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    12 April 2020
    #1

    Ich möchte mich trennen, aber habe solche Angst davor

    Hallo ihr Lieben,

    ich hatte schon einige Threads hier, weil meine Beziehung sehr schlecht lief seit Monaten.

    Vorab: Ich leide seit ungefähr einem dreiviertel Jahr unter einer Angststörung mit Panikattacken. Auch mein Partner war nicht ganz unschuldig, dass es zu dieser Erkrankung gekommen ist. Ich bin seit Januar in Therapie und es gab erste Fortschritte.

    Nun ist es so, dass ich in der letzten Zeit echt wieder besser drauf war und auch öfter wieder rausgegangen bin (vorher war ich Monate gar nicht mehr außer Haus). Aber anstatt sich mein Partner darüber freut und dies anerkennt, maut er so lange rum - sehr respektlos übrigens - dass ich zurück in mein Loch falle und seit 2 Tagen wieder verstärkt mit Panikattacken und Depressionen hier sitze. Er sagt dabei so Sachen wie "dein Leben ist ein einziger Problemhaufen, du wirst nie wieder einen finden, der auf sowas Bock hat, nie wieder wird sowas einer mitmachen",... usw.

    Mir ist es jetzt wirklich extrem aufgefallen, wie durch solche Aussagen seitens meines Partners bei mir alles wieder rückläufig wird. Und langsam erscheint mir die Trennung nur die richtige Lösung zu sein.

    Leider habe ich Angst, dass er Recht hat, mit allem was er sagt. Ich kann ja zur Zeit zwar wieder spazieren gehen, aber noch lange nichts unternehmen mit Freunden - zumal ich nur 2 habe, die alle weit weg wohnen. Durch diese Angststörung ist mein komplettes soziales Umfeld auch flöten gegangen und das typische "Triff dich mit Freunden, lerne neue Leute kennen nach der Trennung" ist bei mir ganz einfach momentan auch nicht umsetzbar. Ich sitze dann alleine zuhause und das wars. Ich habe Angst, dass diese Krankheit letztlich nie ganz verschwindet und ich mit meinen 26 Jahren für immer alleine versauern muss. Ich könnte mich ja nicht mal mit einem Mann treffen aktuell. Noch hat wirklich keiner Lust, einen Partner zu haben, der an seine Wohnung weitestgehend gefesselt ist. Die Vorstellung der Trennung löst in mir ganz einfach neue sehr sehr große Ängste aus. Alle um mich herum sind jetzt in festen Beziehungen - ich fühle mich wie das 5. Rad am Wagen und bei den meisten sind sogar Kinder da, es wird über Heirat gesprochen,...

    Ich habe einfach solche große Angst vor dem Alleinesein. Und, dass mein Leben einfach runiert sein wird.
     
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    12 April 2020
    #2
    Lieber alleine, als in schlechter Gesellschaft. Wie dein Freund so drauf ist, kann ich per Ferndiagnose nicht einschätzen, aber wenn du selbst zu dem Schluss kommst, dass er dir nicht gut tut, dann dürfte das so sein. Und vermutlich wird das dann auch nie wieder besser werden. Wenn dem so ist, heißt das, dass du letztlich nur Zeit verlierst, wenn du weiter zu ihm hältst. Sie es mal so: Auch wenn deine beiden Freunde weit weg sind - in diesen Zeiten ist es egal ob ich mit meinem Nachbar oder einem alten Freund am Ende der Welt telefoniere... Die Krise wird irgendwann vorbei sein. Daher: Hab keine Angst. Wenn du sicher bist, dass das mit euch nicht mehr klappt, dann zieh die Konsequenzen. Es wird ein harter Einschnitt, aber danach kannst du daran arbeiten, dass es wieder weiter geht. Mit ihm? Wird das nicht klappen, so wie ich das lese...
     
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    12 April 2020
    #3
    Gehe mal ganz tief in Dich und und frage Dich, was Dein Leben mehr ruinieren könnte (Betonung auf Konjunktiv). Dass Du jetzt erst einmal mit dem Alleinsein zurecht kommen musst oder Dein Leben lang mit jemandem zusammen bleibst, der
    zu Dir sagt.

    Nein, ich bin kein Therapeut, ich weiß auch viel zu wenig von Dir. Aber ich habe selber eine Angststörung (eher Agora- als Sozialphobie, in Einheit mit einer leichten Depression) und kann vll ein wenig nachvollziehen, was da gerade in Dir für Ängste sind.
    Wenn Du alleine bist, kannst Du u.U. aus eigener Kraft zusammen mit Deinem Therapeuten wieder irgendwann kleine Fortschritte schaffen. Sie liegen alleine in Deiner Hand, Du selber kannst Dich aber auch über Fortschritte freuen und Dich vll daran hochziehen.
    Mit einem Menschen an Deiner Seite, der Dich immer, egal, wie es Dir geht, egal, ob Du Fortschritte machst oder nicht, wieder runter zieht, Dich in Deiner Entwicklung zurück wirft und Dir immer wieder Steine in den Weg legt, immer ein weiterer Faktor sein wird, gegen den Du kämpfen musst, kann es eigentlich nur schlechter sein.

    Du hast Angst vor dem Alleinsein. Das ist mehr als verständlich. Aber mit diesem "Partner" ist das nicht-Alleinsein doch auch nicht besser, oder?
     
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    12 April 2020
    #4
    Ja, das tut er wahrlich. Manchmal denke ich, dass ihn meine Fortschritte sogar ankotzen. Eben weil ich jetzt ja nicht mehr nur zuhause sitze und auf ihn warte, sondern wenigstens wieder spazieren gehen kann. Sogar Fahrten mit dem Auto und kleinere Einkäufe waren wieder möglich. Aber ihm ist das alles nicht gut genug. Es ist mitunter so, dass ich Panikattacken bekomme, wenn er abends zu mir kommt. Mich strengt das alles enorm an und ich weiß auch, dass ich natürlich eine Belastung bin für eine Partnerschaft und auch für ihn. Weil eben so viele Sachen - die banalsten - wie shoppen, Ausflüge, Urlaub... nicht möglich sind. Andererseits ist es doch auch kein Partner, der solche Aussagen trifft, wenn es einem sowieso schon so schlecht geht oder? :frown:
     
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    12 April 2020
    #5
    Klingt fast so als würde dein Freund absichtlich deine Erfolge und Fortschritte sabotieren, um dich an sich zu binden und dich klein zu halten.
    Aus seiner Sicht ist er der einzige, der es mit dir aushält, weil du ja so viele "Probleme" hast, aber so wie ich das sehe ist er das größte Problem.
    Du solltest dich von einer Trennung niemals abschrecken lassen, wenn die Angst vorm Allein sein der einzige Grund dafür ist.
    Auch allein sein kann man lernen und allein ist nicht gleich einsam.
    Wenn du weiter an dir arbeitest und deine Therapie weitere Fortschritte macht, wirst du sicher auch irgendwann wieder auf Menschen zu gehen können und garantiert auch einen Partner finden, der dich nicht runterzieht. Sondern dir den Rücken stärkt und dir deine psychischen Störungen niemals zum Vorwurf macht.
    Und bis es soweit ist, kannst du auch schrittweise allein wieder in die Welt hinaus gehen, die Angst besiegen. Es gibt viele schöne Dinge draußen zu entdecken, für die man nicht zwangsläufig andere Menschen um sich braucht um sich daran zu erfreuen. Geh deinen Weg in deinem Tempo und verabschiede dich von Menschen, die dir nur Steine in den Weg legen, das würde ich dir raten.
     
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    12 April 2020
    #6
    Klare Antwort: nein.

    Es wäre nachvollziehbar und verständlich, dass er die Beziehung mit Dir beendet. Weil es ihm zu viel wird, weil er nicht Dein Ersatz-Therapeut sein möchte, weil er sich eine unbeschwerte Beziehung wünscht, weil er Angst vor Co-Abhängigkeit hat usw usw. Es kann hunderte Gründe geben, warum er nicht mehr will und alle hätten, so traurig es für Dich wäre, ihre Berechtigung.
    Aber wenn er für sich entscheidet, mit Dir zusammen zu sein/bleiben, dann hat er sich auch wie ein Partner zu benehmen. Er muss auch dann nicht immer für Dich da sein, er sollte auch dann darauf achten, ein bisschen Distanz zu wahren, damit er Dein Freund und auch (Sexual-)Partner bleibt und nicht zum Therapeuten wird. Aber er sollte darauf achten, nichts zu machen/sagen/unternehmen, was Dir schadet, was Dir sinnlos weh tut oder was einen evtl. Therapieerfolg zunichte macht. Aber das tut er leider.


    Ich versuche jetzt mal, keinen ewig langen Vortrag über Rollen zu halten :zwinker:. Aber wenn man genau hinschaut, nimmt jeder Mensch in einer (längeren) Beziehung eine gewisse Rolle ein. Was für die meisten Beziehungen auch gar kein Problem darstellt und weiter kein Wort darüber nötig ist. Bei Euch wird es aber evtl. so sein, dass Du immer die Kranke, die Schwache bist und er der Starke, der Bestimmende. Er immer auch ein bisschen der Therapeut und Du die schutzsuchende Patientin. Mehr oder weniger hat das bei Euch funktioniert. Zumindest habt Ihr Beide Euch in die jeweilige Rolle begeben und seid darin geblieben.
    Und jetzt auf einmal ändert sich das. Dir geht es besser, Du wirst selbtständiger, aktiver. Stärker. Und auf einmal bist Du mehr und mehr in der Lage, selber die Verantwortung für Dich zu übernehmen. Du benötigst auf einmal nicht mehr ihn in seiner Rolle als der Starke, der Bestimmende oder der Beschützende. Und damit kommt er gar nicht klar.
    Aber anstatt dass er versucht, mit Dir gemeinsam als Partner sich neu auf die neue Situation einzustellen, macht er Dich nieder, um Dich wieder klein und schwach zu machen. Um die Rollen wieder so zu besetzen, wie sie vorher waren. Und damit wird er zum Bremsschuh für Deine Therapie und Deine Erfolge damit. Er sabotiert sie geradezu.
     
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    12 April 2020
    #7
    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Jedoch möchte ich noch etwas hinzufügen.
    Es geht nicht darum, dass du für ihn deine Angst in den Griff bekommst. Es geht darum, dass du für dich selbst deine Angst in den Griff bekommst, weil sie dich belastet und unglücklich macht. Dein Partner hätte, wie Mark11 schon erwähnt hat, die Wahl zu gehen, auch wenn das für dich schwer wäre. Du hast nicht, die Wahl einfach zu gehen, die Tür zu zumachen und die Angst hinter dir zu lassen.
    Es geht auch nicht darum, dass du für den nächsten Partner deine Angst in den Griff bekommst, sondern es geht in erster Linie um dich! Daher versuche nicht darüber nachzudenken, wie das für deinen Partner ist, denn das hilft dir nicht weiter. Du bist dabei es in den Griff zu bekommen und das ist immens schwer und kostet viel Kraft und Energie. Ein Partner, der dir nur Steine in den Weg legt und dich damit unglücklicher macht, ist kein richtiger Partner mehr.

    Es ist verständlich, dass du Angst hast vor dem Allein-sein, das geht nicht nur dir so. Vor allem wenn man es nicht anders gewohnt ist und vllt sogar teilweise in einer Abhängigkeitsbeziehung gelandet ist, ist das umso schwerer. Jedoch willst du diese Angst unteranderem bezwingen. Das geht jedoch nur, wenn du dich ihr stellst und dir klar machst, dass diese Stimme, die dir zuflüstert, dass du das nicht könntest, dass du elendig einsam werden würdest und nie wieder jemanden finden wirst nach dem jetzigen Partner, genau die Stimme deiner Angst ist. Ich sage immer, dass es zwei Stimmen gibt, die die dir Angst machen will und dich zweifeln lässt. Und die, die dir Mut zuredet und dich bestärkt. Probier mehr der zweiten Stimme zu zu hören und mach dir klar, dass dir die erste Stimme nur Ketten anlegt! Du wirst nicht sterben, wenn du dich trennst und du wirst sehr wahrscheinlich besser dran sein ohne deinen jetzigen Partner. Denn er bestärkt die Stimme der Angst, wodurch du nur noch mehr Ketten bekommst.
    Glaub an dich und glaub daran, dass es besser wird! Denn das wird es, denn du siehst jetzt schon, dass es besser ist als vor einem halben Jahr. Und darauf kannst du Stolz sein!
     
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    12 April 2020
    #8
    Also ich finde es erstens ziemlich scheiße von ihm, dass er dir die Welt erklären will und wie andere Männer so ticken. Nicht alle Männer sind solche Arschlöcher (sorry) wie er, die dich nieder machen, als Belastung ansehen und erniedrigen. Es gibt Männer die dich sicher als Bereicherung wahrnehmen und dir ein gutes Gefühl der Stärke schenken. Woher ich das weiß? Ich hab so ein Modell daheim, bei dem ich nicht weiß, wie zur Hölle er das macht, in meinem Scherbenhaufen etwas Gutes und Leuchtendes zu sehen.

    Ich kann verstehen, dass dich diese Panikattacken fertig machen und wie hart es ist, sich der Angststörung zu widersetzen. Ein Partner, der dich noch zusätzlich deiner Kraft raubt, ist da nicht sehr förderlich.

    Ich sage nicht gerne "mach schluss" aber wenn es die Situation erlaubt, würde ich mich erstmal schwer distanzieren, ihm die Fortschritte nicht mehr präsentieren und generell das Thema erstmal für mich selbst behandeln, wenn er keine stärkenden positiven Worte für dich übrig hat. Solltest du dann zu dem Schluss kommen, dass es dir "ohne ihn" besser geht, ist die Sache ja recht eindeutig.

    Deine frisch gewonnene Unabhängigkeit würde ich aber nicht aufgeben wegen seiner miesen Worte. Vielleicht gewinnst du auch neue Kraft in der Welt "da draußen", wenn er nicht in deinem Nacken hockt und dir blöde Sachen einredet.
     
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    12 April 2020
    #9
    Ja, das scheint wohl so zu sein. Je schwächer ich bin und umso mehr er mir einredet, dass nur ER das mitmacht, desto mehr glaube ich es am Ende auch. Ich habe durch meine Krankheit eine tolle Freundin kennengelernt - die das Gleiche hat - jedoch ist sie verheiratet und ihr Mann steht sooo sehr hinter ihr - das würde ich mir einfach auch wünschen. Klar, gibt es auch dort oft Differenzen, aber man sollte doch auch in schwierigen Zeiten zum Partner stehen und ihm helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Ich bin jedenfalls so , ich gebe immer mein letztes Hemd für andere.

    Dieses Mal merke ich das wirklich sehr. Wo ich mich schon wieder so hochgekämpft hatte und es mir merklich besser ging - besonders mit den Depressionen und auch den Ängsten vor dem rausgehen - da kommt er mit solch verletzenden Aussagen und schwupps - alles ist gefühlt dahin. Sitze wieder heulend hier und denke, dass ich wohl nie genug sein werde und so viele Fehler habe usw. Auch die Panikattacken waren sofort wieder vermehrt da, wo ich die letzten Tage mal einigermaßen Ruhe davor hatte. Und jetzt wurde mir auch erst bewusst, was er da eigentlich mit mir macht bzw. wie sich das auf mich und meine Erkrankung auswirkt.

    So habe ich darüber noch gar nicht nachgedacht. Ich muss natürlich erst mal wieder auf die Beine kommen, um überhaupt eine Partnerschaft führen zu können. Jedoch zerbricht die jetzige ja auch teilweise an dieser Krankheit und deswegen schleicht sich bei mir die Angst ein, dass es für immer so bleiben könnte. Aber da ich, was das angeht, ja sowieso vorbelastet bin, sind die Ängste bei mir ziemlich stark ausgeprägt. :frown:

    Leider bin ich das vollumfänglich :frown: Sowas ist mir zuvor auch noch nie passiert und ich hätte nie gedacht, dass ich mal in solch einer Abhängigkeit leben werden. Da auszubrechen ist wirklich sehr schwer und deswegen schiebe ich diese Trennungsgedanken auch schon sehr lange vor mir her...

    Also auf eine "Pause" wird es nicht hinauslaufen. Wenn, dann ganz oder gar nicht. Und ich denke, dass er sich nie ändern wird. Und immer wieder meinen Kopf zurück ins Loch steckt, statt langsam nach meiner Hand zu greifen. Ich habe es sehr oft versucht und auch drauf vertraut, wenn er sagte "ich bekomme meine Ausbrüche in den Griff und arbeite dran" - leider ist das nie geschehen. Es wurde eher immer mehr eins draufgesetzt, bei jedem Streitgespräch wird es verletzender... :/
     
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    12 April 2020
    #10
    Die zentrale Frage sollte doch sein:
    Würdest es dir besser gehen, wenn er nicht da wäre?
    Ich denke schon, denn
    das würde ohne ihn nicht passieren. Ohne ihn müsstest du nicht gegen ihn ankämpfen. Ist das Sinn einer Partnerschaft? Dass du nicht nur gegen deine Krankheit sondern auch gegen den Partner kämpfen muss?

    Je länger du es vor dir herschiebt, desto länger hat er Zeit dir dein Leben noch schwerer zu machen.
    Und wenn du Angst hast, dass du nie wieder jemand trifft, dann denkt an deine Freundin. Die hat auch die Krankheit und hat jemand gefunden, der sie voll unterstützt :smile:
     
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    12 April 2020
    #11
    Also eigentlich zerbricht sie, weil dein Partner ein Idiot ist.
    In einer gesunden Beziehung (und dabei meine ich mit gesund das Zwischenmenschliche) unterstützt man sich in guten wie in schlechten Zeiten auch ohne Trauschein.
    Du siehst es ja an der Beziehung deiner Freundin.
    Und wieso solltest du nicht auch einen Partner verdient haben, der dich auf Händen trägt.
    Mein Gott, wir haben alle unser Fehler und Macken, davon kann sich keiner frei sprechen.
    .
    Übrigens: ich finde, es klingt, so, als wäre dein Partner von dir abhängig.
    Ich glaube, er sagt solche Sachen wie: "du findest nie wieder einen, der...." damit du, wenn du erkennst, was für ein Schwachmat er ist, nicht schluss machst.
    Tatsächlich wird wahrscheinlich er derjenige sein, der nie wieder eine findet, die seinen Scheiß mitmacht.
    Und sobald es dir besser geht, sieht er seine Chancen schwinden
    .
    Du kannst alles schaffen. Und ich bin sicher, du schaffst es besser ohne ihn!
     
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    3 Mai 2020
    #12
    Im Prinzip musst du dich zu aller erst um dich kümmern und für dich einen Weg aus der Situation finden.
    Das wird sicherlich nicht einfach und es wird Rückschläge geben, aber das weißt du als Betroffene sicherlich besser als ich.
    Zu wünschen wäre dir hier ein Partner an deiner Seite, der dich in deinen dunklen Stunden stützt.
    Nach dem zu urteilen, was du gesagt hast, hast du leider keinen solchen Partner. Es ist wohl eher das Gegenteil der Fall, in deinen guten Momenten und nach Schritten in die richtige Richtung, stößt er dich zurück.
    Die Frage, die du dir stellen musst ist, ob du dir durch ihn auf deinem eh schon schweren Weg noch zusätzlich Steine in den Weg legen lassen möchtest oder ob es für dich und deine zu nicht besser wäre diesen Ballast los zu werden und den Weg ohne ihn zu gehen.
    Deine Angst, dann keinen mehr zu finde verstehe ich, will dir hier aber ohne dich zu kennen, Hoffnung machen.
    Warum solltest du niemanden kennenlernen?
    Es gibt auch nette Männer auf dieser Welt, wahrscheinlich mehr als man manchmal denken möchte.
    Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass man die besten Menschen dann kennenlernt, wenn man am wenigsten damit rechnet. So hab ich meine Frage kennenlernt...
    Entscheide du für dich welcher Weg der für dich und ausschließlich für dich in deiner Situation der bessere ist. Der alleine oder der mit zusätzlichem Ballas
     
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  • User 67523
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    3 Mai 2020
    #13
    Das ist nun mal so, beides haben kann man in diesem Fall nicht.
    Es ist wie ein Sprung von einem hohen Sprungbrett, man muss sich oft überwinden.
    Beeilen musst Du Dich ja nicht wirklich, überlege es Dir gut, diskutiere allenfalls nochmalsknochmals, was geänderte werden konnte, komme zu einem Entschluss und behafte Dich drauf. Wenn Du bleibst, und nach 10 Tagen dann wieder an Trennung denkst, war's wohl zu wenig überlegt.
     

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