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  • Aquariuslove
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    nicht angegeben
    6 Juni 2011
    #1

    Mir wächst alles über den Kopf, ich kann langsam nicht mehr.

    Hallo,

    ich bin mir sicher, dass ihr mir nicht helfen könnt, aber ich muss mir mal etwas von der Seele reden, weil es mir schlecht geht - und für sowas ist ein Kummerkasten ja da...

    Mir geht es schon länger nicht gut, ich empfinde so wenig Lebensfreude. Irgendwie sind überall immer nur Probleme.

    Wo fange ich an, was mich belastet?

    Vor genau 2 Monaten ist meine Mama gestorben. Sie hat 2 Jahre und 2 Monate gegen den Krebs gekämpft und dieses harten Kampf leider verloren. Sie fehlt mir so sehr. Zu ihr hatte ich ein sehr gutes und enges Verhältnis. Ich konnte mit ihr immer über alles reden, sie stand mir mit Rat und Tat zur Seite, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren. Sie war mir einer der liebsten, wertvollsten Menschen. Sie ist nur 54 Jahre alt geworden.
    Ihr Tod belastet mich sehr, weil ich sie so vermisse. Nun wohne ich mit meinem Vater und meiner Schwester in einem Haus. Mein Vater ist allerdings Alkoholiker. Aber eher "heimlicher" Alkoholiker. Er trinkt zwar täglich und sichtbar viel Bier, aber bringt die Flaschen heimlich weg, lagert die vollen und leeren Flaschen im Keller, spielt die Abhängigkeit runter. Er wurde schon mal von mir und meiner Schwester auf die Problematik angesprochen, aber da entstand ein lauter Streit, er stritt alles ab, wir würden übertreiben und Unsinn erzählen.
    Außerdem bin ich mir sicher, dass er eine heimliche Freundin oder eine Geliebte hat. Er ist sehr viel weg, bleibt auch mal über Nacht weg, gibt dann irgendwelche Termine vor, aber ich habe auch schon mitbekommen, dass er oft Anrufe auf seinem Handy bekommt, manchmal auch sehr spät abends gegen 23 Uhr und als er einmal ins Schlafzimmer ging, um zu telefonieren, hörte ich, wie er seinen Gesprächspartner "Mein Schatz" nannte, da lebte meine Mutter noch (diese befand sich zu dem Zeitpunkt unten im Wohnzimmer).

    Hinzu kommt, dass ich aber eine schlechte Bindung zu meinem Vater habe, besser gesagt: Es ist zwischen uns einfach keine Bindung vorhanden. Wir wissen nicht gut, worüber wir uns unterhalten sollen, es ist keine Offenheit, kein Vertrauen da. Es ist sehr komisch ziwschen uns - gar nicht herzlich. Er hat sich auch in der Kindheit immer aus der Erziehung rausgehalten, war halt der "Ernährer". Ich war immer ein "Mama-Kind".

    Ende 2007 lernte ich meinen Exfreund kennen. Er war so etwas wie meine Große Liebe. Die Gefühle füreiander waren sehr ausgeprägt, doch war unsere Beziehung durch ständige Probleme belastet. Mein Ex-Freund war charakterlich sehr schwierig. Sexuell klappte es jedoch immer sehr gut. Die Liebe meinerseits hörte auch nicht auf, aber weil es charakterlicher nicht mit uns passte, trennte ich mich nach 1,5 Jahren von ihm - auch, weil er mich mit der Krebs-Diagnose meiner Mama ganz allein ließ. Seine damailgen Worte: "Das sind deine bzw. euren Probleme, nicht meine!"
    Nach der Trennung kamen wir aber voneinander nicht los, es entwickelte sich quasi eine Affäre. Wir trafen uns regelmäßig für mehrere Stunden, er lobte den Sex, machte mir Komplimente, sprach immer von Liebe, dass er mich gern zurück hätte, eine Beziehung mit mir wolle, ich seine Große Liebe sei. Sms schrieb er mir dann seit der Trennung dann bis heute - 2 Jahre lang. Fast täglich bekam ich sms von ihm, wortwörtlich dass er mich vermisse, dass er eine Beziehung mit mir wolle, dass er mich liebe, an mich denke und diese Affäre ging auch so 1,5 Jahre. Ich liebte ihn auch die ganze Zeit, aber bekam mit, dass er mit anderen Frauen permanenten Kontakt hatte und hatte einfach kein richtiges Vertrauen mehr zu ihm. In der Beziehung hatte er mich desöfteren wegen anderer Frauen enttäuscht und verletzt und daher traute ich mich nicht mehr, mich richtig wieder auf ihn einzulassen. Dies sagte ich ihm auch: Dass ich zwar Gefühle für ihn habe, aber nicht mehr von ihm enttäuscht werden wolle und deswegen unsicher war, ob ich mich wieder auf ihn einlassen soll. Daraufhin sagte er jedes Mal, ich bräuchte keine Angst haben, er liebe mich doch und hätte gar kein Interesse an anderen Frauen.

    Um Weihnachten rum kam ich dann mit meinem jetzigen Freund zusammen. Ich bin sehr glücklich mit ihm. Mein Ex-Freund schrieb weiterhin regelmäßig sms, wollte mich nach dem Tod meiner Mutter trösten, ich erzählte ihm aber, dass ich einen anderen Mann kennen gelernt habe. Ich wollte ehrlich sein.

    Erst nahm mein Ex-Freund dies nicht ernst, schrieb weiter was von Liebe, als er jedoch merkte, dass ich mich auf keine Treffen mehr mit ihm einließ, kamen unfreundliche sms: "Na, bist grad schön am Poppen?", "Na, bist grad bei deinem Freund?", "Wie macht ihrs denn? Macht ihrs oft? Verwöhnst du ihn auch so schön, wie du mich verwöhnt hast?", "Magst heute mal vorbei kommen?", "Hast du versucht mich zu erreichen?", auf diese sms antwortete ich nicht, ich fand das einfach niveaulos. Dann wurde er beleidigend. Er schrieb, dass ihm mein Freund leid tue, dass ich gar nicht offen und bereit für eine Beziehung mit meinem Freund sei, weil ich ihn noch lieben würde und dass ich doch an meine tote Mutter denken soll (häh?) und ob ich nicht mal zum reden vorbei kommen wolle. Angeblich würde ich vor Problemen weglaufen, er hätte ja jetzt den besten Sex seines Lebens und er sage mir jetzt mal die Wahrheit: Nämlich dass er nach mir 1,5 Jahre lang eine andere Beziehung hatte.
    Die Tatsache, dass er nach mir eine andere Freundin hatte, verletzt mich gar nicht mal so. Wir waren schließlich nicht mehr offiziell zusammen. Aber dass er mich die ganze Zeit der Affäre angelogen hatte, mir immer von Liebe erzählte, mich immer zurück wollte, mich ständig sehen wollte, mit mir telefonieren wollte, ich bei ihm schlafen sollte und letzendlich eine andere Frau 1,5 jahre lang mit mir betrog -> das verletzt mich. Dass er nicht ehrlich war. Er demütigt mich auch damit, dass er mir jetzt erzählt, was für einen tollen Sex er jetzt doch hat. Danach habe ich ihn nicht gefragt, ich will das gar nicht wissen.

    Das alles nagt an mir. Ich fühle mich gedemütigt und die ganze Zeit belogen von ihm. Ich habe mich einfach in ihm getäuscht. Früher sagte er mir immer, wenn er eine andere Freundin hätte, dann würde er sich auch nicht mehr mit mir treffen. Hätte ich gewusst, dass er schon längst eine andere Freundin hatte, hätte ich mich definitiv nicht mehr mit ihm getroffen. Ich will gar nicht wissen, ob er in unserer Beziehung auch noch andere Beziehungen oder Affären hatte. Ich traue ihm jetzt irgendwie alles zu.

    So, das war Thema Ex-Freund.
    Ich befinde mich gerade im 3. Semester meines Studiums. Dadurch, dass ich nach dem Tod meiner Mutter 4 Wochen krank geschrieben war, war ich 4 Wochen nicht in der Hochschule. Nun bin ich seit wenigen Wochen wieder da und weiß gar nicht, wie ich alles unter einen Hut bekommen soll. Ich muss bis zum 30.06. 2 komplette Hausarbeiten schreiben, einen Projekttag vorbereiten als Strafarbeit, für 3 Klausuren lernen. Ich weiß langsam gar nicht mehr, wie ich alles unter einen Hut bekommen soll.

    Im Moment weine ich jeden Abend, weil das Leben so scheiße ist. Ich fühle mich so allein und verzweifelt. Bekomme kein Bafög, in meinem Job, mit dem ich mir das Studium finanziere, werde ich kaum noch eingesetzt und komme nicht auf meine Stunden (habe das Gefühl, dass sie mich nicht mehr brauchen und sie mir kündigen wollen, werde das aber morgen telefonisch ansprechen!).

    Ich sehe gar keinen Sinn mehr in meinem Leben. Mein einziger Lichtblick ist mein Freund, aber der studiert weiter weg, wir führen im Moment eine Fernbeziehung und sehen uns nicht so oft. Über die ganzen Probleme kann bzw. mag ich nicht mit ihm sprechen. Aber er weiß von meinem Ex-Freund und seinen sms.

    Ich habe in den letzten Wochen oft schlimme Gedanken und kann und will nicht mehr.

    Aquariuslove
     
  • Riot
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    6 Juni 2011
    #2
    Puh, erstmal mein Beileid! :knuddel:

    Wenn ich es richtig sehe, ist das akuteste Problem erstmal der Stress in der Uni, oder? Weißt du was, ich würde mich da nicht so reinstressen und im Zweifelsfall einfach ein Semester länger studieren, ehe ich vor lauter Stress noch zusammenbreche. Bei dir kommt ja echt einiges zusammen.

    Im Bezug auf deinen Ex hast du aus meiner Sicht alles richtig gemacht, ich würde diese Person einfach weiterhin ignorieren, mehr gibt es zu seinem Verhalten gar nicht zu sagen und mehr hat er auch nicht verdient!

    Könntest du denn in die Nähe deines Freundes ziehen? Vielleicht würde dir ein Tapetenwechsel auch gut tun und er könnte dich besser emotional unterstützen?

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 17:25 -----------

    Achja, auch in Bezug auf deinen Vater: Ich kenne das und ich fürchte, man kann als Außenstehender nichts machen, wenn der Betroffene es nicht einsieht und ebenfalls etwas ändern möchte. Grade deswegen würde es dir aber vielleicht auch gut tun, dort auszuziehen (wie alt ist denn deine Schwester?).

    Wieso bekommst du kein BaföG? Könntest du dir eine eigene Wohnung/WG-Zimmer denn irgendwie finanzieren?
     
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    6 Juni 2011
    #3
    Du solltest auch mit deinem jetzigen Freund über deine Probleme sprechen. Wenn du alles an negativen Emotionen, gefühlen etc. in dich reinfrisst bringt es dir und deinem Lebn nicht den geringsten Vorteil. Jeder hat mal eine Phase wo es einem schlecht geht, aber wenn man nicht darüber spricht und sich dafür schämt dehnen sich diese Phasen aus.
     
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  • User 102949
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    6 Juni 2011
    #4
    Liebe Aquariuslove,

    ich kann in deiner momentanen Lage sehr gut verstehen, dass dir alles über den Kopf wächst. Vor allem der Tod deiner Mutter zieht dich noch sehr runter und das kann wohl jeder sehr gut verstehen. Ich würde dir als aller erstes dringend dazu raten, den Tod deiner Mama erst in aller Ruhe zu verarbeiten, bevor du dich so wegen deinem Studium unter Druck setzt. Lass dich im Notfall für 1 oder 2 Semester beurlauben und nutze die Zeit, um den Tod zu verarbeiten. Vielleicht solltest du dir auch überlegen, psychologische Hilfe an Anspruch zu nehmen, das kann wirklich sehr helfen und muss dir in keinster Weise peinlich sein. Aber was gerade in deinem Leben abläuft, sollte dich zum Nachdenken anregen.

    Und willst du wissen, was ich über deinen Exfreund denke? Er ist der letzte Idiot auf Erden, den du momentan brauchst. Ich glaube, dass seine teils beleidigenden SMS eine Trotzreaktion auf deine aktuelle Beziehung ist. Er schreibt dir das wohl, weil er nicht einsehen will, dass du jemanden anderen an deiner Seite hast. Vielleicht stimmt es sogar gar nicht, dass er anderthalb Jahre neben dir eine Beziehung hatte und will dir damit nur wehtuen. Ich kann dir nur raten, vergess ihn! Er tut dir nicht gut. Bisher hast du alles richtig gemacht, indem du nicht auf seine SMS reagiert hast, mach weiter so, dann wird er bestimmt irgendwann damit aufhören.

    Was deinen Vater betrifft .... schwierig. War er schon lange vor der Krankheit/Tod deiner Mama alkoholabhängig? Denn sonst könnte man das darauf schließen, dass ihn der Tod genauso schwer belastet wie dich und er mit dem Alkohol versucht es zu verdrängen. Ich weiß nicht, ob du das kannst, aber vielleicht kannst du ein Gespräch mit ihm suchen und ihn dazu zu überreden sich helfen zu lassen? Obwohl es natürlich sehr schwierig wird, denn wenn er seine Sucht nicht zugeben kann, bringt alles nichts. Das ist der erste Schritt, der von ihm kommen muss.

    Andererseits kannst du versuchen von zu Hause auszuziehen, wenn dich alles zu stark belastet. Hast du es schon mal mit Bafög und/oder Wohngeld versucht? Besonders unter solchen Bedingungen wie bei dir könnte für dich ein Härtefall in Frage kommen. Oder schau dich doch mal auf der HP von deiner Uni um, es gibt viele Anlaufstellen, die Studenten aushelfen, wenn sie sich in einer Notlage befinden.

    Für die Zukunft drücke ich dir alle Daumen und wünsche dir viel Kraft, dass du das zusammen mit deinem Freund meisterst. Das schaffst du schon!
     
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    6 Juni 2011
    #5
    Hi,

    scheiße! Sorry, was Besseres fällt mir dazu gerade nicht ein.

    Als Allererstes würde ich an Deiner Stelle zu dem Arzt gehen, dem bzw. der Du am Meisten vertraust und ganz grob Deine Situation schlidern und fragen ob es eine Möglichkeit gibt, eine bezahlte Therapie zu beginnen.
    Ich möchte Dich nicht ängstigen, aber ich sehe so paar Anzeichen für eine beginnende leichte Depression, was in diesem Fall ja auch kein Wunder ist (wenn Du mehr darüber wissen möchtest, PM mich einfach). Das ist aber erstmal überhaupt nichts Schlimmes, man sollte aber frühzeitig dagegen steuern. Und da Du selbst sagst, daß Du eigentlich keinen richtigen Ansprechpartner hast, solltest Du schon einen (guten!!!!) Therapeuten in Betracht ziehen.

    Was das Studium anbelangt: versuch so schnell wie möglich, Deinen Studienplan für dieses Semester neu zu machen. Ich denke, es wird sich kaum vermeiden lassen, daß Du den einen oder anderen Schein nicht wirst machen können, Du solltest aber auf keinen Fall Alles d'rangeben. Versuch so viel Normalität, wie mögich, in Deinem momentanen Leben zuzulassen.

    Was Deinen Ex angeht: versuch, ihn einfach zu vergessen. Er ist ein A-Loch, das Dich jahrelang benutzt hat. Achja, das mit der anderen Freundin würde ich nicht so ernst nehmen. Sollte er übrigens so weiter machen, dann informier Dich mal über das neue Gesetz über Stalking. Da gab's doch letztens eine Änderung, ich weiß da aber absolut nichts Genaues. Denn erste Züge von Stalking hat sein Verhalten schon, finde ich.
    Deinem jetzigen Freund würde ich das mit Deinem Ex übrigens in der momentanen Situation auch nicht erzählen. Ist ein wenig unehrlich, aber es hat die Gefahr, daß Mißverständnisse entstehen, wenn Du es erzählst. Und Dein Ex ist abgeschlossen für Dich, also Vergangenheit. Die kannst Du irgendwann mal erzählen, aber nicht jetzt. In Deine Trauer würde ich ihn aber einbeziehen. Das ist jetzt ein (großer) Teil von Dir und er ist Dein Freund, von dem Du ruhig Hilfe erwarten und annehemen darfst.

    Ich wünsch Dir alles Gute und viel Kraft!
    Mark11
     
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  • Aquariuslove
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    6 Juni 2011
    #6
    Ich versuche jetzt mal der Reihe nach auf jeden Beitrag zu antworten, aber erstmal DANKE für die Anteilnahme und euer Verständnis. Das tut wirklich etwas gut.

    Ich möchte eigentlich auf keinen Fall ein Semester dranhängen. Ich möchte mein Studium so gern in der Regelstudienzeit schaffen und habe Angst, dass ich sonst schlechtere Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt habe, wenn ich in meinem Fach länger als andere studiert habe. Auch wenn es wegen des Todes meiner Mama einen relativ triftigen Grund gibt, ich würde mich dann etwas als Versagerin fühlen. Ich weiß auch, dass mein Vater dann sehr enttäuscht (von mir) wäre und ich selber wäre es auch.
    Ich will erstmal versuchen, dass Semester noch irgendwie zu schaffen. Wenn vielleicht auch eher schlecht als recht. Leider.

    Ich werde meinen Ex-Freund auch weiterhin ignorieren. Ich bin von seinem Verhalten einfach nur enttäuscht. Hätte nie gedacht, dass er so ist. Er hat sich jetzt auch seit ca. 1 Woche nicht meht gemeldet.
    Auf eine sehr kränkende sms von ihm hatte ich ihm noch zurück geschrieben, dass ich beim Lesen seiner sms das Kotzen bekomme, dass er der Mensch ist, der mich bisher am meisten enttäuscht hat, dass er sich nie wieder bei mir melden soll und dass mir mein Freund sehr wichtig ist.

    Danach versuchte er es noch mit kurzen sms, wie: "Ich wünsche dir eine gute Nacht", "Magst du heute mal vorbei kommen?", "Na bist bei deinem Freund?" und "Sag mal was..." -> auf diese sms habe ich aber gar nicht mehr reagiert und seitdem ist seit ca. 1 Woche Ruhe.

    In wenigen Tagen läuft auch mein Handyvertrag aus, meine Rufnummer wird dann deaktiviert und dann habe ich eine neue Nummer.

    Ein bisschen leid bzw. weh tut mir die ganze Sache irgendwie schon. Aber er hatte mal unzählige Chancen bei mir, er wusste genau wie wichtig er mir war und wenn er vernünftig gewesen wäre, hätte ich auch von mir aus normalen Kontakt zu ihm gepflegt. Aber mit seinem Verhalten hat er sich selber alles kaputt gemacht.
    In den letzten Wochen, als er mir auch immer noch schrieb (und auch von Liebe sprach), war er auch ständig auf dem Internet-Profil meiner Schwester, schrieb sie an, schaute ständig bei meinen Freundinnen auf deren Profilen, wollte sich mit der einen meiner Freundinnen treffen. Ich weiß nicht, ob er das gemacht hat, um mich zu ärgern oder ob er wirklich an allem Interesse hat, das weiblich ist... Mittlerweile glaube ich eher Letzteres.

    Ich kann nicht in die Nähe meines Freundes ziehen. Finanziell kann ich es mir nicht leisten und mein Freund beendet noch in diesem Jahr sein Studium, steht kurz vor seiner Bachelor-Arbeit und hat vor dann wieder zurück in seine (unsere) Heimat zu kommen. Er sagt, ich sei auch ein wichtiger Grund dafür.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 20:24 -----------

    Und zu deinem hinzugefügten Teil:

    Nein, ich denke auch, dass ich da als Tochter nichts machen kann bei dem Problem meines Vaters. Die Situation ist so verfahren.. und es kam ja vor einem halben Jahr schon mal zu einem lauten heftigen Streit deswegen.
    Ich komme aus dem pflegerischen, medizinischen und sozialen Bereich und weiß daher, dass der Betroffene alles selber einsehen und erkennen muss. Außenstehende können da wirklich nix machen. Die Alkoholsucht besteht auch schon sehr lange, aber wird halt nach meinem Empfinden langsam immer stärker. Aber da müsste er selber Hilfe suchen.

    Meine Schwester ist meine Zwillingsschwester und somit genauso alt wie ich. Sie leidet genauso drunter.

    Ich bekomme kein Bafög, da mein Vater als Hauptverdiener brutto zu viel verdient. Antrag wurde abgelehnt. Allerdings hat er Schulden und die Netto-Situation ist eine ganz andere und mein Vater sagt ja selber, dass er uns das Studium nicht finanzieren kann. Das weiß ich auch.
    Nach dem Tod meiner bzw. unserer Mutter steht jedem mittlerweile ca. 70 € Bafög zu. Antrag ist in Bearbeitung. Antrag auf Halbwaisenrente über 50€ läuft auch.

    Allerdings bekomme ich kein Kindergeld mehr, Krankenkasse, die ich selber zahlen muss, kostet mich knapp 80€ monatlich, Semestergebühren betragen pro Semester über 700€, Handy zahle ich auch allein und ein bisschen leben will ich ja irgendwo auch.

    Meine Schwester und ich hatten Anspruch auf "Vorausleistung". Ist so ähnlich wie Bafög. Da werden irgendwie auch andere Kriterien wie Schulden der Eltern berücksichtigt - da hatte jeder von uns beiden fast den Höchstsatz von über 400€ monatlich bewilligt bekommen. Es ist aber, wie geschrieben, eine VORAUS-Leistung - das Geld will das Amt sich dann von den Eltern (zu einem Teil) zurückholen. Und weil mein vater das nicht wollte, hat er telefonisch der Sachbearbeiterin mitgeteilt, dass wir das nicht in Anspruch nehmen möchten.

    Danach habe ich erstmal geheult. Mann, ich brauche auch Geld zum Leben! Unser vater hat ja die Lebensversicherung unserer Mutter ausgezahlt bekommen und er sagte, er würde uns dann monatlich mit je 100€ unterstützen... Ja wow... 100€.

    Sorry, klingt vielleicht undankbar. Aber ich bin einfach depri. Finanzielle Probleme helfen da nicht unbedingt weiter.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 20:30 -----------

    ja richtig, ich schäme mich für meine Probleme. Ich kann und will da irgendwie nicht drüber sprechen. Ich habe Angst, meinen Freund dann zu verlieren. Dass er eine so problembehaftete Frau nicht will. Dass ihm das lästig und zu anstrengend ist.

    Männer stehen auf fröhliche, lebenslustige Frauen, die unternehmungsfreudig und unkompliziert sind. Ich will ihn nicht mit meinen Problemen belästigen.
    Ich habe eher schon daran gedacht, mich einer Psychlogin anzuvertrauen, weil ich merke, dass sich die schlechten Gedanken, die Traurigkeit, die Sinnlosikeit in mir manifestieren, dass ich schon eine Depression habe.
    Mir geht es im Moment seelisch sehr schlecht.
     
  • Riot
    Gast
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    6 Juni 2011
    #7
    Wieso kann dein Vater diese Vorausleistung einfach so ablehnen, wenn sie dir doch zusteht? :ratlos:

    Das ist nicht undankbar von dir, ich versteh das vollkommen und du hast ANSPRUCH auf Unterhalt! Von irgendwas musst du ja auch leben!

    Übrigens interessiert es keinen Arbeitgeber, ob du 1 Semester länger oder kürzer studiert hast, es zählen in den meisten Fällen nur die Endnoten oder aber der Lebenslauf und die gesammelten Erfahrungen. Ob du 9 oder 10 Semester gebraucht hast ist absolut sekundär.
    Ich finde, du setzt dich da viel zu sehr unter Druck - deine Mutter ist gestorben, das ist definitiv ein Grund, weshalb man in der Uni eben mal nicht Vollgas geben kann. Und du sollst ja nicht 5 Semester dranhängen, sondern nur ein einziges, damit du in der Zwischenzeit all die Sachen klären kannst, die dich derzeit so belasten.

    Ganz ehrlich, geh mal zur Studienberatung und auch zur psychotherapeutischen Beratung der Uni. Und dann würde ich mir auch noch Hilfe in Sachen Unterhalt suchen, denn so wie es momentan läuft ist es definitiv nicht okay. Du musst mehr an dich denken und auch mehr fordern - wenn dein Vater eh Schulden hat, dann (sorry, aber ist doch so...) können ihm die paar tausend (?) Euro letztlich auch egal sein und wie du schon sagst: er hat ja auch noch die Lebensversicherung deiner Mutter. 100 Euro sind kein Unterhalt, das ist Taschengeld.
     
  • Aquariuslove
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    nicht angegeben
    6 Juni 2011
    #8
    Vielen Dank auch für deine lieben Worte.
    Auf einige Aspekte und Ideen deines Beitrags bin ich ja bereits in den obigen Sätzen eingegangen.

    Ja, ist richtig, der Tod meiner Mutter zieht mich noch sehr runter. Sie fehlt mir sehr. Jeden Tag. Einfach ihre Nähe, ihr Lachen, die Gespräche mit ihr, ihre liebe, warmherzige Art. Sie hatte so viel Kraft und Stärke, hat die Hoffnung bis zum Schluss nie aufgegeben, war immer viel optimistischer und stärker als ich. Vor allen Dingen war sie so unendlich tapfer.

    Trotz der Trauer und des Schmerzes bin ich froh, dass wir uns bewusst voneinander veranschieden konnten. Dass ich bei ihr war, als sie gehen musste. Dass ich ihr das Gefühl vermitteln konnte, dass sie nicht allein ist. Dass sie mir noch sagen konnte, wie lieb sie mich hat und dass sie die Zeit schön fand.

    Ein Urlaubssemester möchte ich nicht in Anspruch nehmen, ich war ja jetzt bereits 4 Wochen krank geschrieben. Das muss reichen.

    Zum Glück denken auch andere über meinen Ex-Freund wie ich mittelweile.

    Ja, mein Vater ist schon lange alkoholabhängig. Meine Eltern hatten öfter mal Streit deswegen, meine Mutter hieß sein Trinkverhalten auch nicht gut, aber wir konnten bzw. können halt nichts machen. Er spricht ja auch kaum mit uns. Es kann ja sein, dass ihn Dinge belasten, er mit seinem Leben nicht glücklich ist, er tatsächlich eine andere Frau hat, aber er spricht nicht mit uns. Es ist sehr verfahren.

    Aus Kostengründen kann ich leider nicht zuhause ausziehen. Wenn ich könnte, hätte ich das längst getan. Und wenn es nur eine 1-Zimmer-Wohnung wäre oder ein WG-Zimmer. Es geht finanziell einfach nicht. Ich arbeite zwar, aber da bekomme ich ja auch keine 400€ mehr zusammen.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 21:09 -----------

    Ich weiß, dass ich depressiv bin. Ich merke das, ich empfinde kaum noch Lebensfreude, grübel ganz viel, weine, mir gehts einfach schlecht. Ich sollte mir wirklich professionelle psychologische Hilfe suchen, aber die Wartezeit ist leider lang. Ich habe eben auch schon sehr schlimme Gedanken, weil ich langsam nur noch Sinnlosigkeit sehe. Was ich denke, möchte ich hier lieber gar nicht nieder schreiben.

    Ich kann meinen Studienplan nicht ändern lassen. Das geht einfach nicht. Ich will's einfach schaffen, das habe ich mir fest vorgenommen.

    Ja, ich versuche meinen Ex zu vergessen. Aber seine Demütigungen, seine ganze Art haben mich sehr verletzt und das kann ich auch nicht einfach so vergessen.
    Immer geht bei ihm alles um Sex. Das war schon in der Beziehung so. Aber ich hätte nicht gedacht, dass er sich während einer längeren Beziehung weiterhin mit mir trifft, nur um weiterhin regelmäßig mit mir Sex zu haben. Dann hat er uns in der Zeit ja beiden was von Liebe erzählt! Denn niemand ist 1,5 Jahre mit jemandem zusammen und sagt dem- oder derjenigen nicht "Ich liebe dich". Das hat er uns ja dann beiden gleichzeitig erzählt. Wenn ich überlege, wieviele sms ich von ihm bekommen habe... wie wichtig ich ihm bin, dass er mich braucht. Dass ich ihm fehle. Dass er einen Neuanfang mit mir will, dass er wieder eine Beziehung mit mir will. Das hatte ich ihm alles geglaubt!
    - Aber dann weiß er wohl nicht, was echte Liebe ist. Wären seine Gefühle mir gegenüber echt gewesen, wäre er anders mit mir umgegangen.

    Aber ich nehme das schon ernst, dass er in der Zeit parallel länger eine andere Freundin hatte. Ich kenne ihn ja mittlerweile und weiß, dass er kein "Kind von Traurigkeit" ist. Der guckt viel nach links und rechts, pflegt regen weiblichen Kontakt in den bekannten Internet-Communities und da er wirklich gut aussieht, kommt er auch recht gut bei Frauen an. Seine Art, sein Charakter sind bloß recht schwierig. Daher hat er auch kaum männliche Freunde, aber eben sehr viele weibliche Bekannte.

    Meinem Freund habe ich schon von meinem Ex erzählt, vor ca. 1 Woche, als die beleidigenden sms besonders "akut" waren. Ich hatte eben auch Angst, dass mein Ex versucht mir meine Beziehung kaputt zu machen, wenn er vielleicht erfährt, mit wem ich zusammen bin.
    Es ist ja auch komisch, wenn ich sms bekomme mit dem Inhalt "Ich liebe dich, du fehlst mir." und mein Freund das beispielsweise mal mitbekommt. Da wollte ich schon ehrlich sein und vermeiden, dass er misstrauisch wird.

    Es fällt mir schwer, mit meinem Freund über meine Trauer zu sprechen, auch weil er von selber gar nicht fragt. Vielleicht interessiert er sich ja auch gar nicht für den Tod meiner Mutter. Will ihn damit auch nicht belästigen.
     
  • User 106548
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    6 Juni 2011
    #9
    Hallo nochmal Aquarius,

    Du hast viel geschrieben, das ist gut! Und man merkt, daß Du Dich nicht aufgegeben hast. Das ist noch viel besser!

    Ich glaube fast, daß Du sogar auf dem völlig richtigen Weg bist, auch wenn Du selbst das im Moment gar nicht wahrhaben willst oder kannst.
    Du kümmerst Dich um die finanziellen Dinge, Du machst Dir viele Gedanken um Deine Gesamtsituation, Du willst für das Studium kämpfen...

    Respekt, ehrlich!

    Das mit Deinem Ex lasse ich jetzt mal außen vor, ich denke, das kann man als abgeschlossen sehen ind irgendwann wird die Verletztheit und Wut auch in den Hintergrund treten.
    Daß Du das Deinem jetzigen Freund schon erzählt hast, ist natürlich weit besser, vorausgesetzt, er hat's richtig verstanden. War's denn so?

    Was mir aber echt zu denken gibt, ist das hier:
    Hast Du Grund zu der Annahme, daß Deine Befürchtungen zutreffen könnten oder ist das "nur" Deine eigene Angst? Letzteres ist nach Deinen letzten Erfahrungen natürlich verständlich, ebenso verständlich ist, daß Du jetzt nicht auch noch Deinen Freund verlieren willst.
    Aber wenn er es ernst meint mit Dir, dann IST das kein Problem für ihn. Er wird auch lernen müssen, mit der Situation umzugehen, er wird bestimmt auch "Fehler" machen, aber er wird für Dich da sein, so oft und so intensiv Eure Fernbeziehung das zulässt. Aber das geht nur, wenn Du ihn in Deine Trauer, Deine Gedanken, Deine Probleme mit einbeziehst.
    Und noch ein kleiner Gedanke: i.M. führt Ihr eine Fernbeziehung, da kann man schon so Einiges verheimlichen (ist jetzt nicht böse gemeint)(noch ne Klammer: und es wäre auch nur allzu menschlich, daß Du, wenn Ihr Euch denn mal sehen könnt, vielleicht einfach mal abschalten und eben NICHT über Deine Probleme reden möchtest). Aber denk bitte daran, daß er noch dieses Jahr wieder zurück kommt. Er wird aus allen Wolken fallen, wenn er sieht, wie es Dir wirklich geht.
    Natürlich freuen sich Männer, wenn es ihren Partnerinnen gut geht, sie dann fröhlich, lebenslustig etc sind. Aber mir z.B. sind Menschen ganz allgemein, die IMMER diese Eigenschaften haben, eher suspekt. Für mich ist es Teil einer Beziehung (und eben keine lästige Pflicht), für meine Partnerin da zu sein, wenn es ihr schlecht geht. Das gehört einfach dazu wie Lachen, kuscheln, Sex... Und ich weiß, daß ich nicht damit nicht der einzige Mann bin, sehr viele denken so.
    Verbau Dir bitte nicht die Chance, einen Menschen an Deiner Seite zu haben, der Dir helfen will und helfen wird.
    Ich denke, die oben zitierte Einstellung von Dir ist ein Teil Deiner Depression. Aber ich merke, daß Du dagegen ankämpfst, also versuche bitte auch, dagegen anzukämpfen.

    Bitte mach das unbedingt und so schnell wie möglich. Bei mir lief das damals über meinen Hausarzt, der viel schneller als ich erkannt hatte, daß es ohne nicht geht. Und der hatte dann diverse Hebel in Bewegung gesetzt und es ging ganz schnell.
    Eine weitere Anlaufstelle hat riot_girl ja schon genannt, hier bei uns an der Uni heißt das "Psycho-Sozialer Dienst", die könnten Dir entweder direkt helfen oder Dich eben schneller weitervermitteln, als wenn Du Dir selbst jemanden suchst. Und vergiß bitte nicht: damit die Kasse die Therapie bezahlt, benötigst Du so eine Art Gutachten, ob es wirklich nötig ist. Die kann der Therapeut machen, aber eben auch andere Stellen, wie z.B. der Psycho-soziale Dienst, dann geht es schneller mit der Entscheidung der Krankenkasse, die mußt Du dämlicherweise auch noch abwarten, sonst bleibst Du auf den Kosten hängen (üblicherweise ~100€/Sitzung).
    Eine andere Möglichkeit, die ich, weil ich mit dem ersten Therapeuten nicht klarkam, dann genutzt habe, war unser Klinikum der Uni. Hier werden auch Psychiater ausgebildet, die, ähnlich wie Ärzte, auch ein PJ absolvieren. Da sie nicht niedergelassen sind, gibt es kaum Wartezeiten. Und da habe ich eine richtig gute Frau "erwischt", die mir super geholfen hat. Die Bezahlung läuft auch über die Krankenkasse nach dem gleichen Prinzip mit der Vorab-Begutachtung.

    Wegen Deines Studiums kann ich Dir, wie auch andere hier, auch nur raten, dieses Semester etwas ruhiger angehen zu lassen. Schau Dir nochmal Deine Studienpläne an, wo Du was weglassen kannst, was Dir am wenigsten Semester kostet (also z.B. Veranstaltungen, die in beiden Semestern angeboten werden oder welche, deren Schein Du nicht als Vorraussetung für andere Veranstaltungen benötigst)

    Wegen dem Finanziellen: bei uns an der Uni gab es zu meinen Studienzeiten (ist weit weniger lange her, als es mein Alter vermuten lässt:zwinker:) eine Beratung beim AStA. Ansonsten such im Telefonbuch nach Beratungsstellen (Achtung Falle: es gibt auch unseriöse private, die kosten Geld!). Im Notfall auch beim Sozialamt nachfragen. Oder beim Studentensekretariat, hängt halt von der Uni ab. Ich denke, genau wie riot_girl, daß Dein Vater diese Vorausleistung nicht ablehnen darf, aber ich weiß es nicht. Und Gesetze sind manchmal ja schon recht relitätsfern. Aber so etwas müßte in einer Beratungsstelle zu erfahren sein.

    Es ist schwer zu sagen, wie Du Dich Deinem Vater gegenüber verhalten sollst. Einerseits willst Du wohl kaum jetzt noch ein Elternteil "verlieren", andererseits scheint er sich um Dich auch nicht weiter zu sorgen. Wichtig ist, daß Du Deinen Standpunkt weiter beibehältst und Dein Leben und Deine Zukunft nicht hinten anstellst. Damit meine ich auch diesen Satz hier:
    Diesen Gedanken darfst Du nicht zulassen, auch wenn er ehrenwert ist. Ein klein wenig Egoismus ist nie falsch im Leben, v.A., wenn es um die eigene Zukunft geht.

    Das Angebot, daß Du Dich einfach per PM meldest, wenn Du noch Fragen zu Depression/Therapie/Medikamente o.Ä. hast, steht natürlich noch. Ich bin kein Fachmann, habe aber selbst darunter gelitten. Sieh es aber bitte nur als Angebot an, nicht als Zwang!

    Alles Gute nochmal
    Mark11
     
  • Aquariuslove
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    9 Juni 2011
    #10
    Nun wurde mir gestern auch noch in meinem Nebenjob gekündigt. Es sei im Moment kein Bedarf, meine geringfügige Einstellung als examinierte Krankenschwester wird nicht verlängert. Na super! Mit dem Job finanziere ich mir mein Studium! :-(

    Wie erwähnt, ich bekomme derzeit kein Bafög und die bewilligte Vorauszahlung wurde von Seiten meines Vaters abgelehnt (wegen der Auszahlung der Lebensvers. - mein Vater müsste die Vorauszahlung sonst zurückzahlen)

    Wenigstens komme ich etwas mit der Hausarbeit voran.

    Ach, im Moment ist alles scheiße!!! Alles kommt auf einmal - und das sowas von geballt!

    Bin am Überlegen diese psychologische Beratungsstelle meiner Fachhochschule zu Kontaktieren. Dies kann ich aber auch erst nach den Klausuren ab dem 30.06. Vorher habe ich nun wirklich keine Zeit...

    Ach Mist...
     
  • Chrissi223
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Verliebt
    9 Juni 2011
    #11
    Ui du musst ja ganz schön verzweifelt seit solange texte hab ich ja nochnie gelesen ausser vllt. in der schule
     
  • Riot
    Gast
    0
    9 Juni 2011
    #12
    Das mit dem Nebenjob tut mir leid! :frown:

    Nochmal die Frage: Wie kann dein Vater das einfach ablehnen, dir aber gleichzeitig keinen Unterhalt zahlen? Ich kenne mich mit der rechtlichen Seite nicht aus und Rechtsberatung ist hier verboten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Vater das einfach FÜR DICH ablehnen kann und du dann ohne alles dastehst. Informier dich doch diesbezüglich nochmal genauer!

    Finde ich eine sehr gute Idee! Ich würde zumindest morgen mal anrufen, vielleicht dauert es eh, bis du einen Termin bekommst und dann hast du dich zumindest schonmal drum gekümmert.
     
  • Aquariuslove
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    9 Juni 2011
    #13
    Mein Vater macht das ja nicht aus Böswilligkeit. Auch wenn wir kein inniges/nahestehendes Verhältnis zueinander haben, bin ich ihm ja nicht egal. Immerhin kann ich im Moment kostenlos im Elternhaus wohnen und die Lebensmittel zahlt er.
    Es geht ihm darum, dass er unter'm Strich selber nicht viel hat und durch die Auszahlungssumme der Lebensvers., welche er ja angeben musste, müsste er die Vorauszahlung (für mich UND meine Schwester) eben komplett zurück zahlen.
    Er lässt uns ja auch nicht ohne alles dastehen, sondern will uns monatlich mit je 100 bis 150€ unterstützen - dies steht aber eben in keinem Verhältnis zu dem, was ich von der Vorauszahlung hätte. Außerdem bin ich so wieder finanziell von meinem Vater abhängig, was auch nicht schön ist mit Mitte 20.

    Aber ich werde mich umgehend neu bewerben und will mich auch beraten lassen.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 20:57 -----------

    Deinen Beitrag finde ich nicht gerade konstruktiv.
    Ja, ich habe viel geschrieben.
    Aber wenn du dir meinen Text oben durchgelesen hättest, dann wüsstest du, dass es mir tatsächlich schlecht geht. Aber das hab ich mir auch nicht ausgesucht.
     

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