Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren
  • User 161456
    Verbringt hier viel Zeit
    1.252
    108
    307
    in einer Beziehung
    13 Januar 2018
    #61
    Wenn ihr das Hochdeutsche nicht mögt, warum habt ihr in A dann eigentlich keine eigenen Duden und offizielle Hochsprache?
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  • User 126059
    Sehr bekannt hier Themenstarter
    1.218
    198
    506
    in einer Beziehung
    13 Januar 2018
    #62
    Bei uns heißt das nicht Duden, sondern das österreichische Wörterbuch. Wir haben eine offizielle Hochsprache, und die ist (mehr oder weniger stark) österreichisch eingefärbtes Deutsch. Das ist der gemeinsame Nenner, der für alle verständlich ist.

    Als Faustregel: Das Deutsch, das im ORF die Nachrichtensprecher sprechen, wirkt nicht "deutsch" auf uns, das ist österreichisch eingefärbtes Deutsch. Logischerweise - sind ja auch alles Österreicher. :zwinker: Ich habe gerade überlegt, ab wann es das "nervige Bundesdeutsch" ist, aber mir fällt gerade kein gutes Beispiel ein, wo es gerade eben schon nervig und nicht "angenehm" ist...
     
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    8.173
    598
    8.740
    nicht angegeben
    13 Januar 2018
    #63
    Es gibt ein österreichisches Wörterbuch und sowas wie einen österreichischen Standard (der auch in Schulen unterrichtet wird). Der unterscheidet sich aber in erster Linie lautlich vom Piefkinesischen. Eine Hardcore-Abgrenzung zum Bundesdeutschen gibt's also nicht; der Pragmatismus (oder besser gesagt: die Faulheit) siegt in Österreich halt immer noch über den Patriotismus.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 13 Januar 2018 ---
    Österreicher haben in erster Linie ein Problem mit den harten Konsonanten der Deutschen. Und kriegen Krämpfe bei den ganzen Aspirationen der Deutschen (linguistischer UND ideeller Natur :zwinker: ).
     
    • Zustimmung Zustimmung x 2
  • User 161456
    Verbringt hier viel Zeit
    1.252
    108
    307
    in einer Beziehung
    13 Januar 2018
    #64
    Aspirationen ?
     
    • Witzig Witzig x 1
  • User 68775
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.789
    348
    3.488
    Single
    13 Januar 2018
    #65
    Es gibt durchaus einige Worte, die offiziell anders sind, und nicht nur im Dialekt regional. Wie zum Beispiel "Jänner" das offiziell richtige Wort für den deutschen "Januar" ist. Auch manche Artikel sind anders, und dabei genau so richtig.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 2
    • Interessant Interessant x 1
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    8.173
    598
    8.740
    nicht angegeben
    14 Januar 2018
    #66
    Harte Konsonanten (t, k, p) unterscheiden sich von weichen Konsonanten (d, g, b) im Bundesdeutschen hauptsächlich durch Stimmlosigkeit (vs. Stimmhaftigkeit bei den weichen) UND Aspiriertheit (vs. Unaspiriertheit bei weichen). Im Österreichischen unterscheiden sich die beiden Konsonantenarten hauptsächlich NUR durch die Variable Stimmhaft-/-losigkeit (wenn sie sich denn überhaupt unterscheiden. Manche sagen, die weichen sind nicht wirklich weich und die harten nicht wirklich hart, sondern beide irgendwo in der Mitte drinnen).

    Aspiriertheit könnte man umschreiben mit "Behauchung" der Konsonanten. Wenn der Verschluss des Lautes geöffnet wird, kommt bei den Deutschen viel mehr Luft raus als bei den Österreichern. Die harten Konsonanten klingen dadurch viel härter als im Österreichischen oder in diversen deutschen Dialekten (z.B. dem Frängischen :zwinker: ).
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
    • Hilfreich Hilfreich x 1
    • Interessant Interessant x 1
  • User 98820
    Meistens hier zu finden
    579
    148
    471
    Single
    14 Januar 2018
    #67
    Ich wette drei faschierte Haufen Wiener Straßenpferdeäpfel, daß "Januar" vom ÖWB genauso erlaubt ist wie "Jänner". :tentakel:
     
    • Witzig Witzig x 1
  • User 161456
    Verbringt hier viel Zeit
    1.252
    108
    307
    in einer Beziehung
    14 Januar 2018
    #68
    Off-Topic:
    Warum hat man sich überhaupt eine Hochsprache ausgesucht, die so hart daher kommt.
    Fast alle deutschen Dialekte sind weicher und dehnbarer als das Hannoveranische.
     
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    8.173
    598
    8.740
    nicht angegeben
    14 Januar 2018
    #69
    Off-Topic:
    Weiß ich nicht, aber was ich weiß, ist, dass du auf der Straße dafür geschlagen wirst :tongue: Ansonsten, warum tust du dir eigentlich so schwer damit, deinen piefkischen Überlegenheitskomplex zu unterdrücken? :zwinker: Wird dabei echt so viel Dopamin ausgeschüttet? Oder warum MUSS für manche Deutsche Österreich immer als Wurmfortsatz von Deutschland gehandelt werden? Wir tun euch doch eh nix, und provozieren euch nicht einmal. Lass uns doch Ribisel und Marille sagen. Und Jänner und Grüß Gott. Und ihr sagt Johannisbeere und Aprikose. Und Januar und Guten Tag. Darüber machen wir uns auch nicht lustig, wenn ihr das bei euch macht.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 4
  • User 98820
    Meistens hier zu finden
    579
    148
    471
    Single
    14 Januar 2018
    #70
    Off-Topic:
    Ich habe gar keinen Überlegenheitskomplex. Sondern vermutet, daß "Jänner" nicht "das richtige" ist, sondern "ein richtiges". Mehr ist gar nicht. :smile:
    Ich wollte das übrigens auch selbst nachschlagen, aber wie es sich für eine Geheimsprache gehört, ist das zugehörige Wörterbuch anscheinend nicht öffentlich.
     
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    8.173
    598
    8.740
    nicht angegeben
    14 Januar 2018
    #71
    Off-Topic:
    Lüge! :tongue: Ich hab schon oft genug mit dir privat gesprochen, dass wir's beide besser wissen :zwinker: Ist auch nicht schlimm! Mich stört's nicht (mehr). Ich wunder mich nur noch drüber. Bist ja damit auch nicht alleine. Wenn da mal jemand Licht ins Dunkel machen kann, dann bitte, nur zu!
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  • User 98820
    Meistens hier zu finden
    579
    148
    471
    Single
    14 Januar 2018
    #72
    Off-Topic:
    Ich kann's halt nur falsch machen. Rede ich wie immer, bin ich der arrogante Bundesdeutsche, versuche ich Österreichisch, mache ich mich in den Augen der Eingeborenen lustig.
    Man könnte fast den Eindruck gewinnen, als käme es gar nicht darauf an. :zwinker:
     
  • User 44981
    User 44981 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    4.386
    348
    2.245
    Single
    14 Januar 2018
    #73
    Was soll an Hochdeutsch denn schön sein? :ichsagnichts:
    Die österreichischen Begriffe und Sprüche sind doch viel schöner! :winkwink:

    Ich habe gehört, dass Tirol in dieser Hinsicht besonders schlimm sein soll. In der Steiermark kann man wohl deutlich leichter den Status des "Zugereisten" ablegen und richtig dazu gehören.
    (Das hat mir jedenfalls ein gebürtiger Österreicher erzählt, der in Deutschland aufgewachsen ist und danach in der Steiermark studiert hat.)

    Das hört sich für mich ziemlich sympathisch an. :zwinker:

    Österreichisch verstehe ich als Schwabe jedenfalls deutlich besser, als Plattdeutsch, weil es zwischen dem Österreichischen und den süddeutschen Dialekten schon einige Gemeinsamkeiten gibt.
    (Und die besonderen Vokabeln, wie Topfen und Faschiertes habe ich in meinen vielen Urlauben in Österreich auch sehr schnell gelernt.)

    Eine große Ähnlichkeit mit dem Sächsischen kann ich dagegen wirklich nicht erkennen... aber dafür kenne ich zwei nette Gastronomen (ein Hüttenwirt und ein Restaurantbesitzer), die ursprünglich aus Sachsen kommen und schon lange in Österreich leben. Ihre Sprache (eine wilde Mischung aus Sächsisch und Österreichisch) hört sich auf jeden Fall total abgefahren an. :upsidedown:

    Ich könnte mir vorstellen, dass das damit zusammenhängt, dass man in den Bergen so etwas, wie eine Gefahrengemeinschaft bildet, in der die alltäglichen sozialen Unterschiede und Hierarchien irrelevant sind.
    Allerdings ist das mit der Gefahrengemeinschaft wohl vor allem bei Skituouren, beim Bergsteigen und Klettern relevant, während es beim Skifahren im perfekt erschlossenen Skigebiet eher eine Form von Folklore sein dürfte

    Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen.

    Und gerade die Sache mit den Gebäuden fällt mir auch immer wieder positiv auf: Neben schönen, alten, traditionellen Häusern sehe ich immer wieder total schöne, moderne Häuser mit Flachdach und ziemlich puristischem Design. Diese Mischung gefällt mir viel besser, als der in Deutschlan oft vom Bebauungsplan vorgeschriebene, stinklangweilige Einheitsbrei aus weiß verputzten Quadern mit Satteldächern und roten Dachziegeln.

    Off-Topic:
    Diesen schlechten Ruf kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
    Natürlich rutscht man in diesen Orten eher selten auf einer verbalen Schleimspur aus, da die Leute eher eine ziemlich direkte Art haben, die manche Leute vielleicht unfreundlich finden.
    Aber trotzdem habe ich in diesen Städten bisher überwiegend nette und hilfsbereite Menschen erlebt, was in anderen Städten (allen voran Frankfurt) so nicht der Fall war.



    Auch wenn sich diese weiche Aussprache nett anhört, kann ein österreichischer Physikprofessor ganze Generationen von Studenten in den Wahnsinn treiben, indem er das "harte d" (also t) und das "weiche d" genau gleich ausspricht, obwohl beide Buchstaben in einer Formel vorkommen und für verschiedene Dinge stehen. :realmad:

    Off-Topic:
    Deine Ausdrucksweise wirkt auf mich nicht nur hier im Thread, sondern auch in anderen Threads und im Gespräch (z.B. per TS oder Discord) oft ziemlich überheblich, besserwisserisch und sarkastisch.
    Ob das von dir so gewollt ist oder nicht, weiß ich nicht. Aber teilweise kommt das schon ziemlich unsympathisch rüber, obwohl ich dich z.B. vom UT als ziemlich umgänglich in Erinnerung habe.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  • User 98820
    Meistens hier zu finden
    579
    148
    471
    Single
    14 Januar 2018
    #74
    Off-Topic:
    Ich glaube, du nimmst das alles viel ernster als ich, und ich sehe gerade hier im Thread wirklich keinen ernsten Ansatz von "überheblich, besserwisserisch und sarkastisch". Das kommt auch allein mengenmäßig kaum hin. Daß mir prinzipiell mit Skepsis begegnet wird, wenn man mich als Deutschen enttarnt, kam ja auch gerade nicht von mir. Das sehe ich als Indiz für meine Vermutung "egal, ob ich bundeshochstandarddeutsch oder versuchsösterreichisch rede, man wird es gegen mich auslegen".
     
  • BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    6.243
    598
    5.816
    nicht angegeben
    14 Januar 2018
    #75
    Das deutsche SelbstverständnisTM ist geprägt durch eine Prise Arroganz, gemischt mit einer Spur Unsicherheit (und damit Empfindlichkeit). Ich plädiere auf schuldig.

    Aber...
    Es ist ja nicht bloß einseitig. Dein geschildertes "wir haben euch nie was getan, was habt ihr gegen uns?" entspricht sehr genau meinem Empfinden beim ersten persönlichen Kontakt mit Österreich. Ich hatte bis dato nie einen negativen Gedanken über Österreich (eher neutral-wohlwollend), und auch von anderen Deutschen nie dergleichen gehört - aber bekam dennoch Ablehnung zu spüren. Ist es dir so unerklärlich, warum das Verhältnis mitunter befangen und schwierig ist? Was natürlich schade und unnötig ist, aber für mich nachvollziehbar.

    Off-Topic:
    Und wo ich schon dabei bin:
    Überrascht es dich, wenn dein Online-Auftritt als "überheblich, besserwisserisch und sarkastisch" wahrgenommen wird? Mal ganz unabhängig vom Deutschland-Österreich-Thema.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  • froschteich
    Verbringt hier viel Zeit
    455
    88
    276
    Verheiratet
    14 Januar 2018
    #76
    EIn großer Punkt bei der Auseinandersetzung sind sicher auch die NC-Flüchtlinge aus Deutschland. Ich hab schon öfter gehört, dass das in Wien ein bisschen besser ist, weil Wien generell internationaler ausgerichtet ist. Aber auf anderen österreichischen Universitäten ecken die deutschen Studenten teilweise stark an.

    Prinzipiell ist die Situation schon blöd, dass viele nur da sind, weil sies nicht an eine Uni in Deutschland geschafft haben und das hier schnell hinter sich bringen wollen, um dann wieder heim nach Deutschland zu gehen. Aber so richtig Ausland ist Österreich nicht für sie und ich glaube, sie machen sich da nicht so wirklich Gedanken darüber, dass Österreich tatsächlich eine eigenständige Nation mit eigener Kultur ist.
    Dann wird natürlich von den Professoren in den Vorlesungen Dialekt gesprochen, was immer wieder zur Aufregung seitens der deutschen Studenten führt.

    Dazu ist es bei den Geisteswissenschaften nochmal verschärft, weil wir nunmal einen Schwerpunkt auf Österreich legen und Deutschland wie jedes andere Nachbarland behandeln. Auf der Geschichte gibt es nur österreichische und europäische Geschichte, auf der Germanistik werden Goethe und Schiller vielleicht einmal in einem Seminar behandelt, usw.
    Selbst auf der Linguistik wird selten das Hannoverianische besprochen sondern man geht von der österreichischen Umgangssprache aus.
    Das erwarten die wenigsten deutschen Studenten die für eine Geisteswissenschaft hierherkommen und äußern dann teils sehr lautstark ihren Unmut darüber. Ich weiß nicht wie oft ich damals im Studium diese Diskussion mitanhören musste, dass deutsche Studenten "ihr Recht" gefordert haben.
     
    • Zustimmung Zustimmung x 3
    • Interessant Interessant x 2
  • User 168361
    Klickt sich gerne rein
    68
    18
    25
    Single
    14 Januar 2018
    #77
    Ich habe diesen unterschied zwischen Deutsch und Österreichisch noch nie so wahrgenommen. Mein Gehör ist aber nicht die beste. Wenn jemand "p" sagt, verstehe ich "p", und wenn jemand "b" sagt, vestehe ich "b". Umgekehrt ist das aber leider nicht so. Ich muss zum Beispiel meinen Namen oft Buchstabieren, sonst würde ihn wohl jeder falsch schreiben. Da wird das "b" regelmäßig als "p" verstanden. Jetzt weiß ich endlich wieso. Ich versuche das "b" immer extra zu betonen, weil es falsch verstanden wird, dabei rutscht mir wahrscheinlich auch ein kleines "h" raus, und schon versteht man es als "p", egal wie stark ich meine Stimmbänder bewege.
     
  • User 68775
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.789
    348
    3.488
    Single
    14 Januar 2018
    #78
    Ersteres - jap :grin: so empfinde ich das auch mit den Deutschen, und so treten sie auch gerne überall in der Welt auf, so als Gruppe in der Wahrnehmung :zwinker:

    Off-Topic:
    Geht mir als Reisende oft so - ich denk nicht "och nö, Deutsche.." weil ich so mega cool bin und nicht Leute der Nationalität treffen will, die in meinem Pass steht (in einem davon :zwinker: ) sondern weil meine jahrelangen Erfahrungen dazu führen, dass ich schon prophylaktisch abgeneigt bin. Manche Klischees sind halt auch einfach wahr, die lassen sich in der Außenwahrnehmung immer wieder bestätigen. Österreicher empfinde ich komischerweise nie so, die treff ich meist gern :smile: auf Nachfrage bin ich auch immer from Austria :tongue:


    Zum Zweiten, hm, also ich habe in einem NC Flüchtlingsstudium studiert, ohne NC Flüchtling zu sein, ich war schon vor der "Grenzöffnung" hier, und das absichtlich. Ich finds hier besser, ich pass hier so viel besser her. Aber 50 % meines späteren Jahrgangs kamen aus Deutschland und ein wirklich überwiegend großer Teil davon hat IMMER WIEDER und bei den unpassendsten Gelegenheiten raushängen lassen müssen, was in Deutschland nicht alles besser ist als hier. Auf eine herablassende Art und Weise, die vermutich gar nicht mal sooo ernst gemeint war, aber einfach gemein klingt.
    Lustigerweise wurde ich bei solchen Gelegenheiten immer als Österreicherin wahrgenommen^^ es hat für die Österreicher zumindest meiner Erfahrung nach immer auch mit dem Auftreten zu tun, wie sie einem Deutschen gegenüber eingestellt sind.
    In Wien sowieso. In Restösterreich, vor allem in Touristengegenden mag man die Deutschen eh ganz gern, sehr viel lieber als die Wiener auf jeden Fall :grin:

    Dazu kommt, dass reines klares Schriftdeutsch einfach IMMER überheblich klingt, da kann der Sprechende gar nicht zwingend was dafür. Wenn dann noch die Haltung des "Naja, ihr könnts hier halt nicht besser, aber WIR..." dazu kommt... nee also ganz ehrlich, da kann ich meine Abneigung schwer unterdrücken :zwinker:

    Off-Topic:
    Ein Wiener hört bei mir beim Sprechen immer die Deutsche, jenen aus anderen Teilen Österreichs fällt das offenbar ziemlich schwer, weil sie mich erstmal nach Wien ordnen (redet mit Sprachmelodie, zu hochdeutsch um vom Land zu sein - aber nicht genug um deutsch zu sein = Definition des Wiener Klanges für viele :zwinker: )


    Off-Topic:
    Und auch "jap, Zustimmung" zum zitierten OT...

    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 14 Januar 2018 ---
    Das ist ja merkwürdig... aber du hörst schon, dass es anders klingt? Oder findest du eh keine großen Unterschiede im Klang und in der Melodie? Dass es manchmal scher fällt, diese zu lokalisieren, wenn man kein Linguist ist, kann ich verstehen, aber sie nicht zu hören fände ich ungewöhnlich...

    Die weichen Konsonanten, die im deutschen hart sein sollten, haben mich schon immer als "nicht von hier" während der Schuldzit in Deutschland entlarvt. Nur da war der Hintergrund mein Familiendialekt, der dem österreichischen sehr viel näher ist als dem deutschen... und auch viele Vokabeln hat, die hier in Österreich normal sind, in der Schule aber "Hä, das ist kein deutsches Wort..." nach sich zogen.
     
  • keenacat
    keenacat (31)
    Beiträge füllen Bücher
    5.622
    218
    278
    vergeben und glücklich
    14 Januar 2018
    #79
    was die sprache betrifft: der Tonfall ist extrem anders - ich finde deutsches deutsch klingt schnell mal abgehoben und arrogant, ist irgendwie unangenehm im Ohr :whistle:

    ich hab schon von vielen Firmenchefs gehört, dass sie sehr gerne deutsche einstellen (in Wien haben wir ja genug, die nach dem Studium bleiben :smile:) - weil sie effizienter sind und zielstrebiger. da kommt die österreichische gemütlichkeit nicht so ganz dagegen an :smile:.

    als Beispiel: bei einem meeting wird besprochen, dass etwas gemacht werden muss. die Österreicher sagen "ja, das sollte JEMAND erledigen" und das wars dann, vielleicht wird noch besprochen wie und was getan werden KÖNNTE, der deutsche macht es einfach und irgendeiner sieht es sicher als Auftrag :zwinker:
    wir reden mehr drüber was man tun könnte, die deutschen handeln. Wir machen tausend pausen, plaudern, raunzen - die deutschen arbeiten ihre zeit hab und machen auch noch Überstunden (und das freiwillig)

    is irgendwie so, wie wenn du dir das dschungelbuch ansiehst und balu mit bagira vergleichst :smile:

    mich stressen deutsche Kollegen in der Arbeit ungemein :bier:
     
    • Zustimmung Zustimmung x 3
  • User 168361
    Klickt sich gerne rein
    68
    18
    25
    Single
    14 Januar 2018
    #80
    Dass die Melodie der Sprache ganz anders ist, höre ich selbstverständlich. Aber wo die Unterschiede bei den einzelnen Lauten sind kann ich nicht so hören. Ich bin wohl zu sehr damit beschäftigt das Gehörte zu verstehen. Deutsch ist bei mir ja nur die zweite Sprache. Ich habe sie zwar als Kind durch zuhören gelernt, wie die Muttersprache, da ich aber als Kind sie fast nie benutzt habe, hat sich die Lautgestaltung bei mir nicht so eingeprägt. Und wie gesagt, mein Gehör ist auch nicht die beste. Und so habe ich natürlich auch einen unüberhörbaren Akzent.
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten