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    19 April 2020
    #1

    Home Office nach Corona

    Ich hoffe ja, dass ein paar Sachen dank Corona vielleicht doch üblicher werden. Zum Beispiel die Möglichkeiten zum Homeoffice nicht als Ausnahme, sondern als Regel. (Nein, nicht, dass alle ins Homeoffice MÜSSEN, aber einfach, dass möglichst vielen Menschen diese Option bereit steht, ohne dass die Arbeitgeber daraus einen riesigen Bohai und "woher weiß ich, dass du dann auch arbeitest?" und "Homeoffice ist doch wie Freizeit" machen)
    Oder aber auch Videokonferenzen für Besprechungen, anstatt wegen einer Stunde Besprechung am besten noch 3 Stunden durch die Gegend zu fliegen. Das ist einfach eine riesige Ressourcenverschwendung, die es in den seltensten Fällen wirklich braucht.

    Überhaupt genieße ich grade den wenigen Verkehr, die bessere Luft. Ich werd hier in der Stadt momentan von Vogelgesang geweckt anstatt von Hupkonzerten. Das wär sehr schön, wenn das so bleiben könnte.
     
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    19 April 2020
    #2
    Ich hoffe sehr dass dies möglich sein wird :jaa:

    Bitte nicht! Ja, das funktioniert in gewissem Maße aber es ist und bleibt wesentlich umständlicher und sollte daher definitiv Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden. Mal abgesehen davon dass ich es auf Dauer nur alleine zu Hause dann doch etwa arg eintönig fände.
     
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    #3
    Da hast du absolut Recht! Allerdings hoffe ich doch auch, dass dann nach wie vor bei genügend Jobs akzeptiert wird, wenn man lieber nicht im Home-Office arbeiten will. (Ich kann da einfach nicht effektiv arbeiten und brauche die Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsort.)
     
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    #4
    Ich glaube von der Corona-Pandemie wird in erster Linie ein guter Teil der Zwangsdigitalisierung bleiben: Verstärkt Home-Office und Video-Konferenzen, E-Learning, bargeldloses Bezahlen, Online-Krankschreibung, Online-Behördengänge, Lieferdienste, etc. Und grundlegende medizinische Ausrüstung wird wieder lokaler produziert.

    Ansonsten sehe ich nicht wo ein grundlegender Wandel erfolgen sollte und/oder wünschenswert wäre. Gut, Kreuzfahrten könnte man m.E. wirklich abschaffen und Kurzstreckenflüge. Und Gesundheitsberufe könnten teils besser bezahlt werden.
     
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    #5
    Den Satz, den ich in Klammern geschrieben habe, habt ihr schon gelesen, oder?
     
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    #6
    Habe ich, aber der macht es nicht besser:
    Ich möchte nicht dass Home-Office zum Standard wird, weder freiwilig noch gezwungenermaßen.

    Von 8 KollegX die allesamt Home-Office machen könnten macht genau einer seit Beginn des Corona-Irrsinn Home-Office - jener Kollege der immer peinlichst genau darauf achtet nicht auch nur 1 Seknde länger zu arbeiten als nötig.

    Ein Schelm wer böses dabei denkt :rolleyes:
     
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    #7
    Ja. Habe ich.
    Und trotzdem habe ich ein klein wenig Angst davor, dass manche Unternehmen Home-Office vielleicht zu gut finden. (Aber wenn ich es realistisch betrachte, dürfte die Entwicklung wohl nicht so weit gehen.)
     
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    #8
    Ich hoffe doch schwer, dass unflexible Bremser wie ihr nicht die wenigen Freiheiten, die es jetzt gibt, wieder kaputt machen. Es steht aber zu befürchten...:cry:
     
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    #9
    Jungs, bleibt mal realistisch :rolleyes: Bei der deutschen Mentalität à la "Nur wer viel anwesend ist, arbeitet viel" wird es niemals zu einer Heimarbeitspflicht kommen.
    Nicht umsonst hängen vor allem Frauen seit Ewigkeiten in der sogenannten Teilzeitfalle während Vollzeitbeschäftigte (Männer und Kinderlose) die interessanteren Aufgaben und Beförderungen absahnen. Wäre schön, wenn sich das nun mal änderte!
    Und Flexibilität bedeutet ja auch, dass man freiwillig die ganze Zeit im Büro hocken kann :rolleyes:
     
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    #10
    Um es nochmal ganz deutlich zu sagen: Ich gönne Jedem, der will, die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten und hoffe auch, dass die Möglichkeiten dazu weiter ausgebaut werden - schon alleine, um das Verkehrsaufkommen zu senken.

    Aber ich bin fürs Home-Office einfach nicht geeignet. Schon im Studium konnte ich nicht zu Hause lernen, sondern musste in die Uni-Bibliothek fahren und auch jetzt bin ich zu Hause extrem unproduktiv (was nur deshalb nicht auffällt, weil ich sowieso kaum etwas zu Hause arbeiten kann und mein Job wieder dauerhaft vor Ort stattfindet, sobald das Corona-Team-Wechsel-Arbeitsmodell nicht mehr dringend nötig ist).
     
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    19 April 2020
    #11
    Leute... echt.

    "MÖGLICHKEITEN ZUM" Homeoffice

    Ich weiß, Wochenende und so, aber trotzdem, ...
     
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    #12
    Wenn es bei der Möglichkeit bleibt, finde ich das ja super. Ich hoffe nur, dass es nirgends zur Pflicht wird, und somit zum Problem für Leute, wie mich, die das nicht wollen und können.
    Das habe ich jetzt schon zum drölfzigsten Mal geschrieben und weiß echt nicht, worüber du dich aufregst.
     
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    #13
    Blödsinn. Du bist einfach nur unflexibel und unwillig. Jeder kann lernen, selbständig zu arbeiten, das ist echt kein Hexenwerk.
    Und genau das Mimimimi von Leuten wie Dir spielt den AGs noch in die Hände. Komisch, dass diese Diskussion auch wieder nur in D statt findet. Die Niederländer z.B. würden sich totlachen darüber, aber die sind uns auch locker 5-10 Jahre voraus.
     
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    19 April 2020
    #14
    Off-Topic:
    Vermutlich darüber...
     
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    19 April 2020
    #15
    Ich würde fast behaupten, dass ich heute in 5 Stunden Zuhause arbeiten genausoviel schaffe, wie damals in 8 Stunden im Büro. Die "chronisch faulen" Kollegen als Aufreger und Ablenker fallen weg, die, die ständig zum quasseln reinkommen fallen weg usw.

    Die Diskutiererei fällt weg, wenn irgendetwas ab morgen anders gemacht wird als die letzten 10 Jahre. Ich arbeite die meiste Zeit gern von Zuhause aus. Während der Schulzeit ist es für mich optimal. Ich fange an, sobald das Kind aus dem Haus ist, wenn 5 Stunden um sind, habe ich noch 45 Minuten Pause/Zeit, um Wäsche zu waschen o.ä. bis das Kind aus der Schule zurück kommt.

    Es gibt dann und wann Tage, wie im Büro auch, wo dann eben doch noch etwas dringendes ansteht und nach den 5 Stunden erledigt werden muss, was mich dann aber auch nicht stresst, weil ich nicht zusehen muss, wie ich nach Hause flitze oder das Kind unterbringe, wenn ich nicht da bin. Ich bin ja schon Zuhause.

    Über die Möglichkeit bin ich sehr froh und dankbar. Ab und an wäre etwas mehr persönlicher Kollegenkontakt aber doch nett und auch bei 30 Grad im Schatten und strahlendem Sonnenschein fällt mir das Arbeiten Zuhause etwas schwerer als im Büro, weil die Verlockung direkt vor der Haustür steckt. Bei 22 Grad widerum ist es einfach nur herrlich, draußen zu arbeiten. So richtig schöne Hitze dürfte leider zu viel für den/das (?) Laptop sein.

    Ich habe aber auch lange gedacht, dass ich die Ortsabwesenheit brauchen würde. Auch, dass ich ein gewisses Maß an "Druck von außen" bräuchte, um möglichst effizient zu arbeiten. Das ist aber Quatsch. Es geht noch viel effizienter, wenn es aus einem selbst heraus kommt :smile: anfangs habe ich auch immer an einem separaten Platz gearbeitet, weil ich Arbeit und privates nicht "vermischen" wollte. Inzwischen habe ich schon auf dem sonnigen Balkon und erkältet auch im Bett liegend gearbeitet. Beides waren sehr erfolgreiche/ergiebige Tage, die ich im Büro oder am separaten Platz so sicher nicht gehabt hätte.
     
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    #16
    Dass sich Home Office als Option durchsetzen wird, glaube ich leider weniger. Schon jetzt werden Mitarbeiter wieder dazu gedrängt, wieder ins Büro zu kommen, obwohl wir noch nicht mal ansatzweise durch sind mit dem Corona-Mist. Mein Stiefvater (Ü60, Risikogruppe) soll ab übernächster Woche wieder ins Büro. Finde ich echt unverantwortlich :ratlos:. Zumal er null Kundenkontakt oder so hat und auch all sein Equipment zu Hause, weil er eh noch nachts und am Wochenende arbeitet (Workaholic halt).
     
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    #17
    Naja, in der Krise wurden solche Home-Office-Plätze natürlich im Eilverfahren und ziemlich überstürzt eingeführt. Ich kenne es von vielen meiner Kunden, dass da einiges noch suboptimal läuft und technisch noch nicht ausgereift ist.

    Natürlich wird ein Teil wieder zurückgedreht, aber ein Teil wird auch bleiben. Aber wenn eine gesellschaftliche Entwicklung einmal angestoßen wird, ist sie über einen längeren Zeitraum schwerlich zu bremsen. Schon gar nicht, da die Fachkräfte von Morgen gutes Verhandlungspotential haben. Wer als Chef nicht mit der Zeit geht, wird gegangen.
     
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    #18
    Off-Topic:
    Ja. Genau. Wegen Unwillen habe ich es auch nicht geschafft, mich zu Hause auf meine erste Diplomprüfung vorzubereiten. - Eine der vier alles entscheidenden Prüfungen, um nicht sechs Jahre Lebesnzeit wegzuwerfen und ohne jegliche Zukunftsperspektive dazustehen.
    Ich habe damals wirklich alles versucht, um mich zu motivieren und zu Hause zu lernen. Der Erfolg war gleich Null und am Ende bin ich durchgefallen. Ich hatte genau eine Wiederholungsmöglichkeit und diese musste ich dann nutzen. (Die Wiederholung, auf die ich mich in der UB vorbereitet habe, habe ich dann mit 1,7 bestanden. Und auch die anderen Diplomprüfungen, auf die ich mich in der UB vorbereitet habe, habe ich locker bestanden.)
    Das Zusammenschreiben meiner Diplomarbeit war die nächste Tortur zu Hause. Mit ganz viel Verzweiflung, vielen Nachtschichten, usw. habe ich es gerade so auf den letzten Drücker geschafft und betrachte diese Zeit seitdem als die mit Abstand frustrierendste und mental anstrengendste Zeit meines Lebens.
    Und jetzt in den Home-Office-Wochen geht es mir wieder ganz ähnlich: Frust, keinerlei Motivation, zu viel Ablenkung und ungefähr 10-15% der Produktivität, die ich bei der Arbeit vor Ort habe. Auch da habe ich verschiedene Dinge versucht: Im Arbeitszimmer, mit dem Laptop auf dem Balkon, usw. Aber es hat einfach nicht funktioniert.

    Vielleicht könnte ich meine Produktivität sogar ein wenig steigern, wenn ich mich anstrenge, quäle und nach einem frustrierend unproduktiven Tag eine verzweifelte Nachtschicht einlege (so habe ich es bei der Diplomarbeit gemacht)... vielleicht käme ich ann auf 30-50% meiner Produktivität vor Ort. Aber ich will es überhaupt nicht, weil es kaum etwas frustrierenderes gibt, als alleine zu Hause zu arbeiten. Spätestens nach ein paar Monaten wäre ich mit den Nerven am Ende und würde sowieso kündigen, sofern man mich nicht schon vorher mangels Leistung rauswirft.
    Ich brauche einfach Kollegen um mich herum. Ich brauche den Austausch mit ihnen. Und ich brauche eine Umgebung, in der es für mich nichts anderes zu tun gibt, als zu arbeiten.

    Wenn es immer mehr Pflicht-Home-Office-Jobs geben sollte, müsste ich mich wohl einfach bis zur Rente auf Laborjobs beschränken, die man nicht ins Home-Office verlegen kann. Auch das wäre sicherlich machbar. Ein Labor mit teuren Versuchsaufbauten und Anlagen lässt sich auch in Zukunft nicht ins Arbeitszimmer des Mitarbeiters verlegen.
    Aber ich fände es durchaus schön, wenn es in Zukunft noch andere für mich geeignete Jobs auf dem Markt gibt, als nur diese Laborjobs.

    Eine andere Sache finde ich dagegen super: Die kaum zielführenden Kundenmeetings, für das ich bisher immer wieder einige Stunden im Auto verbringen musste, wurden durch Skype-Konferenzen ersetzt. Die sind zwar auch nicht sonderlich zielführend. Aber dafür spart man sich wenigstens die Fahrzeit. Das darf gerne auch in Zukunft so beibehalten werden.
     
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    19 April 2020
    #19
    Ich denke auch, dass die derzeitige Krise und die noch kommenden wirtschaftlichen Auswirkungen die Verhandlungsposition von Arbeitnehmern stärken wird.

    Wenn die Leute gebraucht werden, wird kein Hahn danach krähen, von wo aus Sie arbeiten.
     
  • User 158340
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    #20
    Von welchen Pflicht-Home-Office-Jobs redest du überhaupt? Hat davon überhaupt irgendwer außer dir hier geredet? Und selbst wenn irgendein Arbeitgeber NUR Home-Offic-Jobs vergeben würde (was ich abgesehen von Sexhotlines und irgendwelchen Verkäufern (Tupper, Avon...) noch nie mitbekommen hätte), wer zwingt dich denn, dich ausgerechnet DA zu bewerben?
     
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