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Wie stehst du zu "Körperwelten"?

  1. Sollte verboten werden

    7 Stimme(n)
    21,2%
  2. Ok, aber ich würde nicht hingehen

    4 Stimme(n)
    12,1%
  3. Würde hingehen

    10 Stimme(n)
    30,3%
  4. War schon dort, finds interessant

    11 Stimme(n)
    33,3%
  5. Würde meinen Körper dafür spenden

    1 Stimme(n)
    3,0%
  6. Kenn ich nicht

    0 Stimme(n)
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  • such-ender
    such-ender (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    5 November 2003
    #21
    Ich habe die Ausstellung in München gesehen und fand sie sehr interessant und größtenteils auch sehr informativ und nicht reißerisch aufgemacht.

    Meinen Körper würde ich aber nicht zur Verfügung stellen.
     
  • BABY_TARZAN_90
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    5 November 2003
    #22
    Ich finde jedenfalls den Typ, der das macht (wie heisst er schon?) voll widerlich. Wie er sich da mit Leichen gross tut. Die Ärzte, die ich kenne, halten nichts von der Sache.

    Ich werde erst hingehen, wenn der Mann selber (von Hagens, jetzt weiss ich es wieder!) als gehäuteter Schachspieler oder Bumser ausgestellt ist
     
  • Liza
    Liza (35)
    im Ruhestand
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    nicht angegeben
    5 November 2003
    #23
    Ich finde es äußerst geschmacklos, und ich halte diesen Begriff auch nicht für übertrieben. Als meine Jahrgangsstufe dahingegangen ist, habe ich mich aus moralischen Gründen geweigert - in meinen Augen ist das Leichenschändung und nichts weiter.

    Dabei geht es mir nicht um das "Was", sondern um das "Wie". Ich habe nichts dagegen, dass Körper plastiniert werden, ganz im Gegenteil, das ist gut, nützlich und wichtig für den medizinischen Fortschritt. Meinetwegen können diese Plastinate auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden - ist für den Normalmenschen schließlich auch sehr interessant, mal was zu betrachten, was normalerweise nur Medizinstudenten sehen. Aber "Körperwelten" ist keine wissenschaftliche Ausstellung mehr - das ist eine Show. Man sieht Fotos mit diesem von Hagen, wie er sich mit seinem Schlapphut und geheimnisvollen Gesichtsausdruck präsentiert, der reinste Künstler. Aber Leichen sind nunmal kein Kunstgegenstand, sondern tote Menschen. Und tote Menschen in eine Ausstellung zu packen, wo sie auf ebenfalls tote Pferde gesetzt werden, hat meiner Ansicht nach nichts mehr mit Wissenschaft zu tun, sondern ist eine Perversion. Obendrein ist diese Ausstellung auf Tour - wäre sie meinetwegen in irgendeiner Universität fest verankert, würde das Ganze auf mich ungleich seriöser wirken, aber so kann ich darin nur noch reine Geschäftemacherei erkennen. Und mit dem Tod macht man meiner Ansicht nach einfach keine Geschäfte... teuer genug ist der Eintritt ja auch.
    Wie gesagt: Nichts dagegen, dass Plastinate der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Aber nicht so! Nicht in einem Umfeld, in dem mit toten Pferden, Bäumen und Sportgeräten "dekoriert" wird, denn Dekoration hat in einer wissenschaftlichen Ausstellung nichts verloren. Nicht auf einer kostenpflichtigen Tournee, denn Wissenschaft sollte nicht kommerzialisiert werden. Und erst recht nicht von einem Kerl, der sich eher als Künstler als als Mediziner versteht. Dieser Mensch führt öffentliche Obduktionen vor und nimmt dafür Eintritt... hat das mal einer von euch im Fernsehen gesehen? Das Publikum hockt da, er trennt mit einem einzigen Schnitt dne ganzen Leib auf, holt alle Eingeweide auf einmal hinaus und klatscht sie in eine Metallschale, dass es klirrt - und was macht das Publikum? - Es applaudiert. Es applaudiert, weil jemand einen toten Menschen zerschnippelt, der im Augenblick in erster Linie die Unterhaltung für ein paar Sensationsgeile, die sich mal wieder richtig ekeln wollen, ist. Zu so etwas darf man einen Menschen nicht machen, auch keinen toten Menschen. Mein Respekt vor dem Tod ist zu groß, um ihn als Teil eines Kunstwerkes zu betrachten - das ist mir zu makaber. Als einen Teil der Wissenschaft kann ich ihn mühelos akzeptieren, aber wenn ich sehe, dass jemand tote Menschen dekoriert und damit Geld scheffelt, kann ich es nur ablehnen.

    Vielleiht hätten die Unis viel früher reagieren und ihre Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich machen sollen... dann wäre sowas erst gar nicht passiert.
     
  • BABY_TARZAN_90
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    6 November 2003
    #24
    @Liza
    Du hast mehr und bessere Worte gefunden als ich. *zustimm*

    Ich muss noch eins drauf geben, denn ich habe gehört, dass Plastinate auch in der Ausbildung keine grosse Rolle spielen.

    Uniinstitute zeigen auch ihre Sammlungen (Präparate von Krankheiten usw.), aber sie werben eben nicht damit. Das ist der Unterschied!

    :kotz: Hagens
     
  • ogelique
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    6 November 2003
    #25
    Ich war auch dort und fand die Ausstellung sehr interessant.
    Meiner Meinung nach ist es aber schlimm, dass viele Leute aus Sensationssucht dahin gehen - was allerdings vertretbar ist, ist das wissenschaftliche Interesse.
    Geschmacklos waren meiner Meinung nach Sachen, wie "Fussballtorwart", der als Ball sein Eingeweide hat, sowas ist nicht besonders toll, aber ansonsten habe ich an der Ausstellung nichts Schlimmes entdecken können.

    Meinen Körper würde ich aber lieber für Forschungszwecke spenden, als für eine solche Ausstellung.
     
  • gohenx
    gohenx (42)
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    6 November 2003
    #26
    von Hagens war einst Prof. an einer Uni. Das weiss ich von o.g. Person, denn ihre Schwester war seine Studentin. Ich denke, er hätte da bleiben sollen und dort seine "Untersuchungen" ausführen sollen. Aber er ist ja überall vertreten, sei es in England in China usw.. Ich fnde es ebenfalls absolut geschmacklos. Das mit dem Pferd finde ich auch absolut widerlich, jedoch finde ich die Plastination der schwangeren Frau, dessen Embryo ebenfalls zur Schau gestellt wird, das widerwärtigste, was ich je gehört habe. Ich habe und werde es mir niemals live ansehen.
     
  • Gewitterziege
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    6 November 2003
    #27
    gehört verboten!!!

    Zumindest bei diesem menschen, der hat eine art an sich, dem tod die würde zu nehmen, ich weiß nicht wie ich es besser ausdrücken kann. Ich habe nichts gegen plastination, obduktion usw. hab schließlich oft genug mit dem tod zu tun gehabt (war als krankenschwester tätig), aber entschuldigt, eine obduktion ist keine jahrmarktsveranstaltung, und viele gingen da rein ohne zu wissen was sie erwartet.

    Obduktionen sind meiner meinung nach nur für leute gedacht, die damit beruflich, in der ausbildung oder sonstwas zu tun haben, die sich auf sowas vorbereiten können. Aber es is definitiv keine jahrmarktsveranstaltung wie sie dieser Mensch veranstaltet. Ich finde es gelinde gesagt krank, auch das man nen pferd plastiniert den reiter draufsetzt usw. Das hat nichts mehr mit medizin zu tun. Und plastination is eigentlich dafür gedacht, um ärzten, krankenschwestern usw, zu erleichtern die anatomie zu verstehen, besondere veränderungen festzuhalten usw. aber nicht zur volksbelustigung. Das hat für mich einen mehr als fürchterlichen nachgeschmack.
     
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  • 6 November 2003
    #28
    so nach und nach stellt sich ja heraus, daß herr hagens gar nicht für die wissenschaft, sondern fürs eigene portmonnaie mit leichen werkelt, die von irgendwo illegal beschafft werden. der mann gehört eingesperrt, wenn ich den schon sehe, bei interviews! die dollar-noten stehen ihm in die augen geschrieben.
    und weiter gebracht hats noch niemanden...
     
  • MooonLight
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    6 November 2003
    #29
    Ich finde das ganze generell gesehen sehr interessant.. Hätte es damals in Oberhausen auch sehen wollen, allerdings hab ichs nicht geschafft.
     

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