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  • micha912
    micha912 (53)
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    in einer Beziehung
    18 Mai 2013
    #1

    Kein Sex mehr in Beziehung

    Moin moin,
    ich hab mich gerade hier angemeldet und greife das Thema nochmal auf, da der Thread passend ist:
    Ich (48) hab meine Freundin (42) vor 3 1/2 Jahren kennengelernt und wir haben schnell festgestellt, das die Wellenlänge passt. Auch im Bett. Dementsprechend erfüllt war auch das Sex-Leben. Bis Ende letzten Jahres hatten wir regelmäßig 2-3 Mal Sex pro Woche. Dann bekam sie Rückenschmerzen, wegen denen sie dann auch in Behandlung war. Darauf zurückführend war ihr Interesse am Sex gleich Null.
    Um es auf den Punkt zu bringen: Wir hatten dieses Jahr noch keinen gemeinsamen Sex. Also von 100 auf 0 runtergefahren.
    Anfänglich habe ich noch nachgehakt, musste mich dann aber mit Antworten wie "... da unten ist alles taub, dadurch hab ich auch keinen Bock", bedingt durch die Rückenschmerzen, abfinden und es erstmal so hinnehmen. Nach der 3. oder 4. Anfrage meinerseits und ihrer Reaktion darauf (gereizt) hab ich das Thema erstmal - wenn auch widerwillig - ruhen lassen, um nicht unnötig Streit zu provozieren. Von ihrer Seite wurden diesbezüglich keine Ansätze für eine Änderung der Lage gemacht.
    Da die Situation für mich immer unzufriedener wird und ich auch schon den Gedanken hatte, mir den Sex woanders zu holen, würde ich es gern nochmal ansprechen, bin aber wahrscheinlich nicht sensibel genug, es so zu tun, das nicht gleich wieder ein riesiger Streit (Dir gehts wohl nur noch um Sex....) vom Zaun bricht.
    Was ratet ihr mir?
     
  • BrooklynBridge
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    Moderator
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    nicht angegeben
    18 Mai 2013
    #2
    Off-Topic:
    Beitrag in ein eigenes Thema verschoben.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Mai 2013 ---
    Es sind ja offenbar keine beziehungstechnischen Probleme, und es scheint auch nicht am Sex an sich zu liegen. Da frage ich mich schon, ob ihr der Sex nicht auch fehlt. War sie denn deshalb schon mal beim Arzt?

    Generell gilt: Unangenehme Dinge sollte man aussprechen, auch wenn es nicht leicht ist. Allemal besser als wenn du sie betrügst oder so. Ist ja auch schließlich am besten für euch, wenn ihr gemeinsam eine Lösung findet.
     
  • micha912
    micha912 (53)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    in einer Beziehung
    18 Mai 2013
    #3
    Ja, beim Arzt war sie wegen dem Rücken, war deswegen im Januar auch krankgeschrieben. Seither diverse Arztwechsel und Anwendungen, in letzter Zeit kaum noch Behandlungen. Letztendlich muss ich ihrer Aussage, das der Zustand unverändert ist, erstmal Glauben schenken. Ein Schelm, wer jetzt denkt, diesen Zustand kann sie auch aus irgendeinem Grund als Vorwand verwenden, keinen Sex zu wollen. Da in mir allerdings immer mehr der Gedanke wächst, mir meine Befriedigung woanders zu holen - was ich aber nach Möglichkeit vermeiden will - werde ich das Thema heut nachmal ansprechen (bin momentan nur am Wochenende zu Hause) - hab aber jetzt schon die Vorahnung, das es wieder in einer ausufernden Diskussion endet, weil sie sich gleich wieder angegriffen fühlt. Sie kann einfach nicht nachvollziehen, das sich dieses Manko generell negativ auf meinen Gemütszustand auswirkt und ich immer öfter missgelaunt bin.
     
  • HarleyQuinn
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    18 Mai 2013
    #4
    Okay, ich kenne das Problem fieser Rückenschmerzen (ich bin seit 18 Jahren dahingehend chronischer Schmerzpatient) - und ja, das hat mir zT auch schon alle Lust auf Sex abgestellt.

    Bei fast 5 Monaten Sexlosigkeit sollten aber mal Lösungsansätze her. Das heisst nicht, dass sie jetzt einfach unter Schmerzen munter weitervögeln soll, damit dir nicht die Eier platzen. Aber ihr muss klar sein, dass du Bedürfnisse hast und dass diese nicht einfach zu vernachlässigen sind.

    Mögliche Lösungsansätze sind also:
    Sie kümmert sich intensiv um die Schmerzbehandlung und dahingehend um Ursachenforschung. Sowas ist zT ein langer Prozess und oft muss man sich als Patient wirklich dahinterklemmen um was zu erreichen - aber das sollte einem die eigene Gesundheit und das erfüllte Sexleben mit dem Partner ja wert sein.

    Sie versucht anderweitig für Befriedigung bei dir zu Sorgen. Es gibt ja noch mehr auf der Welt als schnöden GV.

    Ihr öffnet eure Beziehung oder du hast zumindest die Möglichkeit, dir anderweitig Sex zu holen.

    Und, auch eine Lösung wenn auch sicher nicht die schönste, ihr trennt euch.

    Wichtig halte ich es aber, dass du es nochmal offen ansprichst. Ja, natürlich ist das nicht toll für sie. Aber ihr habt ja noch keine ewig andauernde Lebensbeziehung und wenn in so einem frischen Konstrukt komplett der Sex fehlt (Beziehungen, wo beide keinen Sex wollen mal ausgenommen), leidet ja zumindest eine Person zumeist darunter. Es ist da absolut legitim, Wünsche und Bedürfnisse anzusprechen.
     
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    18 Mai 2013
    #5
    Mich nervt es immer lesen zu müssen, dass man ohne ewigen Sex nicht glücklich in einer Beziehung sein könne und, dass Frau immer dazu hinhalten müsse. Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, dass ihr, wenn du dich nicht damit abfinden möchtest, dass sie, aus welchem Grund nun auch immer, keinen Sex mehr haben möchtet, getrennte Wege gehen solltet. Wenn sie dich als Mensch nicht mehr glücklich macht und du deine schlechte Stimmung auf eure "sexlose" Beziehung schiebst, dann ist sie dir wohl nicht so viel mehr wert.

    Auch der Gedanke, dass du deine erkrankte Frau im Bett liegen lassen möchtest um dir den Sex woanders zu holen, widert mich an. Ganz ehrlich, da hätte ich schon aus Prinzip keine Lust mehr auf Sex, wenn ich das irgendwie erahnen könnte. Also entweder du achtest auf eurer beider Bedürfnisse und stellst deine Lust auf Sex nicht in den Mittelpunkt oder du machst ihr klar, dass dir der Sex so wichtig ist, dass sie deine Wünsche nicht mehr befriedigen kann und du so nicht mehr mit ihr Leben kannst.

    Wenn sie dir wenigstens ein bisschen was bedeutet, solltest du versuchen mal sensibel und vorsichtig auf sie zu kommen um das Gespräch mit ihr zu suchen. Am besten nicht einfach so, in irgendeiner Situation, da kann ich es dann auch sehr gut nachvollziehen, dass sie sich da nicht zu überreden lassen möchte und unter Druck steht. Meiner Meinung nach solltest du für eine angemessene Situation sorgen und ruhig mit ihr sprechen, im bestem Falle fragst du auch nicht direkt aufdringlich nach Sex, sonders versuchst erst mal mit ihr zu erörtern, ob es wirklich nur an den Rückenschmerzen liegt oder, ob sie noch etwas anderes belastet, was du natürlich nicht bemerkt hast. Wenn ihr das geklärt habt und du nicht so unsensibel warst, dass sie Situation eskaliert ist, solltet ihr nach Kompromissen suchen, die sie nicht direkt zum Sex zwingen - vielleicht Petting oder nackt kuscheln.
     
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  • HarleyQuinn
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    18 Mai 2013
    #6
    ...und ich finde es immer wieder traurig, dass das Bedürfnis nach Sex immer wieder so runtergespielt und als niederer Trieb dargestellt wird. Wenn man den Partner begehrt, aber dieses Begehren nicht erwiedert wird, kann das ebenso verletzen wie anderweitige Abweisungen. Man fühlt sich schlecht, denkt sich, man sei völlig unsensibel weil man Sex haben möchte, verzweifelt, bekommt dadurch natürlich eine schlechte Grundstimmung. Wie belastend fehlender Sex sein kann, malen sich die wenigsten aus. Da wird nur gelesen "Ach, der Alte will wieder ficken, egal wie es seiner Frau geht. Pah. Der liebt doch gar nicht richtig". Und deshalb trauen sich die wenigsten am Ende dann auch, über Bedürfnisse zu reden. Weil sie nicht als sexgeiles Monster abgestempelt werden wollen.
     
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    18 Mai 2013
    #7
    Ich halte es auch für ein wenig naiv, jemandem vorzuwerfen dass fehlender Sex ihn belastet - auch wenn es klar ist dass man Sex weder einfordern noch erzwingen kann oder sollte. Natürlich sind Bedürfnisse individuell ausgeprägt. Aber dass einem da etwas fehlt, man sich abgewiesen fühlt, vielleicht beginnt an sich selbst zu zweifeln - oder an den Gefühlen des Partners oder der Partnerin, die sich um die eigenen Bedürfnisse nicht zu scheeren scheint - das belastet eben die gesamte Beziehung und das kann man keinem vorwerfen. Nur weil man Lust auf Sex verspürt und einen der Mangel frustriert, entwertet das nicht die Gefühle für den Partner. Wie immer, wenn die Bedürfnisse eines Partners über längere Zeit brachliegen und vernachlässigt werden. Darüber zu sprechen sollte nicht das Ziel haben Druck auf den Partner aufzubauen, sondern mitzuteilen wie es einem geht, was einem fehlt, was einen belastet. In einer guten Partnerschaft sucht man dann eben gemeinsam nach Lösungen. Und wenn es diese langfristig nicht gibt, sollte man wirklich überlegen, ob man sich nicht besser trennt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Mai 2013
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    18 Mai 2013
    #8
    Off-Topic:
    Im Prinzip ist Sex auch nur ein niederer Trieb. Meiner Meinung nach ist es aber auch genauso verletzend, egal ob Mann oder Frau, auf Sex runtergestuft zu werden, so dass ein Zusammensein ohne oder mit weniger Sex nicht mehr möglich ist. Dass Sex eigentlich nur dafür gedient hat, dass wir uns Fortpflanzen, wir die gesamte Sache aber nur verdreht haben, weil wir unser Lustempfinden unbedingt befrieden müssen, darüber denken die wenigsten nach.

    Des Weitern finde ich es sehr viel schlimmer, wenn einer der Partner dann gezwungener Maßen und "aus Liebe" zum Gegenüber Sex hat, ohne es richtig zu wollen, nur weil von der anderen Seite dauernd Druck gemacht wird. Damit wird die andere Person hintergründlich dazu animiert die eigene Würde fallen zu lassen, nur damit das Gegenstück seinen Sex bekommt.


    Deswegen zusammenfassend und auch wieder aufs eigentliche Thema bezogen: Wenn man merkt, dass die Auffassung von Sex so unterschiedlich ist, ist eine Beziehung einfach nicht möglich ohne, dass einer seine Würde für den anderen verlieren muss. Wenn deine Frau also schlicht und einfach keinen Sex möchte - denkt gemeinsam über die Trennung nach.
     
  • User 10802
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    18 Mai 2013
    #9
    Off-Topic:

    Mei, Mensch hat Bedürfnisse. Von den Basics wie Essen und Trinken bis zu solchen wie Nähe spüren, geliebt werden und Sex. Diese Bedürfnisse sind unterschiedlich ausgeprägt. Aber diese Bedürfnisse zu unterdrücken funktioniert in der Regel nicht dauerhaft. Und wenn man, weil ein Bedürfnis nicht erfüllt wird, immer frustrierter wird beeinflusst das nun leider auch meist die Gefühlswelt. Mit einem "runterstufen" des Partners hat das Nichts, aber auch gar nichts zu tun. Es hat etwas damit zu tun, eine gesunde Beziehung zu führen in der beide das bekommen, was sie brauchen, in der die Bedürfnisse beider Partner gestillt werden. Wenn das auf Dauer nicht möglich ist, wird's eben schwierig.
    Darüber, dass wir einen natürlichen Trieb haben, den man nicht dauerhaft unterdrücken sollten und bei weitem nicht alles, was das Leben schön und lebenswert - und uns glücklich - macht zielgerichtet ist, könnte man aber durchaus auch mal ein wenig philosophieren. :zwinker: Niemand kann etwas für seine Bedürfnisse, und so lange diese Bedürfnisse niemandem schaden, sollte man sie imho nicht dauerhaft unterdrücken.
    Das fordert hier aber auch keiner. Natürlich sollte man sich nicht zu Sex oder sexuellen Handlungen zwingen, wenn man es so gar nicht will. In einer Partnerschaft muss man dann aber eben Wege finden, wie beide damit klar kommen. Der Weg kann nicht sein, dass dabei die Bedürfnisse eines Partners dauerhaft unter den Tisch fallen. Das geht einfach nicht gut.
    Dem stimme ich im Prinzip zu, wobei es sich durchaus lohnen kann vorher die anderen Optionen - wie von Harley genannt - mal ins Auge zu fassen.
     
  • micha912
    micha912 (53)
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    in einer Beziehung
    18 Mai 2013
    #10
    @DieNetteKieselsteinin: Ohne jetzt überheblich wirken zu wollen, sehe ich Dir jetzt mal nach, das Du vom Alter her locker meine Tochter sein könntest und somit Deine Erfahrungen im Leben erst sammeln musst und auch wirst :grin: Scheinbar hast Du den Knackpunkt nicht erkannt. Jemanden lieben und mit dem Partner ein erfülltes Sexleben zu haben sind 2 verschiedene Paar Schuhe, die im günstigsten Fall gut zusammenpassen. Und was die erkrankte Partnerin angeht: Ich habe schon länger den Eindruck auf Grund ihres Auftretens und ihrer Agilität, das das Rückenproblem nicht mehr soo dramatisch sein kann.

    Da ich dieses Thema aus Rücksicht auf ihre Beschwerden schon seit längerer Zeit nicht mehr angesprochen habe, hat es sich für sie zu einem Selbstläufer entwickelt - es wird einfach nicht darüber gesprochen. Und wie die anderen Vorredner schon sagten - es sorgt einfach für eine miese Grundstimmung bei mir. Ich werde heut abend nochmal einen Klärungsversuch starten.
     
  • DieNetteKieselsteinin
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    nicht angegeben
    18 Mai 2013
    #11
    Off-Topic:
    Achja, Sex lässt sich also für einen Menschen und dessen Gefühle runterstufen, wenn Sex im Vordergrund steht ist der Mensch selbst aber nicht für den Sex runtergestuft? Da kann ja wohl irgendwas nicht stimmen. Abgesehen davon, dass meine Grundaussage war, dass es nur funktioniert, wenn beide Partner die gleiche oder vermutlich eher eine ähnliche Vorstellung dieser in Relation zueinander stehenden Gegensätze haben, wird, sobald die Relation nicht stimmt immer entweder eines von beiden, also Sex oder Mensch mit Gefühlen, runtergestuft.

    Ich werde hier jetzt aber auch nicht mehr weiter Off-Topic posten, weil ich den Thread hier nicht mit meinen Ansichten vollspamen möchte, stört hinterher nur den Themen-Starter, der dann seine Antworten nicht mehr findet. Außerdem scheint meine Auffassung, die fest steht, sowieso nur auf Abneigung und Widerspruch zu kommen, weshalb eine weitere Diskussion, vor allem öffentlich, meiner Meinung nach keinen Sinn ergibt.
     
  • User 130914
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    18 Mai 2013
    #12
    Also erstmal: Jeder kann seine Meinung kundtun. Aber mit ein wenig Selbstreflektion sollte auch dir auffallen dass du hier etwas fehl am Platz bist :smile: Auch wenn ich nur 10 Jahre älter bin wie du, so nehme ich mir trotzdem mal das Recht heraus zu behaupten dass dir in gewissen Dingen einfach noch die Erfahrung fehlt. Der TS hat schon länger Sex als es dich überhaupt gibt :zwinker: Als würde der Metzger zur PETA-Versammlung kommen :grin:

    Dass Männer und Frauen grundsätzlich ein wenig anders zum Thema Sex stehen sollte wohl hinlänglich bekannt sein. Ausnahmen bestätigen die Regel. Jetzt fehlen dir schon ein paar Zähler auf der Uhr für die Erfahrung (ist ja nix schlechtes!) und dann ist der Ratsuchende auch noch vom anderen Geschlecht als du ... ich denke dir fehlt da einfach der Draht um dich in seine Lage zu versetzen.

    Für einen Mann kann es ein ganz grausames Gefühl sein, wenn der Sex zwischen beiden plötzlich (!) nicht mehr stimmt. Beim TS war es ja auch noch so dass es von Anfang an gut klappte, und er wirklich von 100 auf 0 aus allen Wolken gefallen ist. Sex ist wichtig in einer Beziehung, da kann man sagen was man will. Wenn man den Partner begehrt und jedesmal mit der zuammengerollte Zeitung eins auf die Schnauze bekommt ist das nicht förderlich für das Selbstbewusstsein. Natürlich gibt es wichtigeres, aber bitte: ein halbes Jahr? Da wären auch andere langsam nervös. Glaub mir, man zweifelt an sich selbst, ob es wirklich wie in diesem Fall der Rücken ist oder ob einen die eigene Frau nicht mehr begehrt. Man schämt sich wenn man dauern an Sex denkt, obwohl es dem anderen vielleicht in diesem Augenblick nicht gut geht. Das schlechte Gewissen den eigenen Trieb teilweise höher als anderes zu heben frisst einen innerlich auf.

    Sucht man dann verzweifelt das Gespräch und wird immer nur abgeblockt KANN das auf Dauer einfach nicht gut gehen. Das sollte aber IHR eigentlich auch auffallen. Es gibt ja genügend andere Dinge die man tun kann, um die gegenseitige Zweisamkeit nicht komplett durch den Rost fallen zu lassen. So wie ich das hier lese legt seine Frau ja einfach nur die Hände in den Schoß und erwartet dass er keinen Mucks von sich gibt - und das finde ich auch nicht in Ordnung.

    Wir hatten auch schon Funkstillen - ausgelöst durch Schmerzen auf meiner Seite oder auch ein Gefühlstief durch die Arbeit auf ihrer Seite. Ich kann den TS daher recht gut verstehen. Es muss unbedingt ein Gespräch her, aber das ist ja schon bekannt. Es ist nur verdammt schwer wenn das Gegenüber KEIN Gespräch will. Man muss den Ernst der Lage klar rüberbringen. Natürlich reden wir hier mal "nur" von einem halben Jahr, aber ich weiß nicht wie es anderen geht - ich sehe hier keine Tendenz zur Besserung.

    Die Verrückte Baut vom Joker hat es für mich eigentlich schon auf den Punkt gebracht welche Möglichkeiten dir Offen stehen.
    - Drüber reden, auf Besserung hoffen
    - Drüber reden, auf offene Beziehung hoffen
    - Sex woanders suchen, trotzdem zuammenbleiben
    - Trennen

    Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute! Halt uns auf dem laufenden wie es weitergeht bei dir!
     
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    18 Mai 2013
    #13
    Off-Topic:
    Ich sehe keinesweges, dass die Kieselsteinin hier fehl am Platz ist. Im Gegenteil: ich lese bei ihr bedeutend mehr Reflektion heraus, als bei manch anderen, bedeutend älteren Usern, in diesem Forum. Wäre sie auch fehl am Platz, wenn sie 38 statt 18 wäre, aber die gleiche Meinung vertritt?


    Ja, der TS hat schon bedeutend länger Sex und sollte auch bedeutend mehr Lebenserfahrung haben. Und daraus sollte m.Mn. nach resultieren, dass man eine Beziehung (davon ist ja hier wohl die Rede, nach 3,5 Jahren) als mehr definiert als den Abbau dicker Eier.
    Nochmal zur Verdeutlichung: das Paar hat keinen Sex mehr, weil ein Partner krank ist, schwere Schmerzen hat(te). Das, was dem schmerzfreien Partner dazu einfällt: Druck machen, übers Fremdgehen nachdenken. Mit 48 Jahren hat der TS kein Stück mehr reflektiert um zu diesem Schluss/diesen Verhaltensweisen zu kommen? Und wundert sich dann noch, dass seine Freundin nicht freudig erregt jeden Tag wieder Lust auf ihn hat, nachdem er dieses Verhalten an den Tag gelegt hat? Ich könnte mir schon sehr gut vorstellen, dass sie sich mit ihren Schmerzen nicht ernst genommen fühlt und sich dies natürlich auch auf ihre Einstellung zum TS auswirkt.
    Ja natürlich müssen Gespräche her, aber ohne Vorwurf, ohne Druck, ohne "Du hast doch eh keine Lust mehr auf mich" und "ich Armer fühle mich so zurückgesetzt". Vielleicht geht es ihr genauso? Vielleicht fühlt sie sich auch zurückgestetzt, weil der TS ihre Krankheit nicht ernst nimmt? Vielleicht hat sie auch ein großes Problem damit, selber keine Lust und damit keinen Sex zu haben?
    Und natürlich darf der TS auch darüber nachdenken, ob diese Frau noch länger seine Partnerin sein sollte. Aber bis zu diesem Punkt sollte man erst einmal alle Möglichkeiten ausgeschöpft und ausprobiert haben. Gemeinsam, ohne Schuldzuweisungen und Vorwürfe. Das nennt sich Beziehung und das sollte man mit 48 gerafft haben.
     
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  • User 130914
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    18 Mai 2013
    #14
    Off-Topic:
    Mit meinem "Fehl am Platz" meinte ich nun weniger das Alter um genau zu sein ... Ich denke man kann schon erahnen in welche Richtung der TS tendiert - und ein Mensch ändert sich nicht von heute auf morgen nur weil im Forum auf ihn eingeredet wurde. Die Einstellung des Kieselsteines mag für sie völlig in Ordnung sein, sprech ich ihr auch nicht ab. Aber das hilft dem TS hier glaub ich wenig wenn man wiederholt kundtut wie angewidert man ist.

    Ich trinke keinen tropfen Alkohol. Deswegen polter ich aber auch nicht in Threads rein wo es um dieses Thema geht und stoße jeden mit der Nase drauf was ich davon halte und wie können sie nur. Ich hoffe ihr versteht was ich meine ... andere Meinungen zu hören ist durchaus wichtig und hilft einem manchmal auch weiter - mehr oder weniger. Aber man sieht auch an der Reaktion des TS dass auch er bei seiner Meinung bleibt - und diese ist nunmal anders :smile:

    Nehmts mir nicht übel - ich wollte natürlich niemanden hier ausschließen. Aber da reden zwei in verschiedene Richtungen ...
     
  • User 12529
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    18 Mai 2013
    #15
    Ich kann verstehen, dass du gerne wieder Sex mit ihr hättest. Und das mit der Zeit, grad bei diesem extremen von 100 auf 0-schritt, diese unbefriedigte Lust soweit wirkt, dass du es dir mit anderen ernsthafter vorstellen kannst.
    Aber ich kann nicht verstehen, dass du ihr nicht glaubst, dass ihr Rücken immer noch kacke ist und vor allem ihr Beckenbereich taub (auch wenn man agiler ist als vor Monaten, können die Nervenleitungen immer noch eingeschränkt sein).
    Warum sollte sie dich anlügen, wenn ihr euer Sexleben so offensichtlich so viel Spaß bereitet hat, dass ihr so oft miteinander Sex hattet, bevor die Rückenprobleme auftraten?

    Kann auch gut verstehen, wenn sie damit keinerlei Lust verspürt, dir zb mal einen zu blasen oder einen HJ zu machen. Mir macht sowas auch nur Spaß, wenn ich Lust habe. Ansonsten würd ich mir vorkommen, wie eine SB-Maschine für ihn.
    Für dich wär es vermutlich auch nicht sooo viel befriedigender unter diesen Umständen, als selbst SB zu betreiben, wenn sie es dir wie auch immer besorgt, dabei aber überhaupt keine Lust drauf hat.

    Eine Lösung, mit der beide zufrieden sind, solltet ihr bald finden. (Die natürlich nicht die ist, dass sie "die Beine breit macht", wenn sie keinerlei Lust auf Sex hat).


    Wann hattet ihr das letzte mal darüber geredet? Wirklich im Januar? Und seitdem hat keiner von euch versucht, den Partner drauf anzusprechen oder vlt auch sexuelles einzuleiten? Wenn doch, wie lief das?
     
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    21 Mai 2013
    #16
    Morgen!

    Also ich sehe das ganze irgendwie anders.
    Sie will aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mit dir schlafen, weil sie nichts mehr fühlt, und du denkst darüber nach fremdzugehen?

    Die Argumentation die ich hier teilweise lese „Man begehrt seinen Partner und möchte Sex mit ihm haben“ ist demnach hinfällig. Du willst ja allgemein nur Sex, mit wem scheint dir egal zu sein. Du denkst in erster Linie nur an deine Befriedigung und nicht an die Gefühle deiner Partnerin?

    Das ist traurig, ich finde du solltest dich trennen. Tu ihr das nicht mehr an!
    Vor allem in deinem Alter hätte ich mehr erwartet.
    Du bist nicht mehr der Jüngste, und was ist, wenn dir mal ähnliches passiert (was ich dir bei weitem nicht wünsche!!!) und du zb sexuell nicht mehr einsatzfähig bist, ist es dann für dich okay, wenn deine Partnerin sich ihren Spaß woanders holt? Klar würst du jetzt ja sagen, weil du halt nur die Sicht aus deinem Blickwinkel hast, wie die Situation andersherum wäre, kannst du nicht beurteilen. Außer du hättest sie selbst erlebt. Aber wäre schon böse so auf das Abstellgleis gestellt zu werden, oder? Nur weil dein Körper nicht mehr kann.

    Mein Mann hatte kurz nach unserer Hochzeit einen schweren Verkehrsunfall. Er wurde mit dem Rad von einem LKW mitgenommen.
    Seine körperliche Verfassung war schrecklich! Diverse Splitterbrücke, sein Rücken hat Schaden genommen, nerven wurden durchtrennt.
    Er hat heute 2 künstliche Gelenke, ist auf einem Auge so gut wie Blind, und seine linke Gesichtshälfte ist gelähmt.
    Nach 2 Jahren hatten wir anfänglich die ersten sexuellen Versuche, und es passierte nichts!
    Das kam erst wieder nach und nach.
    Hätte ich deswegen auch gleich mit ‘nem anderen Kerl rumvögeln sollen?

    Es ist bei dir nicht so, dass sie keinen Sex will, sondern dass sie nicht kann. Da ist der Unterschied! Aber ganz ehrlich, wenn ich einen Partner hätte, der dann noch solchen Druck macht, dann würde ich auch nicht mehr wollen.

    Ja, Sex ist eine Beziehung ist wichtig, aber noch wichtiger ist, dass man füreinander da ist!
     
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    21 Mai 2013
    #17
    Also ich verstehe den Frust des TS sehr gut und kann nicht verstehen, dass ihm hier manche so eins auf die Ohren geben.

    Was wegen körperlicher Einschränkung nicht möglich ist, ist eben nicht möglich - das ist ja logisch. Aber, dass deshalb gar nichts mehr gehen kann, das Thema Sex komplett von 100 bis 0 vom Tisch ist und selbst ein Reden darüber genervt abgeblockt wird, kann ja auch nicht sein.

    Zwei längst erwachsene Menschen können immer eine Lösung finden, wenn sie respektvoll und verständnisvoll miteinander umgehen. Sexuelle Erfüllung und Nähe ist auch ohne körperliche Akrobatik möglich und befriedigend - für Körper und Seele.

    Wie und warum es zu dieser nun scheinbar richtig festgefahrenen Situation kommen konnte, ist schwierig zu beurteilen. Egoistische, vorwurfsvolle und druckmachende Äußerungen führen schnell dazu, dass sich einer bei dem eh schon heiklen Thema "Lust" dermaßen verschließt, dass nur ein absolut vernunftgesteuerter Ansatz von beiden ein erneutes Gespräch möglich macht und gemeinsam Möglichkeiten durchdacht und in Angriff genommen werden können.

    Denn wollen beide die Partnerschaft fortführen, kann das Unter-den-Teppich-kehren von normalen und verständlichen Bedürfnissen wie die des TS, ganz sicher keine Lösung sein.

    @TS: Wichtig wäre den Status Eurer Partnerschaft festzustellen.
    Du hast mittlerweile das Gefühl, dass Deine Partnerin ihr Rückenleiden sogar nur vorschiebt ... das sind sehr böse Gedanken, die aber tatsächlich schnell entstehen können, wenn man sich respektlos behandelt und abgefertigt vorkommt. Denn Du hast ein berechtigtes Problem und darum muss sich von beiden irgendwie gekümmert werden, genau so wie um ihres.

    Also, ein offenes Wort, dass ein wirklich offenes und vorwurfsfreies Gespräch nun einfach notwendig ist, um Zukunftsperspektiven Eurer Beziehung zu ergründen, wäre der erste Schritt.

    Möchte Madame das nicht einsehen ... tja, ich wüsste was ich tue.
    Ich kann mit allem klar kommen, nur nicht damit, dass man mich und meine Bedürfnisse einfach ignoriert, mich mit ihnen alleine lässt. Dafür brauch ich keine Partnerschaft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Mai 2013
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    21 Mai 2013
    #18
    Ich schließe mich Trouserbond voll und ganz an.
    Und kann das auch gut nachvollziehen, grade wenn man in dem Alter nochmal neu eine Beziehung anfängt und den Sex sicher als festen wichtigen Punkt in der Beziehung hat (meist ist das in den Vorbeziehungen das Problem gewesen) und seine Ansprüche sogar eher noch erhöht als in jungen Jahren, hat man da schon gesteigerte Erwartungen udn auch Ängste das die Beziehung auch diesmal scheitert.
    Grade an eine libidostarke Frau Anfang 40 hat man gewisse Erwartungen, bzw. weiß auch das sie eigntlich Sex weitaus mehr braucht, als ein Frau in den 20ern.

    Gebe auch zusätzlich noch zu bedenken, dass manchmal eine einfache schnelle Umkehr vermutlich nicht möglich ist, da es ja nun schon eine lange Zeit der Enthaltsamkeit gab.
    Grade bei Frauen fahren da hormonell alle Systeme erstmal runter, erst durch reglmäßigen Sex und sexuelle Reize wird die Libido wieder wach, tatsächlich schläft die Lust da schnell ein, je regelmäßiger Frauen Sex haben, um so geiler sind sie.
    Da muss man wirklich auch selber drann arbeiten und das erkennen und beheben wollen.
    Ist tatsächlich so das der Auslöser der Unlust, also Schmerzen, Medikamention usw. längst nicht mehr das Problem ist, sondern dass sie das Lust haben "verlernt" hat.

    Im übrigen geh ich davon aus das sie längst mit dem Gedanken das du fremd gehst gespielt hat, also das du es hochziehst udn ausschwitzt denkt eine Frau in dem Alter sicher nicht, villeicht weiß sie nur nicht so recht wie sie mit dem Gedanken umgehen soll, es irritiert sie villeicht das du es angeblich noch nicht getan hast oder doch und sie nix ahnt oder das es sie vielleicht nicht stören würde.
     
  • iamalover
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    21 Mai 2013
    #19
    Moin Moin, Micha!
    Ihr konntet über lange Zeit nicht mehr vögeln, aus gesundheitlichen Gründen.
    Sowas passiert, das ist ganz normal.

    Ich habe bei Deinem Schatz aber das Gefühl, daß es zunehmend zu einem Vorwand werden könnte um sexuelle Unlust körperlich kaschieren zu können.
    Mich stört ihre Weigerung, das Thema anzugehen, "stören" im Sinne von hellhörig machen.

    Ich hatte fast das selbe mit meinem Schatz.... Sie hatte auch extremste Schmerzen im Rücken, auch mit Krankschreibung und allem drum und dran. Natürlich hat unser Sex darunter gelitten, aber es war halt nur eine Phase... Auch während der schmerzhaften Phase hatten wir Sex/Zärtlichkeiten miteinander.

    Ich rate Dir (Um Deine abschließende Frage zu beantworten),
    Deine Freundin zu fragen, ob es ihr klar ist, daß Du ein zunehmendes Problem hast/bekommst.

    Es dreht sich nicht sofort um die Lösung des Problemes, es dreht sich erstmal nur darum, herauszufinden ob ihr klar ist, daß Du ein großes Problem bekommst/hast.

    Dauernder Sexentzug ist schon schlimm genug.
    Aber man darf dann dem Partner bitte nicht vorwerfen, ein sexgeiles Monster zu sein.

    Ich hatte auch schon sexlose Zeiten mit meinem Schatz....
    Aber sie hatte immer Verständnis für meine Situation.
    Und das ist für mich dann entscheidend.... daß man auch solche Dinge partnerschaftlich durchsteht.

    Good luck!
     
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    Klickt sich gerne rein
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    Verliebt
    21 Mai 2013
    #20
    Hallo Micha912,

    in einer Partnerschaft ist Kommunikation das Wichtigste! Ich selber habe 7 Jahre nach dem Tod meines Mannes verzichtet und habe inzwischen viele Menschen kennengelernt die lange auf Sex verzichtet haben!
    Da für Dich die Situation nicht einfach ist würde ich Dir vorschlagen, über folgende Punkte Dir selber erst klar zu werden:

    - Was sind Deine Bedürfnisse!
    - Was liegt Dir noch an dieser Partnerschaft?
    - Wie sind Deine Gefühle (Bauch und Intuition)?

    Kläre erst die Punkte für Dich und führe dann mit Deiner Partnerin ein offenes Gespräch! Wichtig rede in Ich-Form!
    Wünsche Dir viel Glück!
     

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