• User 37900
    User 37900 (36)
    Teammitglied im Ruhestand
    1.809
    148
    145
    vergeben und glücklich
    17 Juli 2006
    #21
    Ich muss ehrlich sagen, dass ich Mitleid überhaupt nicht leiden kann und es deswegen auch niemanden gebe.

    Mitgefühl für andere habe ich, das ist keine Frage. Ich interessiere mich für die Probleme anderer und ich versuche Lösungen mit zu finden.

    Aber was bringt es einem, wenn man mit jemanden mitleidet und mit rumheult? Das bringt die leidende Person nicht weiter und mich auch nicht. Probleme werden damit nicht gelöst und Schmerz/Trauer geht davon auch nicht schneller vorbei. Also reicht Mitgefühl völlig aus!

    Viktoria, du zeigst ja schon, dass du Mitgefühl hast. Es ist völlig richtig, dass du nicht mitheulst, aber den Personen tröstende Worte spendest und sie in den Arm nimmst. Du solltest nicht das Leid anderer zu deinem Leid machen.
     
  • User 50283
    Sehr bekannt hier
    3.103
    168
    441
    nicht angegeben
    17 Juli 2006
    #22
    Warst das nicht du, die in der Schule von intriganten Arschlöchern gemobbt wurde? Vielleicht ist das ein Abwehrmechanismus, du müsstest Gefühle zeigen, dich in eine verletzbare Position begeben. Kann sein, dass das nur unterbewusst passiert, aber du scheinst dich dagegen zu wehren.

    Ich kann nur von der anderen Seite berichten: Wenn ich im TV oder Radio, von Bekannten oder Freunden in Bildern, Wörtern oder Klängen für andere schreckliche Dinge erfahre, weine ich sofort mit.
    Das ist zeit-und kraftraubend, und ganz bestimmt übertrieben. Ich habe irgendwie eine Schranke zu wenig, ich lasse alles an mich herankommen...
    Du kannst nichts dafür, dass du bist, wie du bist. Aber du kannst versuchen, dir vorzustellen, wie es deinen Freunden geht, wenn du heuchelst. Was du an ihrer Stelle davon halten würdest.
    Und, was sie auf die traurige Situation bezogen empfinden.
    Kann dir da leider auch nicht weiter helfen, aber diese Haltung hat sicherlich auch Vorteile, solange du keine Distanz zur Welt kultivierst und trotzdem versuchst so zu handeln, dass es allen (in deiner Umgebung...) besser geht.
     
  • User 37284
    User 37284 (35)
    Benutzer gesperrt
    12.816
    248
    474
    vergeben und glücklich
    17 Juli 2006
    #23
    Ihr geht es aber nicht darum, andere in den Arm nehmen zu können. Das macht sie und das kann auch jeder, ihr geht es um das Gefühl mitfühlen zu können und Mitleid zu haben! Das ist ein grober Unterschied und ich kanns verstehen, dass sie das ziemlich stört.
     
  • Metric
    Metric (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    154
    101
    0
    vergeben und glücklich
    17 Juli 2006
    #24
    Mich lassen diese ganzen Meldungen von all dem Schlechten in der Welt und seinen Opfer auch kalt. Ich weiß nicht wie, aber mich kann sowas nicht bewegen, wenn es in meiner Familie geschehen würde, dann vielleicht noch, aber sonst......
    Ich bin sowieso ein schlechter Mensch von daher fügt sich das ja zusammen.
    Mir fällt noch auf, dass dazu noch Zynismus kommt, das Leiden anderer löst bei mir kein Mitleid aus sondern macht mich halt zynisch.

    Es ist aber nicht immer so, manchmal bewegt mich wirklich ein Schicksal, aber das wirklich selten........

    Du bist wohl echt net allein
     
  • DerKönig
    DerKönig (39)
    Benutzer gesperrt
    648
    0
    0
    Single
    18 Juli 2006
    #25
    Ihr tut mir alle einfach nur leid, für euch empfinde ich glatt echtes Mitleid wenn ihr wirklich alle so denkt.
     
  • Sandsturm
    Gast
    0
    18 Juli 2006
    #26
    Ich bin leider recht kalt geworden. Ich empfinde nach wie vor Mitgefühl aber viele Sachen lassen mich inzwischen recht kalt.....ich glaube aber nicht das ich deswegen ein schlechterer Mensch bin. Wenn ich eine Sache ändern kann dann tue ich es aber ich denke nicht das wenn ich mitheule sich die Welt bessert oder überhaupt irgendwas verbessert. Ich gebe viel lieber Trost und Lösungen als die Sache auf mich zu projezieren.
     
  • Sparstru
    Sparstru (39)
    Verbringt hier viel Zeit
    324
    113
    55
    nicht angegeben
    18 Juli 2006
    #27
    Ob jemand ein schlechter Mensch oder ein toller Mensch ist, das sieht man an dem, was er tut !!!! Nichts anderes zählt.
     
  • User 37284
    User 37284 (35)
    Benutzer gesperrt
    12.816
    248
    474
    vergeben und glücklich
    18 Juli 2006
    #28
    Aber auch an dem was er denkt und fühlt :zwinker:
     
  • Welpie
    Welpie (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    320
    103
    21
    Single
    18 Juli 2006
    #29
    Sei froh das es dir so ergeht ich bin jemand der sehr emotional reagíert und immer für andere da ist bzw weil mich das nicht kalt lässt und das hat mir schon eine menge Probleme bereitet.
     
  • Sparstru
    Sparstru (39)
    Verbringt hier viel Zeit
    324
    113
    55
    nicht angegeben
    18 Juli 2006
    #30
    Hmm, findest Du wirklich ? Abgesehen davon, dass Du niemals wissen kannst, was ein anderer denkt und fühlt..
     
  • User 37284
    User 37284 (35)
    Benutzer gesperrt
    12.816
    248
    474
    vergeben und glücklich
    18 Juli 2006
    #31
    natürlich weiß ich das! Man spürt doch, wie ein anderer fühlt und auch durch Gespräche merkt man, wie Menschen ticken!
     
  • Schnuckl20
    Schnuckl20 (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    593
    103
    2
    nicht angegeben
    18 Juli 2006
    #32
    Ich gehöre z.B. wieder zu den zart beseiteten d.h. ich könnte auf jeder Beerdigung mitheulen, auch wenn ich den Menschen nicht mal kenne.
    Ich weiß auch nicht, warum das so ist. Mir geht alles ziemlich nahe, und dadurch bin ich etwas geschwächt. Ich empfinde es zumindest so... ich stresse mich auch sofort in Situationen rein.

    Würde auch manchmal lieber etwas härter sein, aber es ist so wie es ist.

    Ich denke, ein gesundes Mittelmaß wäre ideal. Man muss ja nicht immer gleich mitheulen (so wie ich :zwinker: ) aber einfach für andere Menschen da zu sein, wenn sie einen brauchen, ist doch das schönste was es gibt (und auch umgekehrt: wenn man weiß, jemand ist für einen da).
     
  • 1234512345
    1234512345 (33)
    Kurz vor Sperre
    252
    0
    0
    Single
    18 Juli 2006
    #33
    mitleid hab ich auch keines :frown:

    trauer, wut....kenn ich alles. Aber mitleid, kein bisschen.

    Kann man das irgendwie ändern ? also beim psychologen oder so ?
     
  • Sit|it|ojo
    Gast
    0
    18 Juli 2006
    #34
    Was für ein Ding? Mitleid ist so was von abscheulich und das bekommst du an jeder Ecke hinterhergeworfen, dass sich Mitleid zu haben schon nicht mehr Lont und nicht bedeutsames darstellt.

    Mitgefühl ist das worüber hier diskutiert wird, also musst du auch nicht zum Arzt/ Psychologen und Ihn bitten dir Mitleid zu schenken :lach:

    Sowas hab ich auch noch nicht gehört, sehr geil.

    mfg
     
  • User 37284
    User 37284 (35)
    Benutzer gesperrt
    12.816
    248
    474
    vergeben und glücklich
    18 Juli 2006
    #35
    @Sititojo oder so: Aber Mitleid und Mitgefühl gehört irgendwie zusammen. Wie kann man dann Mitgefühl haben wenn man kein Mitleid hat und umgekehrt?

    wie gesagt, mitgefühl finde ich sehr wichtig und leider haben das wohl nur noch die wenigstens Menschen, der Rest ist egoistisch..
     
  • Fireblade
    Benutzer gesperrt
    2.529
    0
    0
    nicht angegeben
    18 Juli 2006
    #36
    ich fühle mit, aber ich entscheide mich, nicht mitzuleiden.
    so einfach ist das.
    was hat die andere person davon, wenn ich auch leide?
    wenn ich auch schmerz empfinde? gar nix ..

    aber wenn ich weiß, wie sie sich fühlt ... was sie durchmacht ..
    ABER dabei nen klaren kopf behalte .. DANN kann ich sie trösten und
    mit ratschlägen helfen.

    mitleid ist ein nutzloses und negatives gefühl.

    aber mitgefühl zu haben ist sehr schwieriger als mitleid.
    weil man dafür sehr viel emotionale stärke braucht.
     
  • User 37284
    User 37284 (35)
    Benutzer gesperrt
    12.816
    248
    474
    vergeben und glücklich
    18 Juli 2006
    #37
    @fireblade: Da kommt es auch wieder darauf an, wie man mitleid definiert. Ich finde nicht, dass es grundsätzlich so ist, dass es einem dann selbst total schlecht geht, sondern das man sich darüber Gedanken macht und auch so kann man sehr gut ratschläge geben!
     
  • Sit|it|ojo
    Gast
    0
    18 Juli 2006
    #38
    Ja aber das ist ja dann wieder Mitgefühl und nicht Mitleid. Mitleid soll ja sowas wie mitleiden oder so heisen, so würde ich es auf alle Fälle interpretieren. Aber wie oft wird gesagt du hast mein Mitleid? Das Wort ist in seiner Bedetung in der Gesellschaft doch schon vollkommen abgestumpft und hat den Effekt den es eigentlich erzielen will verloren, so geht es mir auf alle Fälle.

    Wie Fire schon sagte: Klarer Kopf und auf der Gegenseite das Gefühl das jemand da ist der immer egal in welcher Notlage man ist zu einem hält, ist viel wichtiger und vorallem schwieriger als Mitleid. Aber ich denk mal Fire hat es passend und gut umschrieben bin 100 % seiner Meinung.

    mfg
     
  • elle
    elle (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    321
    101
    0
    vergeben und glücklich
    18 Juli 2006
    #39
    Also so wies sich die th anhört, scheint ihr das schon ziemlich zu denken zu geben und "srört" sie vll. auch. Sie vermutet, dass die ursache in ihrer erziehung liegt, was letztendlich nur ein psychologe herausfinden kann.
    @Threadstartein
    Willst du denn, dass sich etwas an deinem "zustand" ändert? Würdest du gerne mitgefühl mit anderen empfinden können oder willst du einfach nur wissen warum du so bist? Falls es dich wirklich "stört", solltestt du einen psychologen aufsuchen. Der wird die ursachen herausfinden und du verstehst vll., warum du so bist und dann wird sich evtl. auch etwas ändern.
    elle
     
  • metamorphosen
    Sehr bekannt hier
    3.425
    168
    227
    vergeben und glücklich
    18 Juli 2006
    #40
    Es geht ja gar nicht so sehr um die Abgrenzung und Definition von Mitgefühl und Mitleid. Es geht darum, dass jemand überhaupt nichts fühlt, sondern zum Beispiel einfach tröstet, weil es in dem Moment die von der Gesellschaft erwartete Reaktion ist. So wie man beispielsweise zu irgendjemandem, der niesen muss, "Gesundheit" sagt. Eine leere Reaktion ohne wirkliches Interesse.

    Wenn hier einzelne sagen, dass man sich durch Mitgefühl keinen Vorteil verschaffen kann, kann man das natürlich nicht abstreiten. Das ist gleich, wie bei echter Liebe, bei der der eigene Vorteil gar nicht zur Debatte steht. Wenn man puren Egoismus leben will, dann ist man ganz klar im Vorteil, wenn man Begriffe wie Mitgefühl nur aus dem Lexikon kennt.

    Wenn ich Interesse an meinen Mitmenschen habe, sie als Menschen erkenne, so wie mich selbst, habe ich automatisch Mitgefühl. Ihre Sorgen und Nöte gehen dann auch mich etwas an.

    Natürlich kann man sich nicht mit allem Elend und Leid der Welt beladen, das vermag kein Mensch auszuhalten. Das Leid der von uns entfernt stehenden Menschen ist in der Regel sehr abstrakt, so dass man sich leicht davor schützen kann, durch großes Mitleiden belastet zu werden.

    "Das bezieht sich aber auf den Partner, den ich liebe."

    Wenn einer guten Freundin etwas schlimmes widerfährt, dann ist das kein so riesiger Unterschied, zum Leid das dem Partner widerfährt. Man kann auch andere Mensschen lieben, nicht nur den eigenen Freund.

    Mir fallen jetzt eigentlich nur zwei mögliche Gründe für fehlendes Mitgefühl ein.

    Entweder fehlendes Einfühlungsvermögen, also das man nicht nachvollziehen kann, wie der andere fühlt indem man sich vorstellen könnte, wie man sich in der gleichen Situation fühlen würde (Rollentausch).

    Oder mangelndes echtes Interesse an den Menschen um einen herum und im Endeffekt mangelnde Liebesfähigkeit an sich.
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten