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  • daniela17
    daniela17 (23)
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    in einer Beziehung
    10 August 2018
    #1

    Nach langjähriger Beziehung wieder getrennt wohnen

    Hallo :smile:
    Ich brauche heute mal eure Meinung bzw eure Erfahrungen. Es wird ein etwas längerer Text und ich danke euch jetzt schon fürs durchlesen.

    Mein Freund und ich sind jetzt seit fast sieben Jahren zusammen. Zusammengezogen sind wir nach einem Jahr Beziehung (ja, ziemlich früh und wir waren auch noch ziemlich jung damals). Das frühe Zusammenziehen haben wir nicht bereut und wir beide lieben uns noch, obwohl wir unsere Höhen und Tiefen haben und wollen auch unsere Beziehung weiterführen.

    Da mein Freund seit längerem Arbeitslos ist, jetzt allerdings eine Weiterbildung macht und nächstes Jahr Studieren möchte und mein Berufsweg auch nicht ganz klar ist, haben wir nun beschlossen, nach Hause zu unseren Eltern zu ziehen. Die Kosten für die Wohnung können wir beide nicht mehr richtig aufbringen und Freizeitgestaltungen bleiben dadurch komplett auf der Strecke.

    Was zusätzliche Probleme sind:
    Wir haben beide das Gefühl, uns selbst erst richtig finden zu müssen. Wir streben beide eine Ausbildung an und wissen beide nicht wirklich was wir vom Leben wollen. Manchmal sind wir uns unsicher, ob wir überhaupt noch richtig zusammenpassen, da wir schon auch unterschiedliche Interessen haben. Ich möchte z.B. am Wochenende fortgehen, er nicht so. Er hat fast nur noch die Ausbildung und die Geldsorgen im Kopf (was auch wichtig ist), aber keinen Kopf für uns. Unser Sexualleben leidet natürlich auch darunter. Das alles belastet uns sehr. Dazu kommt, dass wir uns ständig sehen (was uns beiden zu viel ist) und dadurch oft streiten.

    Nun zu unserer Lösung:
    Wir möchten während der Studienzeit zu Hause wohnen, Geld ansparen und wieder mehr Zeit für uns selbst haben.
    Das Problem ist, dass ich mir manchmal denke es ist eine gute Idee und gut für mich bzw für uns, dann aber wieder bedenken und Angst habe, dass wir uns noch mehr Auseinanderleben könnten.

    Meine Frage an euch ist jetzt, ob ihr ähnliche Erfahrungen hattet. Oder einen Rat bzw könnt ihr gerne eure Gedanken dazu schreiben.

    Wie gesagt, wir lieben uns noch und hoffen das es dadurch besser wird. Eigentlich haben wir auch keine Wahl, weil wir uns die Wohnung nicht mehr leisten können. Trotzdem mache ich mir so meine Gedanken und habe Angst vor den Veränderungen. Vielleicht hat jemand von euch ähnliches Erlebt. :smile:
     
  • Atilla86
    Atilla86 (32)
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    nicht angegeben
    10 August 2018
    #2
    Also erst mal finde ich den Schritt den ihr gehen möchtet/müsst positiv. Was es eurer Beziehung bringt werdet ihr in einiger Zeit für euch selbst feststellen. Solltet ihr euch auseinander gelebt oder die Gefühle sich anders entwickelt haben wird es im Laufe der Zeit definitiv festzustellen sein. Danach wäre der Schritt einer Trennung auch nicht mehr ganz so gross denn ihr lebt dann ja schon getrennt. So ein Auszug ist in einer Beziehung meiner Meinung nach immer nochmal eine Hemmschwelle der das ganze aber bei mir immer endgültig besiegelt hat. Bleibt zu hoffen, dass ihr beide merkt was ihr aneinander habt und so wieder positiver in eine gemeinsame Zukunft starten könnt
     
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  • shaylie
    Ist noch neu hier
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    10 August 2018
    #3
    Hallo Daniela,

    ich finde sehr schön das du uns hier dein Herz ausschüttest und Rat suchst. Deine Situation ist ganz schön verstrickt, aber doch leicht zu verstehen.

    7 Jahre sind schon eine enorm lange Zeit, seid ihr mit 17 bereits zusammengezogen oder mit 18? Das ist wirklich früh, aber das kann ja jedes Pärchen selbst einschätzen. Aber ich denke mal, ihr seid ja nicht ohne Grund seit 7 Jahren in einer Beziehung.

    Wie regelt ihr das denn, wenn er lieber zuhause bleiben möchte und du nicht? Gehst du dann einfach und er akzeptiert das, oder steckst du zurück und bleibst bei ihm?

    Das du jetzt eine gewisse Angst vor Veränderung hast kann ich total nachvollziehen, nach so langer Zeit jeden Tag sehen - zusammenleben - nun plötzlich zu den Eltern zurück? Ohne den Partner leben? Aber sieh es als eine Chance! Sowohl für dich natürlich, als auch für deinen Partner und eure Beziehung. Eine Wohnung die man nicht bezahlen kann und unbefriedigende Lebensumstände machen unglücklich... Macht das beste aus eurer beiden Situation und versucht, obwohl ihr nicht mehr zusammenlebt dennoch zusammenzubleiben. Verstehst du was ich sagen will?

    Das kann eine Chance sein, dass ihr euch beide erneut findet aber auch das Zeichen, dass es längerfristig nicht mehr viel Perspektive hat. Das klingt zwar sehr hart, aber solche Themen muss man ehrlich behandeln. :smile:
     
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  • daniela17
    daniela17 (23)
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    in einer Beziehung
    10 August 2018
    #4
    Ich danke euch erstmal für die lieben Beiträge :smile:

    shaylie: Ich war 17 als wir zusammengezogen sind, er 20. Am Anfang waren wir noch öfter mit unserer Clique unterwegs, nach und nach immer weniger weil er oft nicht wollte. Ich hab meistens nachgegeben. Stören tut es ihm allerdings nicht wenn ich alleine etwas unternehme. Das Problem ist, ich hatte nie viele Freunde mit denen ich etwas unternehmen konnte also blieb ich bei/mit ihm zuhause. Was mich auch meistens nicht groß störte, da ich seine Nähe ja sehr mag. Jetzt kam allerdings der Punkt an dem ich merkte, dass ich womöglich etwas "versäumt" habe. Ich möchte keinen anderen Freund aber das ausgehen fehlt mir. Wie gesagt, es stört ihm nicht wenn ich ohne ihn etwas unternehme und nun habe ich auch eine gute Bekannte mit der ich ab und zu alleine fortgehe.
     
  • User 135804
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    10 August 2018
    #5
    Ich finde, das sind sehr gute Gründe für eine räumliche Trennung. Allein dadurch, dass ihr euch bald nicht mehr automatisch täglich seht, weil ihr dann nicht mehr zusammenlebt, kann sich das mit den Streitereien bald in Luft auflösen. Eben weil es sehr wahrscheinlich ist, dass die auch dadurch kommen, dass ihr derzeit mehr aufeinanderhängt, als euch beiden lieb ist. da ist man halt dauergenervt, klar knallts dann eher mal. Ebenso hat er den Kopf gerade voll mit Arbeit und finanziellen Sorgen und kann vermutlich dadurch eurer Beziehung gerade nicht gerecht werden - und klar hat er da keine Lust auf Sex. Wohnt er wieder allein, hat er mehr Freiraum und Zeit für sich, um diese Krise gut durchzustehen. Statt den zusätzlichen Druck, es dir recht machen zu sollen/wollen.
    Und wenn ihr wieder getrennt wohnt, habt ihr beide mehr Raum hierfür:
    Seid ihr alleine und für euch, könnt ihr mMn auch viel besser schauen, was ihr - ganz unabhängig voneinander - euch vom Leben wünscht, was euch ausmacht und wo eure Lebensreise hingehen soll. Ist der Partner sehr präsent, kann es mEn relativ leicht passieren, dass man automatisch für zwei plant, aber es soll ja um euch selbst als Individuen gehen, also was will jeder von euch ganz individuell für sich selbst, unabhängig vom Partner.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 10 August 2018 ---
    Nö, die hab ich nicht, da ich nicht mit Partnern zusammenleben mag.
     
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  • User 96466
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    10 August 2018
    #6
    Off-Topic:
    Machen eure Eltern das denn mit?
     
  • daniela17
    daniela17 (23)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    10 August 2018
    #7
    Wir haben heute mit ihnen gesprochen. Ja, meine haben kein Problem damit. Seine Eltern sind etwas schwer einzuschätzen, da reden wir am Sonntag nochmal. Sie haben allerdings auch seinen Bruder finanziell unterstützt also...ja, wir denken schon.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 10 August 2018 ---
    Felicia80 : Du hast genau das auf den Punkt gebracht, was ich mir auch selbst gedacht habe. Das Ganze von jemand anderen zu hören tut gut. Im Moment geht nämlich alles drunter und drüber und man weis nicht ob es wirklich das richtige ist obwohl es sonst nicht wirklich eine Alternative gibt.

    Ich habe einfach nur Angst vor dieser großen Veränderung.
     
  • User 135804
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    11 August 2018
    #8
    Wenn es eh keine andere Alternative gibt und schon gar keine sinnvolle (da die rämliche Trennung wohl auch für eure Beziehung Klarheit bringen kann), dann gibt es ja keinen Grund, daran zu zweifeln. Dass ihr erstmal getrennt lebt, ist somit quasi beschlossen. Schauen, wie es dann ist und wie es mit euch weitergeht, kann man, wenns soweit ist - vorher machts keinen Sinn, weil ihr ja erstmal schauen müsst, wie es sich dann anfühlt, was es mit euch macht etc pp.
    Das ist verständlich und auch okay! Man muss nicht keine Angst haben, es reicht, mit Angst umgehen zu können und eben trotz Angst zu tun, was man will bzw. was für das Richtige hält.
    Kein Neuanfang ohne Veränderung, so ist das nun mal. Und "neu" heißt nicht per se besser oder schlechter, sondern nur anders (als vorher). Wehr dich nicht gegen die Angst, nimm sie bewusst wahr - aber lass nicht zu, dass sie deine Lebensziele und -pläne zunichte macht. Handle weiter aktiv trotz Angst.
    "Do what´s right, not what´s easy!" :zwinker:
     
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  • daniela17
    daniela17 (23)
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    11 August 2018
    #9
    Update: Das Ganze hat sich anscheinend sowieso erledigt. Seine Eltern sind gegen diesen Plan und er darf laut jetziger Sicht nicht zu ihnen ziehen. Die spielen nicht mit. Wir sind gerade so wütend und enttäuscht und wissen nicht weiter.
     
  • User 12529
    Echt Schaf
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    11 August 2018
    #10
    Ich kann es verstehen, dass sie das nicht möchten. Sie wollen halt auch ihre Privatsphäre, und es ist keine notwendige Sache, weswegen er zurück ziehen würde. Ich würde das auch nicht mehr wollen, das mein Kind ohne akuten Grund erneut bei mir lebt, nachdem es jahrelang außerhalb gewohnt hat.

    Wäre eine WG eine Option? Wenn du zurück gehst und er sich eines sucht?
     
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  • daniela17
    daniela17 (23)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    11 August 2018
    #11
    Doch, es gibt einen notwendigen Grund. Klar, man macht Fehler wenn man jung ist. Ein Fehler war, dass man nicht gleich eine tolle Ausbildung gemacht hat. Doch warum muss man dafür büßen, wenn man jetzt die Ausbdilung nachholen möchte? Besser später als gar nicht. Und wenn ich zu meinen Eltern ziehe, steht er auf der Straße nur weil seine Eltern ihre Privatsphäre haben möchten. Tolle Eltern.
    Natürlich ist das alles nicht ideal und eine große Umstellung auch für die Eltern aber ich frage mich: Was sind es für Eltern die ihrem Kind nicht helfen möchten?

    Eine WG ist nicht wirklich eine Option ohne genügend Geld. Die kommen nicht viel billiger als unsere Wohnung jetzt.
     
  • wild_rose
    Meistens hier zu finden
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    11 August 2018
    #12
    Mit Ausbildungsgehalt und Kindergeld alleine wohnen ist schwer, sollte aber definitiv gehen.
    Vor allem in einem WG Zimmer, vielleicht auch etwas außerhalb.
     
  • daniela17
    daniela17 (23)
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    in einer Beziehung
    11 August 2018
    #13
    Er bekommt Arbeitslosengeld sonst nichts. Wenn er nächstes Jahr Studiert bekommt er ein Stipendium und kann sich nebenbei etwas dazu verdienen. Dann ist es leichter.

    Dazu kommt das wir auf dem Land wohnen, da sind keine WGs, dazu müsste er eine Stunde entfernt in die nächste Großstadt ziehen. Mal schauen.
     
  • User 12529
    Echt Schaf
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    11 August 2018
    #14
    Wäre ein Teilzeitjob + Aufstockung drin (damit Zeit für die FoBi bleibt), oder fällt die FoBi dann weg?

    Ist die FoBi eine Vorraussetzung für das Studium oder Stipendium?
    Wenn nein: wäre es möglich, stattdessen die Zeit mit einem Job zu überbrücken?
     
  • daniela17
    daniela17 (23)
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    11 August 2018
    #15
    Ja, ist Voraussetzung. Er macht die Matura nach und möchte danach Studieren.
    Natürlich wäre es gut einen Job nebenbei zu finden und er ist auch auf der Suche. Nur leider findet er nichts. Er hat zwar einen Beruf erlernt, den Lehrabschluss jedoch nicht gemacht (ja, man macht Fehler wenn man Jung ist :zwinker:). Ohne Abschluss ist es jedoch sehr schwer etwas zu finden und Teilzeitjob wäre theoretisch nicht schlecht, jedoch bekommt man dafür weniger als es das Arbeitslosengeld ist und bringt sich dadurch dann nicht wirklich etwas...
     
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    11 August 2018
    #16
    kann mir nicht vorstellen das es da keine unterstützung gibt. gibt ja so vieles von hartz, kindergeld, wohngeld, bafög sowie Bab und was nicht alles. natürlich stellen sich die Ämter am anfang gerne quer und sagen schnell nö aber wenn man seine rechte kennt weiß man auch das ein nö nicht immer richtig ist.
     
  • daniela17
    daniela17 (23)
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    11 August 2018
    #17
    Ich weis nicht, wir sind in Österreich zuhause. Mein Freund bekommt Arbeislosengeld bzw mittlerweile Notstandsgeld. Die Ausbildung (Matura) holt er in seiner Freizeit nach, bezahlt sich alles selbst. Er ist wie gesagt natürlich auf Arbeitssuche, hat bis jetzt aber leider noch nichts gefunden.
    Wenn er nächstes Jahr mit seinem Studium beginnt, fällt das Arbeitslosengeld komplett weg und man bekommt ein Stipendium. Im Idealfall findet er spätestens dann wenigstens einen Job nebenbei.
    Aber genau wegen dieser komplexen Situation haben wir uns Unterstützung von den Eltern erhofft und wollten nach Hause ziehen. Zumindest vorübergehend.
     
  • User 135804
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    11 August 2018
    #18
    Ich hatte jetzt vorausgesetzt, dass ihr längst wisst, welche finanziellen Hilfen euch zustehen und welche nicht. Damit sollte man wohl anfangen, das zu checken...
     
  • User 107106
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    11 August 2018
    #19
    Ich würde mit 23 auch nicht wollen, das mein Kind wieder bei mir einzieht. Da hat man grad das kinderlose Leben wieder und da will es für 3 Jahre oder länger zurück? Nein Danke. (Ich habe zwei Kinder).
     
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  • daniela17
    daniela17 (23)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    11 August 2018
    #20
    Sorry, ich finde das Egoistisch. Wenn ich meinen Kindern ( nur weil sie irgendwann Erwachsen sind) nicht mehr helfen möchte, dann sollte ich mir ernsthaft überlegen ob ich überhaupt Kinder haben möchte.
     
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