• samlove_no1
    0
    20 Juni 2004
    #21
    mein freund kifft auch, verrauchte im monat so ca 100-150euro... was meiner meinung nach doch schon ziemlich heftig war.
    seitdem wir zusammen sind, hat er es wirklich stark reduziert. wenn ich bei ihm bin, raucht er gar nichts mehr, dann nur noch abends, wenn wir unterwegs sind. bei ihm hat das auch was mit der psycho zu tun... haben darüber auch oft geredet. er meinte, ich würd ihm halt geben, er merkt, dass jemand da ist, der sich um einen bemüht und er nicht das gefühl bekommt, dass er allein ist... wäre jetzt ne lange geschichte, dass alles zu erzählen, aber ich wünsch mir echt, dass er damit ganz aufhört...

    ich hab nur angst davor, sobald es irgendwie streß gibt, oder irgend ne andere extremsituation auf ihn zukommt, dass er wieder mehr kifft...

    was kann ich denn da tun?
     
  • 20 Juni 2004
    #22
    Ich kiffe eigentlich nur in der Woche!!!! Ich kann nicht behaupten, das man dadurch dumm wird oder sonstwas! Die Leute, die durch kiffen zu anderen Drogen greifen, sind in der falschen Gesellschaft!
     
  • Qua'Ken Te
    Qua'Ken Te (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    20 Juni 2004
    #23
    Meiner Ansicht nach sind Leute die überhaupt regelmäßig zu Drogen greifen in der falschen Gesellschaft.
     
  • Marla
    Marla (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    123
    1
    nicht angegeben
    20 Juni 2004
    #24
    ... wer raucht, kifft oder gar alkohol trinkt ist in der falschen gesellschaft...
    ... sex ist auch ne droge: falsche gesellschaft ...
    ... die ganze gesellschaft ist falsch, genau das hält sie zusammen...
     
  • snoopy18
    Gast
    0
    20 Juni 2004
    #25
    hmm ja ich denke das het sehr was mit dem eigenen Charakter zu tun ob man sich dem Kiffen sich sozusagen "ergibt". Ich rauche auch ab und zu einen Joint, nicht jeden Tag, so 2-3 pro Woche, also sgab mal ' ne Zeit da hab ich massiv mehr gekifft, min. einen pro Tag, dass war wohl weil meine damalige Ex mit mir Schluss gemacht hat, da musste ich mich irgendwie "ablenken" weils mir so mies ging..

    Jetzt weiss ich, dass Kiffen nicht dazu da ist seine Probleme zu verdrängen, Kiffen ist für mich mehr ein Entspannungsmittel geworden..aber eben wenn mans mit dem Konsum nicht übertreibt hats praktisch keine Auswirkungen auf deine Psyche.. :zwinker:
     
  • LeungTing
    Gast
    0
    20 Juni 2004
    #26
    Aus eigener Erfahrung kann ich mal schildern wie das in den meisten Fällen läuft.

    Irgendeiner in der Clique schleppt Gras an, alle Rauchen mit, Lachen sich kaputt und haben Spaß. Ein oder 2 Wochenenden später macht mans wieder, weils lustig war und auch nicht geschadet hat (nichtmal Kater oder so). Mit der Zeit wird dann aus einmal alle 2 Wochenenden jedes Wochenende 2 Tage lang. Irgendwann fängt man dann auch mal an unter der Woche zu kiffen. Aber sicher, man ist nicht süchtig, man machts ja nur weils Spaß macht, und man könnte ja jederzeit damit aufhören. In dieser Phase mag das noch zutreffen, aber spätestens wenn man jeden Tag kifft sollte einem eigentlich klar sein, daß man sich damit selbst belügt. Wie gut man ohne kann, merkt man dann, wenn "nix abgeht", da kann man mit den meisten Dauerkiffern nix anfangen, die sind nur darauf fixiert wo sie denn nun jetzt doch Dope herbekommen könnten. Und das bekommt Priorität Nummer 1, andere Freizeitaktivitäten werden langsam unwichtiger, bis sie schließlich ganz eingestellt werden.

    Das ganze geht schön langsam und gemächlich, aber beständig. Deswegen merkt der Kiffer (bzw. verdrängt es) die eigene Veränderung gar nicht. Irgendwann ist man eben soweit, daß die beste Freizeitgestaltung die einem einfällt Kiffen ist. Sonst ist nicht mehr viel mit einem anzufangen, man ist eben ziemlich gleichgültig, das einzige was wirklich zählt ist, daß geüngend Dope vorhanden ist, alles andere ist Nebensache.

    Aus meinem Freundeskreis der damals dabei war haben die meisten aufgehört, also von ca. 20 Leuten haben so 15 aufgehört (inklusive mir). Man wird eben langsam älter und merkt, daß das so nicht weitergehen kann. Zudem wirds nach ein paar Jahren Dauerkiffen ziemlich langweilig. Einen wirklichen Törn gibts sowieso nicht mehr, Lachflashs wie sie Anfangs auftraten gibts auch nicht mehr. Es ist eigentlich nur noch ein dumpfes Körpergefühl, mit dem man sich super in einen Sessel hauen und Fernseh schauen kann, mehr aber eben auch nicht.

    Bei allen Leuten kam die Entscheidung aufzuhören von selbst, es war auch nix mit Wetten wer als erster aufhört oder so. Einer nach dem anderen (die älteren meist zuerst) hat aufgehört. Somit hatten die Übriggebliebenen auch immer weniger Leute mit denen sie Kiffen konnten (allein Kiffen ist ziemlich doof).

    Diejenigen die immer noch Dauerkiffer sind, naja, was soll man sagen wenn man sich die schulische/berufliche Laufbahn ansieht. Ein Abbruch folgt einem anderen, andere sind Arbeitslos etc. Kiffen macht nicht unbedingt dumm würde ich sagen, allerdings wird einem alles andere egal, und das ist das große Problem am Kiffen.

    So, ich glaube der Text is langsam lang genug. Achso, was ich sagen wollte: Deine Hilfsbereitschaft in allen Ehren, aber das mit dem Aufhören klappt erst, wenn dein Freund das Problem selbst erkannt hat und den Willen entwickelt aufzuhören. Das kann man einem auch nicht wirklich einreden, kann mir auch nicht vorstellen das eine Drogenberatung das kann (von uns war niemals jemand in einem solchen Laden). Das Problem ist eben hauptsächlich, daß er bis er soweit ist (das geht nich von heut auf morgen) eben einiges verbauen kann was er später bereut (Schule abbrechen etc.). Solange er nicht anfällig für Schizophrenie/Depressionen ist wird er sonst keine Schäden davontragen. Was auch eine große Rolle spielt, ist mit wem er kifft. Bei uns waren das doch größtenteils "intelligentere Menschen" aus der höheren Bildungsschicht. Was hat das zu sagen ? Ganz einfach: In dieser Menschengruppe, so kommt es mir vor, greift man nicht so leicht zu härteren Drogen. Die etwas dümmere Spezies merkt meist irgendwann "Ey Alder, das Dope törnt mich gar nicht mehr so cool. Gibts nicht was was mehr törnt ?". Tja, und damit ist die Karriere eben meist vorgegeben. Über Pep und evt. Koks gehts bei einigen dann bis zu den ganz schlimmen Sachen. Deswegen wichtig: Da du ihn nicht vom Kiffen abhalten kannst, versuche ihn wenigstens von den falschen Leuten wegzuhalten. Ich denke man brauch keine besondere Menschenkenntnis um die etwas asozialeren von den etwas gebildeteren unterscheiden zu können.

    Sobald er den Willen hat wird er es schaffen. Mit dem Kiffen aufzuhören ist reine Kopfsache. Zumindest fiel es mir um einiges leichter als mit Zigaretten aufzuhören (was ich bis heute nicht geschafft habe).
     
  • 20 Juni 2004
    #27
    Jetzt werd ich aber ganz schön ungemütlich!!! Warum ist denn der arme Junge gleich süchtig, weil er sich mal nen Joint reinzieht? Warum zur Hölle soll er damit unbedingt aufhören?

    Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum Marijuana zu einem absoluten Katalysator für gesellschaftliche Probleme wird. An allen ist einfach das ach so böse kiffen schuld! Da ist einer vom Heroin abgekratzt und hat vorher gekifft, liegt natürlich am kiffen.
    Ich denke eher das der gute Alkohol die Geisel unserer Gesellschaft ist. Jeder findet es gut und lacht, feste wie Oktoberfest, Biergärten und die meisten Prominenten animieren uns trinken. Alkohol ist eher ein enormes Problem!
    Die randalierenden Jungendliche in der Bahn sind selten bekifft, genau wie die sozialen Aussteiger vor der Rewe-Kaufhalle. Ich wurde auch nicht von bekifften Studenten, sondern eher von besoffenen Rechtsradikalen zusammen getreten, wobei ich beinahe meine Männlichkeit verloren hätte!

    Also, denkt mal darüber nach, bevor ihr euch das nächste Bier reinzieht und über die bösen Kiffer lästert!!!
     
  • Qua'Ken Te
    Qua'Ken Te (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    21 Juni 2004
    #28
    Ganz einfach, Marihuana ist nunmal eine Droge die leicht abhängig werden lässt. Das habe ich selbst mehrfach erlebt (auch selbst). Der Kontakt zu Dealern und anderen Drogenkonsumenten tut dann häufig sein übriges.
    Es muss nicht schlimm enden, aber die Gefahr ist da und wird leider sehr oft unterschätzt. Kiffen ist nicht so harmlos wie es von vielen jüngeren beschrieben wird.
     
  • shabba
    Gast
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    21 Juni 2004
    #29
    ..aber dennoch finde ich die geschichte von gruenes_gift doch etwas extrem. man greift doch nicht gleich zur heroinnadel wenn man kifft...

    andererseits sollte man hasch nicht unterschaetzen. wenn man sagt, "man hat es unter kontrolle", ist das schon eine falschaussage
     
  • klatschmohn
    Meistens hier zu finden
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    22 Juni 2004
    #30
    ich finde man sollte nach all dem immer noch bedenken das jeder mensch, jede gesellschaft ein bedürfnis nach rausch hat, entscheidend ist nur die art und weise wie dieser gesucht wird / befriedigt wird. es gibt kulturen in denen es ganz " normal" ist zu kiffen. untersuchungen haben übrigens ergeben, das jährlich viel mehr menschen an den folgen von alkohol und tabak sterben. und wer macht sich den bitte schön gedanken wenn der Freud / eine Freundin oder der vati abends beim fernsehr gucken ein bier und einen schnaps dazu trinkt- kaum einer. und genau das ist der punkt, um alkohol macht sich kaum einer gedanken weil alkoholkonsum von unserer lieben, tollen ach so toleranten gesellschaft immer noch akzeptiert wird. und wenn jemand mit 14 noch nicht einmal besoffen war wird er angeguckt als ob er vom mond kommt. es wird als normal angesehen das jugendliche trinken und zigaretten rauchen...hätte man das thema in den letzten jahren nicht so in den medien breit getreten wäre es gar nicht so weit gekommen. das ist genau wie bei chemischen substanzen und diesem techno-kult.
     
  • Qua'Ken Te
    Qua'Ken Te (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    22 Juni 2004
    #31
    Eben. Zigaretten und Alkohol sind schon schlimm genug, da muss man nicht auch noch Kiffen gesellschaftlich abzeptabel machen.
     
  • Age
    Age
    Gast
    0
    22 Juni 2004
    #32
    ich kiffe schon seit ich 13 bin und ich hab immer zwischen pausen gemacht also 1 jahr rauchen 6monate nix dann mal 2monate rauchen undann dann wieder 4 monate nix und ´das ging weiter
    und von Cannabis wird man ja nicht süchtig also nicht richtg
    mann kann Psychisch abhängig sein aber das ist nicht schwer zu über windenes ist wie ob man jetzt bock auf ein eis hat und dann verzichtet


    P.s schreibt mir nicht so texte oh scheiss kiffer oder ich kann dir helfen oder andere sachen
    Ich kiffe gerne und das ist so Die Jungend geht schnell vorbei

    Peace
    Age
     
  • lissy85
    Gast
    0
    22 Juni 2004
    #33
    Also ich Kiffe, Rauche und Trinke nicht.
    aber ich muss sagen das es mir lieber wäre Kiffen zu erlauben und dafür den Alkohol konsum stark zu unterbinden.

    Jemand der abends kifft oder ne zigarette raucht geht nicht nachhause und schlägt seine kinder und frau zusammen oder fängt Brüglereien mit anderen an.
     
  • Shaded
    Shaded (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    22 Juni 2004
    #34
    Das tut auch nur ein minimer Protzentsatz der Alkis..
     
  • 22 Juni 2004
    #35
    Lass mich raten, du bist CDU-Wähler und gehst jeden Sonntag in die Kirche!

    Meiner Meinung nach sollte man eher noch Alkohol prohibieren, anstatt Marijuana! Der Alk stellt ein weitaus höheres Suchtpotenzial dar, als das gute alte Gras. In dem Punkt muss ich Age auch mal zustimmen! Die Jugend ist wahrlich kurz genug, und was ich alles mit Gras erlebt habe, ist sicherlich nicht alles Astrein, über manches Schämt man sich sicherlich, aber meine Partyabende endeten nicht nach ein bis zwei Stunden besoffen und kotzend oder schlafend in irgendeiner Ecke!
     
  • satinka
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    22 Juni 2004
    #36
    ebn... alkohol is viel schlimmer als kiffen.. ich kenn genug leut die kiffen, und die sind viel kamoter als die leute die sich immer zusaufen... ok.. ich hab jetz keinen direkten vergleich, weil ich noch nie gekifft hab.. aber kiffen is weder eine einstigesdroge.. ausser man hat persönlichkeitsstöungen und noch dazu die falschen freunde.... mehr ned... ich kenn genug leute die ewig kiffen und trotzdem ganz normal sind und niemals drogn anrühren würden... mein freund kifft auch... aber er is ned süchtig danach, und wenn ich ihm sag er darf ned, dann tut ers auch ned....aus basta....ich versteh sowieso ned warum kiffen verboten is... man kriegt ausserdem stoned noch immer viel mehr mit als wenn man voll besoffen is....es is nur eine einstiegsdroge weil mans illegalisiert.... wenn mans noraml kaufen könnte, und ned nur bei dealern, dann wärs a sicher ned so... nur die dealer bieten dann eben auch mal was andres an als gras.... kenn ich aus eigener erfahrung...
    und alkohol is auch nur so toll weils verboten is für die dies no ned dürfen...
     
  • Qua'Ken Te
    Qua'Ken Te (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    23 Juni 2004
    #37
    CDU - ja; Kirche - nein. :zwinker:
    Ich stimme mit dir überein das Alkohol schlimmer ist als Marihuana. Aber es ist schlichtweg nicht möglich Alkohol zu verbieten. Und nur weil etwas schlimmes erlaubt ist (Alkohol) muss man noch lange nicht etwas weniger schlimmes (Marihuana) erlauben.
     
  • User 505
    Team-Alumni
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    Verheiratet
    23 Juni 2004
    #38
    Ich frag mich, warum manche Leute FREIWILLIG zwischen Pest, Pocken und Cholera wählen wollen und eins besser darstellen als das andere.. :rolleyes2
     
  • Piismaker
    Piismaker (34)
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    vergeben und glücklich
    23 Juni 2004
    #39
    Dieser Vergleich funktionert leider nicht...

    Es ist falsch die eine oder die andere Droge als schlechter oder besser einzustufen.... ich persöhnlich habe 4 Jahre geraucht....habe vor 4 wochen aufgehort damit. Ich kiffe und trinke Alkohol.....nichts von dem regelmässig....aber wenns sich ergibt dann rauche ich gerne einen Joint oder trinke ein bisschen über den Durst (wie man das bei uns nennt)

    Solange man unter Drogeneinfluss auch nicht auf die Strasse geht, finde ich, ist es auch egal ob man jetzt gerne kifft oder nicht. Ich halte diese Leute die alle Verfluchen die Drogen nehmen, für die viel schlimmere Sippe als die, die gelegendlich konsumieren. Ich spreche hier von denen die gelgenetlich konsumieren, und nicht von denen die mitlerweile eine Belastung für unsere Kantone geworden sind, weil sie von der Sozialhilfe leben, versteht sich.

    Es ist extrem aufheiternd ein ungerades Mal alkohol zu trinken und extrem entspannend ab und zu einen Joint zu rauchen... es ist allerdings eine Sucht wenn dies jeden oder auch nur jeden 2ten Tag geschiet. Ich spreche hier aus erfahrung, denn ich hatte schon psychische begutachten wegen einer starken Charakterveränderung, die das starke Konsumieren von Gras hervorgerufen hatte. Allerdings bin ich über diesen Trip hinweg und nutze jegliche Art von Drogen die ich nehme (haschisch, aklohol) als genuss und nicht mehr als suchtmittel.

    Ich hoffe mein Eintrag wird nicht als Drogenverherrlichend angesehen... ich will nur klarstellen was der unterschied von einem abhängigen und einem nicht abhängigen Kiffer ist. Und das es keine auswirkungen auf die Person hat, wenn man jeden Monat eins kifft.

    zum Topic: Jeden Tag einen Joint ist eindeutig ein Suchtverhalten.... zwar kein starkes, aber es ist eins.... und ich würde es ihm einfach sagen, dass es dich stört, wenn er in deiner Anwesenheit bekifft ist.... ich würde es ihm allerdings nicht verbieten gelegendtlich mal einie Joint an zu zünden...schliesslich ist da meine Meinung nach ncihts dabei.... Er muss drauf eingehen... wenn ihm deine Meinung egal ist, würde ich ihm vielleicht ein bisschen Zeit geben, es selber zu begreiffen...
     
  • LeungTing
    Gast
    0
    23 Juni 2004
    #40
    Wenn man die Kulturen vergleicht, so wird man auch feststellen, daß die Länder mit den "Kifferkulturen" wirtschaftlich eigentlich nix gebacken kriegen. Sicher hat das mehrere Gründe, aber einen Grund kann sich wohl jeder denken.

    Was das Todeszahlenargument betrifft: In meiner Kifferzeit war ich auch jemand dem kein Argument zu blöd war. Alkoholtote entstehen aber nicht dadurch daß der Familienvater abends ein Bierchen trinkt, sondern durch Alkoholiker. Und die haben meist doch ein _etwas_ anderes Konsumverhalten als der Durchschnittsbürger. Sicher, man kann auch ab und zu abends einen Joint rauchen, hat den gleichen Hintergrund -> Entspannen nach getaner Arbeit. Allerdings muß ich aus meiner Erfahrung heraus sagen, daß nur erwachsene Menschen ein solches Konsummuster an den Tag legen. Die Jugendkiffer konsumieren ihr Gras wie ein Alkoholiker seinen Schnaps. Sicher, man kann keine Überdosis Gras rauchen (was beim Alk möglich ist), wer allerdings meint dies würde ohne Folgen bleiben, dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen. Und ich denke hier geht es um "Jugendkiffer", und nicht um erwachsene Menschen die Mitten im Leben stehen, und sich am Wochenende mal einen Joint genehmigen.

    Das man mit 13 nicht kiffen sollte, das kann dir auch eigentlich jeder Kiffer sagen, der einigermaßen beisammen ist. Mit 13 befindet sich die eigene Persönlichkeit noch in der Entwicklung, durch THC-Konsum wird diese Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt. Und aus dem Spruch mit dem Eis kann man 1. dein Alter ablesen, 2. sehen wie ernst du die Sache nimmst.

    Nimms mir nicht übel, ich hab früher auch selbst ähnliche Sprüche losgelassen, und irgendwann erkennt man das es doch irgendwie anders ist als mit dem Eis...

    Bitte nicht böse nehmen, aber ich finde es immer etwas irritierend wenn jemand bei etwas mitreden will das er/sie noch nie gemacht hat. Trotzdem scheint deine Sicht ja relativ rational zu sein, was bei den meisten die noch nicht konsumiert haben nocht der Fall ist.

    Ein Lieblingsargument der Kiffer ist scheinbar immer noch, daß Alk doch viel schlimmer ist (Ich habe das Argument früher auch benutzt...). Vom Niveau her erinnert mich das Argument an meine Kindergartenzeit ("Aber der hat angefangen"). Anstatt ein pro-Argument mit Gründen dafür zu belegen, wird argumentiert die negativaspekte seien nicht so groß wie bei einer anderen Droge. Wer sowas als ernsthaftes Argument ansieht, also bitte...

    Das mit der Eintiegsdroge und der Illegalisierung ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kommt man tatsächlich über die Dealer in Kontakt mit anderen Stoffen, bzw. bekommt sie angeboten. Hier muß allerdings gesagt werden das halbwegs intelligente Leute sich nicht irgendwas einschmeißen, nur weil ein arbeitsloser Dealer behauptet "das törnt geil". Wenn ich irgendwelche Drogen (außer THC nur zwei mal Pilze, ein mal LSA und ein paar mal Ephedrin) konsumiert habe, so habe ich mich _vorher_ ausführlich darüber informiert, auch über Nebenwirkungen etc. Es gibt Leute die können den Namen der Droge die sie im Kopf haben nicht mal schreiben. Und hier würde ich sagen hilft alles nix, es wird immer einen gewissen Prozentsatz Menschen geben die einfach kein Hirn haben, und solange es keins regnen wird kann diesen auch nicht geholfen werden.

    Eine Legalisierung würde den Markt in harte/weiche Drogen aufteilen, wie dies in Holland der Fall ist. Hat Vor- aber auch Nachteile. Einerseites wäre die Aufklärung über die Drogen besser und vor allem ehrlicher. Ich erinnere mich noch an den Religionsunterricht in der Schule, wo alle Arten von Drogen verteufelt wurden (und nebenbei Marihuana und Haschisch verwechselt wurden). Nun, irgendwann probiert man mal und stellt fest daß da wohl einiges etwas übertrieben war. Was folgert man als kleiner Steppke: Die wollen einem nur Schwachsinn erzählen, alles erstunken und erlogen. Die "Hanflobby" hat dann ihre pro-Argumente auf Lager, die man auch ohne großes Nachdenken übernimmt. Man hat ja schließlich am eigenen Leibe festgestellt das die Contra-Propaganda schlichtweg übertrieben, wenn nicht sogar falsch ist.

    ..und wie immer liegt die Wahrheit in der Mitte. Die Abschreckungspropaganda hat ihr Ziel vollständig verfehlt, anstatt abzuschrecken treibt sie einen in die Arme der Hanf-Lobby, die einen mit geöffneten Armen empfängt. Wem hilft das ganze ? keinem. Ein etwas ehrlicherer Umgang mit Drogen anstatt abschreckende Propaganda könnte hier einiges anrichten, was u.U. auch mit einer Legalisierung erreicht werden könnte.

    Andererseite: Fahre mal nach Holland, insbesondere in die Grenzregion. Als Jugendlicher brauchst du keine 5 Meter zu gehen, und sofort bekommst du auch von Straßendealern harte Sachen Angeboten. Sicher, der Markt ist da, die Drogentouristen die sich in die Coffeeshops ihr Dope kaufen kommen. Ob daß eine wirkliche Verbesserung ist ??

    Eine Gesellschaft ohne Drogen ist eine glatte Utopie. Jede Gesellschaft bedient sich seither irgendeiner Form des Rausches. Die Form des Rausches unterscheidet sich zwischen den Kulturkreisen, bei manchen dient er auch zu spirituellen Zeremonien (Indianer z.B.). Mit der Verteufelung wird man das genaue Gegenteil von dem erreichen was man beabsichtigt, eine Verharmlosung von Drogen, wie sie die Hanf-Lobby betreibt hat allerdings genauso fatale Folgen. Warum kann man sich als erwachsener Mensch nicht einfach rational mit dem Thema auseinandersetzen ? Das, und auch nur das, würde auch unseren Nachkommen helfen nicht die gleichen Fehler zu begehen, wie wir sie evt. begangen haben.
     

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