• 123hefeweiz
    0
    3 November 2004
    #41
    Das positive am jetzigen Stand: Jemand schuldet mir eine Kiste Bier :bier:

    Und wenn wir gerade beim Thema sind: als GWB an jenem denkwürdigen Morgen im Juni 1986 mit einem mördrischen Kater erwachte und beschloss sein Leben zu ändern hätte er sich wohl besser eine Flasche Jack geholt und weitergesoffen. Der Welt wäre einiges erspart geblieben...

    Gruß
    hefe
     
  • cat85
    Gast
    0
    3 November 2004
    #42
    :grin: in meinem Städchen verschwinden langsam die Kerry-Schilder aus den Vorgärten...
     
  • Steven1234
    Gast
    0
    3 November 2004
    #43
    Also ich finde das Ergebnis gut.

    1. Weil es ein eindeutiges Ergebnis ist, daß nur noch für ein paar hirnverbrannte Verschwörungstheoretiker Raum für Spekulationen läßt.

    2. Weil die Wahlbeteiligung auf ein bisher unerreichtes Rekordhoch geschnellt ist, was endlich die These widerlegt die Ámis wären politisch uninteressierte Dummbatzen.

    3. Weil diese Arroganz und der irrationale Hass und die billigen Vorurteile, die sich in letzter Zeit gegen Amerika richten (insbesondere von leuten die sich für die höchste Moralinstanz schlechthin halten obwohl ihr Land Saddam Hussein mit ordentlich Giftgas zur Abschlachtung der kurdischen Minderheit versorgt hat) zwar nicht abebben wird, aber immerhin einen empfindlichen Dämpfer erhalten hat. Weil es nämlich so ist: Demokratie bedeutet nicht daß die Menschen immer so entscheiden wie man es selbst gerade für richtig hält (Und schon gar nicht wie es gerade ein anderes Land daß sich auch nur um seine Interessen schert, für richtig erachtet). Und jeder der die Bezeichnung Demokrat verdient ist bereit das zu akzeptieren. Ansonsten ist man halt alles nur kein Demokrat.

    Ich sehe jedenfalls positiv in die zweite Legislative.
    Die 4 Jahre der umstrittenen Legitimation sind seit gestern endgültig Geschichte.
    Einige Altkader (Rumsfeld etc.) werden gehen, neue Minister werden kommen. Die Abtreibung wird nicht verboten. Die Verfassung wird nicht ausgehebelt, die Trennung von Kirche und staat wird nicht aufgehoben. Die Homoehe wird Basisdemokratisch von Staat zu Staat geregelt werden (Basisdemokratie kennt man hier nicht aber in Amerika sehr wohl)
    G.W Bush wird natürlich nach wie vor als ein Volltrottel angesehen (Der Beweiß wurde mir bis heute noch nicht präsentiert).
    Die Kontinente Europa und Amerika werden wieder näher zusammenrücken. Und wenn dann der Iran beschließt sein atomwaffenprogramm ungehindert fortzusetzen wie er es gerade tut, dann kann ja das gute alte Europa endlich mal konstruktive Vorschläge machen wie man mit den immanenten Bedrohungen der zukunft fertig wird (Auch hier wurde eine Antwort noch nicht erbracht).

    Alles in allem Amerika wird weiterhin das wahnsinnigste widersprüchlichste hassenswerteste liebenswerteste vielfältigste, einfälltigste, innovativste, kreativste, reichste, ärmste und freieste Land der Welt bleiben.
    In Amerika fokussieren sich alle Widersprüchlichkeiten westlicher Zivilisation und Werte wie unter einem Brennglas. Daß was wir an uns selber nicht wahrhaben möchten wälzen wir gerne auf Amerika ab und suhlen uns dann selbstzufrieden in unserer eigenen Überheblichkeit.

    "Die Amerikaner sind freundliche Menschen. Manche sagen oberflächlich. Aber auch wenn das eine unzulässige Verallgemeinerung ist, mir ist oberflächliche Freundlichkeit 100 mal lieber als tiefgründige Unfreundlichkeit."

    Ich hätte mich übrigens auch sehr über einen Sieger Kerry gefreut. Denn wenn meine Freunde eine Entscheidung per Mehrheitsbeschluß treffen dann freue ich mich selbstverständlich mit Ihnen.
     
  • Bakunin
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    nicht angegeben
    3 November 2004
    #44
    @Steven: Ja, im großen und ganzen muss ich dir schon Recht geben.
    Klingt nach einem "aber"? Ok, hier ist es:
    ABER - kann man von einer demokratischen Entscheidung sprechen, wenn die derzeitige und nun auch künftige Regierung die Finger so tief im einflussreichsten Nachrichtenkanal des Landes hat?

    Wir leben im Jahr 2004 - es ist längst nicht mehr so einfach, dass man sagen könnte "das Volk hat gesprochen"... Meinung lässt sich auch von außen bilden.
     
  • Daucus-Zentrus
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    3 November 2004
    #45
    Zu glauben, "Demokratie" wäre, wenn sich für etwas eine Mehrheit findet, und man müsse dies dann gut heißen, ist falsch! Demokratie bedeutet, dass eine große Mehrheit die richtige Entscheidung trifft...!

    Ich finde es aber auch merkwürdig, wenn sich die Menschen hier als Moralist aufführen: Die Hälfte der Menschen hier macht ja nicht einmal von ihrem Wahlrecht durchgängig gebrauch, geschweigedenn, dass sie sich politisch bei der Meinungsfindung einbringen...
     
  • 3 November 2004
    #46
    Da hast du Recht, Grauen ist nicht messbar. Und für persönliche Schicksale ist es egal, ob es ein oder hundert Opfer gibt. Aber von einem außenstehendem Standpunkt sieht es halt etwas anders aus. Mit meiner Aussage habe ich aber mit Sicherheit nicht das Leid des Einzelnen verharmlosen wollen! Und ich denke, du versteht, wie ich das meine.
     
  • Steven1234
    Gast
    0
    3 November 2004
    #47

    Foxnews (und die News Corporation von murdoch) ist gegenwärtig das ewige Mantra der Kritiker Amerikas.
    Sonntag bei Christiansen Wim Wenders "Foxnews Foxnew Foxnews, ganz ganz schlimm" (Wieso schält er nicht um wenns ihm nicht in seine künstlerisch wertvollen Politansichten passt?

    Was lieber König wenn dieser Böse Kanal der auch übrigens die Simpsons ausstrahlt (nicht gerade durch Bushfreundlichkeit aufgefallen um es mal sanft auszudrücken) so übermächtig ist und jede abweichende Meinung unterdrückt.
    Erklärt das dann daß unterm Strich 48% der Wähler für Kerry gestimmt haben? Ist es dann so daß diese 48% die natürliche Intelligenz der Amerikaner verkörpern während die restlichen 52% der manipulierbare Müll sind mit dem man machen kann was man will? Kann man das so erklären?
    Wie kann es sein daß Michael Moore die erfolgreichste Mockumentary aller Zeiten in diesem Jahr am Start hatte, und mit seinen letzten zwei Büchern monatelang in den Bestsellerlisten vorhanden war? wie ist das möglich in einem Land daß nur noch einseitige berichterstattung kennt und quasi am Tropf von "Foxnews" hängt.
    Wie komme ich dazu meine Hauptzeit damit zu verbringen amerikanische Nachrichtensender und Zeitungen nach Informationen die mich interessieren abzuklappern /(spiegel online alleine reicht mir schon lange nicht mehr). bin ich auch schon vom Foxnews Fieber befallen? Bin ich bereits under the influence? Nicht mehr in der Lage mir eine eigen Meinung zu bilden?
    Und nocheinmal eine simple Frage zur Einseitigkeit der medien. Hast du die Übertragung der Wahl in ARD und ZDF gesehen? Ich habe es gesehen und heute bei der Arbeit einen bitteren Preis dafür gezahlt. :grin:
    Soviel einseitige Prokerry Berichterstattung war nie. Ein zwei alibi bushanhänger das wars. Ansonsten nur Zynismus, plumpe Rhetorik, schlappe Ironie etc.
    Also es gibt also wohl auch einseitige berichterstattung in den öffentlich rechtlichen Medienanstalten.
    Abschließende Frage:
    Was ist schlimmer ein parteiischer Sender der ein unabhängiger Privatsender ist und damit jedes recht hat genau das zu senden was ihm opportun erscheint?
    Oder ein einseitiger öffentlich rechtlicher Sender, der meine und deine Beiträge dazu verwendet einseitig und unausgewogen zu berichten wo doch eigentlich laut satzung unparteilichkeit und Objektivität gefordert wäre.

    Wer Foxnews nicht ertragen kann der schält um zu CNN oder NBC. Wer bei Foxnews das findet was er sucht soll das schauen er wird deshalb noch lange nicht von Foxnews dazu gezwungen.
    Genausowenig wie die Leute dazu gezwungen werden Michael Moores Filme anzuschauen, obwohl dort auch ziemlich viel verquastes zeug und mit haltlosen suggestivfragen gespickte Propaganda verkauft wird.
    Das ist es was eine freie Gesellschaft ausmacht.


    Und Daucus niemand hat behauptet man müsste das für gut heißen was eine Mehrheit befindet. Wenn die Mehrheit meiner Landsleute für die Todesstrafe ist, dann bin ich das noch lange nicht.
    Die Frage allerdings zu beantworten, was die "richtige" Entscheidung ist wird immer im Auge des Betrachters liegen. In einem demokratischen System hat keine politische Interessengruppe die Weisheit für sich gepachtet (auch wenn eine jede natürlich so tut, das nennt man politik).
    Also ich bleibe dabei: Demokratie bedeutet die Mehrheit entscheidet.
    Und wenn sich das amerikanische Volk zwischen zwei altehrwürdigen Parteien entscheidet, wie alle 4 Jahre, dann respektiere ich das an aller erster Stelle.
    Über die politische Sachfragen zu streiten ist dann eine ganz andere Sache und natürlich völlig legitim.
    Was mich ankotzt ist dieses unterschwellige bis völlig offene Absprechen jeder Legitimation der demokratischen Entscheidung eines unserer wichtigsten Freunde und Verbündeten. Vielleicht würde es mich nicht so sehr ankotzen wenn ich hier im Board einen empörten Thread über die skandalösen Wahlen in Weißrußland gefunden hätte die vor ein paar Wochen dort, von Menschenrechtlern scharf verurteilt, stattgefunden haben. Aber wo Weißrußland liegt weiß ja nicht mal ich, von daher wird es dann schon egal sein. :grin:
     
  • Pratze
    Pratze (36)
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    4 November 2004
    #48
    Hi,

    Wahlen haben stattgefunden, Ergebnis bekannt, Micheal Moore wird nicht arbeitslos

    Ciao Pratze
     
  • Pratze
    Pratze (36)
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    4 November 2004
    #49
    Ein eindeutiges Ergebnis gabs ja auch schon mal vor 4 Jahren, oder nicht... ?!
    mit mehr Stimmen für Gore, aber halt mehr Wahlmänner für Bush....komische Demokratie....zählen jetzt Stimmen (von Individuen) oder Wahlmänner mehr

    Deutschland, gelegen im "alten Europa", kam bei der letzten Bundestagswahl auf 79,1 %, 1998 sogar auf 82,2 % Wahlbeteiligung. Alt = politisch mehr interessiert ? -> vielleicht noch aussagekräftiger ?!
    http://www.bundeswahlleiter.de/bund.../ergebnis2002/bund_land/wahlkreis/kr99999.htm

    Ciao Pratze

    P.S.: Mich hätte mal interessiert, wieviel von den nicht Wahlberechtigten die Republikaner gewählt hätten, bzw die Demokraten. Und wieviel von den Wahlberechtigten, die nicht wählen gegangen sind, Republikaner bzw Demokraten gewählt hätten.
    Das System dieser Demokratie ist ohnehin sehr zweifelhaft.
    Naja, eine Demokratie kann sich zum Glück weiterentwickeln.
     
  • Pratze
    Pratze (36)
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    nicht angegeben
    4 November 2004
    #50
    aus

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,326359,00.html


    Ich will gar nicht sagen, dass der Spiegel in diesem Beitrag keine Position bezieht. Es spiegelt halt auch nur meine Meinung wieder, wenigstens meistens. Habe ich deswegen eine vorgefertigte Meinung, weil ein "Magazin" meine Meinung schon vorher veräußert. Nicht, wenn ich mir alle Fakten, Berichte und Aussagen studiert habe, und dann zum Schluss komme, dass das, was die da schreiben, eigentlich so meiner Meinung entspricht. Nur mal das vorwegzunehmen.

    Ciao Pratze
     
  • Pratze
    Pratze (36)
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    nicht angegeben
    4 November 2004
    #51
    aus
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,326341,00.html

    Also Glaube höher als Fakt, RICHTIG ?! bedeutet, wenn ich meinen Glauben so auslege, dass ich davon profitieren könnte, ist das dann Fakt!
    Und Fakten lassen sich für gewöhnlich nicht anders auslegen, als sie es sind...FAKT

    aus
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,326341,00.html

    WIESO DARF DIESER MENSCH DAS BEHAUPTEN ???

    Und wenns so wäre, wieso wird dann eine "demokratische" Wahl im tiefsten Schlamm ausgetragen, wieso wird versucht, die Leute zu manipulieren, was das Zeug hält ?
    Oder sind die Wahlen einfach nur ebenbürtig gegenüber den "Weißrusslandwahlen" ?

    Ciao Pratze
     
  • unbekannte
    unbekannte (36)
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    Verlobt
    4 November 2004
    #52
    ich hab gehört das die meisten bush gewählt haben weil er behauptet hat "gott spricht durch mich" und viele prediger gesagt haben das gott es will das bush gewählt wird
     
  • 123hefeweiz
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    4 November 2004
    #53
    Quelle??? AFAIK wurde der Irak in den 80ern in erster Linie von den USA unterstützt, um als laizistischer Staat ein Gegengewicht zum Ajatollah-Regime des Iran bilden zu können. Diese Unterstützung schloß unter anderem den Transfer von binären Kampfstoffen sowie entsprechendem Trägermaterial ein.

    Vielleicht darf ich darauf hinweisen, dass Europa und speziell Deutschland in der arabischen Welt gerne gesehene Geschäftspartner sind. Vielleicht liegt das daran, dass speziell D sich die letzten 59 Jahre bezüglich einer Hegemonialpolitik zurückgehalten hat. Welches Interesse sollte ein arabischer Staat haben, Mitteleuropa zu bedrohen oder anzugreifen?

    Was für eine Antwort? Wieso darf Israel Fissionswaffen (es heißt nur umgangssprachlich "Atombomben") haben und Iran, Irak, Libyen nicht? Wieso dürfen Indien und Pakistan? Wieso drückt man bei Nordkorea ein Auge zu? Ach, ich vergaß, die haben ja offensichtlich schon einige einsatzfähige Sprengsätze, das ist um einiges riskanter...

    Bitte um Aufklärung...

    hefe
     
  • 123hefeweiz
    0
    6 November 2004
    #54
    Natürlich ist Israel offiziell nicht im Besitz von Massenvernichtungswaffen. Was nichts daran ändert, dass sie trotzdem welche haben. Laut www.janes.co.uk etwa dreihundert Sprengköpfe, die meisten im oberen Kilotonnenbereich. Allein schon die Umstände, unter welchen in den 60er Jahren die Produktion von waffentauglichem Uran aufgenommen wurde wäre bei jedem anderen Land ein Kriegsgrund gewesen (Diebstahl eines kompletten Frachtschiffs mit "Yellow Cake"/Uranoxid).

    Gruß
    hefe
     

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