• User 179709
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    nicht angegeben
    17 Juli 2020
    #1

    Gefühlschaos Meine Gedanken kreisen: Ehefrau, Leben, Glücklichsein.

    Momentan hänge ich oft in Gedanken und stelle mir Fragen über meine Beziehung und mein Leben. Bin ich noch glücklich? Was mache ich nun?

    Ich würde mich freuen, wenn ihr euch durch meine Gedankenwelt lest und mir Feedback gebt, Anregungen gebt. Rückfragen stellt.

    Danke euch! :ashamed:
    _____________________________________________________________________________


    Irgend etwas beschäftigt mich. Bin ich unzufrieden? :confused:
    Ein Versuch, das zu ergründen.

    Vorneweg: Wir haben kleine Kinder. Kurzfassung: Wunderschöne Sache. Daran ist nichts falsches! NIE! Aber Kinder = Zeit. Zeit, die wir nicht als Paar haben.



    Ich liebe meine Frau. Liebe ich sie?

    Wir sind schon ewig ein Paar. Haben unglaublich viel gemeinsam gemacht. *Unglaublich* verliebt war ich, habe viel für sie getan. Ich schätze sie sehr.

    "Liebst du mich?". Auf diese Frage würde ich immer und selbstverständlich mit "Ja" antworten. Aber ist das (noch) liebe, die ich spüre, oder nur eine Gewohnheit, das zu sagen?
    Woran mache ich die Liebe denn fest? Was schätze ich so an ihr?
    Ich mag unsere Gespräche und Diskussionen.
    Wir "Blicken in die selbe Richtung", haben dasselbe moralische Verständnis und dieselben Ansichten. Unser Verständnis der Welt und der Menschen passt so perfekt aufeinander. Wir haben verständnis füreinander, nehmen Rücksicht auf die Belange des Anderen.
    Ich möchte daran nichts ändern. Das ist schön wie es ist.

    Vermutlich ist es wie bei den meisten langjährigen Beziehungen.
    Ist es das?
    Wir haben uns aneinander gewöhnt, das meiste passt. Das überzeugende Kribbeln ist es aber (verständlicherweise(?)) nicht mehr.
    (Umgekehrt weiß ich auch nicht was sie sagen würde auf die Frage, weswegen Sie mich (noch) liebt...)


    Es gibt Dinge die mir nicht passen.

    Wir sind wenig aufmerksam dem anderen gegenüber
    .
    Sie als auch ich. Es fehlt aber - mindestens mir - die Motivation im Alltag in Euphorie und Aktionismus auszubrechen.

    Wir streiten uns oft.
    Sei es aus Missverständnissen heraus, oder weil wir vom anderen entnervt sind. Das ärgert mich schon oft. Es stört sehr zu wissen, dass Gespräche schnell in diese Richtung gehen. Vermutlich stört sie das auch.

    Viele Kleinigkeiten.
    Die "Art", wie Details im Haushalt gemacht werden. Das mag teils auch meinen etwas eigenen Vorstellungen geschuldet sein. Oft übergehe ich das, oft beginne ich aber deshalb einen Streit. Nicht mit dem Ziel "Streit". Aber ich spreche es an und weiß schon vorher, das gibt Ärger.

    Wie sie teils zu den Kindern ist
    passt mir (überhaupt) nicht. Sie raunzt unsere Kinder an. Vielfach täglich und oft wegen Nichtigkeiten. Klar, das passiert mir auch. Kinder können herausfordernd sein. Aber mir scheint es, als würde Ihr das selbst gar nicht bewusst und als hätte sie da keinerlei Filter um ihren Frust von den Kindern fernzuhalten. (Auch wenn dieser Satz wenig Raum im Text einnimmt, so ist es doch eine Sache die mich gewaltig stört!

    ZEIT
    Mir fehlt das "Qualitäts-Zeit miteinander haben". Gemeinsame Zeit besteht großteils aus Fernseh-Zeit. Nebeneinandersitzen. Einschlafen. Gute-Nacht sagen. Ich hätte das gern anders. Mit Kindern schwierig, ich weiß. Ein Vorwurf, den ich ihr hier mache: Sie investiert Ihre Lebenszeit lieber in die Arbeit als in unsere Beziehung.Hier sehe ich keine zeitnahe Perspektive.

    SEX
    Darüber grüble ich oft.
    Sexuell passiert wenig. Es passiert nichts. Stört mich das überhaupt? Vermutlich schon. Allein schon, weil der Textblock dazu so lange ist.
    Es war einmal.... da war mein Verlangen nach Sex größer als das Ihre.
    Wir hatten aber beide Eines. Heute vergehen Wochen, Monate ohne Sex. Auch ich habe nicht das Bedürfnis, mit Ihr zu schlafen.
    Selbstbefriedigung klar. Oft. Ich habe eine Sexualität. Nur nicht mit ihr.
    Zieht sie mich nicht mehr an? Mag sein. Woran liegt das? Körperlichkeiten? Das Gefühl, selbst nicht begehrt zu werden? Sonstige Aspekte?

    KÖRPERLICHKEITEN
    Es ist nicht abschätzig gemeint! Übergewicht. Egal. Es war schon immer so, ich habe es gesehen,es war nie wichtig oder ein Problem für mich und ich habe das auch nie zu einem Thema gemacht.
    Die Schwangerschaften haben andere Aspekte dazu gebracht.
    Das würde ich ihr niemals ankreiden. Das Ergebnis "Kind" ist so unglaublich schön, noch viel unglaublicher als ich mir das vorstellen konnte.
    Das hat sie "gemacht", da ist es einfach zweitrangig was mit dem Körper passiert.
    Aber stört es mich trotzdem? Tut es das? Soweit ich das einordnen kann, war die sexuelle Anziehung schon vorher nicht mehr so da.
    .... Ich weiß nicht ob das Thema Körper eines ist. Aber ich frage es mich schon.

    BEGEHRT WERDEN; VERLANGEN
    Sex passiert bei mir im Kopf. Verlangen und Begierde ist wesentlich!
    Ich würde mich freuen wenn sie auf mich zukommt, mir Ihr Verlangen zeigt. Umgekehrt könnte sie das Selbe aber auch über mich sagen: da passiert genauso wenig. Teufelskreis.
    Bei mir gibt es auch andere Auslöser um geil zu werden. Die greifen auch. Immer noch und zuverlässig. Aber soweit kommt es fast nie, weil keiner Verlangen zeigt.
    Sicher auch ein Kinder-haben-Thema. Das war aber auch vorher schon ein Thema. Definitiv etwas, was ich ändern möchte. Und nicht erst irgendwann ("Kinder aus dem Haus") ...

    SONSTIGES
    Gewohnheit. Andere Aufgaben. Und die Zeit: Keine Zeit. Und müde wenn gemeinsam Zeit. Aufstehen, Vollgas geben, Abends müde.


    BEZIEHUNG, MONOGAMIE, OFFEN ?!

    Seit etwa einem Jahr hat sich auch meine Denke bezüglich Monogamie geändert.
    Ich weiß nicht ob als Resultat dessen, was mich beschäftigt, oder parallel dazu und unabhängig als persönliche Entwicklung.

    Gefühle würde ich immer noch auf die Beziehung beschränken wollen.
    Aber Sex? Nicht. Sexualität ist etwas schönes, wieso sollte man sich *in den Möglichkeiten* einschränken? Nicht eine heimliche Affäre. Sondern etwas "erlaubtes". Ordentlich. Abgesprochen. Die Beziehung hierfür öffnen.

    Wenn ich mir vorstelle, sie schläft mit anderen: Ist ok. Ich würde mich freuen, wenn sie etwas schönes erlebt. Argumentiere ich mir das nur schön hin, weil ich es mir eigentlich für mich andenke?

    Klarstellung: Es gibt niemanden konkret. Und ich sehne mir auch keinen anderen Sexpartner herbei. Aber falls sich die Gelegenheit einmal ergeben sollte wäre es sicher schön,
    ja sagen zu können.

    Wäre diese Änderung der Beziehung "hilfreich"? Oder ist es die Büchse der Pandora? Richtet es uns hin?

    Von einer anderen Richtung gedacht:
    Wie würde ein Gespräch hierüber verlaufen? "Wozu die Öffnung der Beziehung?" wäre wohl ihre Frage.
    Sexuell fehlt die Anziehung. Aber ist das denn überhaupt ein oder der Grund für eine Öffnung?
    Oder nicht vielmehr eine veränderte Haltung dem Thema Monogamie und Sexualität gegenüber?
    Definitiv möchte ich ihr nicht das Gefühl geben, es liegt am Körperlichen. Ich möchte ihr niemals ein schlechtes Gefühl wegen ihres Körpers geben. Nie.
    Auch mangelnde Begierde zwischen uns ist kein guter Argumentationsgrund: Würde ich diese für eine andere Frau empfinden, fühlt sie sich mit Sicherheit weniger Wert.

    Im Grunde sollte auch ihr Bild (wie meines) sein: Sexualität ist schön; Ich freue mich über schöne Erlebnise des anderen. Und nicht ein "Ich genüge nicht".



    Und nun?

    Ich kriege den Kopf nicht klar!
    Was beschäftigt mich? Ist es liebe? Sexuelle Anziehung? Beziehung öffnen? Alles ist wirr und verflochten. Bin ich nun unzufrieden? Kann sein; Weshalb sonst die Gedanken?

    Und was sind die Konsequenzen?
    Ich möchte mich nicht "wegbewegen"! Mir gefällt das, "wo ich bin". Habe ich Angst vor offenen Gesprächen darüber und was sie "hinterlassen" könnten?
    Wunden die nicht mehr heilen, wenn die Worte erst einmal ausgesprochen sind.

    Was würde sie tun, läße sie diesen Text? Erhellung, Motivation, Veränderung? Ein Bruch in der Beziehung? Ausgesprochenes, unveränderliches das die Beziehung beschädigt?





    Schnitt. Zeitsprung.

    Obigen Text habe ich vor bald einem halben Jahr geschrieben.
    Heute sind manche Einschätzungen anders. Ich möchte den Teil oben nicht ändern. Er beschreibt die Situation gut, ohne gemein zu sein.

    Heute würde ich aber sagen: Ich bin unglücklich.
    Gefühlt haben wir uns weit voneinander entfernt. Ich möchte das nicht.
    Andererseits fehlt (auch?) mir der Antrieb daran zu arbeiten / etwas zu tun / zu investieren.
    Wir leben nebeneinander, nicht mehr so recht füreinander.
    Das Thema Sex ist unverändert. Ich würde es heute nur gemeiner formulieren.

    Danke für's Lesen. Nochmehr Dank für Eure Antworten! :smile:
     
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  • PhilboyX
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    17 Juli 2020
    #2
    Das klingt für mich ganz danach, dass ihr inzwischen mehr aneinander vorbei lebt als miteinander. So wie ich das sehe, hast du Bedürfnisse/erwartungen, die sie nicht erfüllen kann oder will. Hast du mal mit ihr ein tiefes und ernstes Gespräch darüber geführt ?

    Wenn du für dich selbst gemerkt hast, dass du unglücklich bist, solltest wirklich dringend das Gespräch suchen. Andererseits, wenn du sowieso keinen Antrieb mehr hast an der Beziehung zu arbeiten bzw Zeit dafür zu opfern, ist es wohl eh schon zu spät. Sorry für die harten Worte, aber nachdem was du geschrieben hast, macht eure beziehung wohl nicht mehr viel sinn
     
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    17 Juli 2020
    #3
    Das zieht sich durch Deinen ganzen Text. Ich denke, Dir ist klar, wie wir Leser darauf reagieren werden? :zwinker: Also lass ich das einfach.

    Das heißt aber eins, m.E. heißt es wirklch nur das Eine: werde Dir klar, was Du willst. Willst Du mit ihr zusammen bleiben, dann bekomme Deinen A*** hoch. Oder beende es. Bald. Dazwischen gibt es nur mimimimi.

    Aber interessieren würde es mich schon, was Deine Frau dazu sagt.
     
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    17 Juli 2020
    #4
    Das ist viel Text gewesen :cool:

    Redet ihr generell nicht viel? Das liest sich als würdet ihr, wie du es beschreibst, entweder streiten oder schweigen.
    Klar, eine Beziehung mit Kind/ern ist total anders als ohne.... Wie war es vor den Kindern?

    Ich finde es super, dass du schreibst, die körperlichen Veränderungen stören dich nicht an ihr. Es ist in der Tat so, das bei vielen Frauen Merkmale (Dehnungsstreifen z.B.) und ein paar überschüssige Pfunde zurück bleiben. Aber dafür habt ihr neues Leben geschenkt! Da ist der Preis der Veränderung wirklich Nebensache.

    Wenn du sagst, ihr lebt nur noch nebeneinander her anstatt miteinander, wie könntet ihr die Situation verändern? Gibt es noch Großeltern, Freunde o.ä. die eure Kinder mal am WE betreuen können? So hättet ihr Zeit für euch, die Ihr qaulitativ besser miteinander verbringen könnt, als wenn einem die Kids ständig um die Beine schleichen ;-)

    Was wünscht sich deine Frau? Habt ihr mal versucht zu ergründen, was der andere möchte, welche Sehnsüchte und Wünsche er hat?
    Vielleicht seid ihr da gar nicht so weit von einander entfernt, wie es sich jetzt für dich anfühlt?

    Ich hoffe für dich /euch, dass ihr zusammen eine Lösung findet und auch noch die nächsten Jahre gemeinsam genießen könnt.
     
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    17 Juli 2020
    #5
    In vielem was du geschrieben hast finde ich mich und meine Ehe wieder.
    Und ganz vieles wird nach über 18 Jahren (bei mir) wohl bei den meisten Paaren ähnlich sein.
    Was uns von euch allerdings wesentlich zu unterscheiden scheint ist die Kommunikation.
    Wir reden regelmäßig über solche Dinge. Schauen wo wir stehn, ob sich an unserer Einstellung zu den einzelnen Themen etwas geändert hat.
    Falls ja kann man reagieren, wenn nein ist es eben weiterhin gut so wie es ist.
    Wir haben auch nicht immer eine Lösung für alles.
    Aber oft reicht es zu wissen wie der Andere denkt und empfindet.
    Dadurch müssen wir viel weniger in Frage stellen wie du es oben von dir beschrieben hast.

    Ihr lebt so lange gemeinsam, habt Kinder, ein gemeinsames Leben.
    Warum dann nicht auch gemeinsam reden über so etwas?
    Du weißt ja nicht einmal ob deine Frau nicht ähnlich empfindet.
    Durch Gespräche ließe sich so vieles klären.
    Und wer weiß, vielleicht siehst auch du auf einmal in manchen Dingen viel klarer.

    Trau dich und versuche es.
     
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    17 Juli 2020
    #6
    Nun, ich würde sagen, Du hast dir ganz viele Gedanken gemacht und vieles auch gut analysiert.

    Ich finde auch, dass Du unbedingt mit der anderen Hälfte Deiner Beziehung das Gespräch suchen musst. Wie fühlt sie sich? Was will sie? Es nützt nix, wenn Du über offene Beziehung nachdenkst und sie bereitet schon die SCheidung vor......

    Ich bin nicht der Typ, der für ein schnelles Aufgeben plädiert, denn ich denke, aus irgendeinem Grund bist Du mit ihr zusammen gekommen und ihr habt eine Familie gegründet. Ihr werdet somit eh immer verbunden sein.

    Ich finde jedoch, dass ein Leben glücklich gestaltet werden soll und wenn es dich unglücklich macht, dann braucht es dringend Veränderung.

    Du wirst investieren müssen, egal wo. Denn auch wenn ihr Euch trennt, eine neue Superfrau mit der Du allzeit den geilsten Sex hast, wirst Du nicht finden ohne Dich anzustrengen, das musst Du Dir bewusst sein.... den die Superfrau hat auch Ideen, Ansprüche und Vorlieben. Somit überleg Dir was Du willst, rede mit deiner Frau und lass Dich auf den Prozess ein, dass sich alles ändert, wenn man etwas verändert..... aber wenigstens seit ihr dann in Bewegung und nicht in unglücklicher Starre......

    Ich bin gespannt.
     
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    17 Juli 2020
    #7
    Die Frage kenne ich gut. Ich habe mich das auch relativ häufig gefragt, ob es noch Liebe ist oder Gewohnheit oder was genau das ist. Bis mir mein Unterbewusstsein ein heftigsten Seitenhieb in einem Traum gab :unsure:

    Ich finde es schon berechtigt Muster zu hinterfragen, weswegen macht man das eigentlich? Vor allem wenn man mit der gesamten Situation unglücklich ist, daher würde ich an deiner Stelle genau überlegen, was du an ihr liebst. Ganz konkret. Nicht so ein wischiwaschi.

    Offensichtlich, sonst würdest du nicht darüber nachdenken.

    Hast du Fantasien und/oder siehst ihren Körper und wirst wuschig? Hast du den Wunsch, dass sie sich körperlich verändert?

    Hach ja der Teufelskreis. Ich habs so gelöst: Mit ihm geredet, was ich mir an Änderungen wünsche, mir angehört, was er sich an Änderungen wünscht und dann habe ich es gemacht. Ich habe Bewegung rein gebracht.

    Entweder bekommst den Arsch hoch oder du schaust zu, wie es weiter bergab geht. Das Argument "Der Partner könnte ja auch was machen" ist eben null zielführend.

    Timeslots schaffen, in denen ihr Quality Time erleben könnte. Beispielsweise die Kinder an die Großeltern geben oder Freunde oder ein Babysitter. Einen schönen Abend machen, vielleicht auch ein Date, falls euch sowas liegt.

    Ganz ehrlich, da könntest du auch genauso Schluss machen. Denn eure Beziehung ist ja schon im Arsch, die dann zu öffnen wäre einfach ein Todesstoß. Klar es wäre etwas anderes, wenn eure Beziehung in Takt wäre und du dann jetzt dieses Bedürfniss entwickelt hättest und es nur darum geht. Aber im Prinzip stellst du deine Beziehung in Frage, da wäre es doch eigentlich logischer erstmal die zu "reparieren", bevor ich sowas in den Raum stelle.

    Selbstverursachtes Leid. Du willst nichts ändern und leidest deswegen. Würdest du etwas ändern, würdest du weniger leiden und wärst dann glücklicher.

    Entweder den Arsch hoch kriegen oder damit abfinden. :thumbsup:
     
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  • User 179709
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    nicht angegeben
    18 Juli 2020
    #8
    *Phew*, danke für eure Worte. :smile:und:unsure:.
    Das ging ja nun in verschiedenste Richtungen. Ich habe erstmal alles durchgelesen.
    Mitgenommen habe ich
    • Selbst den Arsch hochkriegen
    • Kommunizieren
    • Mir klar werden
    Ich denke und schreibe mal drauf los und zitiere dann noch Einzelheiten.

    Arsch hochkriegen
    Auch wenn es banal klingt, ihr habt mich ordentlich wachgerüttelt. Es passiert nichts von selbst, ich muss genauso tätig werden. Nebenher notiere ich mir schon Dinge, die ich von mir aus tun kann. Da muss ich mir aber noch näher Gedanken machen. Wichtig wird es sein, dass das Arsch-Hochkriegen auch nachhaltig ist.. Aktionismus wäre nur kurzzeitig gut. (Aber schonmal ein Anfang :grin:).

    Kommunizieren
    Früher hätte ich behauptet, wir kommunizieren sehr gut. Heute lässt sich das "Schweigen oder Streiten" leider nicht von der Hand weisen. Wie sich das entwickelt hat kann ich auch nicht sagen. Heute denke ich mir oft - gemein gesagt - "da halte ich besser das Maul".
    Ich packe mal ein bischen Text in Spoiler. Ich schweife aus.
    (Das ist mehr Kontext, zum Lesen nicht unbedingt notwendig.)
    In vielen Situationen, in denen mir etwas nicht passt, fällt mir keine positive Formulierung ein. Da weiß ich schon, dass es zwei Möglichkeiten gibt: Egal wie ich es versuche zu sagen, es gibt Streit. Oder nix sagen und mich insgeheim darüber ärgern. (Mangelnde Fehlertoleranz und Darüberwegsehen bei Kleinigkeiten ist sicher keine meiner Stärken.)
    Auch die Kommunikation außerhalb von Konfliktsituationen ist irgendwie weniger und desinteressierter als es das früher mal war. -- Wir kennen uns eben schon. Das ist aber keine gültige Ausrede!
    Ich denke da habe ich Arbeit vor mir, das zu verbessern. Vieleicht hilft ja ein Codewort (á la "Achtung ich schwinge jetzt die Keule":tongue:) um nicht gleich in Angriffs und Verteidigungsposition zu verfallen.

    Mir klar werden
    Die Grundrichtung ist mir schon klar: Ich möchte bleiben wo ich bin. Sozusagen bei Frau und Kind :zwinker:. Bzw umgekehrt möchte ich, dass sie bleibt.
    Bleiben, weil es mein Lebensentwurf ist. Frei gewählt, so gewollt. Und mit den Kindern ja auch unendlich schön ist. (Und nicht nur bleiben, weil alles andere 'so umständlich' wäre.

    Zeit
    Zeit haben ist so ein Punkt. Ein Streitpunkt. Der Punkt kam definitiv mit den Kindern dazu, das gab es vorher nicht als Thema. Hierzu habe ich schon mehrmals und sehr explizit kommuniziert (ja, tatsächlich :jaa:). Gesagt, dass es ohne gemeinsame Zeit auf Dauer kein Wir mehr gibt. Kinderbetreuung vorgeschlagen. Wurde abgeschmettert, weil zu den Zeitpunkten noch Stillkinder und damit nicht möglich.
    Ich werde das nochmal angehen. Ist notiert.
    Es gibt noch den Aspekt "sie macht lieber Karriere, verbringt ihre Zeit bei der Arbeit". Ich versuche das mal gedanklich umzudrehen. Von einem Vorwurf an sie auf den positiven Teil: Es ist Ihr Ding. Und bei was-schätze-ich-an-ihr habe ich gelistet, dass wir verständnis füreinander hätten und Rücksicht auf die Belange des Anderen nehmen. Wäre hier aus meiner Sicht wohl auch wieder angebracht.


    Nochmals danke euch. Den Tag heute beende ich mit dem Gefühl "motiviert".

    ______________________________________________________
    Einschub: Es ist ziemlich viel Antworttext geworden. Ich hoffe das liest noch jemand. Für "Neueinsteiger" ins Thema sicher nicht hilfreich :engel:.
    Wer nur das Wesentliche lesen möchte kann hier aufhören.
    ______________________________________________________






    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juli 2020 ---
    "Inzwischen" würde ich durch "aktuell" ersetzen wollen. Man kann ja daran drehen - hoffentlich.
    Aber ja du hast recht, bis heute morgen war da auch kein Antrieb da, daran zu arbeiten.
    Zur Kommunikation siehe oben.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juli 2020 ---
    Danke für deinen Beitrag. Oben habe ich schon dazu geschrieben. Momentan führen wir keine ausdauernden Gespräche. Schweigen ist überspitzt. Aber vor den Kindern war es noch anders. Allerdings weiß ich nicht, ob das Kinder-haben hier ein Wendepunkt war, oder ob dieser früher oder später liegt.

    :ashamed: Naja ich schrieb, dass ich ihr das niemals ankreiden würde. Aber dass ich mich dennoch Frage ob es mich stört.
    Und ich würde momentan sagen: vermutlich stört es mich. Zumindest in einem gewissen Umfang. (Es sind keine Dinge, woran sie etwas ändern könnte.)

    Da wären wir wieder bei der Büchse der Pandora. Würden die Worte - wenn sie erst einmal ausgesprochen sind - immer im Raum stehen?
    Wie kann ich mit ihr hierüber offen kommunizieren, ohne ihr Selbstwertgefühl anzukratzen? Jedes Thema Richtung Sexualität wäre Dauerhaft damit belastet.

    Beim nächsten Gespräch, das ich hoffentlich bald suche, wäre das ein Punkt den ich ausklammern würde.
    Liege ich falsch? Habt ihr Ideen? :confused:

    Ich habs schon auf die Liste meiner Notizen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: irgendwas solltte da schon gehen.

    Den Satz habe ich mir genau so rauskopiert. :smile:
    Es ist ne ziemlich simple Frage. So simpel das ich mich frage, wieso ich mir die so explizit nicht stellte. :rolleyes:
    Umgekehrt ist es aber gar nicht so simpel zu ergründen. Ebenfalls ein Todo.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juli 2020 ---
    Das klingt bei euch sehr analytisch und strukturiert.
    Nein, so war das bei uns noch nie. :ashamed: Es ist aber umgekehrt auch nicht so, dass wir das gar nicht tun würden.
    Es gab schon viele offene Gespräche, auch über unangenehme Dinge.
    Die Themen meines Eingangsposts haben sich aber angesammelt und sind in diesem Umfang noch nicht adressiert.

    Ja und nein. Explizit weiß ich es nicht. Aber ich weiß schon, dass Ihr auch einiges nicht passt und ich nehme an sie ist zumindest über manches auch unglücklich.
    - Dazu zähle ich übrigens auch meine aktuelle Art zu kommunizieren (aus ihrer Sicht wäre das "Schweigen oder Agression". Nicht das ich das so wollen würde.).
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juli 2020 ---
    Danke, das hat mir den Kopf etwas sortiert. Das ist wohl nicht das Kernthema.

    Klar formuliert. Danke. Das hat mich motiviert wieder anzufangen.

    Ein kleines 'Aber' möchte ich aber noch einwerfen: Auch sie muss mitziehen. Ich kann den Anfang machen, aber komme nicht alleine ans Ziel.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juli 2020 ---
    Findest du meine formulierten Punkte hierzu wischiwaschi?
    Ich habe diese Punkte lange überlegt und empfinde sie als ziemlich bedeutsam.
    Natürlich hat es dazu jeweils noch Kontext, auf den ich teils auch nicht eingehen möchte. Der fehlt dir natürlich.
    Was wäre denn besser bzw. konkreter?
    Off-Topic:
    Wohl nicht die blauen Augen und wie sie mir das Essen zubereitet :upsidedown:


    Ich habe Fantasien, auch mit ihr als Inhalt, die mich wuschig machen. Ihr Körper ist da eher ausgeblendet.
    Es sind Dinge, die sie nicht ändern kann. Wenn es der Wunsch bei einer Fee wäre, ja dann wäre es vielleicht einer. Aber kein Wunsch an Sie im Sinne von abnehmen o.ä..

    Habe ich oben schon Thematisiert. Ja sehe ich auch so. War bisher schwer. Das sollte jetzt aber machbar sein. Ist notiert.

    Danke. Das hat mich sortiert! Es ist sowas von richtig!:jaa:
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Juli 2020
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    18 Juli 2020
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    Als ich deinen Eingangspost gelesen habe, dachte ich ganz deutlich, wie positiv und wertschätzend du (noch?) über deine Frau und die Beziehung schreibst. Natürlich benennst du viele Zweifel und Kritikpunkte - aber du bist dir (noch?) klar, dass du diese Beziehung willst. Auch wenn der erste Teil deines Eingangstextes etwas her ist, hast du diese Haltung ja auch jetzt nochmal benannt. Das finde ich sehr, sehr wertvoll, diese Klarheit für dich zu haben - dann musst du aber auch etwas dafür tun!

    Gab es irgendeinen Austausch mal mit deiner Frau, dass die Beziehung nicht mehr so läuft, wie du (und vermutlich sie auch) sich das vorstellen? Das wäre für mich der erste Schritt. Ich würde das Gespräch mit ihr suchen, möglichst in einer ruhigen Minute, vielleicht nicht wenn ihr totmüde seid, in einer für euch passenden Umgebung (Spaziergang, Tee auf der Couch...). (Wobei das keine Perfektionsaufgabe ist - Hauptsache, du redest mit ihr.) Und dann frag sie, wie sie eure Beziehung momentan sieht (ohne sie zu krass ins Scheinwerferlicht zu stellen, sie kann auch total überrumpelt sein und erstmal nicht wissen, was sie sagen soll). Erzähl selbst von dir, dass sie deine Frau ist und du eure Beziehung und Familie weiterhin willst, dass es aber einige Punkte gibt, mit denen du nicht glücklich bist und die auf Dauer die Beziehung bedrohen. Sag ruhig, dass dir das Gespräch schwer fällt, dass du erst Mut zum Ansprechen sammeln musstest, dass es dir schwer fällt, die richtigen Worte zu finden - Verletzlichkeit zeigen schafft Verbundenheit, und gibt auch ihr die Möglichkeit, sich so zu zeigen (und sie vielleicht weniger auf Verteidigung schaltet).

    Was ich wichtig fände: immer wieder betonen, dass du eure Beziehung willst, dass du mit ihr an eurer Beziehung arbeiten möchtest. Es geht nicht darum, dass ihr deine Fehler gegen ihre aufrechnet, sondern dass ihr gemeinsam als Team für eure Beziehung arbeitet. Ich würde auch versuchen, gerade am Anfang nicht zu sehr ins Detail zu gehen, welche Punkte dich stören, sondern lieber gemeinsam zu etablieren, wie ihr beide die Beziehung seht und (hoffentlich) dass ihr gemeinsam an ihr arbeiten wollt. Also so: Problem wahrgenommen >> grundsätzlicher Wille zur Problembearbeitung >> Rahmen für Problembearbeitung schaffen

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass eine Paartherapie euch helfen könnte, gerade weil du doch so viele verschiedene Punkte aufgezählt hast (und sie wahrscheinlich auch einiges hat) - da könnnte professionelle Hilfe gut sein, um diese Themen aufzudröseln und auch um die Gespräche darüber konstruktiv zu lenken.

    Was ich komplett, 100% am Anfang außen vor lassen würde: das Thema offene Beziehung. Ich bin selbst in einer, also dem Thema offen gegenüber eingestellt - aber das kann jetzt fast nur nach hinten losgehen. Vielleicht kommt ihr im Laufe der Gespräche darauf, aber schau erstmal, dass ihr eine offene, vertrauensvolle, positive "Beziehungsarbeitsatmosphäre" habt und euch wieder mehr verbunden fühlt als Paar, bevor du das Thema ansprichst (wenn es für dich dann überhaupt noch relevant ist).

    Alles Gute!
     
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    18 Juli 2020
    #10
    Wenn du das Leben mit deiner Frau wirklich noch willst, würde auch ich eine Paartherapie vorschlagen.

    Allgemein klingst du ein bisschen wie eine männliche Version von mir, ich kann mich auch an Kleinigkeiten stören, aufhängen und dann wegen ihnen Streit anfangen. :seenoevil: Vor allem bei Müdigkeit kann das zunehmen. Ich bin mir dessen bewusst und arbeite daran, auf unterschiedlichen Ebenen. Wie sieht das bei dir aus?

    Körperliche Veränderungen durch Kinder bleiben zumeist leider nicht aus.
    Off-Topic:
    Ich habe mir als Beispiel eine Weile eingeredet, dass meine Pussy noch genauso aussieht wie vorher, aber der Blick auf entsprechende Bilder von vorher lieferte den Gegenbeweis. :confused: Habe meinen Mann darauf angesprochen und wir haben speziell über diese Veränderung geredet, die ihm natürlich ebenso aufgefallen ist wie die nun hängenden Brüste. Ich habe ihm gesagt, dass es mich verunsichert, und ob er mich noch heiß findet. Das tut er.

    Thema Übergewicht: ist sicherlich ein Thema. Könnt ihr darüber reden? Ohne anzuklagen? Wie viel Übergewicht hat sie?

    Ob eine Öffnung eurer Beziehung helfen oder schaden würde, ist schwer abzuschätzen. Darüber würde ich vermutlich erst nachdenken, wenn ich mit einem Therapeuten gesprochen hätte.
     
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    18 Juli 2020
    #11
    Glaube mir, das ist es nicht.
    Wir haben keinen Zeitplan der vorsieht wann wir über was reden.
    Ich zerrede Dinge hoftmals gerne während mein Mann die Dinge oft lieber aussitzt.
    Beides nicht gut.
    Daher sind wir übereingekommen das ich ein Thema anfange wenn mir danach ist und er dann auch mit zieht.
    Strukturiert ist da allerdings garnix.

    Du sprichst immer wieder die körperliche Veränderung deiner Frau an. Wenn es nur Übergewicht wäre könnte sie ja etwas dagegen tun.
    Also vermute ich das es da um mehr geht.
    Ich denke dir wird schon klar gewesen sein das eine Schwangerschaft solche Veränderungen mit sich bringen kann. Und du warst wohl auch bereit dieses "Risiko" einzugehen.
    Stört es dich denn im Nachhinein doch so sehr?
    Für mich ein sehr persönlicher Grund. Denn ich fühle mich in meinem Körper nach den Schwangerschaften auch nicht mehr so wohl.
    Auch mein Mann sieht die Veränderungen und kann diese auch benennen. Allerdings habe ich bei ihm das Gefühl das er es absolut ehrlich meint wenn er sagt er finde mich immer noch heiß und anziehend.
    Anders als vorher zwar, aber keinesfalls weniger.

    Die oben schon angesprochene Paartherapie wäre für euch vielleicht wirklich der Schubs in die richtige Richtung.
    Der Anfang einer ganz neuen, zielgerichteten Kommunikation.
     
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    18 Juli 2020
    #12
    Ehrlich gesagt habe ich bei deinen Beitrag jetzt nicht rausgelesen, warum du sie liebst, nur das du vieles in Frage stellst. Dein Beitrag ist nicht wischiwaschi, ich meinte eher, du sollst dir überlegen, was du an ihr schätzt und weswegen du sie liebst, um zu wissen "Lieb ich sie oder ist es Gewohnheit?"

    Körperliche Merkmale können auch ein Grund sein, weswegen man jemanden liebt, es sollten aber vermutlich nicht die einzigen sein.

    Es geht auch nicht dabei, dass du das hier postet, sondern dass du für dich ins Gedächtnis ruft, warum du sie liebst. Warum du mit ihr zusammen bist.
     
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    18 Juli 2020
    #13
    Zunächst: Gratuliere, dass du den Blick hoch gekriegt hast. Du weisst schon, wie das im besten Fall weiter geht.

    Ich glaube erkennen zu können, wie du diese Passage gemeint hast. Aber schau sie dir nochmals an. Sie enthält noch etwas anderes, und das reichlich: Vielleicht kannst du das Verbesserungspotential erkennen.

    Du bist träge geworden und "hättest das gerne anders". Partnerschaft ist aber bekanntlich kein Onlineshop. Damit erzähle ich dir bestimmt nichts Neues. Das heisst, es reicht nicht, sich zu überlegen, was man will und bestellt dann passiv bleibend beim Partner Ergebnisse.

    Bewährt hat sich etwas Anderes. Daher mein Vorschlag: Übernimm du die Verantwortung dafür, dass du beziehungskompatible Qualitytime verbringst. Lade sie dazu ein, mit zu tun, aber mach dich nicht abhängig davon. Zwei Beispiele schreibe ich hin. Verwende alle Ja-aber-Gedanken, die auftauchen dazu, bessere Beispiele zu finden. Finde andere, neue Beispiele. Experimentiere. Sammle Erfahrung.

    (*) Verschaff dir Bewegung, geh spazieren, lade sie ein, mit zu kommen. Hilf ihr doch dabei, die Kinder mit zu nehmen, oder eine Betreuung für eine Stunde zu organisieren. Mache Sport, trainiere. Krafttraining geht zu Hause gut und man braucht keine Geräte. Auch Ausdauertraining ist familienkompatibel. Man kann sich abwechseln beim Schieben des Kinderwagens. Es gibt Kinderwagen mit joggingtauglich grossen Rädern. Und so weiter.

    (*) Sprich mit deiner Frau. Lerne kennen, was sie bewegt. Stelle dabei keine Forderungen. Lass die Klagen.

    Was immer du tust, lade ein, verführe, komm ihr entgegen. Bringe das gemeinsame Tun und die Kommunikation zum Funktionieren. Dann überlege dir, ob du deine Frau noch liebst. Aus deiner gegenwärtigen Passivität heraus kannst du die Liebe nicht wirklich fühlen.
     
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  • User 179709
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    nicht angegeben
    19 Juli 2020
    #14
    Tag eins nach eurem ersten Feedback ist vergangen.
    Es war ein schöner Tag :smile:.

    Der Aktionismus ist gestartet:tongue:. Das Langfristige kann ich ja noch nicht beurteilen.
    Die Kommunikation ist wieder angelaufen. Ich habe zugehört, mitgesprochen. Und ich glaube heute gab es keinen Streit.
    Bei einigen der hier angesprochenen Themen ergaben sich direkt erste Aufhänger:
    • Mir ist eine Möglichkeit eingefallen, wie ich ihr einen wichtigen täglichen Stress-Moment reduzieren kann. Und - wenn das so klappt - auch mir Zeit für mich allein gibt. (Win-Win bei verschmerzlichem "Preis").
      Das habe ich gleich beim Frühstück adressiert. Mal sehen wie das anläuft. :smile:
    • Wir haben über Ihre Karriereplanung gesprochen. Es gäbe Möglichkeiten für sie. Was sie hier von mir braucht, wäre Unterstützung. Der Preis wäre weniger gemeinsame (Familien)Zeit. Potentiell mehr Aufgaben für mich. Dafür wäre es etwas, das sie sehr glücklich macht. Ist noch nicht final besprochen, aber ich möchte ihr eigentlich auch nicht im Weg stehen und würde da mitziehen. Das Gespräch lief gut.
    • Wir könnten vermutlich tageweise die Kinder bei den Großeltern "abstellen". Der anstehende Sommerurlaub wäre eine gute Möglichkeit, das zu auszuprobieren. Jetzt muss uns nur noch etwas einfallen, was wir da machen wollen :rolleyes:. Haben wir ja schon lange nicht mehr gemacht, alleine Zeit zu Zweit.
    Wenn der Tag so ist wie heute, dann fühlt es sich schon schön an mit ihr. :smile:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 18 Juli 2020 ---
    Ja gab es. Jedoch nicht in dieser Gesamtheit.
    Viele der Einzelthemen waren aber schon (mehrmals) Thema:
    • Das häufige Streiten war schon Thema,
    • die vielen Kleinigkeiten des Alltags,
    • wie sie zu den Kindern ist (... was dann wieder zu Streit führt :cautious:),
    • die nicht vorhandene gemeinsame Zeit (auch mit Ausmalen der Perspektive, dass es irgendwann keine gemeinsame Zukunft mehr sein wird)
    • Der Sex ist sogar ihr zu wenig.
    Im gesamten war es mir bisher zu verworren um es greifen zu können. Das schlüsselt ihr mir gerade ganz gut auf, bzw. hilft mir sehr.

    Die Liebe habe ich ihr gegenüber bisher nie in Frage gestellt. Auch das Thema Körperlichkeiten habe ich nicht angespochen (bzw war mir selbst unklar ob es ein relevantes Thema ist).
    Offene Beziehung ist bisher auch nur ein Selbstgespräch. Und bleibt es perspektivisch auch, habt ihr mir klar gemacht!

    Mein Plan wäre - Stand heute - statt eines großen Klärungsgesprächs zuerst zu versuchen, im Alltag mögliche Stellschrauben zu finden (so wie heute bereits). Und dabei zu schauen, was und wie weit sich dadurch etwas ändert.

    Was dann an Themen bleibt, thematisiere ich in einem Gespräch.
    Bewährt hat sich in den Jahren aus meiner Sicht, meine Gedanken niederzuschreiben und ihr zum Lesen zu geben. Und anschließend darüber zu reden.
    Das hilft mir, die Gedanken auszuformulieren, "zu Ende zu Denken", "gute" Formulierungen zu finden die das Thema auch treffen.
    Im direkten Gespräch ohne diese Grundlage verliere ich schnell die Richtung. Mein Gegenüber bleibt ja nicht still sitzen und spricht erst ganz am Ende. :tongue:

    Off-Topic:
    .... die ruhigen, wachen Minuten, die ihr mir ratet zu suchen sind übrigens spärlich gesäht mit Kindern.


    Feedback: Dagegen hat sich bei mir beim Lesen gleich innerer Wiederstand aufgebaut. Selbstverständlich unfundiert. Ich habe keine Ahnung was und wie das vor sich geht. Es ist das was "die anderen machen/brauchen"; "so kaputt sind wir doch noch gar nicht [aber wann wäre man das dann?]". Soviel zu meiner Innenwelt, die ich dir nicht vorenthalten möchte.
    Würden du und ich live ein Gespräch führen, würde ich mich an dieser Stelle wohl rechtfertigen und dagegensprechen.

    Mit etwas nachdenken während dem Tippen ist meine Meinung hierzu:
    Ich würde das mal auf die Optionenliste schreiben wollen. Wäre ne Möglichkeit. Die Karte möchte ich noch nicht ziehen.

    Ja davon habt ihr mich schon überzeugt. Ist sinnvoll.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 19 Juli 2020 ---
    Da fehlt mir die Außensicht. Aus Sicht meiner Frau bin ich derjenige, der mit Streiten beginnt und einen agressiven Ton an den Tag legt. Das sehe ich in den Situationen anders :engel: und sie startet mit ihrer aggresiven Reaktion auf meine "ganz normale Aussage".
    Meine Intention ist es nicht, zu streiten. Bei dem Vier-Seiten-Modell einer Nachricht sende ich offensichtlich eine andere Ebene, als sie Empfängt.

    Hätte er die Option gehabt, anders zu antworten? Was hätte das mit dir gemacht, wäre seine Antwort anders ausgefallen?

    Über Ihr Gewicht könnten wir schon reden. Auch ohne anzuklagen. Es ist aber nicht das bestimmende Thema der Körperlichkeiten.
    Zum Rest möchte ich öffentlich nichts schreiben. Wenn es dich näher interessiert kannst du mich gern per PN anschreiben. Ich habe noch nicht genug Beiträge, um dich von mir aus anzuschreiben.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 19 Juli 2020 ---
    So ist es.

    Sagen wir so: Ich habe mir diese Gedanken nicht gemacht.
    Einiges war mir schon klar. Schwangerschaftsstreifen; dass ein paar Kilos bleiben können.
    Anderes wusste ich nicht oder war mir nicht präsent.
    Auch du (oder wer sonst etwas wissen möche) kannst mich gerne anschreiben.

    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 19 Juli 2020 ---
    Das sind die Punkte, die ich im Eingangspost geschrieben hatte (und dachte dass du wischiwaschi findest):
    Im Grunde ist da auch alles noch gültig. Nur ist das Bewusstsein darüber von den anderen Themen verdeckt (gewesen).
    Off-Topic:
    Der Text oben ist ja nun bald ein halbes Jahr alt. Beim Onlinestellen und nochmals lesen war ich selbst erstaunt, dass & was es da gibt, das ich an ihr liebe

    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 19 Juli 2020 ---
    Meinst du Ja-aber-Gedanken die sie mir auf meine Vorschläge entgegnet?
    Oder die Ja-aber-Gedanken die mir kommen könnten beim Entwurf solcher gemeinsamer Zeit?

    Danke die für die Vorschläge. Als Familie sind wir schon unterwegs. Bestimmt lässt sich da aber noch mehr machen.
    Sport ist nicht so meins. Kraft/Ausdauer würde ich dagegen schon machen, geht aber aus bestimmten Gründen nicht gut.
    Off-Topic:
    Es stört mich selbst, wenn ich im Text an einigen Stellen so wage bleibe. An eurer Stelle würde mich das beim Lesen ebenfalls stören. Es tut mir leid, öffentlich nicht alles auszuführen.:ashamed:


    Insbesondere als Paar müssen wir noch Dinge finden, die wir gemeinsam machen, sobald wir uns da Zeit dafür geschaffen haben.

    Vermutlich ist das so, ja.
     
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    19 Juli 2020
    #15
    Ja diese habe ich gemeint. Da steckt nämlich wichtige Info von dir an dich drin, die du berücksichtigen kannst.

    Ja fein. Wie oft in der Woche findet das zuverlässig statt? Wie lange seid ihr unterwegs? Gehts euch gut damit?Was sagst du dazu, was sagt sie dazu?

    Vermutlich hast du eine noch eingeschränkte Sicht auf das Thema. Sport ist so eine so breite Spielwiese, da ist für jeden was dabei.

    Da gibt es ganz tolle Möglichkeiten, um das an die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten an zu passen. Ich hatte Anlass, mich damit genau zu beschäftigen und gehe gerne ins Detail, wenn du das willst. Vielleicht auch in einem eigenen Thread, damits hier nicht so unübersichtlich wird?

    Ha, hier ist er. Der Ja-aber-Gedanke. Der zeigt, dass das Teilthema unfertig behandelt ist und noch wichtige Info hineingenommen werden sollte.

    Ich hab dir PN geschickt, damit es möglich wird, nichtöffentlich konkreter zu werden.

    Erzähl doch von den Dingen, die ihr früher gefunden habt. Da war doch so einiges :smile: .

    Zeit ist da. 60 min pro Stunde :zwinker: . Es geht vor allem um Synergien und Prioritäten. Spazieren gehen und Sport kann zur selben Zeit stattfinden. Ebenso spazieren und konstruktive Paargespräche. Tagesnachrichten kann man beim Autofahren oder beim Sport hören, dazu braucht man nicht 20 min mit fernsehen verbringen. Das sind wieder nur Beispiele, du weisst besser, was ähnlich strukturiert ist und besser für dich passt. A propos fernsehen. Dem habe ich so geringe Prio zugeschrieben, dass ich keinen Fernseher mehr besitze. Stell dir das Zeitpaket an, dass so frei wurde. Da gibts noch ein paar ähnliche Möglichkeiten.
     
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    19 Juli 2020
    #16
    Das klingt nach einer ziemlichen Spannung zwischen euch, die sich möglicherweise in solchen Kommunikationsproblemen äußert. Wäre vielleicht wirklich sinnvoll, da mal mit einem Profi = Paartherapeuten zu sprechen. Schlimm ist daran nichts.

    Klar, aber die Veränderungen haben keine Auswirkungen auf unseren Sex. Sie sind da, aber nicht gravierend oder störend. Am schlimmsten hat es meine Brüste erwischt, die werde ich nach Kind #2 vielleicht machen lassen, aber das warte ich ab. Mein Mann steht ohnehin mehr auf Arsch, ist also jetzt nicht so dramatisch. Und was die Vulva angeht: Die ist einfach irgendwie dunkler und sieht etwas „fleischiger“ aus. Das ist aber nichts, was irgendwie eine Rolle spielt. Mösenmodel könnte ich vielleicht nicht mehr werden, oder vielleicht doch? :upsidedown: Wie gesagt, nichts Drastisches, nichts, das stört oder einschränkt. Wir haben genauso Sex wie vorher auch.

    Vielleicht sollte (auch und vor allem mit den werdenden Vätern) mehr darüber gesprochen werden, wie sich Schwangerschaft und Geburt auf die Frau als Ganzes auswirken können. Immerhin wird da ein kleiner Mensch herausgepresst.

    Mir ist zwar immer noch ein Rätsel, welche störenden Veränderungen sich nicht beheben lassen (selbst ein Prolaps ist behandelbar), aber das macht auch nichts. Denn Fakt ist: Wenn sie nichts daran ändern kann, musst du entscheiden, ob du damit langfristig klarkommst oder nicht.
     
  • User 179709
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    nicht angegeben
    19 Juli 2020
    #17
    Ja, lass uns das Thema mal in PNs ziehen. Habe eh schon das Gefühl, der Thread explodiert, weil ich meine Beiträge nicht kürzer gefasst bekomme :engel:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 19 Juli 2020 ---
    Naja klar komme ich damit. Aber für die sexuelle Anziehung ist es eher negativ.

    Und um es wieder an die Kommunikation zu knüpfen:
    Ich weiß eben nicht, ob es hier besser ist, dieses Thema auszusparen und mit mir selbst abzumachen.Oder es anzusprechen damit sie weiß, wo ich hier ein Problem habe.
    Verändert es überhaupt etwas zum positiven, das Thema anzusprechen?
    Oder zerstöre ich ihr Selbstwertgefühl?.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 19 Juli 2020 ---
    "Aber" :grin:
    Ich denke Abends ist kein Zeitfenster, das wir als Paar sinnvoll genutzt kriegen.
    Beide sind wie da fix und fertig.
    Mal alle anderen Probleme ausgeklammert: das wird nie eine Zeit sein, zu der wir an normalen Tagen Sex haben werden.

    In allen anderen Stunden sind 60 Minuten Arbeitsleben ,60 Minuten Kinder betreuen oder 60 Minuten Haushalt/Sonstige Todos eingebaut. Mindestens für einen von uns beiden.
     
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    20 Juli 2020
    #18
    Das ist ein unfruchtbarer Umgang mit den eigenen Einwänden. So schreibst du das Problem fest.
    Ihr habt keine Kraft- und Leistungsreserven, die über eure Alltagsroutine hinaus reichen. Für eine Umgestaltung braucht man solche Reserven. Über Bewegung, Sport, Training, also kurz gesagt über körperliche Betätigung als Ausgleich lassen sie sich auf bauen. Durch Gedankenspiele entstehen sie nicht. "Den Arsch hoch kriegen" ist zwar keine schön formulierte Metapher, drückt aber viel des Wesentlichen direkt aus. Das Gesäss oft genug von der Sitzfläche zu entfernen, ist oft hilfreich.
    Das ist zu kurzsichtig gedacht. Das kann sehr wohl eine Zeit sein, in der du dich fit machst, für das was du dir am sehnlichsten wünschst. Und auch für das Schaffen der nötigen Bedingungen dafür.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Juli 2020
  • User 102673
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    22 Juli 2020
    #19
    *hüstel* wenn ich da mal kurz einhaken darf.
    Ich bin in einer ähnlichen Situation, wobei ich anmerken muss, dass wir viel reden - gleichzeitig erstaunlicherweise aber eigentlich genau NULL wirkliche Kommunikation haben.

    Und: wir sind seit Jahren in Eheberatung.

    Was ich festgestellt habe währenddessen:

    - es ist auch "UNSERE" Zeit, in der es sich um nichts, aber auch rein gar nichts außer uns dreht - es sei denn, wir wollen auch mal ne Stunde Elternberatung (!) haben. Es ist eben aber auch eine Zeit, die fest für uns steht, die uns wichtig ist, und eine Art von Beziehungspflege.

    - es gibt einen geschützten Raum, Dinge auch mal klipp und klar anzusprechen, auch mit großem Geschrei und großer Dramatik, und man weiß, es gibt einen geschützten Raum, in dem genau das passieren kann. Ohne dass der andere sich im Laufe einer Eskalation trennt.
    Aber dieser Raum, mal schonungslos alles auf den Tisch zu bringen, ist zumindest für uns wichtig.

    - vieles, was so im Alltag irgendwie hingenommen wird, stellt sich im Laufe der Gespräche als explosiver Tanz auf irgendwelchen Triggerpunkten heraus, die plötzlich von Nebensächlichkeit zur Riesenwunde avancieren.

    Also Fazit:
    Ich würde nicht erst dann die Eheberatung beginnen, wenn schon alles so im Argen ist, dass man kaum Raum hat, Dinge noch zu klären, weil die Positionen festgefahren sind. Sondern schon vorher. Eheberatung heißt nicht "wir sind offiziell gescheitert, es sei denn, Sie retten uns, Herr/Frau Therapeut".


    Ganz nebenbei muss ich übrigens sagen:
    Etwas, das uns doch irgendwie deutlich wieder einander zugewandter gemacht hat, war die Hochzeit einer Freundin. Da haben wir nämlich schweißnass begonnen, Monate vorher Tanzen zu üben. Jede Woche abends irgendwann eine Stunde.
    Das haben wir bis heute beibehalten - nicht mehr wöchentlich, aber doch regelmäßig - , und es ist eine Zeit miteinander, die Spaß macht und zu Hause bei zwei schlafenden Kleinkindern durchaus umzusetzen ist. Und - mir besonders wichtig: Es ist ein körperliches Erleben des anderen. (aber wir haben tatsächlich sehr viel Sex. Immer gehabt. Das ist wohl eine Typfrage, wieviel "Körperlichkeit" so generell man mag. Ich mag diese redelastige Art der Paararbeit nicht so...)
     
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  • User 179709
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    nicht angegeben
    22 Juli 2020
    #20
    Heute habe ich mir das alles nochmal Revue passieren lassen.


    Ich fühle mich aktuell bei Weitem nicht mehr so unglücklich wie neulich noch. Da das Thema nun aber insgesamt eine Weile andauert würde ich daraus nicht gleich "Schnee-von-Gestern" folgern. Vielleicht eher, dass es eben ein Auf und Ab ist.

    Es ist aber schon in kleinen Punkten etwas passiert. Ich bin mir der Thematik im Alltag bewusster. An einigen Stellen bin ich aufmerksamer Ihr gegenüber gewesen und habe gemerkt, dass ich hier von meiner Seite in der Vergangenheit viel gleichgültiger gewesen bin.

    Ganz eindeutig etwas passiert ist bei meinem Antrieb, meiner Motivation, die Situation zu ändern.
    "Arsch hoch", "Bewegung reinbringen".
    Das habt ihr mir gesagt und damit bewusst gemacht. Euch allen Danke dafür! :smile:

    Erkenntnisse

    Die Frage "Liebe ich sie" möchte ich heute bejaen. Es ist kein unbändiges Gefühl, das ich mir vermutlich wünsche. Aber alles was ich zu diesem Punkt geschrieben habe trifft nach wie vor zu.

    Zu Arbeiten haben wir/ habe ich noch an folgenen Punkten:
    • Aufmerksam dem anderen Gegenüber sein.
    • Wir streiten uns oft.
    • Die Art wie sie zu den Kindern ist
    • Zeit als Paar.
      Wohl der wichtigste Punkt, da er so viel Auswirkungen auch auf die anderen Punkte hat. Sie wird absehbar mehr in Ihre Arbeit investieren. Umso mehr muss ich Ausgleich schaffen und schauen wo Zeit als Paar entstehen kann.
    • Sex
      Das zweite große Thema neben der Zeit als Paar.
      • Die Körperlichkeiten lege ich mal zur Seite. Es ist wie es ist und ein offenes Gespräch mit Ihr hierüber bezweckt nichts. Im Gegenteil führt es zu Verletzungen, die nicht notwendig oder zielführend sind.
      • Das Thema Offene Beziehung lege ich ebenso beiseite. Ich kann nicht einordnen, ob es sich separat ergeben hat, oder ob der Auslöser für diese Gedanken die allgemeine Unzufriedenheit mit dem Sex sind. Ihr hab mir klar gemacht, dass das bei meiner Unzufriedenheit/Unglücklichsein nicht ins Thema passt und gehört. Wenn die Beziehung mal hoffentlich wieder rund läuft kann ich das als eigenes Thema bewerten und dann unabhängig auf den Tisch bringen, sollte es dann noch ein Thema sein.
      • Bleibt, dass wir faktisch fast nie Sex haben, und die Frage wo man hier ansetzen kann. Das "Begehrt werden" könnte das Henne-Ei-Problem sein, dass ich hier auflösen muss.
    • Kommunikation.
      Es gibt Verbesserungspotential, um es vorsichtig auszudrücken :engel:
      Sowohl was das Interesse zeigen, mich ihr "zuwenden" betrifft. Als auch die Kommunikation über Probleme.

    Umsetzung

    Umsetzen möchte ich das alles erstmal durch kleine Schritte, statt einem großen Knall.
    Dazu werde ich mir zu jedem Punkt überlegen, womit ich denke, das erreichen zu können. Und dann versuchen, das anzuwenden und immer wieder nachzuprüfen ob ich das auch mache und ob es Wirkung zeigt.
    Hier schonmal meine ersten Gedanken:

    Womit erreiche ich etwas? Wie möchte ich das tun?

    • Aufmerksam dem anderen Gegenüber sein
      • Mehr Interesse an Ihr und dem was in Ihrem Leben passiert zeigen. Versuchen die Gespräche am Laufen zu halten. Noch besser: von mir aus initiieren.
      • Augen offenhalten nach Dingen die Sie sich Wünscht (z.B. Zeiten für sich oder um bestimmte Dinge zu erledigen.) und unterstützen, ihr diese zu ermöglichen.
    • Wir Streiten uns oft
      • Metaanalyse versuchen. Wie kommt es dazu. Vielleicht tatsächlich mal den ganzen Tag eine Audioaufnahme laufen lassen, um Streitfälle nachzuvollziehen.
      • Mal einfach die Fresse halten, wenn ich es vorhersehen kann. Und mir bewusst machen, warum ich das mache (Beziehungspflege).
      • Vielleicht hilft tatsächlich eine vorher festgelegte Formulierung, um beiden vor dem möglichen Streit bewusst zu machen, dass wir eine Konfliktsituation starten. Dann ergeben sich nicht gleich diese Fronten, wo jeder versucht sich zu verteidigen und mit einem Gegenangriff zu starten. "Code Red" :-D
    • Die Art, wie sie zu den Kindern ist
      • Diskussion darüber auf später verlegen, nicht vor den Kindern in der aufgeheizten Situation diskutieren.
      • Mir ganz konkret aufschreiben, wie ich die Situation empfunden habe. Und das Empfinden schildern. Statt vorzuwerfen "du hast"...
      • Das Thema von "Sie macht" auf "ich mache/wir machen" verschieben. Indem ich Stellen finde und notiere, bei denen ich mich selbst nicht ok fand. Und dann das zur Diskussion stelle. Dann ist sie nicht die angegriffene.
    • Zeit als Paar
      • Regelmäßig (!) die Großeltern einspannen, um die Kinder den ganzen Tag zu nehmen. Und zwar an Tagen, an denen wir beide frei haben. Wenn die Wochenenden dafür keinen Platz bieten, müssen wir Urlaub dafür nehmen. Das Ganze muss ich mit ihr besprechen.
      • Ich muss mir Events und Dinge ausdenken, die wir dann gemeinsam unternehmen. Sonst wird die Zeit nicht sinnvoll genutzt.
      • Weiter Gedanken machen über anderweitige Betreueungsmöglichkeiten.
      • Sex als etwas regelmäßiges Einplanen und dann auch machen. Wenn wir mal dabei sind ists ja doch für beide schön.
      • Regelhaft etwas anderes Tun als Fernzusehen. Gesellschaftsspiele?!
      • Diese Liste muss noch länger werden.
      • Zeiten für Sie und Mcih allein schaffen.
      • Stresspunkte im Familienleben reduzieren. Durch Umorganisation.... oder.... muss noch konkreter werden.
    • Sex
      • Selbst aktiv werden. Einen Tag in der Woche anpeilen, an dem ich auf Sie zugehe. Unabhängig meiner Lust (oder besser Unlust).
      • In Kombination mit "Zeit als Paar" sehen. Wenn Zeit gefühlt da ist, kann man sie auch nutzen. Ist gefühlt keine Zeit als Paar vorhanden, so gibts auch keine Zeit für den Sex.
      • Gemeinsame Diskussion, wo wir hier ansetzen könnten.
      • Folgendes möchte ich tun (Danke Butterfly46): "Was wünscht sich deine Frau? Habt ihr mal versucht zu ergründen, was der andere möchte, welche Sehnsüchte und Wünsche er hat?"
    • Kommunikation
      • Spielt in alle anderen Punkte oben rein.
      • Das erste Todo hier ist, diesen Punkt weiter auszubauen und mir mehr Gedanken zu machen was ich tun kann.



    Zum Schluss meine wichtigste Erkenntnis, zu der ihr mir mit der bisherigen Diskussion verholfen habt:
    Es liegt ganz viel an mir.
    Zum Einen heißt das: Passiv sein hilft mir nicht, selbst wenn die Ursachen auf Ihrer Seite liegen sollten.
    Zum Anderen: Oft liegen die Ursachen bei mir. Ich bin unachtsam, gleichgültig. Daran muss ich arbeiten.

    Soweit von heute. Von einigen von euch habe ich noch unbeantworteten Text/PN. Ich gehe später darauf ein. Für heute ist schluss bei mir.

    Ich bin gespannt auf euer Feedback zu diesem Post.
     

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