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    13 September 2017
    #1

    Kinder kriegen in dieser Generation (Medien usw.)?!

    Als täglicher Youtube Nutzer und Hobby-Gesellschaftskritiker bin ich heute doch etwas nachdenklich geworden. In der heutigen Zeit findet man so viel Müll im Internet, jeder benutzt es jedoch und speziell ganz junge Kinder werden total abhängig von ihren Geräten und "sozialen" Netzwerken. Nichts wird mehr dafür benutzt, wofür es eigentlich geschaffen worden ist. Kinder werden durch Youtube Benutzer ausgebeutet, Videospiele werden immer teurer durch unnötige Erweiterungen, man hört überall nur das selbe Zeug, und Fernsehsendungen sind auch schon lang nicht mehr das, was sie einmal waren (ja damit meine ich größtenteils Sachen wie RTL II, wo früher immer Zeichentricksendungen kamen statt diesem Reality-TV Dreck...).
    Egal wohin man sieht und wie sehr man versucht, seine Kinder davon fern zu halten, es scheint einfach unmöglich. Und dann auch noch überall dieser Leistungsdruck im späteren Leben und während der Schule. Überall wird man unterbewusst manipuliert, einen egoistischen, verschwenderischen Lebensstil zu erlernen. Man kommt nur als hohles Arschloch weiter, wenn man das tut was alle machen und sich von der Gesellschaft manipulieren lässt.

    Und jetzt meine Frage: Was veranlasst die Menschen heutzutage noch, Kinder zu kriegen?

    Ich für meinen Teil würde das meinem Kind nicht antun wollen. Ich wüsste nicht, wie ich mein Kind anständig erziehen sollte, ohne dass es selbst "verseucht" wird. Es mag vielleicht noch einigermaßen schön sein, bis sie dann in den Kindergarten oder die Schule kommen, doch sobald das Kind dann in einer dieser Einrichtungen ist, verliert man die Kontrolle darüber und der Gruppenzwang nimmt seinen Lauf. Und ich selbst bin auch nicht perfekt, ich verbringe auch zu viel Zeit am PC, nur lasse ich mich eben nicht beeinflussen. Doch einem Kind wird der Unterschied nicht auffallen, zumindest den meisten.

    Doch bevor ich hier noch mehr herumschimpfe, beende ich meinen Teil erstmal.
     
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    13 September 2017
    #2
    Ich habe so meine Probleme damit, dass es "früher" besser oder einfacher gewesen sein soll, Kinder zu haben.

    Wann genau soll das gewesen sein?

    Als auch West- und Mitteleuropa regelmäßig von Kriegen überzogen wurde?

    In der Nachkriegszeit?

    Während einer Zeit, wo sich zwei atomwaffenstarrende, verfeindete Machtblöcke gegenüberstanden?

    Das könnte man ewig so weiter stricken. Jede Zeit hat ihre Herausforderungen, die sie an diejenigen stellt, die zufällig in ihr leben. Wären diese Herausforderungen ausschlaggebend gewesen, darüber zu entscheiden Kinder zu haben, wäre die Menschheit wohl schon längst ausgestorben.
     
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  • Shavedretry
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    13 September 2017
    #3
    Ich stelle mal eine provokante Gegenfrage: Denkst Du denn, es war früher anders? Klar, der SPEZIELLE Fall war anders. Kein Internet.
    Aber irgendeine Scheisse, die einem das Kinder kriegen vergällt, gibts doch immer. Atombomben. Kuba-Krise, Kalter Krieg. Die RAF. AIDS. Irakkrieg (mehrere zur Auswahl).
    Egal was es ist, was es "schwer" macht, sich für Kinder zu entscheiden - es ist Aufgabe der Eltern, das trotzdem "so gut wie möglich" hinzukriegen. Und trotz Millionen Ratgebern sagt Dir keiner, wies wirklich RICHTIG geht - und in der Regel hat man nicht so viele Versuche.
    Ich kann deinen Gedanken durchaus folgen, glaube aber, dass man da einen Weg finden muss, mit DIESER Problematik umzugehen (wie mit allen anderen auch). Und Gruppenzwang - das gabs vor 30 Jahren auch schon ("Wie, Du kannst Dir keinen Chiemsee-Pulli leisten?"); die Phänomene sind neu - die Probleme sinds, glaube ich, nicht wirklich......
    Meine 2 Cent :smile:
     
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    13 September 2017
    #4
    Für mich wäre das vor ~15-20 Jahren. In meiner Familie/Verwandtschaft konnte ich meine eigene Kindheit erleben und mit ein paar Jahren Abstand dann das Aufwachsen der Jüngeren beobachten und beeinflussen. Ich fand meine Kindheit noch ziemlich gut und einigermaßen entspannt, abgesehen von persönlichen Problemen. Hauptsächlich war es entspannt, weil selten der Fernseher/Pc oder das Handy an war und ich die meiste Zeit im Verein und draußen verbracht habe.
     
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  • User 155728
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    13 September 2017
    #5
    Ja, das trifft aber doch eher hauptsächlich auf deinen Mikrokosmos zu, oder würdest du das jetzt auch verallgemeinern, z.B.für Deutschland/Europa?

    Denn wenn ICH mich an diese Zeit erinnere kommt mir zumindest gerade nichts in den Sinn, was ausgerechnet diese Zeit als besonders friedlich, sicher, kinderfreundlich etc. kennzeichnet.
     
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    13 September 2017
    #6
    Smartphone und Internet kamen wohl deutschlandweit zu einer ähnlichen Zeit bei den Leuten an. Im ländlichen Raum wahrscheinlich etwas später, aber damit kenne ich mich nicht aus. Meine Freundin (irgendwo im ländlichen Nirgendwo) hatte 2010 noch kein Internet. Das war für mich schon faszinierend.

    Ich konnte als Kind noch auf der Straße spielen. Das geht bei uns inzwischen nicht mehr. Die Straße ist gleich geblieben, aber es fahren z.B. viel mehr fremde Autos am Tag durch und sie fahren schneller/rücksichtsloser als früher. Auch das ist nur meine persönliche Wahrnehmung, aber eine andere als diese kann ich mir nur von anderen berichten lassen. :zwinker:
     
  • User 155728
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    13 September 2017
    #7
    Das ist ja auch ok:smile:, was mich interessiert: sind diese von dir beschriebenen Faktoren ausschlaggebend für dich zu sagen: "Damals war es einfacher, besser, sinnvoller,.... Kinder zu haben"? Haben diese Umstände für dich also das Umfeld für Kinder gravierend verschlechtert?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 September 2017
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    13 September 2017
    #8
    Ginge es hier tatsächlich um existenzielle Dinge, könnte ich es ja verstehen, dass man aufs Kinderkriegen verzichtet - also z.B. wenn man nicht weiß, wie man seine Kinder ernähren soll, ob man nicht bald stirbt und nicht mehr für seine Kinder sorgen kann, oder Angst hat das eigene Kind zu Grabe tragen zu müssen, weil man in Zeiten von Kriegen, Hungersnöten, usw. lebt.
    Aber du thematisierst hier absolute Luxusprobleme: schlechte Entwicklungen in den Medien, usw. Wieso sollten derart lächerliche Probleme die Menschheit vom Kinderkriegen abhalten?

    Ja, natürlich gibt es u.A. gesellschaftliche und politische Entwicklungen, die mir nicht gefallen und Dinge, die sich z.B. seit der Zeit meiner Kindheit verschlechtert haben (z.B. die Tatsache, dass es damals viel leichter möglich war, als Alleinverdiener eine Familie über die Runden zu bringen und die weniger verbreitete Helikopter-Eltern-Mentalität). Aber trotzdem würde mich das nicht davon abhalten, Kinder in die Welt zu setzen, wenn ich dazu eine passende Frau an meiner Seite hätte. - Einfach, weil Kinder etwas so wundervolles ist, dass das die einzige Sache ist, bei der tatsächlich meine Gefühle der wichtigste Faktor sind - und nicht mein Kopf, wie in allen anderen Bereichen meines Lebens.
     
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  • Shavedretry
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    13 September 2017
    #9
    Und: Klar hatte man "damals" (wann auch immer das war) nicht DIESE Probleme - aber andere. Und ich bin recht sicher, dass die Leute, die "damals" Eltern wurden, sich genau die selben Gedanken gemacht haben (nur eben über andere Themen).
     
  • User 103483
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    13 September 2017
    #10
    Ja. Ich wollte bis vor Kurzem keine Kinder, weil ich mich immer fragte ob ich wirklich einem Kind diese Welt zumuten will.
    Inzwischen würde ich sagen, dass es mit dem richtigen Partner einen Versuch wert ist, aber ich will dann im Voraus gewisse Themen wie z.B. den Umgang mit Internet und anderen Medien und neuen Geräten besprechen. Wenn bei diesen Themen keine Einigkeit besteht, dann wäre es für mich tatsächlich ein Albtraum in der Erziehung. Ich würde aus aktueller Sicht außerdem mit meinem Kind möglichst ländlich leben wollen.
     
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    14 September 2017
    #11
    Witzig - diese Schallplatte ist wirklich uralt und hat 'nen riesen Sprung.

    Sprich mal mit Eltern von Leuten, die in den frühen 1980ern geboren wurden. Der Ost-West-Konflikt war auf dem Höhepunkt, die Menschheit konnte sich dutzendfach mit Atomraketen ausradieren, der Wald drohte wegen Sauren Regens einzugehen, wirtschaftlich lief's auch nicht so dolle (und dann wurde Helmut Kohl noch Bundeskanzlerdarsteller... :sick:) - jede Menge Gründe für Pessismus, Verzagtheit, Pulsadern schlucken und Schlaftabletten aufschneiden...

    Bei manchen war der Nachwuchs sicher nicht geplant - die Mehrzahl dürfte sich damals aber bewußt für Kinder entschieden haben in der Hoffnung, daß die es einst besser machen. Zudem gab es schon immer Leute die Genugtuung empfinden, wenn ihre Sippe sich fortpflanzt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 Dezember 2017
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    14 September 2017
    #12
    ich kann die gedanken des ts durchaus nachvollziehen (denke aber auch, dass man dafür eh schon am kinderkriegen zweifeln muss - für leute, die der meinung sind ihr leben wäre nur mit kindern wertvoll, sind das sicherlich keine ausreichenden gründe).
    ich hätte einfach keinen bock drauf, dass mein 11 jähriger sohn sich schon pornos reinzieht und damit eine unrealistische sicht auf diesen akt bekommt. oder meine tochter deswegen der meinung ist, sie müsse alles mitmachen. mir ist schon klar, dass man dazu seinen eigenen erziehungsbeitrag leisten muss, aber ich WILL über so einen schrott eigentlich gar nicht diskutieren oder es erklären müssen.
    lange rede, kurzer sinn...ich habe schon den eindruck, dass die gesellschaft sozial immer mehr verroht und das nimmt mir einfach noch mehr den willen ein kind in diese welt zu setzen.
     
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    14 September 2017
    #13
    Ich finde diesen Gedanken "ich will keine Kinder in die Welt setzen, weil ich ihnen diese Welt nicht zumuten will" ziemlich schräg und kann ihn eigentlich gar nicht "richtig denken", ohne einen Knoten ins Hirn zu bekommen.

    Dass man keine Kinder in die Welt setzen will, weil man SICH die Kinder nicht zumuten will, verstehe ich ja und finde es legitim. Wenn man nicht mit Kindern leben will, soll man es auch lassen.

    Dass man aber keine Kinder in die Welt setzen will, weil man diesen Kindern diese böse, schlimme Welt nicht zumutuen will, finde ich einen oberseltsamen Gedanken:what:: Vielleicht fände das Kind die Welt ja gar nicht so schlimm wie man selbst und würde ganz gerne in dieser bösen, schlimmen Welt leben? Ob die Welt eine schlimme Zumutung für es ist, soll m.E. das Kind irgendwann mal selbst entscheiden und nicht ich. Wenn es nicht existiert, wird es jedenfalls nie selbst erfahren, wie schlimm oder wie schön diese Welt ist.

    Ich bin jedenfalls HEILFROH, dass sich meine Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und alle davor, nicht so seltsame Gedanken gemacht haben: Ich finde es nämlich im Großen und Ganzen ziemlich cool, dass es mich gibt :whoot: und ich diese schlimme Welt zu Gesicht bekommen darf.
     
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    14 September 2017
    #14
    Ist nix Neues - früher klaute man den Beate-Uhse-Katalog aus der elterlichen Post. fand Pappis Super-8-Projektor samt Filmchen (später dann die VHS-Cassetten) oder die einschlägigen Magazine im Nachttisch - oder mopste das Zeug vom großen Bruder...
     
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    14 September 2017
    #15
    Off-Topic:
    klar, weiß ich. aber es war doch zum einen dann etwas ganz besonderes sowas in den händen zu halten - heutzutage kommt man als kind scheinbar fast gar nicht drum herum mit solchen inhalten (zu früh mmn) konfrontiert zu werden. und zum anderen denke ich eben auch, dass dieses material von heute zum größten teil eine gänzlich andere "qualität" hat. ist für mich eben schon ein unterschied ob man einfach korpulierende menschen sieht, oder eben nen gangbang, bei dem der frau mind. 3 löcher gleichzeitig gestopft werden und madame tränenüberströmt sich zusammenreißen muss dem nächsten nicht auf den schwanz zu kotzen.
     
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    14 September 2017
    #16
    Du hast völlig Recht, Kinderkriegen war in der gesamten Menschheitsgeschichte nur in einem schmalen Zeitfenster von 1990-1998 vertretbar. Davor und danach war immer etwas (zu viel Krieg, zu viele Krankheiten, zu viel Nazi, zu wenig Essen, zu viele Medien).
     
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    14 September 2017
    #17
    OK - das möchte ich mir nicht mal als Erwachsener ansehen...

    Aber zum einen würde ich die Wirkung solchen Zeugs nicht überschätzen - mit den Videorecordern kamen um die 1980er ziemlich viele Schundfilme (vornehmlich aus dem Blutspritz- und Horrorgenre) auf den Markt. Eltern und Pädagogen waren entsetzt, Jugendliche guckten den Rotz - aber entweder waren sie auch angeekelt, meist desinteressiert oder haben über den Müll gelacht.

    Aber natürlich fand sich irgendwann der eine Irre, der eine Frau genauso umbringen wollte, wie er's in 'nem Schundfilm gesehen hatte...

    Ich denke, mit irgendwelchen Hardcore-Pornos ist es ähnlich. Wenn jemand wirklich glaubt, dieses Schaugerammel sei normal, wird er sehr schnell merken, daß dem nicht so ist.

    Wenn man weiß, daß das Zeug rumgeht, muß man halt mal mit seinen Kindern reden.
     
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    14 September 2017
    #18
    Es ist ziemlich leicht, einer nachfolgenden Generation in Sachen Tugendethik auf den Kopf zu pinkeln.

    Die Entwicklung einer gesellschaftlichen Kultur erfolgt nicht sprunghaft, sondern aufeinander fußend.
    Wenn z.B. Du, lieber TS, nach eigenem Bekunden täglich Youtube konsumierst, kommentierst und kolportierst, bist Du Mitbegründer und Träger einer Lebensart, die auch Erscheinungen zeigt, die Du bei Jüngeren als verwerflich einstufst.

    Es hat keinen Sinn, Kinder zu erziehen,
    sie machen sowieso alles nach. *

    *
    Was so lustig widersprüchlich klingt, wird bei genauerem Hinsehen zur Idee.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 September 2017
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    14 September 2017
    #19
    Als läge das größte Glück darin auf der Straße zu spielen.... meine kids spielen eben im Garten oder im Park. Sie wachsen also trotzdem an der frischen Luft auf. Diese Luft ist übrigens tatsächlich frisch. Vor 30 Jahren brannten hier noch Hochöfen und förderten die Zechen. Meine Kindheit war von schwarzen Häusern und einer Smogglocke geprägt, die es heute nicht mehr gibt.

    Thema TV: haben wir nicht. Hier wird kein trash tv und vor allem keine werbung geschaut. Meine Tochter (4,5) darf am Tag für ca 45 min ans tablet. Dort schaut sie auf Netflix oder Amazon Serien oder spielt Lego-Apps. Das ist mmn 100x besser, als die Super Rtl Werbung und düsteren disneyserien meiner Kindheit. Sie kann gucken, was ihr gefällt, nicht was läuft.

    Und snapshat und WA muss man eben begleiten.
     
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    14 September 2017
    #20
    Wer mal ein bisschen schmunzeln will über die früheren Zeiten, wo noch alles besser war:
    5000 Jahre Kritik an Jugendlichen – Eine sichere Konstante in Gesellschaft und Arbeitswelt

    Ich frag mich auch, wann es denn wirklich besser gewesen sein soll und wie sich dieses "besser" denn konkret äußert. War es denn wirklich besser, als es noch vollkommen normal war, dass Eltern ihre Kinder mit einem Gürtel verprügelten? Oder dass ein Lehrer mit einem Stock nach ihnen schlug? Oder war es ernsthaft besser, dass Kinder mit allerspätestens 14 eine Lehre anfangen mussten, damit sie Geld verdienen können und endlich mal ausziehen?
    Oder war es so viel manierlicher, als man Kinder noch zu öffentlichen Hinrichtungen mitgenommen hat, wo Leute gehängt, gestreckt, ausgeweidet und gevierteilt wurden? Oder lebendig verbrannt? Oder war es so viel appetitlicher, als man die Toten noch daheim aufgebahrt hat und Kinder ihnen in den Zeh beißen sollten, um zu begreifen, dass sie tot sind?

    Ja, mein Gott, heutzutage könnte das Kind irgendwelche hirnverblödenden Sendungen auf RTL II gucken und sich heimlich einen Porno runterladen und anschauen... aber genau dafür sind doch die Eltern da, um das entweder zu verhindern, oder wenns zu spät ist hinterher vernünftig aufzuklären. Das nennt sich Erziehung.
     
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