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  • Dr.evil
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    25 November 2012
    #1

    Bekleidung Gute Produktionsbedingungen

    Hallo,

    es gibt ja schon einen Thread zur tierversuchsfreien Kosmetik. Und da ich in letzter Zeit vermehrt darauf achte(n möchte), wo meine Kleidung herkommt, wollte ich ein Pendant, nur eben bezogen auf die Produktionsbedingungen, für Bekleidung, eröffnen.

    Welche Firmen kennt ihr, die man unbedenklich kaufen kann? Bietet nur FairTrade-Kleidung Sicherheit? Gibt es Länder, die ordentliche Arbeitsschutzgesetze haben, sodass man Kleidung aus diesen Ländern unbedenklich kaufen kann? Wo kauft ihr so etwas ein? Gibt es halbwegs preiswerte Alternativen? Wo informiert ihr euch? Kennt ihr gute Online-Shops oder auch Artikel im Internet darüber?

    Ich will keine Beiträge wie "Ist mir egal, wo meine Kleidung herkommt." Solche Beiträge nerven. Der Thread ist explizit für Leute gedacht, denen das wichtig ist. Ihr könnt natürlich gerne reflektierte, kritische Stimmen äußern oder auch, warum es euch wichtig ist. Hauptsächlich soll es aber ein Einkaufsführer sein, weil ich etwas überfordert bin bzw. nicht soo viel Geld habe, dass ich einfach in dem nächsten Fair-Trade Laden alles kaufen kann.

    Viele Grüße, evil
     
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  • Nicht die richtige Frage? Hier gibt es ähnliche Themen:
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  • Monroe
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    25 November 2012
    #2
    Oh Gott, dann musst du wohl bald nackt umherwirbeln.
    Ich lege auch großen Wert auf Herkunft, Nachhaltigkeit, Arbeiitsbedingungen, etc, aber bei Kleidung hab ich's aufgegeben.
    Du kannst natürlich Anziehsachen finden, aber ich persönlich möchte nicht wie ein Öko angezogen sein.

    http://www.fair-trade-kleidung.com/
    Oder auf vivanda.de
    Aber bei Google findest du mit Sicherheit massenhaft an Informationen
     
  • HarleyQuinn
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    25 November 2012
    #3
    Fair Trade und selbst schneidern sind da einfach die besten Möglichkeiten.
     
  • User 86199
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    25 November 2012
    #4
    Wie ist das mit Trigema? Die produzieren zumindest komplett in Deutschland, glaube ich.

    Off-Topic:
    Guter Thread - habe ich mich nämlich auch schon gefragt.
     
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    25 November 2012
    #5
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    25 November 2012
    #6
    Patagonia ist im Umweltbereich sehe aktiv. Grüne Erde kann man meines Wissens nach auch bedenkenlos kaufen, ist aber auch echt teuer und ich finde nicht immer schöne Sachen dort.
     
  • Dr.evil
    Gast
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    26 November 2012
    #7
    Ne, es gibt ja genug Marken, die Fair-Trade produzieren um man dennoch nicht wie ein Öko aussieht. Das ist mir auch wichtig. Diese merkwürdigen brauntöne oder Cordhosen ist auch nicht meins. Ich möchte schon Jeans tragen, aber eben welche, wo nicht Leute in Bangladesch 7 Tage die Woche 16 Stunden arbeiten und damit nicht mal ihr Leben finanzieren können.
    Allerdings hab ich halt auch nicht monatlich 100€ zur Verfügung um mir die Fair Trade Sachen zu kaufen.

    Trigema hab ich mir auch schon angesehen. Haben nur leider keine Jeans und Schuhe. Gibts da auch Läden oder verkaufen die nur online?

    Patagonia merke ich mir. danke, ist aber natürlich auch nicht preiswert.

    Für ordentliche Gehälter müsste Kleidung nur 1-2€ mehr kosten, wenn sie dann Fair Trade ist, kostet sie aber das doppelte. Versteh ich nicht. Wahrscheinlich wird dann gleich auch auf alles geachtet, also Material etc. oder?
     
  • aiks
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    26 November 2012
    #8
    Dass es gleich so teuer wird, hat wahrscheinlich damit zu tun, dass dann halt alle Vorgänge und nicht nur das Schneidern besser bezahlt wird. Das Material erscheint ja nicht auf magische Weise in den Fabriken. Da gibt es Bauern für das Grundmaterial, Färber, Weber, und und und.
     
  • User 20579
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    26 November 2012
    #9
    Ist halt die Frage, was du möchtest. Wenn der komplette Produktionsvorgang fair sein soll, dann wird eben alles teurer.

    Für mich liest sich das etwas komisch: Es soll fair sein, aber nicht mehr als 1-2 Euro pro Teil Mehrpreis ausmachen. Das halte ich für eine Milchmädchenrechnung und erinnert mich ein bisschen an bestimmte Kunden, die ich im Einzelhandel erleben konnte: Wollten keinen "Chinamüll", aber 18 € für ein Holzspielzeug finden sie unendlich teuer und Wucher. :ratlos: Das ist nur als Denkanstoß gedacht, nicht als Vorwurf: Es wird insgesamt deutlich teurer, wenn man faire Sachen kaufen möchte.

    Um was Konstruktives beizutragen, habe ich noch diesen Link hier: http://www.modeaffaire.de Vielleicht findest du da was :smile: Wir werden demnächst auch mal shoppen gehen, da mein Freund lieber nackt rumläuft, als Geld für eine h&m-Hose auszugeben. Mal hoffen, dass wir was finden. :zwinker:
     
  • User 67771
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    26 November 2012
    #10
    Lokal produzierte "Kleidung zu fairen Bedingungen und 100% ökologisch" kriegst du z.B. hier - die Seite ist derzeit allerdings noch im Umbau. Umfangreiche Hintergründe zum Unternehmen (und zur Bekleidungsproduktion generell) gibt es im Gespräch mit Holger Klein.
     
  • Schweinebacke
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    26 November 2012
    #11
    Teuer und fast alles Made in Europe (das läßt auf jeden Fall schonmal auf einigermaßen gute Produktionsbedinungen schließen): http://www.manufactum.de/home.html

    Bei Jeans würde ich auf jeden Fall auf Raw Denim/Selvedge setzen. Beste Qualität, keine fragwürdigen Prozesse um die Jeans künstlich altern zu lassen...und es sieht einfach besser aus :grin:
    Einen Hunni muss man dafür aber schonmal in die Hand nehmen, dafür gibts dann sowas wie Nudie. Nach oben sind die Preise natürlich relativ offen. Empfehlenswerte Marken: Nudie, APC, Levis Vintage Clothing, Samurai, ...

    Bei Schuhen finde ich ja die nachhaltigste Variante genähte Lederschuhe. Da muss man dann aber auch mal 200€ ++ in die Hand nehmen, dafür hat man dann auch für wirklich lange Zeit was. Sneakers sind halt doch immer Wegwerfschuhe und werden eigentlich immer in Fernost zu fragwürdigen Bedingungen produziert.
    Gute Einsteigermarke Made in England: Loake 1880er.

    Allgemein muss man aber doch schon sagen, dass man für Kleidung, die unter guten Bedinungen hergestellt wurde und wo auch die Qualität stimmt, einfach deutlich mehr Geld in die Hand nehmen muss. Alles andere wäre auch verdammt unlogisch.
    Zu diesen ranzigen Bedinungen in Bangladesch und Co. wird ja nicht produziert, weil man einfach keine Menschen mag, sondern weil der Preisdruck im Handel riesengroß ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 November 2012
  • User 25480
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    vergeben und glücklich
    26 November 2012
    #12
    Hier kannst du suchen, welcher ab Fabrikverkauf in deiner Nähe ist. Der Laden in unserer Nähe ist gut sortiert, es gibt die neuen Sachen, aber auch immer wieder Angebote. Günstiger als in den Geschäften (weiß gerade nicht, wer überhaupt Trigema führt - einige Sportgeschäft wahrscheinlich, große Kaufhäuser) ist es beim Fabrikverkauf auf jeden Fall. Nur mal so als Beispiel: ein Poloshirt irgendwo im Geschäft ca. 45-55 Euro, im Fabrikverkauf ca. 22-29 Euro)
    http://www.trigema.de/shop/page/testshops_page/detail.jsf
     
  • Starla
    Gast
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    26 November 2012
    #13
    Stiftung Warentest hatte sich diesem Thema doch auch mal angenommen und fanden heraus, dass nur der Anbieter hessnatur wirklich hält, was er verspricht (von den untersuchten Firmen). Produktionsbedingungen mögen z.B. bei Trigema fair sein, aber Kern des Problems ist oftmals die Frage, woher die Baumwolle stammt, die für die Produkte eingesetzt werden.

    Ich finde es nicht schlimm, wenn z.B. in Bangladesh produziert wird (die benötigen auch Arbeitsplätze!!), die Frage ist nur, wie dort die Arbeitsbedingungen gestaltet werden. Und da würde ein erhöhter Shirtpreis von 2-3 Euro schon etwas bewirken (wenn dieser Gewinn auch wirklich dazu eingesetzt wird, die Arbeitsbedingungen zu verbessern).
     
  • Schweinebacke
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    26 November 2012
    #14
    Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob das so funktioniert mit der Weitergabe der Preise (mir ist kein Fall bewusst, wo das so klappt).
    Auf dem Weg vom Hersteller zum Konsumenten gibt es einfach einiges an (Leverage-)Effekten, die eine unmittelbare Weitergabe der Erhöhung erschweren (das fängt ja schon mit unserer Mehrwertsteuer und Zöllen an). Vermutlich muss man mindestens das Doppelte bei uns draufschlagen für diese paar Euro für die primären Produzenten.
     
  • Starla
    Gast
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    26 November 2012
    #15
    Ok, ich habe mal einen Bericht zu diesem Thema gesehen (und da wurde eben auch über den von mir angesprochenen Test berichtet) und irgendwie blieb das so in meinem Kopf hängen. Kann natürlich sein, dass das zu einfach ist :zwinker: Wobei es auch nur um Produktionsbedingungen in Nähereien ging, Preisdrückerei wird ja ebenfalls bei der Rohstoffbeschaffung betrieben. Schlechte Arbeitsbedingungen sind auch bei der Baumwollgewinnung/verarbeitung zu finden (im Sinne auch von Wasserverschmutzung, Pestizideinsatz etc). Auf den Begriff "Bio-Baumwolle" kann man sich nämlich auch nicht blind verlassen..

    Also letztendlich ist es nunmal utopisch, ein ökologisch korrektes Shirt kaufen zu wollen, das z.B. unter 10 Euro kostet... Die Sachen von hessnatur find ich ganz schön und in Zukunft möchte ich auch verstärkt darauf achten. Wobei ich sowieso nie jemand war, der Unmengen von Sachen besitzen muss, lieber weniger, dafür mit mehr Qualität.
     
  • User 40590
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    26 November 2012
    #16
    Neben FairTrade ist auch das ÖkoTex Siegel ein gutes Merkmal. Neben dem weiter verbreiteten ÖkoTex 100, welcher nur Schadstoffprüfungen beinhaltet gibt es auch noch 1000 und 100plus, die darüber hinaus auch soziale Anforderungen und weitergehende Umweltaspekte beinhalten.

    Ich persönlich achte nicht so sehr auf die Siegel, aber ich versuche es zu vermeiden "made in China/Bangladesh/Indien" etc... zu kaufen. Allerdings hängt das nicht nur mit den genannten Aspekten zusammen, sondern auch mit der Qualität und damit, das ich mir nicht selbst ins Bein schieße - wer weiß ob ich nicht doch die technischen Textilien irgendwann wieder satt habe und zurück will.

    Auch muss solche Ware nicht unbedingt extrem teuer sein, ein Beispiel sind zum Beispiel Eigenmarken einiger Ketten oder "Billigmarken" von großen Herstellern, die zum Teil komplett in Deutschland hergestellt werden und mindestens OköTex 100 erfüllen (vieles für die anderen Standards ist in Deutschland sowieso per Gesetz sichergestellt).

    Allerdings sind das Ausnahmen, aber zu "normalen" Preisen (80 für ne Hose, 40 für nen Hemd, 30 für ein Shirt usw) bekommt man dann schon etwas.

    Das ist tatsächlich ein Problem. Die einzigen Anbaugebiete für Baumwolle in denen ich "gute" Bedingungen erwarte sind Teile der USA (im Süden) und Australien. Leider steht genau das seltenst dabei.
     
  • User 39498
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    1 Dezember 2012
    #17
    Was Schuhe angeht kannst du übrigens hervorragende, vegane Schuhe bei Waldviertler/GEA bekommen. Ich habe welche aus Leder und die werden halt noch in Österreich hergestellt und sind nachhaltig da man sie nach ein paar Jahren einfach günstig neu besohlen lassen kann.
     
  • Riot
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    1 Dezember 2012
    #18
    Off-Topic:
    Was sind denn "vegane Schuhe"? Und wie passt das mit Leder zusammen?
     
  • User 94032
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    1 Dezember 2012
    #19
    Off-Topic:
    Die Schuhe, die sie hat sind nicht vegan, aber die bieten auch vegane (=keine tierischen Inhaltsstoffe) Schuhe an.
     
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  • Dr.evil
    Gast
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    21 Dezember 2012
    #20
    So, ich war jetzt mal in Berlin in einem Fair Trade Geschäft. Hab mir mal ein T-Shirt und Boxershorts gekauft (für 45€ insgesamt). Schon recht teuer, aber dafür eben Fair Trade und auch sehr schick. Die Hosen haben mir dort leider nicht gepasst, da gibts online aber auch welche, die deutlich preiswerter sind (und passen^^).

    Die Schuhe dort waren leider sehr sehr hässlich. Da hätte ich ja eigentlich gerne normale Sneaker, aber ich hab echt keine Lust, 100 Sachen im Wert von 1000€ bei Hessnatur oder Avocado zu bestellen, damit ich dann 2 Sachen behalte. Hmpf. :grin:

    Ist bei euch jemand weiter gekommen?

    Edit: Ach, und Biosocken gabs im Angebot. 3 Stück für 7€. :grin: Die sind super bequem.
     

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