• User 4590
    User 4590 (36)
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    nicht angegeben
    21 Juli 2006
    #81
    Und du scheinst absolut nicht kapieren zu wollen, dass hier keiner von 'psychischer Störung' spricht außer dir selbst. Alles, was hier gesagt wird, ist, dass der Wunsch des Threadstarters, wie ein Kind behandelt zu werden, womöglich eine psychische Ursache (<--- Ursache ist kein Synonym für Krankheit oder Störung) hat, die man vielleicht mal näher unter die Lupe nehmen sollte. Ob da tatsächlich etwas vorliegt, das therapiert werden muss, kann nur ein Profi nach eingehenderer Beschäftigung mit der ganzen Sache feststellen.

    Und was deinen geliebten Vergleich mit der Homosexualität angeht: Dass früher davon ausgegangen wurde, dass das eine Krankheit ist und man später eines besseren belehrt wurde, bedeutet noch lang nicht, dass jetzt grundsätzlich nichts mehr als psychisch verursacht bezeichnet werden darf.
     
  • RedSun28
    RedSun28 (41)
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    nicht angegeben
    21 Juli 2006
    #82
    ich kann mich da nur immer wieder in love and war anschliessen.

    auch wenn der TS heterosexuell wäre, hätte ich meinen Beitrag so verfasst wie er ist...
     
  • metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    21 Juli 2006
    #83
    Es ist mir durchaus positiv aufgefallen, dass die wenigsten es tatsächlich als krank etc. einstufen.

    "Komische Vorliebe - bin ich irre? "

    "Nun hat der mich auch mal außerhalb des Jobs gesehen, in wirklich kindischer (kindlicher?) Aufmachung und gemeint, ich hätte einen an der Waffel und sollte mal zum Psychater."

    "sondern 'das Verhalten ist krank, und Ursache könnte die Psyche sein'"

    "deine art zu schreiben wirkt auch für mich so, als würdest du "an einer psychischen störung leiden""

    Trotzdem mal ein paar Zitate in denen, zum Teil mit anderen Worten, von einer psychischen Störung geredet wird. Wenn ich den Threadstarter richtig verstanden habe, war sein Grundanliegen (siehe Threadtitel) eben genau diese Abgrenzung zwischen komischer Vorliebe und irre sein (=psychische Störung).

    "Dass früher davon ausgegangen wurde, dass das eine Krankheit ist und man später eines besseren belehrt wurde"

    Das hast Du falsch verstanden. Man ist nicht eines besseren belehrt worden, sondern man hat entschieden, es nicht mehr prinzipiell als Störung zu klassifizieren. Es ist ja eine reine Definitionssache und man hat in diesem Fall angefangen, die Sichtweise des Betroffenen miteinzubeziehen (Leidensdruck).

    Wenn der TS unter seiner Vorliebe leiden würde und sie ablegen wöllte, wäre er sicherlich bei einem Psychologen gut aufgehoben, der ihm mit einer Therapie helfen könnte. Aber solange er keine echten Probleme damit hat, kann man das meiner Meinung nach nur als sehr sonderbaren Lebensstil sehen.

    "dass jetzt grundsätzlich nichts mehr als psychisch verursacht bezeichnet werden darf."

    Das hat ja niemand gesagt und ich ja wohl schon gar nicht.

    "dass der Wunsch des Threadstarters, wie ein Kind behandelt zu werden, womöglich eine psychische Ursache"

    Mit nahezu 100% Sicherheit kann man davon ausgehen, dass es eine psychische Ursache hat.

    Ich glaube übrigens gar nicht, dass wir eine allzu unterschiedliche Meinung zu dem Thema haben.

    "Du bist keinesfalls irre oder sonst irgendwas in der Richtung, aber es läuft definitiv etwas nicht ganz so, wie es laufen sollte."

    Diesem Satz von Dir, kann ich durchaus zustimmen. Die davon verschiedene Meinung ist ja z.B. die des Zivikollegen, der sagt, er müsse zum Psychiater (also anders ausgedrückt meint: es läuft definitiv etwas nicht ganz so, wie es laufen MUSS).

    In dem "sollte" steckt einfach die Möglichkeit, dass Verhalten trotzdem als Variation innerhalb eines gesunden Zustandes zu sehen, auch wenn es sehr weit von der Norm abweicht.
     
  • DannyMirow
    DannyMirow (33)
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    Verheiratet
    21 Juli 2006
    #84
    Ich möchte mich auf jeden Fall mal für die vielen Antworten bedanken, auch vor den warnenden wegen meiner Zukunft. Alles in allem fühle ich mich bestätigt, dass ich nicht wirklich einen Klappsdoktor brauche. Aber ich bin mir wohl ein wenig bewußter, dass dies auch negative Auswirkungen auf mein Leben haben kann.

    Übrigens wurde ich heute zu einem Gespräch mit meiner Chefin gerufen, und mir ging gewaltig die Muffe! Es stellte sich aber heraus, dass sie mich nur für meine bisherige Arbeit loben wollte. Wenn jetzt in den Ferien auch alles so gut klappt, könnte ich nach meiner Zivi-Zeit sogar ein Praktikum dort machen, das wäre bestimmt gut, wenn ich später wirklich etwas in Richtung Kinderbetreuung/Pädagogik studieren will. Und da dem Objekt die Zivi-Zahl gekürzt wurde, würde es beiden Seiten helfen. Nur nebenbei hat sie gefragt, was da zwischen mir und dem anderen Zivi los wäre, ich bin sehr vage geblieben, und das wars dann auch zu dem Thema.
     
  • User 4590
    User 4590 (36)
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    nicht angegeben
    21 Juli 2006
    #85
    Gut, wenn das so ist, dann müsste man vielleicht zunächst mal begreiflich machen, dass eine psychische Krankheit bzw. ein psychisches Ungleichgewicht nicht gleich bedeutet, dass man 'irre' ist, in die Klapsmühle gehört oder sonstiges in der Richtung. Das ist, stark vereinfacht gesagt, so als hätte man eine Blinddarmentzündung - im einen Fall ist der Körper krank, im anderen Fall die Psyche; und ich bin eben der Meinung, wenn etwas nach Ente aussieht, dann sollte man es auch Ente nennen (um's mal plastisch auszudrücken :zwinker: ).

    Im Endeffekt willst du ja eigentlich nur darauf hinaus, dass sich sein Verhalten deiner Meinung nach noch im Bereich des Normalen bewegt, oder? Und da bin ich eben anderer Ansicht.
     
  • metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    21 Juli 2006
    #86
    Um das abzuschließen: Nein, das habe ich nicht gesagt. Es liegt ganz klar im Bereich des Abnormalen, ist aber klinisch solange unbedeutend, solange es keinen Leidensdruck seitens des TS gibt, der ihn selber zu einer Änderung bewegen würde.

    Ich hatte den Begriff des "irre seins", der umgangssprachlich und in meinen Augen ziemlich unsinnig ist, einfach durch Psychische Störung ersetzt. Mit diesem Begriff kann man etwas anfangen, über "irre sein" und "Klapsmühle" würde sicherlich niemand ernsthaft diskutieren wollen.
     

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