• User 96776
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    10 Januar 2012
    #1

    Kann das gut gehen?

    Hallo @ all!

    Also meine Frage ist folgende:
    Denkt ihr, eine Beziehung mit unterschiedlichen Ansichten (sei es Wohnort, Kinderwunsch, Hochzeit,...)
    kann trotzdem halten?
    Am liebsten wären mir Antworten von Leuten aus eigener Erfahrung.
    Grundsätzlich weiß ich natürlich das sowas schwierig ist aber gibt es dennoch eine Chance das es irgendwie möglich ist?
    Ich bin da in einem kleinen Dilemma deshalb meine Frage.
    Die Hoffnung habe ich immer noch, dass sich das schon alles ergeben wird (bin ja noch sehr jung) aber ich weiß nicht ob das zu blauäugig ist.
    Denn wenn sich die Situation/Meinungen eben nicht ändert dann sehe ich schon die Katastrophe nahen und ich bin in ein paar Jahren am Boden zerstört wenn ich einsehe oder erkennen muss, dass sich eben nichts geändert hat. Und genau weil das irgendwie abzusehen ist bin ich sehr am zweifelen. Oder soll ich die Hoffnung nicht aufgeben? :hmm:
    Ich weiß das ist sehr kompliziert bei mir :ashamed:
    aber da es sonst zurzeit im Großen und Ganzen einigermaßen passt, will ich auch nicht das Handtuch werfen :ratlos:

    Ich weiß nicht ob ich damit übertreibe aber mich lässt das Gefühl nicht los, dass einem Menschen am anderen oder der Beziehung allgemein nicht sonderlich viel liegen kann wenn ihm das einfach egal ist und er nicht mal darüber nachdenkt wie es zukünftig weitergehen könnte.
    Wäre doch wirklich nicht zu viel verlangt darüber mal nachzudenken besonders in langen Beziehungen oder was meint ihr?
     
  • Riot
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    10 Januar 2012
    #2
    Naja, das kommt ganz drauf an, in welchem Punkt man sich unterscheidet.

    Ich denke, beim Wohnort oder auch bei der Hochzeit könnte man Kompromisse finden und auch glücklich werden, wenn man eigentlich andere Pläne hatte.
    Beim Kinderwunsch hingegen denke ich nicht, dass ein Kompromiss möglich ist, da das nunmal ein essentieller Bestandteil des Lebens ist, bei dem es kein "ein bisschen"o.ä. gibt.
     
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  • User 96776
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    10 Januar 2012
    #3
    Riot Girl, darf ich fragen wie so ein Kompromiss aussehen könnte?
    Hochzeit ist jetzt nicht das Wichtigste, es dreht sich eigentlich hauptsächlich um den Wohnort bzw. die verschiedenen Wohnorte und das in einer Fernbeziehung.
    Eine Frage habe ich noch und zwar macht sich mein Freund darüber echt null Gedanken darüber und das trotz 2 Jahren Beziehung. Da wären doch ein paar Gedanken - wenn auch rein theoretischer Natur - nicht zu viel verlangt oder?
    Das höchste der Gefühle ist, dass er mich vor vollendetet Tatsachen stellt wenn ich nicht locker lasse und diesbezüglich nachbohre.

    Ich weiß nicht ob ich damit übertreibe aber mich lässt das Gefühl nicht los, dass ihm an mir oder der Beziehung nicht sonderlich viel liegen kann wenn ihm das einfach egal ist und er nicht mal darüber nachdenkt.
    Kann natürlich auch sein, dass er denkt ja das ist halt so das wir verschiedene Ansichten haben und ihm ist es egal weil es sich nicht ändern lässt?
    Wäre doch wirklich nicht zu viel verlangt darüber mal nachzudenken oder was meint ihr?
     
  • Riot
    Gast
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    10 Januar 2012
    #4
    Nunja, entweder gibt einer nach und zieht in die Wunschstadt des Anderen, man zieht nie zusammen, oder man sucht sich eine Wohnung irgendwo in der Mitte der beiden Orte.
    Geht es darum, dass er gar nicht umziehen will oder will er nur nicht in eine bestimmte Stadt?
     
  • User 96776
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    10 Januar 2012
    #5
    Er will gar nicht umziehen! :frown:
     
  • krava
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    10 Januar 2012
    #6
    Will dein Freund überhaupt die Beziehung noch?

    An WEihnachten warst du ja total down, weil er dich einmal mehr enttäuscht hat. Bist du dir denn inzw. darüber klar geworden, ob ihr überhaupt noch eine gemeinsame Basis habt?
    Deinem Freund scheint die Beziehung ziemlich am Allerwertesten vorbei zu gehen...
     
  • User 96776
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    10 Januar 2012
    #7
    Ja, also ich habe mal nichts Gegenteiliges diesbezüglich von ihm gehört, also geh ich davon aus, dass er jetzt nicht über eine Trennung nachdenkt aber 100% wissen kann ich das natürlich nicht.

    Das stimmt, und auch diese Situation ist eine ähnliche, ich weiß im Prinzip, dass es nicht so werden wird wie ich es mir ungefähr vorstelle (es muss ja auch nicht alles nach meinem Kopf gehen) und ich hoffe trotzdem darauf und am Ende bin ich enttäuscht.
    Manche Dinge wie die Sache an Weihnachten werd ich so schnell nicht vergessen aber nach reiflicher Überlegung war das für mich nicht Grund genug um zu sagen ich will die Beziehung nicht.
    Uns verbindet viel und ja...
    Die Zweifel sind dennoch da weil ich auch nie weiß woran ich bei ihm bin - das behält er absichtlich für sich oder weiß selbst nicht was er dazu sagen soll.
    Das schmerzt eben ewig in der Ungewissheit zu leben. Ich brauch ein klein wenig Sicherheit aber das scheint zu viel verlangt...
    Ich suche irgendwie auch nach einer Alternative zwischen Akzeptanz (also das alles so bleibt wie es ist, was auf Dauer einfach nicht geht) und Trennung weil beides sehr unbefriedigend für mich ist aber ob es das gibt ist mehr als fraglich?
     
  • capricorn84
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    10 Januar 2012
    #8
    Ich denke dass es nicht klappen kann. Ausser man steht drauf unglücklich zu sein was ich jetzt aber nicht annehme. :grin: Aber wie soll das denn funktionieren wenn der eine Heiraten will und Kinder haben will und der andere will das absolut nicht?? Man hofft vielleicht dass der eine seine Meinung ändert und was nicht?? dann vergingen Jahre und man steht da...
     
  • krava
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    10 Januar 2012
    #9
    Es kommt natürlich drauf an in welchen Punkten man sich uneinig ist und inwieweit man bereit ist, Kompromisse einzugehen.
    Mein Partner zum Beispiel möchte nicht heiraten. Daraus hat er nie einen Hehl gemacht, ich wusste das immer. Ich dagegen würde schon gerne heiraten. Mir ist aber klar, dass ich diesen Wunsch mit meinem derzeitigen Partner nicht verwirklichen kann. Also hab ich in dem Punkt Abstriche machen müssen. Oder alternativ hätte ich mich trennen müssen. Man kann niemanden zur Heirat zwingen.
     
  • User 96776
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    10 Januar 2012
    #10
    Ganz genau so ist es!
    Aber irgendwie gibt er mir auch die Hoffnung dazu weil er selbst auch Andeutungen macht das sich alles regeln wird und sich Meinungen ändern können.
    Das ist ja mein Schlamassel, er bringt mich da vollkommen aus dem Konzept und durcheinander indem er sowas oder eben gar nichts sagt.
    Aber wie erwähnt glaube ich nicht, dass er die Sache wirklich ernst nimmt - leider :geknickt:

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 16:31 -----------

    Da geb ich dir vollkommen recht.
    Wenn er nicht heiraten will damit komm ich ja noch klar und wäre zu Kompromissen bereit bzw. würde ihm seinen Willen lassen klingt in dem Fall passender.
    Bei Babys sagt er mal so und mal so, einmal will er welche, dann wieder nicht.
    Eines will ich unbedingt aber ich glaube das würden wir hinkriegen.
    Wie gesagt das mit der Distanz über lange Zeit ist der Punkt, der mir am allermeisten zu denken gibt und ob sich das irgendwann ändert wage ich stark zu bezweifeln. :hmm:
     
  • You And Me
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    10 Januar 2012
    #11
    @girl_next_door
    Habe da irgendwie bei euch kein gutes Gefühl. Über wichtige Fragen eurer Beziehung scheint nur schwer eine offene Kommunikation möglich zu sein (oder er weicht diesen Fragen aus und stellt sich ihnen nicht)- und das in einer Fernbeziehung.
    Wenn du fragst: "Kann das gut gehen?" würde ich nach den wenigen Informationen, die du uns hier gegeben hast, antworten: "Über kurz oder lang wahrscheinlich nicht!"
     
  • krava
    krava (39)
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    10 Januar 2012
    #12
    Es gibt auch Menschen, die einfach nicht gerne planen.
    Mein Freund ist auch so ein Typ.
    Andererseits gehts dann oft auch ganz spontan bei ihm. :grin: Da liest er eine Wohnungsanzeige und schwupps macht er einen Besichtigungstermin. :zwinker: Also das gibts dann auch. Am Montag sagt er noch nein zur gemeinsamen Wohnung, am Mittwoch schauen wir uns eine Wohnung an...

    Jeder Mensch ist anders. Ich kenne deinen Freund nicht.
    Aber wenn ihr über kurz oder lang keine Perspektive für euch findet, dann wirds in einer Sackgasse enden. Und das liegt dann nicht mal an der räumlichen Distanz.
     
  • Stonic
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    10 Januar 2012
    #13
    Ich danke das eine solche Beziehung sehr wohl klappen kann, da sich die EInstellung im Laufe der Jahre gerade in eurem Alter noch extrem aendern können wie ich rückblickend bei mir feststellen muß.
    Ich konnte mir nie Kinder vorstellen und nun werde ich Vater und freue mich,
    Ich konnte mir nie eine kirchliche Prinzessinnenhochzeit vorstellen die hatte ich 2009 und es war der bis dato schönste Tag in meinem Leben.
    Ich konnte mir früher nie vorstellen anwalt zu werden und dort zu arbeiten wo ich es jetzt tue und nun muß ich sagen auch das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens....die ich nciht ganz freiwillig getroffen habe.

    Was ich damit sagen will ist das sich alles aendern kann aber halt leider nur kann eine Garantie gibt es dafür nicht. Sprichst du denn mal mit ihm über seine Gründe warum er dort nicht weg ziehen will etc ?
     
  • User 96776
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    10 Januar 2012
    #14
    Jap, aber das endet in einer Sackgasse. Er hat seine Gründe und da bringt reden eigentlich auch nichts weils daran nichts zu rütteln gibt.


    Hallo Stonic, danke für deinen Beitrag!
    Der gibt mir doch wieder Kraft und ich sehe, dass es vielleicht doch noch "Wunder" gibt. Hat mir sehr geholfen.

    Ich weiß nur nicht wie lange ich darauf warten kann/soll weil Garantie hat man zwar nie im Leben aber wenn ich eben sehe das genau das Gegenteil von meinen Vorstellungen passiert so wie es derzeit aussieht hab ich einfach wenig Hoffnung gehabt und bin mir nicht sicher ob das nicht schon an Naivität grenzt daran zu glauben das sich alles ändert.
    Weil im Moment hab ich eher die Garantie dafür, dass alles den Bach runter geht als umgekehrt.
    Naja vielleicht sollte/ muss ich einfach positiv denken und du bist ja selbst das beste Beispiel dafür wie wandelbar Menschen sein können :zwinker:

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 17:45 -----------

    Vielen Dank auch für deinen Beitrag!
    Ja, es ist wirklich ein Kommunikationsproblem
    Ich will ihm ja nicht gern die Schuld in die Schuhe schieben aber in dem Fall ist wirklich er dafür verantwortlich. Ich bin immer für Gespräche bereit und er "weigert" sich nahezu und ist genervt.
    Deshalb hab ich schon aufgegeben von mir aus eines zu beginnen weil es zu nichts führt außer noch mehr Frustration auf meiner Seite.
    Dabei ist Kommunikation besonders in einer Beziehung so extrem wichtig um funktionieren zu können :geknickt:
     
  • User 106548
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    10 Januar 2012
    #15
    Hi,

    um Dir auch noch Hoffnungen zu machen: ich kann mich Stonics Alters-Weisheit :zwinker: nur anschließen:
    wenn ich mir mein Leben jetzt anschaue und mit den Wunschvorstellungen als 21jähriger vergleiche, dann ist wenig übrig geblieben. Teils, weil ein Leben schlicht nicht planbar ist und immer anders kommt, als man denkt. Zum größeren Teil aber, weil ich mich (wie wohl jeder andere auch) schlicht weiter entwickelt habe. Bedürfnisse und Wünsche verschwinden einfach und es kommen neue, andere.

    Ich glaube daher nicht, daß die Fragen nach Wohnort, Heiraten u/o Kinder Euch auseinander bringen werden. Allerdings denke ich, daß Ihr ein ganz anderes, viel stärkeres Problem habt: nämlich, daß Ihr grundverschieden seid. Du willst Dein Leben lieber jetzt planen, er will es auf sich zu kommen lassen. Klingt erstmal gar nicht so schlimm, aber aus Erfahrung kann ich Dir sagen, daß diese Verschiedenheit eine Menge Sekundär-Probleme erzeugt. Eins davon siehst Du ja gerade.

    Was mich interessieren würde: gibt es aktuell bei Euch einen Zwang, über Euren Wohnort nachdenken zu müssen? Seid Ihr mit Ausbildung/Studium bald fertig? Ist es sicher, daß ihr in der einen oder anderen Stadt einen Job findet oder ist es eher müßig, darüber nachzudenken, da ihr jobmäßig eh in 1/2 Jahren sonstwohin verschlagen werden könntet?
    Du siehst an meinen Fragen, daß ich Deinen Freund in dieser Hinsicht durchaus gut verstehen kann, ich bin da ähnlich. U.A. eben, weil ich gelernt habe, daß das Leben einem immer wieder böse Streiche spielen kann. Und mal ehrlich: Ihr seid Anfang 20, da muss man sich doch nicht schon wegen Heirat und Kinder einen Kopp machen.
    Ist aber nur meine Meinung. Du denkst da anders d'rüber und das ist genauso richtig oder falsch. Nur eben komplett anders als Dein Freund. Ihm aber zu unterstellen, er würde Dich weniger lieben als Du ihn, nur weil er anders denkt und an sein Leben herangeht, ist einfach unfair und trifft m.E. nicht den Punkt.

    Mark11
     
  • tryanderror
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    11 Januar 2012
    #16
    Hallo,

    ich lebe in so einer Beziehung- allein der große Altersunterschied bedingt bei uns verschiedene Lebensentwürfe.

    Wir haben oft darüber gesprochen, wie wir damit umgehen.

    Für mich ist das heute kein Problem mehr, denn das Leben gibt ohnehin keine Garantien, klar, wenn ich nach 10 Jahren feststelle, es geht nicht mehr, könnte ich sagen: "ich habe 10 Jahre verschwendet", was sol ich denn aber tun, wenn Ihm oder mir in 10 Jahren etwas zustößt? War dann auch alles vergeudete Zeit?

    So lange ich meinen Partner liebe, und er mich, werden wir zusammen sein, wenn einem von uns beiden Wünsche oder Ziele wichtiger sind als die Partnerschaft, werden wir uns trennen.

    Man kann sich ein Versprechen immer nur für den Moment geben, keiner kennt, zum Glück, die Zukunft.

    Mir ist es wichtiger, die Zeit mit ihm zu haben, und zu geniessen, als darüber zu spekulieren, was irgendwann kommen mag.

    Das ist aber sicher eine Persönlichkeitsfrage.

    Viel Glück

    Try

    (wie Du siehst, bin ich um einiges älter als Du, und habe keine Angst, mei Leben zu verschwenden)
     
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