• Dawn13
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    nicht angegeben
    13 Mai 2004
    #21
    Danke dafür, das ist effektiv ein sehr entscheidender Unterschied!


    Ich hab auch den Eindruck, dass die zunehmende Depressiv-Tendenz aus den übertriebenen Erwartungen an die einzelnen Menschen herrührt. Wobei ich da im Gegenzug wieder denke, dass der grösste Druck aus einem selber kommt und man häufig auch einfach nur glaubt, etwas erfüllen zu müssen, obwohl das so eigentlich nicht stimmt...
    Allerdings ist der Leistungsdruck auf junge Leute heute vielleicht wirklich viel stärker und es ist sehr schwer, dem gerecht zu werden. Man muss alles können, alles wissen, toll aussehen und allem in allem einem Idealbild entsprechen, das eigentlich in der Form nicht erreichbar ist.
    Arbeitslosigkeit, fehlende Perspektiven und Existenzängste setzen dem ganzen wahrscheinlich noch das Krönchen auf, sind aber in meinen Augen nicht Ursache dafür. Denn solche schwierigen Zeiten gab es schon immer und wird es auch immer geben, die gehen auch wieder vorbei. Ich denke aber, dass heute viele zu schnell aufgeben und sich in ihr Schneckenhaus zurückziehen, anstatt die Steine, die im Weg liegen, zu beseitigen. Das ist in keinster Weise als Vorwurf zu verstehen, aber es ist nunmal genau die Reaktion auf diese Probleme, die die ganze Situation im Grunde nur massiv verschlimmert.

    Ach ja, das bezieht sich auch einfach nur auf die Demotivation, Lustlosigkeit und eben den Rückzug der heutigen (jungen) Gesellschaft.
    Richtige Depressionen entstehen dadurch noch lange nicht, werden maximalst gefördert.
     
  • walkie
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    13 Mai 2004
    #22
    @Blonde Mietze

    Vielen Dank für Deine Worte!

    Irgendwie kann ich die Diskussion nicht verstehen. Ich selbst habe einige Jahre unter Depressionen gelitten, bis ich den Mut gefaßt habe und Hilfe gesucht haben. In all den Jahren habe ich meine Erkrankung aber nie an die große Glocke gehängt, und immer versucht, andere nicht mit meinem Problem zu belästigen.
    Vielleicht sollte man das Wort Depression, das ja für eine schwere psychische Krankheit steht, nicht in diesem Kontext benutzen.
     
  • N@$!r
    N@$!r (35)
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    13 Mai 2004
    #23
    @blondeMieze, entschuldigung,will nur fragen aber gibt es auch gute depressionen?depressionen sind doch schlecht?! (also jetzt für den betroffenen)

    ich habe verstanden was Dr.Optimus Prime geschrieben hat NUR man kann auch alles in einen topf werfen.

    hilfe ist alles....
     
  • Baerchen82
    Baerchen82 (38)
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    13 Mai 2004
    #24
    [size=+1]Welches sind die Ursachen von Depressionen?[/size]

    Man geht davon aus, dass viele unterschiedliche Faktoren dazu beitragen. Insbesondere bei den Depressionen, die durch äußere Ereignisse wie Trennung, Entlassung oder andere Verlusterlebnisse verursacht sind, können wir selbst eine Menge dazu beitragen, sie zu überwinden.

    Fast alle Menschen haben bestimmte Erwartungen und Wünsche an sich und ihre Umwelt. Wann immer diese Erwartungen nicht erfüllt werden, werden wir wütend und kämpfen dagegen an, fühlen wir uns enttäuscht oder fallen in ein tiefes Loch. Mit welchen Gefühlen und Verhaltensweisen wir reagieren, hängt von unseren Lebenseinstellungen und Lebenserfahrungen ab. Hinter den depressiven Verstimmungen steht eine negative Lebenseinstellung zu uns selbst, der Situation und unserer Zukunft. Wir bewerten die Situation als schlimm und ausweglos, uns als Versager. Verlieren wir unsere Stelle, glauben wir, nie mehr eine Anstellung zu bekommen. Trennt sich unser Partner von uns, glauben wir, ohne seine Liebe nicht leben zu können oder nie mehr einen Partner zu finden.

    Unsere depressiven Gefühle sind jedoch nicht der Beweis dafür, dass alles ausweglos ist, sondern nur, dass wir die Situation und uns so negativ bewerten. Sie weisen uns darauf hin,

    • dass wir etwas verloren haben, wovon wir überzeugt sind, es zu brauchen.
    • dass wir im Augenblick keine Lösung und Hoffnung für unsere Lage sehen.
    • dass wir uns ablehnen und verurteilen.
    • dass wir von uns oder anderen etwas erwarten, was unrealistisch ist.
    Die Tatsache, dass Menschen in ein und derselben Situation ganz unterschiedlich reagieren (manche reagieren ärgerlich, andere ruhig, andere enttäuscht oder verzweifelt), zeigt uns, dass nicht die Situation uns depressiv macht, sondern unsere Sichtweise der Situation.

    (Quelle: http://www.palverlag.de/Depressionen.html )

    PS: Auf der Seite steht alles was man über Depressionen als Laie wissen sollte, bevor man zu der Meinung kommt, Menschen mit Depressionen könnten es sich aussuchen, ob sie grad gute oder schlechte laune haben...

    Ein Mensch hält es nicht lange durch gegen seine eigenen Gefühle zu kämpfen...

    LG.. Bärchen..
     
  • Lurker03
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    13 Mai 2004
    #25
    Depressionen sollen nicht durch die gesellschaft ausgelöst werden können ? mich wundert es nicht, dass das kleine kind, dessen papa ihm grad erklärt warum der böse, schwarz gekleidete mann im fernsehen dem amerikaner den kopf abschneidet, später mal einen psychologen braucht.
    warum ein kampfhubschrauber eine rakete in eine palästinensische menschenmenge geschossen, und der böse ami dem iraker einen besenstil in den po gesteckt hat erklärt der papi übrigens nebenbei auch. achja und die verkohlten leichen. wir sind gerade gesellschaftlich an einem sehr perversen punkt angekommen, an dem wir uns sorgen machen ob unsere kleidung farblich zu unserem handy passt und der islamistische terrorist sich gedanken über das paradis macht, in das er kommt wenn er sich einen sprengstoffgürtel umschnallt und so viele menschen wie möglich in den tod reißt.

    mich bewegt das schon ...
     
  • president
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    nicht angegeben
    14 Mai 2004
    #26
    trotz allem wäre es interessant zu diskutieren, woher dieser sprunghafte anstieg von psychischen problemen bei jugendlichen kommt (im gegensatz zu den beträgen was nun eine gute/schlechte oder richtige/falsche depression ist).

    @sottovoce: ein interessanter ansatz von dir: "Mir ist nämlich aufgefallen, dass meistens die Menschen am "lebenstauglichsten" sind, die extrem viel mitgemacht haben. Die dramatisieren dann Kleinigkeiten nicht mehr so, sondern "halten mehr aus"."

    dazu könnte man jetzt aber auch sagen, dass leute, die extrem viel mitgemacht haben folglich auch ein grösseres depressionsrisiko tragen. mein eindruck ist aber folgender: es könnte ja auch sein dass menschen, die extrem viel mitgemacht haben und diese ereignisse sofort aufarbeiten (anstatt diese beiseite zu schieben und zu verdrängen), dadurch mehr "aushalten" resp. lebenstauglicher sind. denn unaufgearbeitete erlebnisse sind doch ein idealer nährboden (und oftmals die ursache) für eine depression.

    ähm, habe ich mich unklar genug ausgedrückt? :grin:
     
  • emotion
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    14 Mai 2004
    #27
    Kinder bekommen doch heute wenig vom eigentlichen Familienleben mit.
    Sie werden abgeschoben (In den Kindergarten, in die Ganztagsschule, zu Oma und Opi), weswegen sie oft die Schattenseiten des Zusammenlebens gar nicht erfahren.
    Opi stirbt.
    Blos das Kind nicht mit zur Beerdigung.
    Selbst mit 16 werden noch genug davon abgehalten.

    Bei Oma und Opa werden sie dann gerne Stundenlang am PC oder vorm TV abgesetzt, und mit Süßigkeiten und bestem Essen vollgestopft.

    Während der unfreiwilligen Hausaufgaben läuft ständig der Fernseher, und es juckt in den Fingern, den Füllfederhalter gegen den Gameboy/Playstation/XBox/Gamecube zu tauschen.

    Beteiligt an Hausarbeiten (Müll, Kochen, Zimmer aufräumen) oder gar eigene Verantwortlichkeiten, sowas ist selten.
    Denn :
    Die Zeit der Eltern ist knapp.
    Beide (müssen ? ) arbeiten.
    Durch die gestiegenen Anforderungen müssen sie auch 2 Stunden Fahrtzeit in kauf nehmen, und ne Überstunde ist schon "normal".

    Die restliche (kurze ? ) Zeit muß dann alles reibungslos klappen, mit dem Hausputz, dem Essen kochen, die Steuererklärung muß ja auch noch gemacht werden, und gleich muß ich noch ein Geschenk besorgen (Geschenke wichtiger als die Kinder selbst).
    Es ist keine Zeit, den Kindern Aufgaben zu geben, an denen sie wachsen könnten, denn alles muß sofort klappen.
    Und Papa kann das eh viel schneller und besser, selbst das Lego Haus baut doch besser Papa auf, weils Söhnchen doch nur 2 linke Hände hat (selbsterlebt beim Schwager :wuerg: ).

    Nein, Kindheit heute ist oft überhaubt nichts Romantissches mehr.
    Keine Baumkletterei, kein Papa, der einen das Flaeisch auf dem Grill umdrehen läßt, keine Puppenspiele mehr mit 13.
    Ein Mädchen mit 12 muß sich verschiedensten Anforderungen erwehren (Sex, Outfit, Rauchen).
    Klar, das wäre zu schaffen, wenn ...
    die Eltern überhaubt willens oder kräftens wären, den Kindern Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit beizubringen/vorzuleben !

    Keine Zeit.
    Menschen sind mehr Waren als beseelte liebebedürftige Wesen.
    Zeit.
    Zeit ?
    Habt ihr überhaubt Zeit, meinen Quatsch hier zu lesen ?
    Und wenn, ist Zeit genug, sich Gedanken zu machen ?
    Was kann ein Einzelner schon ändern ?
    Um Antworten flehend ... :zwinker:
     
  • president
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    nicht angegeben
    14 Mai 2004
    #28
    habe ich. weil es mich interessiert. weil ich ein kritischer zeitgenosse bin. und ich finde deine zeilen absolut treffend. stammt das aus eigener erfahrung? oder aus kritischer beobachtung deines umfeldes?
     
  • delicacy
    Gast
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    14 Mai 2004
    #29
    Fakt ist, dass wir durch verschiedene (gesellschaftliche) Einflüsse schwach geworden sind. Uns wird tag für tag gesagt, dass man nur ein perfektes Leben mit perfekten Mann, perfekter Arbeit haben kann wenn man auch PERFEKT aussieht.
    Wenn du ne schiefe nase hast, oder dick bist. Tja pech, schlechtes Jahr erwischt.
    Wir´bekommen Angst. WIr SUCHEN fehler an uns (ich bin fett ich bin hässlich blabla) und merken, dass wir ebn NICHT perfekt sind. Und schon steht das ganze Leben in Frage. Der ganze Lebensablauf hängt nun von einem dicken Arsch ab.
    Und ehrlich gesagt find ich das sowas von scheisse :angryfire

    Es ist auch schade, dass jugendliche viel frühreifer werden. Also ich hab mit 12 noch puppen gespielt und bin reiten gegangen! heute MÜSSEn sie schon sex gehabt haben, sonst würden sie ja nicht erwartungen der Gesellschaft entsprechen. Dabei kriegen die nicht mal mit, was sex eigentlich bedeutet.
    Eltern geben ihren Kindern lieber Geld anstatt sich mit ihnen zu unterhalten. Geht doch viel einfacher, oder? das kindmuss doch SPÜHREN dass du dir Zeit nimmst! Tja, und wenn es denkt, es sei hier unerwünscht folgt schon die erste Depression.

    Natürlich machen auch die Nachrichten depressiv. Familien werden zerstört, Menschen getötet... Wenn man sich da hinein versetzt, gehts dir gleich an die Psyche.
     
  • emotion
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    14 Mai 2004
    #30
    Beides.

    Selbst empfinde ich in meinem Alter den Zeitfaktor am gravierendsten.
    Also nat. auch wegen dem Geld so wenig bei/mit den Kindern sein zu können (hätte ich denn welche).

    Etwas ergänzen möchte ich noch.
    Wichtig erachte ich für junge Menschen gute Beispiele (vernünftige Idole) und Perspektiven !
    Dummerweise wird man doch in vielen niederen Schulen (nur von da weiß ichs) eher abgefertigt.
    Auf individuelle Schwächen kann (zeitlich :cry: und aus Desinteresse des Lehrers) nicht eingegangen werden.
    Zuhause interessiert sich also niemand so richtig fürs Kind, und in der Schule eh nicht.
    Bei mir war es damals sogar so schlimm, dass meine Eltern sich nich mal im geringsten für meine schulischen Leistungen ernsthaft interessierten, oder auch nur Ansatzweise bei Problemen behilflich waren (keine Hausarbeiten sondern zwischenmenschlich).
    Das war damals !
    Heute ist dies wohl eher die Regel als die Ausnahme.

    Der gesteigerte Druck wurde ja schon erwähnt.
    Die niederen Arbeitsplätze verschwinden.
    Es werden keine "Arbeiter" mehr gesucht, es gibt keine Hochöfen mehr.
    Was heißt, "Dumme" (also nicht genug Gebildete) Menschen haben eh keine Perspektive.
    Und selbst unter den Absolventen höherer Bildungswege stieg der Druck, da nur die besten nen adäquaten Job in Aussicht haben.

    Sehr belastend finde ich die Erneuerungszyklen (Produkte, Wissen*schaft*, Gesellschafts uns Sozialpolitisch).
    Unsere Umwelt, unsere Lebensbedingungen ändern sich stets.
    Wir werden Tag für Tag mit Ungeheuerlichkeiten, mit Ereignissen überschüttet.
    Die kann man ernsthaft gar nicht alle an sich ran lassen, ohne wirr und depressiv zu werden.

    Nun ist nich mal mehr ne Altersabsicherung wirklich sicher !
    Die einzigen wirklich verlässlichen Werte unserer Gesellschaft (Geld) sind eben gar nicht mehr verlässlich.

    Wo ist meine/unsere Perspektive ?

    Ich sehe schon ein, dass es uns (noch) besser geht, als vielen anderen auf der Welt.
    Aber noch vor wenigen Jahren konnte man sich auf ein geruhsames Alter verlassen !
    Nun kann man nur hoffen, auf Sozialhilfeniveau durchgefüttert zu werden.
    Sparen ?
    Streben ?
    Karriere und Geld und Haus ?
    Wozu ?
    Wenn ich mit 60 nen Schlaganfall erleide, und mein (hat erarbeitetes) Haus wegen der Pflegekosten versteigert werden muß ?

    Ach so ..
    Arbeitslose sind selber Schuld !
    Ihnen wird Eigenverantwortung auferlegt.

    Nach einem Jahr Arbeitslosengeld wird es ab dem Jahre 1005 (Agenda 2010 sei Dank) nur noch ALG 2 geben, so ungefähr mit Sozialhilfe vergleichbar.
    Soll die Motivation zur Arbeitsaufnahme fördern.
    Ja aber es ist keine Arbeit da !
    Und noch was wegen mittelfristiger Perspektive, was mir sehr am Herzen liegt.
    Ein Arbeiter mit in langen Jahren angesparten 40000 Euro auf dem Sparbuch und ner Kapitallebensversicherung in Höhe von 20000 Euro darf nach dem ersten Jahr Arbeitslosigkeit sein Geld aufzehren !
    Er bekommt dann solange nix, bis er nur noch Ersparrtes im erlaubten Rahmen hat (der nicht grade hoch ist).

    Perspektive ?
    Wozu soll ich 10 Jahre als Straßenfeger Überstunden kloppen, und Geld ansparen (für Auto, Eigentumswohnung, sonstigem), wenn alles innerhalb eines Jahres in Frage gestellt wird.
    Es gibt keine Alterssicherheit mehr, und nicht mal eine mittelfristige Sicherheit !!

    Sehr Sozial das :angryfire
    Schneiden sich die Staatsmänner da nichtauch in eigene Fleisch ?
    Wenn sie dieBürger so demotivieren?
    Die jetzige Regierung schafft es wie noch keine andere zuvor, uns jeglicher Sicherheit zu berauben.
    Selbst mit in die Öffentlichkeit gestreuten ungelegten Eiern !

    Und vor all diesen (existenziellen) Problemen verwundert es auch nicht, wenn Eltern aus Sorge nicht voll für ihre Kinder da sein können (emotional), denn sie sorgen sich um mittelfristig ausreichende Mittel zum Lebensunterhalt ...
     
  • president
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    nicht angegeben
    14 Mai 2004
    #31
    @emotion: ich finde deine ansichten und erkenntnisse gleichermassen interessant wie beängstigend (weil ziemlich realistisch).
     
  • Tomcat25
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    14 Mai 2004
    #32
    Ich bin immer noch der Meinung, dass viele "Deppreionen" nur vorgeschoben oder künstlich sind (Ausgenommen die Krankeiten).
    Uns geht es noch bei weitem viel viel besser als 95% der Menschheit. Wir müssen das nur mal endlich erkennen und wieder anfangen unsere Stärken in den Vordergund zu stellen statt der Schwächen.
    Leider gibt es hier im Land viel zu wenig interesse an den wirklichen Problemen in unserm Land. Wenn sich mehr Menschen für eine bessere Gesellschaft einsetzen würden könnte es auch mal wieder vorwärz gehen. Aber vielleicht müssen wir noch ein paar Jahre weiter mit dieser Depression leben um zu erkennen das sich die Dinge nicht von selbst erledigen, sondern arbeit erfordern.
     
  • president
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    14 Mai 2004
    #33
    korrekt, es ist ebenfalls meine meinung, dass vieles vor- und auf depressionen abgeschoben wird. nur: dass es uns besser geht als 95 % der menschheit spricht eher für als gegen eine "richtige" depression.

    ich stimme dir ebenfalls zu. aber dann wäre ein möglicher lösungsansatz von dir in die politik zu gehen um sich dort für die wesentlichen dinge einzusetzen? einen kampf gegen windmühlen zu treiben?

    (vielleicht hat unsere "fortschrittliche" zivilisation ihren zenit einfach überschritten und verschwindet über kurz oder lang - wie so viele völker vor uns...)

    president, der keine weltuntergangsstimmung heraufbeschwören will... (und schon gar nicht so kurz vor einem wochenende) :grin:
     
  • Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    14 Mai 2004
    #34
    Ja, da hast du recht.
    Aber das Problem ist ja gerade, dass Menschen nie zufrieden sind und nicht erkennen, was sie alles haben, sondern nur sehen, was sie nicht haben. Irgendwie war das doch schon immer so, man will alles und noch viel mehr und merkt selber nicht, dass man irgendwann an eine Grenze kommt.

    Die meisten von uns wurden wahrscheinlich in ziemlich geregelten und wohlhabenden Verhältnissen aufgezogen, es war normal, dass da ein Auto war, dass man in Urlaub gehen konnte, es immer genug zu essen gab etc. Zumindest gehe ich jetzt mal davon aus, dass fast alle das nur so kennen. Vielleicht wurde den "Jungen von heute" so auch vorgegaukelt, es sei alles perfekt und man müsse um nichts kämpfen. Vielleicht war es aber auch wirklich so, keine Ahnung.

    Dass der Aufschwung der 90er und der enorme Wohlstand, der in dieser Zeit entstanden ist, irgendwann auch wieder zurückkippt, das wollte niemand so recht sehen. Jetzt ist es plötzlich so, aber die, die sich damals auf den Lorbeeren ausgeruht haben, sind ja davon nicht mehr direkt betroffen, sondern eben halt die jetztigen jungen Erwachsenen... Schade.
     
  • Nur-Lag
    Gast
    0
    14 Mai 2004
    #35
    Jammern auf hohem Niveau. So würde ich das mal bezeichnen. Ich wohn in nem Haus ( besser gesagt in dem meiner Eltern ), hab Ab und Zu das Auto zur Verfügung und mir gehts finanziell gesehen auch so ganz gut. Ich bin zufrieden. Ich bräuchte davon abgesehen nicht mal so ein "großes" Haus. Aber andere kriegen der Rachen einfach nicht voll genug...
     
  • Mieze
    Mieze (34)
    Sehr bekannt hier
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    173
    2
    vergeben und glücklich
    14 Mai 2004
    #36
    Schon aber zwischen einer Depression und mal "nen schlechten Tag haben" ist ein himmelweiter Unterschied, das meine ich damit..
    Eine Depressionist weitaus schlimmer..
     

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