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  • Mephorium
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    1 April 2008
    #1

    negativer Urlaubsanspruch übertragen?

    Ich habe mal eine Frage und vielleicht kennt sich jemand damit aus.

    Ich habe im letzten Jahr meinen gesamten Urlaub für 2007 recht zeitig geplant und genehmigt bekommen. Im Jahr 2007 war ich dann 15 Tage krank, was lt. meinem Arbeitsvertrag meinen Urlaubsanspruch um 3 Tage schmälert (5 Tage Krankheit = 1 Tag Urlaub).

    Nun habe ich gerade gesehen, dass mir der dadurch nun entstehende negative Urlaub (Ich bin dann ja auf -3 Tage gekommen) auf dieses Jahr übertragen wurde.

    Ich dachte bisher immer, dass Urlaubsanspruch in jedem Jahr neu entsteht und so ein Übertrag ohne Rücksprachen nicht möglich ist, schließlich muss ich ja auch beantragen, wenn ich positiven Urlaubsanspruch von einem Jahr ins andere Übertragen lassen möchte.

    Ich möchte nur gern wissen ob ich mit diesem Gedanken auf der sicheren Seite bin, bevor ich bei meinem Arbeitgeber anfrage diese -3 Tage in diesem Jahr doch bitte zu streichen.

    Danke, Gruß Mephorium
     
  • whitewolf
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    nicht angegeben
    1 April 2008
    #2
    Ich wuerde mal Deinen Arbeitsvertrag von einem Juristen ueberpruefen lassen:

    "§ 9 BurlG bestimmt, dass Krankheitstage, die durch eine ärztliche Bescheinigung nachgewiesen wurden, nicht auf den Jahresurlaub anzurechnen sind. "


    Quelle
     
  • Reliant
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    1 April 2008
    #3
    Ich würd auch erstmal den Vertrag durchschauen lassen, glaub nicht das diese Klausel Gesetzeskonform ist. Urlaub ist Urlaub Krankenstand ist Krankenstand.
     
  • Schmusekatze05
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    1 April 2008
    #4
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  • waschbär2
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    vergeben und glücklich
    1 April 2008
    #5
    *dies ist keine rechtsberatung*

    Diese Klausel in deinem Arbeitsvertrag ist schlicht rechtswidrig und damit nichtig. Folglich erübrigt sich eigentlich die Frage nach einem "negativen" Urlaub.

    Juristisch dagegen anzugehen, wäre leicht.

    Das Problem ist nur, dass das Arbeitsverhältnis auf Dauer vergiftet sein dürfte, wenn man sich dagegen wehrt (zumindest in kleineren Firmen).

    Deshalb überlege dir gut, was du machen willst. Ist deine Entscheidung.
     
  • Mephorium
    Mephorium (33)
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    1 April 2008
    #6
    Ich plane sowieso, in nicht allzuferner Zukunft diese Firma zu verlassen. Trotzdem hätte ich das gern noch irgendwie geklärt.

    Danke nocheinmal für die Tipps, dass diese Klausel so wohl nicht ganz rechtens zu sein scheint.
    Beim nächsten Arbeitsvertrag bin ich schlauer.
     
  • Koyote
    Koyote (40)
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    1 April 2008
    #7
    Mal folgenden Gedankengang:

    Der Arbeitgeber gewährt als Bonus für Arbeitnehmer die höchstens 15 Tage krank waren 1 Tag Urlaub mehr als den gesetzlichen Anspruch!
    Für Arbeitnehmer die höchstens 10 Tage krank waren gibt es als Bonus 2 Tage, bei höchstens 5 Tagen Krankheit gibt es 3 Tage...

    Ist das jetzt immer noch gesetzwidrig?

    Gruß Koyote
     
  • Schmusekatze05
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    1 April 2008
    #8
    Wenn ich in Arbeitsrecht richtig aufgepasst habe darf der Arbeitgeber vom Gesetz bzw. Tarifvertrag zu Gunsten des Arbeitnehmers jederzeit abwichen. Nur halt nicht zum Nachteil des Arbeitnehmers.
    Mehr Urlaub zu gewähren wäre also jederzeit möglich, und ich denke mal, dass dieser Urlaub auch an Bedingungen geknüpft sein darf. Ich wüsste jetzt kein schlagendes Argument, warum das nicht gehen sollte. Wenn der Arbeitgeber zusätzliche Leistungen gewährt wird er auch die Spielregeln festlegen können, wann er diese gewährt.
     
  • Mephorium
    Mephorium (33)
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    1 April 2008
    #9
    Es ist ja auch im Arbeitsvertrag geregelt, dass noch übriggebliebener Urlaubsanspruch möglichst im geltenden Jahr genommen werden muss und nur auf Antrag ins nächste Jahr übernommen wird.
    Dass es auch da noch gesetzliche Regelungen gibt ist mir bekannt.

    Ich hätte meinen Arbeitgeber genauso darauf hingewiesen, dass ihm da ein Fehler unterlaufen ist, wenn es zu meinen Gunsten gewesen wäre. Wie man dann weiter vorgeht muss man dann natürlich besprechen, genau wie in meinem Fall jetzt.

    @koyote: So wie Schmusekatze05 das sagt habe ich das auch einmal gelesen. Es gibt ja auch Firmen die ihren Mitarbeitern Boni bieten, wenn diese z.B. nicht rauchen.

    Nun aber alle Raucher der Firma stattdessen pauschal zu benachteiligen wäre dann der falsche und wohl nicht rechtmäßige weg (nicht zuletzt auch eine Art Diskiminierung).
     

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