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  • User 85989
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    nicht angegeben
    26 Februar 2009
    #21
    ColaBoy, ich kann absolut gut nachvollziehen, wie du dich fühlst.
    weil ich so ziemlich genau das gleiche durch mache wie du...

    das bild eines mädchen, das gesicht dass teilweise von den haaren bedeckt wird... kommt sehr oft in meiner fantasie vor.

    the grudge, the ring, das computerspiel "FEAR" schwirren immer wieder in meinem kopf rum.
    sobald ich durch irgendwas oder irgendwen an diese filme oder an das spiel erinnert werde, taucht meine angst wieder auf.
    ich versuche mir immer einzureden, dass es nur filme bzw. ein pc-spiel ist, aber trotzdem lässt mich das ganze nicht los.

    wenn ich nachts im bett liege und noch nicht einschlafen kann, dann liege ich meist mit dem gesicht zur wand. und plötzlich kommt der gedanke, dass das mädchen plötzlich mit dem gesicht ganz nah hinter mir ist. dann denke ich krampfhaft daran, mich bloss nicht umzudrehen, sonst steht sie vor mir.
    genauso ist es mit dem duschen, ich mag schon gar nicht mehr, den duschvorhang zu zuziehen, weil ich angst habe, dass sie vor mir steht, sobald ich den duschvorhang zurück ziehe.
    es gibt noch hunderte andere situationen, wo ich mir sowas einbilde...

    für andere mag es sich vielleicht lächerlich anhören.
    aber oft belastet mich das auch.

    was man dagegen machen kann?
    ich weiß es selber nicht so genau. ich weiß nur, dass ich mir aufkeinenfall mehr diese filme angucken werde, sonst wirds richtig schlimm... irgendwann werden die ängste weniger und sind dann auch weg, aber sobald einer der filme im fernsehen ausgestrahlt werden und eine vorschau vorkommt, dann erinnert es mich wieder daran... schön blöd.
     
  • Ein Pex
    Ein Pex (25)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    26 Februar 2009
    #22
    Danke :tongue:

    Ich hatte diese Alpträume auch mal. Das ging irgendwann soweit, dass ich geträumt habe eine Spinne, so groß wie mein Brustkorb würde auf mein Gesicht zukrabbeln. Das Problem ist immer, dass man sich vor dem schlafen gehen jeck macht und hinterher Alp träumt oder gar nicht schläft. Am besten ist es wenn man sich mit irgendwas ablenkt von den Gedanken. Mir hilft da manchmal Musik oder an Späßchen denken, die man tagsüber mit Freunden gemacht hat und dann sogar noch abends im Bett einen Lachflash bekommt :zwinker:
     
  • ColaBoy
    Gast
    0
    27 Februar 2009
    #23
    Danke für die zahlreichen Antworten.
    Anscheinend gehts ja manchen ähnlich wie mir...
    Das Erstaunliche...es haben fast nur Frauen geschrieben. :grin:
    Naja, ist jetzt ja auch nicht gerade "männlich" von mir aber das ganze hat mich die eine nacht echt stark belastet.

    Mittlerweile hat es sich wieder gelegt...kommt ja nur ca. 2x im Jahr vor wo es so krass ist dass ich nicht schlafen kann.

    Ärztliche Hilfe werde ich wegen so einer Kleinigkeit nicht in Anspruch nehmen. Vlt. sollte ich mir den Film einfach nochmal angucken...sozusagen als Schocktherapie?

    Den Tipp dass ich mir die Kulisse und die Schauspielerin (die ja nicht schlecht aussieht) mal so ansehen sollte halte ich für gut.
    Werd ich machen...

    ZB vor "Der Fluch" hatte ich wieder überhaupt keine Angst obwohl er den Film "The Ring" stark ähnelt.

    Haha Sweety, ich hoffe ich werde nie der Vater eines Mädchen mit dunklen, langen Haaren. :grin: und wenn nicht wird sie regelmässig zum friseur geschickt. *g*
    Schaut ja auch doof aus, wenn spät nachts das Mädchen dann kommt "Papa... ich hab Hunger"
    und ich renn schon um mein leben...bhoa gruslig^^

    Das wirklich gruslige am Film ist ja...diese Menschen im Film sind ganz normale Leute bis sie eine Videokassette finden (du selbst findest eine DVD und siehst dir den film an) und dann nach 7 tagen sind sie tot. das ist irgendwie eine ganz starke psychische reizung da man in die lage versetzt wird man könnte der selbst sein wie der im film der ja auch von nichts ahnt am anfang.
    Wenn ich so Phantasien habe, dann versuche ich mich ab zu lenken. zb stell ich mir dann meinen verstorbenen opa neber mir vor der über mich wacht, oder einfach gandalf aus herr der ringe...oder ich stelle mir meine freundin vor und ne idyllische landschaft....aber egal was ich mir dann vorstelle...im hintergrund taucht sie dann sogar da auf.
     
  • Zuckerherz
    Zuckerherz (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    27 Februar 2009
    #24
    Oh Gott, wenn ich das hier lese, werde ich an meine eigenen Ängste erinnert.
    Ich habe the Ring auch gesehen. Alleine zu Hause, eine schlechte Leinwand-abgefilmte Version. Es war Tag und hell und trotzdem hatte ich extreme Angst, dass gleich das Telefon klingelt, weil ich das Video in dem Film ja auch gesehen habe. Besonders das Ende hat mich fertig gemacht.. Man muss sagen, ich wusste gar nicht, was das für ein Film war. Hatte ich nur bekommen von wegen "Guck dir den mal an" und dann kam da SOWAS :O
    Teil 2 habe ich nie gesehen, weil ich den alleine nicht schauen kann (sonst sterb ich vor Angst), und mein Freund findet solche Filme total langweilig und redet dann immer dazwischen. Mein Ex hatte genau so viel Angst. Deshalb habe ich ihn nicht gesehen.

    The Grudge habe ich mir erst gar nicht angesehen. Ich habe auch total Angst vor "The sixth Sense" und der Exorzist.

    Wenn ich sowas gesehen habe, kann ich nachts auch nicht ohne Licht schlafen und alleine auch sehr schlecht.
    Ich habe furchtbare Angst, dass irgendwo so ein Gruselgeist lauert, ich kann dann auch nicht in den Spiegel gucken, weil ich Angst habe, ich könnte jemanden hinter mir entdecken.

    Was mir für den Augenblick hilft sind die Making ofs, aber da war auf meinem Leinwand-Rip ja nichts zu finden.
    Außerdem, wenn ich dann allein im Bet liege, tauchen die Filmbilder wieder auf.

    Ich hoffe dass du das bald loswirst!
     
  • User 48403
    User 48403 (48)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    28 Februar 2009
    #25
    Also erstmal: Ich bin totaler Fan von megakrassen Horror- und Psychofilmen, und eigentlich kann mich auch nichts aus der Fassung bringen.:cool1:
    Aber die Filme "The Ring" und "The Grudge" sind schon echt harte Schocker, wo es auch bei mir langsam an die Grenzen geht. Vor allem, ich schau mir solche schinken in völligem Dunkel und mit Dolby-Surround-Kopfhörern an.
    Ein Film, den ich erst kürzlich gesehen hatten und es auch wirklich in sich hat: "Mirrors"
    Das heftigste, was bis jetzt mir untergekommen war, ist "Inside". Der Film hat mich völlig umgehauen, und mir war noch Stunden danach ganz komisch im Bauch und konnte auch nur schlecht einschlafen.
    Aber regelmässige Alpträume hab ich nicht.

    Aber was ich bei solchen Filmen immer wieder feststelle: Die ganze Atmosphäre wird ja durch Lichteffekte und Ton/Musikuntermalung erzeugt.
    Ich empfehle Dir mal, den Film einfach mal bei Tageslicht und ohne Ton anzusehen. Du merkst dann sofort, dass die Gruselwirkung dabei flöten geht.
     
  • HollowEyes
    HollowEyes (34)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    28 Februar 2009
    #26
    Erstmal zum Basisproblem: ich habe mir mit 9 Jahren das erste Mal Friedhof der Kuscheltiere angesehen. Der Vater eines Freundes hatte ein Arbeitszimmer mit Videorecorder. Mein Freund hat es aufgenommen und wir haben ihn geguckt, während seine Mutter das Essen in der Küche fertig machte.

    Jedes Mal, wenn ich einen Jogger sah, wurde mir speiübel, weil ich dann immer an den Film erinnert wurde.

    Aber seitdem bin ich Horro-Junkie. Auch ich denke manchmal, wenn ich mir die Haare über dem Waschbecken wasche: "Wenn du gleich deinen Kopf hebst und in den Spiegel blickst, wird hinter dir eine Person mit zerfressenem Gesicht stehen." Oder, wenn ich nachts höre, wie die Heizungstherme anspringt, denke ich: "Da ist jemand, der das Thermostat bedient hat."

    Aber das sind typische Gespinste und irrationale Gedankengänge die schon pathologisch sind. Im Grund ist eine Therapie dazu notwendig. Das meine ich ernst! Aber ich kann damit ganz gut umgehen, ich weiß ja, dass ich spinne. :hmm:

    Zum Film THE RING:
    Der Film ist deshalb so kräftig im Genuss, weil er ohne Blut auskommt und stark an die Suggestionskraft geht. Er transportiert mehr als viele andere Horrorfilme den Wahnsinn in eine natürliche Umgebung. Der Schrecken eines Fluches, der Rache einer Untoten und das unabänderliche Schicksal sind tragende Pfeiler einer Urangst: die Angst vor Toten und dem unausweichlichen Ende.

    Ein gutes Beispiel sind die Geschichten von H.P. Lovecraft, der erste Autor, der den Horror in scheinbar (!) normale Gegenden pflanzte. Er war fähig, eine Maske der Zurechnungsfähigkeit und Normalität zu schaffen, hinter der Wahnsinn und Chaos toben. Das ist der Stoff, aus dem gute Horrorfilme und -geschichten gemacht sind. Eine seiner prägensten Geschichten ist "Pickman's Modell".
     
  • spätzünder
    Benutzer gesperrt
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    Single
    1 März 2009
    #27
    Joa, 'Ring' fand ich auch heftig, ebenso wie 'The Grudge'. Aber wenn ich dann merke, dass meine Phantasie mit mir durchgeht, und das passiert oft, dann sage ich einfach zu mir selbst: "Komm mal wieder runter. Sowas gibt es nicht. Wir leben hier in der Wirklichkeit."

    Und das hilft auch meistens. Das Schlimmste ist, sich in diese Filme auch noch reinzusteigern. Da kriegt man erst recht Angst.

    Also immer ruhig bleiben. Ich erinnere mich noch, wie ich früher in der Neubauwohnung immer als Kind Angst hatte, über den Dachboden, der nur einen temporären Lichtschalter hatte, zu gehen. Oben war alles dunkel, und wenn du nicht schnell genug über den Dachboden gegangen bist und die Tür zu den Nachbarwohnungen geöffnet hast, dann konnte es passieren, dass alles dunkel war und du die Tür nicht mehr gefunden hast. :frown:

    Würde ich auch vorschlagen. Also wenn ich 'Ring' geschaut habe, hatte ich danach zwar schon Schiss, dass, wenn ich das Licht anmache, diese Samara mit ihren schwarzen Haaren irgendwo steht. Gleichzeitig konnte ich diese lächerlichen Gedanken auch immer wieder vertreiben durch die simple Erkenntnis, dass das einfach nur ein Film war, den ich geschaut habe und dass nix und niemand aus einem Fernseher kriechen oder einen Fluch aussprechen kann. Beim 'ColaBoy' finde ich das aber schon extrem. Der halluziniert ja regelrecht. An seiner Stelle würde ich, wenn er seine Phantasie wirklich nicht mehr unter Kontrolle kriegt, dringend professionelle Hilfe suchen, sonst ist er bereit für die Klapse.
     
  • ColaBoy
    Gast
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    3 März 2009
    #28
    Also the grudge fand ich ziemlich ungruselig, weil es für mich irgendwie wie ein abklatsch von the ring war.
    Die meisten Horrorfilme sind ja eh nicht gruselig, man denke an so schnitzelfilme oder wo halt monster drin vorkommen...völlig ungruselig. Es sind eher diese mysteriösen filme...

    Als Kind hatte ich mal ziemlich Angst vor Stephens King "Es".
    Puh vor dem Clown hatte ich auch einige Zeit Angst...oder generell vor Clowns.

    Ich denke, The Ring, Friedhof der Kuscheltiere und Es haben es mir bis jetzt am meisten angetan, wobei The Ring echt am heftigsten war. Alle anderen fand ich relativ ungruselig und daher hat es mich auch so verwundert dass mich the ring so in den bann gezogen hat.

    Aber derzeit hab ich zb wieder gar keine Angst vorm Film...das ist echt nur 1-2x im Jahr wo ich nicht gleich einschlafen kann und zuviel nachdenke. Also ich glaube nicht dass ich reif werde für die Klapse LOL

    Aber wenn ich sowas habe sind es schon sehr starke Wahrnehmungen...ob es Hallos sand wage ich nicht zu sagen.

    Ich war ja sogar so mutig, dass ich mir the ring 2 auch noch angesehen habe - jedoch auch wenn das Mädchen gruselig war, schockte er mich nicht.
     
  • SandraChristina
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    3 März 2009
    #29
    ja, ich hab zwei jahre lang die süße kleine samara in dunklen ecken sitzen, oder das bett hochkriechen sehen.

    ich wäre im kino fast durchgedreht vor angst. aber meine netten mitbegleiter wollten nicht raus. ich hab mich unter ner jacke versteckt...

    im internet gibt es noch ein bild, von einer schwarzhaarigen frau, mit verzerrtem gesicht, das ruft ähnliche angst bei mir hervor.

    bis ich begriff, dass das nette ding, den aspekt in meiner seele spiegelt, den ich nicht wahrhaben will.



    ich hoch auf die kindheit.
     
  • Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher
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    Verlobt
    3 März 2009
    #30
    Das alles ist jetzt ziemlich wild ins Blaue geschrieben... Einfach frei von der Seele weg, wahrscheinlich ist es ziemlicher Mist und Unsinn - aber ich haue es einfach mal raus und schreibe es hierhin, vielleicht nützt es dir ja bei aller Verrücktheit doch etwas?

    Der Film ist aber auch arg gruselig! Ich hab von dem damals auch wochenlang Alpträume gekriegt und heulen müssen - und heute denke ich immer noch äußerst ungern daran zurück!

    Ich hab mich damals irgendwie geheilt, indem ich ihn noch ein zweites Mal geschaut habe - aber nur bis zu der Stelle, wo die blonde Frau das tote Mädchen aus dem Brunne holt und zurück ins Licht trägt...

    ***

    Der Film ist ein Gruselmärchen, das mit sehr mächtigen Bildern spielt. Das Kind, das von seinen Eltern nicht geliebt wurde... Dessen Besonderheit nicht gesehen und anerkannt wurde, wo die Erwachsenen Angst vor ihrer Einzigartigkeit und Kraft hatten...

    Hey, das sind Gefühle, die jeder mehr oder weniger kennt und in sich trägt! Wir verdrängen sie nur normalerweise. Aber jeder von uns wurde als Kind in der einen oder anderen Form zurückgewiesen, nicht genug geliebt, nicht als der Mensch wertgeschätzt, der wir waren... Wir alle wurden verachtet und haben das Gefühl gehabt, so, wie wir waren, unpassend zu sein!

    Das war so und wird so sein, so lange Erwachsene Angst vor der Lebendigkeit ihrer Kinder haben. Dieses Gefühl spricht in uns allen etwas an, einen Schmerz, den wir normalerweise im wachen Zustand verdrängt haben. Das Gefühl, alleine zu sein... Zu fallen ohne die schützenden Hände der Eltern, die uns halten und lieben können...

    Jedes Kind kriegt aus diesem Grundgefühl andere Alpträume. Bei mir waren es keine Stürze, bei mir waren es irgendwelche Bedrohungen durch irgendwelche mächtigen Wesen (Aliens oder Dinosaurier oder oder oder), die durch die Straßen patroullierten und mich in Ruhe ließen, so lange ich mich ganz klein machte, versteckte, unsichtbar war und NIEMALS hinschaute oder AUSSPRACH, WAS ICH SAH... Später träumte ich dann, blind zu werden...

    ***

    Jeder hat Alpträume aus seiner Kindheit. Bei mir ist es der Film ES, der mich heute noch verfolgt - wo die Kinder das gruselige Wesen sehen können, das sie bedroht, aber es auch nicht sagen dürfen, weil die Erwachsenen ihnen nicht glauben... Auch dieser Film spielt sehr gut mit Kinderängsten - aber im Gegensatz zu Sadakos Geschichte bietet er einen Ausweg. Die Kinder haben zusammengehalten und durch ihre Freundschaft einen Gegenpol zur bedrohlichen Welt der Erwachsenen schaffen können. Das war es, was mir daran half.

    Aber das Mädchen im Film "the Ring"? Ihr konnte nicht geholfen werden.

    ***

    Du wirst, wie jeder Mensch, als Kind Ängste gekannt haben. Ängste, die daraus resultierten, dass ERwachsene normalerweise nicht in der Lage sind, die Individualität und Empathie eines Kindes zu lieben und wertzuschätzen. Diese Ängste durftest du dir am Tag nicht eingestehen. Wie das alles genau aussah, das weißt nur du selbst (wenn du es nicht verdrängt hast), aber diese Träume waren dein Ventil.

    Jetzt gibt es einen Film, der mit genau diesen Traumbildern spielt... Damit, dass etwas unerwünschtes, eine unerwünschte Eigenschaft, Macht, Kraft, etwas Unerklärliches ganz, ganz tief in einem Brunnen versteckt wurde, statt sich entfalten zu dürfen. Und unten im Brunnen vermodert die Leiche und wird immer grauenvoller - aber die Macht bleibt erhalten. Aber statt etwas zu erschaffen, kann sie nur noch zerstören und zerstören und zerstören...

    Das einzige, was sie retten könnte, wäre die Liebe dieser blonden Mutter gewesen, die ihr eigenes Kind zu retten versuchte - aber selbst dieser Versuch versagte...

    ***

    Meine Güte, es sind sehr mächtige, symbolische Bilder in diesem Film. Es ist nicht das Mädchen Sadako, deren Namen ich hier nennen.

    ***

    Etwas anderes schlummert in dir, dessen Namen du nicht aussprechen magst, etwas, was du als Kind nicht aussprechen durftest, weil alle anderen der Ansicht waren, dass die Welt eben anders ist als du sie wahrnimmst - Streit der Eltern? Etwas, was du als kleines Kind erlebt hast, was dir diese Alpträume mit dem Sturz verursacht hat, an die dieser Film dich wieder erinnert. Es muss gar nichts großartiges wie sexueller Missbrauch gewesen sein. Es reicht, wenn deine Lebendigkeit als Kind von deiner Umwelt als etwas Störendes, Unpassendes betrachtet wurde, was du am besten ganz tief in einem Brunnen unter einem schweren Deckel verbirgst.

    Aber deine Lebendigkeit will nicht sterben und wollte nie sterben. Sie drängt zurück ans Licht. Aber weil sie unterdrückt wurde, darf sie nicht ihre wahre Gestalt zeigen, sondern muss sich dir als dieses hässliche Monster zeigen, das die Arme nach dir ausstreckt und dich... verändern will. Verändern. Gar nicht töten - das haben sie im Film nur dazu gedichtet, um zu erklären, warum die Leute Angst vor ihr haben sollen.

    ***

    Wenn ich solche Alpträume hätte... Ich würde versuchen, das Mädchen zu malen. Ihr einen Namen zu geben, einen eigenen. Ein Lied für sie zu schreiben. Sie zu fragen, was sie von mir will - denn wenn sie mich verfolgt und immer wieder zurück zu mir strebt, dann ist sie sicherlich ein Teil von mir.

    Ich würde sie anschauen und suchen, was an ihr ich lieben kann, so wie die blonde Frau im Film das arme verstoßene ungeliebte Mädchen in ihren Armen hält und ihr endlich, endlich, endlich das Mitleid schenkt, dass die eigene Mutter ihr versagt hat.

    Ich glaube, dass so etwas ganz viel in der eigenen Psyche heilen kann. Aber eine Zeitlang wird man danach sehr geschwächt sein, weil die Rückholung abgespaltener Teile der eigenen Seele sehr anstrengend ist und sehr viel Kraft braucht...
     
  • Grottenolmin
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    3 März 2009
    #31
    Hast du den Film denn seit da nochmal angeschaut? Ist ja jetzt schon ein paar Jahre her...

    Und ich könnte mir vorstellen, dass der Film bei nochmaligem Anschauen seinen Schrecken verliert, das ist ja häufig so bei gruseligen Filmen. Wenn man schon weiß, was passiert, die Überraschungsmomente weg sind und vielleicht die Situation auch anders ist (nicht nachts allein im abgedunkelten Zimmer, sondern tagsüber bei Sonnenschein in Gesellschaft), kann es gut sein, dass man das, was vorher Angst machte, eher lustig findet bzw. es einfach als Film sieht - mit Schauspielern und Filmblut usw...

    Einen Versuch wäre es vielleicht wert...
     
  • Pyrolove
    Pyrolove (28)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Verliebt
    4 März 2009
    #32
    Ich verstehe sowieso nicht, wieso man Horrorfilme anschaut... Ich persönlich halte mich lieber von solchen Filmen fern, weil mir ähnliches passieren würde wie dir! Solche Filme strahlen negative Energien aus, die nicht gut für Psyche und Fantasien sind...

    So wie du darauf reagierst hängt wohl damit zusammen, das dich diese Szenen WIRKLICH schockiert haben d.h. du hast einen Schaden davon abbekommen.
     
  • Teresa
    Teresa (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    5 März 2009
    #33
    Ich glaub, Männern fällt es einfach nur schwerer, sich zu einem Thema wie diesem zu äußern...

    vor dem Film "Es" hab ich mich als Kind auch gefürchtet, aber mir hat generell vor Clowns immer gegruselt, das hatte eigentlich gar nix mit dem Film zu tun...
    ich kann mir mittlerweile praktisch jeden Horrorfilm oder Psychothriller anschauen, aber manchmal denke ich darüber nach, dass ich vielleicht auch einmal irgend einen erwische, der etwas in mir auslöst, das vielleicht nicht mehr oder nur schwer weggeht...

    als Kind hab ich mich vor allem möglichen gefürchtet, vor allem nachts, denn wir haben in einem Altbau gelebt und da gab es in der Nacht oft ganz unheimliche Geräusche... abgesehen davon war mein Vater eine Zeitlang selbstmordgefährdet, und einmal war ich dabei, wie eine seiner Zielpistolen aus Versehen losging... (das war der Auslöser dafür, dass alle Schusswaffen - mein Vater hatte den Jagdschein - aus dem Haus entfernt wurden) ...von diesem Erlebnis hatte ich später heftige Alpträume... auch wenn wir über Gespenster geredet haben, stellte ich sie mir nachts oft vor und hatte dann schreckliche Angst...
    ...ich erinnere mich noch, wie ich mich mit meiner Oma über die Weiße Frau von Schloss Bernstein unterhalten habe - davor hab ich mich sehr gefürchtet. Es gibt auch ein altes Buch mit einem Foto von ihr drin, da hatte ich auch Angst. Jahre später hab ich das Foto dann wieder gesehen, und nachdem ich mich damals schon mit dem Künstler Man Ray beschäftigt habe, habe ich mühelos erkannt, dass es eine ganz einfache Fotomontage war... jemand hat ein Stück Seidenpapier auf das Fotopapier gelegt und dann belichtet...

    Mittlerweile fürchte ich mich nicht mehr vor Horrorfilmen oder irgendwelchen Phantasien... ich kann Horrorfilme und Psychothriller anschauen und fühle Spannung und Gruseln, aber das dauert bis zum Ende des Films, danach kann ich mich anderen Dingen widmen... obwohl das Abschalten manchmal eine Weile dauert, bei den David-Lynch-Filmen hab ich z. B. nachher immer eine so heftige Reizüberflutung, dass ich nachts vor meinem inneren Auge immer noch dieses depperte Grellrot und Blitzblau sehe...

    Ich glaube, dass man bei solchen Filmen Gelegenheit bekommt, sich mit seinen inneren Ängsten auseinander zu setzen. Ich denke nicht, dass der TS einen Schaden davon abbekommen hat, sondern dass der Film irgendwas in ihm hervorgerufen hat, das vorher schon da war und das meiner Meinung nach irgendwann rausgekommen wäre, denn wie schon in vorherigen Threads besprochen wurde, sind es nicht nur Horrorfilme, die das schaffen, sondern auch bestimmte Erlebnisse etc.
     
  • Studu
    Studu (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    5 März 2009
    #34
    Deshalb schau ich mir solche Filme einfach nicht mehr an. Mir hat damals "Der Exorzist" ziemlich zugesetzt ... seitdem mach ich n großen Bogen um Filme, bei denen kleine unschuldige Mädchen n mächtigen Schatten kriegen und alle umbringen, erschrecken etc. Selbst "Rec" hab ich mir zweimal anschauen "müssen" damit ich den kompletten Film gesehen hab :grin:
     
  • HollowEyes
    HollowEyes (34)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    6 März 2009
    #35
    Rec war ja voll arm...mal ehrlich!

    Aber ES fand ich auch hart. Scheiß Clowns!! :mad:
    Im Übrigen beruht Stephen King's Es auf einer wahren Begebenheit, zumindest zum Teil. Vorbild war der amerikanische Serienmörder John Wayne Gacy, der einige Kinder missbrauchte, ermordete und deren Leichen in seinem Haus versteckte. Er war bekannt als hilfsbereiter Nachbar und trat auf Straßenfesten und Kindergeburtstagen als Clown auf:

    http://www.fitsnews.com/wp-content/uploads/2008/03/john-wayne-gacy.jpg
     
  • Teresa
    Teresa (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    705
    103
    1
    vergeben und glücklich
    9 März 2009
    #36
    Boooah... ist ja abartig!!! Ich weiß schon, warum ich vor Clowns bis heute das Gruseln hab... :kopfschue
     

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