?

homosexualitaet normal/unnormal?

  1. normal

    90 Stimme(n)
    67,2%
  2. unnormal

    29 Stimme(n)
    21,6%
  3. mir doch egal

    15 Stimme(n)
    11,2%
  • secretman
    Gast
    0
    18 August 2003
    #21
    Wer den Chroistopher Street Day verbieten will muss auch die Love Parade verbieten wo auch schonungslos junge Leute sich nackt zeigen, abknutschen, im Tierpark rummachen. Überhaupt sollten dann alle Parties abgeschafft werden. Leute gehtseuch noch gut? Seid ihr schon soo alt? *ggg*

    Nu werdet ihr vielleicht sagen: die Love Parade hat ursprünglich nicht das Ziel, seine sexuelle Orientierung zur Schau zu stellen.

    Nun ja, der CSD auch nicht, wie die Love Parade auch ist es offiziell ein Demonstrationszug. Und beim CSD hat es sogar einen Hintergrund: 1968 fanden in New York in der Christopher Street Polizei Razzien statt, aufs übelste wurden schwule und lesben dort gedemütigt. Noch in der selben Nacht kam eszu Strassenschlachten, Schwule und Lesben demonstrierten gegen diese Behandlung und seitdem gedenkt man den Vorfällen von 1968. Erst durch diese Gegenwehr wurde das Thema öffentlich, es bildeten sich Organisationen, die für Gleichberechtiguung sich stark machten. Und ich denke: erst durch Veranstaltungen wie der CSD konnte sich eine tolerantere Gesellschaft etablieren, weil das thema öffentlich wurde.

    Um einszu sagen: ich findeesauch nicht toll, wenn da einige wenige aus der reihe fallen auf dem CSD, aber wer malk dort war, weiss, ddass dies ausnahmen sind. Die breite Masse hat einfach Spaß am Feiern oder Demonstrieren.

    Die Love Parade ist wesentlich weniger friedlich, auch dort fallen Leute aus der Reihe, besaufen sich oder nehmen Drogen.

    Warum sagt ihr da nix? An die die hier laut Kritik üben: überprüft mal eure wirklichen Ambitionen, es werden einfach Klischeebilder übernommen ohne sie auf Realität zu überprüfen oder logisch zu erklären und zu vergleichen. Schade, aber denkt mal drüber nach.

    Aber wie gesagt, alle Partiesabschaffen? Nein danke. Querschiesser gibts überall, aber bitte verallgemeinert nicht, das wäre nicht fair
     
  • Lord Hypnos
    viele 1Satz Beiträge
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    0
    nicht angegeben
    18 August 2003
    #22
    ich hab nichts gegen homosexuelle, aber es ist definitiv nicht normal.
     
  • 18 August 2003
    #23
    danke lord, endlich wer, der mir aus der seele spricht
     
  • shabba
    Gast
    0
    18 August 2003
    #24
    seh ich auch so - und ich denke, mit dieser grundhaltung diskriminiert man auch niemanden.
     
  • secretman
    Gast
    0
    18 August 2003
    #25
    Woher Ihr bloß eure Überzeugung habt, dass Homosexualität nit normal sei, hab ich bis jetzt nicht verstanden. Ihr alle habt eins gemeinsam:ihr bringt einfach keine Argumente bzw irgnoriert die Gegenhaltungen.

    Meine Fragen: Wer definiert was noormal ist?
    An welchen Kriterien macht ihr Normalität fest, Mehrheitsprinzip?
    (Dann wären Europäer nicht normal weil sie ne Minderheit sind, die tasache das sich aus kiel komme, wäre nicht normal weil kiel ne kleine stadt ist usw usw)
    Kann es überhaupt eine gegenseitige Liebe geben, die nicht normal ist?

    Und letzen Endes: warum ist es euch so wichtig, auf die Unnormalität zu beharren?

    Es ist nämlich in der Tat so, dass eine solche Sichtweise Probleme schafft. Fällt euch nixein? Na dann strengt mal euer Gehirn an .....
     
  • Spacefire
    Spacefire (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Es ist kompliziert
    19 August 2003
    #26
    Ich hab jetzt in der Umfrage mal für normal gestimmt, will aber dazu noch was sagen.

    Was normal ist muß jeder für sich selber entscheiden und kann nur auf den kleinen Text in meiner Sig. verweisen -> "Ist der/die/das normal?" - Was GENAU bitte ist denn normal? <--. Mir ist es egal wie einer drauf ist, solange er damit keinem schaden tut. Ich selber bin es leid das immer irgendwas in irgendwelche Schubladen gesteckt werden muß.

    Für mich ist das wichtigste das es Gleichberechtigung für alle gibt! Egal welche Rasse, Religion, Sexualität, Geschlecht oder sonst noch was! Wir sind alle Menschen und sollte wie solche behandelt werden...
     
  • Dykie
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    19 August 2003
    #27
    hinsichtlich "was ist normal" fällt mir ein zitat ein, den einer mal gemacht hat....
    der liebe gott hat die rosen erfunden.....die roten, gelben, weissen...etc....aber er HAT NICHT gesagt, dass nur die roten normal bzw. gut sind..... :zwinker:
     
  • Liza
    Liza (35)
    im Ruhestand
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    nicht angegeben
    19 August 2003
    #28
    Nichts gegen die Grundhaltung, dass Homosexualität nicht normal ist, denn das ist Definitionssache. Nach dem Mehrheitsprinzip ist sie tatsächlich nicht normal, egal ob auf unsere Gesellschaft oder die ganze Welt bezogen. Am "normal" muss man sich meiner Ansicht nach wirklich nicht festklammern, denn Normalität ist kein Wert, der besonders wichtig ist - Gleichberechtigung aber schon. Ich habe nichts dagegen, wenn hier jemand Homosexualität als "unnormal" bezeichnet, das ist nicht diskrimierend - aber dass in diesem Thread Schwulen laufend psychische Probleme angedichtet werden und Homosexualität tatsächlich "kritisiert" wird (das kommt nicht von mir, sondern von JimiHendrix), das finde ich abwertend. Vielleicht kennt ihr alle die falschen Homosexuellen, aber in meinem Umfeld sind Schwule und Lesben im Durchschnitt nicht mehr oder weniger gestört als Heteros.
     
  • succubi
    Gast
    0
    19 August 2003
    #29
    natürlich normal.
    homosexualität is ja keine krankheit die plötzlich die menschheit gepackt hat - das gab's schon immer und is vollkommen natürlich.

    sogar im tierreich kommt homosexualität vor - und das hat den tieren sicher keiner angezüchtet... :zwinker:
     
  • secretman
    Gast
    0
    19 August 2003
    #30
    ein sehr gutes zitat Dykie :smile:
     
  • secretman
    Gast
    0
    19 August 2003
    #31
    der Begriff der Normalität hängt von der Betrachtungsweise ab. Aus soziologischer Sicht ist der Begriff der Norm wertfrei. Hier ist mit Norm lediglich ein tatsächlich mehrheitliches Vorkommen gemeint. Demnach wäre Heterosexualität normal. Aber demnach wäre auch morgens Kaffe trinken normal, eine Körpergröße von 1,80 mind (bei Männern) usw usw. Doch darüber wird nicht diskutiert.

    Also was soll die Diskussion ob Homosexualität normal ist oder nicht? Sicherlich nicht um einfach wertfrei diese Feststellung zu treffen. Es geht dabei immer darum, andere als die herkömmlichen Lebensweisen mit weniger Respekt und Anerkennung zu sehen, bzw die eigene aufzuwerten. Das lhat wohl verschidene Gründe. Die einen haben Angst vor ihnen fremden Lebensweisen, die anderen sind negativ geprägt (we z.b durch Kirche) andere widerrum haben Angst eigene homosexuelle Anteile bei sich zu entdecken und brauchen diese Ablehnung für sich damit es nicht dazu kommen kann.

    Wie auch immer: Homosexualität mag aus rein soziologischer Sicht nicht normal sein (obwohl das tatsächliche Vorhandensein von Homosex. stark unterschätzt wird, es gibt viel mehr als man denkt, die Erfahrung mach ich immer wieder, hihi) aber darum geht es nicht,; die Frage der Normalität hat einen anderen Hintergrund. Schliesslich diskutiert auch keiner darüber ob Kaffee trinken morgens nun normal ist oder nicht.
     
  • ogelique
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    20 August 2003
    #32
    Biologisch gesehen bedeutet Homosexualität einfach, dass die Gehirnregion, die für Sexualität verantwortlich ist, die Ausschüttung der Hormone des anderen Geschlechts in einem höheren Maße, als "normal" wäre, veranlasst.
    Von dem her ist Homosexualität eine Art "Programmierungsfehler", also, so gesehen unnormal, andererseits kann der Mensch wirklich nichts dafür (abgesehen von diesen Spielchen, die manchmal in werden - mal alles ausprobieren wollen usw.). Sie ist also weder anerzogen, noch kann der Mensch umerzogen werden.
     
  • Dykie
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    20 August 2003
    #33

    wenn aber homosexualität nicht normal ist --> also im umkehrschluß abnormal ist, dann ist das meiner meinung schon diskriminierend. ich möchte für meinen teil nicht als ab- oder unnormal bezeichnet werden.
    uzm es dann auch mal überspitzt zu sagen:
    dann wäre ein heterosexueller vergewaltiger also "normal" wohingegen ein homosexueller mann, der seit 30 jahren in einer festen beziehung ist un- bzw. abnormal ist......logik?!

    @ogelique: welche hirnregion ist denn bei den menschen falsch "programmiert" die bei manchen menschen auch nicht als normal angesehen wird --> analverkehr, sadomaso etc.... :zwinker:
     
  • shabba
    Gast
    0
    20 August 2003
    #34

    wtf? es geht hier nicht um vergewaltiger oder sowas...natuerlich ist ein hetero-vergewaltiger nicht normal, hat ja nie jemand behauptet, waer ja auch bs...
     
  • Dykie
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    20 August 2003
    #35
    wie auch schon in meinem post gesagt, ist es etwas überspitzt gesagt...natürlich geht keiner hin und sagt, dass ein vergewaltiger normal ist....
     
  • secretman
    Gast
    0
    20 August 2003
    #36
    die Theorie mit der Hormonausschüttung ist eine interessante Theorie, aber auch sie ist letztlich nicht erwiesen und viele Gegenbeobachtungen sprechen dagegen: wqenn es so ist wie dier theorie sagt dass das männliche geschlechtshormon testosteron sowohl für den körperbau, verhalten und persönliche eigenschaften einerseits und sexuelle orientierung andererseits verantwortlich sein soll, wie erklärt es sicvh denn dann, dass schwule männer sich körperlich genauso entwickeln wie ihre heterosexuellen Artgenossen (z.b Körperbehaarung, Muskelbau, Größe, Stimme usw).Untersuchungen zeigen zudem dass sie sich nicht signifikant in ihrem Verhalten oder Persönlichkeit von heterosexuellen männern unterscheiden. Sie weisen ein ähnliches Persönlichkeitsprofil auf (hinsichtlich Lebenseinstellung, Aggressionspotenzial usw)Nach der og theorie müssten aber die meisten wenn nicht alle schwulen männer sich mädchenhaft entwickeln (weibl Brust, wenig Körperbehaaruung, kleiner usw) und ein feminines verhalten aufweisen, das ist definitiv nicht der fall.

    Nach der og Theorie dürfte es aber nur hetero und homosexualität geben Wasist aber mit der tatsächlich vorhandenen Vielfalt von Lebensweisen? Was ist mit Bisexualität?
     
  • Liza
    Liza (35)
    im Ruhestand
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    nicht angegeben
    20 August 2003
    #37
    Das ist nicht überspitzt gesagt, Dykie, sondern schlicht und einfach falsch - ob ein Mensch "normal" oder "unnormal" ist, wird schließlich nicht nur nach seiner sexuellen Orientierung beurteilt, sondern auch an ganz anderen Kriterien. Ein heterosexueller Vergewaltiger wäre nach dem Mehrheitsprinzip vielleicht in Bezug auf seine Heterosexualität "normal" - in Bezug auf seine abartigen sexuellen Triebe aber ganz bestimmt nicht.

    Wenn mich jemand als abnormal bezeichnen würde, wäre ich ebenfalls beleidigt. Den Begriff "unnormal" dagegen finde ich nicht abwertend. Ich halte mich in vielen Bereichen auch für unnormal, im Grunde ist jeder Mensch unnormal. Man macht Normalität schließlich nicht nur an der sexuellen Orientierung fest, und jeder Mensch hat irgendeinen Bereich in seinem Leben, in welchem er einer Minderheit angehört (sei es, dass er Briefmarken sammelt oder in Italien blonde Haare hat), und in diesem Bereich ist betreffender Mensch dann eben "unnormal" - was soll daran auch schlimm sein? Bei den einen sind es eben mehr Bereiche, bei den anderen weniger. Und unter dieser Betrachtung wäre der Homosexuelle, der seit dreißig Jahren in einer festen Beziehung lebt, möglicherweise ein eher normaler Mensch - nur in diesem und ein paar anderen Bereichen eben nicht.

    Ich behaupte nicht, dass man Normalität nur nach diesem Mehrheitsprinzip definieren kann, beileibe nicht - aber es ist eben auch eine Möglichkeit, und nur weil man dieses Prinzip wählt und Homosexualität demnach als "unnormal" einstuft, ist man deswegen noch lange nicht diskriminierend. Denn nicht jeder Mensch empfindet es beleidigend, als "unnormal" bezeichnet zu werden, ich empfinde es jedenfalls nicht so, eher im Gegenteil. Und nur weil rein nach dem Mehrheitsprinzip (und dieses kann man nunmal bei der Definition von Normalität anwenden) Homosexualität in unserer Gesellschaft nicht normal ist, heißt das noch lange nicht, dass ein Homosexueller, dessen Persönlichkeit sich ja beileibe nicht nur über seine Homosexualität definiert, im Großen und Ganzen nicht ein eher normaler Mensch sein kann. Und im übrigen habe ich an keiner Stelle von meinem vorherigen Posting behauptet, dass Homosexuelle nicht normal sind, ich habe stets von der Homosexualität an sich gesprochen. Das ist ein feiner Unterschied, den ich aber betonen möchte - denn so kannst du nicht mehr behaupten, dass ich mit meinem Beitrag einen Homosexuellen, der in einer dreißigjährigen Beziehung lebt, gegenüber einem heterosexuellen Vergwewaltiger als unnormal einstufen würde. Ich habe von sexuellen Orientierungen geredet, nicht von Menschen. Denn die bestehen gottseidank aus ein bisschen mehr.
     
  • Dykie
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    vergeben und glücklich
    21 August 2003
    #38
     
  • Daniel1984
    Gast
    0
    21 August 2003
    #39
    erschreckend wieviele das für absolut normal halten!!!
     
  • opossum
    opossum (43)
    Ist noch neu hier
    678
    0
    1
    nicht angegeben
    21 August 2003
    #40
    yep. Ein Zeichen mehr für den baldigen Untergang unserer dekadenten und tabulosen Gesellschaft. Rette sich wer kann!
     

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