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    Es ist kompliziert
    11 Mai 2020
    #1

    Hass überwinden- Frieden finden

    Bin zwar jetzt über ein Jahr getrennt von meiner Ex und habe eine neue Freundin aber ich habe noch immer einen unendlichen Hass gegen sie. Sie hat meinen Sohn 400 km entführt mein Konto geplündert mich tätlich angegriffen und mein Auto unterschlagen - ohne dass vorher etwas Extremes passiert ist außer dass die Beziehung nicht funktioniert hat. Strafverfahren gegen sie laufen. Da wir einen Sohn haben muss ich Sie leider immer wieder sehen. Ich habe auch wenn es mir jetzt ohne sie viel viel besser geht habe ich noch immer einenden unendlichen Hass gegen Sie für Alles was sie mir und vor Allem meinem Dreijährigen Sohn angetan hat. Auch meine neue Beziehung leidet darunter weil ich leider sehr misstrauisch gegenüber Frauen geworden bin.
    Hat da jemand von Euch Erfahrungen?
     
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  • Reaper0309
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    11 Mai 2020
    #2
    Zuerst mal, dass was dir passiert ist, tut mir sehr leid.

    Naja im Grunde weisst du schon, dass deine Einstellung falsch ist.
    Das ist in meinen Augen erstmal das wichtigste.

    Ist sie psychisch krank? Oder war das "reine Bosheit"?
    Alleiniges Sorgerecht dürfte bei den Taten möglich sein oder? Ich kenne mich da nicht aus, aber wenn nicht dort, wann dann?

    Ich glaub solange da Verfahren laufen usw. wirst du da zu oft drann erinnert, als dass du damit wirklich abschließen kannst.
    Therapieplätze sind aber schwer zu kriegen (sagt zumindest der Volksmund) und ich würd dir nahe legen dich da mal schlau zu machen.

    Aber wie gesagt, zu erkennen das etwas nicht stimmt ist finde ich schon sehr wichtig.
     
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  • Schwabing
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    Es ist kompliziert
    11 Mai 2020
    #3
    Leider ist alleiniges Sorgerecht oder auch nur Aufenthaltbestimmungsrecht nicht drin - das wäre nur möglich wenn das Kind unmittelbar Körperlich gefährdet wäer. Das ist in den Köpfen der Richter und Jugendämter immer noch zu Unrecht die antiquierte Vorstellung dass Kinder zu dem Müttern gehören - wäre gerne Alleinerziehender.
    Ob sie krank oder nur bösartig/kriminell ist kann ich als Laie nicht beurteilen.
     
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    11 Mai 2020
    #4
    Die Entwicklung des Kindes ist keine mögliche Schraube an der man drehen könnte?
     
  • User 174959
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    11 Mai 2020
    #5
    Gilt das denn nich auch schon als kindesentführung oder sagt der Gesetzgeber man muss das Land verlassen um diesen Tatbestand zu erfüllen?

    Jedenfalls kann ich dich gut verstehen, was deine Gefühlslage betrifft...
    Würde es dir helfen dich jemandem anzuvertrauen um aus dieser gedankenspirale raus zukommen?

    Bei mir sind es die Männer, bei denen ich oft Böses vermute... das werd ich aber mein lebenslang nich los... bei manchen reicht schon ein Blick und ich würde diesen jemand nie mit keinem Kind allein lassen, trotzdem habe ich gelernt zu lieben und zu vertrauen...

    Ich wünsch dir alles gute für deinen Weg...
     
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    11 Mai 2020
    #6
    Du schadest mit deinem Hass nur dir (und deinem Sohn). Sie lebt ihr Leben, hat vielleicht einen neuen Partner, denkt vielleicht kaum noch an dich und schaut in die Zukunft. Und du haengst noch in der Vergangenheit fest. Du schadest mit deinem Hass nicht ihr, sondern DIR. Diese Erkenntnis finde ich sehr wichtig. Lass los.
    Wir alle werden von anderen Menschen in unserem Leben verletzt. Du entscheidest aber, ob du auf diese Situation hasserfuellt zurueck blickst und sie dein heutiges Leben beeintraechtigen laesst, oder ob du sie als Erfahrung siehst, durch die du staerker geworden bist, durch die du weiser geworden bist, durch die du deinem Sohn noch ein besseres Vorbild sein kannst.
     
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    11 Mai 2020
    #7
    Hass ist auch eine Emotion. Emotionen zeigen, dass der andere einem etwas bedeutet. Solange du sie hasst, bedeutet sie dir noch etwas.
    Durch euren gemeinsamen Sohn kannst du sie vielleicht nicht aus deinem Leben streichen, aber abgesehen von der laufenden Anzeige und eurem Sohn musst du nichts mit ihr zu tun haben. Halte den Kontakt mit ihr so klein wie möglich.
     
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  • Reaper0309
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    11 Mai 2020
    #8
    Inland oder Ausland ist dabei egal, fällt beides unter den gleichen Tatbestand.
    Das Problem liegt glaub ich rechtlich darin, dass seine Ex "nur" Vergehen begangen hat, welche auch mit Geldstrafe geahndet werden können. Wäre sie verknackt worden wäre das mit dem Sorgerecht kein Problem.
     
  • Wildgans
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    11 Mai 2020
    #9
    Das Sorgerecht wird auch bei getrennt lebenden Eltern oft gemeinsam ausgeübt. Eine andere Frage ist, bei wem das Kind hauptsächlich wohnt, und bei wem es Besuchswochenenden verbringt. Wenn sie eurem Sohn „etwas angetan“ hat. stellt sich schon die Frage, bei wem er besser aufgehoben ist.
    Vergiss aber bei allen Sorgerechtssteitigkeiten nicht, dass es in erster Linie um euren Sohn geht. Für Kinder sind streitende Eltern oft ganz furchtbar. Wenn die Lage erstmal derart desolat ist, ist es sehr schwierig.
     
  • Bürolöwe72
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    Es ist kompliziert
    15 Mai 2020
    #10
    Es tut mir leid für Dich und ich kann Dein Schilderung aus verschiedenen Gründen sehr gut nachvollziehen.

    Es ist auch in der CH so, dass die Kindsmütter in einer Trennung/Scheidung massiv in Vorteil sind und es ganz klar ausspielen können.

    Dir sind eigentlich die Hände gebunden und es wird Dir im besten Fall nichts anderes übrig bleiben, als aufs Maul zu sitzen, es auszuhalten und Dich mit den zulässigen rechtlichen Mitteln zur Wehr zu setzen. Bedenke immer, dass es eigentlich um Deinen Sohn geht und dessen Kindswohl. Vielleicht macht es das erträglicher. Fokussiere den Sohn! Vielleicht brauchst Du auch fachmännische Unterstützung, um Deine Emotionen zu verarbeiten. Die Emotionen sind aber natürlich, richtig und sogar wichtig für den ganzen Ablösungsprozess. Lass sie raus, aber nicht an ihr oder so. Sondern woanders, im Sport, als Tränen, where ever.

    Fokussiere den Sohn! Darum geht's! Sei froh, dass Du die Kindsmutter als Partnerin losgeworden bist. Als Kindsmutter bleibst Du mit ihr das lebenlang verbunden. Ich kenne einige Schilderungen, die während sogar 2 Jahrzehnten ruhig bleiben mussten, bis die Kinder erkannt haben - als Erwachsene -, was eigentlich passiert ist.

    Ganz viel Kraft! :anbeten:
     
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  • ferdl
    ferdl (65)
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    15 Mai 2020
    #11
    Auf in eine Therapie, du hast erkannt, dass Hass nicht gut tut. Hass ist zwar eine natürliche Reaktion auf eine Verletzung, macht meiner Ansicht aber längerfristig physisch und psychisch krank. Zumindest erging es mir so, weil ich glaubte, selbst damit fertig zu werden, ohne fachliche oder therapeutische Hilfe.
    Hass kann zwar nachlassen, aber unbehandelt über Jahre dauern.
     
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  • Aquarius93
    Aquarius93 (27)
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    19 Mai 2020
    #12
    Hast du in Erwägung gezogen in Therapie zu gehen. Man muss nicht gleich ein Psycho sein um Therapie in Anspruch zu nehmen.
    Du lernst dort besser damit umzugehen. Es kann auch befreiend sein mit einer objektiven Person darüber zu reden.
    Was deine Ex angeht; zeig sie an!
     

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