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Würdet ihr euch die Bluetooth-Corona-App installieren?

  1. Ja

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  2. Nein

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  • WomanInTheMirror
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    31 März 2020
    #1

    Mit Bluetooth gegen Corona

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    Ja, der x-te Corona-Thread kommt wohl von mir :grin:

    Anlass ist ein Artikel in der Zeitung, in dem davon berichtet wird, dass die Regierung gerne eine App zur Bekämpfung von Corona einsetzen möchte. Sie möchte damit Kontaktpersonen von Infizierten aufspüren und benachrichtigen, um Infektionsketten zu verhindern. Diese App soll folgendermaßen funktionieren:

    Jedes Handy bekommt eine anonyme ID, die keine Rückschlüsse auf die Person zulässt, und welche in regelmäßigen Abständen gerändert wird. Die App verwendet einen Bluetooth-Standard, der energiesparend ist und nur eine Reichweite von wenigen Metern (oder sogar nur 1 Meter, ich weiß es nicht genau) hat. Die App registriert jede ID, die sich auf diesen Abstand einem nähert und speichert sie für einen gewissen Zeitraum. Wenn man nun positiv auf Corona getestet wird, kann eine zentrale Stelle (z.B. das RKI) an alle IDs, die dem Infizierten so nahe kamen, dass sie von der App registriert wurden, eine Push-Nachricht senden, sodass diese informiert werden. So können Kontaktpersonen aufgespürt werden, ohne auf personenbezogene und Standort-Daten zurückgreifen zu müssen.

    Das ist die Idee. Diese App gibt es noch nicht und muss natürlich erstmal genehmigt werden (Datenschutz, Grundrechte, etc.). Sollte diese App zeitnah verfügbar sein, würdet ihr sie euch installieren? Die App funktioniert natürlich nur gut, wenn möglichst viele mitmachen, damit die Infektionsketten vollständig identifiziert werden können. Natürlich verfügen vor allem viele Risikopatienten (also Leute über 65) kein Smartphone und könnten davon nicht profitieren.

    Wie findet ihr diese Idee von der Regierung allgemein? Würdet ihr die App nutzen? Habt ihr (datenschutzrechtliche) Bedenken?

    Zusatzfrage: Denkt ihr, die Regierung kann sich zeitnah einigen, damit die App schnell verfügbar ist? :zwinker:

    Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion :smile:

    Liebe Grüße
    Eure WITM
     
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    31 März 2020
    #2
    Da viel zu wenig getestet wird, haben wir gerade erstmal ganz andere Probleme...
    Würde mir die App daher auch nicht installieren.
    Bluetooth angeschaltet zu lassen erlaubt ja auch Hackern Zugriff aufs Gerät, die nicht von der netten Regierung kommen, also ist die App alles andere als sicher.
     
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    31 März 2020
    #3
    Auch wenn ich mich damit nicht so gut auskenne, muss ich dir da beipflichten. Jedoch gibt es sehr viele Menschen, die ihr Bluetooth anscheinend immer anhaben. Immer, wenn ich Bluetooth verwendet habe, habe ich x Personen in meinem Umkreis gefunden.
    Denkst/Weißt du, ob die Gefahr durch mobiles Internet ähnlich ist? Dann würde es wenig Unterschied machen.
     
  • User 169839
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    31 März 2020
    #4
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    31 März 2020
    #5
    Sollte die App tatsächlich ohne personenbezogene Daten auskommen, wie in dem Artikel beschrieben, würde ich sie mir durchaus installieren. Ich gehe davon aus, dass meine Antiviren-Software ( :tongue: ) auf meinem Handy anschlagen würde, sollte da jemand mit meinem Bluetooth Unfug treiben.
     
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    31 März 2020
    #6
    Ich würde es nutzen. Ist ja nicht so, als könnte man die App, wenn die Seuche halbwegs durch ist nicht wieder herunter schmeissen. In Asien haben sie mit derartigen Maßnahmen ganz gute Erfahrungen gemacht.

    Letzte Woche wurden laut RKI ~350.000 Tests durchgeführt, also dass wir wenig testen kann man gerade nicht sagen :zwinker:
    Off-Topic:
    Ernsthaft, eine Antivirensoftware auf dem Handy bietet höchstens homoöpathische Sicherheit, im schlimmsten Fall ist sie selber ein Einfallstor für Malware. Gibt kaum etwas sinnloseres.

    Im Gegensatz zu einem PC hat so eine App einfach kaum Zugriffsrechte, etwas sinnvolles zu tun.

    Einzig wirklich sinnige Sicherheitsmaßnahme: Aktuelle Updates und alte Smartphone nicht ewig weiternutzen, wenn diese aus der Updateversorgung raus sind.
     
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  • User 169839
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    31 März 2020
    #7
    Dort werden die Menschen auch nicht gefragt ob sie das wollen/ oder eventuell machen würden.

    Totale Überwachung - sollen sie
     
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    31 März 2020
    #8
    Südkorea ist immer noch eine Demokratie.

    Und auch wir haben teilweise Maßnahmen ergriffen, die unsere Freiheit einschränken. Ehrlich, da finde ich eine derartige Handyapp ja noch einen tausend mal kleineren Eingriff in meine Freiheitsrechte als teilweise Ausgangssperren, wie wir sie akut haben.

    Komische Maßstäbe haben manche Leute :ninja:
     
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  • User 168370
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    31 März 2020
    #9
    Tun aber schon genug Leute für etwas nicht so wichtiges wie Bluetooth-Kopfhörer oder Smart Watches :zwinker: Da wäre eine App, die den Schutz der Bevölkerung unterstützt, schon ein besserer Grund.

    Ich würde sie installieren :thumbsup:
     
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    31 März 2020
    #10
    Ich würde sie nutzen, wenn man dadurch den normalen Alltag schneller wiederherstellen könnte.

    Ich bin bei sowas nicht so der Angst-Typ. Notfalls würde ich das Handy nach der Krise einfach verkaufen und einen neuen Handyvertrag machen. Dass ich gerne zu DM gehe, kann man auch über meine Girokarte herausfinden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 März 2020
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    31 März 2020
    #11
    wozu auch... der Staat hätte ja auch andere Mitel was mitzuteilen... zB. SMS an alle oder so.. und es gibt ja schon so Apps, die vor allem möglichen Zeug warnen.. Erdbeeeben Sturm und so.. Katwarn ist eine davon
     
  • User 68775
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    31 März 2020
    #12
    Im Leben nicht ... ich bin wirklich ein offenes Buch und praktisch die Anti-Datenschützerin, aber dass die Regierung, von ich grade nicht massiv viel halte und deren Ansätze ich in einigem ausreichend dubios finde, um dagegen zu sein, meine Bewegungen auf Metergenauigkeit aufzeichnet geht MIR zu weit. Ich glaube auch absolut nicht, dass man das nicht so öffnen könnte, dass kein bisschen anonymisiert mehr ist. Schon genug, dass man das THEORETISCH eh mit jedem Handy tracken kann, wann man sich wohin bewegt, es aber aus gutem Grund nicht erlaubt ist.

    "Zu meiner Sicherheit" ist kein Argument, dass Überwachung rechtfertigt, und freiwillig gebe ich ihnen ganz sicher kein Instrument dazu in die Hand.

    Sonst müsste ich wirklich ein eigenes Gerät nur dafür anschaffen, auf dem sonst nichts andres passiert - sollte es irgendwie verpflichtend sein. Bei 21 Stunden pro Tag innerhalb des Hauses bin ich aber auch kein wirklich hilfreiches Verfolgungsobjekt.
     
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  • User 136760
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    31 März 2020
    #13
    Wie soll man dann im Falle einer Ansteckung rausfinden, welche Person hinter ID x steckt?
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 März 2020
  • Yurriko
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    31 März 2020
    #14
    Ganz einfach: Nein.
     
  • WomanInTheMirror
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    31 März 2020
    #15
    Aber es geht doch gerade darum, dass die Bewegungen nicht aufgezeichnet werden, auch nicht der Standort. Sondern nur, mit welchen IDs man in Kontakt gekommen ist.

    Das weiß ich nicht genau, aber so stand es in dem Artikel.
     
  • User 109947
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    31 März 2020
    #16
    Nein, ein weiterer Schritt in die totale Überwachungsgesellschaft.
     
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  • alpaslan
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    31 März 2020
    #17
    Ich finde die Idee als technischer Laie gut, weil sie offensichtlich effizienter ist als das gesamte Leben runterzudimmen und zu hoffen, dass der Totalschaden ausbleibt.
    Interessant ist, dass das Thema Datenschutz beim Facebook und Instagram meist unwichtig ist. Für ein paar Likes und rote Herzchen kann man schon mal drüber hinwegsehen.
    Südkorea ist übrigens mit Japan die einzige Demokratie in der Gegend.
     
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  • User 136760
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    31 März 2020
    #18
    Eine solche Geschichte geht nicht ohne irgendeine Art von personenidentifinzierenden Daten. Und an der Stelle wird es kritisch, daher bin ich dagegen.
     
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  • Schweinebacke
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    31 März 2020
    #19
    Wenn du infiziert bist, gibst du deine ID den Behörden. Die können dann über deine ID allen Kontaktpersonen über die IDs eine Nachricht über die App zukommen lassen. Dazu muss man doch gar nicht wissen, wer die Kontaktperson ist. Das ganze funktioniert doch relativ anonym bis auf für die Infizierten. Aber die sind ja sowieso dann bekannt.
     
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  • User 136760
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    31 März 2020
    #20
    Überwachung kann aber keine Ansteckungen verhindern, daher ist das noch keine Lösung, denn behandeln muss man die Leute so oder so und da geht einem irgendwann das Personal und die Geräte aus.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 31 März 2020 ---
    Dann muss man aber so verantwortungsbewusst sein und sich melden bzw. eine Nachricht in die Richtung korrekt interpretieren, was ich nicht jedem zutraue.
     
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