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  • SLP
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    offene Beziehung
    11 Juli 2017
    #1

    Glaubensfrage - Wie weit darf der Glaube gehen?

    Hallo liebe Community,
    Ich habe mir ja schön öfter zu meiner Beziehung hier Hilfe gesucht, aber im Moment stehe ich vor einem Problem, das ich anscheinend nicht lösen kann ohne mich selbst zu verletzen.

    Meine Freundin kommt aus einer stark christlich religiösen Familie, die in einer (meiner Meinung nach sektenähnlichen) Gemeinschaft unterwegs ist. Und ihre Familie sieht Sex im generellen und vor allem das Thema Bondage sehr kritisch und heute hat meine Freundin mir eine Nachricht mit folgendem Inhalt von ihrer Mutter bekommen:

    "Ich finde, dass du dir klar sein muss, dass (...mein Name...)'s Ansichten, auch wenn sie im Netz vielleicht Gang un Gäbe sind, nicht zwingend die Basis einer tragfähigen Beziehung sind und gesellschaftlich stigmatisierend wirken können."

    Ich interpretiere das als deutliche Aussage, dass sie die Beziehung zu mir aus Gründen der Gemeinschaft in der sie sich bewegen beenden sollen.
    Ich würde nun gern mal von euch wissen, was ihr denkt, was das bedeutet.

    Wenn es das ist was ich interpretiere, dann weiß ich einfach nicht mehr weiter, denn ich liebe meine Freundin so sehr, aber ich möchte auch nicht in solche Strukturen reingezogen werden. Was würdet ihr in dieser Situation machen?

    Danke schonmal für jede Antwort.
    LG SLP
     
  • User 135804
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    11 Juli 2017
    #2
    ich an deiner stelle würd da gar nichts tun,auch nicht diese nachricht ihrer mutter interpretieren.ich ignoriere so etwas einfach,denn das gerede von menschen,die mir suspekt sind (und das sind mir streng gläubige christen nun mal),ist mir wurscht und deren ansichten schlicht egal.
    ich würde schlicht erwarten,dass der partner zu mir und der beziehung steht.
     
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  • Demetra
    Demetra (36)
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    11 Juli 2017
    #3
    Ich sehe hier keinen Hinweis auf eine religiöse Motivation, sondern schlicht eine persönliche Meinung zu Deinen Vorlieben.

    Woher weißt Du, dass Deine Freundin diese Nachricht bekommen hat?
     
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  • SLP
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    offene Beziehung
    11 Juli 2017
    #4
    Weil sie mir die Nachricht weitergeleitet hat... Und das Ding ist einfach, dass die Religion bzw. Gemeinschaft BDSM und Sex vor der Ehe verbieten. Meine Freundin sieht das aber eben nicht so...
     
  • HarleyQuinn
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    11 Juli 2017
    #5
    Wie alt ist deine Freundin? Plant sie aus der Gemeinschaft auszutreten?
     
  • User 135804
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    11 Juli 2017
    #6
    na dann wird deine freundin wohl zu ihrer meinung stehen und weiterhin tun,was sie selbst für richtig hält - und sich nicht von ihrer mutter in ihre beziehung reinreden lassen.
     
  • User 96053
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    11 Juli 2017
    #7
    Weißt du... es ist einfacher, wenn man mit der Familie/den engsten Vertrauten des Partners zurechtkommt und es da keine unschönen Differenzen gibt.

    Aber wenn es diese gibt, ist die Beziehung nicht zum Scheitern verurteilt. Dann ist es besonders wichtig, wie deine Freundin damit umgeht - hat sie sich von ihren Eltern (und ihrer Gemeinde) emanzipiert?

    Hab ich das richtig in Erinnerung, dass es sich um eine baptistische/mennonitische/freikirchliche Gemeinde handelt?
     
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  • SLP
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    offene Beziehung
    11 Juli 2017
    #8
    Sie ist gerade 18 geworden und ich weiß es nicht, ich hab sie zwar gefragt aber nie eine Antwort bekommen...

    Da bin ich mir eben auf Dauer nicht sicher...

    Ja, es ist eine Freikirche mit methodistischem Hintergrund.
    Und ich weiß nicht in wie fern sie es schafft sich von der Gemeinde zu lösen...
     
  • User 131884
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    offene Beziehung
    11 Juli 2017
    #9
    Ich hätte zu aller erst mal ein klärendes Gespräch und die Frage, wie ihre Mutter Kenntnis über eure sexuellen Praktiken erlangen konnte. Ob/wie ich Sex habe geht schlicht nur die etwas an, die direkt in mein Sexualleben involviert sind, oder die ich von mir aus informiere. Dass sich andere dafür interessieren mag zwar in deren religiös motivierten Übergriffigkeit liegen, aber ich würde mir das definitiv und undiskutierbar verbieten. Und das wäre nach diesem Gespräch auch meiner Freundin klar.

    Du wirst dich auf einen Kampf einstellen müssen, der um die Frage entbrennen wird, ob deine Freundin diese sogenannten Gemeinschaft verlässt (ihre Familie wird sie dann womöglich verstoßen oder sich von ihr lossagen), oder ob sie unter der Kontrolle derer bleibt, die behaupten die wahren Befreier zu sein. Ich würde mich an deiner Stelle mal mit der Sicht auf diesen Verein über die Sektenberatung kundig machen. Hängt natürlich vom Grad ab, wie "auffällig" sich diese Gemeinschaft gibt und wie repressiv sie auftritt.
     
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  • User 161456
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    11 Juli 2017
    #10
    Hier musst du dich selber fragen, willst du für die Liebe zu deiner Freundin den Kampf gegen das christliche Familienumfeld aufnehmen. Bist du, Ist deine Freundin auch dazu bereit? Wenn ja, dann nabelt euch ab, emanzipiert euch und stellt eure eigene Zukunft auf die Beine.
    Eine räumliche Trennung zu den Eltern kann da schon mal der 1. Schritt sein.

    Vielleicht entspannt das ja die Situation auch wieder mittelfristig.
     
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  • User 96053
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    11 Juli 2017
    #11
    Vorsicht, das kann die Beziehung auf Dauer sehr, sehr beeinträchtigen, wenn nicht zerstören.

    Eine Gemeinde muss man aus ganz freien Stücken verlassen. Der simple Grund: Man hat gerade in der ersten Zeit sicherlich mit dem eigenen Glauben zu kämpfen. Schließlich hat man eben sein ganzes Leben lang immer diese Regeln befolgt, gegen die man dann "verstößt". Wenn man dann aufgrund des Partners ausgetreten ist, macht man diesen auch für sein Unglück verantwortlich.
    Der "ungläubige" Part kann und darf nicht gegen den Glauben ankämpfen - Verständnis oder seine eigenen Konsequenzen daraus ziehen - das sind die beiden Möglichkeiten, die der TS hat.

    Dafür sehe ich überhaupt keinen Handlungspunkt - an welcher Stelle hat er denn etwas über die Gemeinde gesagt, das einen Sektencharakter vermuten lässt? Nur weil ein Glaube etwas strenger ist, ist das noch lange kein Kult (= "Sekte").
     
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    11 Juli 2017
    #12
    Warum spricht Deine Freundin mit ihren Eltern über Eure Fetische? :whoot: Das würde ich mir aber in aller Deutlichkeit verbitten.
     
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  • User 161456
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    11 Juli 2017
    #13
    Eine gut funktionierende solidarische Gemeinde hat auch was sehr attraktives.
    Ist ist nicht so einfach, alle seine Freunde und Rituale hinter sich zu lassen.

    Aber event. hat auch vor allem die Familie ein Problem mit der flüggen Tochter. Verlustängste und unerwünsche Abnabelungsversuche.

    Wie weit ist den das Thema BDSM der Familie bekannt? Und warum eigentlich?
    Dass das gottesfürchtigen Eltern nicht schmeckt, dürfte wohl auf der Hand liegen.

    Das ist dann natürlich ein gefundenes Fressen für die geschockten Eltern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 Juli 2017
  • User 166117
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    11 Juli 2017
    #14
    Ich bin auch Christlich aufgewachsen, und Sex vor der Ehe, oder Bondage ist halt auch sone Sache. Ich muss persönlich sagen das ich mit einigen Sachen übereinstimme, und mit anderen nicht. Aber ich kann ja mein Leben leben wie ich will, und tun und lassen kann was ich will. Ich will mich nicht in Gefangenschaft begeben, nur weil andere das sagen. Meine Eltern und Geschwister wissen zwar nicht wie ich dazu stehe, aber wie gesagt es ist mein Leben und nicht deren. Tut was ihr wollt, und lasst euch von niemandem was vorschreiben.
     
  • User 161456
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    11 Juli 2017
    #15
    Man lebt aber auch nicht im luftleeren Raum. Und es gibt halt azuch subjektiv nachvollziehbare Befindlichkeiten im engen Umfeld.
    Darauf auch ausreichend Rücksicht zu nehmen und nicht wie ein Elefant im Porzelanlanden zu agieren ist schon empfehlenswert.
     
  • User 166117
    Öfters im Forum
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    11 Juli 2017
    #16
    Muss auch dazu sagen das meine Eltern nicht extrem sind. Also wenn ich denen das jetzt sagen würde, würden sie mich nicht hassen. In meiner Familie wird das Theme Sexualität auch eher weniger besprochen.
     
  • User 12529
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    11 Juli 2017
    #17
    War diese Nachricht überhaupt auf euer Sexualleben bezogen?
     
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  • BrooklynBridge
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    Moderator
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    11 Juli 2017
    #18
    Streng genommen ist das auch gar nicht so falsch.

    Wieso redet man mit seinen Eltern überhaupt über die Einzelheiten seines Liebeslebens? Das geht doch schnell mal schief - unabhängig von Religion. Wobei tiefreligiöse Menschen natürlich im Schnitt nicht zu den sexuell aufgeschlossensten Menschen zählen.
     
  • wild_rose
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    11 Juli 2017
    #19
    Zumindest er sieht den wohl durchaus...


    SLP woher weiß die Mutter denn überhaupt von dem Bondage?
    Hat deine Freundin ihr geantwortet, wenn ja, was?
     
  • User 96053
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    11 Juli 2017
    #20
    Na ja... das Wort wird auch total inflationär gebraucht - für mich müssen da Hintergrundinformationen her, warum genau es sich bei der Gemeinde um eine "Sekte" oder eine "sektenähnliche Gemeinschaft" handeln sollte.
     
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