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  • spätzünder
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    18 November 2008
    #1

    Ist das Scheinselbstständigkeit?

    Hallo. Ich habe mich gerade beworben bei einem selbsternannten Marktforschungsunternehmen. Ich war eben dort und bekam einen Einblick in die dortige Arbeit. Die Leute sitzen da in Einzelkabinen und telefonieren mit verschiedenen Leuten und stellen ihnen Fragen. Nun meinte aber der Leiter dieses Unternehmen zu mir, es handle sich bei dieser Tätigkeit um eine auf selbstständiger Basis. Ich könne mir die Zeit flexibel einteilen, bei 8,50€ die Stunde.
    Er sagte mir aber auch gleichzeitig, dass dieser Job eher für nebenbei gedacht ist. Über die Runden komme ich mit diesem Job sicher nicht.

    Nun meine Frage: Handelt es sich hierbei um Scheinselbstständigkeit? Wenn ja, was bedeutet das für mich bzw. den Arbeitgeber, wenn ich dort arbeite?
     
  • lavinia-18
    lavinia-18 (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    18 November 2008
    #2
    es kommt auf den Inhalt des Vertrages an ob es Scheinselbstständigkeit ist.
    Ob dir verboten wird für andere Unternehmen tätig zu sein, ob du ein "unternehmerisches Risiko" zu tragen hast, ob du deinem "chef" gegenüber Tätigkeitsberichte vorlegen musst, ob du bestimmte Vorgaben zu erfüllen hast usw. Also von daher kann man es pauschal nicht sagen.
     
  • krava
    krava (37)
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    18 November 2008
    #3
    Wer zahlt deine Sozialversicherungsbeiträge?
    Das wäre die erste wichtige zu klärende Frage.
    Wenn du dich selbst versichern musst, dann kommt da ein ziemlicher Batzen jeden Monat auf dich zu.

    Ansonsten wäre es v.a. dann Scheinselbständigkeit, wenn du nur für diesen einen Kunden/Auftraggeber oder wie auch immer man das nennt arbeiten würdest.

    Mein Rat so pauschal wäre: Lass die Finger davon!
    Der ARbeitgeber will sich nur davor drücken, deine Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen.
    Wenns geht, dann lass dich auf 400 Euro Basis einstellen. Da hast du unterm Strich mehr und musst dich um nichts kümmern und läufst keine Gefahr der Scheinselbständigkeit. Und noch was anderes musst du dir so oder so suchen.

    Ach so, schau mal hier: Scheinselbstständigkeit

    P.S. Was für eine ARt Callcenter ist das überhaupt? Kundenumfragen? Kundenaquise oder was sonst?
    Da gibts leider ganz viele schwarze Schafe.
     
  • spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    18 November 2008
    #4
    Also man bekommt dort in dem Unternehmen Anweisungen, wie man das Telefongespräch zu führen hat und man wird kontrolliert.

    Die haben mir klipp und klar gesagt, dass es sich nicht um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung handelt.

    Ja, es ist nur dieses Unternehmen.

    Danke. Der Gedanke kam mir auch gerade.
     
  • User 56700
    User 56700 (37)
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    18 November 2008
    #5
    Mach dich bloß nicht selbständig für dieses dubiose (selbsternannte) Unternehmen. Zudem bin ich mir gerade nicht ganz sicher ob Telefon(kalt)aquise bei Privat(kunden) nicht verboten ist? Erkundige dich da besser mal im Voraus.
     
  • krava
    krava (37)
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    18 November 2008
    #6
    Klingt alles äußerst unseriös!!!
    Davon besser die Finger lassen!
     
  • glashaus
    Gast
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    18 November 2008
    #7
    Was für'n MaFo-Unternehmen soll das denn sein? Ich kenn die Branche recht gut und seriöse Unternehmen stellen keine Leute auf "selbständiger" Basis an.
     
  • metamorphosen
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    18 November 2008
    #8
    Das lässt sich so leicht nicht sagen, da das von einer Reihe von Faktoren abhängt. Könnte aber durchaus Scheinselbstständigkeit sein. Du bist ja eigentlich nicht unternehmerisch tätig sondern arbeitest weisungsgebunden innerhalb dieses Unternehmens.

    Selbst wenn es sich um selbstständige Arbeit handeln sollte, hat das trotzdem viele Konsequenzen für Dich, z.B. krankenversicherungsmäßig, Kündigungsschutz, Rente etc. pp.

    Interessant könnte eine selbstständige Tätigkeit vor allem dann sein, wenn eine Krankenversicherung anderweitig besteht (z.B. Familienversicherung).
     
  • davinci
    davinci (31)
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    nicht angegeben
    18 November 2008
    #9
    Und das als Selbstädiger bzw. auf Sozialabgaben verzichtend? Damit arbeitest du am Schluß u.U. für 4-5€/h?
     
  • spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    18 November 2008
    #10
    Also ich habe dort ein wenig mal die Anweisungen durchgelesen. Da steht unter anderem, dass man sich von dem Angerufenen nicht abweisen lassen soll, wie man ihn tot quatscht und ihm irgendwelche Sachen andrehen sollte, "wählen und lächeln" etc..

    Und ich wurde gleich in eine dieser Kammern gesteckt, wo ich ein Formular ausfüllen sollte mit meiner Adresse, Telefonnummer etc..

    Kein Gespräch über Stundenlohn, arbeitsrechtliche Formalien etc.. Man wollte wohl, dass ich sofort da anfange. Ich ärgere mich jetzt, dass ich denen meine Adresse und Telefonnummer hinterlassen habe. Ich sagte denen auch, dass ich heute abend zu denen kommen werde, um an einem Einführungsseminar teilzunehmen. Naja, zumindest werde ich mir einen Stempel holen, dass ich mich dort beworben habe.

    Nur tagsüber 8,50€. Abends dann 7€/h.
     
  • metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    18 November 2008
    #11
    Das klingt weder nach einem Meinungsforschungsinstitut noch nach einem seriösen Arbeitgeber. :ratlos:
     
  • spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    18 November 2008
    #12
    Den Namen des Unternehmens sollte ich jetzt hier nicht nennen, oder?
     
  • krava
    krava (37)
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    18 November 2008
    #13
    Unseriöser gehts ja fast nicht!!

    Du kannst dich ja mal an die Verbraucherzentrale wenden und nach Beschwerden über diese Firma fragen. Liegen bestimmt welche vor!
     
  • spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    18 November 2008
    #14
    Ich werde mal bei der Gewerkschaft verdi nachfragen.
     

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