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  • KleinerKaktus
    Ist noch neu hier
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    Single
    19 Juni 2018
    #1

    Keine besten Freunde mehr

    Hallo :smile:

    ich hatte schon mal einen Thread eröffnet, in dem es um meine Einsamkeit und mein Dauer-Single Dasein ging. Das einzige was mir dabei immer geholfen hat, war der Gedanke, dass ich viele gute Freunde habe. Allerdings habe ich immer mehr das Gefühl, dass ich auch meine Freunde verliere ..

    Ich beende gerade meinen Bachelor und bin dafür vor einigen Jahren relativ weit weg von zu Hause gezogen. In meiner Heimat habe ich nur noch ein paar sehr wenige Freunde. Zwei davon waren bislang immer meine besten Freundinnen. Allerdings kriselt es schon länger. Wir haben uns schon immer relativ viel gestritten und die Streitigkeiten waren auch oft sehr persönlich und verletzend. In der Vergangenheit haben wir uns immer wieder zusammengerauft, aber durch die Entfernung zueinander ist es eben schwieriger geworden sowas zu lösen. Wir sehen uns vielleicht 3, 4 mal im Jahr, wenn dann wieder ein heftiger Streit war, ist es halt nicht einfach das wegzustecken bzw. zu lösen. Dazu kommt, dass ich gerade in den letzten Monaten immer mehr gemerkt habe, dass wir inzwischen komplett unterschiedlich sind. Gerade mit einer von den beiden teile ich überhaupt keine gemeinsamen Ansichten mehr. Im Gegenteil, ich finde ihre Ansichten und Einstellungen oft ziemlich arrogant und oberflächlich. Sie ist zu einem schicki micki Püppchen geworden, dass bei der der Partnersuche nur nach oberflächlichen Kriterien geht. Wenn sie mir von einem Mann erzählt, hat er in der Regel Geld und sieht aus wie aus einem Magazin. Sie schwärmt aber nie von seinem Humor, seiner Einfühlsamkeit, Intelligenz oder den tiefgründigen Gesprächen die sie führen. Ich habe inzwischen eine ziemlich schlechte Meinung von ihr und dass tut mir irgendwie auch selber weh. Da frage ich mich, ob es sich noch lohnt so eine Freundschaft aufrecht zu erhalten? Ich verbringen nach wie vor noch ganz gerne Zeit mit ihr, aber fehlen würde sie mir glaube ich nur, weil ich in meiner Heimat eben sonst kaum andere Bezugspersonen habe. Ich weiß aber auch nicht ob man sie überhaupt noch als Bezugsperson bezeichnen kann. Vieles aus meinem Leben erzähle ich ihr gar nicht mehr, weil sie mich oft in gewisser Weise verurteilt. Ich studiere halt und habe dementsprechend auch ein lockeres Leben, ich bin allgemein entspannter, manchmal vielleicht auch leichtsinniger. Sie ist immer sehr bedacht und orientiert sich sehr stark an gesellschaftlichen Regeln. Und sie hat eine Ausbildung gemacht und arbeitet inzwischen schon.
    Die andere beste Freundin studiert auch, also genauso wie ich. Gerade mit ihr hatte ich die heftigeren Streitigkeiten, wo ich mich damals schon gefragt habe, ob das überhaupt noch eine Freundschaft ist. Viele der schlimmsten Streits sind Jahre her, aber es hängt mir irgendwie immer noch nach und ihr wohl auch. Wir erzählen uns kaum mehr von den Dingen, die so los sind. Sie denkt glaube ich ähnlich wie ich und ist sich bei unserer Freundschaft auch sehr unsicher. Es ist irgendwie schwer zu beschreiben ..

    Ich frage mich einfach, ob es überhaupt noch was bringt diese Freundschaften aufrecht zu erhalten? Hätte ich in der Heimat mehr Freunde mit denen ich genauso eng wäre, würde ich die beiden wahrscheinlich einfach ziehen lassen .. Aber es ist schon traurig kaum mehr Freunde aus der Schulzeit zu haben, niemanden daheim zu haben mit dem man richtig reden kann. Ich habe auch zwischen den Feiertagen im Winter Geburtstag. Zu der Zeit ist immer jeder daheim und dadurch verbringe ich meinen Geburtstag automatisch nur mit meinen paar Freunden aus der Heimat und der Familie. Wenn ich die beiden verlieren, kann ich meinen Geburtstag wohl gleich immer alleine verbringen. Das gleiche gilt dann auch für Silvester. Ich habe einfach sonst überhaupt keinen bzw so gut wie keinen Bezug mehr zu meiner Heimat (abgesehen von meiner Familie). Gerade an diesen beiden Tagen wirklich alleine zu sein, wäre für mich das schlimmste ..

    Meine Freunde aus dem Studium sind komplett anders als meine Freunde daheim. Es klingt komisch, aber meine Studienfreunde sind die Freunde, die ich mir immer gewünscht habe. Wir sind eine mega coole, relativ große Clique. Es sind alle locker drauf, wir lachen viel mehr zusammen und alle haben ähnliche Ansichten zum Leben. Wir gehen viel feiern und haben auch sonst immer mega viel Spaß zusammen. Es sind die Freunde, die mir in der Heimat fehlen ..
    Allerdings trennen sich auch bald all unsere Wege. Jeder macht etwas anderes und geht woanders hin. Ich glaube, dass der Kontakt weiter bestehen bleibt, aber es ist eben normal, dass man sich dann nur noch ein paar mal im Jahr sieht. Wie es eben auch mit meinen Schulfreunden damals der Fall war.

    Ich kriege so langsam Angst, wenn ich daran denke, dass mein Bachelor Studium bald vorbei ist und meine Freunde aus der Heimat auch nicht mehr da sind.
    Es ist ein bisschen wirr geschrieben, aber vielleicht versteht mich ja jemand?
     
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  • User 167764
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    19 Juni 2018
    #2
    Naja, Leute verbringen Zeit miteinander, damit die Zeit schneller vergeht und damit man sich nicht so alleine fühlt. Das mag oberflächlich klingen, aber was du beschreibst, ist nicht sehr viel tiefgründiger.

    Ich an deiner Stelle würde versuchen, engere und intimere Beziehungen zu suchen. Anteil am Leben der anderen zu nehmen und sie in dein eigenes Leben einzuladen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man eines hat.
     
  • User 34612
    User 34612 (37)
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    19 Juni 2018
    #3
    Das ist jetzt alles nicht unnormal, was du beschreibst. Das geht und ging vielen ganz genauso.

    "Im Erwachsenenleben" ist es auch meistens nicht mehr so, dass man die beste Freundin hat, mit der man sich jede Woche trifft.
    Menschen kommen und gehen. Es ist nicht schlimm, wenn Freunde gehen. Es kommen neue Menschen. Und die können auch wieder gute Freunde werden.
     
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  • User 139331
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    Single
    19 Juni 2018
    #4
    Solche Veränderungen sind normal und gehören leider zum Leben. Tue dir selbst einen Gefallen und behalte den Kontakt mit den Freunden im Studium bei. Und suche Anschluss, sobald du eine Arbeitsstelle nach dem Studium gefunden hast, dann wird sich das Gefühl von selbst einstellen
     
  • KleinerKaktus
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    Single
    19 Juni 2018
    #5
    das ist ja traurig .. da frage ich mich echt, was für einen Sinn das Leben hat, wenn jeder nur so gut es geht, versucht die Zeit totzuschlagen. Wenn es normal ist, dass ständig Menschen kommen und gehen, verliert irgendwie alles an Bedeutung
     
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  • User 139331
    Verbringt hier viel Zeit
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    19 Juni 2018
    #6
    Puh, das wird jetzt philosophisch. Das Leben hat keinen universellen Sinn, sondern nur einen individuellen. Du selbst gibst ihm einen Sinn. Interessen verändern sich ebenso wie die Menschen. Von meinen Schulkameraden sind viele eigene Wege gegangen und wir haben uns entfremdet. Der eine ist Zocker geworden, der andere hat geheiratet und Familie gegründet und ich habe studiert und reise in der Welt herum. Einen gemeinsamen Nenner habe ich mit den alten Freunden nicht mehr, dafür habe ich aber neue Freunde gefunden, mit denen ich auch nach dem Studium Kontakt habe und mich regelmäßig gut unterhalte
     
  • User 167764
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    19 Juni 2018
    #7
    Was ich sagen wollte, war, dass es deine Aufgabe ist, dem ganzen eine Bedeutung zu geben, indem du deine eigene Oberflächlichkeit überwindest.
     
  • User 168361
    Klickt sich gerne rein
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    19 Juni 2018
    #8
    Oh ja, leider viel zu gut.

    Ja, die Leute verändern sich, man selbst kann sich ja auch verändern. So ist es natürlich, dass Freunde sich auseinander entwickeln, gerade wenn der Kontakt seltener wird. Richtig problematisch wird es erst, wenn keine neuen Freundschaften dazukommen, sondern nur die alten verschwinden.
     
  • KleinerKaktus
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    Single
    24 Juni 2018
    #9
    Ich weiß nicht was damit gemeint ist. Welche Oberflächlichkeit?
    Ich weiß auch nicht, wie ich dem Leben einen richtigen Sinn verleihen soll, wenn eigentlich eh jeder kommt und geht. Nichts hat Bedeutung und man versucht nur die Zeit herumzubekommen bis man stirbt!?
    Der einzige Mensch mit dem ich mein ganzes Leben verbringen werde, bin ich selber. Wie traurig

    Ich muss die Tatsache wohl einfach akzeptieren
     
  • User 136760
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    24 Juni 2018
    #10
    Wieso ist es traurig, mit sich selbst Zeit zu verbringen?
     
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  • User 167764
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    24 Juni 2018
    #11
    Oberflächlichkeit? Du hast selbst gesagt, dass du mit deinen Freundinnen aus der Heimat abhängst, weil einige Familienfeste zusammenfallen und du nicht allein sein willst. Das zeugt nicht eben von Interesse an diesen Menschen. Du sagst später, dass Gemeinsamkeiten für dein Interesse an potentiellen Freunden im Vordergrund stehen. Ich rate dir dennoch, den Kontakt aufrechtzuerhalten, denn jeder Mensch hat Wurzeln und die beiden stehen für deine Wurzeln und du für ihre. Solange ihr einen Brückenkopf in die Heimat habt (eure Eltern), würde ich die Freundschaft bei allen Gegensätzlichkeiten weiter wertschätzen.

    Und die Freundschaften an der Uni werden in Vergessenheit geraten. Du sprichst von einer sehr großen Gruppe ohne enge Bindungen, und bekannt seid ihr nicht auf Grund des Wunsches nach gegenseitiger Freundschaft, sondern weil ihr alle eine begrenzte Zeit notgedrungen miteinander verbringen musstet. Das sind Gemeinsamkeiten, keine Nähe. Solange du dich nicht für jemanden aufrichtig und tiefschürfend interessierst, werden deine Bekanntschaften flüchtig bleiben.

    Noch ein Tip: Ich würde bei meiner Suche nach Seelenverwandten Qualität über Quantität stellen. Die begrenzte Zahl an Freunden, die deine Eltern hat, liegt nicht etwa an der Persönlichkeit deiner Eltern, sondern an der Natur von Freundschaften.
     
  • User 127708
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    24 Juni 2018
    #12
    Du hast ja gesagt, du verbringst sehr gerne Zeit mit deinen Studienfreunden:
    Warum fährst du dann nicht über Silvester mal dorthin?

    Weihnachten bei der Familie verstehe ich, aber Silvester kann man doch auch mit den Freunden oder woanders feiern.
    Auch den Geburtstag; ich verstehe, dass man da gerne bei der Familie ist, aber auch da finde ich, es ist nicht verwerflich mal zu den studienfreunden zu fahren und da zu feiern, oder?
     
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  • KleinerKaktus
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    24 Juni 2018
    #13
    weil es einsam ist und mich über einen längeren Zeitraum traurig macht.

    Aber ab wann besteht denn ein aufrichtiges und tiefschürfendes Interesse?

    Es wohnen alle sehr weit weg und sehr verstreut. Da kann man nicht eben mal hinfahren. Silvester feiert halt jeder mit seinen Freunden aus der Heimat und es wäre mir irgendwie sehr unangenehm, zuzugeben, dass ich keine engen Freunde mehr habe.
    Das gleiche gilt für meinen Geburtstag. Es ist einfach auch ein blödes Datum. Da ist jeder daheim und möchte nicht unbedingt durch das halbe Land fahren .. Ich könnte nachfeiern und dann alle einladen, aber darauf habe ich dann auch selten Lust. Ich mag es nicht besonders im Mittelpunkt zu stehen und den eigenen Geburtstag finde ich immer unangenehm, weil immer diese Erwartungshaltung besteht, dass man das feiern muss. Wenn alle um die Ecke wohnen würden, würde ich halt alle zum gemütlichen Trinken einladen. Aber so muss es extra geplant werden, jeder fährt stundenlang Auto etc..

    Wenn ich sowas schreibe, fühle ich mich wie ein desozialisierter Mensch ohne richtige Freunde. Obwohl es eigentlich nicht so ist. Oder etwa doch? Mir fällt es oft schwer mich so zu zeigen wie ich bin. Ich zweifel so wahnsinnig oft an mir und fühle mich so oft so einsam. Aber ich erzähle es nie von selber. Meine Studienfreunde wissen über meine Probleme glaube ich nur sehr ansatzweise Bescheid, weil ich betrunken häufiger weine. Aber selbst dann erzähle ich nie die ganze Wahrheit darüber, wie es mir eigentlich manchmal geht.
    Ich kann sowas einfach nicht. Deswegen schreibe ich ja auch hier irgendwelche Beiträge, anstatt mit jemandem richtig darüber zu reden.

    Ich bin einfach immer ein wenig auf Distanz, aber ist das nicht normal? Oder kann ich so niemals wirklich tiefe Freundschaften schließen? Mit meinen ehemals besten Freunden habe ich zumindest versucht über solche Probleme zu reden. Aber das hat die Freundschaft eher belastet, weil mir keiner weiterhelfen konnte. Daher dachte immer, so wäre es besser.

    Ich bin echt ein komischer Mensch und ich wünschte, ich hätte andere Charakterzüge.
     
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    24 Juni 2018
    #14
    Dann gilt es, daran etwas zu ändern :smile:
    Ja denn: Leg los :smile:
    Das hast du doch alles selbst in der Hand.
     
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  • KleinerKaktus
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    24 Juni 2018
    #15
    Das ist in etwa so, als würdest du jemandem Werkzeug und Holz in die Hand drücken und sagen: Los, bau den Schrank auf.
    Derjenige hat aber noch nie einen Hammer, Schrauben, Nägel etc gesehen und hat auch keine Ahnung was ein Schrank überhaupt ist.
     
  • User 34612
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    24 Juni 2018
    #16
    Dann such Dir jemanden, der dir erklärt, wie das geht :zwinker:
     
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  • KleinerKaktus
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    24 Juni 2018
    #17
    Drei mal darfst du raten, weswegen ich hier bin ..
    Nimms mir nicht übel, aber solche Kommentare machen mich eher zornig.
     
  • User 34612
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    24 Juni 2018
    #18
    Was erwartest du denn konkret?

    Freunde sind ja keine Therapeuten, und wir sind es (zumindest zum Großteil) auch nicht. Wenn dir wirklich daran gelegen ist, etwas zu ändern, dann geh doch einfach mal hin. Warum dich das zornig macht, verstehe ich nicht.
     
  • KleinerKaktus
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    25 Juni 2018
    #19
    Ja, es ist wohl wirklich die falsche Anlaufstelle hier ..
     
  • User 126059
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    26 Juni 2018
    #20
    Das glaube ich übrigens nicht. :zwinker:

    Ich verstehe das von dir bisher hier geschriebene so:

    #1: Du hast in der Heimat keine engen Freunde mehr:

    #2: Du bist nicht gerne alleine und fühlst dich schnell einsam:

    #3: Du bist unsicher:

    #4: Du findest dich selbst nicht so toll und wärst gerne anders :

    #5: Du hättest gerne mehr Freunde, wie es deine Studienfreunde sind, in deiner Nähe:

    Die Frage ist: Was kann man dagegen tun?

    Problem 1: Du hast in der Heimat keine engen Freunde mehr.
    Du bist doch nur selten zuhause, oder? Freundschaften entstehen dadurch, dass man den Kontakt sucht, dass man Freundschaften wie ein Pflänzchen hegt und pflegt. Das heißt, das kann sich ändern, wenn du wieder regelmäßig zuhause bist.

    Problem 2: Du bist nicht gerne alleine und fühlst dich schnell einsam.
    Unternimm etwas! Bist du tierliebend? Such dir ein Tierheim und führe die dortigen Hunde Gassi! Oder kannst du gut mit alten Menschen? Geh ins Altersheim und spiele mit ihnen Karten - bei mir in der Gegend gibt es dafür extra Vereine, die sich um einsame alte leute in Pflegeheimen kümmern.
    Machst du gerne einen bestimmten Sport? Trete einem entsprechenden Verein bei!

    Problem 3 & 4: Du bist unsicher, findest dich selbst nicht so toll und wärst gerne anders.
    Das ist wohl der schwierigste Part. Lerne, dich selbst zu lieben. Stell dich vor den Spiegel und sag dir, dass du dich selbst magst.
    Nimm dir ein großes Blatt - mindestens in A3 - und schreibe dir auf, was du an dir gut findest. Ich habe diese Übung von einem Mentalprofi und greife selbts immer wieder darauf zurück, wenn ich mal daran zweifle, gut zu sein, wie ich nunmal bin. Diese Dinge, die du an dir gut findest, können verschiedenste Anknüpfungspunkte haben - Charaktereigenschaften, Äußeres, Begabungen, Intellekt, Interessen usw. Du hast bspw. im Eingangspost erwähnt, dass deine Freundin recht oberflächlich ist - vielleicht achtest du besonders auf die inneren Werte von Menschen? Dann schreib das auf! Du kannst einen Spagat? Schreib es auf! Du kochst die beste Lasagne? Schreib es auf! Du bist ein sehr geselliger Mensch (wovon ich nach dem von dir geschriebenen ausgehe)? Dann schreib es auf!
    Hebe das Plakat auf, arbeite kontinuierlich dran weiter. Wenn man sich mit positiven Dingen beschäftigt, werden vor dem inneren Auge negative kleiner.
    Und wenn es Dinge gibt, die dich an dir maßlos stören, dann verändere sie! Findest du dich zu unsportlich? Dann mach Sport. Wärst du gerne offener? Dann versuch in einem ersten Schritt, mit der Backwarenverkäuferin einen Smalltalk zu starten. Und Dinge, die du nicht ändern kannst, musst du lernen, zu akzeptieren. Wenn dir dein kleiner Finger nicht gefällt, kannst du ihn nicht direkt austauschen lassen, nur weil er krumm ist. Lerne ihn zu lieben und sieh in ihm ein Unikat, das genau dich ausmacht.

    Problem 5: Du hättest gerne mehr Freunde, wie es deine Studienfreunde sind, in deiner Nähe.
    Was spricht eigentlich dagegen, am Studienort wohnen zu bleiben? Bleibt ein Teil der Clique am Studienort?
    Wenn das keine Option ist: Freunde lernt man auch oft über gemeinsame Hobbys kennen - such dir bspw. einen Verein, wie unter Problem 2 beschrieben.

    Hilft dir das weiter? Ich hoffe es, denn ich habe mir Mühe gegeben. :zwinker:

    Off-Topic:
    Und noch etwas, KleinerKaktus : Ich mag deinen Nicknamen sehr gerne. Finde ich sehr sympathisch. :zwinker:
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Juni 2018
    • Hilfreich Hilfreich x 8
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