlich weniger Leute da Zugriff auf das Wissen - was in der Regel schlicht an den wirtschaftlichen Verhältnissen liegt. Und die wirklich zu ändern, daran haben weder die europäischen noch die amerikanische Regierung ein tatsächliches Interesse dran. Und bei den Kirchen sehe ich da vor allem Leistungen von einzelnen Personen und seltener von der Institution Kirche.
     
  • succubi
    Gast
    0
    6 Juni 2003
    #34
    wieso sollt ich mich für die kirche und deren tun bezüglich messen und so einsetzen, wenn es mich nicht die bohne interessiert? *g* ich seh eben nix daran das mich irgendwie animieren könnte mich da dazu zu stellen, nicht mal wenn sie jeden sonntag irgendein kirchen-event mit gratis-futter und einem bekannten musiker veranstalten würden, würd es mich jucken.
     
  • muenti
    Verbringt hier viel Zeit
    487
    101
    0
    Single
    6 Juni 2003
    #35
    Die Kirche gut auch gutes...

    Bevor hier immer auf die "Scheiß-Kirche" geschimpft wird, sag ich mal, was sie Kriche (katholisch, evangelisch,...) so alles tut:

    - Betreuung von Obdachlosen: Kümmert sich da der Staat darum? Nein! Er kümmert sich einen Scheißdreck um die! Ihr gebt ja auch nicht dem Bettler auf der Straße einen Euro. Hier kümmern sich die Kirchen (Caritas, Diakonisches Werk) um die.

    - Altersheime/Pflegedienste: Betreibt der Staat irgendein Altersheim? Nein! Machen - meistens - auch nur die Kirchen und ihre Organisationen. Der Staat nimmt den Altern nur das Geld aus der Tasche mir Rentenkürzungen, Steuererhöhungen, usw. Dass der Bereich Pflegedienst/Krankenhäuser ein Negativ-Geschäft für die Kirchen ist, fällt auch niemanden ein, weil es ja immer heißt: "Die Kirche hat's ja". Stimmt schon, aber nicht mehr lange, wenn es so weiter geht.
    Alle treten sie aus der Kriche aus, zahlen keine Kirchensteuer mehr. Wenn sie aber alt sind, wollen sie ins Krankenhaus, welches diejenigen finanzieren, die Krichensteuer zahlen. Ist das sozial???

    - Entwicklungshilfe: Wenn der Staat Entwicklungshilfe betreibt, dann tut er das doch auch um die (deutsche) Wirtschaft zu unterstützen. Was brauchen die Leute in Afrika Mähdrescher und Saatmaschinen oder auch Waffen, wenn sie nichts haben mit dem man sähen kann. Außerdem mangelt es auch an der Schulbildung. Hier sind wieder dir Krichen aktiv, die den Leuten Lesen und Schreiben beibringen, was durch die Entwicklungshilfe nicht geschieht.

    - Jugendarbeit Der Staat macht da auch nix - kürzt nur die Zuschüsse. Machen auch nur die Kirchen, sonst niemand.

    War mal meine Meinung dazu...
     
  • Miezerl
    Gast
    0
    6 Juni 2003
    #36
    dazu sag ich nur eins seht euch mal Stigmata an ,
    wenn der Film einigermaßen glaubwürdig is würde das drinen Vorkommt die komplette Katholische Kirche wenn es anerkannt werden würde komplett zunichte machen.
    Ich halte nichts von einen Unternehmen das mir ein reden will ich finde Gott nur in einer Kirche wenn ich regelmßig beten geh und brav meine Steuer abzahle:angryfire
    Die Kirche war gegen Abtreibung Verhütung,usw.
    Halte nicht sehr viel davon ,alllein das was in der Bibel steht möcht man nicht wissen ob es sich je wirklich so abspielte oder ob es nur zum mittel als maß diente um die Leute mit so was zu manipulieren.
     
  • opossum
    opossum (43)
    Ist noch neu hier
    678
    0
    1
    nicht angegeben
    6 Juni 2003
    #37
    ...spalte ein Stück Holz und...

    ja, der Film hat schon was, kann man nicht anders sagen.
     
  • Beastie
    Beastialische Beiträge
    10.825
    218
    272
    vergeben und glücklich
    6 Juni 2003
    #38
    den film find ich ja auch gut, aber wie wärs mit ein paar kommatas und punkten??*haarerrauf*
     
  • Liza
    Liza (35)
    im Ruhestand
    2.208
    133
    47
    nicht angegeben
    6 Juni 2003
    #39
    "Stigmata" ist einfach nur gut...
    ... und das Thomasevangelium Teil meiner Lebensphilosophie. Ich habe es hier zuhause stehen und kenne es nahezu in- und auswendig. Wer Ohren hat, zu hören, der höre! *seufz*
     
  • Unicorn
    Unicorn (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    361
    101
    0
    vergeben und glücklich
    6 Juni 2003
    #40
    Hm, ich denke, den meisten einigermaßen aufgeklärten Mitteleuropäern ist klar, dass man die Bibel nicht wörtlich nehmen sollte... jedenfalls nicht die Geschichten und Gleichnisse. Es sind Geschichten, die einen "tieferen Sinn" haben, keine wahrheitsgetreuen Berichte (so etwa die Schöpfungsgeschichte, die Geschichten über Jesus Taten...).

    Liebe *anmerk*ende Grüße vom Fabeltier
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten