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  • huhngesicht
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    1 März 2014
    #1

    lesbisch oder schwul

    Mir fiel ein interessantes Phaenomen schon vor einigen Jahren auf. Auch heute noch kommt es vor, dass man zB unter Kollegen oder Bekannten darueber spekuliert, ob ein Mann schwul ist. So kenne ich das auch aus Schulzeiten oder aus dem Studium.
    Mir faellt aber an keine einzige Situation ein, in der bei einer Frau darueber spekuliert worden waere, ob sie lesbisch ist. Wie kommt das? In den Medien verhalet es sich aehnlich, die Homosexualitaet von Maennern wird haeufig thematisiert (zB schwule Fussballer oder Biolek, Hape Kerkeling usw), waehrend ich ewig nicht wusste, dass Vera int Veen oder Anne Will lesbisch sind.
    Auch interssant ist, dass ich persoenlich VL und RL diverse schwule Maenner kenne, aber VL nur von zwei Frauen hoerte und eine nach ausschliesslich Maennerbeziehungen angeblich eine Beziehung mit einer Frau begann, und RL ist mir bisher nur eine einzige Lesbe begegnet (die zudem auch vorher Maennerbeziehungen hatte).
    Woran liegt das? Es gibt keine verbindlichen Zahlen ueber die Haeufigkeit von Homosexualitaet. Sind Schwule tatsaechlich viel haeufiger als Lesben, obwohl ja oft genau das Gegenteil unterstellt wird (bzw Frauen Hang zur Bisexualitaet)?

    Huhngesicht
     
  • User 110662
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    1 März 2014
    #2
    Ob das ein interessantes Phänomen ist, sei mal so dahingestellt - bestätigen kann ich das aus meinem Umfeld aber nicht. Im Familienkreis gibt es das Thema ziemlich genau garnicht, im Kollegenkreis häufiger, was zum einen daran liegt, dass ein Kollege homosexuell und das Thema der sexuellen Ausrichtung einfach präsenter ist und wir einen recht hohen Durchlauf an Kunden haben, so dass sich einfach häufig die Gelegenheit bietet, sich über die Leute zu unterhalten.

    Tatsächlich spekulieren wir aber sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Viele sind bereits "bekannt", ebenfalls sowohl Männer als auch Frauen. Der Kollege hat einen recht großen Bekanntenkreis und man kennt sich eben.
    Viele Homosexuelle; ob da signifikant mehr Männer als Frauen bei sind wage ich zu bezweifeln.
     
  • Hawker
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    1 März 2014
    #3
    Also bei mir ist das nicht so, da wurde schon sowohl bei Männern als auch schon bei Frauen spekuliert ob diese homosexuel sind.

    Obs nun mehr homosexuele Männer als Frauen gibt, kann ich nicht sagen, ich bin beidem gleichhäufig begegnet (zumindest haben die sich selbst so Geoutet), aber bin bis heute keinem Bisexuelem Mann begegnet, dafür aber einer Frau die Bi war.
     
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    1 März 2014
    #4
    komisch ist eigentlich wenn man so hört das viele männer sagen :
    " ohh geil, 2 lesben da würde ich ja gerne mal dabei sein!!
    aber ich habe noch nie gehört das frauen sowas bei schwulen sagen.

    aber egal wer was ist, wichtig ist doch der mensch und nicht seine sexuelle ausrichtung.
    wenn in der schule sich welche als schwule sau beschimpfen, zweifele ich an deren geistigen entwickung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1 März 2014
  • kathe
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    1 März 2014
    #5
    Bei uns in der Familie, wie auch im Freundeskreis oder in der Stufe kommt das Thema 'Lesben' gar nicht zum Vorschein. Da werden eher nur Spekulationen der Homosexualität bei Männern thematisiert.

    Dies ist echt eigenartig! Ist mir davor gar nicht aufgefallen..
     
  • McCeline
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    1 März 2014
    #6
    Bei unser Familie gibts sowas gar nicht..meine Tante ist lesbisch, bin also damit aufgewachsen und sehe weder bei Männern noch bei Frauen irgendwas komisches drane
     
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    1 März 2014
    #7
    Die weiblichen Personen, insbesondere im jungen Alter, neigen viel eher zu körperlichen Zuneigungen wie Umarmungen oder Küsschen, was bei der männlichen Fraktion kaum bis gar nicht vertreten ist. Dabei heißt das nicht zwangsläufig, dass Frauen lesbisch sind, die laufen ja auch oft Händchen in Händchen durch die Städte, obwohl sie nur befreundet sind. Das ist ganz normal, bei Männern hingegen wird das tabuisiert. Zumindest geschieht das nicht, ohne dass sie mit seltsamen Blicken rechnen müssen und gleich für schwul gehalten werden.

    Ich glaube auch, dass viele bei Homosexualität viel eher an schwule Männer als an lesbische Frauen denken. Lesben werden sogar häufig als erotisch betrachtet, was man von Schwulen nicht behaupten kann. Irgendwie will doch nie jemand wissen, was da im Schlafzimmer stattfindet.

    Ich weiß nichts von Studien, die eine Aussage über die Häufigkeit der Bisexualität bei den versch. Geschlechtern treffen und kann mir irgendwie auch nicht vorstellen, dass die sich großartig voneinander unterscheiden.

    Bei uns in der Schule wurde auch dauernd spekuliert, wer schwul sein könnte (und das hat immer denselben betroffen, der sich ein paar Jahre später auch geoutet hat). Vielleicht hängt das auch mit dem klischeehaften Auftreten zusammen, etwa ein aufgesetzter, durch die Nase redender Stylingexperte mit einem 'tuntigen' Gang. Das ist doch irgendwie immer noch das Bild, was einige vor Augen haben. Und dazu passt nicht das Bild, was einige noch mit der Männlichkeit verbinden, etwa Stärke, Macht, Schutz etc. Frauen pflegen ein viel 'weicheres' Gesellschaftsbild, wohingegen deutlich mehr 'erlaubt' wird. Sonst hätte ich auch keine Ideen, woran das liegen kann.
     
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    1 März 2014
    #8
    Schwule Männer sind halt tendenziell der größere "Aufreger", eine größere Abweichung vom klassischen Rollenbild, ein größeres Tabu.

    Lesben fungieren als Pornofantasie für Männer, außerhalb davon interessieren sie nicht so besonders (aus oben genannten Gründen).
     
  • BABY_TARZAN_90
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    1 März 2014
    #9
    Ich kann das bestätigen. Landläufig spricht man von Homosexualität nur bei Männern, vermutlich auch darum, weil der Wortbestandteil homo - in der Verbindung mit sexuell verständlicherweise - für Latein gehalten und mit Mann übersetzt wird.

    Baby Tarzans Ersklärungsversuch:
    Der Mann ist der sexuell aktive Teil, die Sexualität der Frau ist Verlockung für und Echo auf die männliche Sexualität. Eine selbständige Sexualität gibt es bei der Frau nicht. Der Mann dagegen kann seine Potenz kaum im Zaume halten, unbefriedigt wird er zu gefährlichen Bestie. Und das Genie (auch das gibt es nur bei Männern!) zeichnet sich genau dadurch aus, dass es seine Zeugungskraft bändigen und sublimieren und in großartige Kunstwerke ummünzen kann. Wer kein Genie ist, dem steht immerhin der Kriegsdienst offen.
    Wenden Frauen, die von keinem Mann erwählt wurden, ihre Liebe einer andern Frau zu, dann ist das ihr persönliches Schicksal, aber davon abgesehen ohne Belang. Ein Mann dagegen, der sich dem eigenen Geschlecht zuneigt. hat seine Bestimmung grundsätzlich verfehlt...
     
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    2 März 2014
    #10
    keine ahnung was du uns damit sagen willst, aber wenn ich dich richtig verstanden habe, dann findest du das lesben so sind weil sie keinen abbekommen haben und es dann in ordnung ist, wenn sie sich dem eigenen geschlecht zuwenden.
    bei männern sieht es so aus das sie, wenn sie sich dem gleichen geschlecht zu wenden nicht lebenswürdig sind.

    also so habe ich deine ausführung verstanden und sage dann nur

    TOTALER SCHWACHSINN !!!!!!!!!
     
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  • simon1986
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    2 März 2014
    #11
    Off-Topic:
    Ich werde meinem Bruder sagen müssen, er solle das nächste Mal das Ironie-Zeichen nicht vergessen......

    Ich weiss allerdings nicht wie man bei einem derart überzogenen und mit allen Klischees ausgestatteten Beitrag die Ironie übersehen kann :grin:
     
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    2 März 2014
    #12
    vielleicht, weil es menschen gibt, die wirklich so denken!
    hier wird vieles gepostet , wo man denken könnte es sei überzogen, aber im nachhinein stellt sich heraus das die es doch ernst meinen.
     
  • User 91095
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    2 März 2014
    #13
    Es wird dann gemutmaßt, wenn es Anzeichen der "Der verhält sich nicht so wie man es von Mann/Frau erwarten würde, sondern so wie vom anderen Geschlecht"-Spekulation gibt.

    So wird gemutmaßt, wenn ein Junge Ballett tanzt und wenn ein Mädchen sich sehr unweiblich anzieht und Fußball spielt. Da aber bei Mädels viel eher akzeptiert ist, dass sie typische Jungssachen machen, fällt es weniger auf, deswegen ist auch weniger Spekulationstrigger da. Hat also mMn nichts mit schwul oder lesbisch zu tun.
     
  • munich-lion
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    2 März 2014
    #14
    *Meld*...hier ist eine Frau, die es sehr erotisch und auch durchaus erregend findet, wenn sich 2 Männer (bi oder schwul, mir egal) miteinander beschäftigen...in live, aber auch in Pornos, wogegen mich Lesben-Sex total gleichgültig, nein eigentlich voll kalt lässt.
     
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  • huhngesicht
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    2 März 2014
    #15
    Das waere eigentlich eine schluessige Erklaerung, aus Erfahrung kann ich dem aber nicht zustimmen. Alle Schwulen, die ich kenne, sind nicht "schwuchtelig" oder ueben Tatetigkeiten aus, die man mit Homosexualitaet assoziiert (Ballett, Friseur), "schwuchtelige" Personen, die ich kenne, sind nicht schwul und gerade in meinem Umfeld (ich bin Wissenschaftler) sind sehr erfolgreiche Frauen oft eher unweiblich und single, trotzdem habe ich noch nie gehoert, dass jemand ihre sexuelle Orientierung diskutiert haette. Ich erwog, dass es vielleicht daran liegt, dass Maenner ihre Sexualitaet im Alltag eher zurschaustellen.

    Huhngesicht
     
  • McCeline
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    2 März 2014
    #16
    Naja..ich kenn 2 schwule, beide kein Stück weiblich in meinen Augen..einer macht Parcour, der andere Karate, find ich jetzt nicht grade unmännlich. Meine lesbische Tante macht wohl beides..männliches und weibliches..ist aber sehr einfühlsam was eher für weiblich spricht. Also mit diesen Vorurteilen das Schwule auf Ballett stehen kann ich nichts anfangen
     
  • User 91095
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    2 März 2014
    #17
    Ich habe homosexuelle Menschen in meinem Freundeskreis und weiß das auch. Trotzdem gibt es eben das Klischee, dass schwule Männer tuntig sind und lesbische Frauen wie Kampfemanzen aussehen. Ich spreche auch nicht von Erwachsenen, sondern eher von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Da entstehen solche Mutmaßungen aufgrund solcher Spekulationen. Zumindest war es in meiner Schulzeit so.

    Vielleicht liegt es bei dir im Umfeld auch daran, dass es die Leute weniger interessiert, wenn wer lesbisch ist. Lesben sind ja auch grundsätzlich weniger präsent. Und einer lesbischen Frau wird ja auch häufig unterstellt, sie wäre ja allerhöchstens bi und hätte wenn, dann nur noch nicht den richtigen Schwanz gekostet. Bei schwulen Männern würde keiner auf die Idee kommen zu sagen, dass die nur noch nicht die richtige Pussy zu Gesicht bekommen hätten. So gesehen würde ich auch sagen, dass das Image von Schwulen und Lesben einfach sehr unterschiedlich ist, und auch, wenn es eigentlich das gleiche "Konzept" ist, die Sachen ganz unterschiedlich bewertet und gesellschaftlich betrachtet werden.
     
  • huhngesicht
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    2 März 2014
    #18
    Das ist auch immer noch so. Schwul ist ein Schimpfwort an der Schule meiner Tochter. Lesbisch musste ich umstandlich erklaeren.

    Das ist insofern interessant, dass die zwei "Lesben", die ich kenne, tatsaechlich vorher Beziehungen mit Maennern fuehrten.
    Eigentlich muessten Lesben dann aber aufgrund der unterstellten Ambivalenz fuer ihr Umfeld interessanter sein als der "klar Schwule". Zumal diese ganzen Klischees meiner Ansicht nach nicht zutreffen. Heterosexuelle Frauen, die ich kenne, lehnen Sex mit dem eigenen Geschlecht ausdruecklich ab, waehrend Maenner aufgrund der recht "aufdringlichen" Sexualitaet auch wenn hetero, homosexuelle Praktiken zumindest in Notlagen erwaegen wuerden.

    Huhngesicht
     
  • McCeline
    McCeline (20)
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    2 März 2014
    #19
    Meine Tante und ihre Freundin waren immer lesbisch, hatten noch nie einen Mann. Keine Ahnung ob das nun Ausnahmen sind.
     

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