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  • mywishes
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    in einer Beziehung
    2 Januar 2014
    #1

    Jeden Monat, wenn ich meine Tage kriege, fang ich Streit mit meinem Freund an

    Hey Community, folgendes Problem:

    Jeden Monat, circa eine Woche bevor meine Periode beginnt, streite ich (20) mit meinem Freund (20). Ich bin schon seit 8 Monaten mit ihm zusammen und ich konnte jetzt viele Monate das gleiche Verhalten von mir beobachten, welches immer zur gleichen Zeit so passiert. Ich möchte das in den Griff kriegen und hoffe ihr könnt mir irgendwie helfen. Ich nehme übrigens die Pille.

    Bezogen auf meinen Freund äußert sich das immer so, dass ich ihn schlecht behandel, zickig reagiere, nicht mehr so wertschätze, nicht so auf ihn eingehe, blöde Kommentare gebe....das typische, klischeehafte „Diva Zickenverhalten“ eben. Wir reden nicht soviel miteinander und verbringen weniger Zeit. Außerdem bin ich lustlos.

    Er gibt mir dazu nie einen besonderen Auslöser, also er trägt in dem Sinne keine Schuld, dass er etwas anstellt oder mich anlügt etc..... sondern ich werde von mir aus, monatlich, so extrem unausstehlich und zickig.

    Wir streiten NUR dann, wenn ich gerade kurz vor meiner Periode stehe – jeden Monat. Sonst streiten wir nie. Wenn dann meine Periode anfängt, bin ich wieder „normal“ und kann nicht nachvollziehen, warum ich so eine blöde Kuh war und ihn so zickig fertig mache.

    Ich habe mich schon oft versucht dagegen zu wehren, aber meine Gefühlslage ist in diesen Tagen für mich schwer kontrollierbar und ich spinne einfach total. Ich will mich davon nicht mehr so leiten lassen und alles an ihm abladen und die Beziehung so unter Druck setzen jedes Mal.

    Habt ihr Tipps, wie ich das handhaben kann? Wie ich meine Gefühle besser kontrollieren kann? Kann man das Problem irgendwie lösen?

     
  • User 110436
    Sehr bekannt hier
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    2 Januar 2014
    #2
    Entschuldige dich im voraus und rückwirkend, erkenne dein Verhalten (check) und mach es dir immer wieder bewusst.

    Wenn du merkst, dass du gerade wieder mies drauf bist, sag deinem Freund: "Du Schatz, mit mir ist grad nicht sehr viel anzufangen. Geh mir lieber aus dem Weg, weil meine Hormone schon wieder spinnen."

    Dann wird er es verstehen und gut.

    Und vor allem eines: Du bist kein Opfer deines Verhaltens. Wenn du weißt, wie du dich verhältst, kannst du es auch ändern. So machtlos bist du nun auch wieder nicht.
     
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  • User 134770
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    2 Januar 2014
    #3
    Das ist bei Frauen ja nichts Unbekanntes... :zwinker:

    Du kannst aber mal zum Frauenarzt gehen und dir einen Hormonspiegel erstellen lassen. Dann kann man da vielleicht was mit ner Pille machen.
    Grad gelesen: Nachtkerzenöl hilft manchen :grin:
     
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  • 2 Januar 2014
    #4
    mir passiert sowas auch oft. Meine Ex hat das immer aufgeregt wenn ich zu der Zeit dann nur noch am motzen war. Wenns ihm zu viel wurde hat er mich einfach geküsst und gesagt "Schatz halt die Klappe". Klar war ich dann wieder kurz vorm platzen aber das küssen hat geholfen^^
    Mittlerweile mach ich Sport oder geh kalt duschen wenn ich merke dass sowas angerollt kommt. Und es hilft auch :smile:
    ich denke diese Schwankungen kommen einfach aber du bist dir dessen ja bewusst und kannst es so eigentlich auch ändern. Such dir einfach was zum abreagieren (und nicht Ihn^^)
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 2 Januar 2014 ---
    uuups meinte meinen ex
     
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  • mywishes
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    in einer Beziehung
    2 Januar 2014
    #5
    " Entschuldige dich im voraus und rückwirkend, erkenne dein Verhalten (check) und mach es dir immer wieder bewusst.
    Wenn du merkst, dass du gerade wieder mies drauf bist, sag deinem Freund: "Du Schatz, mit mir ist grad nicht sehr viel anzufangen. Geh mir lieber aus dem Weg, weil meine Hormone schon wieder spinnen." Dann wird er es verstehen und gut."

    Danke

    "Und vor allem eines: Du bist kein Opfer deines Verhaltens. Wenn du weißt, wie du dich verhältst, kannst du es auch ändern. So machtlos bist du nun auch wieder nicht."

    Ja das stimmt. In der Phase macht mir dann immer zu schaffen, dass ich mich frage, ob er wirklich der richtige für mich ist, ob ich ihn wirklich liebe. Es kommen dann immer Zweifel auf. Ich bin da hin- und her gerissen. Das erschwert mein klares Denken zusätzlich. Wenn meine Periode vorbei ist, bin ich mir der Beziehung sehr sicher und halsüberkopf verknallt und will ihn nie loslassen. Ich habe keine Ahnung, warum sich das immer so abwechselt?!
     
  • User 96466
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    nicht angegeben
    2 Januar 2014
    #6
    Ich tippe auf Hormone. Im Zweifelsfall (wenn die körperlichen Sachen abgeklärt sind, Hormonspiegel etc.) könntest du entspannungstechniken o.ä. lernen, um über diese Phasen unfallfrei rüber zu kommen.
     
  • Piccolino
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    in einer Beziehung
    2 Januar 2014
    #7
    Kenne das von meiner Freundin. Das hört erst mit den Wechseljahren auf ....
     
  • munich-lion
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    2 Januar 2014
    #8
    Hallo,

    du leidest -wie ca. 50 % der Frauen im gebärfähigen Alter- wohl unter dem Prämenstruellen Syndrom.
    Und dazu zählen eben nicht nur die altbekannten körperliche Beschwerden, sondern eben auch psychische, die durchaus sehr massiv auftreten können. (dazu zählen u. a. Gereiztheit, depressive Verstimmungen, Müdigkeit/Lustlosigkeit, extrem sensible Phase)

    Wichtig ist erst einmal, dass du dich selber intensiv mit dem Thema befasst, (ggf. führst du auch ein "Zyklus"-Tagebuch", in dem du dir da was durchaus für deine Frauenärztin hilfreich sein könnte und "klärst" deinen Partner auf, denn viele, insbesondere jüngere Männer kennen PMS nicht einmal vom Hörensagen) die Vorgänge in deinem Körper kennst/akzeptierst, gewisse Dinge einhältst (z. B. können richtige Ernährung, Ruhephasen, Bewegung, frische Luft, Entspannungsübungen sich durchaus positiv auf dein Befinden rund um diese besagten Tage auswirken) und dich selber nicht allzu fertig machst bzw. als "unnormal" darstellst, denn PMS ist keine "Zickenkrankheit", sondern ein sehr komplexes und durchaus ernstes Thema, aus dem man als Frau nicht mal so eben rausschlüpfen bzw. das Verhalten gezielt steuern kann.

    Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass die Männer nie unter diesen Beschwerden leiden können und auch gerade mal vom Hörensagen kennen. (erlebt man selbst etwas, dann kann man es eben auch meist leichter nachvollziehen)
    Würden sie so etwas mal am eigenen Leib erfahren, dann käme wahrscheinlich kein einziger dummer Kommentar mehr (wobei viele Kerle wirklich Verständnis zeigen, sehr geduldig und vor allem überhaupt nicht nachtragend sind) bzw. sie würden sich gleich für ein paar Tage im Bett verschanzen und ganz kräftig leiden. :zwinker:

    Wie sah es denn bei dir vor der Pilleneinnahme aus und wie lange verhütest du mit dieser?
    Hormonelle Verhütungsmittel können eben auch Nebenwirkungen aufweisen und mögliche Symptome eventuell sogar verstärken. (obwohl diese gerne von Ärzten bei extrem PMS verschrieben wird und sie bei einigen Frauen Linderung verschafft)
    Ratsam wäre es in der Tat, wenn du das Ganze beim nächsten Besuch deiner FA schilderst.
    Vielleicht bewirkt ein Pillenwechsel etwas oder sie verschreibt dir zusätzlich pflanzliche Präparate wie z. B. Mönchspfeffer oder Johanniskraut.

    Natürlich ist es nicht schön, wenn der Partner unter bestimmten Situationen mitleiden muss...aber geteiltes Leid ist oftmals auch halbes Leid!
    Und in einer Beziehung herrscht halt nicht immer eitel Sonnenschein...aber so lange die "Krise" nur ein paar Tage andauert, man eigentlich weiß, was die Ursache ist und jeder ein wenig Verständnis für den anderen besitzt, sollte das eigentlich die Partnerschaft nicht zum Wanken oder im schlimmsten Fall zum Einstürzen bringen. (und man kann ja Grundsatzdiskussionen und explosive Themen, die höchstens Streitpotenzial bieten in andere Zeiten verlagern bzw. sich generell mal bisschen aus dem Weg gehen. Aber dann auch dazu stehen und nicht etwas sagen, was man als Frau eigentlich gar nicht möchte, weil man zu gerne hätte, wenn der Partner es schmeckt)
    Schlimm wird es erst, wenn der Mann zur Freundin/Frau sagt, das man ständig unter "Regelbeschwerden" leiden muss...dann weiß man als Frau, dass man tatsächlich eine unausstehliche Dauer-Zicke ist, von der Mann am liebsten flüchten würde. :zwinker:
     
    Zuletzt bearbeitet: 2 Januar 2014
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    in einer Beziehung
    2 Januar 2014
    #9
    Dankeschön für deine aufschlussreiche, lange Antwort. Ich werde mich darüber informieren und mit meinem Frauenarzt reden. Das Syndrom war mir bisher unbekannt.

    Danke auch an die anderen !!
     
  • sho
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    2 Januar 2014
    #10
    Nur mal ein denkanstoss: Nimmst Du die Pille? Wenn ja, nimmst Du Folsäure? Ein Folsäuremangel kann zu diesen Symptomen führen.
    In den USA gilt es als Behandlungsfehler, wenn ein Arzt die Pille verschreibt, ohne gleichzeitig Folsäure zu verschreiben.
     
  • User 18889
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    2 Januar 2014
    #11
    Aber ggf. unbedingt beachten, dass Johanniskraut die Pillenwirkung beeinträchtigen kann!

    Ich frage mich, warum du nicht z.B. mal probierst, deine Pille im Langzeitzyklus zu nehmen? Ich nehme meine z.B. immer mehrere Monate durch, sodass ich die Entzugsblutung (eine richtige Periode ist es ja eh nicht) und die damit verbundenen Probleme nur alle paar Monate habe.
     
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  • User 122781
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    2 Januar 2014
    #12
    Denk ich jetzt total falsch? Eigentlich werden doch durch die Pille die Hormone die ganze Zeit auf einem Level gehalten und dies ändert sich erst wenn man die Pille wegen der Pause nicht mehr nimmt. Sprich die Laune sollte sich doch erst innerhalb der Pause ändern...:confused:
     
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  • User 116134
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    2 Januar 2014
    #13
    Genau das gleiche habe ich auch gedacht, aber @munich-lion sagte ja, dass sich die Probleme unter der Pille manchmal auch verstärken...ich schätze mal das liegt daran, dass ja nicht alle Hormone von der Pille auf einem Level gehalten werden und PMS wohl ein komplexes Zusammenspiel aus mehreren Hormonen sein wird..
     
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    mywishes (25)
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    in einer Beziehung
    3 Januar 2014
    #14
    Ja ich nehme die Pille, 2 Jahre lang. Ich nehme zusätzlich keine Folsäure. Ich weiß nur, dass ich Eisenmangel habe, weil der Betriebsarzt das mal vor vielen Monaten (auch ungefähr 2 Jahre her...) festgestellt hat - aber ansonsten mache ich nie ein Blutbild oder so, weil ich total Panik vor Spritzen/Nadeln hab. Aber ich merke, dass ich da nicht mehr vorbei komme.

    Ich habe die Pille aber schon dreimal gewechselt- das hatte aber nie gesundheitliche Gründe sondern es war wegen meiner Krankenkasse und letztens habe ich dann auf ne preislich billigere Pille gewechselt weil ich 20 geworden bin und die Pille nun selber bezahle. Ich hatte erst Bellissima, dann Belara und jetzt Minette - aber anscheinend ist das alles das Gleiche, hat der Frauenarzt gesagt. Richtig?

    Ich persönlich nehme meine Gefühlsschwankungen und Launen immer vor der Periode wahr, ich bin gereizt, unkonzentriert, "zickig", launisch.... Ich habe bald einen Termin beim Arzt
     
  • krava
    krava (37)
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    3 Januar 2014
    #15
    Nimm die Pille einfach mal 3 Monate lang durch und schau, was sich verändert.

    Deine bisherigen Pillenwechsel waren so gesehen keine, weil die Pillen nur verschiedene Hersteller haben, aber sonst ist alles gleich. Da du ja aber 20 bist, zahlst du die PIlle ja ohnehin inzwischen selbst.
     
  • User 76250
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    3 Januar 2014
    #16
    Off-Topic:
    Bei uns Männern merkt Ihr Frauen wenigstens, wenn wir leiden - aber woher sollen wir wissen, ob Ihr PMS habt oder doch nur nervige, zickige Rotzgören seid? :tongue:
     
  • _annie
    _annie (23)
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    vergeben und glücklich
    3 Januar 2014
    #17
    Ich kenne das zu gut!
    Bei mir hat das alles begonnen, als ich die Pille den ersten Monat genommen habe - ich hab mir das ein halbes Jahr angesehen, aber es hat sich nix verbessert, also hab ich mal mit meiner FA geredet, die mir jetzt auch eine andere Pille verschrieben hat. Seitdem ist alles wieder beim Alten! :smile:
    (ich hatte allerdings nicht nur diese Gereiztheit/Übellaunigkeit vor meinen Tagen sondern ein generelles Tief, totale Lustlosigkeit im Bezug auf mein Hobby und permanente Müdigkeit...)

    Lg, annie
     

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