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  • User 44981
    User 44981 (31)
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    11 Oktober 2010
    #1

    Locker bleiben und Kopf ausschalten. - Wie geht das?!?

    Mit einigen Bekannten habe ich mich vor kurzem über das Thema Partnersuche unterhalten und dabei bekam ich von einem Bekannten den passenden Tipp.
    Er lautete einfach: "Bleib locker!"
    Die Frage ist nur, wie das geht. - Denn gerade bei diesem Bekannten konnte ich schon beobachten, wie diese lockere, lässige Form der Annäherung aussieht. Ich weiß eben nur nicht, wie es funktioniert.

    Ich schaffe es ja schon allgemein kaum, lockeren Smalltalk zu führen, sondern muss über alles, was ich sage, erst rational nachdenken. Einfach so aus dem Bauch heraus kann ich nichts sagen und auch nicht handeln.
    Wenn es dann aber auch noch um eine tolle Frau geht, der ich näher kommen möchte, blockiert mich mein Kopf komplett.
    Ich kann nicht spontan abschätzen, was ich in einer konkreten Situation tun könnte, um ihr näher zu kommen. (Eine halbe Stunde später fällt mir dann z.B. ein, dass das doch eigentlich die perfekte Situation war, um Körperkontakt aufzubauen :kopfwand)
    Und wenn ich doch mal eine Idee habe, was ich tun könnte (rein vom Bauchgefühl her), ist mein Kopf grundsätzlich dagegen und behauptet, die Sache sei viel zu aufdringlich, obwohl das, wenn ich später darüber nachdenke, überhaupt nicht der Fall war. - Und mein Kopf setzt sich auch noch immer gegen meinen Bauch durch.

    Wer Lust hat, kann auch noch die etwas längere Hintergrund-Geschichte zu den Beobachtungen bei meinem Bekannten lesen, die hier nicht wirklich relevant ist, aber trotzdem zum Thema passt:
    Dieser Bekannte (nennen wir ihn B) ist seit einigen Monaten mit einer wundervollen Frau (nennen wir sie T) zusammen, an der ich selbst sehr interessiert war und in die ich zeitweise wohl sogar verliebt war. (Und sie ist die einzige Frau, bei der ich von so etwas wie Verliebtheit sprechen würde)
    Trotz Verliebtheit und trotz genügend vorhandener Möglichkeiten habe ich es aber einfach nicht geschafft, ihr näher zu kommen.

    Nun konnte, durfte oder musste ich Live mit ansehen, wie B und T sich immer näher kamen. - Quasi als Lehrbeispiel für den später von B formulierten Rat "Bleib locker!".
    Alles, was zwischen den Beiden lief, sah nämlich einfach total locker und lässig aus. - Wie ein ganz einfaches Spiel... oder wie wenn jemand tanzt und sich einfach von der Musik leiten lässt, ohne dabei zu denken.
    B und T kennen sich schon lange als Vereinskameraden (in einem Verein, in dem ich auch Mitglied bin) und irgendwann hat B angefangen, sich im Training öfter mit T zu unterhalten. Kurz darauf begann er damit, sie zu necken (verbal und auch körperlich, z.B. durch anstupsen, kitzeln, usw.). T ging darauf ein, beteiligte sich an den Unterhaltungen, hatte offensichtlich Spaß daran, ließ das Necken zu und machte mit. - Und so wurde all das immer intensiver. Ich konnte das Knistern zwischen den Beiden förmlich spüren und wusste schon ziemlich früh, was B vor hat.

    (Wie ich damit umgehe, dass B mir T quasi weggeschnappt hat, weil ich zu blöd war, ihr näher zu kommen, kann man hier und hier lesen)

    Habt ihr irgendwelche Tipps für mich, wie ich es schaffen könnte, einfach locker aus dem Bauch heraus zu handeln und meinen zweifelnden Kopf auszuschalten?
    Ohne diese Lockerheit weiß ich nämlich wirklich nicht, wie ich jemals einer Frau näher kommen könnte.
     
  • User 78196
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    11 Oktober 2010
    #2
    Tja, dass diese Kopflastigkeit bei dir besonders ausgeprägt ist, wird den meisten Stammusern wohl schon aufgefallen sein. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich dir schonmal eine PN dazu geschrieben. Und ich bleibe auch bei meiner Meinung zu dem Thema.

    Aber um mal nen anderen Ansatz zu bringen:
    Da dir ja so gern den Kopf zerbrichst, solltest du mal ernsthaft darüber nachdenken, warum du so verkrampft bist. Warum hast du z.B. Angst, "zu aufdringlich" zu sein? Was für Gedankengänge/Gefühle stecken dahinter? Sind diese nötig? Wenn ja, warum? Wenn nein, wie kannst du dir das (langsam und schrittweise) abgewöhnen?

    Man sagt ja, Einsicht sei der erste Schritt zur Besserung. Und ich kann mir vorstellen, dass es bei dir ohne diese Einsicht nicht funktionieren wird. Du musst erstmal herausfinden, warum du so bist wie du bist, bevor du daran was ändern kannst.
    Und ich rede hier wirklich von echter Einsicht. Nicht von irgendwelchen pauschalen Instant-Lösungstheorien.

    "Ausschalten" (allein dieses Wort klingt schon wieder so krampfig) lässt sich das nicht. Nur neu erlernen.
     
  • User 44981
    User 44981 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    12 Oktober 2010
    #3
    Erst mal vielen Dank für deine Antwort!

    Ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nicht, woher diese Angst kommt. - Denn sie ist immer nur in der konkreten Situation da.
    Wenn ich im Nachhinein drüber nachdenke, merke ich jedes mal wie bescheuert und unbegründet diese Ängste sind und dann weiß ich auch immer, dass ich eigentlich überhaupt nichts zu verlieren habe, weil ich ja nur dann eine Chance habe, wenn ich auch mal die Initiative ergreife.
    Diese Angst ist etwas völlig irrationales und sie lässt sich im Gegensatz zu vielen andere Dingen bei mir nicht durch rationale Überlegungen unterdrücken.
    Irgendwie passt mein Bild "rationaler Kopf vs. irrationale Gefühle aus dem Bauch" hier nicht wirklich. Einerseits kommen mir diese Zweifel in der konkreten Situation vor wie rationale Gedanken, andererseits sind sie, wenn ich sie im Nachhinein betrachte, zutiefst irrational. Das ist schon ziemlich verwirrend...


    Ich habe nur eine Vermutung, woher diese Verkopftheit kommt:
    Als Kind hatte ich immer wieder heftige Wutausbrüche. Dann habe ich es irgendwann geschafft, diese Wutausbrüche zu unterdrücken und die Wut später rauszulassen (vorzugsweise beim Sport, wo ich mich richtig auspowern konnte), bis ich es irgendwann geschafft habe, die Wut gar nicht mehr aufkommen zu lassen und weiterhin einen klaren Kopf zu behalten und rational zu denken. (Denn rational betrachtet war die Wut immer ziemlich bescheuert und unbegründet)
    Vermutlich habe ich mir dabei nicht nur antrainiert, bei Wut auf meinen Kopf und nicht auf meine Gefühle zu hören, sondern das auch gleich auf alles Andere mit übertragen.
    Dadurch bleibe ich z.B. auch in irgendwelchen Extremsituationen (z.B. als Ersthelfer bei einem Unfall) ziemlich ruhig und kann rational und mit kühlem Kopf versuchen, das Richtige zu tun (z.B. Notruf wählen und die Situation ruhig schildern), anstatt in emmotionale, panische Hektik zu verfallen.

    Somit kommt mir meine kaum emmotionale und dafür sehr rationale Art bei vielen Dingen einfach zu gute. - Nur in Sachen Liebe ist das einfach extrem kontraproduktiv.


    Und auch zu meiner allgemeinen Unsicherheit habe ich noch eine Vermutung:
    Als ich B und T dabei beobachten konnte, wie sie sich immer näher kamen, konnte ich die Situation wirklich gut einschätzen, konnte schon früh das gesteigerte Interesse von B an T erkennen, usw. - Einfach weil ich bei Beiden gesehen habe, wie ihr Handeln nach außen hin wirkt. Dabei hatte ich durchaus ein Gefühl dafür, was B jetzt machen könnte und wie weit er gehen könnte - und oft hat er es dann auch ähnlich gemacht und war damit erfolgreich.

    Als ich aber selbst mit T Kontakt hatte, konnte ich eben nicht sehen, wie ich auf einen außenstehenden Beobachter wirke und war immer so sehr mit den Gedanken daran beschäftigt, wie ich nun auf sie oder auf Andere wirken könnte, dass ich zu wenig auf sie und ihre Reaktion geachtet habe.
    Irgendwie fehlt mir hier das Bindeglied zwischen Innen- und Außensicht: Ich kann aus meiner Eigenperspektive heraus nicht gut abschätzen, wie ich auf Andere wirke, obwohl ich bei Anderen relativ gut von der Außensicht auf das Innere schließen kann und aus ihrem Verhalten auf Gefühle, usw. schließen kann. - Und je besser ich eine Person kenne, desto besser kann ich ihre Gefühle auch einschätzen und mich in sie hinenversetzen.

    Nur bei wenigen Personen, die mir sehr vertraut sind (Eltern und wenige gute Freunde, die ich schon seit sehr vielen Jahren kenne) oder in Situationen, die mir vertraut sind, habe ich ein gutes Gefühl dafür, wie ich auf andere Personen wirke.

    Und leider ist alles, was in Richtung Liebe geht, für mich eine völlig unbekannte Welt, in der mir jegliche Erfahrung fehlt. - Nur wie kann ich hier Erfahrungen sammeln, wenn ich jede Chance durch meine Zweifel gleich im Keim ersticke? - Irgendwie ist das ein Teufelskreis.
     
  • User 91095
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    12 Oktober 2010
    #4
    Ehrlich gesagt halte ich nicht viel von "Kopf ausschalten". Ein rationaler Mensch bleibt ein rationaler Mensch, auch, wenn er datet. Daran ist nichts verkehrt und nichts falsch. Was bei dir komisch ist, ist, dass deine Ratio in bestimmten Momenten nicht gescheit funktioniert. Du redest von einem zweifelnden Kopf. Wieso zweifelnd? Und, du setzt dich unter Druck. Körperkontakt aufbauen? Ja, kann man, muss man aber nicht. Initiative ergreifen? Sicher nicht verkehrt, aber nicht dauernd. Sie kann beim Smalltalk z.B. ruhig auch Fragen stellen.

    Rede mit Frauen nicht anders als mit Männern. Behandle sie nicht anders, außer dass du sie vllt häufiger anlächelst (Lächelst du überhaupt? Grinsen ist auch erlaubt :grin: ). Wenn sie auch lächelt und ganz bei dir ist, dann kannst du fast nichts mehr falsch machen. Wenn es nicht so ist, dann vergeudest du deine Zeit mit jemandem, der nicht an dir interessiert ist und an dem du daher auch nicht interessiert bist. Bleib locker, indem du du selbst bleibst, egal in welcher Situation. Sei selbstbewusst und authentisch!, denn dann bist du erst interessant und die Frau wird mit DIR flirten, nicht du mit ihr.

    Ich glaube, dein Problem ist weniger dein Kopf, als dass du siehst, wie du auf Flirt- und Beziehungsebene so vollkommen anders bist, als immer geraten wird. Daran ist aber nichts verkehrt. Es gibt Frauen, die eine überlegte Art zu schätzen wissen. Du musst natürlich deine Partnersuche auf deine Person abstimmen (also keine wildfremden Discoschnecken abschleppen, sondern irgendwer, bei dem es schon Gemeinsamkeiten gibt). Und mit Sicherheit gibt es andere Gebiete, an denen du arbeiten kannst. Eine Sache ist z.B. dein Selbstbewusstsein auf dem Partnermarkt. Wenn du gar nicht dran glaubst, dass dich wer haben will wegen dir und deiner Art, dann hast du eigentlich sowieso schon verloren.


    Off-Topic:
    Voraussetzung ist natürlich, dass du halbwegs gepflegt aussiehst, etc., aber das nehm ich jetzt einfach mal an, dass das bei dir so ist :zwinker:
     
  • User 44981
    User 44981 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    12 Oktober 2010
    #5
    Bisher war ich eben immer viel zu passiv und habe so gut wie überhaupt nichts gemacht. Damit sind meine Erfolgsaussichten doch äußerst gering.
    Meine bisherige Erfahrung zeigt mir nämlich auch, dass ich nicht unbedingt auf die Initiative von seiten der Frauen hoffen kann. Bisher hat nur vor langer Zeit ein Mädel deutlich ihr Interesse an mir gezeigt und die Initiative ergriffen. - Und dieses Mädel fand ich völlig uninteressant.
    Dann hatte ich wohl bisher noch so gut wie nie Kontakt mit einer Frau, die irgendwelches Interesse an mir hatte.
    Lächeln? - Kommt schon vor... aber nicht besonders häufig. Meine Mimik ist allgemein nicht besonders stark ausgeprägt.

    Mit meiner "Traumfrau" T. habe ich mich immmer wieder ganz normal unterhalten und dabei auch des Öfteren gelächelt. Und wir haben auch recht viel gemeinsam gelacht. - Gebracht hat es nichts.
    Und dann kam eben B, der ganz lässig den Kontakt zu ihr intensiviert hat, Körperkontakt aufgebaut hat, usw. - und alles lief bei den Beiden wie am Schnürchen.

    Auch bei einer Frau, die vor einigen Jahren definitiv anfängliches Interesse an mir hatte, ging es nach dem ersten Date nicht weiter, obwohl wir uns ziemlich gut unterhalten haben, zusammen Spaß hatten und auch viel gelacht haben. - Aber es kam eben zu keiner weiteren Annäherung und ich habe im Nachhinein erkannt, dass ich u.A. eine Situation verschlafen habe, in der ich Körperkontakt hätte aufbauen müssen. (Es war wirklich so eindeutig wie im Kinofilm, wenn man denkt "Du Idiot, jetzt nimm sie doch endlich in den Arm!" - Und ich war dabei der Idiot, der die Situation nicht erkannt hat.)

    Deshalb glaube ich einfach, dass meine Erfolgsaussichten ziemlich gering sind, wenn ich mein Verhalten nicht ändere und mich auch mal etwas traue.
    Ich denke schon, dass ich durchaus begehrenswert bin und dass es Frauen gibt, die mich haben wollen.
    Dass man mich (auf freundschaftlicher Ebene) mögen und gern haben kann, weiß ich von meinen Freunden und Freundinnen sowieso.
    Ich habe nur die Befürchtung, dass mein derzeitiges, passives, gehemmtes Verhalten dazu führt, dass diese Frauen überhaupt nicht auf mich aufmerksam werde, mein über eine Freundschaft hinausgehendes Interesse nicht erkennen oder schnell das Interesse an mir verlieren.

    Deshalb möchte ich mich nicht extrem verändern. Ich will immer noch ich selbst bleiben. - Aber ich will eben Dinge vermeiden, die meiner Erfahrung danach dazu führen, dass sich Frauen entweder nicht für mich interessieren oder das anfängliche Interesse schnell wieder verlieren.
    Off-Topic:
    Gepflegt sehe ich auf jeden Fall aus.
    Ich bin zwar von der Optik her sicherlich nicht der Traum der schlaflosen Nächte von jeder zweiten Frau... aber hässlich bin ich auch nicht. - Eben ganz normal.

    Insgesamt bin ich wohl ziemlich unauffällig. Ich trage unspektakuläre Klamotten (schlichte Jeans und T-Shirts), weil ich sie zweckmäßig finde und mich darin viel wohler fühle, als z.B. in irgendwelchen besonders modischen Klamotten oder in eleganterer Kleidung, mit der ich in meinem Unfeld (Uni, Freundeskreis, usw.) ziemlich overdressed wäre.
    Das Einzige, was bei mir optisch evtl. etwas auffälllig und ungewöhnlich ist, ist mein Bart, da doch ziemlich wenige Leute in meiner Altersklasse einen Bart tragen. - Aber damit gefalle ich mir viel besser, weil ich mit Bart deutlich erwachsener wirke. Glatt rasiert habe ich ein viel zu kindliches Gesicht.
     
  • ThirdKing
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    12 Oktober 2010
    #6
    Üben... üben... üben.
    Einen anderen Weg gibts da nicht. Je mehr Erfahrung du auf dem Gebiet hast, desdo lockerer kannst du damit umgehen.

    Edit: Wenn du dir arbeiten willst, könnte dir eventuell das Don Juan Bootcamp helfen. Dazu gibts hier im Forum aber auch schon mehr als einen Thread.

    ThirdKing
     
  • User 91095
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    12 Oktober 2010
    #7
    Bez. Körperkontakt: Ich kann da natürlich nur von mir ausgehen, und ich weiß nur, dass ich persönlich es gar nicht mag, wenn jemand den Körperkontakt zu mir einfach intensiviert. Mir ist das eher unangenehm, daher rate ich anderen Menschen auch nicht dazu. Es stimmt aber wahrscheinlich, dass andere Frauen das anders sehen.

    Bez. Mimik, etc.: Ich denke, das ist ein Punkt, an dem du arbeiten kannst. Mimik, Gestik, Bodylanguage, Körperhaltung, Stimmführung, Sprache sind sehr wichtig in der Interaktion und ich persönlich schaue da sehr genau drauf, wie mein Gegenüber sich diesbezüglich verhält. Momentan stelle ich mir vor, dass du auf andere Menschen eher langweilig und emotionslos wirkst, einfach nicht wie ein Mensch, der Gefühle hat und an Frauen interessiert ist. Korrigiere mich, wenn ich daneben liege.
     
  • Dark84
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    12 Oktober 2010
    #8
    Hey, wasn mit dir los, Banane?
    Hast du ganz alte Threads von mir aus einem anderen Forum ausgegraben, durchgelesen, verstanden, neu verfasst und hier publiziert? =O
    Echt, was du da schreibst, könnte ich sein. Nur die Situationen sind andere. Und hatte ich eine viereinhalbjährige Beziehung. Aber sonst ist es haargenau das gleiche.

    ThirdKing hat Recht, wenn er von üben spricht. Darüber hinaus finde ich deine Einstellung weltklasse, dass du dich jetzt nicht dazwischenwirfst und versuchst, mit skurrilen Aktionen doch noch deine Chancen zu erhöhen, bzw. neue Chancen einzuräumen. Wäre zwar ein legitimes Mittel, aber imho ziemlich erbärmlich, als wenn man versucht den Zug aufzuhalten, um noch raufzusteigen. Du nimmst den, der in 10 Minuten kommt :zwinker:

    Lies dich am besten etwas in Progressive Seduction ein, das hat zu Mindestens mir sehr geholfen. Bin zwar immer noch Single, erlebe meine Umwelt aber anders und lebe für meinen Teil viel glücklicher.
     
  • User 44981
    User 44981 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    12 Oktober 2010
    #9
    Erst mal Danke für eure Beiträge!

    Prinzipiell hast du sicherlich recht. - Aber wie soll ich Erfahrungen sammeln, wenn mein Kopf jeden Versuch schon abbricht, bevor er überhaupt angefangen hat?
    Um üben zu können, muss ich erst mal die Hürde meines zweifelnden Kopfes überwinden können.

    Jemandem, der sich nicht mal traut, in ein Auto einzusteigen und den Zündschlüssel rumzudrehen, kann man auch schlecht raten, Fahrpraxis zu sammeln, um etwas gegen seine Angst vor dem Autofahren zu tun...
    Mit solchen Pickup-Sachen kann ich erhlich gesagt überhaupt nicht anfangen.
    Viele Dinge passen da einfach überhaupt nicht zu mir und meinen Zielen... und verstellen kann und will ich mich nicht. Genau so wenig wie ich irgendwelche Aufgaben in einem Bootcamp erfüllen werde, bei denen ich etwas tun soll, was überhaupt nicht zu mir passt.
    Bei all dem würde mir jegliche Authentizität fehlen.

    Und selbst wenn ich mich so gut verstellen könnte, dass ich all das, was man in diesem Bootcamp machen soll, auch gut machen kann... was bringt mir das? - Ich möchte nicht irgendeine Frau mit allen Mitteln verführen und abschleppen. Spätestens in einer Beziehung merkt sie dann, dass ich nicht der Don Juan bin, den ich ihr vorgespielt habe.

    Was bringt es mir, wenn ich nach diesem Bootcamp irgendwelche wildfremden Frauen abschleppen kann, obwohl mein Interesse an einer Frau erst aufkommt, wenn ich sie schon relativ gut kenne?
    Dann habe ich etwas geschafft, was ich überhaupt nicht schaffen will und was mir überhaupt nichts bringt...
    Wie soll ich einer Frau denn sonst zeigen, dass ich nicht nur freundschaftliches Interesse an ihr habe? - Bisher konnte ich bei fast jedm Annäherungsversuch, den ich irgendwo beobachtet habe, sehen, wie Körperkontakt aufgebaut und intensiviert wurde...

    Ich kann mich doch nicht genau gleich verhalten wie wenn ich Kontakt mit irgendeinem Kumpel oder irgendeiner platonischen Freundin habe. - Dann ist es doch klar, dass sie denkt, ich hätte nur freundschaftliches Interesse an ihr.
    Irgendwie muss ich mich doch anders verhalten, wenn ich etwas Anderes anstrebe...
    Da liegst du wohl nicht daneben. Ich wirke wohl wirklich ziemlich kühl und emmotionslos. - Einfach weil ich auch nur ganz selten starke Emmotionen habe. - Und wie soll ich etwas zeigen, das überhautp nicht vorhanden ist?
    In einer schönen Situation freue ich mich einfach nicht überschwänglich, sondern fühle mich glücklich und zufrieden, wodurch ich weiterhin ziemlich ruhig wirke.

    Somit passt meine wenig ausgeprägte Mimik einfach zu meinen relativ schwachen Emmotionen. - Wie soll ich daran etwas ändern?
    Üben... ja, das ist sicherlich eine gute Sache. - Die Frage ist eben nur, wie ich damit anfangen soll...

    Und zu der Weltklasse-Einstellung:
    Erst mal habe ich generell den Grundsatz, mich nicht in bestehende Beziehungen einzumischen.
    Und dazu wäre es ziemlich bescheuert, mich mit kaum vorhandenen Erfolgsaussichten in diese glückliche Beziehung einzumischen und damit höchstwahrscheinlich zwei gute Bekanntschaften zu zerstören, während ich mit genau diesen Bekannten weiterhin bei allen möglichen Dingen Kontakt haben müsste, wenn ich nicht auch noch gleich meine zwei größten Hobbies aufgeben würde und mich völlig in die soziale Isolation stürzen würde.
    Ich habe schon mehrmals versucht, mich da einzulesen... aber nach kurzer Zeit komme ich immer wieder zu der Erkenntnis, dass das einfach überhaupt nichts für mich ist. (siehe oben)
     
  • Wette
    Wette (34)
    Öfters im Forum
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    offene Beziehung
    12 Oktober 2010
    #10
    Das "bleib locker" ist kein Zustand in den du dich versetzt, es ist eine Lebenseinstellung.
    Pick Up, auch wenn du es nicht magst, hat nichts damit zu tun einen temporären Zustand auszulösen sondern ist eine Lebenseinstellung. Was du daraus machst ist deine Sache. Fick dich durch die Welt oder suche dir so eine Frau die DIR gefällt und du glaubst das sie zu dir passt.

    Wenn jemand Pick Up als Zustand (des verstellens) begreift und das dauerhaft bei ihm so ist, hat Pick Up nicht verstanden. Am Anfang mag es sich "komisch" oder "nicht richtig" an fühlen (wie das erste mal Autofahren oder schwimmen) aber je mehr man sich damit beschäftigt um so natürlicher und normaler werden die eigenen Verhaltensweisen. Denn eines musst du zugeben, dein verhalten war nicht "normal" - aber das von B. Oder nicht?
     
  • ThirdKing
    ThirdKing (29)
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    offene Beziehung
    12 Oktober 2010
    #11
    ...aber wenn dieser jemand immer nur vor dem Auto stehen belibt, wird er in seinem Leben keine Fahrpraxis mehr sammeln.
    Es geht nicht draum direkt einzusteigen, den Zündschlüssel zu drehen und loszufahren- erstmal nur reinsetzen und das Radio einschalten reicht erstmal. Dann nen bisschen Musik höhren und warten, bis man sich im Auto wohlfühlt. Dann den Motor starten und etwas laufen lassen, und wieder warten, bis sich die Nervosität gelget hat... kleine Schritte bringen dich auch voran.

    Es geht nicht zwingend immer/nur ums Verstellen. Primär geht es darum, sich weiter zu entwickeln. Wenn du an deinem Problem arbeitest, wirst du dich verändern- verändern, nicht verstellen.
    Wenns dir um Authenzität geht, muss man allerdings oftmals etwas improvisieren. Wenn das einzige, bei dem du Authentisch wirkst, zusehen, wie ein anderer deine Traumfrau kriegt ist, muss man halt einmal etwas unauthentisches tun, um das Ziel zu erreichen.
    Wobei Authentizität nicht "Anfänger" verwechelt werden darf. :jaa: Wenn du mit etwas neuem anfängst bzw etwas neues ausprobierst, ist es ganz normal, dass es sich erstmal ungwöhnt anfühlt.

    Nochmal kurz: Es geht nicht ums Vorspielen, sondern ums "sein". Das Ziel des Bootcamps ist es der Don Juan zu werden, nicht ihn nur vorzuspielen.
    Das bootcamp muss man auchnicht komplett machen. Ich finds nur gut geschrieben und es ist kostenlos. Einfach mal durchgucken lohnt sich auf jeden Fall.

    Du siehst das flasch: Es gibt keinen Unterschied, zwischen einer Frau, die du schon kennst und einer, die wild fremd ist. (Ok, Unterschiede gibts schon, aber die Fallen in dem Punkt nicht ins Gewicht.)
    Wenn du eine Frau verführen kannst, spielst es keine Rolle, ob du sie schon kennst oder nicht. Es zwingt dich ja niemand, mit einer Frau, die du nicht kennst/ dir nicht gefällt ins Bett zu gehen.
    Grundlegend geht es erstmal um die Möglichkeit, eine Frau zu bekommen. Die Auswahl erfolgt dann.

    Ich sag ja: Reinschauen lohnt sich...
    Seite 28: "The Conversation - Part I: The introduction"
    Seite 58: "Article 8 - Kino* makes all the difference (by trickynick)"
    (*kino = body contact)
    Ist jetzt mal das, was ich auf die Schnelle gefunden hab.

    Höhrt sich jetzt vielleicht doof an, aber LÄCHELN HILFT!
    Du musst nicht bei jedem Kleinscheiß total abfeiern, aber wenn du dich freust, darfst du es ruhig zeigen. Geteilte Freude, ist doppelte Freude.

    Ist absolut richtig. Warum auch? Es gibt genug Frauen auf der Welt, da muss man nicht seinem Kumpel seine Freundin auspannen.

    ThirdKing
     
  • User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    12 Oktober 2010
    #12
    Ja, der Unterschied liegt wohl darin, dass es mehrere Arten der Annäherung gibt. Die erste ist, dass einer die Initiative ergreift und den anderen erobert. Die zweite ist, dass einer sich so begehrenswert macht, dass der andere von sich aus an ihm interessiert ist. Und natürlich gibt es Mischformen. Natürlich ist nichts gegen Körperkontakt zu sagen, wenn er passend ist (es gibt unterschiedliche Intimitätszonen. Schulter oder Rücken empfinde ich als weniger intim als Nacken oder Wange, eh klar eigentlich). Aber dieses ständige Betatschen, was ich bei PU-Leuten erlebt hab, finde ich sehr störend und nicht notwendig.

    Nö. Wie oft gibt es die Geschichte, dass Mädchen sich in Jungen verliebt, obwohl dieser gar kein Interesse zeigt. Mädchen verliebt sich trotzdem.

    Das ist schade. Und ich kann es mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass du schwache Emotionen hast. Du hast sie wohl gut unter Kontrolle, aber vermutlich hast du Hemmungen, sie nach außen zu tragen. Und außerdem geht es erstmal gar nicht so stark um Emotionen. Beobachte dich doch einmal selbst! Wie ist deine Handgestik, wenn du redest? Ausladend oder kaum vorhanden? Hast du eine offene Körperhaltung, wenn du mit anderen Menschen redest? Schaust du ihnen in die Augen? Kannst du gut Geschichten erzählen und die Pointe richtig rüberbringen? Hört man dir gerne zu? Hast du eine tiefe oder eine leise Stimme? Machst du eher hektische Bewegungen oder ruhige? Hast du schon mal beobachtet, wie dein Gang ist?

    Das ist alles sehr wichtig für dein Erscheinungsbild und dein Wirken auf andere Personen. Und wie gesagt, dafür brauchst du erstmal auch gar keine starken Emotionen zu haben, um diese Punkte zu bestimmen.
     
  • User 44981
    User 44981 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Single
    13 Oktober 2010
    #13
    Um die PU-Lebenseinstellung zu erreichen, müsste ich wohl einen Großteil meiner Persönlichkeit aufgeben.
    Da ich es aber für unmöglich halte, einen Großteil meiner Persönlichkeit aufzugeben und um 180° zu drehen, müsste ich mich, um z.B. diesem Don Juan Bootcamp zu folgen, total verstellen.
    Und dazu möchte ich meine Persönlichkeit überhaupt nicht aufgeben. - Selbst wenn ich es könnte.
    Da hast du schon recht.
    Aber bei PU geht es auch um Veränderungen, die weit über das locker werden hinaus gehen und diese Veränderungen gehen in eine Richtung, die mir überhaupt nicht gefällt und in die ich mich überhaupt nicht enwickeln möchte.

    Alles, was ich bisher an PU-Zeugs gelesen habe, macht auf mich den Eindruck, als ob der Sache das "Weltbild" zugrundeliegt, dass der machohafte Alpha-Mann mit irgendwelchen Methoden Frauen abschleppen soll. - Und dieses Bild gefällt mir nicht und passt weder zu mir, noch zu den Frauen, an denen ich Interesse habe.
    Diese Reihenfolge finde ich aber ehrlich gesagt total bescheuert.
    Ich schnappe mir erst mal irgendeine nette und attraktive Frau, verführe sie und schaue dann nach, ob sie zu mir passen könnte... - und wenn nicht, lasse ich sie eben wieder fallen.
    Zu so etwas möchte ich überhaupt nicht fähig sein, weil ich einer Frau so etwas nicht antun könnte. Ich möchte ja auch nicht von einer Frau verführt werden, um anschließend wieder fallen gelassen zu werden, weil ich doch nicht so ihr Fall bin. - Da würde ich mir extrem verarscht vorkommen.
    Diese Dinge werde ich mir mal anschauen... bisher habe ich ja auch schon durchaus sinnvolle Dinge in diesem PU-Zeugs gefunden, auch wenn ich mit dem gesamten Zeugs nicht viel anfangen kann.
     
  • Tornadin
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    13 Oktober 2010
    #14
    Ich denke der Vortrag hier könnte dir ziemlich gut weiterhelfen:

    Adam Lyons T21C 2008|The 21 Convention

    Da gehts um die drei Qualitäten, die alle Männer, die bei Frauen erfolgreich sind, gemeinsam haben, ohne jetzt irgendwelche speziellen Routinen oder ähnliches aufzuzwingen, die eine radikale Persönlichkeitsumstellung voraussetzen würden.
     
  • User 44981
    User 44981 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Single
    13 Oktober 2010
    #15
    Ich habe mir jetzt die ersten 15 Minuten des Videos angetan...
    Die Geschichten, dieser Typ viel zu ausführlich erzählt, haben höchstwahrscheinlich einen Wahrheitsgehalt, der noch kleier ist als der von irgendwelchem Seemannsgarn, den mir ein paar alte Seemänner in gemütlicher Runde nach einigen Bierchen erzählt haben...
    Und dazu kommt der Typ einfach nicht auf den Punkt. Er labert und labert. - Das ist doch wirklich nicht auszuhalten.

    Ich würde ja gerne diese drei tollen Qualitäten kennen. - Aber dafür höre ich mir doch nicht eine Stunde bescheuertes Gelaber an.

    Warum kann dieses PU-Zeugs eigentlich nicht kurz und prägnant dargestellt werden? - Schon alleine die Form, in der all das dargestellt wird, führt bei mir ganz schnell zu großem Desinteresse.
     
  • Tornadin
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    13 Oktober 2010
    #16
    Ab minute 14 kommt er auf den Punkt, die stories davor brauchst dir nicht anhören...

    Aber dann fass ichs dir mal kurz und prägnant zusammen:

    Alle Männer, die Erfolg bei Frauen haben, haben drei Qualitäten gemeinsam:

    1. Selbstvertrauen

    2. Überfluss an Frauen in deinem Leben

    3. die Fähigkeit sexuell zu eskalieren
     
  • Dark84
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    13 Oktober 2010
    #17
    @ThirdKing, Wette und Tornadin:
    Ihr versucht gerade Banane einen Monstertruck aufzuschwatzen, obwohl er nur einen Kleinwagen möchte [​IMG]

    Banane, nimm aus dem Wissen von Pick Up nur das, was du möchtest. Und wenn das nur den angenehmeren Umgang mit Mitmenschen rausnehmen möchtest, ist das OK. Wenn du Frauen abschleppen möchtest, nimmst du das wissen. Wenn du eine Freundin haben möchtest, nimmst du das Wissen.

    Darüber hinaus ist Don Juans Bootcamp nicht so anzusehen, dass du die und die Anzahl an Frauen ansprechen MUSST. Es ist eine Richtlinie um lockerer zu werden. Sag doch mal der Bäckerin guten Morgen und schaue ihr dabei in die Augen. Oder achte mal darauf, wie die Bankangestellte wegschaut, während du mit ihr sprichst, weil sie DICH vllt. attraktiv findet. Das sind so die kleinen Sachen, wo Pick Up anfängt.
     
  • Wette
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    13 Oktober 2010
    #18
    Ok, dies nehmen wir als "Normal" oder zumindest erstrebenswert an.
    Nun zu einer anderen, deiner Aussagen.

    Dafür, das du dich nur "kurz" informierst, ohne auch nur etwas versucht zu haben und, du bist intelligent genug, zu prüfen ob du dich "geändert" hast legst du hier ziemlich fundamentale Dinge fest.
    Möglich, aber nicht jede Frau, und auch nicht jeder Mann.
    Aber hier auch viel nicht wissen was PU ist.

    Ja, wie sonst? Und warum bescheuert. Wenn Sie Marotten hat die mit dir nicht vereinbar sind, bleibst du dann bei ihr weil sie ... ka warum?

    Wenn man feststellt man passt nicht zusammen, was dann. Niemand sagt "Habt Sex und seht dann weiter". Das prüfe wer sich ewig bindet geht auch ohne Sex, nur wenn du nicht Verhaltensweisen an den Tag legst die für sie attraktiv sind (und das bist du nur, wenn sie auch Sex mit dir haben will bzw. es sich vorstellen kann) kommst du garnicht in die Verlegenheit...
    Niemand kann alles einsetzen oder alles anwenden, nimm das was dir taugt.

    Weil es dann jeder kann, und das PU zeugs ist das (oder teile davon) was du als ...
    ...einfach locker bleiben und Kopf ausschalten ansiehst.

    Genug erklärt. Werde glücklich, wie auch immer. Frage dich aber, was ist Normal, was sehe ich als Normal an und wo befinde ich mich dazwischen.
     
  • User 44981
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    13 Oktober 2010
    #19
    Diese Aussagen verstehe ich einfach nicht. Könntest du das vielleicht in halbwegs korrekten deutschen Sätzen formlulieren?
    Natürlich kann ich, wenn ich eine Beziehung eingehe, nicht sicher sein, dass das auch klappt.
    Wenn ich nun aber etwas mit irgendeiner Frau anfange, die ich vom ersten Eindruck her ganz nett finde, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht klappt, extrem hoch. - Einfach weil ich sie noch so gut wie überhaupt nicht kenne.
    Mit so etwas verarsche ich doch nur viel zu viele Frauen, bis ich dann evtl. mit viel Glück irgendwann zufällig etwas mit einer Frau anfange, die sich als Volltreffer herausstellt.
    Ach so... man verpackt also die sinnvollen Dinge in wahnsinnig viel bescheuertes Gelaber, um die Anzahl derjenigen klein zu halten, die sich mit dem Zeug beschäftigen und die irgendwann die tollsten Frauen erobern können. - Tolle Idee.
     
  • Fuchs
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    13 Oktober 2010
    #20
    Okay, ein paar Anregungen für dich.

    Zunächst einmal finde ich die Vorschläge von Lotusknospe sehr hilfreich. Du suchst nicht das schnelle Abenteuer und willst nicht zum Don Juan werden (anm. nicht spielen, werden!). Alles, was du werden willst, ist ein bisschen lockerer.

    Dein Kopf steht dir im Weg, aber dein Kopf kann dir auch helfen, dieses Problem zu lösen. Dazu zunächst Bestandsaufnahme: Wo bist du und wo willst du hin? Das bitte klar für dich definieren, bevor du auch nur eine Seite eines PU-buches oder dergleichen aufschlägst.

    Nebst Eigenreflektion ist Fremdreflektion natürlich eine Hilfe. Deine Freunde werden es hoffentlich gut meinen und mit ihrer Einschätzung richtig liegen. Wenn du also klar für dich definiert hast, dass du den verkrampften Teil von deiner Persönlichkeit lösen und lockerer werden willst, dann musst du das durchziehen und zwar knallhart.

    Ich habe ja ähnliche Probleme und musste auch erst einmal lernen, meine soziophobischen Tendenzen zu überwinden. Von daher kenne ich das Problem sehr gut, mit dem Kopf, der einfach immer dazwischenfunkt. Hier musst du dich selbst austricksen - es geht nicht anders. Es ist unschön und erfordert einiges an Willensstärke, da du eine Menge Hemmschwellen überwinden musst. So, wie ein Mensch natürlicherweise eine Hemmung hat, sich mit einem Messer zu verletzen und sich dazu zwingen muss, so musst du dich auch zwingen, zu handeln. Das kannst du letztlich mit deinem Kopf machen: du musst nur einmal logisch deduzieren, dass JETZT handeln angesagt ist und einen Schlußstrich drunter ziehen, denn jedes weiteres Nachdenken ist zu langsam.

    Du willst wissen, wie man Dinge aus dem Bauch heraus tut oder sagt? Die Antwort ist so simpel wie nutzlos für dich: man macht es einfach! :zwinker:

    Wenn du jetzt erwiedern willst: "Wie? Ich kann das nicht?" belügst du dich selbst, denn deine Hemmungen hindern dich daran, es zu tun, so wie sich ein Mensch nicht selbst verletzt. Dir ist dein Selbstbild einfach noch zu heilig und so lange das der Fall ist, wirst du dich nicht verändern.

    Ich musste es wirklich erst hassen, so verkappt und verklemmt zu sein, bis ich den Teil an mir bekämpfen konnte, denn dann hat sich auch endlich was getan. Dann fängst du an, aus Prinzip mit Leuten zu reden. Dann zwingst du dich dazu, mit Menschen zu kommunizieren, mit denen du kein Gesprächsthema hast, von denen du nichts weißt und die dich eigentlich auch überhaupt nicht interessieren. Dann gehst du - auch wenn du es vielleicht hasst - in eine Kneipe um die Gelegenheit zu haben, dieses sinnlose Gesmalltalke zu trainieren, einfach weil nur eine Sache schlimmer wäre: so zu bleiben, wie man ist. :zwinker:

    Das mag alles unglaublich hart klingen, aber meiner Erfahrung nach brauchen Änderungen am Charakter Radikalität.

    Zum moralischen Problem: Du lehnst es ab, andere Menschen für deine Zwecke zu "missbrauchen". Bspw. würde es dir misshagen, Frauen einfach als "Trainingsmaterial" zu nutzen, obwohl du eigentlich überhaupt kein Interesse an ihnen hast. Diese Sicht der Dinge ist nicht ganz korrekt, denn es ist nicht so, dass die Frauen völlig leer ausgehen, sich jedesmal unsterblich in dich verlieben oder sich betrogen fühlen würden. Du musst sehen, dass du ihnen ja auch etwas gibst. Umgekehrt: Versuch dir die Denkweise mal zu eigen zu machen, dass es nicht fair ist, dich den Frauen einfach vorzuenthalten! :zwinker:

    Das gibt dann im Kopf, der ja bei dir immer mitdenkt und fleißig am negieren sämtlicher Vorschläge ist, dann vermutlich ein: "aber ich bin ja eigentlich bescheiden" oder "ich will nicht aufdringlich sein" oder sonstiges Gewäsch. Aber auch das lässt sich widerlegen, je länger man drüber nachdenkt. Komischerweise hörst du da aber auf. Du ziehst nicht den richtigen Schluß! Du sagst, du denkst zu viel - ich sage, du denkst zu wenig, denn sonst würdest du viele Dinge einfach als Rationalisierungen entlarven, die dein aktuelles "Ich" schützen und erhalten wollen.

    Trenn dich davon! Oder bleib so, aber mach!!!

    Und dann geht die Quälerei los. Was hatte ich Herzklopfen, mit irgendwelchen Leuten zu sprechen? Was hatte ich für Bedenken, mal einen blöden Spruch abzulassen? Wird das falsch verstanden? Das ist zu platt, um lustig zu sein? Das ist doch überhaupt nicht meine Art? Das ganze Zeug musst du ignorieren und das Messer schneiden lassen. Und das 100 mal, 1000 mal. Und das kannst du, ohne das es dir jemand erklären muss. Es kann jeder. :zwinker:

    Off-Topic:
    Falls hier jetzt irgendjemand behauptet, ich würde Banane PU raten, kriegt derjenige auch ein Messer ab. PUler haben die charakterliche Entwicklung nicht unter Patentrecht.
     

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