• User 20345
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    nicht angegeben
    14 November 2014
    #1

    Kinder zahlen Unterhalt für Eltern

    Kinder sind grundsätzlich verpflichtet für den Unterhalt ihrer pflegebedürftigen Eltern aufzukommen. Jetzt ziehen Kommunen, die die eigenen Kassen schonen wollen, vermehrt Verwandte heran, was zu einer Diskussion führt, ob das Gesetz bezüglich Elternunterhalt überarbeitet werden sollte.

    Zeit
     
  • User 76250
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    14 November 2014
    #2
    Und das ist neu, weil ...?
     
  • User 135918
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    Es ist kompliziert
    14 November 2014
    #3
    Da gabs mal einen Vortrag vom VDK zu. Ich bin da 3 x aus dem Schneider: 1. Verdienst,

    2. GDB

    3. Erwerbsminderung durch die Behinderung
     
  • huhngesicht
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    14 November 2014
    #4
    Ich finde es zudem eine absurde Regelung. Wenn Eltern Kinder bekommen, gehen sie als muendige Menschen bewusst Verpflichtungen ein, die zB die finanzielle Fuersorge auch bei Volljaehrigkeit miteinschliesst (wenn noetig). Kinder hingegen suchen sich ihre Eltern ja nicht aus. Warum sollte aus der Tatsache von Verwandtschaft Versorgungspflicht resultieren?
     
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  • User 96776
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    14 November 2014
    #5
    War mir schon länger bewusst...
     
  • User 137391
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    14 November 2014
    #6
    ein grund mehr, die (eigenen) kinder zu höchstleistungen in der schule anzutreiben :zwinker::engel::whistle: :grin:
     
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  • Sulux
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    14 November 2014
    #7
    warum muss es dafür überhaupt ein gesetzt geben frage ich mich ...
    ich nenne das nicht gesetzt sondern dankbarkeit.

    eltern braucht finanzielle hilfe also wird geholfen.
    das es dafür ein gesetzt geben muss finde ich traurig.
     
  • User 146142
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    14 November 2014
    #8
    Weil nach Art. 6 Abs. 1 GG der Familie ein besonderer Schutz zusteht.
    Das gilt entspr. § 1601 ff. BGB natürlich in beide Richtungen.
    Abgesehen davon vgl. @Sulux: Dankbarkeit.
     
  • huhngesicht
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    14 November 2014
    #9
    Wobei "Schutz" natuerlich Hohn ist. Ich halte es auch fuer selbstverstaendlich, dass Kinder ihren beduerftigen Eltern helfen (freiwillig und aus Dankbarkeit)). Wenn man Kinder aber zwingt, die vielleicht verhassten Eltern finanziell zu versorgen, ist "Schutz" wohl kaum der passende Begriff. Dabei gibt der Staat Verantwortung an ein nicht frei gewaehltes sondern den Kindern aufgezwungenes Konstrukt ab. Das ist unverschaemt.
     
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  • Don Diro
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    14 November 2014
    #10
    Du vergisst dabei den finanziellen Aspekt,
    nicht jedes "Kind" ist auch in der Lage ,den Eltern zu helfen!:cautious:

    Deswegen hat der Gesetzgeber jedem Kind einen gewissen Eigenbehalt zugespochen,
    bei Ehepaaren verdoppelt sich dieser Eigenbehalt!
    Alles was dann drüber hinausgeht,...bekommen dann die Eltern!:zwinker:
     
  • User 146142
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    14 November 2014
    #11
    Man sollte 'Schutz' in diesem Zusammenhang nicht wörtlich nehmen; es handelt sich eher um eine Prioritätensetzung, hier finanzieller Art. Es ist eine Grundsatzentscheidung, ob Unterhaltsverpflichtungen zuerst der Familie und erst danach der Sozialgemeinschaft auferlegt werden sollen. Wenn allerdings die Entscheidung zulasten der Familie erfolgt ist, siehe o.g. §, dann besteht natürlich kein Wahlrecht mehr. Ist ja bei Steuern ähnlich; da kannst du auch nicht wählen zwischen 'genehm' und 'verhasst'.
     
  • huhngesicht
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    14 November 2014
    #12
    Mir ist die rechtliche Situation bewusst, ich halte sie aber fuer ethisch nicht begruendbar. Bei Steuern besteht der riesige Unterschied, dass sie prinzipiell fuer alle gelten, und man sich problemlos entziehen kann (Leben im Ausland zB). Bei Familie wird man entweder ins Glueck oder Pech hineingeboren und muss trotzdem entsprechend individuell die Konsequenzen tragen. Ungerechter in einem demokratischen Rechtsstaat kann es eigentlich nicht sein. Die klassische Familie ist ohnehin ein ueberholtes Modell. Jeder darf natuerlich gerne so leben (ich mache das auch), aber man sollte keine Zwangsgesetze daran festmachen.
     
  • Sulux
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    14 November 2014
    #13
    wie gesagt, ich finde auch dafür brauch man kein gesetzt.
    wenn ich als kind selbst gerade so über die runden komme kann ich auch nur dementsprechend helfen ist doch völlig logisch.
    wenn man als familie zusammenhält und schaut das es allen gut geht soweit es halt finanziell möglich ist und nicht das die einen in armut leben und die anderen in reichtum, völlig egal ob die eltern oder die kinder arm/reich sind, braucht man solche gesetzte nicht.

    natürlich gibt es da auch die fälle wo die kinder auf ihre eltern pfeifen, in saus und braus leben während die eltern aus der wohnung fliegen weil sie nicht mehr für die miete aufkommen können. da ist das gesetzt natürlich sinnvoll aber wie ich schon sagte: sinnvoll aber traurig das es sowas als gesetzt geben muss
     
  • User 146142
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    14 November 2014
    #14
    Nanana ... mach mal bitte kein Rosinen-picken aus familiären Zwangsgesetzen. Ich denke nicht, dass du auf's vorteilhafte Ehegatten-Splitting verzichtest und auch bei Erbschaften würdest du vermutlich nicht die Steuerklasse III wählen.

    Die ethische Situation ist aus meiner Sicht ohnehin klar: Eltern haben ein moralisches wie finanzielles Recht darauf, dass sich die Kinder um sie kümmern. Es ist im Einzelfall zwar mitunter fragwürdig, ob ein Kind die 'verhassten Eltern' unterstützen soll; umgekehrt allerdings ebenso. Aber daraus auf eine grundsätzliche ethische Unbegründbarkeit zu schließen, halte ich doch für verwegen.
     
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    14 November 2014
    #15
    Es sollte sowas nicht geben, weil es der Intention Familie widerspricht. In einer intakten Familie (ich wuerde mich fuer meine Tochter jederzeit von einem Loewen auffressen lassen), braucht es solche Gesetze nicht. Die Familie als Wert steht fuer sich selbst. Meine verarmte Grossmutter zB hat ihre langen letzten Jahre in einem wunderbaren Pflegeheim verbracht, weil ihre sieben Kinder das selbstverstaendlich zahlten. Wenn die Familie aber zerruettet ist, verhoehnt jedes Zwangsgesetz den Wert Familie. Es ist despektierlich und wuerdelos.
     
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    14 November 2014
    #16
    genau das meine ich.
    was bleibt denn noch von "familie" wenn man sich um sowas wie geld streitet ?
    Off-Topic:

    gut, die sache mit dem pflegeheim ist wieder ein anderes thema.
    würde für mich nur in frage kommen wenn es ihr da aus gesundheitlichen gründen deutlich besser geht als wenn ich mich um sie kümmere weil ich nicht geschult bin und sie unter einer krankheit leidet oder was auch immer.
    finde ich aber nicht schlimm wenn man sie dann auch oft besuchen geht und zeit mit ihr verbingt.
     
  • huhngesicht
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    14 November 2014
    #17
    Der Vergleich passt aber nicht. Stabile familiaere Strukturen dienen der Gesellschaft. Deshalb wird es gefoerdert (in dezenten Massen sollte man hinzufuegen). Entsprechend koennen sich Menschen entscheiden, Kinder zu bekommen. Das wird dann der Gesellschaft dienend ebenfalls unterstuetzt. Alles, was darueber hinausgeht, ist nicht frei gewaehlt. Ich habe mindestens 30 Cousins und Cousinen, sollte ich auch fuer diese aufkommen muessen? Ich bin nicht dagegen, dass Kinder ihre Eltern (meiner Ansicht nach selbstverstaendlich) unterstuetzen, aber so ein Gesetz hat diktatorischen Charakter.

    Bezogen auf das Gesetz nicht auf die Hilfe. Selbstverstaendlich gibt es das moralische Gebot (steht ja sogar in den Zehn Geboten) seine Eltern zu ehren. Wer dies aber nicht will, sollte nicht per Gesetz dazu gezwungen werden. Das entehrt das Prinzip.
     
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    14 November 2014
    #18
    @Sulux Ich finde, du vergisst da einen wichtigen Punkt: Nicht in allen Familien sieht es rosig aus. Man muss auch für seine Eltern aufkommen, wenn man keine gute Kindheit hatte, früh zuhause ausgezogen ist, geschlagen und schlecht behandelt wurde. Selbst, wenn es danach keinen nennenswerten Kontakt mehr gab. Und ja, dafür braucht man ein Gesetz. Erklär du mal jemandem, der von seinem Vater geschlagen und von seiner Mutter im Stich gelassen, dann mit 16 rausgeschmissen wurde und auf eigenen Beinen stehen musste, dass er im Alter für seine Eltern aufkommen muss.
     
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    14 November 2014
    #19
    Ich stehe dazu zwischen den Lagern, einerseits moechte ich meinen Eltern kein Heim zumuten. Andererseits gehts finanziell und wegen meinem Autissmus nicht anders, den Job mal ganz aussen vor.

    Ich bin schon dafuer ein Mindestmass zahlen zu koennen. Aber solange der popellige Mindestlohn ab naechstem Jahr nicht mal fuer sich selbst reicht, nein.
     
  • User 116134
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    14 November 2014
    #20
    Da gibt es aber doch Regelungen für. Unter gewissen Umständen kann man sich von den Unterhaltsansprüchen der Eltern befreien lassen- ich weiß gerade nicht, welche Umstände es genau sind, aber wenn die Eltern selbst nichts gezahlt haben, die Kinder ins Heim mussten, geschlagen oder missbraucht wurden, könnte ich mir vorstellen, dass es dann zu einer Befreiung kommt. Sofern es bewiesen ist natürlich.
     

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